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DE1231859B - Vorrichtung zur Ausbildung der Innenflaeche des Halses eines Glasgefaesses - Google Patents

Vorrichtung zur Ausbildung der Innenflaeche des Halses eines Glasgefaesses

Info

Publication number
DE1231859B
DE1231859B DEO9366A DEO0009366A DE1231859B DE 1231859 B DE1231859 B DE 1231859B DE O9366 A DEO9366 A DE O9366A DE O0009366 A DEO0009366 A DE O0009366A DE 1231859 B DE1231859 B DE 1231859B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
neck
glass vessel
jaws
mandrel
forming
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO9366A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Zauner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OI Glass Inc
Original Assignee
Owens Illinois Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Owens Illinois Inc filed Critical Owens Illinois Inc
Publication of DE1231859B publication Critical patent/DE1231859B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/04Re-forming tubes or rods
    • C03B23/09Reshaping the ends, e.g. as grooves, threads or mouths
    • C03B23/095Reshaping the ends, e.g. as grooves, threads or mouths by rolling

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Ausbildung der Innenfläche des Halses eines Glasgefäßes Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausbildung der einspringende Teile aufweisenden Innenfläche des Halses eines Glasgefäßes, im wesentlichen bestehend aus einem zwei gegen die Kraft von Federn spreizbare Formbacken aufweisenden, in den auf Verformungstemperatur erhitzten Hals des sich drehenden Glasgefäßes einführbaren Dorn und auf die Außenfläche des Halses einwirkenden Formrollen.
  • Durch die britische Patentschrift 524 927 ist ein Spreizdorn bekanntgeworden, dessen beide Formbacken an ihrem vorderen Einführende gelenkig miteinander verbunden sind. Diese Ausbildung hat den Nach teil, daß der Durchmesser der Gefäßöffnung ein bestimmtes Mindestmaß nicht unterschreiten darf, da es andernfalls nicht mehr möglich ist, das Gelenk durch die Öffnung in das Gefäß einzuführen. Die freien, aus dem Glasgefäß herausragenden Enden weisen auf den einander zugekehrten Innenflächen Schrägflächen auf, die mit entsprechenden Schrägflächen eines mechanisch betätigten Stößels zusammenwirken, um die Backen auseinanderzuspreizen. Der Betätigungsstößel durchgreift eine hin- und herbewegliche Buchse, auf deren den Formbacken zugekehrten Ende eine Haltevorrichtung für die Formbacken befestigt ist, welche die Formbacken buchsenartig mit Spiel umgreift, um ein Aufweiten derselben zu gestatten. Nahe dem freien Ende der Formbacken sind je ein winkelförfniger Bügel an der Außenseite befestigt, die durch Zugfedern miteinander verbunden sind, um die Formbacken zusammenzuziehen. Der Nachteil dieser Konstruktion besteht weiterhin darin, daß die Formbacken beim Einführen in die Gefäßöffnung keinen festen Sitz aufweisen und sich in der Haltebuchse bewegen können, wodurch ein präzises Arbeiten ausgeschlossen wird. Weiterhin ist die mechanische Betätigung der Formbacken unnachgiebig, so daß es bei nicht genügend erwärmten Glaskörpern zum Bruch kommen kann. Weiterhin ist es er@=7ünscht, den Rückstelldruck, den die Federn auf die Formbacken ausüben, einstellbar zu machen, was bei der bekannten Einrichtung nicht der Fall ist.
