DE1234521B - Verfahren zum Haerten von photographischen Gelatineschichten - Google Patents
Verfahren zum Haerten von photographischen GelatineschichtenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES #07¥W PATENTAMT
Int. Cl.:
G03c
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 57 b-8/02
Nummer: 1234 521
Aktenzeichen: C 26685IX a/57 b
Anmeldetag: 6. April 1962
Auslegetag: 16. Februar 1967
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Härten von photographischen Gelatineschichten.
Es ist bekannt, Aldehyde, vorzugsweise Formaldehyd, Chromsalze und Alaune in verdünnten
wässerigen Lösungen entweder der gießfertigen gelatinehaltigen Emulsion beizufügen oder sie als
Vor- oder Zwischenbad im Behandlungsverfahren anzuwenden.
Nachteilig daran ist, daß die Wirkung der Chromsalze oft stark abhängig vom pH-Wert der vergossenen
Emulsionen ist. Alaune in Verarbeitungsbädern zeigen den gleichen Nachteil.
Die Aldehyde führen insbesondere bei hochempfindlichen Silberhalogenidschichten zur Verschleierung.
Auch können durch das Härtungsmittel Farbschleier verursacht werden. Bei Zugabe der bekannten
Härtungsmittel zur gießfertigen Emulsion tritt oft eine zeitabhängige Viskositätsbeeinflussung
ein, so daß die Viskosität im Verlauf des Gießprozesses allmählich ansteigt, wodurch schwankende
Schichtdicken verursacht werden.
Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren zum Härten von photographischen Gelatineschichten anzugeben,
bei dem man Härtungsmittel verwendet, die man den gießbereiten Emulsionen beifügt, ohne daß
die Viskosität im Verlaufe des Vergießens sich ändert, daß aber nach Fertigstellung des Aufzeichnungsmaterials innerhalb 1 bis 2 Tage oder, wenn wünschenswert,
auch erst in 15 bis 40 Tagen eine Härtung eintritt, die eine normale Verwendung und Prüfung
des Aufzeichnungsmaterials erlaubt und daß anderseits eine langfristige Lagerung nicht zu einer starken
Verhornung führt. Zudem sollen diese Härtungsmittel keinen Schleier erzeugen und sich gegenüber
den Farbkupplern und anderweitigen Zusatzstoffen neutral verhalten.
Der Gegenstand der Erfindung geht von einem Verfahren zum Härten von photographischen Gelatineschichten
aus und ist dadurch gekennzeichnet, daß man als Härtungsmittel farblose Verbindungen,
die mindestens eine saure, wasserlöslichmachende Gruppe, mindestens einen aus 3 bis 4 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 2 Stickstoffatomen bestehenden heterocyclischen Sechsring und mindestens ein an
ein Kohlenstoffatom dieses Sechsringes gebundenes Halogenatom enthalten, verwendet.
Als saure, wasserlöslichmachende Gruppen können die Härtungsmittel eine Carbonsäure-, Sulfonsäure-
oder eine saure Schwefelsäureestergruppe, als sechsgliedrigen heterocyclischen Ring können sie einen
Triazin-, Pyridazin- oder Pyrimidinring und als Halogenatome Brom- oder Chloratome enthalten.
Verfahren zum Hätten von photographischen
Gelatineschichten
Gelatineschichten
Anmelder:
CIBA Aktiengesellschaft, Bas'el (Schweiz)
Vertreter:
Dr. F. Zumstein, Dr. E. Assmann,
Dr. R. Koenigsberger
und Dipl.-Phys. R. Holzbauer, Patentanwälte,
München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Dr. Walter Anderau, Münchenstein;
Dr. Alfred Oetiker, Basel (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 7. April 1961 (4074)
Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Härtung erst nach dem Trocknen der erfindungsgemäß behandelten
Gelatineschicht und einer zusätzlichen Verweilzeit eintritt. Die durch Umsetzung der erfindungsgemäß
verwendeten Verbindung in der Gelatineschicht infolge ihres Halogengehaltes frei werdende
Menge Halogenwasserstoff ist so klein, daß sie vom Überschuß der Gelatine glatt abgepuffert wird.
