DE1235202B - Fadenleitvorrichtung an einer Spulstelle - Google Patents
Fadenleitvorrichtung an einer SpulstelleInfo
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Description
- Fadenleitvorrichtung an einer Spulstelle Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fadenleitvorrichtung an einer mit einer Nutentrommel und einem davor angeordneten gewölbten Fadenleitblech ausgerüsteten Spulstelle.
- Es sind schon Fadenleitplatten verschiedener Formen bekanntgeworden, die vor der Nutentrommel in der Fadenbahn angeordnet sind und die die Aufgabe haben, den Faden über die Nutentrommel zur Auflaufspule zu führen bzw. mit den Nuten dieser Trommel im Eingriff zu halten. Diese Funktion können solche Fadenleitplatten so lange erfüllen, wie der Faden die Trommel in gespanntem Zustand durchläuft. Sobald jedoch die Fadenspannung erheblich nachläßt, wie dies z. B. bei einem Fadenbruch der Fall ist, verliert die Fadenleitplatte ihre Wirksamkeit.
- Dies hat zur Folge, daß der Faden bzw. das Fadenende über die eine oder andere Seite der Nutentrommel abläuft und nicht mehr auf dem Wickel der Auflaufspule, sondern daneben auf der Spulenhülse aufgewickelt wird. Es ist klar, daß insbesondere bei einer automatischen Spulmaschine, bei welcher das gebrochene Fadenende mechanisch oder pneumatisch aufgesucht und dem Knüpfer zugeführt wird, der geschilderte Zustand einer Störung entspricht. Ein mechanisches oder pneumatisches Aufsuchen ist üblicherweise nur dann möglich, wenn sich das Fadenende in einem vorbestimmten Bereich, z. B. auf der Spulenoberfläche, befindet, den die Suchorgane überwachen und in welchem sie das Fadenende erfassen können. Sollen also Störungen im automatischen Betrieb der Maschine vermieden werden, so muß gewährleistet werden, daß der Faden nicht neben, sondern auf der Spule aufgewickelt wird. Eine Vermeidung dieses Störungszustandes ist jedoch nicht nur bei automatischen Spulmaschinen wichtig, sondern auch bei von Hand bedienten Spulenmaschinen, indem damit der Spulerin die Such- und Knüpfarbeit erleichtert und die Stillstandszeiten der Maschinen allgemein verkürzt werden können.
- Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Schaffung einer Fadenleitvorrichtung, welche dieser Forderung Rechnung trägt und Störungen vermeidet oder deren Anzahl herabsetzt.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß das Fadenleitblech zusammen mit der Oberfläche der Nutentrommel einen sich in der Drehrichtung der Trommel verjüngenden Luftspalt begrenzt, dessen Breite in dieser Richtung abnimmt.
- Es hat sich gezeigt, daß die Tendenz zur seitlichen Abwanderung der Fäden über die Spulenoberfläche hinaus hauptsächlich auf die Ventilationswirkung der Nutentrommel mit den in deren Oberfläche vorhan- denen Nuten zurückzuführen ist. Der durch die Nutentrommel erzeugte Luftstrom hebt einmal den ungespannten Faden aus den Nuten und kann auch dazu beitragen, daß der Faden nach der einen oder anderen Seite getragen wird. Die Umfangsströmung an der Nutentrommel wird nämlich mindestens zum Teil durch das quer zu derselben verlaufende Fadenleitblech seitlich umgelenkt.
- Der zwischen Nutentrommel und Fadenleitblech gebildete erfindungsgemäße Durchlaß vermeidet weitgehend eine Umlenkung der Strömung, und er bewirkt eine Beschleunigung derselben in Umlaufrichtung der Nutentrommel infolge der Querschnittsverminderung. Dadurch wird das Fadenende in der Zone der erhöhten Luftgeschwindigkeit mitgerissen und etwa in der Spulenmitte aufgewickelt.
- Sofern erwünscht, kann die seitliche Abströmung von Luft aus dem Durchlaß durch den das Laufspiel gewährleistenden Spalt zwischen Nutentrommel und Fadenleitblech noch dadurch verringert werden, daß die entsprechende Fläche des Leitbleches mit Rippen versehen wird, die mit der Oberfläche der Nutentrommel eine Labyrinthdichtung bilden.
