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DE1235301B - Verfahren zur Herstellung von N, N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlormethylthio-sulfamid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N, N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlormethylthio-sulfamid

Info

Publication number
DE1235301B
DE1235301B DEF48568A DEF0048568A DE1235301B DE 1235301 B DE1235301 B DE 1235301B DE F48568 A DEF48568 A DE F48568A DE F0048568 A DEF0048568 A DE F0048568A DE 1235301 B DE1235301 B DE 1235301B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dimethyl
phenyl
sulfamide
fluorodichloromethylthio
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF48568A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Erich Klauke
Dr Engelbert Kuehle
Dipl-Ing Dieter Pinkwart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF48568A priority Critical patent/DE1235301B/de
Publication of DE1235301B publication Critical patent/DE1235301B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C313/00Sulfinic acids; Sulfenic acids; Halides, esters or anhydrides thereof; Amides of sulfinic or sulfenic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfinic or sulfenic groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C313/08Sulfenic acids; Derivatives thereof
    • C07C313/18Sulfenamides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

JNDESKEPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche KL: 12 ο-23^03
- S.O- Α/ζ
Nummer. 1235 3011
Aktenzeichen F 48568 Jv b/12 ο
Anmeldetag: 3 März ljp66
Auslegetag: 2 Mäiz lj)67
Die vorhegende Erfindung betrifft em chemisch eigenartiges Verfahren zur Herstellung des bereits bekannten, fungizid wirksamen N,N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlormethylthio-sulfamids
Es ist bereits bekanntgeworden, daß man das IS^N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlormethylthiosulfamid erhalt, wenn man Ν,Ν-Dimethyl-N'-phenylsulfamid mit Dichlorfluormethansulfensaurechlorid umsetzt (vgl deutsche Auslegeschrift 1193 498) Die Umsetzung wird entweder m einem inerten organischen ίο Lösungsmittel vorgenommen oder im wäßrigen Medium. In beiden Fallen gibt man ein Saurebindungsmittel, wie Alkalihydroxid, Alkalicarbonat oder ein tertiäres Anun, zu, um den entstehenden Chlorwasserstoff abzufangen Setzt man das N,N-Dimethyl-N'-phenyl-sulfamid mit dem Dichlorfluormethansulfensaurechlorid in Toluol unter Zugabe von Tnathylamin um, so erhalt man das gewünschte Endprodukt in einer Ausbeute von etwa 54% (vgl deutsche Auslegeschnlt 1193 498, Beispiel 2) Fur die großtechnische Darstellung des m Frage stehenden SuIfamids ware es zweckmäßiger, wenn man in wäßrigem Medium arbeiten konnte Es ware dann nicht notwendig, ein organisches Losungsmittel zu verwenden und das Sulfamid von diesem Losungsmittel abzutrennen Außerdem konnte das tertiäre Amm durch Alkalihydroxid ersetzt werden. Es wurde also die Rückgewinnung eines tertiären Amins entfallen
Versucht man nun, das N,N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlormethylthio-sulfamid nach dem bekannten Verfahren im wäßrigen Medium herzustellen, so erhalt man Ausbeuten von etwa 50 bis 6O°/o der Theorie Das Reaktionsprodukt ist jedoch sehr unrein und zeigt einen weiten Schmelzbereich Außerdem haften dem Produkt Sulfenchlond und Zersetzungsprodukte an, welche das Sulfamid übelriechend und pflanzenschadigend machen. Es ist deshalb notwendig, das Produkt mehrfachen Reinigungsoperationen zu unterwerfen Erst dann erhalt man ein Präparat mit einem scharfen Schmelzpunkt
Die Durchfuhrung der Umsetzung im wäßrigen Medium nach dem bekannten Verfahren bietet deshalb gegenüber der Durchfuhrung in Gegenwart eines organischen Losungsmittels letzten Endes keine V01-teile
