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Abtaster für gelochte Aufzeichnungsträger Die Erfindung bezieht sich
auf einen Abtaster für gelochte Aufzeichnungsträger mit Stiften, die entsprechend
der Lochteilung unter Einwirkung von Federn in einer zugleich mit dem Aufzeichnungsträger
bewegten Abtastwalze geführt sind und die beim Abtasten der Lochungen in zugeordnete
Induktionsspulen elektrische Signale induzieren.
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Die induktive Abtastung von gelochten Aufzeichnungsträgern ist bekannt.
In einer bekannten Anordnung wird durch einen Lochstreifen der Luftspalt eines magnetischen
Kreises und somit seine Reluktanz oresteuert wodurch in einer oder mehreren mit
diesem magnetischen Kreis verketteten Spulen Spannungsschwankungen, welche Signale
steuern, erzeugt werden (deutsche Patentschrift 590 995).
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Die konstruktive Ausbildung dieser bekannten Anordnung ist außerordentlich
aufwendig. Der magnetische Kreis eines Joches wird unter Belassuno, eines Luftspaltes
durch eine umlaufende Trommel geschlossen, die durch diesen Luftspalt den
Lochstreifen derartig hindurchzieht, daß von dessen Löchern radial verstellbare
magnetische Schlußstücke gesteuert werden, und dadurch die Intensität des Magnetfeldes
beeinflußt wird, wodurch in Wicklungen auf dem Joch Spannungsschwankungen erzeugt
werden. Zur Erzeugung des Magnetflusses ist eine Gleichstromquelle mit Wicklungen
verbunden, die auf den Jochen angebracht sind. Die Joche tragen noch ein zweites
Wicklungspaar, in dem die elektrischen Signale induziert werden. Je nachdem ob eine
Lochung im Lochstreifen vorhanden ist oder nicht, werden die Magnetkreise geschlossen.
Ist -keine Lochung vorhanden, liegt lediglich der Lochstreifen im Luftspalt.
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Ganz abgesehen davon, daß eine derartige Anordnung aus vielen komplizierten
und störanfälligen Einzelteilen besteht, erfordert sie zum -Abtasten der Lochungen
umfangreiche Magnetkreise.' Sie ist daher zum Verarbeiten von gelochten Aufzeichnungsträgem
mit mehreren Löcliern in einer Zeile nur bedingt geeignet. Obzwar verhältnismäßig
-dicht gepackte Magneteinrichtungen in Verbindung mit Lochstieifenabtasteinrichtungen
bekannt sind (USA:-Patentschrift 2 915 243), lassen sich die umfangreichen
Magnetkreise der -erläuterten Anordnung ohne wesentliche Abänderung auf begrenztem
Platz nicht unterbringen.
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Bekanntgeworden `ist auch- "ein- -Sogenannter Zentrifugalstreifenleser
für ultrahähe--Lesägeschwindigkeiten. Die Abfühlstifte sind in öftmingen eines Flansches
sowie in öffnungen eines - innerhalb des Flansches liegenden Rachen Ri-
- p& geführ ' t. Sie werden durch Zentrifugalkräfte radial: nach
-außen gedrückt, bis ein Kragen an der inneren Fläche des Flansches anliegt.
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Innerhalb des Flansches sind Magnetkerne mit Luftspalten angeordnet.
Jeder Magnetkem trägt eine Vonnagnetisierungsspule und eine Signalspule. Zum Führen
des Streifens dienen bogeüförnüge Führungsleisten die vermittels Schrauben im Abstand
voneinander gehalten werden. Der Lochstreifen erfährt durch die bogenförmigen Führungsstreifen
eine Umlenkung von nahezu 1801 (USA.-Patentschrift 2727091).
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Nachteilig wirkt sich bei dieser vorbekannten Lösung aus, daß die
Magnetkerne vonnagnetisiert werden müssen. Hinzu komm " daß durch
die Art der Anordnung der Magnetkerne innerhalb des Flansches immer dann eine Spannung
induziert wird, wenn sich kein Loch im Lochstreifen befindet.
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Obzwar der Zentrifugalstreifenleser für ultrahohe Geschwindigkeiten
ausgelegt ist, sind die auf die Stifte einwirkenden Zentrifugalktäfte gleichwohl
recht gering, weil -auch die Masse der Stifte gering ist. Sie eignen -sich
daher kaum für Dauerbetrieb, da die Führungsöffnungen für die Stifte durch Papierabrieb
und Staub leicht verschmutzen, wodurch sich die Reibung der Stifte in den Führungsöffnungen
beträchtlich erhöht. Ein Schutz der Magnetkerne gegen Streufelder ist nicht vorgesehen.
