DE1233861B - Verfahren zur Herstellung von Cycloalkylarylketonen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CycloalkylarylketonenInfo
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Description
DeutscheKl.: 12 ο-25
AUSLEGESCHRIFT
Nummer: 1233 861
Aktenzeichen: S 90341IV b/12 ο
1 233 861 Anmeldetag: 2. April 1964
Auslegetag: 9. Februar 1967
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Cycloalkylarylketonen aus aromatischen
Kohlenwasserstoffen und cycloaliphatischen Carbonsäuren.
Es ist bekannt, daß Ketone mittels der Friedel-Crafts-Reaktion durch Umsetzung aromatischer Kohlenwasserstoffe
mit Carbonsäuren oder deren Derivaten, wie Chloriden und Anhydriden in Gegenwart
von Katalysatoren, wie wasserfreiem Aluminiumtrichlorid, welches das meistverwendete Kondensationsmittel
darstellt, hergestellt werden können. Obgleich Aluminiumtrichlorid nur eine katalytische
Funktion besitzt, ist es zur Erzielung guter Ausbeuten an Ketonen erforderlich, große Mengen desselben zu
verwenden. Wenn beispielsweise eine Carbonsäure als Acylierungsmittel verwendet wird, werden 5 bis
6 Mol pro Mol Säure benötigt. Außerdem besitzen diese bekannten Verfahren den beträchtlichen Nachteil,
daß das bei der Reaktion verwendete Aluminiumchlorid nicht zurückgewonnen werden kann,
weshalb das Verfahren unwirtschaftlich ist, insbesondere, wenn es im industriellen Maßstab durchgeführt
wird. Ein weiterer Nachteil der gewöhnlich bei den bekannten Kondensationsverfahren verwendeten
Kondensationsmittel besteht darin, daß diese auf die Materialien, die zur Herstellung der industriellen
Anlagen benutzt werden, beträchtlich korrodierend wirken.
Als Kondensationsmittel bei der Umsetzung zwischen aliphatischen Carbonsäuren und aromatischen
Kohlenwasserstoffen zur Herstellung alkylaromatischer Ketone, wie Acetophenonen, ist die Verwendung
von Polyphosphorsäure (F. D. P ο ρ ρ , Chem. Reviews, Bd. 58, 1958, S. 384) bereits vorgeschlagen
worden. Die Verwendung eines derartigen Kondensationsmittels ist jedoch auf die Herstellung
alkylaromatischer Ketone beschränkt, und außerdem werden auf Grund auftretender Sekundärreaktionen,
von denen eine die intramolekulare Kondensation der so gebildeten Ketone ist, sehr geringe Ausbeuten
erzielt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Cycloalkylarylketonen
aus aromatischen Kohlenwasserstoffen und Cycloalkancarbonsäuren, mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen
im Ring in Gegenwart eines sauren Kondensationsmittels, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als
saures Kondensationsmittel, wie von ähnlichen Umsetzungen bekannt, Polyphosphorsäure mit einem
Gesamtgehalt an Phosphorsäureanhydrid zwischen und 85 %> vorzugsweise zwischen 80 und 85%,
verwendet und bei 60 bis 150 0C, vorzugsweise 85 bis Verfahren zur Herstellung von
Cycloalkylarylketonen
Cycloalkylarylketonen
Anmelder:
Societä Edison, Mailand (Italien)
Vertreter:
Vertreter:
Dipl.-Ing. Dipl.-Chem. Dr. phil. Dr. techn.
J. Reitstötter und Dr.-Ing. W. Bünte,
Patentanwälte, München 15, Haydnstr. 5
J. Reitstötter und Dr.-Ing. W. Bünte,
Patentanwälte, München 15, Haydnstr. 5
Als Erfinder benannt:
Corrado Brichta, Mailand;
Giuseppe Ribaldone, Gallarate-Varese;
Adriano Nenz, Mailand (Italien)
Corrado Brichta, Mailand;
Giuseppe Ribaldone, Gallarate-Varese;
Adriano Nenz, Mailand (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 6. April 1963 (7266)
IOO0C, gearbeitet wird. Die wesentlich weniger wirtschaftlichen Anhydride oder Acylhalogenide brauchen
somit nicht angewandt zu werden.
Bei Einsatz der Cycloalkancarbonsäuren werden auch keine unerwünschte Nebenreaktionen beobachtet.