  • Durch die USA.-Patentschrift 1229 023 ist ein Dorn zur Profilierung der Innenfläche eines Behälter-It:.ulses bekanntgeworden, bei dem im Dorn Rollen drehbar gelagert sind, von denen die eine auf einem Excenter angeordnet ist, so daß sie bei einer Drehung des Excenters nach außen hin verstellt werden kann, um einen einspringenden Teil im Behälterhals zu bilden. Dieser bekannte Dorn ist kein Spreizdorn der eingangs genannten Art. Abgesehen davon ist auch er für kleinere Halsdurchmesser ungeeignet.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mängel bekannter Spreizdorne zu vermeiden, insbesondere einen Spreizdorn zu schaffen, der auch zum Bearbeiten von kleinen Öffnungsdurchmessern geeignet ist, bei denen die bekannten Spreizdorne nicht mehr verwendet werden können. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die im Querschnitt halbkreisförmig ausgebildeten, irr flächige Anlage aneinandergedrückte Formbacken an den freien Enden von zwei sich vom Glasgefäß fort erstreckenden Hebeln befestigt sind, die schwenkbar in einem hohlzylindrischen, hin- und herbeweglichenKörper gelagert sind, zwischen den Hebeln ein aus elastischem Material bestehender aufweitbarer Balg vorgesehen ist, in den von einem Ventil gesteuert ein Druckmittel ein- und ausführbar ist, und die Spreizbewegung der Formbacken durch einen verstellbaren Anschlag begrenzt ist. Mit einer so ausgebildeten Vorrichtung werden die vorstehend zu den einzelnen, bekannten Vorrichtungen genannten Nachteile beseitigt, insbesondere wird es mit der Vorrichtung nach der Erfindung möglich, auch sehr kleine Durchmesser zu bearbeiten.
  • Zweckmäßige Ausgestaltungen der Vorrichtung nach der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt F i g. I eine Draufsicht auf eine Glasformmaschine, wobei bestimmte Teile fortgeschnitten sind, F i g. 2 eine Seitenansicht, teilweise im senkrechten Schnitt nach der Linie 2-2 der F i g. 1, F i g. 3 einen vergrößerten senkrechten Schnitt der Mündungsformvorrichtung an einer einzelnen Arbeitsstation, die in offener Anordnung gezeigt ist, um den Eintritt und Austritt des rohrförmigen Werkstückes zu erleichtern, F i g. 4 eine Darstellung, ähnlich dem in F i g. 3 gezeigten Teil, wobei jedoch die Mündungsformvorrichtung in geschlossenem Zustand gezeigt ist und die äußere Formgebung des Mündungsabschnittes des Werkstückes beginnt, F i g. 5 eine Darstellung, ähnlich den F i g. 3 und 4, wobei jedoch ein ausziehbarer Dornabschnitt der Vorrichtung in ausgezogenem Zustand gezeigt ist und eine Innenformung des Mündungsabschnittes des Werkstückes stattfindet, F i g. 6 eine vergrößerte Draufsicht auf die einzelne Arbeitsstation nach der Linie 6-6 der F i g. 2 bei Darstellung der äußeren Mündungsformelemente in geöffneter Anordnung, F i g. 7 eine Darstellung, ähnlich der F i g. 6, wobei jedoch die äußeren Mündungsformelemente in geschlossenem Zustand gezeigt sind und F i g. 8 eine vergrößerte Ansicht einer Glasflasche, teilweise im Schnitt.
  • Die dargestellte Vorrichtung ist gemäß ihrer bevorzugten Ausführungsform insbesondere geeignet, um die Innen- und Außenflächen von Mündungs- und Halsabschnitten kleiner Glasflasehenrohlinge während ihres vorübergehenden Aufenthaltes an einer einzelnen Arbeitsstation zu bearbeiten, während jeder Rohling axial gedreht wird und auf das offene Ende jedes Rohlings gemäß dem Verfahren und der Vorrichtung nach der Erfindung eine Wirkung ausgeübt wird. Die Erfindung ist gleichmäßig anwendbar auf die Bearbeitung größerer oder kleinerer Oberflächen verschiedenster Art von rohrförmigen Glasgegenständen oder Rohlingen, die unterschiedliche Durchmesser und Wandstärken haben, und ist nicht auf die Bearbeitung von nur verhältnismäßig kleinen Glasflaschen oder Phiolen beschränkt.
