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Vorrichtung zum Ausrichten und Verriegeln eines dreh- und neigbaren
Typenträgers Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausrichten und Verriegeln
eines auf einem schwenkbaren, in Zeilenrichtung verschiebbaren Träger dreh- und
nei£#oar "e a lagerten kugelförmigen Typenträgers. auf dem die Schriftzeichen in
Zeilen und Spalten angeordnet sind und der mittels je einer über Seilzüge
und Seilscheiben betätigbaren Drehwelle und Neigungswelle zum Abdruck einstellbar
ist.
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Es sind Schreibwerke für Schreib- und ähnliche Maschinen bekannt,
bei denen ein kugelförmiger Druckkopf mit an seiner Oberfläche in Reihen und Spalten
angeordneten Schriftzeichentypen gedreht und geneigt werden kann, um die verschiedenen
Schriftzeichen wahlweise in ihre Druckstellung zu bringen. Dabei ist der Druckk-opf
mittels eines hohlen Stützrohres auf einem schwenkbaren Träger gelagert, durch den
das Anschlagen der eingestellten Type auf die Schreibfläche mittels entsprechender
Schwenkbewegung erfolgt. In dem Stützrohr sind eine Neigungswelle und eine Drehungswelle
koaxial geführt, deren Antriebsverbindungen zum Druckknopf in dessen Innerem untergebracht
sind.
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Die Verriegelung und Ausrichtung des Druckkopfes in seiner jeweiligen
durch seine Drehung und Neigung erreichten Druckstellung erfolgt in einer bekannten
Ausführung durch dem Druckkopf zugeordnete Kugeln, die mittels Druckfedern in ständigem
Zusammenwirken mit entsprechend genuteten oder gezahnten Teilen am Druckkopf gehalten
werden. Hierbei erzeugt die Bewegung der Kugeln ein unerwünschtes Geräusch, insbesondere
tritt aber auch ein erhöhter Widerstand aeaen die Einstellunasbewegungen des Kuggelkopfes
auf. Daher ist eine erhöhte Einstellkraft zur Ausführung der Dreh-und Neigungsbewegung
des Druckkopfes erforderlich. Ein besonderer Nachteil der bekannten Ausführung ist
auch., daß durch diese Anordnung einrastender Kugeln keine zwangläufige Verriegelung
erreicht wird.
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Eine solche wird bei einer anderen bekannten Ausführung der Verriegelung
eines Druckkopfes zwar erzielt, jedoch handelt es sich dabei um einen zylindrischen,
nur um seine senkrechte NEttelachse drehbaren, aber weder neigbaren noch schwenkbaren
Druckkopf. Zudem wird dessen Verriegelung durch Kopplung mit dem Druckhammer erst
im Moment des Typenanschlags bewirkt.
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Zur Beseitigung der Nachteile dieser bekannten Anordnungen ist gemäß
dem Hauptpatent vorgeschlagen worden, daß ein Nockenantrieb je Arbeitsspiel
einen unterhalb des Typenträgers gelagerten, unter Federkraft stehenden mehrarinigen
Hebel steuert, dessen Rastarm mit je einer der Neigbewegung des Typenträgers zugeordneten
Verzahnung und über einen gefederten Sperrhebel einer am Typenträger angeordneten
konzentrischen Verzahnung zusammenwirkt. Durch diese Lösung konnte eine wesentlich
verbesserte Ausrichtun- und Verriegelung erreicht werden, da die eigentliche Einstellbewegung
des Typenträgers ohne durch die Ausrichtvorrichtung verursachte Gegenkräfte ausgeführt
werden kann und die Ausrichtung und Verriegelung erst nach Beendigung der Einstellbewegung
und während der Einleitung der Schwenkbewegung des Typenträgers zum Abdruck wirksam
wird.