Weiterhin ist bekanntgeworden, daß man bei der Umsetzung von Imiden mit Perchlormethylmercaptan dann die gewünschten N-Trichlormethylthioimide in hoher Ausbeute und besonderer Reinheit erhalt, wenn man die Umsetzung in einem wasserfreien organischen Losungsmittel und unter Verwendung Verfahren zur Herstellung von N,N-Dimethy>N'-phenyl-N'-fluordicMormpthylthio-sulfamid
Anmelder |
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen '
Als Erfinder benannt
Dr Erich Klauke, Koln-Flitt^ird,
Dr Engelbert Kuhle, Bergiscji-Gladbach;
Dipl-Ing Dieter Pmkwart, ijColn-Stammheim --
eines tertiären Amins als Saufebinder durchfuhrt (vgl. deutsche Auslegeschnft 1 203 787)
Auch dieses Verfahren verzichtet auf das wäßrige Medium, obwohl dieses im Pnnpp stets technische Vorteile bietet Im Hinblick auf em gutes Produkt und hohe Ausbeuten arbeitet man sogar in einem volhg wasserfreien orgamschen Lösungsmittel
Es wurde nun gefunden, daß man N,N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlormethylthjo-sulfamid in technisch einfacher Weise, hoher Ausbeute und hoher Reinheit erhalt, wenn man eine wäßrige Losung des Calcmmsalzes von Ν,Ν-Dimethyl-p'-phenyl-sulfam.id bei Temperaturen zwischen 5 unp 250C und einer
5 Minuten unter erhch mit Fluoi-
dichlormethansulfenchlorid umsetzt und dabei dea pH-Wert der Reaktionslosung idurch Zugabe wäßriger Alkahlauge zwischen 9,0 und 12,0 halt
Es ist überraschend, daß man unter den erfindungsgemaßen Bedingungen das Ν,Ν-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlormethylthio-sulfamid \n hoher Reinheit und in hohen Ausbeuten erhält Allerdmgs geling: dies nur, wenn man die speziellen Reaktionsbedm gungen einhalt Verwendet man an Sjtelle des Calcium salzes ein anderes Salz, so wird dts Ergebnis nicht erzielt
Zu den einzelnen Reaktionsbedingungen ist folgendes zu sagen
mittleren Verweilzeit von 1,5 bis
kraftiger Durchmischung kontinu:
Das benotigte Calciumsalz wird 1
man N,N-Dimethyl-N'-phenyl-sulfi
mit der entsprechenden Menge Calcn
Calciumoxid in Wasser auflöst Ve
Stelle des Calcmmsalzes das Natn
Kaliumsalz, so tritt eine weitgehend
Reaktionsproduktes ein Es ist also
iergestellt, indem mid zusammen imhydroxid oder ■wendet man an
msalz oder das Zersetzung des
notwendig, daß
man vom Calciumsalz ausgeht Darüber hinaus weist
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das Calcmmsalz noch den Vorteil auf, daß man in Glas oder Emaille arbeiten kann. Wird das Fluordichlormethansulfenchlond oder sein Umsetzungsprodukt auch nur teilweise hydrolisiert, so entsteht immer eine entsprechende Menge Fluorwasserstoff, die sehr schnell zur Zerstörung des Gefaßmatenals fuhrt Sind Calcmmionen vorhanden, so bildet sich sofort das extrem schwer losliche Calciumfluond Damit wird eine Zerstörung des Gefaßmatenals ausgeschlossen, falls sich aus irgendeinem Grunde einmal Fluorwasserstoff in geringen Mengen bilden sollte
Die Reaktionstemperaturen sollen zwischen 5 und 25°C, vorzugsweise zwischen 12 und 170C, hegen Bei niedrigeren Temperaturen ist der Umsatz zu gering, bei höheren Temperaturen tritt bereits deutlich em teilweiser hydrolytischer Abbau auf, wodurch die Ausbeute erheblich reduziert wird.
Die rechnerische mittlere Verwedzeit soll zwischen 1,5 und 5 Minuten, vorzugsweise zwischen 2 und 4 Minuten, hegen. Sind die Verweilzeiten kurzer, ao nimmt der Umsatz erheblich ab, wahrend bei längeren Verweilzeiten die Qualität des Endproduktes sofort erheblich schlechter wird
Weiterhin ist es notwendig, daß die Reaktionspartner im Reaktionsgefäß sehr gut vermischt werden, sonst tritt eine Verklumpung des Endproduktes auf. Die Klumpen absorbieren Sulfenchlond, das sich dann zersetzen kann, ohne m der gewünschten Weise zu reagieren.