  • Gemäß der Darstellung in den F i g. 1 und 2 besteht die Formmaschine aus einem feststehenden Grundkörper 11 und einem senkrechten Bocklager 12, in welchem eine Hohlwelle 13 gelagert ist, die sich nach unten in das Maschinenbett hineinerstreckt. Das obere Ende der Hohlwelle 13 trägt einen waagerecht angeordneten, umlaufenden Lagerring 14, welcher eine Reihe mit gleichen Abständen angeordneter Haltevorrichtungen 15 für das rohrförmige Ausgangsmaterial aufnimmt, die jeweils eine eigene Klemmbacke 16 haben. Jede Klemmbacke 16 ist drehbar und wird ununterbrochen in derselben Richtung und im Gleichlauf durch ein Stirnrad 17 gedreht, welches im oberen Bereich der Haltevorrichtung 15 mit dieser verbunden ist. Ein großes Zahnrad 18 ist im oberen Bereich des Lagerringes 14 drehbar gelagert und stellt eine Verbindung mit der senkrechten Antriebswelle 19 her. Die Welle 19 erstreckt sich durch die Hohlwelle 13 nach unten in das Maschinenbett hinein, um Zahnräder 17 zum Drehen der Klemmbacken anzutreiben. Somit kann die Anzahl der Klemmbacken 16 mit jeder beliebigen Geschwindigkeit eines axialen Umlaufes unabhängig von der Einteilbewegung des Lagerringes 14 durch eine Reihe aufeinanderfolgender Arbeitsstationen hindurchgetrieben werden.
  • Die Glasbehälter oder Flaschen werden vorzugsweise aus länglichen Glasrohren 20 gebildet, welche während der Formung des unteren offenen Endabschnittes jedes Werkstückes durch Klemmbakken 16 in einer senkrechten Lage gehalten werden.
  • Im Anschluß an die Beendigung des Formvorganges für das offene Ende kann jede Klemmbackenvorrichtung einzeln ausgelöst werden, um einen Umlauf zu verhindern und eine Trennung des rohrförmigen Ausgangsmaterials in dem vorgeschriebenen mittleren Bereich sowie eine abschließende Formung des geschlossenen Endabschnittes jedes Behälters zu gestatten. Die endgültgie Formung jedes Behälters wird auf dem Wege um die zweite Reihe von Arbeitsstationen 21 herum durchgeführt.
  • An der im oberen Bereich der F i g. 1 und rechts in F i g. 2 gezeichneten Arbeitsstation A wird das untere Ende des rohrförmigen Ausgangsmaterials oder Werkstückes 20, dessen unterer Endabschnitt sich in einem durch Hitze erweichten bearbeitungsfähigen Zustand befindet, mit der Endenformvorrichtung 22 in Berührung gebracht.
  • Der untere Endabschnitt jedes Rohres 20 ist offen und durch eine Reihe vorhergehender Stationen hindurchgeführt worden, an denen beheizte Brennerpaare 23 den Endabschnitt bis zu einem thermoplastischen bearbeitungsfähigen Zustand erwärmen.
  • Die Vorrichtung 22 besteht aus zwei umlaufenden kreisförmigen Formbacken 24, welche auf einer Grundplatte 25 angeordnet sind, die in einer Ebene senkrecht zur Rohrachse liegt. Die beiden Formbacken 24 sind senkrecht zur Bewegungsrichtung des rohrförmigen Werkstückes 20 ausgerichtet, welche in Richtung auf die Arbeitsstation A zu und von ihr fort im Uhrzeigersinn geführt ist, wie es in der F i g. 1 gezeigt ist. Die Formbacken 24 sind vorzugsweise waagerecht miteinander auf einer radialen Linie angeordnet, die sich vom Mittelpunkt der Maschine forterstreckt.