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Es hat sich aber herausgestellt, daß die Vorrichtung nach dem Hauptpatent
in bestimmten Fällen Mängel aufweist. Für eine Abweichung der Stellung des Typenträgers
von seiner Sollage, die eine Ausrichtung erforderlich macht, gibt es zwei Ursachen:
Einerseits bedingen die übertragungselemente für die Neigungs- und die Drehbewegung
im Druckkopf ein gewisses Spiel und andererseits können von der
Einstellvorrichtung
her das Gelenkspiel infolge Ab-
nützung und ähnliche Ursachen, wie z.B. eine
gewisse Längung der Seilzüge, sich ungünstig auf die Einstellgenauigkeit des Typenträgers
auswirken. Während jedoch das Gelenkspiel im Druckkopf selbst nur außerordentlich
gering ist und bei der Ausrichtung ohne überwindung von Gegenkräften ausgeglichen
werden kann, setzen die Abweichungen von der Einstellvorrichtung her der Ausrichtbewegung
unter Umständen Rückstellkräfte entgegen, die in einem sehr ungünstigen Verhältnis
zu den Einstellkräften der Ausrichtvorrichtung stehen.
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Wie man erkannt hat, treten diese Schwierigkeiten bei der Vorrichtung
nach dem Hauptpatent insbesondere bei der Einstellung des Typenträgers in Drehrichtung
auf, da es hier zweiundzwanzig verschiedene Einstellagen gibt, während in Neigungsrichtung
nur vier unterschiedliche Stellungen vorgesehen sind. Es kann nun vorkommen, daß
die durch die ständig auf den Typenträger wirksame Spiralfeder erzeugte Rückstellkraft
bei einer Korrektur der Typenträgerlage zum Abdruck größer ist als die vom Nockenantrieb
her übertragene Einstellkraft bei der Ausrichtung des Typenträgers auf die zugeordnete
Druckstelle. Das hat zur Folge, daß die Rastelemente an den Flanken der Verzahnung
nicht bis in den Zahngrund hinabgleiten und eine unvollständige Ausrichtung vorliegt.
Aus diesem Grund liegt es für den Fachmann zunächst nahe, durch entsprechend verstärkte
Ausbildung der ausrichtenden und einrastenden Teile sowie der das Einrasten bewirkenden
Feder die Einstellkraft so zu verstärken, daß die verriegelnden Teile auf jeden
Fall bis in den Zahngrund gelangen und eine genaue Ausrichtung bewirken.
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Eine solche Maßnahme hätte aber verschiedene schwerwiegende Nachteile,
denn durch eine Verstärkung der Teile im Typenträger würde die Masse der Typenträgeranordnung
vergrößert werden, was sich zwangläufig ungünstig auf die zur Betätigung des Typenträgers
erforderlichen Kräfte und die Arbeitsgeschwindigkeit der ganzen Anordnung auswirken
muß.
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Es wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, diesem Mangel der korrekten
Einstellung des Typenkopfes dadurch abzuhelfen, daß die feste Drehverbindung zwischen
der Drehwelle des Typenträgers und ihrer Seilscheibe mittels einer an der Drehwelle
schwenkbar gelagerten, synchron mit dem umlaufenden Nockenring taktgesteuerten Sperrklinke
für die Dauer des Hebeleingriffes in die der Drehbewegung zugeordnete Verzahnung
lösbar ist.
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Ohne eine solche Trennung der Drehwelle von der Seilscheibe gemäß
der Erfindung müßte nämlich, da in der Praxis insbesondere eine Längung des Zugselles
bzw. durch Abnutzung in der Einstellvorrichtung eine effektive Zugseilverlängerung
auftritt, in jedem Fall die Gegenkraft der Spiralfeder beim Ausrichten überwunden
werden. Dies ist jedoch nunmehr vermieden. Nach der Erfindung ist demnach der Ausrichtvorgang,
wie er im Hauptpatent beschrieben ist, ganz wesentlich erleichtert und seine einwandfreie
Durchführung gewährleistet, indem die einrastenden Teile in jedem Fall ohne meßbaren
Widerstand bis in den Zahngrund gelangen können.
