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DE1233289B - Servobremsgeraet, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents

Servobremsgeraet, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

Info

Publication number
DE1233289B
DE1233289B DEM49159A DEM0049159A DE1233289B DE 1233289 B DE1233289 B DE 1233289B DE M49159 A DEM49159 A DE M49159A DE M0049159 A DEM0049159 A DE M0049159A DE 1233289 B DE1233289 B DE 1233289B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
movable wall
ring
reaction
point
levers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM49159A
Other languages
English (en)
Inventor
Curtis L Brown
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Midland Ross Corp
Original Assignee
Midland Ross Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Midland Ross Corp filed Critical Midland Ross Corp
Priority to DEM49159A priority Critical patent/DE1233289B/de
Publication of DE1233289B publication Critical patent/DE1233289B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T13/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
    • B60T13/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
    • B60T13/24Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being gaseous
    • B60T13/241Differential pressure systems
    • B60T13/242The control valve is provided as one unit with the servomotor cylinder
    • B60T13/244Mechanical command of the control valve, hydraulic transmission to the brakes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Systems And Boosters (AREA)

Description

  • Servobremsgerät, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft ein insbesondere für Kraftfahrzeuge vorgesehenes Servobremsgerät mit einem über das Bremspedal betätigbaren Steuerventil für die auf eine im Gerätegehäuse beweglich angeordnete Wand einwirkenden Druckdifferenzen, mit einem Ausgangsteil zur übertragung der von der beweglichen Wand abgegebenen Kraft an den Hauptbremszylinder und mit einer Reaktionseinrichtung, welche an einer ersten Stelle mit der beweglichen Wand und an einer zweiten Stelle mit dem Ausgangsteil im Eingriff steht und an einer dritten Stelle mit dem Betätigungsglied des Steuerventils in Eingriff gebracht werden kann, wobei zwischen dieser Reaktionseinrichtunc, und der beweglichen Wand ein zwisehen der zweiten und der dritten Eingriffstelle auf die Reaktionseinrichtung einwirkendes nachgiebiges Reaktionselement vorgesehen ist.
  • Es sind Servobremsgeräte bekannt mit einer in einem Hilfskraftzylinder angeordneten, als Kolben, Membran od. dgl. ausgebildeten, durch Druckunterschied verschiebbaren Wand, mit einer ebenfalls im Hilfskraftzylinder verschiebbar angeordneten Ventilvorrichtung, die zum Steuern der Arbeit der bewegbaren Wand dient, mit einem eine Kraft übertragenden Glied, auf dem die Wand hin und her bewegbar angeordnet ist, und mit Mitteln zum übertragen einer C 4D Rückwirkungskraft von der verschiebbaren Wand auf das die Ventilvorrichtung betätigende Glied. Bei diesen bekannten'Ausführunosformen ist eine Gegenwirkungsfeder vorgesehen, die elastisch einer Relativbewegung zwischen dem die Kraft übertragenden Glied und der bewegbaren Wand aus ihrer normalen Stellung entgegenwirkt, um in bei Hilfskraftvorrichtungen bekannter Weise den Beginn der Rückwirkung auf die Ventilvorrichtung zu verzögern, bis eine ausreichende Kraft durch- die bewegliche Wand an das die Kraft übertragende Glied angreift. Bei derartigen Servobrems-eräten besteht also das nachgiebige, auf die Reaktionseinrichtung einwirkende Reaktionselement im wesentlichen aus einer Gegenwirkungsfeder. Außerdem ist in dem die Kraft übertragenden Glied eine Rückführfeder angeordnet, um die bewegliche Wand bzw. das Steuerventil in seine Ausgangsstellung nach erfolgter Betätigung der Servobremse zurückzuführen. Durch dieses Hintereinanderordnen von Ge.-enwirkungsfeder undRückiührungsfeder läßt sich eine kompakte Bauweise nicht verwirklichen. Aus diesem Gruinde kennt man auch Servobremsgeräte, bei denen die Gegenwirkungsfeder und die Rückführfeder für das Steuerventil ineinander angeordnet sind. Das bringt jedoch montagetechnische Nachteile mit sich und führt zu komplizierter Bauweise. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Servobremsgerät der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei dem das auf die Reaktionseinrichtung einwirkende nachgiebige Reaktionselement eine einfache und gedrungene Bauweise des Servobremsgerätes gewährleistet.
  • Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß das nachgiebige Reaktionselement als Ring aus elastischem Material ausgeführt ist. Diese Maßnahme der Erfindung hat zur Folge, daß sowohl eine Gegenwirkungsfeder als auch eine Rückführungsfeder für das Steuerventil überflüssig werden und diese Federn durch den elastischen Ring ersetzt sind. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung und in Kombination zu diesen Maßnahmen ist vorgesehen, daß die Reaktionseinrichtung in an sich bekannter Weise mehrere Hebel aufweist, die radial und im Abstand voneinander angeordnet sind, und daß diese Hebel im Bereich ihrer Außenenden über einen Widerlagerring an die bewegliche Wand angeschlossen sowie gegen den Widerlagerrinor anliegend in einem Stützring aus elastischem Material eingebettet sind. Dadurch wird eine besonders einfache und funktionssichere Reaktionseinrichtung verwirklicht.
  • Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß nach Lehre der Erfindung ein Servobrems 'gerät geschaffen ist, welches sich auf Grund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Reaktionseleinentes als Ring aus elastischem Material durch besonders einfache und kompakte Bauweise auszeichnet. Darüber hinaus führt die Ausbildung der Reaktionseinrichtung selbst auch in montagetechnischer Hinsicht zu Vorteilen. In der nachfolgenden Beschreibung wird an Hand der Zeichnungen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es zeigt F i.-. 1 einen Längsschnitt durch den Servomotor, wobei der Hauptzylinder teilweise im Schnitt dargestellt ist, F i g. 2 eine vergrößerte Ansicht eines Teiles der in F i g. 1 dargestellten Einrichtung unter Wiedergabe eines anderen Betriebszustandes und F i g. 3 ein Diagramm, das die Betriebskennlinien eines Servomotors für Bremsanlagen wiedergibt.
  • Der Ser-vomotor nach der Erfindung ist besonders für hydraulische Bremsen derjenigen Art geeignet, wie sie schematisch in F i g. 1 dargestellt ist. Bei derartigen Bremssystemen wird die hydraulische Flüssigkeit von einem Hauptzylinder 11 über Leitungen 12 an Bremszylinder 13 geliefert, welche die Bremsen an die (nicht dargestellten) Räder andrücken. Diese Teile sind in der üblichen Bauart ausgeführt, und ihre Wirkungsweise und Anwendung ist dem Fachmann so allgemein bekannt, daß eine nähere Beschreibung für das volle Verständnis der Erfindung nicht erforderlich ist.
  • Wie aus F i g. 1 hervorgeht, weist der Servomotor 14 ein Gehäuse 16 auf, in welchem eine bewegliche Wand 17 bzw. Membran bei Druckunterschieden eine Stange 18 bewegt, die den Hauptzylinder 11 betätigt, der an dem Gehäuse angebracht ist. Der Druckunterschied, der auf die Wand 17 wirkt, wird von einem Ventil 19 gesteuert, das mit Hilfe einer Stan-e 20 betäti-t wird, die an einen Bremsfußhebel 21. angeschlossen ist.
  • Der Servomotor 14 ist ein vakuumabhängiger Typ; d. h., wenn die Bremse gelöst ist, wie es in F i g. 1 dargestellt ist. herrscht Vakuum oder Unterdruck in den Kammern 22 und 23 des Gehäuses an gegenüberlie-enden Seiten der Wand 17, und die Wand bleibt stehen. Zur Betätigung des Motors wird atmosphärische Luft in die Kammer 22 eingelassen, so daß der Druckunterschied an der beweglichen Wand 17 sie und die Stange 18 bewegt und den Hauptzylinder 11 betätig . Der Unterdruck wird dadurch hergt gestellt, daß der Ansaugkrümmer einer (nicht dargestellten) Verbrennungskraftmaschine mit einer öffnung 24 in Verbindung gebracht wird.