Der ZentrifugalstreifenlAer ist überdies so ausgebildet, daß der Streifen nur in
einer Richtung durch die Anordnung transportiert werden kann.
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-Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
geschilderten Nachteile zu vermeiden und einen Abtaster-für gelochte Atifzeichnungsträger
züj schaffen, bei -dein der Aufzeichnungsträger den Magnetfluß der Induktionsspule
nicht zu durchsetzen und -bei dem weiterhin das Abtasteleinent kein geschlossener
magnetischer Kreis zu sein braucht.
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, Diese Aufgabe wird dadurchgelöst, daß die Köpfe der Stifte
magnetisch sind, daß die Induktionsspulen. mit. von den Stiftköpfen magnehsierbaren
Eisenkernen verkettet sind, die - außerhalb - der Walze in
einer
Halterung sitzen, und daß die der Walze zugekehrten Seiten der Eisenkerne in den
Grundflächen von kammartig angeordneten Kanälen für die jeweils C t3 in einer Spur
durch die Lochungen hindurchragenden Stiftköpfe liegen.
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Wesentlich ist, daß die Köpfe der Stifte magnetisch sind und die Eisenkerne
der Induktionsspulen magnetisieren. Hierdurch werden in den Induktionsspulen die
elektrischen Spannungen induziert, wodurch sich der Vorteil ergibt, daß die Eisenkeme,
mit denen die Induktionsspulen verkettet sind, nicht durch Gleichstrom vormagnetisiert
zu werden brauchen, um ein Magnetfeld zu erzeugen.
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Dadurch, daß die Eisenkerne und die Induktionsspulen in einer Halterung
neben der Walze angeordnet sind, lassen sich in den Spulen die Signalspannungen
immer dann induzieren, wenn eine Lochung vorhanden ist.
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Die Zwischenwände zwischen den kammartig angeordneten Kanälen dienen
einmal dazu, den Aufzeichnungsträger auf die Oberfläche der Walze zu drücken und
zum anderen, Streufelder zu vermeiden. Darüber hinaus gestattet diese Anordnung,
daß die plan mit den Grundflächen der Kanäle angeordneten Eisenkemflächen möglichst
nahe an die magnetischen Köpfe der Stifte herangebracht werden. Es können auch die
magnetischen Köpfe der Stifte die entsprechenden Flächen der Eisenkerne beim Vorbeibewegen
berühren, so daß überhaupt kein Luftspalt zwischen den Magneten und den Ankern vorhanden
ist.
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Die Eisenkerne können ringförmige Magnetkerne sein, wenn Rechteckimpulse
verlangt werden.
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Die Induktionsspulen können aber auch mit Weicheisenkernen in Verbindung
stehen, die als einfache Stäbe aus 1-ebildet sind.
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Alle Stifte einer Spur können jeweils mit einem gemeinsamen kreisringförmigen
Federkörper in Wirkverbindung stehen. Jeder Federkörper kann ein Gummiring sein.
Er liegt in einer ersten Ringnut einer Scheibe, deren äußerer Rand radiale Schlitze
aufweist, in denen die Stifte geführt sind.
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Von Vorteil ist es, wenn die Stifte einen kegelstumpfförinigen magnetischen
Kopf, einen ringförmigen Begrenzungsanschlag und daran anschließend einen Zapfen
aufweisen, der auf dem kreisringförmigen Federkörper aufsteht.
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Alle Scheiben sitzen nebeneinander auf einer Welle und werden
hier von Begrenzungsscheiben in Verbindung mit Sicherungseleinenten festgehalten.
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Eine derartige Anordnung besteht nicht nur aus einfach herzustellenden
Teilen, sondern gestattet auch einen außerordentlich schnellen Zusammenbau sowie
ein leichtes Auswechseln beschädigter Teile.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend in Verbindung
mit den Zeichnungen erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine schematische Gesamtansicht
eines Abtasters, F i g. 2 eine Frontansicht des Abtasters nach F i
g. 1, teilweise im Schnitt, mit Lenkansätzen für den Aufzeichnungsträger,
F i g. 3 eine Scheibe zum Aufnehmen der Abtaststifte, F i g. 3 a eine
Scheibe gemäß F i g. 3, teilweise im Schnitt.
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F i g. 1 zeigt eine Abtastvorrichtung 1, die aus einer
Abtastwalze 2 und einer Haltevorrichtung 3
für die Induktionsspulen
9 besteht. Ein mit 4 bezeichneter Aufzeichnungsträger wird zwischen der Haltevorrichtung
3 und der Abtastwalze 2 hindurchgeführt. Der Vorschub des Aufzeichnungsträgers
kann durch die Abtastwalze 2 bewirkt werden.