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Eine vorteilhafte Ausführung gemäß der Erfindung besteht darin, daß
die Sperrklinke bei der Entriegelung der festen Verbindung zwischen Drehwelle und
Antriebsscheibe in eine zentrisch zur Drehwelle fest angeordnete, mit den Spalten
des Typenträgers fluchtende Verzahnung eingreift. Durch diese Maßnahme werden die
Abweichungen, die von der Einstellvorrichtung und dem Seilzug herrühren, gesondert
ausgeglichen, so daß der Ausrichtvorgang im Druckkopf selbst nur noch zum Ausgleich
des in den Übertragungselementen im Druckkopf auftretenden Spiels dient.
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Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
die Betätigung der Sperrklinke zum Verriegeln der Drehwelle und deren Entkuppeln
von der Antriebsscheibe durch einen bei jedem Typenabdruck einmal umlaufenden Nockenring
über einen am Lager des Druckkopfes gelagerten und bei dessen Schwenkbewegung in
Wirkverbindung mit dem Nockenring tretenden Nockenfolgehebel steuerbar. Besonders
günstig ist es, wenn nach einer Weiterbildung der Erfindung die Sperrklinke, die
Klinkenraste der Antriebsseheibe und die fest angeordnete Verzahnung konisch verlaufende
Flanken aufweisen.
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An Hand der Zeichnungen werden im folgenden zwei Ausführungsbeispiele
erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen senkrechten Schnitt durch den kugelförmigen
Druckkopf und seine Antriebseinrichtung, F i g. 2 einen senkrechten Schnitt
durch den kugelförmigen Druckkopf und seine Antriebseinrichtung entsprechend der
F i g. 1, jedoch in der Ausführung mit Zahnscheibe zur Verriegelung der Drehwelle,
nach der Linie 2-2 in F i g. 3,
F i g. 3 einen senkrechten Schnitt
durch den kugelförmigen Druckkopf und seine Antriebseinrichtung entsprechend F i
g. 2, jedoch in einer um 90, gedrehten Blickrichtung und F i
g. 4 einen Schnitt in der Linie 4-4 zur Darstellung der Zahnscheibe.
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F i g. 1. zeigt in der bekannten Ausführung einen Druckkopf
1 in der Form einer hohlen abgestumpften Kugel mit auf der Oberfläche in
Reihen und Spalten angeordneten Typen 2. Der Druckkopf 1 ruht mit einer in
seinem oberen Teil zentrisch angeordneten Nabe 3 (vgl. F i g. 3) auf
dem Flansch 4 einer Buchse 5, die drehbar in einem Block 6 geführt
ist. Eine am Block 6 mittels der Schrauben 8 befestigte ringförmige
Scheibe 7 greift zur Sicherung der Buchse 5 über den Flansch 4. Eine
Kopfschraube 10
in der Buchse 5 hält den Druckkopf 1 in seiner
Lage.
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Eine mit der rechten Seite des Blockes 6 (F i g. 3)
durch
Löten oder Schweißen verbundene Platte 11
trägt ein Kegelradsegment 12; eine
an der linken entgegengesetzten Seite des Blockes 6 senkrecht befestigte
Platte14 ist an ihrer unteren Kante mit radialen Zähnen15 versehen. Ein in den Aussparungen
zwischen der Platte14 und dem Block6 geführter Sperrhebe116 ist um einen Zapfen17
drehbar, und sein freies Ende18 wird durch eine Feder 20 in die am unteren Rand
des Druckkopfes 1
vorgesehene Verzahnung 19 gezogen, um den Druckkopf
1 nach jeder Drehung in der erreichten Stellung zu sperren.