Auch kann das verwendete Kondensationsmittel in einfacher Weise zurückgewonnen werden und korrodiert
die in den Vorrichtungen verwendeten Materialien nicht.
Bei der angewandten Temperatur ist die Polyphosphorsäure ausreichend flüssig, um die beabsichtigte
Kondensation ohne Störungen durchzuführen, einen guten Reaktionsverlauf mit genügend hohen
Reaktionsgeschwindigkeiten und gute Ausbeuten zu erhalten.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann schematisch wie folgt wiedergegeben werden:
Ar — H + R — COOH > Ar — CO — R + H2O
wobei Ar ein Rest eines aromatischen Kohlenwasserstoffs und R ein Rest eines cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffs
mit einem Ring von 4 bis 12 Kohlenstoffatomen darstellt. Beispiele für aromatische Kohlenwasserstoffe,
die gemäß der Erfindung geeignet sind, sind Benzol, Toluol, Xylol, Äthylbenzol, Cumol und
im allgemeinen alle mono- und polyalkylierten Derivate des Benzols.
Beispiele für cycloaliphatische Carbonsäuren, die in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet
werden können, sind: Cyclopentancarbonsäure, Hexahydrobenzoesäure, Cyclooctancarbonsäure, Cyclohen-
709 508/341
decancarbonsäure, Cyclododecancarbonsäure sowie Bei Verwendung aromatischer Kohlenwasserstoffe,
deren alkylsubstituierte Derivate, wie 4-Methylcyclo- die durch Alkylgruppen monosubstituiert sind, wie
hexancarbonsäure. Toluol, Äthylbenzol oder Cumol, oder bei Verwendung
Die in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete aromatischer Kohlenwasserstoffe, die durch Alkyl-Polyphosphorsäure
als Kondensationsmittel wird nach 5 gruppen in 1- und 3-Stellung disubstituiert sind, wie
den üblichen bekannten Verfahren erhalten, d. h. m-Xylol, oder bei Verwendung aromatischer Kohlendurch
längeres Erhitzen von Orthophosphorsäure auf Wasserstoffe, die durch Alkylgruppen in 1-, 3- und
höhere Temperatur, bis die gewünschte Konzen- 5-Stellung trisubstituiert sind, wie 1,3,5-Trimethyltration
an Phosphorsäureanhydrid erreicht ist, oder benzol, besetzt die Carbonylgruppe die 4-Stellung.
durch Auflösen der berechneten Menge Phosphor- io Verwendet man durch Alkylgruppen in 1- und säureanhydrid in Orthophosphorsäure. Die Zusammen- 4-Stellung disubstituierte Kohlenwasserstoffe, so nimmt setzung der Polyphosphorsäure ist sehr veränderlich die Carbonylgruppe in bezug auf einen der Alkyl- und enthält eine Mischung aus Orthophosphorsäure, substituenten die ortho-Stellung ein, während bei Pyrophosphorsäure und linearer Polyphosphorsäure aromatischen Kohlenwasserstoffen mit trisubstitu-(F. D. P ο ρ ρ , W. E. McE ν e η , »Chemical Re- 15 ierter Alkylgrappe in 1-, 3- und 4-Stellung die Carviews«, Bd. 58, 1958, S. 324). bonylgruppe die 6-Stellung einnimmt.
durch Auflösen der berechneten Menge Phosphor- io Verwendet man durch Alkylgruppen in 1- und säureanhydrid in Orthophosphorsäure. Die Zusammen- 4-Stellung disubstituierte Kohlenwasserstoffe, so nimmt setzung der Polyphosphorsäure ist sehr veränderlich die Carbonylgruppe in bezug auf einen der Alkyl- und enthält eine Mischung aus Orthophosphorsäure, substituenten die ortho-Stellung ein, während bei Pyrophosphorsäure und linearer Polyphosphorsäure aromatischen Kohlenwasserstoffen mit trisubstitu-(F. D. P ο ρ ρ , W. E. McE ν e η , »Chemical Re- 15 ierter Alkylgrappe in 1-, 3- und 4-Stellung die Carviews«, Bd. 58, 1958, S. 324). bonylgruppe die 6-Stellung einnimmt.