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Wie die F i g. 1 erkennen läßt, sind in der Abtastwalze 2 Stifte
5 vorgesehen, die entsprechend der Lochteilung angeordnet sind. Sie ragen
aus der Oberfläche der Abtastwalze 2 heraus und können durch die Lochungen des Aufzeichnungsträgers
hindurchtreten.
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Die Stifte 5 (F i g. 1, 3) weisen einen magnetischen
Kopf 6, einen Begrenzungsanschlag 7 sowie einen Zapfen 8 auf.
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Wie in F i g. 1 schematisch angedeutet ist, sind die Induktionswicklungen
mit Anschlußdrähten 10 versehen. Jede Induktionswicklung kann mit einem Ringkern
11 verkettet sein, dessen zu den Stiften 5
hinweisende Polschuhe 12
in Grundflächen 13 von Kanälen 14 für die Köpfe 6 der Abtaststifte
5
liegen.
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Zwischen den Kanälen 14 sind Zwischenwände 15
angeordnet, durch
die der Aufzeichnungsträger auf die Oberfläche der Abtastwalze 2 gepreßt wird. Die
Zwischenwände 15 verhindern zugleich ein Ausbreiten von Streufeldem. Die
Köpfe 6 der Stifte ragen jeweils so weit durch die Lochungen im Aufzeichnungsträger
hindurch, daß sie leicht die Polschuhe 12 der Eisenkerne 11 derart magnetisieren
können, daß in den Induktionsspulen 9 Signalspannungen induziert werden..
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Das Magnetfeld der vom Aufzeichnungsträger zurückgehaltenen magnetischen
Köpfe reicht nicht aus, um in den Induktionsspulen eine Signalspannung zu erzeugen.
Lediglich die durch die Lochungen des Aufzeichnungsträgers hindurchragenden Köpfe
induzieren in den Induktionswicklungen Spannungsstöße.
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F i g. 2 zeigt, daß die Haltevorrichtung 3 zugleich
auch mit Führungselementen 16 für den gelochten Aufzeichnungsträger versehen
sein kann, so daß die Stiftköpfe 6 relativ langsam in die Lochungen eindringen
können.
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Der Doppelpfeil 17 in F i g. 2 deutet an, daß der Aufzeichnungsträger
4 in beiden Richtungen durch die Abtastvorrichtungen transportierbar ist. Jeder
Eisenkern nach F i g. 2 besteht aus einem Weicheisenstab 11 a oder
aus einer Anzahl parallelliegender Stäbe, um die die Induktionswicklung
9 a gewikkelt ist. Die Polschuhe 12 a der Weicheisenstäbe 11
a
liegen plan in den Grundflächen 13 der Kanäle 14.
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Die F i g. 1, 3, 3 a lassen weiterhin kreisringförmige Federkörper
18 erkennen, die in einer ersten Ringnut 19 von Scheiben 20 angeordnet
sind. Der kreisringförmige Federkörper 18 wirkt auf alle Abtaststifte
5 einer Scheibe ein. Die Stifte 5 sind in radialen Schlitzen 22 (s.
F i g. 3S im äußeren Rand 21 jeder Scheibe 20 geführt.
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Auf der der ersten Ringnut 19 gegenüberliegenden Seite jeder
Scheibe 20 ist eine zweite Ringnut 23
(F i g. 3 a) vorgesehen, die
den kreisringfönnigen Federkörper 18 der Nachbarscheibe 20 teilweise, aufnimmt.
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Alle Scheiben 20 sitzen auf einer Welle 24 (F i g.
1)
und werden dort durch Begrenzungsscheiben 25 und 26 in
Verbindung mit Federringen 27 und 28 gehalten. Die Scheiben 20 sind
vermittels Nut 29 und Feder 30 (F i g. 3) gegen Verdrehung
gegenüber der Welle 24 gesichert.
Auf der Welle 24 ist eine weitere
Nut 31 vorgesehen, auf der ein Antriebsritzel sitzen kann.
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Mit 32 und 33 sind Lager angedeutet, vermittels deren
die Abtastwalze. 2 in einem Gehäuse angeordnet sein kann. Zwischen der Begrenzungsscheibe
26 und dem Lager 32 ist ein Wellenansatz 34 vorgesehen.
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F i g. 2 zeigt weiterhin, daß die Induktionswicklung 9a auch
vollkommen gekapselt sein kann.
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F i g. 3 läßt eine Scheibe 20 mit einem kreisringförmigen Federkörper
18 in Draufsicht erkennen. Einer der Stifte 5 ist niedergedrückt und
zeigt den Federeffekt des kreisringförmigen Federkörpers 18.