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Der Block 6 ist neigbar um Stifte 24, die in den Armen 22 eines Joches
23 eingesetzt sind und eine horizontale Achse bilden, um die der Block geneigt
werden kann. Das Joch 23 ragt mit dem an seinem unteren Ende buchsenartig
geformten Teil 25 in die Bohrungen eines Lagers 26, das als Träger
für den
Druckkopf und seine Einstelleinrichtung dient. Ein Flansch
27 der Buchse 25 liegt auf der oberen Fläche des Lagers26 auf und
ist an diesem mittels der Schrauben28 (Fig. 2) befestigt. Eine durch die Buchse25
und durch die Bohrung des Joches23 ragende Hohlwelle30 trägt an ihrem oberen Ende
ein Ke#Yelradseament 31, das mit dem Kegelradsegment12 kämmt und im Zusammenwirken
mit diesem eine Neigung des Druckkopfes um die Stifte 24 bewirkt.
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Am unteren Ende der Hohlwelle 30 ist ein Seilscheibensektor32
befestigt, der durch einen Seilzug 33 gegen die Wirkung einer Feder 34 gedreht
werden kann. Eine zentrisch durch die Hohlwelle 30
geführte Drehwelle
36 ruht mit ihrem an ihrem oberen Ende angeordneten Kopf 37 auf dem
oberen Ende der Hohlwelle 30. Quer durch die Aussparung des Kopfes
37 ragt ein Stift 38 und wird von dem gegabelten Ende eines Mitnehmers
39 umfaßt, so daß dieser sich während der Drehung der Drehwelle
36
um seine Achse drehen kann. Das obere Ende des Mitnehmers 39 ist
ebenfalls gegabelt und umfaßt einen in der Buchse 5 befestigten und quer
durch diesen ragenden Stift 40. Die Drehung des Mitnehmers 39 bewirkt daher
auch die Drehung der Buchse 5 und des Druckkopfes 1, während gleichzeitig
eine Neigung des Druckkopfes relativ zum Mitnehmer 39 möglich ist.
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Eine um die Hohlwelle 30 drehbare Seilscheibe 42 läuft auf
Kugellagern 41, die sich an den Stimseiten eines am unteren Ende der Hohlwelle
30 angeordneten Bundes 48 befinden. Die Seilscheibe 42 kann durch einen Seilzug
43 gegen die Wirkung einer Spiralfeder44 gedreht werden, die mit ihrem inneren Ende
an der Nabe der Seilscheibe 42 befestigt ist und mit ihrem äußeren Ende mit einem
Gehäuse aus der Kapsel 45 und einer Deckplatte 46 verbunden ist. Die Deckplatte
ist mittels der Schrauben 47 an der Unterseite des Lagers 26 befestigt. Die
Seilzüge 33 und 43 verlaufen durch Lagerbuchsen 50
zu den Einstellvorrichtungen,
von denen aus in bekannter Weise die Neigungs- und Drehbewegungen des Druckkopfes
1 in seine Druckstellungen gesteuert werden.
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Die Nabe der Seilscheibe 42 weist einen mit einer Nut 100 versehenen
abwärts ragenden Teil 49 auf. Am unteren Ende der Drehwelle 36 ist durch
eine Schraube 101 ein Stellring 102 befestigt, mit dem ein Stützarm
103 fest verbunden ist. Eine zweiarmige Sperrklinke 104 (F i g. 1)
ist um einen im Stützarm 103 gelagerten Zapfen 105 drehbar. An diesem
ist außerdem eine Feder 106 angeordnet, die die Sperrklinke 104 ständig entgegen
dem Uhrzeigersinn zu drehen sucht, so daß die Klinke 104 mit der Nut 100
im Nabenteil 49 zusammenwirkt und die Seilscheibe 42 mit der Drehwelle
36 verdrehfest verbindet. Bei der aus der F i 1 ersichtlichen Stellung
der Klinke 104 wird die der Seilscheibe 42 über den Seilzug 43 erteilte Drehung
auf die Drehwelle 36 übertragen.
