DE1233955B - Ionenquelle - Google Patents
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J27/00—Ion beam tubes
- H01J27/02—Ion sources; Ion guns
- H01J27/08—Ion sources; Ion guns using arc discharge
- H01J27/10—Duoplasmatrons ; Duopigatrons
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Description
DEUTSCHES 'MTW> PATENTAMT DeutscheKl.: 21g-21/01
Aktenzeichen: H 47471 VIII c/21 g 1 233 955 Anmeldetag: 22.November 1962
Auslegetag: 9. Februar 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ionenquelle mit einem Glühdraht, der innerhalb einer an ihrer Stirnfläche
mit einer engen Öffnung versehenen Zwischenelektrode liegt, die sich gegenüber diesem Glühdraht
auf einem positiven Potential befindet, ferner mit einer Anode, die sich gegenüber der Zwischenelektrode
auf einem positiven Potential befindet, und schließlich mit einer Absaugelektrode, die gegenüber
der Anode auf stark negativem Potential liegt.
Ionenquellen der hier behandelten Art erzeugen die Ionen durch die von einem Glühdraht in Wasserstoff
oder einem anderen geeigneten ionisierbaren Gas ausgehende Entladung. Die für diesen Zweck
übliche Anordnung enthält eine Ionisierungskammer, welcher eine ausreichende Menge des zu ionisierenden
Gases zugeführt wird. Eine Zwischenelektrode, innerhalb derer sich der Glühdraht befindet, wird in
unmittelbarer Nähe einer Anode angebracht, wobei diese Anode gleichzeitig die Stirnwand und die Öffnung
der Ionisierungskammer darstellt. Die zwei in der Zwischenelektrode und der Anode befindlichen
Öffnungen liegen in der gemeinsamen Achse. Mittels einer geeigneten Spannung wird eine Entladung
zwischen dem Glühdraht und der Anode hervorgerufen. Das zwischen diesen Elektroden befindliche
Gas wird dabei ionisiert. Die erzeugten Ionen treten durch die Öffnung der Anode hindurch. Eine Absaugelektrode
von verhältnismäßig hohem negativem Potential gegenüber der Anode, nämlich auf einem
Potential von 10 bis 60 kV, zieht die Ionen durch die Anodenöffnung in eine evakuierte Kammer hinein,
wo sie in den Wirkungsbereich einer Absaugelektrode gelangen. (»Nuclear Instruments and
Methods«, Bd. 10 [1961], S. 263 bis 271.)
Ein Nachteil derartiger Ionenquellen besteht in der Raumladung hinter dem Austritt aus der Anodenöffnung.
Diese Raumladung begrenzt die Bildung eines scharfen Strahles von hoher Ionendichte. Wenn
keine Fokussierungskräfte wirksam sind, so stoßen sich die Ionen gegenseitig ab, und zwar so weitgehend,
daß der aus den Ionen bestehende Strahl schnell divergiert und sich somit vollständig zerstreut.
Dieses Problem besteht insbesondere dann, wenn man einen intensiven Strahl mit einer Stromdichte
von mehr als 500 mA/cm2 herzustellen bestrebt ist. Zwar kann man mit den in der obengenannten
Literaturstelle beschriebenen IonenqueIlen Ionenstrahlen dieser und noch höherer Stromdichte herstellen,
jedoch lassen sich diese Strahlen in dem zum Absaugen und zur Beschleunigung dienenden Teil
der Anordnung mit Rücksicht auf die Raumladungskräfte selbst bei den höchsten Potentialgradienten,
Ionenquelle
Anmelder:
High Voltage Engineering Corporation,
Burlington, Mass. (V. St. A.)
Burlington, Mass. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. Ε. Sommerfeld und Dr. D. v. Bezold,
Patentanwälte, München 23, Dunantstr. 6
Patentanwälte, München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
Andrew B. Wittkower, London
Andrew B. Wittkower, London
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 11. Dezember 1961
(158 206),
V. St. v. Amerika vom 11. Dezember 1961
(158 206),
vom 18. Juni 1962 (205 168) ■
die bei gut polierten Elektroden im Vakuum anwendbar sind, nicht aufrechterhalten. Es ist daher
bisher nicht möglich gewesen, diese Ionenquellen zu verwenden und Strahlen entsprechend hoher Stromdichte
herzustellen, ohne Fokussierungsschwierigkeiten zu begegnen.
Die Wirksamkeit von elektrostatischen Linsen ist durch einen Verlust an Strahlqualität infolge der
sphärischen Aberration begrenzt, welche von der dritten Potenz des Divergenzwinkels beim Eintritt
des Strahles in die Linse abhängt.
Die Fokussierung läßt sich jedoch für jeden Ionenstrahl von gegebenen Abmessungen nennenswert
verbessern, wenn der Durchmesser und die Divergenz dieses Strahles beim Eintritt in die Absaugelektrode
ein Minimum sind.