Im Reaktionsgemisch muß em pH-Wert zwischen 9 und 12 eingehalten werden, vorzugsweise zwischen 10,3 und 10,8. Fallt der pH-Wert erheblich ab, ζ Β. unter 7, so findet überhaupt keine Kondensation statt. Der pH-Wert wird zweckmaßigerweise durch Zugabe von wäßriger Natronlauge oder Kalilauge m den angegebenen Grenzen gehalten
Bei Einhaltung der erfindungsgemäßen Reaktionsbedmgungen ist es möglich, daß N,N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlomethylthio-sulfamid m Ausbeuten von 85 bis 9O°/o und in einer Reinheit von über 98 % auf technisch einfache Weise herzustellen.
Die Reinheit des Produktes ist praktisch so hoch wie die des unter Verwendung von wasserfreien organischen Losungsmitteln hergestellten Produkts
Nach einer bevorzugten Ausfuhrungsform wird die kontinuierliche Herstellung des Sulfamids so vorgenommen, daß man in em Reaktionsgefäß von unten her eine wäßrige Losung des Calciumsalzes des N,N-Dimethyl-N'-phenyl-sulfamids einerseits und FluordicMormethansulfenchlorid andererseits kontinuierlich einleitet, das Reaktionsgemisch sehr stark rührt und das Reaktionsprodukt aus dem oberen Teil des Reaktionsgefaßes abzieht. Durch kontinuierliche Zugabe von wäßriger Natronlauge halt man den pH-Wert in dem gewünschten Bereich.
Das abgezogene Produkt wird filtriert Man erhalt das gewünschte N,N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-£luordichlormethyl-thio-sulfamid direkt als Filterruckstand
Beispiel
Durch Verrühren von aquimolaren Mengen Calciumoxid und Ν,Ν-Dimethyl-N'-phenylsulfamid m Wasser stellt man eine Losung her, die in 1,51 1 Mol des Sulfamids als Calciumsalz gelost enthalt. Bei einer Ruhrgeschwindigkeit von 1000 Umdr /Mm werden in 3 Stunden 35,6 kg (= 210 Mol) Fluordichlormethansulfenchlond und 3231 (= 215 Mol) der bereiteten wäßrigen Losung des Sulfamids von unten durch das Reaktionsgefaß gepumpt Die ausreagierte wäßrige Suspension wird oben über einen Überlauf ausgetragen. Das entspricht einer mittleren Verwedzeit von etwa 3,1 Minuten. Die Reaktionstemperatur wird während der Reaktion durch Kühlung mit Sole zwischen 14 und 160C gehalten. Um den pH-Wert der Losung zwischen 10,3 und 10,6 zu halten, werden insgesamt 7 kg einer 10°/0igen wäßrigen Lösung von Natriumhydroxid zugegeben Die am Überlauf ausgetragene Suspension wird über eme Nutsche abgesaugt Der Filterruckstand wird zweimal mit Methanol nachgewaschen und getrocknet Man erhalt so 60,3 kg (= 86% der Theorie) Ν,Ν-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordicMoimethylthio-sulfamid mit einem Reinheitsgrad von über 98%.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von N,N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlormethylthio-suu*amid, d adurch gekennzeichnet, daß man eme wäßrige Losung des Calciumsalzes von N5N-Dimethyl-N'-phenyl-sulfamid bei Temperaturen zwischen 5 und 25°C und einer mittleren Verweilzeit von 1,5 bis 5 Minuten unter kraftiger Durchmischung kontinuierlich mit Fluordichlormethansulfenchlond umsetzt und dabei den pH-Wert der Reaktionslosung durch Zugabe wäßriger Alkahlauge zwischen 9,0 und 12,0 hält.
    709 517/566 2 67 © Bundesdruckerei Berlin
DEF48568A 1966-03-03 1966-03-03 Verfahren zur Herstellung von N, N-Dimethyl-N'-phenyl-N'-fluordichlormethylthio-sulfamid Pending DE1235301B (de)

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