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Ein Hebel 117 ist um einen Zapfen 116 im Arm 112 drehbar
gelagert und so geformt, daß sein als Anschlag ausgebildetes Ende 118 sowohl
mit dem Ende 119 der Sperrklinke 104 als auch mit der geometrischen Längsachse
der Drehwelle 36 ausgerichtet ist. Der Hebel 117 ist als Doppelhebel
ausgebildet und erstreckt sich vom Zapfen 116 auch nach links (F i
g. 1), wo er als Nockenfolgehebel 120 endet, der mit einem auf einer Buchse
67 befestigten Nockenring 121 ausgerichtet ist und zusammenwirkt. Die Buchse
67 ist auf einer für jeden Abdruck eine Drehung ausführenden Welle
52 verdrehfest, aber längsverschiebbar befestigt. Der Nockenring 121 hat
am Umfang einen einzigen Nocken 122; bei der Drehung der Welle 52 während des Druckvorganges
wird das Lager 26 in bekannter Weise auf den La-erbuchsen 50 im Uhrzeigersinn
geschwenkt und dabei das Ende 120 des Hebels 117 so angehoben, daß es in
Berührung mit dem Umfang des Nockenringes 121 kommt. Sobald der Nocken 122 wirksam
-wird, wird der Hebel 117 entgegen dem Uhrzeigersinn um den Zapfen
116 geschwenkt und dadurch die Sperrklinke 104 im Uhrzeigersinn um ihren
Zapfen 105 gedreht; auf diese Weise werden die Drehwelle 36 und die
Seilscheibe 42 voneinander getrennt. Die innere Seite der Sperrklinke 104 wird jedoch
nicht vollständig aus der Nut 100 herausbewegt, so daß eine Relativdrehung
der Drehwelle 36 so weit möglich ist, wie es zur Ausrichtung des Druckkopfes
1 äußerstenfalls erforderlich sein kann.
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Der Zeitpunkt »dieser Bewegung der Klinke 104 wird durch die
Lage des Nockens 122 bestimmt, und zwar wird dieser Eingriff in dem Moment wirksam,
in dem die Dreheinstellung des Druckkopfes 1
über die Seilscheibe 42 beendet
ist, und wird aufrechterhalten, bis der Druckkopf 1 gegen die Schreibwalze
angeschlagen worden ist. Eine Feder 123 zieht während der Zeit, in der der
Hebel 117 nicht betätigt wird, diesen gegen einen Anschlag 124, so daß das
Ende 118 auf das Klinkenende 119 keine Kraft ausübt und die Feder
106 die Klinke 104 in ihrer Lage in der Nut festhält.
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Das Joch 23 (F i g. 3) ist an einer Seite mit einem
Schlitz 54 versehen, der zur Führung eines um einen im Joch befestigten Stift
56 drehbaren dreiarmigen Hebels 55 dient (F i g. 1). Ein Arm
57 des Hebels 55
ragt durch eine bogenförinige öffnung 58 des
Sperrhebels 16, und ein zweiter Arm 59 ragt über das untere Ende des
Joches hinaus. Der Arm 57 bewirkt eine Drehung des Sperrhebels
16 um seinen Zapfen 17 und rastet beim Anheben in eine Lücke der Verzahnung
15 an der Platte 14 ein, um den Druckkopf 1 in seiner geneigten Stellung
zu verrie-ein. Eine Feder 60 zieht den Hebel 55 ständia in die Stellung,
in der dessen Arm 57 in die Verzahnung 15 einrastet. In dieser Stellung
des Hebels 55 dreht die Feder 20 den Sperrhebel 16 aufwärts, so daß
dessen freies Ende 18 in die Verzahnung 19 am Druckkopf
1 einrastet.