Die Menge der Halogenverbindung, bezogen auf die Menge Gelatine, beträgt zweckmäßig 1 bis 5%.
Auch dann tritt Härtung ein, wenn die erfindungsgemäß verwendete Verbindung nur ein einziges reaktionsfähiges
Halogenatom aufweist. Sind im Molekül der erfindungsgemäß verwendeten Verbindung mehrere
reaktionsfähige Halogenatome vorhanden, so tritt eine auf weitgehender Vernetzung beruhende,
starke Härtung der Gelatine ein. Dabei bewirken die wasserlöslichmachenden Gruppen der erfindungsgemäß
verwendeten Verbindung eine trotz der Härtung gute Quellfähigkeit. Durch die Härtung der
Gelatineschicht bleiben Empfindlichkeit des Silberhalogenids und Reaktionsbereitschaft von Farbkupplern
oder Farbstoffen unbeeinträchtigt.
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung werden alsHärtungsmittelHalogen-l,3,5-triazinverbindungen
verwendet. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der
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Erfindung werden als Halogen-^^-triazinverbindungen
solche der Formel
Ri
C — Halogen
R2
worin Ri einen organischen Rest mit mindestens einer
sauren, wasserlöslichmachenden Gruppe und R2 ein Halogenatom, einen organischen Rest mit einer
sauren, wasserlöslichmachenden Gruppe, einen Kohlenwasserstoffrest oder einen durch ein Sauerstoffatom,
Schwefelatom oder Stickstoffatom an den Triazinring gebundenen Substituenten bedeutet, verwendet.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung verwendet man Halogen-l,3,5-triazinverbindungen,
in denen mindestens einer der Reste Ri und R2 ein an den Triazinring gebundenes Sauerstoff- oder
Stickstoffatom, einen Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest,
eine Carbonsäure-, Sulfonsäure- oder saure Schwefelsäureestergruppe
bedeutet.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung verwendet man Halogen-l,3,5-triazinverbindungen,
in denen einer der Reste Ri und R2 ein Halogenatom,
eine Oxy-, eine Methoxy- oder eine gegebenenfalls substituierte Phenoxy- oder Aminogruppe bedeutet.
Beispiele derartiger Gruppen sind:
-HN
r --oar
HN-J- 4-SO3H
O —CH2-COOH
CH3
/C2H5 /
^C2H5 ^H
/CH2-CH2-OH
— n( — n<
^CH2-CH2-OH
— N
CH3
CH3
,CH2-CH2-OH
^CH2-CH2-OH
^CH3
40
Auch Brücken, die zwei 1,3,5-Triazinringe miteinander
verbinden, z. B. solche, die sich von Diaminen wie 1,4-Diaminobenzol oder Alkylendiaminen
ableiten, kommen in Betracht.
Beispiele für saure, wasserlöslichmachende Gruppen (Reste Ri bzw. R2) sind:
— NH-CHa-
-NH-
O — SO2 — OH COOH
-HN
-HN
— O
SO3H
COOH
COOH
SO3H
-HN
-HN
— O
55
SO3H COOH
SO3H
65
COOH — HN "Κι/— O — CH2 — COOH
SO3H -S-CH2-COOH
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird als Halogen-1,3,5-triazinverbindung eine Chlor-1,3,5-triazinverbindung
verwendet. Als Härtungsmittel können folgende Verbindungen verwendet werden:
Cl
HN
SO3H
35 Cl Cl
SO3H 8C-HN-K' >
(b)
Cl Cl
45
SO3H X — HN —<
V- SO3H (C)
50 I Cl
Cl
C-HN-CH2-COOH
Cl
Cl
I Cl
C-HN- CH2 - CH2 - O - SO2 - OH
SO3H (g)
HO3S
SO3H
HN
X : H, SO3H, COOH
Cl Cl
-Cx /,C — N*
NH-C
C-HN
HN — CH2 — CH2 — NH
Cl