  • Das Gehäuse 16 besteht aus einem vorderen Gehäuseteil 26 und einem hinteren Gehäuseteil 27, die durch Schrauben miteinander verbunden sind. Der vordere Gehäuseteil 26 ist mit Befestigungseinrichtungen 29 versehen, durch die der Hauptzylinder 11 direkt an dem Gehäuse 16 befestigt werden kann, und zwar in einer solchen Stellung, daß der Kolben 30 des Hauptzylinders das vordere Ende der Stange 18 aufnimmt. Der hintere Gehäuseteil 27 ist mit Schrauben 31 versehen, durch die das Gehäuse an einem Teil 32 des Fahrzeuges befestigt werden kann.
  • Ein Betätigungsteil 36 ist axial in einem Lager beweglich, das aus den beiden Teilen 37 und 38 besteht, die zusammengeschraubt sind, um gegenüberliegende Flächen eines Flansches 39 zu erfassen, der sich an der hinteren Gehäusewand 27 befindet. Das hintere Ende des Betätigungsteiles 36 weist eine Bohrung 41 auf, die das vordere Ende des Verbindungsgliedes 20 aufnimmt, während das vordere Ende des Betätigungsteiles 36 eine Bohrung 42 aufweist, in der das hintere Ende der Stange 18 gleitet.
  • Die bewealiche Wand 17 weist eine Nabe 46 auf, die mit Schiebesitz auf dem Betätigungsteil 36 sitzt. C Außerdem weist sie zwei Platten 47 und 48 sowie eine ringförmige Membran 49 auf. Die Membran ist mit dem Außenrand 51 zwischen den Gehäuseteilen 26 und 27 eingeklemmt, und der Innenrand 52 ist zwischen den Platten 47 und 48 eingespannt, die durch Nieten oder Schweißen aneinander befestigt sind. Wie am besten aus F i g. 2 hervorgeht, sind die Platten 47 und 48 mit der Nabe 46 mit Hilfe eines federnden Körpers 53 verbunden, der an der Platte 48 befestigt ist und einen Flansch 54 aufweist, der mit dem vorderen Teil der Nabe zusammenwirkt und das eine Ende eines zylindrischen Balgens 56 an der Nabe 46 befestigt. Der vordere Teil des Balgens 56 ist mit dem vorderen Gehäuseteil 26 durch einen Ring 57 verbunden (F i g. 1). Der Innenraum des Balgens 56 steht mit der Atmosphäre durch einen Kanal 58 und einen Luftfilter 59 in Verbindung und liefert den atmosphärischen Druck zur Betätigung des Servomotors.
  • Das Ventil 19, das vom Fahrzeugführer betätigt wird und die verschiedenen Drücke steuert, die auf die bewegliche Wand 17 wirken, befindet sich in der Nabe 46 der beweglichen Wand und an dem Betätigungsteil 36. Wie am besten aus F i g. 2 hervorgeht, besteht die Nabe 46 aus zwei Nabenteilen 61 und 62, die miteinander verbunden sind, so daß sie eine ringförinige Ventilkammer 63 bilden. Die Ventilkammer steht über einen Kanal 64 mit dem Innenraum des zylindrischen Balgens 56 in Verbindung und durch einen Kanal 65 und öffnunaen in der Platte 48 mit der Kammer 23, die sich vor der beweglichen Wand 17 und außerhalb des zylindrischen Balgens 56 befindet.
  • Eine Buchse 67 ist starr an dem Betätigungsteil 36 befesti-t und bildet einen ringförmigen Ventilsitz 68. Die Buchse 67 ist mit einer Dichtung 69 versehen, die an der Außenwand der Ventilkanimer 63 anliegt, damit die gegenüberliegenden Seiten der Buchse nur durch die Öffnungen 71 miteinander in Verbindung stehen. Ein zweiter ringförmiger Ventilsitz 72 wird in der Kammer durch den Nabenteil 62 gebildet. Ein etwa ringförmiger Ventilkörper 76 aus nachgiebigem Material, z. B. Gummi, befindet sich an einer Seite der Ventilsitze 68 und 72 und ist mit dem Außenrand zwischen den Nabenteilen 61 und 62 eingespannt. Der Innenrand des Ventilkörpers liegt normaleiweise an dem inneren ringförmigen Ventilsitz 72 an, der sich in der Ventilkammer befindet. Daher verhindert der Ventilkörper 76 es, daß gegenüberliegende Seiten des Ventilsitzes 72 miteinander in Verbindung stehen. Er ermöglicht aber die Verbindung zwischen den Kammern 22 und 23 durch die Öffnungen in der Platte 48, durch die öffnungen 66 und durch den ringförmigen Raum zwischen dem Ventilkörper 76 und dem Ventilsitz 68 durch die Öffnung 71.
