DE1234340B - Optischer Sender oder Verstaerker fuer kohaerente elektromagnetische Strahlung - Google Patents
Optischer Sender oder Verstaerker fuer kohaerente elektromagnetische StrahlungInfo
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Description
DEUTSCHES PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
DeutscheKl.: 21g-53/02
Nummer: 1234 340
Aktenzeichen: R 37796 VIII c/21 g
J 234 340 Anmeldetag: 28.April 1964
Auslegetag: 16. Februar 1967
Die Erfindung bezieht sich auf einen optischen Sender oder Verstärker für kohärente elektromagnetische
Strahlung durch Resonanzauslösung überbesetzt angeregter Quantenzustände mit optischen Mitteln,
um die aus dem stimulierbaren Medium austretende stimulierte Strahlung wieder durch das
Medium hindurchzuleiten, und mit zusätzlichen optischen Mitteln zum Auskoppeln eines Ausgangssignals.
Aufgabe der Erfindung ist die Erzeugung und Verstärkung monochromatischer Strahlung sowie die
Schaffung verbesserter Mittel und Vorrichtungen zur Erzeugung regelmäßiger Ausgangsimpulse mit dem
Ziel eines in nur einer Schwingung arbeitenden optischen Senders oder Verstärkers.
Optische Sender enthalten üblicherweise das stimulierbare Medium innerhalb eines optischen Resonators,
der an seinen Stirnflächen von zwei Spiegeln zur Erzeugung stehender Wellen begrenzt wird, wobei
dem stimulierbaren Medium aus einer Lichtquelle hoher Intensität die Anregungsenergie zugeführt wird.
Ein von Reflektoren abgegrenzter Raum spiegelt die von der Lichtquelle herstammende Anregungsenergie
in das meist stabförmige stimulierbare Medium. Wenn das stimulierbare Medium auf diese Weise durch
einen kräftigen Anregungsstrahl inkohärenten weißen Lichtes überbesetzt angeregt worden ist, wird von
diesem Medium eine kohärente Strahlung einer bestimmten Resonanz-Wellenlänge ausgesandt.
Optische Sender oder Verstärker mit einem stimulierbaren Medium im festen Aggregatzustand haben
eine Vielzahl individueller monochromatischer Schwingungsformen, die unstabil nebeneinander bestehen
und zum ständigen Auftreten unregelmäßiger Energiespitzen in der Ausgangsstrahlung führen. Die bekannten
optischen Resonatoren für stehende Wellen erzeugen im Ausgang eine Vielzahl von Frequenzen
und Schwingungsformen, weü sich bei der Länge des Resonators eine Vielzahl von Schwingungen in Resonanz
befindet, deren Frequenzen um einen Betrag voneinander getrennt sind, der dem Verhältnis von
Lichtgeschwindigkeit zu der zweifachen Länge des Kristalls gleich ist.
Für viele Verwendungszwecke ist es jedoch wünschenswert, daß das Ausgangssignal des optischen
Senders monochromatisch ist und keine wahllos auftretenden Impulsspitzen (random spiking) aufweist.
Durch die Erfindung wird eine Vorrichtung geschaffen, mit deren Hilfe das Arbeiten eines optischen
Senders mit einem stimulierbaren Medium im festen Aggregatzustand in nur einer einzigen Schwingung
erzielt wird.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, Optischer Sender oder Verstärker für kohärente
elektromagnetische Strahlung
elektromagnetische Strahlung
Anmelder:
Raytheon Company, Lexington, Mass. (V. St. A.) Vertreter:
Dipl.-Phys. R. Köhler
und Dipl.-Phys. Η. Schwindling, Patentanwälte,
Stuttgart, Hohentwielstr. 28
Stuttgart, Hohentwielstr. 28
Als Erfinder benannt:
Hermann Statz, Wayland, Mass.;
Chung Liang Tang, Boston, Mass. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 1. Mai 1963 (277 224)
daß die optischen Mittel zum wiederholten Hindurchleiten der stimulierten Strahlung durch das stimulierbare
Medium so ausgebildet sind, daß sie nur die in einer bestimmten Richtung austretende stimulierte
Strahlung aus dem stimulierbaren Medium wieder in der gleichen Richtung durch das stimulierbare
Medium hindurchleiten und dadurch in dem stimulierbaren Medium eine fortlaufende Welle erzeugen.