XC = NX SO3H
Cl
X : CH3, Cl
HO3S
NH-C
HO3S
NH-C
SO3H
HN- CH2- COOH
O — C
| Cl I |
N = c/ | CH2 — | N \ |
Cl I |
| N-CV | \ | |||
| N | HN — | |||
| CH2 — | ^C = | |||
| ! | ||||
| NH | ||||
C — O
SO3H
SO3H (n)
| 1 | 234 | 52 | 1 |
| Cl | |||
| // N \ |
\ /-* / |
HN | |
| Cl | |||
| Cl I |
|||
| // N |
c— / |
HN | |
| \ | 1^C = N7 | / |
SO3H
SO3H
SO3H
HO-CH2-CH2-NH
Cl
Cl
HO3S
NH-C
C-HN
SO3H
HN — CH2 — CH2 — NH
COOH
SO3H (S) Die beim erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten
heterocyclischen Verbindungen, insbesondere die Halogen-!,3,5-triazine, lassen sich in schwach
(r) saurer Lösung durch Kondensation einer Aminobenzolsulfonsäure mit frisch gefälltem Cyanurchiorid
herstellen. Zum Austausch eines zweiten Halogenatoms gegen den Rest eines Amins oder einer
Aminosulfonsäure kann das so erhaltene primäre Kondensationsprodukt bei 30 bis 400C in neutralem
bis schwach alkalischem Medium mit dem Amin oder der Aminosulfonsäure umgesetzt werden.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, wo nichts anderes bemerkt wird, und
die Prozente Gewichtsprozente. Gewichtsteile verhalten sich zu Volumteilen wie Gramm zu Milliliter.
SO3H (t)
Cl-C
Man bereitet eine wässerige Lösung, die 5% des
Härtungsmittels der Formel (b) (2,4-Dichlor-6-phenylamino-l,3,5-triazin-3'-sulfonsäure)
enthält.
Davon gibt man 2, 4 oder 6 Teile zu einer Silberbromidchloridemulsion,
die in 120 Teilen iO Teile Gelatine enthält.
Man erhält Mischungen, die 1 bzw. 2 bzw. 3°/o Härtungsmittel, bezogen auf trockene Gelatine enthalten.
Mit je 10 ecm dieser Mischungen beschichtet man eine Glasplatte von 13 · 18 cm, trocknet und
(u) 6o bestimmt nach 24 bis 48 Stunden die Schmelzpunkte der Schichten in Wasser von steigender Temperatur.
SO3H
Menge Härtungsmittel in %, bezogen auf Gelatine
o%
1%
Schmelzpunkt der Schicht
bis 32 C
373C
75 bis 800C
85 bis 900C
Mit ähnlichen Ergebnissen können an Stelle der Verbindung der Formel (b) die Verbindungen der
Formeln (a), (c), (e) und (g) in der oben angegebenen Weise als Härtungsmittel für Gelatineschichten verwendet
werden. Durch Ersatz eines Chloratoms in den Dichlortriazinverbindungen, z. B. durch Verwendung
der Verbindung der Formel (f), kann die Aktivität herabgesetzt werden, und die Härtung
wirkt sich erst nach längerer Zeit in vollem Umfange aus.
Zu 100 Teilen einer Silberbromidemulsion mit lO°/oigem Gelatinegehalt gibt man bei 400C 0,2 Teile
des Disazofarbstoffes der Formel
H2N OH
H3C-O
HO3S
N = N
O — CH3 HO NH2
N = N
SO3H
HO3S
gelöst in 20 Teilen Wasser, ferner 6 Teile einer 3%igen
Saponinlösung und 2 Teile 2,4-Dichlor-6-phenylamino-l,3,5-triazin-2',4'-disulfonsäure
der Formel (c), gelöst in 30 Teilen Wasser.
Nach Beschichten eines Schichtträgers, Trocknen und einer 24- bis 48stündigen Lagerung hat man eine
blaugefärbte Silberhalogenidschicht, die sich nach dem Silberfarbbleichverfahren in ein blaues Bild entwickeln
läßt und die mit einem über 8OC liegenden Schmelzpunkt den die Gelatine stark beanspruchenden
Behandlungsbädern gut widersteht.