  • Gemäß der Darstellung in den F i g. 6 und 7 erstreckt sich die Grundplatte 25 waagerecht unterhalb des unteren Endes des Rohres 20 und in der Nähe desselben. Auf der Grundplatte 25 sind zwei bewegliche Arme 26 angeordnet und können mit Bezug auf diese Platte verschwenkt werden, wobei in jedem Arm eine senkrechte Welle 27 gelagert ist und diesen Arm mit der Grundplatte verbindet, wodurch der Drehpunkt des Armes gebildet ist. Die beiden kreisförmigen, umlaufenden Formbacken 24 sind auf auslegerarmartigen freien Enden der Arme 26 angeordnet, wobei für jeden einzelnen Arm eine Formbacke vorgesehen ist. Jede Formbacke 24 wird durch eine kurze senkrechte Welle 28 gelagert, die in einem Lager drehbar aufgenommen wird. Mit den senkrechten, umlaufenden Wellen 27, welche jeden Arm aufnehmen, sind zwei gleiche Kettenräder 29 fest verbunden, um die sich eine endlose Kette 30 herumerstreckt. Mit jeder Welle 27 ist ferner ein weiteres Kettenrad verbunden, welches parallel mit einem die Formbacke antreibenden Kettenrad ausgerichtet ist, welches auf der Formbackenhaltewelle 28 angeordnet ist.
  • Um jedes Formbackenantriebsrad und das zweite Kettenrad auf der Welle 27 erstreckt sich eine endlose Kette 31 herum. Somit sind die beiden Formbacken 24 durch die beiden einzelnen Antriebsketten 31, welche sich gemeinsam mit jedem Arm 26 erstrecken, und eine gemeinsame Antriebskette 30, die sich zwischen den Wellen 27 der drehbar gelagerten Arme erstreckt, miteinander verbunden. Es sind Leerlaufrollen 32 angeordnet, die auf die einzelnen Ketten 31 zur Einwirkung kommen, um dieselben in der richtigen Spannung und Einstellung zu halten. Wahlweise werden die einzelnen Formbacken 24 nicht kraftschlüssig durch die einzelnen Antriebsketten getrieben, welche entfernt werden, und die kreisförmigen Formbacken können frei umlaufen.
  • Gemäß der Darstellung in F i g. 2 erstreckt sich die Welle 27 durch die Grundplatte 25 nach unten und ist in einem Lagergehäuse zur Verbindung mit einem Antriebsmittel, beispielsweise einem Elektromotor M, gelagert. Das Antriebsmittel wird in zeitlicher Abstimmung mit anderen Arbeitselementen der Maschine betätigt, oder es wird zur Speisung der Maschine eine gemeinsame Quelle verwendet. Somit werden die Formbacken 24 mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit in derselben Richtung und synchron mit dem rohrförmigen Ausgangsmaterial 20 gedreht, oder es wird wahlweise den Formbacken ein freier Umlauf ermöglicht.
  • Gemäß der Darstellung in den F i g. 3, 4 und 5 haben die Formbacken 24 gleiche vergrößerte Flansche 24 a im oberen Bereich, welche zur Formung des Halsumrisses und des Außenflansches des unteren Rohrendes dienen.
  • Zwischen den mittleren Bereichen der zwei Arme 26 ist gemäß der Darstellung in den F i g. 6 und 7 eine Zugfeder 34 angeordnet und verbindet diese Bereiche miteinander. Die Zugfeder wird durch eine Stellschraube 35 eingestellt, um den erforderlichen Druck auf das Werkstück vorzusehen, wenn die Spannbacken 24 durch eine Drehbewegung der Arme 26 zur engen Annäherung mit dem Werkstück zum Eingriff gebracht werden.
  • Auf einem freien Endabschnitt des einen Armes 26, der sich in Richtung auf den anderen Arm zu erstreckt, ist ein Anschlagkörper 36, der beispielsweise aus einem länglichen, mit Gewinde versehenen Maschinenbolzen besteht, einstellbar angeordnet. Das vorstehende Ende dieses Anschlagkörpers 36 kann den anderen Arm berühren, um den Mindestabstand zwischen den Formbacken 24 zu regeln.
