[go: up one dir, main page]

DE1234889B - Verfahren zur Herstellung von Monohalogen-triazinylazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monohalogen-triazinylazofarbstoffen

Info

Publication number
DE1234889B
DE1234889B DEC21922A DEC0021922A DE1234889B DE 1234889 B DE1234889 B DE 1234889B DE C21922 A DEC21922 A DE C21922A DE C0021922 A DEC0021922 A DE C0021922A DE 1234889 B DE1234889 B DE 1234889B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
preparation
hand
diazo
monohalotriazinylazo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC21922A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Alfred Fasciati
Dr Raymond Gunst
Dr Henri Riat
Dr Karl Seitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1234889B publication Critical patent/DE1234889B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
    • C09B62/08Azo dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Monohalogentriazinylazofarbstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Monohalogentriazinylazofarbstoffen. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein 2,4,6-Trihalogen-1,3,5-triazin in beliebiger Reihenfolge einerseits mit einem höchstens sekundären, aliphatischen Charakter aufweisenden, höchstens 12 Kohlenstoff atome und mindestens 1 Sauerstoffatom enthaltenden Amin und andererseits mit einem Aminoazofarbstoff kondensiert, welcher an der Diazokomponente eine acylierbare Aminogruppe und an der Azokomponente eine in Nachbarstellung zur Azogruppe befindliche Oxygruppe aufweist und der mindestens zwei stark saure wasserlöslichmachende Gruppen enthält.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erhält man einen Monohalogentriazinylazofarbstoff dieser Art dadurch, daß man in beliebiger Reihenfolge ein 2,4,6-Trihalogen-1,3,5-triazin einerseits mit einem höchstens sekundären, aliphatischen Charakter aufweisenden, höchstens 12 Kohlenstoffatome und mindestens 1 Sauerstoffatom enthaltenden Amin und andererseits mit einer eine acylierbare Aminogruppe enthaltenden Diazoverbindung kondensiert und die Diazoverbindung mit einer in Nachbarstellung zu einer Oxygruppe kuppelnden Verbindung umsetzt.
  • Zur erfindungsgemäßen Herstellung der Farbstoffe geht man von entsprechenden, nach an sich bekannten Methoden herstellbaren Farbstoffen aus, die einen Dihalogen-, insbesondere einen 2,4-Dichlor-1,3,5-triazinrest aufweisen, und ersetzt in solchen Dichlortriazinfarbstoffen eines der beiden Chloratome durch Umsetzung mit einem höchstens 12 Kohlenstoffatome und mindestens 1 Sauerstoffatom enthaltenden, aliphatischen Charakter besitzenden Amin durch einen entsprechenden Rest. Die hierbei zu verwendenden Dihalogentriazinfarbstoffe werden nach an sich bekannten Methoden durch Umsetzung von Azofarbstoffen, die mindestens zwei stark saure wasserlöslichmachende Gruppen und eine acylierbare Aminogruppe im Rest der Diazokomponente enthalten, mit 2,4,6-Trichlor-1,3,5-triazin im molekularen Verhältnis von mindestens 1 : 1 oder aber direkt aus den entsprechenden Farbstoffkomponenten erhalten, wenn die Diazokomponente einen Dichlortriazinrest enthält.
  • Zur Herstellung der Ausgangsazofarbstoffe, welche die acylierbare Aminogruppe in der Diazokomponente enthalten, kommen z. B. Diazoverbindungen aus Monoacylderivaten aromatischer Diamine in Betracht, z. B. Monoacylderivate aus 4,4'-Diaminodiphenyl-3-sulfonsäure, 4,4'-Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure, 4-(4'-Aminobenzoylamino)-1-aminobenzol-2-sulfonsäure, 1,3- oder 1,4-Diaminobenzol, 1,4-Diaminobenzol-2-carbonsäure, 1,3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure oder 1,4-Diaminobenzol-3-sulfonsäure, 2-Methoxy-1,4-diaminobenzol-5-sulfonsäure, deren Acylreste nach fertiger Kupplung zwecks Freisetzung der Aminogruppe verseift werden.