  • Der Ventilsitz 68 befindet sich in dem Verbindungskanal zwischen den Kammern 22 und 23. Folglich bringt die Bewegung des Betätigungsteiles 36 von der Stellung der F i g. 1 nach links den Sitz 68 in Berührung mit dem Ventilkörper und trennt die Kammern 22 und 23 voneinander. Eine geringe zusätzliche Bewegung des Betätigungsteiles 26 biegt das nachgiebige Ventilclement 76 so ab, daß es sich von dem Ventilsitz 72 löst, aber an dem Ventilsitz 68 weiterhin anliegt. Die Kammern 22 und 23 bleiben voneinander getrennt, aber die Kammer 22 wird mit dem Innenraum des Balgens durch den Kanal 64 sowie durch den Kanal 71 in Verbindung gebracht. Hierdurch wird atmosphärische Luft von dem Balgen 56 zur Kammer 22 geleitet, so daß eine Druckdifferenz auf die bewegliche Wand 17 wirkt, und sich diese aus der in F i g. 1 dargestellten Stellung nach links bewegt.
  • Die Bewegung der beweglichen Wand 17 infolge des Druckunterschiedes und die Bewegung des Betätielun-steiles wird auf die Stange 18 durch eine Reak-C C tionseinrichtung81 übertragen, die mehrere Hebel 82 aufweist, die radial im Abstand voneinander an-Creordnet sind und mit dem Außenende 83 an einem Rin- 84 anstoßen und damit durch einen Gummiring 86 verbunden sind, der an die Hebel 82 und den Ring 84 anvulkanisiert ist, aber eine Relativbewegung ermöglicht. Der Ring 84 und der Hebel 82 werden in ihrer Lage gegen die bewegliche Wand 17 durch den Balgen 56 und den federnden Körper 53 gehalten.
  • Die Innenenden 87 der Hebel 82 wirken mit einem Teil 88 zusammen, der aus verschleißfestem Material besteht und mit dem Betätigungsteil 36 verbunden ist. Bei der in F i g. 1 dargestellten Stellung werden die Enden 87 der Hebel im Abstand von dem Ring 88 durch ein Reaktionselement 90 in Form eines großen Ringes gehalten, der aus biegsamem nachgiebigem Material, z. B. Gummi, besteht. Das Reaktionselement 90 wird mit dem Nabenteil 62 und dem Rina 84 durch die Hebel 82 in Berührung gehalten. Jeder 1-,'ebel 82 liegt zwischen dem Ende 83 und dem Reaktionselement 90 an einer tellerförinigen Nabe 91 an, die an dem Ausgangsteil der Stange 18 sitzt und zwischen einem Bund 92 der Stange 18 und einem O-Ring 93 gehalten wird.
  • Wenn die Bremsen gelöst sind, nehmen die Teile des Servomotors die in F i g. 1 dargestellte Stellung ein. Die bewegliche Wand 17 befindet sich in der hinteren Stellung, in der ein Flansch der Platte 47 an dem Gehäuseteil 27 anliegt, um die Rückwärtsbewe-" c Clung der beweglichen Wand 17 zu begrenzen. Außerdem liegt der Ventilkörper76 an dem Ventilsitz72 an und ist von dem Ventilsitz68 abgehoben. Hierdurch wird die Verbindung zwischen den Kammern 22 und 23 ermöglicht, wobei sie jedoch gegen die Atmosphäre in dem Balgen 56 abgeschlossen sind, C, C so daß die bewegliche Wand 17 stehenbleibt. Gleichzeitig werden die Hebelenden 87 von dem Lagerring CI 1.7 88 um einen geringen Betrag abgelöst, der etwas größer als der Abstand des Ventilsitzes 68 von dem Ventilkörper 76 ist.
