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DE1235791B - Verwendung von keramischen Koerpern als Zuschlagstoffe fuer Strassenbaumassen auf bituminoeser Grundlage - Google Patents

Verwendung von keramischen Koerpern als Zuschlagstoffe fuer Strassenbaumassen auf bituminoeser Grundlage

Info

Publication number
DE1235791B
DE1235791B DEST19563A DEST019563A DE1235791B DE 1235791 B DE1235791 B DE 1235791B DE ST19563 A DEST19563 A DE ST19563A DE ST019563 A DEST019563 A DE ST019563A DE 1235791 B DE1235791 B DE 1235791B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ceramic bodies
additives
road
bituminous
white
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST19563A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Dr Ludwig Stegmueller
Dipl-Ing Albert Schuhbauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEST19563A priority Critical patent/DE1235791B/de
Publication of DE1235791B publication Critical patent/DE1235791B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01CCONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C7/00Coherent pavings made in situ
    • E01C7/08Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders
    • E01C7/18Coherent pavings made in situ made of road-metal and binders of road-metal and bituminous binders
    • E01C7/182Aggregate or filler materials, except those according to E01C7/26

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Structures (AREA)

Description

  • Verwendung von keramischen Körpern als Zuschlagstoffe für Straßenbaumassen auf bituminöser Grundlage Vor allem seit dem zweiten Weltkrieg wird in zunehmendem Maße die Forderung nach Aufhellung de= Straßenbeläge erhoben, insbesondere wenn es sich um die an sich sehr dunklen Beläge mit bituminösen Bindemitteln handelt. Die Aufhellung der Fahrbahndecken soll vor allem der Verringerung des Beleuchtungsaufwandes dienen und die Verkehrssicherheit während der Dunkelheit erhöhen. Man versuchte bisher, dieser Forderung dadurch zu entsprechen, daß als Zuschlagstoffe bei der Straßenherstellung unter Verwendung bituminöser Bindemittel möglichst helle Gesteine verwendet wurden. Da aber das als Zuschlagstoff verwendete Gestein den verschiedensten Anforderungen, beispielsweise hinsichtlich der Schlagfestigkeit, Witterungsbeständigkeit u. dgl., entsprechen muß, können zahlreiche Gesteine nicht oder nur bei Straßenbelägen mit geringer Verkehrsbeanspruchung verwendet werden, beispielsweise Kalkstein, der seinem Helligkeitswert nach an sich zur Aufhellung der Straßendecken dienen könnte.
  • Es ist bereits bekannt, zum Zwecke der Herstellung aufgehellter Straßendecken mindestens teilweise als Zuschlagstoff Quarz (Flint) zu verwenden, der bei hohen Termperaturen gebrannt wird, wodurch sich im Gestein Luftbläschen bilden, die zu einer hellweißen Färbung führen. Der durch das Brennen weiß gefärbte Quarz wird sodann gebrochen und in der üblichen Weise als Zuschlagstoff weiterverarbeitet. Zum Brennen geeigneter Quarz steht aber nur in beschränktem Umfang und an bestimmten Stellen zur Verfügung; der durch das Brennen des Quarzes gewonnene Zuschlagstoff ist deshalb, vor allem bei weiterer Entfernung von den Gewinnungsstätten, recht kostspielig. Außerdem läßt sich der Naturquarz nur durch das Brennen verändern, also weiß färben, während seine übrigen Eigenschaften nicht beeinflußt werden können. Ferner tritt durch das Brennen eine Auflockerung der Struktur des Gesteins ein, die zu einer Verminderung der Festigkeit und damit vor allem zu einer Kornzertrümmerung durch den Verkehr und dadurch zu einer vorzeitigen Zerstörung des Straßenbelages führt.
  • Ein anderer bekannter künstlicher Zuschlagstoff zum Aufhellen bituminöser Straßendecken besteht aus Kleinkörpern aus entglasten, zweckmäßig durch Abschrecken gewonnenen Glasmaterialien. Auch mit diesem Verfahren läßt sich aber kein Zuschlagstoff mit strahlend weißer Färbung erzielen. Ferner müssen die Vorrichtungen zur Herstellung dieser Zuschlagstoffe besonders geschaffen werden, weil sie für kein anderes Verfahren gebraucht werden können. Das Herstellungsverfahren selbst ist recht umständlich, da zunächst in bekannter Weise ein glasartiges Material hergestellt, dieses sodann zerkleinert und anschließend wieder auf eine Temperatur erhitzt werden muß, in der die Entglasung eintritt. Beim Wiedererhitzen muß außerdem ein schwer schmelzbares Material wie z. B. Kreide, Sand oder Kies beigefügt werden.