  • Auf den abschließenden freien Endabschnitten jedes Armes 26 ist eine frei umlaufende Nockenrolle 37 angeordnet. Eine ringförmige Nocke 38 mit Arbeitsflächen in der Form eines Keiles wird von einem Arm 39 aufgenommen und ist so angeordnet, daß sie die beiden Nockenrollen 37 berührt, um die freien Enden der Arme 26 zu trennen. Der Nockenlagerarm 39 ist fest an dem Schwenkarm 40 befestigt, welcher sich durch die Grundplatte 25 hindurch nach unten in das Maschinenbett hineinerstreckt. Der Schwenkarm 40 wird über einen kleinen Winkel schwingend hin- und herbewegt, um die relative Lage der Formbacken entweder in der geöffneten Anordnung gemäß der Darstellung in F i g. 6 oder in der geschlossenen Anordnung gemäß der Darstellung der F i g. 7 zu steuern. Der Schwenkarm 40 wird vor dem Intervall, in welchem der Lagerring 14 die Klemmbacke 16 und das von ihr zurückgehaltene Werkstück 20 während dieses Intervalls von einer Arbeitsstation zur anderen bewegt, entgegen dem Uhrzeigersinne gedreht. Der Nocken 38 trennt das freie Ende der Arme 26 durch Zurückziehen der Nockenrollen 37, um den Eintritt und Austritt des rohrförmigen Ausgangsmaterials in die Formstation A hinein bzw. aus ihr heraus zu ermöglichen. Daher ist die Endenformvorrichtung 22 in F i g. 6 mit geöffneten Formbacken 24 und in F i g. 7 mit geschlossenen Formbacken gezeigt. Während des Endformvorganges, wobei das Werkstück 20 axial um eine feststehende, senkrechte Achse an der Station A gedreht wird, wird der Schwenkarm 40 über einen kleinen Winkel im Uhrzeigersinn gedreht und der Nocken 38 von rechts nach links bewegt, wodurch es den Nockenrollen 37 ermöglicht wird, sich in der Nähe der Feder 34 zu bewegen, wie es in den F i g. 4 und 7 gezeigt ist. Die Formbacken 24 haben gleiche geflanschte Oberflächen mit glatten Konturen. Die Formbacken werden durch die Zugfeder 34 zusammengezogen, um den durch Wärme erweichten Endabschnitt zusammenzuziehen, bis der Anschlagkörper 36 die Innenseite des gegenüberliegenden Armkörpers 26 berührt. Der Anschlagkörper 36 steuert genau die äußere Abmessung.
  • An der Station A der Formmaschine ist ein auf und ab beweglicher Dorn 40a angeordnet, um durch den offenen Endabschnitt des rohrförmigen Ausgangsmaterials 20 einzudringen. Gemäß der Darstellung in F i g. 3 wird dieser Dorn in seiner abgesenkten Stellung gehalten, um den Eintritt des rohr- . förmigen Ausgangsmaterials 20 in seine vorgeschriebene Stellung an der Station A zu ermöglichen. Der Dorn 40 a besteht aus einem zylindrischen Hohlkörperabschnitt 41, welcher innerhalb eines Lagers 42 in der Grundplatte 25 gelagert ist. Der Hauptabschnitt 41 wird durch eine in seinem unteren Bereich befestigte Zahnstange 43 in senkrechter Richtung auf und ab bewegt, wobei diese Zahnstange mit einem Stirnrad 44 in Verbindung steht. Das Stirnrad 44 ist auf einer Schwenkwelle 45 angeordnet, welche Schwingbewegungen über einen verhältnismäßig kleinen Winkel ausführt, um den Dorn zu heben und zu senken. Innerhalb des Hohlkörperabschnittes 41 sind zwei längliche, gleiche Arme 46 drehbar angeordnet. Jeder Arm ist in einem unteren Bereich des Körperabschnittes 41 drehbar auf einem waagerechten Drehzapfen 47 gelagert. Die Arme 46 sind mit senkrechtem Abstand voneinander innerhalb des Hauptdornkörpers gelagert.