  • Als Azokomponenten verwendet man hierbei solche kuppelbare Verbindungen, die von acylierbaren Aminogruppen frei sind, z. B. f-Ketocarbonsäureester oder -amide, die in a-Stellung kuppeln können, z. B. Acetessigsäure-anilide, Pyrazolone, insbesondere 5-Pyrazolone, die in 4-Stellung kuppeln können, wie 3-Methyl-5-pyrazolon, 1-Phenyl-3-methyl -5-pyrazolon, 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-2'-, -3'- oder -4'-sulfonsäure, 1-Phenyl-5-pyrazolon-3-carbonsäure, 5-Pyrazolon-3-carbonsäureamide, Barbitursäuren, Oxychinoline, wie 2,4-Dioxychinolin, und Phenole, wie p-Kresol, 4-Acetylamino-l-oxybenzol, 4-Methyl-2-acetylamino-l-oxybenzol, Naphthole, wie a- oder ß-Naphthol, 2-Oxynaphthalinsulfonsäureamide, vor allem aber Oxynaphthalinsulfonsäure, wie 1-Oxynaphthalin-3-, -4-, -5- oder -8-sulfonsäure, 2-Oxynaphthalin-4-, -5-, -7- oder -8-sulfonsäure, 1,8 - Dioxynaphthalin - 3,6 - disulfonsäure, 2 - Oxynaphthalin - 3,6- bzw. -6,8 - disulfonsäure, 1- Oxynaphthalin-3,6- oder -3,8-disulfonsäure, 1-Amino-8-oxynaphthalin-2,4-, -3,6- oder -4,6-disulfonsäure, und die N-acylderivate von Aminonaphtholsulfonsäuren, die als Acylrest z. B. einen Acetyl-, Propionyl-, Butyryl-, Chloracetyl-, Benzoyl-, o-, m- oder p-Chlorbenzoyl-, Nitrobenzoyl-, Tertiärbutylbenzoyl-, 3'-oder 4'-Aminobenzoyl-, Methan- oder Äthansulfonyl-, p-Toluolsulfonyl- oder Chlorbenzolsulfonylrest oder einen Carbomethoxy- oder Carboäthoxyrest oder auch einen sich von einer Cyanursäure ableitenden Acylrest, z. B. einen Rest der Formel enthalten, worin beide Y Halogenatome, Oxygruppen oder Aminogruppen, insbesondere substituierte Aminogruppen darstellen. Ferner kommen als Azokomponenten auch 5,5'-Dioxy-2,2'-dinaphthylharnstofl-7,7'-disulfonsäure und 5,5'-Dioxy-2,2'-dinaphthylamin - 7,7' - disulfonsäure in Betracht, die wie die 1-Amino-8-oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure gegebenenfalls zweimal mit den angegebenen Diazokomponenten vereinigt werden können, sowie kuppelbare Verbindungen, die bereits Azogruppen enthalten, z. B. die Monoazoverbindungen, die man z. B. durch saure Kupplung einfacher Diazoverbindungen der Benzol- oder der Naphthalinreihe (z. B. diazotierter Naphthylamine, Aniline, wie Chlor- oder Nitroaniline, Toluidine, Aminobenzolsulfonsäuren, Chlor- bzw. Nitroaminobenzolsulfonsäure, Aminobenzoesäuren, Nitroaminobenzoesäuren oder Nitroaminophenole) mit 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure oder mit 1-Oxy-8-aminonaphthalin-3,6-disulfonsäure herstellen kann.
  • Hier dürfen auch nur solche Ausgangsstoffe zusammen kombiniert werden, welche zu Aminoazofarbstoffen mit mindestens zwei wasserlöslichmachenden Gruppen führen.
  • Die Kondensation der aus diesen Komponenten erhaltenen, im Rest der Diazokomponente eine acylierbare Aminogruppe enthaltenden Aminoazofarbstoffe mit Cyanurchlorid ist so vorzunehmen, daß im erhaltenen Kondensationsprodukt noch zwei austauschbare Halogenatome übrigbleiben, von denen eines verfahrensgemäß gegen den Rest einer Aminoverbindung der angegebenen Art ausgetauscht wird. Als solche Aminoverbindungen kommen hierbei Amine, wie Methoxyäthylamin, y-Methoxypropylamin, Äthanolamine, Propanolamine und Morpholine, in Betracht.