Das Hindurchlaufen der fortlaufenden Welle durch das Festkörpermedium und die Ausschaltung jeglicher
stehender Wellen in diesem Körper verhindert das Auftreten einer Vielzahl von Schwingungen und
gewährleistet ein stetiges Arbeiten in einer einzigen Schwingung und mit geregelter Amplitude.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bestehen die optischen Mittel zur Rückführung
der stimulierten Strahlung zu dem stimulierbaren Medium außer aus zwei trapezförmigen Umlenkprismen
aus einem optischen Ventil. Dieses optische Ventil kann vorteilhaft aus einem den Faraday-Effekt
zeigenden Körper (Faraday-Rotator), aus einer diesen Körper umgebenden Magnetspule, aus einem
optisch aktiven Glied zur Drehung der Polarisationsebene und gegebenenfalls aus einem ersten Polarisator
am einen Ende des Faraday-Rotators und einem zweiten Polarisator am anderen Ende des Faraday-Rotators
bestehen. Um Reflexionen und damit verbundene Verluste zu vermeiden, ist in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, daß die senkrecht zur Lichtfortpflanzungsrichtung stehenden, das
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stimulierbare Medium begrenzenden Stirnflächen zur Herabsetzung ihrer Reflexion optisch vergütet sind.
Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch die folgende Beschreibung besser verständlich,
in der die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
beschrieben und erläutert wird. Es zeigt
F i g. 1 ein Spektrum der Strahlung der Längsschwingungen in einem optischen Sender mit einem
optischen Resonator für stehende Wellen,
Fig. 2a das stabförmige stimulierbare Medium eines optischen Senders, in dessen optischem Resonator
stehende Wellen auftreten,
Fig. 2b die Feldverteilung einer ersten, unstabilen Längsschwingung im Stab nach F i g. 2 a,
F i g. 2 c die räumliche Verteilung der umgekehrten Besetzungsdichte für den Fall, daß nur eine Schwingung
nach Fig. 2a abgestrahlt wird,
F i g. 2 d die Feldverteilung einer zweiten unstabilen Längsschwingung im Stab nach F i g. 2 a,
F i g. 3 die schematische Darstellung eines Ausführungsbeispieles nach der Erfindung, bei dem unerwünschte
Schwingungen unterdrückt und nur eine einzige Schwingung erzeugt werden,
F i g. 4 a das Ausgangssignal der Vorrichtung nach F i g. 3 bei einer Anregungsenergie von 620 Joule,
Fig. 4b das Ausgangssignal der Vorrichtung nach F i g. 3 mit einer Anregungsenergie von 625 Joule
und
Fig. 4c das Ausgangssignal der Vorrichtung nach Fig. 3 bei einer Anregungsenergie von 630 Joule.
Es wurde versucht, die beobachteten mehrlinigen Spektren von optischen Sendern mit stehenden Wellen
in ihrem optischen Resonator durch eine langsame räumliche Querrelation zu erklären. Bei dem
üblichen optischen Sender mit einem Rubinstab als stimulierbarem Medium, der durch Verspiegelung
seiner Stirnflächen zu einem optischen Resonator gemacht wird, werden im Ausgangssignal viele Hauptoder
Axialschwingungen beobachtet, deren Frequenzabstand dem Verhältnis von Lichtgeschwindigkeit zu
der zweifachen der Länge des Kristalls gleich ist. Zusätzlich zu diesen Hauptschwingungen existieren im
einzelnen noch nicht erfaßte nichtaxiale Schwingungen, die in der Frequenz nur in der Größenordnung
von Megahertz voneinander abweichen und deren Anwesenheit nur durch die Tatsache offenbar wird,
daß die Aufspreizung des Strahls über die erwarteten Grenzen der Beugung erheblich hinausgeht.
Das Spektrum des Ausgangssignals eines üblichen optischen Senders ist in F i g. 1 dargestellt. In dieser
Figur sind einige der Schwingungen des optischen Resonators schematisch dargestellt. Wenn die Anregungsenergie
angehoben wird, überschreitet die Schwingung mittlerer FrequenzFo die Schwinggrenzen
als erste. Wäre die spektrale Querrelaxation unendlich schnell, so würde die Linie ganz schmal erhalten
bleiben, denn die Verstärkung dieser Schwingung wäre unendlich groß, während alle anderen
Schwingungen nur eine endliche geringere Verstärkung aufweisen würden und infolgedessen nicht zur
Schwingung führen würden. Da jedoch in den meisten Kristallen eine Linienverbreiterung unter dem
Einfluß von Gitterschwingungen stattfindet, kann die Energie innerhalb der Linie in einer Zeit übertragen
werden, die der Periode einer Gitterschwingung gleich ist. Es wird deshalb angenommen, daß das beobachtete
Ausgangssignal .auf eine langsame räumliche
Querrelaxation zurückzuführen ist und nicht auf eine langsame spektrale Querrelaxation.