Zu einer rotsensibilisierten Silberhalogenidemulsion, die auf 1000 Volumteile 30 Teile Silberchlorid,
70 Teile Gelatine und 15 Teile eines Farbkupplers der Formel
OH X
SO3H
CO-HN
SO3H
HOOC
NH — C — CH2 — C -
HN — OC — (CH2)J6 — CH3
worin X einen die Diffusion verhindernden Rest, ζ. Β. einen solchen der Formel
-C2H5
— N<
bedeutet, gibt man 1,4 Teile einer der Härtungsmittel der Formeln (a), (b), (c) oder (k) zu.
Nach erfolgtem Beschichten, Trocknen und 1- bis 2tägigem Lagern erhält man eine gehärtete Gelatineschicht,
die den Angriffen der zahlreiche.i Bäder für ein Farbumkehrmaterial widersteht, ohne daß die
Aktivität des Farbkupplers gehemmt wird.
Man bereitet ein Bad, das 2 bis 10 Teile einer der Härtungsmittel der Formeln (a), (b), (c), (e) oder (g)
in 100 Teilen Wasser gelöst enthält.
Man behandelt das zu härtende Aufzeichnungsmaterial damit 5 bis 20 Minuten, spült 2 bis 5 Minuten
und trocknet. Nach 24 Stunden liegt ein gut gehärtetes Aufzeichnungsmaterial vor.
Die Härtungsmittel der Formeln (i), (1), (m) und (n) sind träger in der Wirkung. Mit diesen lassen
sich je nach angewendeter Menge von 2 bis 6% vom Gewicht der Gelatine Schmelzpunkte von 40 bis
65° C einstellen, mit großer Tendenz zur Quellung, was z. B. für Absaugeverfahren erwünscht sein kann.
4 Teile des Härtungsmittels der Formel (o) werden in 100Teilen Wasser kalt gelöst. lOTeile dieser Lösung
gibt man zu 100 Teilen einer 8- bis 10%igen wässerigen Gelatinelösung oder einer entsprechenden Silberhalogenidemulsion
bei einer Temperatur von 35 bis 38 0C. Mit 10 cm3 davon beschichtet man eine
Glasplatte von 13 ■ 18 cm, läßt erstarren und trocknet. Der Schmelzpunkt einer Vergleichsschicht ohne Verwendung
des Härtungsmittels liegt bei 320C. Eine Schicht mit Härtungsmittel zeigt nach 24 Stunden
einen Schmelzpunkt von 42: C, der im Verlaufe
einiger Tage auf Werte von 58 bis 62° C ansteigt.
Man gibt zu einer Gelatinelösung nach der Vorschrift des Beispiels 1, 2 bis 5%, auf Gelatine berechnet,
des Härtungsmittels der Formel (p).
Dadurch wird der Schmelzpunkt der Gelatine auf etwa 4OC erhöht. Eine weitere Härtung wird erst
nach einer gewissen Lagerungszeit erreicht. Die Umsetzung mit der Verbindung der Formel (p) wirkt
sich vor allem günstig aus in den späteren Fertigungsbädern und einer nachfolgenden Heißtrocknung.
Eine langsame Härtung wird auch erzielt, wenn man die Gelatine in der angegebenen Weise mit dem Härtungsmittel der Formel (q) umsetzt.
Eine langsame Härtung wird auch erzielt, wenn man die Gelatine in der angegebenen Weise mit dem Härtungsmittel der Formel (q) umsetzt.
Man läßt, wie im Beispiel 1 angegeben, das Härtungsmittel
der Formel (r) auf eine Gelatinelösung einwirken. Der Schmelzpunkt der Gelatineschicht
wird 24 Stunden nach dem Beschichten und Trocknen 62 bis 68°C betragen und steigt bis über 90" C.
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45
Eine Gelatinelösung wird in der im Beispiel 1 angegebenen Weise mit dem Härtungsmittel der
Formel (s) umgesetzt. Es dauert längere Zeit, bis hier die maximale Härte der Gelatineschicht erreicht
wird.
Eine ähnliche Wirkung wird mit dem Härtungsmittel der Formel (t) erzielt.
Die Pyrimidinverbindungen der Formeln (s) und (t), die wesentlich träger sind als die Triazinverbindungen,
erhöhen innerhalb der Zeit, die zum Vergießen großer Ansätze angewendet werden muß, die
Viskosität der Gießmassen nicht. Die frisch gegossenen und getrockneten Schichten haben Schmelzpunkte
um 40 C herum. Nach längerem Lagern erst steigen die Schmelzpunkte an.