  • Eine Ausgangsbewegung des Betätigungsteiles 36 nach links infolge Bedienung des Bremsfußhebels 21 bringt den Ventilsitz 68 an den Ventilkörper 76 heran, so daß die Kammern 22 und 23 voneinander getrennt werden. Der Ventilsitz 72 bleibt an dem Ventilkörper 76, und die Kammern 22 und 23 werden von der atmosphärischen Luft in dem Balgen 56 getrennt. Unter diesen Voraussetzun-en befindet sich das Ventil in einer Zwischenstellung, bei der jegliche Zusatzbewegung des Betätigungsteiles entweder zur Betätio,un- des Ventils oder dazu führt, daß es in die Ruhestellung zurückkehrt. Während einer derartigen t' CI Ausgangsbewegung rückt das Lager88 ebenfalls näher, bleibt jedoch in einiger Entfernung von den Hebelenden 87.
  • Auf eine weitere Bewegung des Betätigungsteiles 36 hin bie-t der Ventilsitz 68 den Ventilkörper 76 so ab, daß der Innenrand sich von dem Ventilsitz 72 löst. Hierdurch wird die Ventilkammer 63 mit dem Balgen 56 in Verbindung gebracht und freie Luftströmung durch den Kanal 64 und die Zwischenräume zwischen den Hebeln 82 ermöglicht. Aus der Ventilkammer 63 beginnt atmosphärische Luft durch den Kanal 71 in die Kammer 22 einzudringen. Da in der Kammer 23 Unterdruck herrscht, bewegt der resultierende Druckunterschied an den gegenüberliegenden Seiten der beweglichen Wand 17 diese in dem Gehäuse nach links. Die Stan-e 18 bleibt zunächst stehen, und folglich drückt der Ring 84 die Hebelenden 83 so, daß sie um den Berührungspunkt mit der Platte 91 schwenken und die inneren Hebelenden 37 sich dem Lager 88 nähern. Hierbei wird der nachgiebige Reaktionsring 90 zusammengedrückt und bietet einen Widerstand gegen das Schwenken der Hebel 82. Hierdurch wird eine Kraft auf die Platte 91 und die Stan,-e 18 ausgeübt, so daß die Betätigun.o, des Hauptzylinders ausgelöst wird. Da der Druck in der Kammer 22 ansteigt und die bewegliche Wand 17 sich weiterhin bewegt, wird das Reaktionselement 90 weiter zusammengedrückt, bis die Hebelenden 87 den als Lager wirkenden Ring 88 berühren. Während dieser Zeit hat der Ausgangsdruck an dem Hauptzylinder zugenommen. Bei Berührung der Hebel 82 mit dem Ring 88 wird die Muskelkraft, die auf den Betätigungsteil 36 ausgeübt wird, der Kraft hinzuaddiert, die durch die sich bewegende Wand erzeugt wird. Diese Kräfte werden auf die Hebel 82 und follieh auf die Platte 91 und die Stange 18 ausgeübt und im Hauptzylinder in hydraulischen Druck umgewandelt. Bis dahin ist die Ausgangsbewegung des Brems-'ußhebels 21 und des Betätiaunasteiles 36 dazu benutzt worden, die Ventile zu betätigen, und die auf den Hauptzylinder ausgeübte Kraft rührt von der Wandbeweg.ung her, die auch das Reaktionselement 90 zusammenpreßt, bis die Hebelenden 87 an dem Ring 88 anliegen.
  • Zur Erhöhung der Kraft, mit der die Bremsen an-"edrückt werden, muß der Bremsfußhebel 21 zusätz lich bewegt werden. Hierdurch wird die Bewegung des Betätigungsteiles 315 fortgesetzt, und da die bewegliche Wand 17 sich ebenfalls in der gleichen RichtunG bewegt, bleibt das Ventil offen und läßt atmosphärische C Luft in die Kammer 22 ein. Der zunehmende hydraulische Druck im Hauptzylinder wirkt gegen die Stange 18 und die Platte 91, von wo die Reaktion durch die Hebel 82 und den Betätigungsteil 36 auf den Bremsfußhebel 21 übertragen wird. Auf diese Weise kann die Bedienungsperson genau den Grad fühlen, bis zu welchem die Bremsen angedrückt worden sind.