  • Die erfindungsgemäße Kondensation dieserAminoverbindungen mit Dihalogentriazinfarbstoffen führt man zweckmäßig unter Verwendung säurebindender Mittel, wie Natriumacetat, Natriumcarbonat oder Natriumhydroxyd, und unter solchen Bedingungen aus, daß im fertigen Produkt noch ein austauschbares Halogenatom übrigbleibt, d. h. zum Beispiel in organischen Lösungsmitteln oder bei relativ tiefen Temperaturen in wäßrigem Mittel.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen Azofarbstoffe können ebenfalls nach einer Abänderung des soeben erläuterten Verfahrens hergestellt werden. Diese Abänderung des Verfahrens besteht darin, daß man die zur Herstellung der Dichlortriazinfarbstoffe als Ausgangsstoffe verwendbaren Azofarbstoffe, die mindestens zwei stark saure löslichmachende Gruppen und dazu noch eine acylierbare Aminogruppe im Rest der Diazokomponente aufweisen, z. B. die aus den weiter oben angegebenen Komponenten erhältlichen Aminoazofarbstoffe, mit 4,6-Dihalogen-1,3,5-triazinen kondensiert, die in 2-Stellung bereits den Rest eines aliphatischen Charakter aufweisenden Amins mit höchstens 12 Kohlenstoffatomen und mindestens 1 Sauerstoffatom enthalten.
  • Die Dihalogentriazine dieser Zusammensetzung werden nach an sich bekannten Methoden aus Cyanurhalogeniden, wie Cyanurbromid oder Cyanurehlorid, hergestellt, indem man z. B. 1 Mol Cyanurchlorid mit 1 Mol der weiter oben angegebenen Amine umsetzt. Die so erhaltenen Dihalogentriazinverbindungen werden zur erfindungsgemäßen Herstellung der Azofarbstoffe mit fertigen Aminoazofarbstoffen der angegebenen Art, die mindestens zwei stark saure wasserlöslichmachende Gruppen und eine acylierbare Aminogruppe im Rest der Diazokomponente aufweisen, oder vorteilhaft mit den zur Herstellung solcher Farbstoffe verwendbaren, neben der zur Farbstoffbildung befähigten Gruppe noch eine acylierbare Aminogruppe enthaltenden Diazokomponenten kondensiert.
  • Als Beispiele von so erhältlichen Diazokomponenten, die einen Triazinrest der angegebenen Art aufweisen, seien erwähnt: die sekundären Kondensationsprodukte von 1 Mol Cyanurchlorid mit 1 Mol Äthanolamin oder Methoxyäthylamin und 1 Mol 4,4'-Diaminodiphenyl-3-sulfonsäure, 4'4'-Diaminostilben - 2,2' - disulfonsäure, 4 - (4' - Aminobenzoylamino) - 1- aminobenzol - 2 - sulfonsäure, 1,3- oder 1,4-Diaminobenzol, 1,4-Diaminobenzol-2-carbonsäure, 1,3 - Diaminobenzol - 4 - sulfonsäure oder 1,4 - Diaminobenzol - 3 - sulfonsäure, 2 - Methoxy-1,4-diaminobenzol-5-sulfonsäure und die sekundären Kondensationsprodukte der Formeln und Bei der erfindungsgemäßen Herstellung der Farbstoffe durch Kondensation eines der erwähnten Aminoazofarbstoffe mit Cyanurchlorid und einer der ebenfalls aufgeführten einfacheren Aminoverbindungen kann meistens die Reihenfolge der Kondensation beliebig gewählt werden, während bei der Herstellung auf dem Kupplungsweg im allgemeinen die zur Herstellung der als Diazokomponente zu verwendenden sekundären Kondensationsprodukte notwendigen Kondensationen vorzugsweise so vorgenommen werden, daß zuerst Monoaminodihalogentriazine entstehen, welche erst nachträglich mit den nötigen Diazokomponenten weiter zu kondensieren sind.
  • Trotz der Anwesenheit von labilen Halogenatomen in den erfindungsgemäß erhältlichen Farbstoffen können sie, ohne ihre wertvollen Eigenschaften zu verlieren, isoliert und zu brauchbaren trockenen Färbepräparaten verarbeitet werden. Die Isolierung erfolgt vorzugsweise bei möglichst niedrigen Temperaturen durch Aussalzen und Filtrieren. Die filtrierten Farbstoffe können gegebenenfalls nach Zugabe von Coupagemitteln getrocknet werden; vorzugsweise wird die Trocknung bei nicht zu hohen Temperaturen und unter vermindertem Druck vorgenommen. Durch Zerstäubungstrocknung des ganzen Herstellungsgemisches kann man in gewissen Fällen die erfindungsgemäß erhältlichen trockenen Präparate direkt, d. h. ohne Zwischenisolierung der Farbstoffe herstellen.