Obgleich das Molverhältnis zwischen der Cyclo- Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren eralkancarbonsäure
und dem aromatischen Kohlen- haltenen Ketone sind deshalb wertvolle Zwischenwasserstoff
innerhalb weiter Grenzen schwanken kann, produkte zur Herstellung pharmazeutischer Subwerden
gute Ergebnisse erhalten, wenn mit Mol- 20 stanzen und Monomerer, aus denen Kunststoffasern
Verhältnissen zwischen 0,1 und 10 und vorzugsweise und -formkörper hergestellt werden können,
zwischen 0,3 und 0,4 gearbeitet wird. Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende
zwischen 0,3 und 0,4 gearbeitet wird. Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende
Die Menge der gemäß der vorliegenden Erfindung Erfindung. . •I1
verwendeten Polyphosphorsäure, ausgedrückt in Mol Beispiel
Phosphorsäureanhydrid pro Mol Cycloalkancarbon- 25 In einen mit einem Rührer, einem Thermometer säure, schwankt von 1 Mol bis zu 9 bis 10 Mol und und einem Rückflußkühler versehenen 250-ccm-Kolliegt vorzugsweise bei etwa 5 Mol. ben wurden 13,8 g Hexahydrobenzoesäure, 30 ecm
Phosphorsäureanhydrid pro Mol Cycloalkancarbon- 25 In einen mit einem Rührer, einem Thermometer säure, schwankt von 1 Mol bis zu 9 bis 10 Mol und und einem Rückflußkühler versehenen 250-ccm-Kolliegt vorzugsweise bei etwa 5 Mol. ben wurden 13,8 g Hexahydrobenzoesäure, 30 ecm
Es wurde festgestellt, daß die Reaktionsdauer ent- Toluol und 70 g Polyphosphorsäure mit einem Gesprechend
der Reaktionsfähigkeit der Cycloalkan- samtgehalt von 85 % Phosphorsäureanhydrid gegeben,
carbonsäure und des aromatischen Kohlenwasserstoffs 30 Die Mischung wurde dann unter kräftigem Rühren
schwanktundzwischen 30 Minuten und 6 Stunden liegt. 6 Stunden auf 100°C erhitzt. Die Reaktionsmasse
Es wurde gefunden, daß es vorteilhaft ist, die Ab- wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und dann mit
trennung des Ketons aus der Reaktionsmasse durch 100 ecm Eiswasser behandelt.
Extraktion mit dem gleichen aromatischen Kohlen- Dabei wurde das Gemisch wiederholt mit Äther
wasserstoff, der bei der Umsetzung als Ausgangs- 35 extrahiert, und die gesammelten Ätherextrakte wurden
material verwendet wird, unter Ausnutzung der dann dreimal mit 10 ecm einer 10%igen wässerigen
Reaktionswärme oder durch Verdünnen der Re- Natriumhydroxydlösung gewaschen. Im alkalischen
aktionsmasse mit Wasser und anschließender Ex- Extrakt wurden durch Titration 0,21 g nicht umgetraktion
mit Lösungsmitteln vorzunehmen. Gleich- setzte Hexahydrobenzoesäure gefunden,
gültig, welcher Weg eingeschlagen wird, enthält der 4° Die Ätherlösung wurde dann über wasserfreiem organische Extrakt außer den bei der Umsetzung Natriumsulfat getrocknet und der Äther in einem erzeugten Ketonen auch die Cycloalkancarbonsäure, Wasserbad abgedampft. Nach Entfernung der letzten die nicht umgesetzt wurde; diese kann aus dem Spuren des Lösungsmittels durch Eindampfen im organischen Extrakt leicht nach bekannten Verfahren, Vakuum, das hauptsächlich aus überschüssigem Toluol wie Behandeln des Extraktes mittels wässeriger, 45 bestand, wurden 19,8 g Cyclohexyl-p-tolylketon (entalkalischer Lösungen und anschließendes Ansäuern, sprechend einer Ausbeute von 92,5 °/0> berechnet auf entfernt werden. die umgesetzte Hexahydrobenzoesäure) als hellgelber,
gültig, welcher Weg eingeschlagen wird, enthält der 4° Die Ätherlösung wurde dann über wasserfreiem organische Extrakt außer den bei der Umsetzung Natriumsulfat getrocknet und der Äther in einem erzeugten Ketonen auch die Cycloalkancarbonsäure, Wasserbad abgedampft. Nach Entfernung der letzten die nicht umgesetzt wurde; diese kann aus dem Spuren des Lösungsmittels durch Eindampfen im organischen Extrakt leicht nach bekannten Verfahren, Vakuum, das hauptsächlich aus überschüssigem Toluol wie Behandeln des Extraktes mittels wässeriger, 45 bestand, wurden 19,8 g Cyclohexyl-p-tolylketon (entalkalischer Lösungen und anschließendes Ansäuern, sprechend einer Ausbeute von 92,5 °/0> berechnet auf entfernt werden. die umgesetzte Hexahydrobenzoesäure) als hellgelber,
Ein weiteres geeignetes Verfahren zur Abtrennung kristalliner Rückstand erhalten,
der nicht umgesetzten Cycloalkancarbonsäure besteht Anschließend wurden durch Vakuumdestillation darin, den organischen Extrakt der fraktionierten 50 17,5 g reines Cyclohexyl-p-tolylketon mit einemSiede-Destillation im Vakuum zu unterwerfen, so daß das punkt von 97 bis 100°C/0,15 mm Hg und einem Lösungsmittel, die Cycloalkancarbonsäure und das Schmelzpunkt von 65 bis 66° C erhalten.