  • Nachdem die Bremsen in dem gewünschten Maße an-edrückt worden sind, wird der Bremsfußhebel nicht mehr weiterbewegt, jedoch wird weiter auf den Bremsfußhebel gedrückt. Da die Bewegung des Betätigungsteiles 36 aufhört, bewegt sich die bewegliche Wand noch ein klein wenig weiter. Hierdurch nähert sich der Sitz 72 dem Ventilkörper 76, so daß die Verbindung zwischen der atmosphärischen Luft und der Kammer 22 unterbrochen wird. Die Kammern 22 und 23 bleiben voneinander getrennt, und der Druckunterschied, der auf die beiden Seiten der beweglichen Wand wirkt, wird aufrechterhalten, um eine konstante Kraft auf den Hauptzylinder auszuüben und die Bremsen in dem ausgewählten Maße angepreßt zu halten.
  • Zum Lösen der Bremsen wird der Fuß von dem Bremsfußhebel 21 genommen. Die bewegliche Wand 17 bleibt anfänglich stehen, und der hydraulische Druck im Hauptzylinder drückt die Stange 18 nach rechts. Diese Bewegung wird durch die Hebel 82 auf das Lager 88 übertragen, um den Betätigungsteil 36 nach rechts zu bewegen und den Bremsfußhebel 21 in die Ruhestellung zurückzubringen. Wenn sich der Betätigungsteil 36 bewegt, so hegt der Sitz 72 weiterhin an, und der Sitz 68 hebt sich von dem Ventilkörper ab, so daß die Kammern 22 und 23 durch die Kanäle 66 und 71 in Verbindung kommen, um den Druck in der Kammer 22 zu vermindern. Hierdurch nimmt der Druckunterschied ab, der auf die bewegliche Wand 17 wirkt, und die Reaktion des hydraulischen Druckes, der mit der Kraft einer Wendelfeder gekoppelt ist, die sich zwischen der beweglichen Wand 17 und dem vorderen Gehäuseteil 26 befindet, bringt die bewegliche Wand nach rechts zurück. Wenn die bewegliche Wand dicht an das Gehäuse 27 herangekommen ist, kehrt das Reaktionselement 90 in die unausgelenkte Ruhestellung zurück, und die Hebel 82 schwenken um die Platte 91, so daß sie nach rechts gegen den Ring 84 stoßen, um die Wand 17 an das hintere Gehäuse 27 zu beweaen. Danach wird die Bewegung des Betätigungsteiles 36 in die Ausgangsstellung durch eine Feder 99 bewirkt, die sich zwischen dem Sitz 72 und der Buchse 67 befindet.
  • Die Anfangsbewegung des Bremsfußhebels wird demnach nur zum Öffnen des Ventils verwendet, was zur Leistungsabgabe der Wand 17 führt, bis das Reaktionselement 90 so weit zusammengepreßt ist, daß die Hebel 82 an dem Ring 88 anliegen. Danach wirkt auf die Stange 18 die Summe der Kräfte, die auf die Hebel 82 ausgeübt werden. Eine dieser Kräfte rührt von dem Bremsfußhebel her und die andere von dem Druckunterschied, der auf die bewegliche Wand 17 wirkt.
  • Die Besonderheit der Wirkungsweise, die an sich bekannt ist, ist leichter an Hand von F i g. 3 zu verstehen, die typische Bremsdiagramme zeigt, bei denen die Abszisse die Betätigungskraft bedeutet, mit der der Bremsfußhebel angepreßt wird, und wobei die Ordinate den hydraulischen Bremsdrück darstellt.
  • Die Kurven A und B stellen Bremskurven für zwei Brenisarten während des Anpressens der Bremsen dar, und die Kurven C und D stellen den Vorgang während des Lösens der Bremsen dar.