  • Bekannt ist auch die Verwendung von Aluminiumgrieß zum Aufhellen von Asphaltfeinbeton. Die reflektierende Aluminiumgrießschicht wird dabei bei der Herstellung des Straßenbelages auf die Oberfläche aufgestreut. Dieses Verfahren ist aber außerordentlich aufwendig, da die Kosten für den Aluminiumgrieß erheblich höher sind als die Kosten der ganzen Fahrbahndecke selbst.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen zur Aufhellung geeigneten Zuschlagstoff zu vermitteln, der ohne großen Aufwand herstellbar ist, mit bereits für andere Zwecke vorhandenen Vorrichtungen hergestellt werden kann und nicht oder nur in untergeordnetem Maße standortgebunden ist.
  • Dies wird erfindungsgemäß erreicht durch die Verwendung von frostsicheren, grob- oder feinkeramischen Körpern, die aus weißbrennendem Ton in an sich bekannter Weise bei Sintertemperatur gebrannt worden sind, als Zuschlagstoffe für Straßenbaumassen auf bituminöser Grundlage zwecks Aufhellung. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die grob- oder feinkeramischen Körper zu großen Raumkörpern gebrannt und sodann auf unter 10 mm Korngröße gebrochen worden sind.
  • Für die Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten keramischen Körper kann also der weißbrennende Ton mit verschiedenem, je noch den Bedürfnissen gewähltem Kaolinit-Gehalt in an sich bekannter Weise aufbereitet und in Rin-, Zickzack-, Kammer-, Tunnel- oder Drehöfen bei Sintertemperatur zu größeren Ramkörpern gebrannt werden, wie dies auch bei der Herstellung anderer keramischer Gegenstände üblich ist. Für die Herstellung des erfindungsgemäß verwendeten Zuschlagstoffes können also freie Kapazitäten in der keramischen Industrie in sinnvoller Weise ausgenutzt werden.
  • Da im Gegensatz zu den bekannten, zum Zwecke der Aufhellung dienenden künstlichen Zuschlagstoffen durch die Erhitzung nicht eine Lockerung der Materialstruktur erfolgt, die mit Riß- oder Porenbildung und damit mit einer Beeinträchtigung der Festigkeit verbunden sein kann, sondern zu einer Verdichtung des Materials infolge der Sinterung, ergibt sich in besonders einfacher Weise eine für die dynamische Verkehrsbelastung ausreichende Festikeit und es läßt sich außerdem durch die Wahl entsprechender Rohstoffe oder Brennprogramme nicht nur die Helligkeit der Zuschlagstoffe vorausbestimmen, sondern es ist auch eine Beeinflussung des Rauheitsgrades, der Wasseraufnahmefähigkeit oder -abweisung, der Schlagfestigkeit, der Haftfestigkeit gegenüber dem Bindemittel, der Zähigkeit und der Beständigkeit gegen Witterungs- und chemische Einflüsse möglich. Den maßgeblichen Vorschriften für den Straßenbau kann deshalb ohne weiteres Rechnung getragen werden.
  • Statt zunächst zu größeren Raumkörpern gebrannt und sodann auf unter 10 mm liegende Korngröße gebrochen zu werden, kann der weißbrennende Ton vor dem Brennen auch zu beliebig gestalteten Formkörpern gepreßt werden, die ohne nachträgliches Brechen als Aufhellungszuschlag verwendet werden.
  • Es ist schon seit fast einem Jahrhundert bekannt, bei der Herstellung von Straßendecken mit bituminösen Bindemitteln kleingemahlene Ziegelsteine als Zuschlagstoff beizufügen. Es ist dabei aber nicht vorgeschlagen worden, die Ziegel aus weißbrennendem Ton bei Sintertemperatur herzustellen, also einen zur Aufhellung des Straßenbelages geeigneten keramischen Zuschlagstoff zu schaffen. Die Verwendung kleingebrochener Ziegelsteine hatte vielmehr den Zweck, das als Zuschlagstoff dienende Gestein dort zu ersetzen, wo es nicht oder in unzureichenden Mengen vorkommt, und durch das Brechen der Ziegel hinreichend muhe, unebene und unregelmäßige Oberflächen zu schaffen, damit das bituminöse Bindemittel