Keton getrennt erhalten werden. Aus diesem Produkt wurde das Oxim hergestellt,
der nicht umgesetzten Cycloalkancarbonsäure besteht Anschließend wurden durch Vakuumdestillation darin, den organischen Extrakt der fraktionierten 50 17,5 g reines Cyclohexyl-p-tolylketon mit einemSiede-Destillation im Vakuum zu unterwerfen, so daß das punkt von 97 bis 100°C/0,15 mm Hg und einem Lösungsmittel, die Cycloalkancarbonsäure und das Schmelzpunkt von 65 bis 66° C erhalten.
Keton getrennt erhalten werden. Aus diesem Produkt wurde das Oxim hergestellt,
Arbeitet man wie vorstehend beschrieben, so ist es das einen Schmelzpunkt von 168 °C zeigte, was in
möglich, die bei der Umsetzung verwendete Poly- 55 guter Übereinstimmung mit den Werten in der techphosphorsäure
aus dem anorganischen Rückstand nischen Literatur steht,
wiederzugewinnen und erneut zu verwenden, nachdem . .
wiederzugewinnen und erneut zu verwenden, nachdem . .
der Gesamtgehalt an P2O5 mittels bekannter Ver- Beispiel 2
fahren wieder auf den gewünschten Wert gebracht In der im Beispiel 1 beschriebenen Apparatur
worden ist, wobei die Polyphosphorsäure in der Hitze 60 wurden 13,8 g Hexahydrobenzoesäure, 60 ecm Toluol
konzentriert oder die berechnete Menge von Phos- und 70 g Polyphosphorsäure mit einem Gesamtgehalt
phorsäureanhydrid zugegeben werden kann. Dies von 85% Phosphorsäureanhydrid eingeführt. Die
ermöglicht eine kontinuierliche Durchführung des gesamte Mischung wurde dann 6 Stunden bei 85°C
Verfahrens in großtechnischem Maßstab. unter gleichzeitigem kräftigem Rühren gehalten. Nun
Die Ausbeuten an erfindungsgemäß hergestellten 65 wurde die Reaktionsmasse auf Raumtemperatur
Cycloalkylarylketonen schwanken zwischen 90 und abgekühlt, mit 100 ecm Eiswasser behandelt und
100% der theoretischen Ausbeute, bezogen auf die schließlich wiederholt mit Äther extrahiert. Die
umgesetzte Cycloalkancarbonsäure. gesammelten Ätherextrakte wurden dreimal mit
10 ecm einer wässerigen, 10%igen Natriumhydroxydlösung gewaschen. Aus dem alkalischen Extrakt
wurden nach Ansäuern mit verdünnter Chlorwasserstoffsäure, Extraktion mit Äther und Abdampfen des
Lösungsmittels 2,73 g nicht umgesetzte Hexahydro- s benzoesäure erhalten.
Die über wasserfreiem Natriumsulfat getrockneten Ätherextrakte wurden auf dem Wasserbad eingeengt
und nach Entfernung der letzten Spuren des Lösungsmittels durch Eindampfen im Vakuum 16,6 g Cyclohexyl-p-tolylketon
als hellgelber, kristalliner Rückstand erhalten. Die Ausbeute, bezogen auf die umgewandelte
Hexahydrobenzoesäure, betrug 95,6%· Durch Destillation im Vakuum ergab das Rohprodukt
15.4 g reines Cyclohexyl-p-tolylketon mit einem Siedepunkt von 113 bis 115°C/2mmHg und einem
Schmelzpunkt von 66° C.