Noch langsamer wirkt als Härtungsmittel die Pyridazinverbindung der Formel (u).
5 Teile möglichst klare Gelatine werden in 100 Teilen destilliertem Wasser bei 4OC gelöst. Dieser
Lösung werden 5 bis 20 Raumteile einer Lösung von 1 Teil Filterfarbstoff in 100 Teilen destilliertem
Wasser und 20 Raumteile einer wässerigen 2%igen Lösung der Verbindung der Formel (a) hinzugefügt.
Eine planparallel geschliffene Glasplatte wird damit beschichtet, getrocknet und auf die beschichtete
Seite eine zweite planparallele Glasplatte aufgebracht. Die Filterplatte kann dann auf die gewünschten
Formate zugeschnitten werden. Die so erhaltenen Filter sind außerordentlich wärmebeständig. Sie erweisen
sich vor allem in der Reproduktionstechnik und dort, wo keine farbigen Gläser, die einen ganz
bestimmten Absorptionsbereich zeigen, bekannt sind, als wertvoll. Als Filterfarbstoffe seien die bekannten
Farbstoffe Tartrazin, Brillantpurpurin 10 B, Echtsäurefuchsin, Chlorantinlichtgrün BL und Direkthimmelblau erwähnt.
In einem Knetapparat werden 180 Teile handelsübliches Barytweiß mit einem Wassergehalt von 30°/0,
30 Teile Wasser und 6 Raumteile Glycerin vermischt. Dazu gibt man die auf 50 bis 6O0C aufgewärmte
Lösung von 18 Teilen gequollener Gelatine in 75 Teilen Wasser, man rührt, bis die Masse homogen ist,
und gibt dann 0,4 Teile des Härtungsmittels der Formel (a) oder die äquivalente Menge an (b), (c)
oder (e) zu, welche man zuvor in 10 Teilen Wasser suspendiert oder gelöst hat. Nach weiterem Rühren
wird durch Zugabe von Wasser die gewünschte Viskosität eingestellt. Rohes Papier wird mit dieser
Barytierungsmasse auf der Gußmaschine beschichtet und dann getrocknet. Man erhält gehärtete, gut
haftende Schichten mit hoher Naßfestigkeit bei Temperaturen bis über 8O0C.
Claims (6)
1. Verfahren zum Härten von photographischen Gelatineschichten, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Härtungsmittel farblose Verbindungen, die mindestens eine saure, wasserlöslichmachende Gruppe, mindestens einen
aus 3 bis 4 Kohlenstoffatomen und 3 bis 2 Stickstoffatomen bestehenden heterocyclischen Sechsring
und mindestens ein an ein Kohlenstoffatom dieses Ringes gebundenes Halogenatom enthalten,
verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Härtungsmittel Halogen-l,3,5-triazinverbindungen
verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Halogen-l,3,5-triazinverbindungen
solche der Formel
Ri
— Halogen
= N'
R-2
worin Ri einen organischen Rest mit mindestens
einer sauren, wasserlöslichmachenden Gruppe und R-2 ein Halogenatom, einen organischen Rest
mit einer sauren, wasserlöslichmachenden Gruppe, einen Kohlenwasserstoffrest oder einen durch ein
Sauerstoffatom, Schwefelatom oder Stickstoffatom an ein Triazinring gebundenen Substituenten
bedeutet, verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Halogen-l,3,5-triazinverbindungen,
in denen mindestens einer der Reste Ri oder Ro ein an den Triazinring gebundenes
Sauerstoff- oder Stickstoffatom, einen Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise einen aliphatischen
Kohlenwasserstoffrest, eine Carbonsäure-, Sulfonsäure- oder saure Schwefelsäureestergruppe
bedeutet, verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man Halogen-1,3,5-triazinverbindungen,
in denen einer der Reste Ri und Ra ein Halogenatom, eine Oxy-, eine Methoxy- oder
eine gegebenenfalls substituierte Phenoxy- oder Aminogruppe bedeutet, verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Chlor-l^S-triazinverbindungen
verwendet.
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