- In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fadenleitvorrichtung an einer Spulmaschine dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen Aufriß der Fadenleitvorrichtung, F i g. 2 die Fadenleitvorrichtung nach F i g. 1 in der Seitenansicht, F i g. 3 einen Schnitt entlang Linie III-III in F i g. 1 in vergrößertem Maßstab und F i g. 4 einen Schnitt entlang Linie IV-IV in F i g. 2, ebenfalls in vergrößertem Maßstab gezeichnet.
- Mit 1 ist in den F i g. 1 und 2 die mit nicht dargestellten kreuzweise verlaufenden Nuten versehene Nutentrommel bezeichnet, die um eine etwa horizontale Achse 2 rotierend durch nicht dargestellte Mittel angetrieben wird. Eine konische Auflaufspule 3 liegt auf der Nutentrommel 1 auf und wird bei Rotation derselben in Richtung des Pfeiles 4 (F i g. 2) dementsprechend in Uhrzeigerrichtung in Umlauf gehalten, wobei ein Faden F auf die Spule 3 entsprechend dem Verlauf der Nuten aufgewickelt wird. Die Spule wird auf einer Hülse 5 aufgebaut, welche auf dem Spulenträger 6 drehbar gelagert ist.
- Vor der Nutentrommel auf der Auflaufseite des Fadens F ist ein Fadenleitblech 7 angeordnet, das sich über die Breite der Nutentrommel erstreckt. Das Fadenleitblech 7 besitzt einen parallel zur Achse 2 der Nutentrommel verlaufenden Führungsschlitz 8, durch welchen der Faden F hindurch verläuft. Um den Faden in den Führungsschlitz einführen zu können, erstreckt sich von der Oberkante 9 des Fadenleitbleches ein Einführschlitz 10 in den Fadenleitschlitz.
- Bei der eben beschriebenen Ausgestaltung des Fadenleitbleches handelt es sich um eine bekannte Konstruktion.
- Um nun auch für das gebrochene Fadenende eine einwandfreie Führung beim Aufwickeln auf die Spule3 zu schaffen und ein Ablaufen des Fadens nach der einen oder anderen Stirnseite der Spule zu vermeiden, bildet das Fadenleitblech7 nun zusammen mit der Nutentrommeloberfläche einen Durchlaß 11, der seitlich durch zwei konisch verlaufende Rippen 12 begrenzt ist. Der Durchlaß 11 verengt sich somit in Drehrichtung der Nutentrommel 1 sowohl in seiner Höhe als auch in seiner Breite, so daß die in Richtung der Pfeile 13 mitgerissene Luft beim Eintritt in den Durchlaß beschleunigt wird. Wie die Pfeile 15 in F i g. 1 andeuten, tritt somit diese Luftströmung nicht nur mit erhöhter Geschwindigkeit aus dem Durchlaß 11 aus, sondern sie ist auch gegen den Mittelteil der Spulenoberfläche gerichtet. Damit übt die Luftströmung auf das strichpunktiert dargestellte gebrochene Fadenende F' eine Führungswirkung aus, und zwar so, daß ein Abgleiten dieses Fadenendes über die Stirnkanten der Spule 3 und ein Aufwickeln auf der Hülse 5 vermieden wird. Am Fadenleitblech sind beiseitig außerhalb der Rippen 12 etwa parallel zur Achse der Nutentrommel verlaufende Rippen 16 angeordnet, die den zwischen Nutentrommel und Fadenleitblech bestehenden Laufspielspalt 17 im Sinn einer Labyrinthdichtung absperren und eine Be aufschlagung der Randzonen der Spule durch den Luftstrom verhindern. Damit wird gewährleistet, daß das Fadenende auf dem Mittelteil der Spule aufge wickelt wird, wo es vom Suchorgan einer automatischen Knüpfvorrichtung leicht aufgefunden und erfaßt werden kann.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Fadenleitvorrichtung an einer mit einer Nutentrommel und einem davor angeordneten gewölbten Fadenleitblech ausgerüsteten Spulstelle, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenleitblech zusammen mit der Oberfläche der Nutentrommel einen sich in der Drehrichtung der Trommel verjüngenden Luftspalt begrenzt, dessen Breite in dieser Richtung abnimmt.
- 2. Fadenleitvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Nutentrommel zugekehrte Seite des Fadenleitbleches zwei den Durchlaß seitlich begrenzende Rippen sowie außerhalb derselben angeordnete, etwa parallel zur Trommelachse angeordnete und in Umfangsrichtung verteilte Dichtungsrippen aufweist.In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 306 966; französische Patentschrift Nr. 1 241 064.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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