Basierend auf dieser Erkenntnis liegt erfindungsgemäß bei der eingangs bezeichneten Ionenquelle
zwischen der Anode und der Absaugelektrode noch eine auf dem gleichen Potential wie die Anode befindliche
Steuerelektrode. Dadurch wird eine wirksame Beeinflussung des Strahls beim Austritt aus der
Anode ermöglicht, so daß man nicht nur eine verbesserte Fokussierung erreicht, sondern auch intensivere
Strahlen erhält, weniger Ionen an die Absaug-
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elektrode verliert und weniger Gas in den Vakuumraum abfließt.
Der Erfindung liegt somit die Erkenntnis zugrunde, daß bei einem gegebenen Abstand von der Anode der
Ionenquelle die Neigung des Ionenstrahls zur Divergenz eine inverse Funktion des Öffnungsdurchmessers
ist. Innerhalb gewisser durch Rechnung zu ermittelnder Grenzen führt bei einem Ionenstrahl von gegebener
Energie und Intensität eine Zunahme des Durchmessers der Anodenöffnung zu einer Abnahme
der Strahldivergenz bei einem gegebenen Abstand von der Anodenöffnung. Bei einem bestimmten Wert
dieses Öffnungsradius ist der Ionenstrahlradius in einem bestimmten Abstand ein Minimum. Es wurden
Gleichungen entwickelt, welche die Öffnung der Anode mit dem axialen Abstand und dem Radius des
Ionenstrahls für gegebene Strahlparameter verknüpfen, aus denen die Ionenquellengeometrie zur
Lieferung optimaler Strahlabmessungen zuverlässig berechnet werden kann.
Bei diesem Weg zur wirksameren Beeinflussung des Plasmas, welches aus der Anodenöffnung austritt,
entstehen aber zwei weitere Probleme. Eine große Anodenöffnung läßt nämlich eine verhältnismäßig
große Gasmenge hindurchtreten, so daß das Vakuumsystem verunreinigt wird. Außerdem kann es vorkommen,
daß der Mindestwert des Stromes, der aus einer derartigen vergrößerten Öffnung abgezogen
wird, größer ist als derjenige Strom, der in dem System verarbeitet werden kann.
Durch die Erfindung werden auch diese Probleme gelöst, indem die obenerwähnte Steuerelektrode es
erleichtert, den Raum zwischen der Anode und der Absaugelektrode zu evakuieren und es ermöglicht,
den aus der Anode austretenden Ionenstrom zu beeinflussen.
Fig. 1 ist eine kurvenmäßige Darstellung der funktionellen Verknüpfung zwischen dem Durchmesser
und der Raumladung von Ionenstrahlen für Ionenquellen verschiedener Anodenöffnung;
F i g. 2 stellt einen Längsschnitt durch eine Ionenquelle dar;
F i g. 3 ist eine vergrößerte Darstellung der Ionenquelle in F i g. 2 und
F i g. 4 ein Schnitt durch eine andere Ausf ührungsform.
Bei einer Ionenquelle der bekannten Art wird die Divergenz des Ionenstrahls vorwiegend durch Raumladungskräfte
bestimmt. Wenn die Stromstärke, die Spannung und die Masse der Ionen dieselbe ist, so
existiert ein bestimmter Wert des anfänglichen Strahldurchmessers r0 (Ordinate), für welchen der Strahldurchmesser
r in einem bestimmten Abstand ζ (Abszisse) ein Minimum ist. Die Eigenschaften dreier
derartiger Strahlen sind in F i g. 1 durch die Kurven 31, 32, 33 dargestellt. Diese drei verschiedenen
Strahlen haben gleiche Energie und Stromstärke, jedoch verschiedene anfängliche Radien r0. Man sieht,
daß beim Anfangsradius r02 ein noch sehr kleiner Strahlenradius im Abstandz1 vorliegt. Beim anfänglichen
Radius r03 ist noch im Abstand Z2 ein verhältnismäßig
kleiner Strahlenradius vorhanden. Es kann eine ganze Schar von Kurven nach Art der
Kurven 31, 32 und 33 aufgezeichnet werden. Ein optimaler Radius der Austrittsöffnung der Ionenquelle
kann dann in jedem praktischen Anwendungsfall als Funktion des Stromes, der Energie und des
minimalen Fleckdurchmessers in einem bestimmten
Abstand von der Ionenquelle angegeben werden. Die Verhältnisse lassen sich aus der Gleichung
ro J
berechnen, in welcher
M4 I2
ζ ist der axiale Abstand von der Austrittsöffnung der Ionenquelle;
— ist das Verhältnis des Strahlenradius im Abr° stand ζ zum anfänglichen Strahlenradius;
M ist die Massenzahl der Ionen;
V ist die Strahlenenergie in Kilo-Elektronenvolt,
und
/ ist der Strahlstrom in Milliampere.
Der Wert des Integrals s(' dt kann aus dem Werk »Table of Functions« von Janke und Emde entnommen
werden.