  • An dem oberen Ende der drehbar gelagerten Arme 46 sind zwei halbkreisförmige Formelemente 50 befestigt. Jedes Formelement 50 hat eine halbkreisförmige Gestalt mit einer vergrößerten oberen Umrißlinie zur Bearbeitung des inneren eingeschnürten Teiles des Werkstückes 20. Die halbkreisförmigen Formelemente 50 haben im wesentlichen ebene Berührungsflächen, welche Vorderseite an Vorderseite ruhen, wenn der Dorn sich in seiner zurÜckgezogenen Stellung befindet.
  • In dem oberen Ende des Dornkörperabschnittes 41, welcher Federanschläge aufweist, die einen oberen Bereich jedes Armes 46 berühren, sind zwei getrennte Druckfedern 51 angeordnet. Die Druckfedern dienen dazu, die beiden Formelemente 50 in fester Berührung miteinander zu halten. Die Elemente 50 bestehen vorzugsweise aus Federkolben, welche dazu dienen, das zweiteilige Formwerkzeug im zusammengezogenen Zustand zu halten.
  • Zwischen einem mittleren Bereich der drehbar gelagerten Arme 46 ist eine ausziehbare Hülse 52 aus biegsamem Material angeordnet, die aus einem länglichen, luftdichten, fingerartigen Teil besteht. Diese Hülse 52 besteht vorzugsweise aus einem glasfaserverstärkten und mit Silikongummi überzogenen Luftsack, welcher ein geschlossenes oberes Ende und ein geöffnetes unteres Ende aufweist. Das offene untere Ende stellt eine Verbindung mit einer Einlaßleitung 53 her, um Druckluft beispielsweise in die Hülse 52 einzulassen, um diese aufzublasen, oder die Luft daraus zu entlassen. Die Einlaßleitung 53 stellt eine Verbindung mit einem Dreiwegeventil 54 her, welches von einem Hebel 55 und einer Nockenrolle 56 betätigt wird. Eine Einlaßleitung 57 für die Einführung von Druckluft stellt eine Verbindung mit einem Druckregler 58 und mit einem T-Stück 59 sowie einer Luftflasche 60 her. Wenn der Nocken 61 auf der drehbaren Welle 62 in die richtige Stellung gedreht worden ist, dann wird Druckluft in die fingerartige Hülse 52 eingelassen. Die starr angeordneten Armkörper 46, welche die beiden trennbaren Formelemente 50 lagern, werden auseinandergeschwenkt, so daß sie konvergieren und die Formelemente 50 gemäß der Darstellung in F i g. 5 ausgedehnt werden. Der Dorn, welcher im wesentlichen axial mit dem Werkstück an der Arbeitsstation ausgerichtet ist, formt die Innenseiten des Mündungsabschnittes ohne eine einspringende Eckenkontur. Gemäß der Darstellung in F i g. 5 werden die teilbaren Formelemente 50 gegen die Innenform zur Einwirkung gebracht und formen diese. Ein verbindender Anschlagkörper 49, der aus einem einstellbaren Maschinenbolzen besteht, begrenzt die Ausdehnung der Formelemente 50.
  • Die Arbeitsweise der Vorrichtung sowie das Verfahren zur Formung der einspringenden inneren Eckenform in dem Mündungsabschnitt des Glasbehälters können wie folgt zusammengefaßt werden.
