DE1235816B - Einrichtung zur aufeinanderfolgenden Weitergabe von in einer Hochkantfoerderstrecke regellos angelieferten flachen Sendungen - Google Patents
Einrichtung zur aufeinanderfolgenden Weitergabe von in einer Hochkantfoerderstrecke regellos angelieferten flachen SendungenInfo
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B65g
B 65 h
Deutsche KL: 8Ie-147
1235 816
T22041XI/81e
28. April 1962
2. März 1967
T22041XI/81e
28. April 1962
2. März 1967
Bei der selbsttätigen Verarbeitung von flachen Sendungen, wie insbesondere von Postsendungen, tritt
an verschiedenen Stellen des Bearbeitungsvorganges die Aufgabe auf, die in einer Hochkantförderstrecke
regellos — also auch zu mehreren gleichzeitig oder in beliebiger Weise überlappt — angelieferten Sendungen
vereinzelt, zumindest aber in definierter Aufeinanderfolge weiterzuleiten. Die bekannten für Einzelabzug
bzw. für überlappten Abzug ausgebildeten Vereinzelungseinrichtungen arbeiten nur dann zuverlässig,
wenn die Sendungen zuvor mit möglichst exakter Lage ihrer Vorderkanten gestapelt werden.
Da dies gerade wegen der gleichzeitigen Anlieferung von Sendungen oder wegen ungünstiger Überlappungen
in den vorliegenden Fällen, insbesondere bei der Verarbeitung der Rohpost mit ihrer verschiedenartigen
Beschaffenheit, nicht möglich ist, sind diese Vereinzeier für den genannten Zweck ungeeignet.
Man hat daher versucht, die vorliegende Aufgabe mit sogenannten Durchlauf vereinzeiern zu lösen, bei
denen von vornherein auf ein exaktes Stapeln verzichtet wird. Ein bekannter Durchlaufvereinzeier ist
beispielsweise so aufgebaut, daß sich an eine Zuführförderstrecke ein kammerartiger Förderabschnitt
anschließt, dessen Einlaßbreite wesentlich größer ist als seine Auslaßbreite, wobei sich in einer der Seitenwände
dieses Förderabschnittes eine mit einer Unterdruckkammer in Verbindung stehende Ansaugstelle
befindet, vor der ein kontinuierlich angetriebenes, mit Gruppen von Saugöffnungen versehenes Saugband
läuft. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung kann aber den zu stellenden Anforderungen nicht genügen,
weil die Gefahr besteht, daß am Auslaß des genannten Förderabschnittes sich mehrere Sendungen verklemmen.
Bei einer anderen bekannten Anordnung, bei der ein Überlapptvereinzeler und ein Vereinzeier hintereinandergeschaltet
sind, wird zwar dieser Nachteil vermieden. Sie ist jedoch nicht in der Lage, auch
solche Sendungen sicher zu trennen, die gleichzeitig oder »falsch« überlappt eintreffen. Darunter wird
eine Überlappung verstanden, bei der die Vorderkante der unmittelbar am Abzugsband anliegenden
Sendung, in Förderrichtung gesehen, sich hinter der Vorderkante einer nicht unmittelbar am Abzugsband
anliegenden Sendung befindet.