Im Anschluß an diese Bestimmung des optimalen Austrittsdurchroessers der Ionenquelle wurde nun
eine Anordnung entwickelt, die sich zur wirksameren Beeinflussung des aus der Ionenquelle austretenden
Ionenstroms eignet. Da der optimale Öffnungsdurchmesser häufig erheblich größer ist als derjenige der
bisher üblichen Ionenquellen, muß man dafür sorgen, daß weder zu viel Strom erzeugt wird noch zu große
Gasmengen aus der Ionenquelle in den Vakuumraum eintreten. Bei der vorliegenden Anordnung erreicht
man dies durch den Einbau einer Steuerelektrode zwischen die Anode und die Absaugelektrode, welche
sowohl den Gasstrom, der aus der Anode austritt, abzusaugen gestattet als auch eine Ausdehnung des
Plasmas vor der Absaugelektrode erlaubt. Bei der nachfolgenden eingehenden Beschreibung wird eine
Ionenquelle zur Erzeugung eines Wasserstoffionenstrahles zwischen 1 und 15 mA vorausgesetzt.
In Fig. 2 soll Wasserstoffgas in die Ionisierungskammer 36 über eine Leitung 6 eingeführt werden.
Eine Zwischenelektrode 9 ist in einer Kammer 36 konzentrisch angebracht und umschließt einen Glühdraht
8. Durch einen geeigneten Spannungsanschluß einer Leitung 5 wird der Glühdraht auf einem
Potential von etwa —200 V gegenüber einer Anode 11 gehalten. Die Zwischenelektrode 9 befindet sich
auf einem Potential von etwa —100 V gegenüber der Anode 11. Durch Magnetspulen 7 werden der Lichtbogen
und die in diesem Lichtbogen erzeugten Wasserstoffionen auf die Öffnung der Anode 11 konzentriert.
Eine Steuerelektrode 12 für das erzeugte Plasma liegt sehr nahe an der Anode 11, und ihre
Öffnung deckt sich mit der Öffnung in der Anode und der Zwischenelektrode. Zwischen der Anode 11 und
der Steuerelektrode 12 befindet sich ein evakuierter Raum 19, in welchem das gewünschte Vakuum über
eine Öffnung 18 mittels einer an eine Vakuumleitung 17 angeschlossenen Pumpe aufrechterhalten wird.
Die Anode 11 und die Steuerelektrode 12 liegen auf 0 Volt. Die in der Ionisierungskammer 36 erzeugten
Ionen werden durch eine Absaugelektrode
Claims (5)
1. Ionenquelle mit einem Glühdraht, der innerhalb einer an ihrer Stirnfläche mit einer engen
Öffnung versehenen Zwischenelektrode liegt, die sich gegenüber diesem Glühdraht auf einem positiven
Potential befindet, ferner mit einer Anode, die sich gegenüber der Zwischenelektrode auf
einem positiven Potential befindet, und schließlich mit einer Absaugelektrode, die gegenüber der
Anode auf stark negativem Potential liegt, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Anode (11) und der Absaugelektrode (15) noch eine auf dem gleichen Potential wie die Anode
befindliche Steuerelektrode (12) liegt.
2. Ionenquelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerelektrode (12) eine
konische Form besitzt und in eine konische Ausnehmung der Anode (11) hineinreicht.
3. Ionenquelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zwischen
der Anode (11) und der Steuerelektrode (12) über eine in der Steuerelektrode angebrachte Öffnung
(18) evakuiert wird.
4. Ionenquelle mit einem Glühdraht, der innerhalb einer an ihrer Stirnfläche mit einer engen
Öffnung versehenen Zwischenelektrode liegt, die sich gegenüber diesem Glühdraht auf einem positiven
Potential befindet, ferner mit einer Anode, die sich gegenüber der Zwischenelektrode auf
einem positiven Potential befindet, und schließlich mit einer Absaugelektrode, die gegenüber der
Anode auf stark negativem Potential liegt, dadurch gekennzeichnet, daß sich an der Anode (11)
ein in der Ionenflugrichtung erstreckender zylindrischer Ansatz (35) befindet und daß gegebenenfalls
innerhalb dieses zylindrischen Ansatzes eine als Gitter (37) ausgebildete Steuerelektrode vorhanden
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1001429,
671, 1059 581;
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1001429,
671, 1059 581;
französische Patentschrift Nr. 1262136;
Zeitschrift für Physik, Bd. 152, 1958, S. 169;
Nukleonik, Bd. 1, 1959, H.
Zeitschrift für Physik, Bd. 152, 1958, S. 169;
Nukleonik, Bd. 1, 1959, H.
5, S. 183 bis 188;
L'Onde Electrique, Bd. 35,1955, S. 1064 bis 1068; Nuclear Instruments and Methods, Vol. 11, 1961, ;. 179 bis 184; Vol. 10, 1961, S. 263 bis 271.
L'Onde Electrique, Bd. 35,1955, S. 1064 bis 1068; Nuclear Instruments and Methods, Vol. 11, 1961, ;. 179 bis 184; Vol. 10, 1961, S. 263 bis 271.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 508/242 1.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| US15820661A | 1961-12-11 | 1961-12-11 | |
| US205168A US3265918A (en) | 1961-12-11 | 1962-06-18 | Ion source having plasma control means |
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Family
ID=26854835
Family Applications (1)
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Country Status (5)
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- 1962-06-18 US US205168A patent/US3265918A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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