Die vorstehend erwähnten Vorgänge werden weiter in Verbindung mit Fig. 2 erläutert. Fig. 2a zeigt
das stabförmige Medium eines optischen Senders, der an beiden Enden verspiegelt ist, so daß dieser Stab
zugleich einen optischen Resonator bildet. Wird nun angenommen, daß eine axiale Schwingung den
Schwellenwert erreicht, dann entsteht in dem Stab nach F i g. 2 a eine Welle einer bestimmten Wellenlänge,
wie sie beispielsweise in Fig. 2b dargestellt ist. Die so erzeugte stehende Welle hat Knotenebenen,
die um je eine halbe Wellenlänge voneinander entfernt sind und parallel zu den reflektierenden Oberflächen
ausgerichtet sind. Die von dieser stehenden Welle stimulierte Emission ist in den Knotenebenen
gleich Null und hat ein Maximum zwischen diesen Ebenen. Wenn angenommen wird, daß keine Anregung
räumlich diffundieren kann, tritt eine Umkehrung der Energieverteilung der überbesetzt angeregr
ten Quantenzustände auf, die ein Maximum an Überbesetzung in den Knotenebenen und Minima infolge
Verbrauchs zwischen diesen Ebenen aufweist, wie es F i g. 2 c zeigt. Diese Verteilung der Energiebesetzung
ist für eine Aufrechterhaltung der zuerst gezeichneten Schwingung in Fig. 2b ungünstig, weil an den Stellen,
an denen das elektrische Feld des Modus ein Maximum aufweist, die umgekehrte Besetzung verbraucht
ist und ein Minimum hat oder doch zumindest wesentlich reduziert ist. Wenn daher eine zweite
axiale Schwingung, die in dem optischen Resonator eine halbe Wellenlänge mehr aufweist als die erste
Schwingung, nun den Schwellenwert erreicht, wird ihre Amplitude anwachsen und diese Schwingung zu
überwiegen beginnen. Bei der Betrachtung beider Schwingungen ist ersichtlich, daß bei der Linie 11,
bei der die zweite Schwingung (F i g. 2 d) ein Maximum hat, das elektrische Feld der ersten Schwingung
ein Minimum aufweist und die noch nicht verbrauchte Quantenenergie wiederum ein Maximum hat. Da also
das Maximum des elektrischen Feldes der zweiten Schwingung dort auftritt, wo sich ein Maximum in
der Dichte der überbesetzt angeregten Quantenzustände befindet, wird diese Schwingung eine höhere
Verstärkung aufweisen als die erste Schwingung, die bereits angefacht ist und infolgedessen ebenfalls mit
vergleichbarer Amplitude zu schwingen beginnen. Dies beruht selbstverständlich auf der Annahme, daß
die beiden Frequenzen der ersten und der zweiten Schwingung genügend dicht beieinander liegen, da
sonst die Abhängigkeit von der Lage der Frequenz in der Leitung ebenfalls von Wichtigkeit wäre. Die
gleiche Situation ergibt sich ebenfalls für eine dritte, vierte, fünfte usw. Schwingung.
Es ist zu beachten, daß die vorstehenden Ausführungen sich ausschließlich auf Längsschwingungen
beziehen. Es wird so ersichtlich, daß es zur Verhütung einer Vielzahl von Schwingungen erforderlich
ist, innerhalb des optischen Resonators stehende Wellen zu vermeiden.
In F i g. 3 ist ein optischer Laufwellensender dargestellt, in dem das Auftreten stehender Wellen verhindert
und eine Verstärkung nur einer einzigen Frequenz erzielt wird. Die Anordnung nach F i g. 3 umfaßt
ein festes stimulierbares Medium, das resonanzfrei gemacht und mit einem geschlossenen optischen
Weg oder einer Rückkopplungsschleife versehen ist, die ein optisches Ventil enthält und durch die eine in
dem Glied erzeugte Welle hindurchgeleitet und zu dem stimulierten Medium zurückgeführt wird. Das
stimulierbare Medium, beispielsweise ein Rubinstab, wird von einer Anregungsquelle hoher Intensität, beispielsweise
einer Entladungsblitzlampe, innerhalb eines reflektierenden Hohlraums gespeist.