Die Erfindung hat die Schaffung einer Einrichtung zum Ziel, die als Durchlaufvereinzeier auch bei
gleichzeitiger oder ungünstig überlappter Anlieferung und unabhängig von der Beschaffenheit der Sendungen
deren zuverlässige Trennung ermöglicht. Die Weitergabe der Sendungen kann dabei so erfolgen,
Einrichtung zur aufeinanderfolgenden Weitergabe von in einer Hochkantförderstrecke regellos
angelieferten flachen Sendungen
angelieferten flachen Sendungen
Anmelder:
Telefunken
Patentverwertungsgesellschaft m. b. H.,
Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Ulm/Donau, Elisabethenstr. 3
Als Erfinder benannt:
Karl Rehm, Konstanz
Karl Rehm, Konstanz
daß selbsttätig zwischen der Hinterkante der vorangehenden Sendung und der Vorderkante der nachfolgenden
ein bestimmter Abstand eingehalten wird. Zur Erreichung dieser vorteilhaften Eigenschaften
unterscheidet sich die Einrichtung nach der Erfindung von dem oben beschriebenen grundsätzlichen
Aufbau der bekannten Durchlaufvereinzeier durch die gemeinsame Anwendung folgender Maßnahmen
bzw. Merkmale: In einem Abstand α von der Ansaugstelle, der kleiner ist als die Länge der kleinsten zu
fördernden Sendung, ist ein Fördermittel angeordnet, welches die jeweils vom Saugförderorgan vorgeschobenen
Sendungen an ihrer Vorderkante erfaßt und mit gleichförmiger Geschwindigkeit in den abgehenden
Förderkanal abzieht; sodann sind in dem Bereich zwischen der Ansaugstelle und diesem Fördermittel
ein oder mehrere zum Zurückhalten von Mehrfachabzügen dienende Abstreifer angeordnet; und
schließlich erstrecken sich die über die Ansaugstelle laufenden Saugöffnungen des Saugförderorgans in an
sich bekannter Weise gleichmäßig über dessen gesamten Umfang, während die Länge b der Ansaugstelle
in Förderrichtung gemessen so kurz ist, daß sie der Bedingung
b<15'd-(n + l)
genügt, wobei d die Dicke der dünnsten zu verarbeitenden Sendungen (bei Postsendungen etwa 0,2 mm)
und η die Anzahl der Mehrfachabzüge bedeutet, die von den Abstreiforganen gleichzeitig zurückgehalten
werden können.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung bringt wegen ihres störungsfreien Arbeitens
709 517/33&
auch in solchen Fällen Vorteile, bei denen für die Weitergabe der regellos angelieferten Sendungen
keine exakte Vereinzelung mit gegenseitigem Abstand der Sendungen notwendig ist. Wenn aber diese Notwendigkeit
besteht, dann wird die Einrichtung vorzugsweise so ausgebildet, daß die auf die Ansaugstelle
folgenden Fördermittel die jeweils von ihnen erfaßten Sendungen auf eine Fördergeschwindigkeit
beschleunigen, die wesentlich größer ist als die Geschwindigkeit des Saugförderorgans. Es ist dann ferner
zweckmäßig, die Ansaugstelle nicht langer als
b = 10 · d · (n + 1)
zu machen.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung sowie die Möglichkeiten zu ihrer weiteren Ausgestaltung
sollen nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert werden.
Fig. 1 bis 3 beziehen sich auf ein erstes Ausführungsbeispiel,
wobei F i g. 1 schematisch eine Draufsicht mit teilweisem Schnitt, F i g. 2 eine Seitenansicht
und Fig. 3 einen Schnitt entsprechend der Linie III-III zeigt;
F i g. 4 und 5 zeigen im Schnitt und in vergrößertem Maßstab die Ansaugstelle sowie einen ersten Abstreifer
in zwei verschiedenen Arbeitsphasen;
F i g. 6 bis 8 beziehen sich auf ein erweitertes Ausführungsbeispiel,
wobei Fig. 6 schematisch eine Draufsicht auf die gesamte Einrichtung, F i g. 7 in
vergrößertem Maßstab einen Schnitt entsprechend der Linie VII-VII und F i g. 8 einen Ausschnitt aus
dem verwendeten Saugförderband zeigt.