  • Der untere Endabschnitt des rohrförmigen Glasrohlings wird erwärmt, so daß er sich in einem thermisch erweichten, bearbeitungsfähigen Zustand befindet. Diese Erwär-nung wird an einer oder mehreren Stationen, die unmittelbar vor der Arbeitsstation A angeordnet sind, durchgeführt. An diesen verschiedenen Stationen wird das Werkstück durch seine Halteklemmbacken axial gedreht, so daß der abschließende untere Bereich des Endabschnittes in der vorgeschriebenen waagerechten Ausrichtung gehalten wird. Das rohrförmige Ausgangsmaterial steht in senkrechter Richtung aus der Klemmbacke heraus nach unten in eine Stellung auf einer waagerechten Ebene hinein vor, die mit dem Hals und den die Mündung bildenden Oberflächen zweier umlaufender Formbacken 24 zusammenfällt. Unmittelbar bei Ankunft des rohrförmigen Ausgangsmaterials 20 an der Arbeitsstation A wird der in senkrechter Richtung zu bedienende Dorn 40 a nach oben bewegt, um den unteren Endabschnitt des rohrförmigen Rohlings bis in eine Stellung zwischen den umlaufenden Formbacken 24 zu durchdringen. Sodann wird der keilförmige Nocken 38 gemäß der Darstellung in den F i g. 6 und 7 durch eine Winkelbewegung des Schwenkarmes 40 um eine kleine Entfernung von rechts nach links bewegt, wie es in den F i g. 6 und 7 gezeigt ist, wobei die Nockenrollen 37 mit den Winkelflächen des Nockens in Berührung gehalten werden. Während dieses Zeitraumes können die Formbacken 24 ununterbrochen mit derselben Umfangsgeschwindigkeit gedreht werden wie das untere Ende des rohrförmigen Ausgangsmaterials oder wahlweise durch Reibungseingriff mit dem Werkstück während der Endeneinschnürung angetrieben werden. Zu Beginn der Endeneinschnürung vermindern die beiden äußeren Formbacken 24 die Außenabmessungen des Werkstückes und füllen einen erheblichen Teil des Endraumes zwischen den zurückgezogenen Dornformelementen und den Formbacken 24 aus. Nach der Darstellung in F i g. 4 formen die er. weiterten Flansche 24 a der umlaufenden Form backen 24 die Außenflächen des Werkstückhals. abschnittes, während der zurückgezogene axial aus. gerichtete Dorn dazu dient, die Innenseiten leicht zi berühren und in koaxialer Ausrichtung zu halten.
  • Unmittelbar danach wird unter Druck stehende; Strömungsmittel in die aufweitbare Hülse 52 inner halb des Dornkörpers eingeführt, um die Formele. mente 50, die innerhalb des Werkstückes angeordne sind, zu trennen. Die vergrößerten Oberflächen dei Dornformelemente dienen dazu, die Innenseiten dei Behälteröffnung mit einer einspringenden Ecke zu bearbeiten, wobei ein innerer Bereich einen Durch. messer hat, der denjenigen an der Behältermitte über schreitet. Wenn die Formelemente 50 das bearbei. tungsfähige Glas nach außen drücken, dann wird gemäß der Darstellung in F i g. 5 der Außenflansch zwischen den umlaufenden Formbacken 24 im wesentlichen bis zur Annahme seiner endgültigen Außenform geformt. Der Anschlagkörper 49, welcher einer oberen Bereich der Arme 45 miteinander verbindet begrenzt die Ausdehnung der Dornformelemente 50 Der Nocken wird im wesentlichen zwischen der Nockenrollen 37 zurückgezogen, um es dem Anschlagkörper 36 zu gestatten, den entgegengesetzter Arm 46 zu berühren, um die Außenflächen des Werkstückes mit genau geformten Abmessungen zu versehen. Bei Beendigung des Formens des innerer »Rückblas«-Halses wird das Dreiwegeventil 54 betätigt, um das unter Druck stehende Strömungsmittel an die Luft abzugeben. Die Federkolben 51 drücken dann das Strömungsmittel aus der aufweitbaren Hülse heraus und ziehen die Dornelemente 50 in eine zurückgezogene Stellung. Die zurückgezogenen Formelemente des Dornes werden dann von dem Werkstück zurückgezogen, indem der Dorn 40 a durch das Stirnrad 44, welches mit der Zahnstange 43 kämmt. abgesenkt wird. Der ringförmige Nocken 38 wird sodann von links nach rechts bewegt, um die umlaufenden Formbacken 24 zu öffnen und sie aus ihrer Berührung mit dem Werkstück herauszubewegen. Das untere Ende des Werkstückes wird so bearbeitet, daP das Glas den ausgenommenen Bereich zwischen den unteren Abschnitten der Formbacken 24 von geringerem Durchmesser im wesentlichen ausfüllt. Im Anschluß an die Bearbeitung des fertig geformten Behälterhalses, so daß sowohl die Innen- als auch die Außenseiten genau geformt sind, wird der Dorn nach unten entfernt, und die äußeren Formbacken werden durch den Nocken 38 getrennt. Die äußeren kreisförmigen Formbacken werden dann vollkommen zurückgezogen, um es zu ermöglichen, daß das rohrförmige Ausgangsmaterial, welches den neugeformten Hals trägt, aus der Arbeitsstation entfernt wird.