Im Gegensatz zu den üblichen optischen Resonatoren hat bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
der Rubinstab 21 nach F i g. 3 an Stelle des reflektierenden Materials an jedem Ende einen Antireflexbelag
20.
Unter der Voraussetzung, daß eine erste Längsschwingung monochromatischer Strahlungsenergie in
dem stimulierbaren Medium 21 zu schwingen beginnt, wird diese Schwingung vom Stab in beiden
Richtungen emittiert. Es ist ersichtlich, daß die Energie, die in Form von Licht von einem Ende des
Stabes emittiert wird, beispielsweise von dem Ende 21a, längs der gestrichelten Linie in Richtung des
Pfeiles 22 nach Durchdringen des Antireflexbelages
20 am Ende 21 a des Stabes 21 in das Quarzprisma 23
eindringt. Dieses Umlenkprisma 23 hat vorzugsweise eine Vorderfläche 19, die mit einem ähnlichen Antireflexbelag
24 versehen ist wie der Stab 21. Das Prisma 23 ist in solcher Weise geschnitten, daß das
einfallende Licht an der Fläche 38 im rechten Winkel total reflektiert wird, dann das Prisma 23 in seiner
ganzen Länge durchläuft, bis es auf die zweite reflektierende Fläche 18 des Prismas auftrifft, die senkrecht
zur Fläche 38 verläuft, daß das Licht in rechtem Winkel eine Totalreflexion erleidet und aus dem
Prisma 23 durch die Vorderfläche 19 senkrecht austritt, dann ein optisches Ventil 29 durchläuft und zu
einem zweiten, dem Umlenkprisma 23 spiegelbildlich ähnlichen Quarzprisma 25 gelangt. Das Umlenkprisma
25 weist ebenfalls einen Antiflexbelag 26 auf der Vorderfläche 17 auf und ist in solcher Weise
geschnitten, daß das einfallende Licht auf die reflektierenden Flächen 15 und 16 auftrifft und das Prisma
25 in gleicher Weise durchläuft wie das Prisma 23 und dann von diesem Prisma zurück in das stimulierbare
Medium 21 einfällt. Diese Strahlung gelangt in das stimulierbare Medium 21 an dem mit 21 b bezeichneten
Ende, durchläuft die ganze Länge des Mediumstabes 21 als fortlaufende Welle und tritt am
anderen Ende 21 a des Stabes wieder aus, um erneut den gerade beschriebenen Weg zu durchlaufen.
Es versteht sich, daß jedesmal, wenn die fortlaufende Welle das Medium 21 durchläuft, sie die
umgekehrte Besetzungsverteilung abbaut und einen Amplituden- bzw. Intensitätsgewinn erzielt und zugleich
das Entstehen anderer Längsschwingungen verhindert. Das Licht, das gleichzeitig in der dem
Pfeil 22 entgegengesetzten Richtung 27 emittiert wird, wird von dem optischen Ventil 29 vollständig unterdrückt,
so daß nur das vom Ende 21« in Richtung des Pfeiles 22 austretende Licht den vorstehend beschriebenen
optischen Weg vollständig durchläuft und den Stab 21 am Ende 21 b als fortlaufende Welle
wieder betreten kann. Da es sich bei der den Stab
21 durchdringenden Welle um eine fortlaufende Welle handelt und da die Möglichkeit von Interferenzen
und eines Auftretens stehender Wellen ausgeschlossen ist, wird der in Form einer umgekehrten
Besetzungsverteilung vorliegende Energievorrat über das gesamte Stabvolumen stetig aufgebraucht, so daß
in der umgekehrten Besetzung keine wesentliche räumliche Gleichgewichtsstörung auftreten kann. Da
eine wesentliche Störung in der umgekehrten Besetzung vermieden ist, ist auch dem Entstehen und
dem Aufrechterhalten einer zweiten Resonanzschwingung vorgebeugt.