Bei dem in den F i g. 1 bis 3 dargestellten Durchlaufvereinzeler
erfolgt die Zuführung der Sendungen 1 mittels eines in Richtung des Pfeiles 2 angetriebenen
Horizontalförderbandes 3, dessen in der Zeichnung sichtbare Umlenkrolle mit 4 bezeichnet ist. Der
Förderabschnitt, in den die regellos angelieferten Sendungen vor ihrer Vereinzelung einlaufen, ist in
Förderrichtung gesehen rechts und vorn durch eine Wand 5 bzw. 6 begrenzt. Auf der linken Seite dieses
Förderabschnittes ist im Anschluß an eine Leitfläche 7 eine Wand 8 angeordnet, in der sich eine mit
einer Unterdruckkammer 9 in Verbindung stehende Ansaugstelle 10 befindet. Die Unterdruckkammer ist
in bekannter Weise (nicht dargestellt) über eine Leitung an eine Saugluftquelle angeschlossen. Vor dieser
Ansaugstelle und der Wand 8 läuft ein durch drei parallelgeführte Einzelbänder gebildetes Förderband
11, dessen Antriebs- und Umlenkrolle mit 12 bzw. 13 bezeichnet ist. Die Oberflächen der Einzelbänder
haben zumindest auf den den Sendungen zugekehrten Seiten einen relativ hohen Reibungskoeffizienten.
Durch die Zwischenräume zwischen den drei Einzelbändern werden Saugöffnungen 11' gebildet, die
sich gleichmäßig über den gesamten Umfang des Saugförderbandes 11 erstrecken. Eine derartige Ausbildung
findet sich bisher nur bei solchen Vereinzeiern — die im Gegensatz zu der vorliegenden Einrichtung
— nur für überlappten Abzug bestimmt sind. In einem Abstand a, der kleiner ist als die
Länge der kürzesten zu fördernden Sendungen, sind die mit gleichförmiger Geschwindigkeit umlaufenden
Umlenkrollen 14 und. 15 eines Förderbandpaares 16 und 17 angeordnet. In dem Bereich zwischen der
Ansaugstelle 10 und den Rollen 14, 15 sind in Förderrichtung hintereinander zwei Saugluftabstreifer 18
und 19 angeordnet, die um Achsen 20, 21 schwenkbar gelagert sind und sich unter dem Einfluß je einer
relativ kleinen Stellkraft nachgiebig an das Förderband 11 anlegen. Sie sind schuhartig ausgebildet und
weisen je einen kleinen Hohlraum auf, der, wie aus S den F i g. 4 und 5 für den Abstreifer 18 schematisch
zu ersehen, über eine Leitung 22 mit einer Saugluftquelle in Verbindung steht. Die dem Förderband 11
zugewandte Fläche ist mit einer Öffnung 18' versehen und geht auf der Einlaufseite in eine schräggestellte
ίο Einlauffläche 18" über. Die an der Öffnung 18' auftretende
Saugkraft ist so bemessen, daß die Reibungskraft zwischen dem Abstreifer und einer daran anliegenden
Sendung größer ist als die Reibungskraft zwischen dieser Sendung und einer weiteren, darunter
befindlichen Sendung, aber kleiner als die Mitnahmekraft zwischen dem Förderband 11 und einer unmittelbar
an diesem liegenden Sendung an der Ansaugstelle 10. Solche Abstreifer, die also zum Zurückhalten
von Mehrfachabzügen dienen, sind an anderer Stelle bereits vorgeschlagen worden; sie gehören daher
als solche nicht zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Ihre besondere Wirkungsweise in dem hier
gegebenen Zusammenhang wird weiter unten erläutert werden. Sie könnten zur weiteren Verbesserung
ihrer Funktion durch sogenannte Blasluftabstreifer ergänzt sein, die gleichfalls an anderer Stelle bereits
vorgeschlagen worden sind.
Die Länge b der Ansaugstelle 10 ist schließlich im Sinne der Erfindung so bemessen, daß sie kleiner
ist als
15 · d ■ (n + 1).
Wenn die Dicke d der dünnsten zu verarbeitenden Sendung entsprechend der Dicke von Postkarten mit
etwa d = 0,2 mm angenommen wird und wie hier durch die vorgesehenen Abstreifer 18 und 19 jeweils
mindestens zwei Mehrfachabzüge zurückgehalten werden können, so ergibt sich für die Länge b ein
Wert kleiner als
15 -0,2 -(2 + 1) = 9mm.