  • Die neuen Farbstoffe eignen sich zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Materialien, insbesondere cellulosehaltiger Materialien faseriger Struktur, wie Leinen, regenerierte Cellulose und vor allem Baumwolle. Sie eignen sich ganz besonders zum Färben nach dem sogenannten Padfärbeverfahren, wonach die Ware mit wäßrigen und gegebenenfalls auch salzhaltigen Farbstofflösungen imprägniert wird und die Farbstoffe nach einer Alkalibehandlung oder in Gegenwart von Alkali in der Wärme fixiert werden. Dieses Verfahren und die Direktfärbemethode, die bei vielen der verfahrensgemäß erhaltenen Farbstoffen auch anwendbar ist, führt ebenso wie das Druckverfahren zu Färbungen und Drucken, die sich in der Regel durch die Reinheit ihrer Farbtöne, durch eine gute Lichtechtheit und vor allem durch hervorragende Waschechtheiten auszeichnen.
  • Gegenüber dem aus Beispiel l der französischen Patentschrift 1 109 859 bekannten o-Aminomonoazofarbstoff zeichnen sich die vergleichbaren verfahrensgemäß erhältlichen o-Oxymonoazofarbstoffe dadurch aus, daß sie auf Zellwolle Färbungen ergeben, die durch eine nachträgliche Knitterfestausrüstung im Farbton praktisch nicht verändert werden.
  • Gegenüber den aus den Beispielen 1 und 4 der deutschen Patentschrift 436 179 vorbekannten Farbstoffen zeichnen sich die nächstvergleichbaren verfahrensgemäß erhältlichen Farbstoffe dadurch aus, daß sie Färbungen von wesentlich besserer Ätzbarkeit ergeben.
  • Gegenüber den Färbungen, die mit aus der französischen Patentschrift 1 106 359 bekanntgewordenen Farbstoffen auf Baumwolle erhalten wurden, erweisen sich die entsprechend mit verfahrensgemäß erhältlichen Farbstoffen hergestellten Färbungen als wesentlich stärker und vor allem als sehr viel egaler.
  • In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Beispiel 1 37,45 Teile des sekundären Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurchlorid, 1 Mol 1,3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure und 1 Mol Propanolamin werden in 300 Teilen Wasser, 300 Teilen Eis und 20 Teilen 30°/oiger Salzsäure angerührt und bei 0 bis 2' mit 25 Molteilen 4 n-Natriumnitritlösung diazotiert. Die erhaltene, noch kongosaure Diazosuspension wird mit 30 Teilen Natriumacetat (CH3CO.2Na - 3 H20) versetzt und hierauf zu einer auf 0 bis 2" gekühlten Lösung von 42,3 Teilen 1-Benzoylamino-8-oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure (als Alkalisalz vorliegend) in 400 Teile Wasser und 15 Teile calciniertem Natriumcarbonat gegeben. Nach beendeter Kupplung wird der Farbstoff durch Zugabe von Kaliumchlorid abgeschieden, filtriert, mit Kaliumchloridlösung gewaschen und bei 70' im Vakuum getrocknet. Er löst sich in kaltem Wasser mit blaustichigroter Farbe und färbt Cellulosefasern nach dem sogenannten Padfärbeverfahren in blaustichigroten, echten Tönen. Beispiele 2 bis 4 Nach derselben Methode erhält man aus den in Kolonne I der nachfolgenden Tabelle erwähnten sekundären Kondensationsprodukten durch Kupplung mit den in Kolonne II angegebenen Azokomponenten ähnliche Farbstoffe, die Baumwolle nach dem sogenannten Padfärbeverfahren in den in Kolonne III angegebenen Tönen naßecht färben. Beispiel s 33,6 Teile des Triazins der Formel werden in 400 Teilen Wasser und Eis suspendiert, mit 6,9 Teilen Natriumnitrit versetzt und 25 Teile Salzsäure, 30°/n, zugegeben. Sobald die Diazotierung beendet ist, kuppelt man mit 46,7 Teilen des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurchlorid mit 1 Mol 1-Amino-8-oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure der Formel in 400 Teilen Wasser und 25 Teilen Natriumcarbonat. Sobald die Kupplung beendet ist, versetzt man mit einer wäßrigen Lösung von 15 Teilen Methoxyäthylamin, erwärmt 2 Stunden auf 40 bis 45°, scheidet ab und trocknet. Der so erhaltene Farbstoff färbt die Cellulosefaser aus stark salzhaltigem, alkalischem Bad in sehr reinen Rottönen von ausgezeichneter Wasch- und Lichtechtheit.
  • Zu demselben Farbstoff gelangt man, wenn man von einem Triazin als Diazokomponente ausgeht, in dem an Stelle der zwei beweglichen Chloratome (s. erste Formel oben) bereits eines dieser Chloratome durch die Gruppe - NH - CH2 - CH2 - OCHS ersetzt ist.