eine hinreichend feste mechanische Verbindung mit den einzelnen Körnern des Zuschlagstoffes herstellen kann. Es ist auch schon der Vorschlag bekanntgeworden, hartgebrannte Körper aus Lehm, Ton od. dgl. zu brechen und einer Straßenbelagmasse an Stelle von gebrochenem Granit beizumischen, um den Straßenbelag billiger und in Hätte und Farbe einheitlicher zu machen. Eine Aufhellung sollte auch bei diesem Verfahren nicht erreicht werden, da weder die Verwendung weißbrennender Tone zur Herstellung der Zuschlagstoffe vorgeschlagen wurde noch überhaupt an Straßenbeläge mit bituminösen Bindemitteln gedacht war. Besteht das Bindemittel, wie bei dem bekannten Verfahren, aus Zement, so besteht ohnehin kein Bedürfnis nach einer Aufhellung und die Zuschlagstoffe haben im allgemeinen von vornherein eine dunklere Färbung als das Bindemittel.
  • Bekannt ist es auch schon, bei der Herstellung von Straßenbelägen einem bituminösen Bindemittel von Verunreinigungen freies Kaolin zur VerbesserunVc der Säurebeständigkeit oder Ton zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegen Temperaturänderungen beizufügen. In beiden Fällen handelt es sich aber um feinpulverisiertes Material, das keine Aufhellung des Belages bewirken kann, weil dazu eine gewisse Korngröße erforderlich ist, um ausreichend große Reflexionsflächen an der Straßenoberfläche zu schaffen.
  • Der erfindungsgemäß unter Verwendung keramischerAufhellungs-Zuschlagstoffe hergestellte Straßenbelag kann gegebenenfalls auch nur räumlich abgegrenzte Teile der Straßendecke bilden. Er kann beispielsweise zur Herstellung von Randstreifen dienen oder für Markierungsstreifen verwendet werden, die bisher überwiegend mit Farbauftrag oder aufgeklebten Kunststoff-Folien hergestellt werden, sich deshalb leicht von der Straßenoberfläche ablösen und in periodischen Zeitabständen erneuert werden müssen. Vor Straßenverzweigungen kann der erfindungsgemäß hergestellte Straßenbelag in nebeneinanderliegenden, in die verschiedenen Zweigstraßen übergehenden Teilstreifen verschiedene Helligkeit aufweisen. In allen diesen Fällen ist besonders vorteilhaft, daß die Markierungsstreifen u. dgl. durch den Verkehr laufend gereinigt werden. Um die Kosten und die Verwendung des gebrannten Zuschlagstoffes möglichst gering zu halten, kann ferner zweckmäßig die Verwendung der keramischen Zuschlagstoffe auf die Verschleißschicht der Straßendecke beschränkt werden.
  • Die Herstellung der Straßendecke mit den erfindungsgemäßen Zuschlagstoffen erfolgt im allgemeinen dadurch, daß man je nach dem gewünschten Aufhellungsgrad mehr oder weniger von den grob-und feinkeramischen Körpern in entsprechender Korngröße der übrigen Mineralmasse zugibt und dann mit Bindemittel mischt und auf die Straße einbringt. Man kann auch so vorgehen, daß die erfindungsgemäßen Zuschlagstoffe auf die noch plastische Straßendecke aufgestreut und dann eingewalzt werden. Außerdem kann auf Straßendecken ein thermoplastisches Bindemittel oder Kunstharz aufgespritzt werden und die erfindungsgemäßen Zuschlagstoffe können in dieses Bindemittel eingewalzt werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verwendung von frostsicheren, grob- oder feinkeramischen Körpern, die aus weißbrennendem Ton in an sich bekannter Weise bei Sintertemperatur gebrannt worden sind, als Zuschlagstoffe für Straßenbaumassen auf bituminöser Grundlage zwecks Aufhellung.
  2. 2. Ausführungsform gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß grob- oder feinkeramische Körper verwendet werden, die aus weißbrennendem Ton zu großen Raumkörpern gebrannt und sodann auf unter 10 mm Korngröße gebrochen worden sind.
DEST19563A 1962-08-03 1962-08-03 Verwendung von keramischen Koerpern als Zuschlagstoffe fuer Strassenbaumassen auf bituminoeser Grundlage Pending DE1235791B (de)

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FR2193121A1 (en) * 1972-07-13 1974-02-15 Cimescaut Road surfacing material prodn - using hydrated mineral filler which becomes porous on heat treatment

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