S Bei einer nach der Erfindung hergestellten und benutzten Vorrichtung bestand das stimulierbare Medium aus einem Rubinstab, bei dem die reflektierenden Flächen an beiden Enden entfernt und durch Antireflexbeläge ersetzt worden sind. Solche ίο Antireflexbeläge werden vorzugsweise im Vakuum aufgedampft und können beispielsweise einfache Schichten aus Magnesiumfluorid umfassen, die in einer Stärke von 0,2 μπι, was einem Viertel der Wellenlänge der Strahlung von etwa 0,8 μπι entspricht, aufgetragen werden. Die Antireflexbeläge haben vorzugsweise Brechungsindizes, die geringer sind als der Brechungsindex des Rubinstabes, wodurch sie die Reflexion der Nutzstrahlung innerhalb des Rubinkörpers vermindern. Die benutzten Umlenkprismen bestanden aus Quarz und hatten eine Trapezform, deren Basis eine Länge von etwa 15 cm hatte. Auch diese Fläche war mit solch einem Antireflexbelag versehen. Die Höhe und Breite der benutzten Prismen betrug etwa 2,5 cm und die Winkel α hatten einen Wert von 45°. Durch die Größe dieses Winkels wird eine Totalreflexion erzielt, so daß das gesamte Licht, das senkrecht zu der belegten Basisfläche in das Umlenkprisma eindringt, reflektiert und rechtwinklig in die Längsrichtung des Prismas umgelenkt wird. Das Licht gelangt dann zu der zweiten total reflektierenden Fläche und wird dort in die gewünschte Richtung umgelenkt, in der es dann das Prisma verläßt. Das optische Ventil 29 besteht aus einem Polarisator 30, der beispielsweise aus einem Stück handelsüblichen polarisierenden Kunststoffes (Polaroid) bestehen kann, einem in seiner Gesamtheit mit 31 bezeichneten Faraday-Rotator, einem zweiten Polarisator 32 und einem in seiner Gesamtheit mit 33 bezeichneten optischen Rotator. Es wurde festgestellt, daß bei einem Abstand der belegten Frontseiten der Prismen 23 und 25 von etwa 20 cm der Faraday-Rotator 31 mit Magnetspule 35 vorzugsweise einen Körper 34 aus Bleioxydglas von etwa 10 cm Länge aufweisen sollte, der bei optischen Frequenzen eine Faraday-Rotation von 0,1 Minute/ Gaußcm ergibt. Bei diesen Bedingungen sollte die Spule 35 vorzugsweise geeignet sein, eine Feldstärke von etwa 4000 Gauß im Körper 34 zu erzeugen, so daß das den Rotator durchlaufende Licht um 45° gedreht wird. Der Rotator 33 besteht beispielsweise aus einem wohlbekannten üblichen Quarzrotator, der in der Technik der Optik allgemein gebraucht wird und der vorzugsweise auf eine solche Länge geschnitten wird, daß das einfallende polarisierte Licht um 45° gedreht wird, wenn das optische Ventil 29 durch Einschalten des Magnetfeldes der Spule 35 in Betrieb gesetzt wird. Alles Licht, das in Richtung des Pfeiles 27 in das optische Ventil 29 gelangt, wird von diesem gänzlich gedämpft, so daß nur das Licht, das in Richtung des Pfeiles 22 verläuft, den beschriebenen optischen Weg schließen und in den Stab 21 wieder eindringen kann, um darin eine fortlaufende Welle zu erzeugen. Dies setzt voraus, daß der Polarisator 30 vertikal orientiert ist, während der Polarisator 32 um 45° gegenüber dem Polarisator 30 verdreht ist.