Diese Länge b ist in den F i g. 1, 4 und 5 der Deutlichkeit
halber nicht dargestellt; ihr Verhältnis zur Dicke d der gezeichneten Sendungen entspricht jedoch
ungefähr der vorgenannten Forderung.
Die von der Zuführförderstrecke angelieferten Sendungen 1 gelangen auf dem Förderband 3 in den
durch die Wand 5, 6 und 7 begrenzten Förderabschnitt und damit, unter Mitwirkung des Förderbandes
11, in den Bereich der Ansaugstelle 10. Sie werden dort an das Förderband 11 angesaugt und dadurch
entgegen der Rückhaltekraft der Abstreifer 18 und 19 mit ihrer Vorderkante bis zu den Rollen 14,
15 vorgeschoben. Von diesen werden sie dann erfaßt und zwischen den Förderbändern 16,17 der weiteren
Verarbeitung zugeführt.
Die Schwierigkeit beim Vereinzeln ohne vorheriges Stapeln der Sendungen besteht, wie schon erwähnt,
unter anderem darin, daß die regellos angelieferten Sendungen auch gleichzeitig eintreffen können oder
mit einer Überlappung derart, daß an der Ansaugstelle zwei oder mehrere Sendungen gleichzeitig angesaugt
werden, so daß Mehrfachabzüge entstehen. In F i g. 4 ist die Länge b der Ansaugstelle etwa so
bemessen, daß grundsätzlich zwei oder drei in dieser Weise überlappte Sendungen gleichzeitig an das Förderband
11 angesaugt werden können. Es sind zwei solche Sendungen dargestellt, von denen die Sen-
Claims (1)
1. Einrichtung zur aufeinanderfolgenden Weitergabe von in einer Hochkantförderstrecke regellos
angelieferten flachen Sendungen, wie insbesondere Postsendungen oder Belegen, bei welcher
sich an eine Zuführförderstrecke ein Förderabschnitt anschließt, dessen Einlaßbreite wesentlich
größer ist als seine Auslaßbreite und in dessen einer Seitenwand sich eine mit einer Unterdruckkammer
in Verbindung stehende Ansaugstelle befindet, vor der ein mit Saugöffnungen versehenes
endloses Förderorgan, wie z. B. ein Saugförderband, umläuft, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Abstand α von der Ansaugstelle (10), der kleiner ist als die Länge der kleinsten
zu fördernden Sendungen (1), ein Fördermittel (14,15) angeordnet ist, welches die jeweils
vom Saugförderorgan (11, 24) vorgeschobenen Sendungen an ihrer Vorderkante erfaßt und mit
gleichförmiger Geschwindigkeit in den abgehenden Förderkanal abzieht; daß ferner in dem Bereich
zwischen der Ansaugstelle (10) und diesem Fördermittel (14, 15) ein oder mehrere zum Zurückhalten
von Mehrfachabzügen dienende Ab-
streifer (18, 19) angeordnet sind; und daß die über die Ansaugstelle (10) laufenden Saugöffnungen
(U', 24') des Saugförderorgans (11, 24) sich in an sich bekannter Weise gleichmäßig über dessen
gesamten Umfang erstrecken, während die Länge b der Ansaugstelle (10) in Förderrichtung
gemessen so kurz ist, daß sie der Bedingung
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1962T0022041 DE1235816B (de) | 1962-04-28 | 1962-04-28 | Einrichtung zur aufeinanderfolgenden Weitergabe von in einer Hochkantfoerderstrecke regellos angelieferten flachen Sendungen |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1962T0022041 DE1235816B (de) | 1962-04-28 | 1962-04-28 | Einrichtung zur aufeinanderfolgenden Weitergabe von in einer Hochkantfoerderstrecke regellos angelieferten flachen Sendungen |
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-
1962
- 1962-04-28 DE DE1962T0022041 patent/DE1235816B/de active Pending
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1963
- 1963-04-26 GB GB1651863A patent/GB1022824A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1022824A (en) | 1966-03-16 |
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