  • Das nicht fertig bearbeitete Glasrohr wird dann weiter erwärmt und an einem vorgeschriebenen mittleren, oberen Bereich an einer oder mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsstationen nach bekannten Verfahren getrennt, um die Formung des Gegenstandes, beispielsweise durch eine Bodenbearbeitung, zu beenden. Nach der Darstellung in F i g. 8 besitzt der Behälter 20 0. einen Außenflansch 20 b und einen genau geformten eingeschnürten Hals 20 c unmittelbar darunter. Die Innenseiten 20 d des Behälters haben eine einspringende Ecke innerhalb des Flansches 20 b und oberhalb des Halses 20 c. Wenn der Behälter mit einem im wesentlichen rechtwinkligen, geschlossenen Boden 20 e versehen wird, dann entsteht der fertig geformte Behälter, der in F i g. 8 gezeigt wird.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur Ausbildung der einspringende Teile aufweisenden Innenfläche des Halses eines Glasgefäßes, im wesentlichen bestehend aus einem zwei gegen die Kraft von Federn spreizbare Formbacken aufweisenden, in den auf Verformungstemperatur erhitzten Hals des sich drehenden Glasgefäßes einführbaren Dorn und auf die Außenfläche des Halses einwirkenden Formrollen, dadurch gekennzeichnet, daß die im Querschnitt halbkreisförmig ausgebildeten, in flache Anlage aneinandergedrückten Formbacken (50) an den freien Enden von zwei sich vom Glasgefäß (20) forterstreckenden Hebeln (46) befestigt sind, die schwenkbar in einem hohlzylindrischen hin- und herbeweglich geführten Körper (41) gelagert sind, zwischen den Hebeln (46) ein aus elastischem Material bestehender aufweitbarer Balg (52) vorgesehen ist, in den von einem Ventil (54) gesteuert ein Druckmittel ein- und ausführbar ist, und die Spreiz-Bewegung der Formbacken durch einen verstellbaren Anschlag (49) begrenzt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeden Hebel (46) ein in einer Bohrung des hohlzylinderförmigen Körpers (41) gleitender, von einer Druckfeder (51) beaufschlagter Kolben rückstellend einwirkt, wobei die Spannung der Feder durch eine Schraube verstellbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der aus mit Glasfaser verstärktem Silikongummi hergestellte Balg (52) schlauchartig ausgebildet und mit seinem einen Ende an die Zufuhrleitung für das Druckmedium angeschlossen ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der hohlzylinderförmige Körper (41) mit einer Zahnstange (43) versehen ist, in die ein schwingend im Arbeitstakt der Maschine angetriebenes Ritzel (44) eingreift. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1011592; britische Patentschrift Nr. 524 927; USA.-Patentschriften Nr. 1229 028, 2 935 819.
DEO9366A 1962-04-23 1963-04-22 Vorrichtung zur Ausbildung der Innenflaeche des Halses eines Glasgefaesses Pending DE1231859B (de)

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ID=22407182

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DEO9366A Pending DE1231859B (de) 1962-04-23 1963-04-22 Vorrichtung zur Ausbildung der Innenflaeche des Halses eines Glasgefaesses

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DE3405291A1 (de) * 1984-02-15 1985-08-22 Owens-Illinois, Inc., Toledo, Ohio Werkzeugmaschine

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