  • Ein ähnlicher Farbstoff ist erhältlich, wenn man in der Azokomponente vor der Kupplung ein Chloratom durch Behandlung mit Ammoniak bei 40° durch die NH2-Gruppe ersetzt hat.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Monohalogentriazinylazofarbstoffen, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß man ein 2,4,6-Trihalogen-1,3,5-triazin in beliebiger Reihenfolge einerseits mit einem höchstens sekundären, aliphatischen Charakter aufweisenden, höchstens 12 Kohlenstoffatome und mindestens 1 Sauerstoffatom enthaltenden Amin und andererseits mit einem Aminoazofarbstoff kondensiert, welcher an der Diazokomponente eine acylierbare Aminogruppe und an der Azokomponente eine in Nachbarstellung zur Azogruppe befindliche Oxygruppe aufweist und der mindestens zwei stark saure wasserlöslichmachende Gruppen enthält.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Monohalogentriazinylazofarbstoffen der nach Anspruch 1 erhältlichen Art in Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in beliebiger Reihenfolge ein 2,4,6-Trihalogen-1,3,5-triazin einerseits mit einem höchstens sekundären, aliphatischen Charakter aufweisenden, höchstens 12 Kohlenstotlätome und mindestens 1 Sauerstoffatom enthaltenden Amin und andererseits mit einer eine acylierbare Aminogruppe enthaltenden Diazoverbindung kondensiert und die Diazoverbindung mit einer in Nachbarstellung zu einer Oxygruppe kuppelnden Verbindung umsetzt. In Betracht gezogene Druckschriften Deutsche Patentschrift Nr. 436 179; französischePatentschriften Nr.1 106359,1109859. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel mit Erläuterungen ausgelegt worden.
DEC21922A 1956-09-14 1957-09-07 Verfahren zur Herstellung von Monohalogen-triazinylazofarbstoffen Pending DE1234889B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1234889X 1956-09-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1234889B true DE1234889B (de) 1967-02-23

Family

ID=4564372

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC21922A Pending DE1234889B (de) 1956-09-14 1957-09-07 Verfahren zur Herstellung von Monohalogen-triazinylazofarbstoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1234889B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE436179C (de) * 1923-01-09 1926-10-28 Chemische Ind Ges Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
FR1106359A (fr) * 1953-08-10 1955-12-19 Ciba Geigy Nouveaux colorants monoazoïques, leur préparation et leur emploi
FR1109859A (fr) * 1954-07-30 1956-02-02 Gulf Research Development Co Procédé d'hydrogénation destructive de mélanges d'hydrocarbures contenant des éléments difficilement vaporisables

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE436179C (de) * 1923-01-09 1926-10-28 Chemische Ind Ges Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
FR1106359A (fr) * 1953-08-10 1955-12-19 Ciba Geigy Nouveaux colorants monoazoïques, leur préparation et leur emploi
FR1109859A (fr) * 1954-07-30 1956-02-02 Gulf Research Development Co Procédé d'hydrogénation destructive de mélanges d'hydrocarbures contenant des éléments difficilement vaporisables

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2329135C3 (de) Disazoreaktivfarbstoffe
DE1106897B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
DE1419794C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Dlsazoreaktivfarbstoffen und deren Verwendung
DE1298220B (de) Verfahren zur Herstellung faserreaktiver Monoazofarbstoffe
DE1234889B (de) Verfahren zur Herstellung von Monohalogen-triazinylazofarbstoffen
AT200687B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe
DE1234888B (de) Verfahren zur Herstellung von Monohalogen-triazinylazofarbstoffen
DE1419795C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Disazoreaktivfarbstoffen
DE1544442A1 (de) Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe
DE1644270C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
AT200686B (de) Verfahren zur Herstellung neuer, wasserlöslicher Disazofarbstoffe
DE1112225B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1067150B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarb stoffen
DE1211733B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1101657B (de) Verfahren zur Herstellung von metallfreien Monoazofarbstoffen
CH627205A5 (en) Process for preparing fibre-reactive azo dyes
DE1067149B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazo farbstoffen
DE1231365B (de) Verfahren zur Herstellung faserreaktiver Azofarbstoffe
AT255608B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen
AT203113B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe
DE1134780B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen
CH475323A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe
DE1151625B (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE1100207B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE1419791A1 (de) Verfahren zur Herstellung neuer Disazofarbstoffe