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Gemäß F i g. 1 ist am Lager 26 ein weiterer Hebel
62 drehbar befestigt, der mit dem Arm 59 des Hebels 55 zusammenwirkt,
um diesen im Uhrzeigersinn gegen die Wirkung der Feder 60 zu drehen. Das
nach unten abgewickelte Ende 63 des Hebels 62
wird von einem Hebel
64 erfaßt, der mittels des Zapfens 65 drehbar am Träger 51 befestigt
ist. Das Zusammenwirken zwischen dem Hebel 64 und dem abgewinkelten Ende
63 des Hebels 62 ist derart, daß das Lager 26 auf seinen Buchsen
50 relativ zum Träger 51 gedreht werden kann, ohne daß dabei der Hebel
62 vom Hebel 64 beeinflußt wird. Ein auf der Buchse 67 dem Nockenring
121 benachbart befestigter, axial wirkender Nockenring 68 betätigt den vorspringenden
Teil 70 des Hebels 64 und schwingt diesen bei jeder Wellendrehung, also vor
jedem Abdruck, um den Zapfen 65.
Während eines Druckvorganges
führt, wie erwähnt, die Welle 52 eine Umdrehung aus. Bei Beginn dieser Umdrehung
liegt der vorspringende Teil70 des Hebels 64 auf dem Nocken des Nockenringes
68
an, so daß der Hebel 64 in seine abgehobene Lage gerückt wird. Dadurch
wird der Hebel 62 (vgl. auch F i g. 3) gegen den Arm 59 des
Hebels 55 gerückt und hält diesen in einer Stellung, in der dessen Arm
57 außer Eingriff mit der Verzahnung 15 ist. Gleichzeitic, wirkt der
Arm 57 mit der unteren Kante der Öffnung 58 im Sperrhebel
16 zusammen und dreht den Hebel 16 um seinen Zapfen 17 abwärts,
so daß auch das freie Ende 18 aus der Verzahnung 19 am unteren Rande
des Druckkopfes 1 gezogen wird. Während dieser Zeit ist der Hebel
117 vom Nockenring 121 abgehoben und liegt am Anschlag 124 an, so daß die
Sperrklinke 104 in der Nut 100 im Nabenteil 49 der Rillenscheibe 42 im Eingriff
ist. In dieser Lage der Teile werden die Seilzüge 33
und 43 zur Einstellung
des Druckkopfes 1 durch Neigung und Drehung betätigt.
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Während die Seilzüge 33 und 43 zur Einstellung des Druckkopfes
1 in seine Drucklage in Bewegung sind, wird das Lager 26 auf den Buchsen
50 (F i g. 1)
ira Uhrzeigersinn geschwenkt, um den Druckkopf
1
zum Anschlag an die Schreibwalze zu bewegen. Durch diese Schwenkbewegung
des Lagers 26 wird das Ende 113 des Armes 112 gegen den Anschlag 114
geschwenkt, und der Nockenfolgehebel 120 des Hebels 117 kommt zur Anlage
auf dem Nockenring 121. Die Bewegung der Seilzüge 33 und 43 endet, bevor
das Ende 113 des Hebels 112 den Anschlag 114 erreicht, und währenddessen
veranlaßt der Nocken 122 die Schwenkung des Hebelarmes 117 und das Betätigen
des Klinkenendes 119; die Klinke 104 wird aus der Nut ausgerückt, so daß
nun die vorher beschriebene Anordnung zur Ausrichtung und Verriegelung des Druckkopfes
1 ungehindert wirksam werden kann. Wie erwähnt, verläßt jedoch die Klinke
104 die Nut 100 nicht ganz, aber infolge ihrer nach beiden Seiten konischen
Form läßt sie eine gewisse Relativdrehbewegung zwischen Drehwelle 36 und
Seilscheibe 42 zu, da die Drehwelle 36 von ihrer starren Verbindung zur Seilscheibe
42 gelöst ist.