In einer in den vorhergehenden Beispielen beschriebenen Apparatur wurde eine Mischung von
13,8 g Hexahydrobenzoesäure, 4,5 g Polyphosphorsäure (mit einem Gesamtgehalt von 76% P2O5) U1*d
60 ecm Toluol 6 Stunden auf 115°C erhitzt.
Die noch heiße Reaktionsmasse wurde in einem Flüssigkeitsextraktor gegossen und mit Toluol extrahiert.
Die so erhaltene Toluollösung wurde dreimal mit 20 ecm einer 10%igen wässerigen Natriumhydroxydlösung
gewaschen. In den alkalischen Extrakten wurden durch Titration 3,4 g nicht umgesetzte
Hexahydrobenzoesäure gefunden.
Die gesammelten Toluolextrakte wurden über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und dann
durch Eindampfen des Lösungsmittels im Vakuum zur Trockne eingeengt. Als Rückstand wurden 13,7 g
hellbraunes Cyclohexyl-p-tolylketon erhalten.
Die Ausbeute an Cyclohexyl-p-tolylketon, bezogen auf die umgesetzte Hexahydrobenzoesäure, betrug
83.5 «/ο.
Wie in den vorhergehenden Beispielen wurde eine Mischung aus 13,8 g Hexahydrobenzoesäure, 30 ecm
Benzol und 70 g Polyphosphorsäure (Gesamtgehalt an P2O5 = 80% 6 Stunden bei 80 bis 85° C umgesetzt.
In den alkalischen Extrakten wurden 10,2 g nicht umgesetzte Hexahydrobenzoesäure gefunden, während
aus den Ätherextrakten 5 g eines Rückstandes erhalten wurde, der nach Destillation im Vakuum 3,9 g Cyclohexylphenylketon
mit einem Siedepunkt von 165 bis 166°C/20mmHg und einem Schmelzpunkt von 52 bis 53 0C ergab.
Unter den Bedingungen der vorhergehenden Beispiele werden 13,8 g Hexahydrobenzoesäure, 35 ecm
p-Xylol und 70 g Polyphosphorsäure (mit einem Gesamtgehalt von 85% P2O5) 6 Stunden bei IOO0C
umgesetzt.
In den alkalischen Extrakten wurden 4,7 g nicht umgesetzte Hexahydrobenzoesäure gefunden. Durch
Einengen der Ätherextrakte wurden 12,2 g Cyclohexyl-(2,5-dimethylphenyl)-keton als fester Rückstand
mit folgender Elementaranalyse erhalten:
65
Gefunden C 84,9%, H 9,7%;
berechnet
MrC15H20O ... C 83,3%, H 9,3%.
MrC15H20O ... C 83,3%, H 9,3%.
Die Ausbeute an Keton, bezogen auf die umgesetzte Hexahydrobenzoesäure, betrug 79,4 %·
7,1 g dieses Produktes ergaben nach Vakuumdestillation 5,3 g reines Cyclohexyl-(2,5-dimethylphenyl)-keton
mit einem Siedepunkt von 113 bis 115°C/ 0,2 mm Hg und einem Schmelzpunkt von 43 bis 44° C
Das Produkt zeigte ferner folgende Elementaranalyse:
Gefunden ... C 84,0%;
H 9,6 %.
Das Infrarot-Absorptionsspektrum zeigte folgende charakteristische Maxima (ausgedrückt in Mikron
± 0,02): 5,93, 6,70, 8,58, 11,15, 11,33, 12,28, 12,74.
Die Messungen wurden in KBr-Tabletten vorgenommen. Aus dem wie oben beschrieben erhaltenen
Cyclohexyl-(2,5-dimethylphenyl)-keton wurde das entsprechende Oxim hergestellt. Dieses, aus einer Benzol-Petroläther-Mischung
kristallisiert, schmolz bei 152 bis 153°C und ergab folgende Elementaranalyse:
Gefunden C 78,5%, H 9,6%, N 5,8%;
berechnet
für C15H21NO C 77,8%, H 9,2%, N 6,0%.
In der gleichen Apparate und nach der gleichen Arbeitsweise, wie im Beispiel 1 beschrieben, wurden
13,8 g Hexahydrobenzoesäure, 35 ecm Äthylbenzol und 70 g Polyphosphorsäure (mit einem Gesamtgehalt
von 85% Phosphorsäureanhydrid) unter kräftigem Rühren 6 Stunden bei IOO0C umgesetzt.