  • In jedem Fall ist für den Pedaldruck Null ein Cleringer Ausgangsdruck bei E angezeigt. Dies ist ein z' t' im Restdruck der hydraulischen Anlage, der allgemein C verwendet wird. Die KurveA gilt für Servobreins-Cr -raft nicht nur "eräte, bei denen die anfänglichePedalk auf das Ventil, sondern auch auf den Ausgangsteil ausgeübt wird. In diesen Fällen bleibt der Restdruck während der Anfangspedalkraft konstant und beginnt dann vom Punkt F an konstant aufwärts zu steicren. Die entsprechende Lösekurve C verläuft parallel zur Kurve A und ist cierade, bis sie in den Restdruck oder den horizontalen Teil der Bremskurve übergeht. Die Linie C darf die Ordinate nicht über dem Punkt E schneiden. Dies ist eine Bearenzungsbestimmung beim Entwurf von Bremsen. Mit anderen Worten, bei Begrepzun- der Lage der geraden Lösekurve bestimmen die Hysteresiseigenschaften den Punkt F, an dem das Anpressen beginnen kann.
  • Die X urve B stellt die Bremskurve des Servobremsgerätes nach der Erfindung dar. Da fand die Stange 18 anfangs nur die Kraft der Wand 17 wirkt, wobei die menschliche Kraft nur zur Ventilbetätigung verwendet wird, steigt die Kurve von der Restdrucklinie nahezu senkrecht an. Im Punkt G ist das Element 90 so verformt worden, daß die Hebel 82 mit dem Ring 88 zusammenwirken und die Reaktion von dem entstandenen hydraulischen Druck auf den Fuß übertragen wird. In diesem Punkt ist die Bremskraft die Summe der menschlichen und der mechanischen Kräfte, und die Kurve steigt parallel zur Kurve A an.
  • Der Hauptteil der Lösekurve D ist der Kurve B parallel, aber anstatt daß sie der geraden Linie der bisherigen Brems-Servomotoren folgt, neigt sich der untere Teil der Kurve scharf nach unten und etwa parallel zu den entsprechenden Teilen der Kurve B, bis sie den Restdruckteil der Kurve im Punkte H schneidet.
  • Es wurde festgestellt, daß durch Änderung des Widerstandes gegen Verformung des Reaktionselementes 90 der obere Teil der Kurven B und D nach oben oder unten verschoben werden kann, ohne das Verhältnis des unteren Teiles der Kurven unzulässig zu beeinträchtigen.
  • Dies ermöglicht es, eine Anlage zu entwerfen, deren Ausgangsleistung geändert werden kann, indem man ein einziges Element der Anlage ändert.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Servobremsgerät, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einem über das Bremspedal betätigbaren Steuerventil für die auf eine im Gerätegehäuse beweglich angeordnete Wand einwirkenden Druckdifferenzen, mit einem Ausgangsteil zur übeitraauna der von der beweglichen Wand abgegebenen Kraft an den Hauptbremszylinder und mit einer Reaktionseinrichtung, welche an einer ersten Stelle mit der beweglichen Wand und an einer zweiten Stelle mit dem Aus-angsteil im Eingriff steht und an einer dritten Stelle mit dem Betätigungsglied des Steuerventils in Eingriff gebracht werden kann, wobei zwischen dieser Reaktionseinrichtung und der beweglichen Wand ein zwischen der zweiten und der dritten Eingriffsstelle auf die Reaktionseinrichtung einwirkendes nachgiebiges Reaktionselement vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das nachgiebige Reaktionselement(90) als Ring aus elastischem Material ausgeführt ist.
  2. 2. Servobremsgerät nach Anspruch 1 und in Kombination dazu, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionseinrichtung (81) in an sich bekannter Weise mehrere Hebel (82) aufweist, die radial und im Abstand voneinander an-eordnet sind, und daß diese Hebel (82) im Bereich ihrer Außenenden (83) über einen Widerlagerring (84) an die bewegliche Wand (17) angeschlossen sowie gegen den Widerlagerring (84) anliegend in einem Stützring (815) aus elastischem Material eingebettet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Ausle-eschrift Nr. 1097 838; C USA.-Patentschrift Nr. 2 826 041.
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