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Während die Klinke 104 diese Bewegung ausführt, kommt der niedrige
Teil des axial wirksamen Nockenringes 68 zur Wirkung auf den Teil
70 des Hebels 64 und ermöglicht die Bewegung des Hebels 62 nach rechts
(F i g. 3) unter der Wirkung der Feder 60 und des Armes
59. Bei diesem Vorgang bewegt sich der Arm 57 des Hebels
55 aufwärts, greift in eine Lücke der Zähne 15 ein und verriegelt
den Druckkopf 1 in Richtun- seiner Neigungsbewegung, während gleichzeitig
der Sperrhebel 16 freigegeben und sein freies Ende 18 durch die Feder
20 zum Eingriff in die Verzahnung 19 des Druckkopfes 1 geschwenkt
wird, um diesen auch gegen eine weitere Drehbewegung zu verriegeln.
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Zum Abdruck des eingestellten Zeichens wird nunmehr der verriegelte
Druckkopf 1 angeschlagen, indem das Lager 26 durch die Wirkung eines
(nicht gezeigten) Nockens auf der Buchse 67 und eines durch einen Stift
75 im Schlitz 74 des Lagers 26 befestigten Nockenfolgearmes
73 um die Lagerbuchsen 50 aufwärts geschwenkt und kurz vor dem Abdruck
freigegeben wird, so daß der Druckkopf 1 unter der ihm erteilten Bewegungsenergie
auf die Schreibwalze aufschlägt. Nach ausgeführtem Abdruck gibt der Nocken 122 die
Bewegung des Nockenfolgehebels 120 im Uhrzeigersinn frei, und die Feder
123 zieht das Hebelende 118 vom Klinkenende 119 zurück. Die
Feder 106 bewirkt sodann die Drehung der Klinke 104 in die Nut
100, wodurch die Seilscheibe 42 wieder fest mit der Drehwelle 36 verbunden
wird.
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Während der Nocken 122 unwirksam wird, wird der Teil 70 am
Hebel 64 wirksam, um die Sperrhebel aus den Verzahnungen 15 und
19 auszuheben, so daß der Druckkopf 1 für eine neue Einstellung in
Dreh-und Neigungsrichtung frei ist, wenn die Wellen 30
und 36 von der
Einstellvorrichtung angetrieben werden. Bei der bisher beschriebenen Anordnung gemäß
F i g. 1 ist angenommen, daß das Spiel in dem den Mitnehmer 39 enthaltenden
Kreuzgelenk sehr klein ist und daß die Verriegelung durch die Sperrklinke
16 ausreicht, sowohl dieses Spiel als auch die Ungenauigkeiten von der Einstellvorrichtung
her, die durch den Seilzug für die Drehbewegung übertragen werden, auszugleichen.
Die Klinke 104 hat also die Funktion, die Drehwelle 36 und die Seilscheibe
42 für die Dauer des Ausricht- und Verriegelungsvorganges und des Zeichenabdruckes
voneinander zu trennen, so daß der Korrekturvorgang für die Lage des Druckkopfes
1 ohne Gegenkräfte von der Einstellvorrichtung her ausgeführt werden kann.
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In F i g. 2, die im wesentlichen der F i g. 1 entspricht,
und in F i 3 ist im unteren Teil der Anordnung eine weitere Ausführungsform
dargestellt. Hier ist an der Unterseite der Deckplatte 46 mittels Schrauben
107 eine abgesetzte ringförmige Zahnscheibe 108 mit stirnseitig angeordneten,
abwärts ragenden Zähnen 109 befestigt, durch die in ringförmiger Anordnung
radial verlaufende Ausrichtnuten gebildet werden (vgl. auch F i g. 4). Die
Ausrichtnuten 110 fluchten mit den Typenspalten des Druckkopfes
1, entsprechen also in ihrer Zahl der Anzahl der Typenspalten. Die Zahnscheibe
108 ist konzentrisch zur Drehwelle 36 angeordnet und hat vom Nabenteil
49 der Seilscheibe 43 genügend Abstand für eine ungehinderte Drehung zwischen Nabenteil
49 und Zahnscheibe 108. Am Lager 26 ist mittels der Schrauben 47 gleichzeitig
auch eine Platte 111 mit einem nach unten abgebogenen Arm 112 befestigt (in
F i g. 2 nach links vorstehend). Ein Ende 113 des Armes 112 kann mit
einem Anschlag 114 zusammenwirken, der mittels Schrauben 115 am Druckkopfträgerrahmen
51 befestigt ist; dieser kann zur Längseinstellung des Druckkopfes
1 auf der Welle 52 entlang der Schreibwalze (nicht gezeigt) verschoben
werden. Der Anschlag 114 begrenzt die Aufwärtsbewegung des Armes 112 beim Anschlag
des Druckkopfes 1 gegen die Schreibwalze. Im übrigen entspricht die Anordnung
der im Zusammenhang mit F i g. 1 beschriebenen.