In den alkalischen Extrakten wurden 3,8 g nicht umgesetzte Hexahydrobenzoesäure gefunden.
Durch Einengen der Ätherextrakte wurden als fester Rückstand 14,1 g Cyclohexyl-(4-äthylphenyl)-keton
mit folgender Elementaranalyse erhalten:
Gefunden C 84,0%, H 9,8%;
berechnet
für C15H20O .. C 83,3%, H 9,3%.
Die Ausbeute betrug, bezogen auf die umgesetzte Hexahydrobenzoesäure, 83,5 %· 8,3 g des Produktes
ergaben nach Destillation 7,2 g reines Cyclohexyl-(4-äthylphenyl)-keton mit einem Siedepunkt von 123
bis 126°C/0,4mmHg und einem Schmelzpunkt von 50 bis 51°C sowie folgender Elementaranalyse:
Gefunden ... C 84,2%;
H 9,5%.
Das Infrarotabsorptionsspektrum zeigte folgende charakteristische Maxima (ausgedrückt in Mikron
± 0,02): 6,00, 6,23, 6,37, 7,98, 8,23, 8,42, 8,52, 10,25, 11,65, 11,91.
Die Messung erfolgte in KBr-Tabletten. Aus dem Cyclohexyl-(4-äthylphenyl)-keton wurde das Oxim
hergestellt, das nach Kristallisation aus einer Benzol-Petroläther-Mischung bei 153 bis 144° C schmolz und
folgende Elementaranalyse ergab:
Gefunden C 77,9%, H 9,4%, N 6,2%;
I? qx c cli n et
für C15H21NO C 77,8%, H 9,2%, N 6,0%·
In derselben Apparatur und in derselben Weise wie im Beispiel 1 beschrieben wurden 13,8 g Hexahydro-
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Cycloalkylarylketonen aus aromatischen Kohlenwasserstoffen
und Cycloalkancarbonsäuren mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen im Ring in Gegenwart eines sauren
Kondensationsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß als saures Kondensationsmittel, wie von ähnlichen Umsetzungen bekannt,
Polyphosphorsäure mit einem Gesamtgehalt an Phosphorsäureanhydrid zwischen 73 und 85 %>
vorzugsweise zwischen 80 und 85 %, verwendet und bei 60 bis 150°C, vorzugsweise 85 bis IOO0C,
gearbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Molverhältnis von P2O5/
Cycloalkancarbonsäure zwischen 1 und 10, vorzugsweise etwa 5, und einem Molverhältnis von
Cycloalkancarbonsäure zu aromatischem Kohlenwasserstoff von 0,1 bis 10, vorzugsweise 0,3 bis
0,4, gearbeitet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Belgische Patentschrift Nr. 633 124;
Chem. Reviews, Bd. 58, 1958, S. 321 bis 401.
Belgische Patentschrift Nr. 633 124;
Chem. Reviews, Bd. 58, 1958, S. 321 bis 401.
709 508/3M 1.67 © BundesdruckereiBerlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT726663 | 1963-04-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1233861B true DE1233861B (de) | 1967-02-09 |
Family
ID=11124932
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES90341A Pending DE1233861B (de) | 1963-04-06 | 1964-04-02 | Verfahren zur Herstellung von Cycloalkylarylketonen |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE646179A (de) |
| CH (1) | CH443278A (de) |
| DE (1) | DE1233861B (de) |
| DK (1) | DK109773C (de) |
| ES (1) | ES298755A1 (de) |
| GB (1) | GB1066542A (de) |
| NL (1) | NL6403530A (de) |
| SE (1) | SE316169B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10439437B2 (en) | 2003-02-04 | 2019-10-08 | Philips Ip Ventures B.V. | Adaptive inductive power supply with communication |
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| BE633124A (fr) * | 1962-05-07 | 1963-12-02 | Snia Viscosa | Procédé pour la préparation de la cyclohexylphényl-cétone |
-
1964
- 1964-04-02 DE DES90341A patent/DE1233861B/de active Pending
- 1964-04-02 DK DK164764A patent/DK109773C/da active
- 1964-04-02 NL NL6403530A patent/NL6403530A/xx unknown
- 1964-04-03 GB GB1381564A patent/GB1066542A/en not_active Expired
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Also Published As
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| CH443278A (de) | 1967-09-15 |
| GB1066542A (en) | 1967-04-26 |
| ES298755A1 (es) | 1964-12-01 |
| BE646179A (de) | 1964-07-31 |
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