Eine geeignete Anordnung zur Auskopplung eines bestimmten Prozentsatzes der in dem oben beschriebenen optischen Sender erzeugten Energie kann aus
S Bei einer nach der Erfindung hergestellten und benutzten Vorrichtung bestand das stimulierbare Medium aus einem Rubinstab, bei dem die reflektierenden Flächen an beiden Enden entfernt und durch Antireflexbeläge ersetzt worden sind. Solche ίο Antireflexbeläge werden vorzugsweise im Vakuum aufgedampft und können beispielsweise einfache Schichten aus Magnesiumfluorid umfassen, die in einer Stärke von 0,2 μπι, was einem Viertel der Wellenlänge der Strahlung von etwa 0,8 μπι entspricht, aufgetragen werden. Die Antireflexbeläge haben vorzugsweise Brechungsindizes, die geringer sind als der Brechungsindex des Rubinstabes, wodurch sie die Reflexion der Nutzstrahlung innerhalb des Rubinkörpers vermindern. Die benutzten Umlenkprismen bestanden aus Quarz und hatten eine Trapezform, deren Basis eine Länge von etwa 15 cm hatte. Auch diese Fläche war mit solch einem Antireflexbelag versehen. Die Höhe und Breite der benutzten Prismen betrug etwa 2,5 cm und die Winkel α hatten einen Wert von 45°. Durch die Größe dieses Winkels wird eine Totalreflexion erzielt, so daß das gesamte Licht, das senkrecht zu der belegten Basisfläche in das Umlenkprisma eindringt, reflektiert und rechtwinklig in die Längsrichtung des Prismas umgelenkt wird. Das Licht gelangt dann zu der zweiten total reflektierenden Fläche und wird dort in die gewünschte Richtung umgelenkt, in der es dann das Prisma verläßt. Das optische Ventil 29 besteht aus einem Polarisator 30, der beispielsweise aus einem Stück handelsüblichen polarisierenden Kunststoffes (Polaroid) bestehen kann, einem in seiner Gesamtheit mit 31 bezeichneten Faraday-Rotator, einem zweiten Polarisator 32 und einem in seiner Gesamtheit mit 33 bezeichneten optischen Rotator. Es wurde festgestellt, daß bei einem Abstand der belegten Frontseiten der Prismen 23 und 25 von etwa 20 cm der Faraday-Rotator 31 mit Magnetspule 35 vorzugsweise einen Körper 34 aus Bleioxydglas von etwa 10 cm Länge aufweisen sollte, der bei optischen Frequenzen eine Faraday-Rotation von 0,1 Minute/ Gaußcm ergibt. Bei diesen Bedingungen sollte die Spule 35 vorzugsweise geeignet sein, eine Feldstärke von etwa 4000 Gauß im Körper 34 zu erzeugen, so daß das den Rotator durchlaufende Licht um 45° gedreht wird. Der Rotator 33 besteht beispielsweise aus einem wohlbekannten üblichen Quarzrotator, der in der Technik der Optik allgemein gebraucht wird und der vorzugsweise auf eine solche Länge geschnitten wird, daß das einfallende polarisierte Licht um 45° gedreht wird, wenn das optische Ventil 29 durch Einschalten des Magnetfeldes der Spule 35 in Betrieb gesetzt wird. Alles Licht, das in Richtung des Pfeiles 27 in das optische Ventil 29 gelangt, wird von diesem gänzlich gedämpft, so daß nur das Licht, das in Richtung des Pfeiles 22 verläuft, den beschriebenen optischen Weg schließen und in den Stab 21 wieder eindringen kann, um darin eine fortlaufende Welle zu erzeugen. Dies setzt voraus, daß der Polarisator 30 vertikal orientiert ist, während der Polarisator 32 um 45° gegenüber dem Polarisator 30 verdreht ist.
Eine geeignete Anordnung zur Auskopplung eines bestimmten Prozentsatzes der in dem oben beschriebenen optischen Sender erzeugten Energie kann aus
Claims (3)
1. Optischer Sender oder Verstärker für kohärente elektromagnetische Strahlung durch
Resonanzauslösung überbesetzt angeregter Quantenzustände mit optischen Mitteln, um die aus
dem stimulierbaren Medium austretende stimulierte Strahlung wieder durch das Medium hindurchzuleiten,
und mit zusätzlichen optischen Mitteln zum Auskoppeln eines Ausgangssignals, dadurch gekennzeichnet, daß die optischen
Mittel (23, 25, 29) zum wiederholten Hindurchleiten der stimulierten Strahlung durch
das stimulierbare Medium (21) so ausgebildet sind, daß sie nur die in einer bestimmten Richtung
austretende stimulierte Strahlung (22) aus dem stimulierbaren Medium (21) wieder in der
gleichen Richtung (22) durch das stimulierbare Medium (21) hindurchleiten und dadurch in dem
stimulierbaren Medium eine fortlaufende Welle erzeugen.
2. Optischer Sender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die optischen Mittel zur
Rückführung der stimulierten Strahlung (22) zu dem stimulierbaren Medium (21) außer aus zwei
trapezförmigen Umlenkprismen (23, 25) aus einem optischen Ventil (29) bestehen.
3. Optischer Sender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das optische Ventil (29) aus
einem den Faraday-Effekt zeigenden Körper (34; Faraday-Rotator), aus einer diesen Körper umgebenden
Magnetspule (35), aus einem optisch aktiven Glied (33) zur Drehung der Polarisationsebene
und gegebenenfalls aus einem ersten Pola-
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