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Ähnlich der Wirkungsweise der Ausführungsfonn nach F i u.
1 wird bei der Drehung der Welle 52 während des Druckvorganges das
Lager 26 auf den Lagerbuchsen 50 im Uhrzeigersinn geschwenkt und dabei
das Ende 120 des Hebels 117 so angehoben, daß es in Berührung mit dem Umfang
des Nockenringes 121 kommt. Sobald der Nocken 122 wirksam wird, wird - wie
beim ersten Ausführungsbeispiel -
der Hebel 117 entgegen dem Uhrzeigersinn
um den Zapfen 116 geschwenkt und dadurch die Sperrklinke 104 im Uhrzeigersinn
um ihren Zapfen 105 gedreht; sie wird jedoch bei dieser Drehbewegung gleichzeitig
in eine der Nuten 110 zum Eingriff gebracht, die der
eingestellten
Typenspalte zugeordnet ist, und durch diesen Eingriff der Sperrklinke 104 in eine
der Nuten 110 der Zahnscheibe 108 wird die Drehwelle 36 bezüglich
der ei=stellenden Typenspalte genau ausgerichtet und verriegelt.
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Auch in diesem Fall ist die Eingriffsbewegung der Sperrklinke 104
so begrenzt, daß sie nicht vollständig aus der Nut 100 im Nabenteil 49 herausbewegt
wird; wie aus F i g. 3 ersichtlich, liegt die Sperrklinke 104 in ihrer Ausgangsstellung
zunächst bündig in der Nut 100, um die Seilscheibe 42 und die Drehwelle
36 verdrehfes', miteinander zu verbinden. Wird nun die Sperrklinke 104 in
die benachbarte, der Klinkenform entsprechend konisch geformte Ausrichtnut
110 bewegt, so entsteht zwischen der Klinke 104 und den Flanken der Nut
100 so viel Spiel, daß sich die Drehwelle 36 relativ zur Seilscheibe
42 um einen gewissen Winkelbetrag drehen kann, wenn der Eingriff und die Ausrichtung
zwischen der Sperrklinke 104 und der Ausrichtnut 110 wirksam werden.
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Kehrt der Hebel 117 nach dem Wirksamwerden des Nockens 122
unter der Wirkung der Feder 123
wieder in seine Ausgangsstellung zurück, begrenzt
durch den Anschlag 124, so hebt die Feder 106 die Sperrklinke 104 aus der
Ausrichtnut 110 aus und stellt sie in die Nut 100 zurück.
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Bei der beschriebenen Ausführungsform nach den F i g. 2 und
3 wird somit die Drehwelle 36 gleichzeitig und unabhängig von der
Ausrichtung im Druckkopf 1 selbst mit Hilfe der Zahnscheibe 108 und
den Ausrichtnuten 110 ausgerichtet und verriegelt. Diese Ausführungsform
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn in den Übertragungsteilen zur Dreheinstellung
des Druckkopf es 1 mit einem verhältnismäßig großen Spiel gerechnet wird
und zusätzlich gewisse Ungenauigkeiten bei der Druckkopfeinstellung von der Einstellvorrichtung
her auftreten können.