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Uhr mit Datumsanzeige Bekannte Uhren mit Datumsanzeige arbeiten mit
einen Mechanismus, der eine mit den Monatstagen versehene und im, allgemeinen unterhalb
des Uhren" Zifferblatts drehbar gelagerte Datumsscheibe oder Datumskrone einanal
in 24 Stunden um einen Schritt weiterbewegt, so daß der jeweilige Monatstag unter
einem im Zifferblatt eingelassenen Fenster sichtbar wird.
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Wenn die Uhr einmal stehengeblieben ist und außerdem immer beim. Monatswechsel,
maß die Datumsanzeige von Hand nachgestellt bzw,, wenn der abgelaufene Monat weniger
als 31 Tage hatte, korrigiert werden, da ja die Datumsanzeige selbstverständlich
31 Tage umfaßt.
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Bei einfach aufgebauten Datumsuhren verzichtet man auf eine getrennte
Verstellmöglichkeit für die Datumsanzeige, so daß der Benutzer gezwungen ist, die
Uhrzeiger in der einen oder anderen Richtung so lange zu verstellen, bis der gewünschte
Monatstag unter den Fenster erscheint, d. h. also, der Benutzer maß beispielsweise
bei einem Monatswechsel, wenn die. Datumsanzeige um 1: Tag zu verstellen ist, die
Zeiger um genau 24 Stunden verstellen, also 24 Umdrehungen mit dem Stundenzeiger
ausführen. Es ist einleuchtend, daß diese Art und Weise einer Korrektur der Datumsanzeige
umständlich ist und viel Zeit erfordert. Außerdem znuß der Benutzer nach Beendigung
der Korrektur der Datumsanzeige darauf achten, daß die Zeigerstellung wieder der
korrekten Uhrzeit entspricht.
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Dieser Nachteil wird bei anderen bekannten Datumsuhren dadurch vermieden,
daß man einen Druckknopf vorsieht, welcher direkt auf die Datumskrone bzw. Datumsscheibe
einwirkt; ein einmaliger Druck auf den Knopf bewirkt die Weiterbewegung der Datumsanzeige
um, 1 Tag. Diese D.ruckknopfverstellung der Datumsanzeige hat jedoch den Nachteil,
daß eine zusätzliche Öffnung im Uhrengehäuse zur Durchführung des Druckknopfes vorgesehen
sein maß, was besonders bei wasserdichten Uhren ungünstig ist und eine zusätzliche,
gegenüber äußeren Einflüssen empfindliche Dichtung erfordert.
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Schließlich sind auch Datumsuhren bekannt, bei denen man eine Korrektur
der Datumsanzeige mit Hilfe der Aufzugswelle vornehmen kann, ohne daß es erforderlich
wäre, gleichzeitig die Zeiger zu verstellen. Zu diesem Zweck ist die Aufzugswelle
derart eingerichtet, daß sie außer der Aufzugslage und der Zeigerstellage eine dritte
Lage einnehmen kann, in welcher die kinematische Verbindung zwischen Aufzugswelle
und Datumskrone. bzw, Datumsscheibe hergestellt wird, Bei diesen, Uhren arbeitet
ein durch die Aufzugswelle bewegter Stellhebel mit zwei übereinanderliegenden Wippen
zusammen, von denen die eine das Zeigerstellrad und die andere einerseits das Aufzugsrad
und andererseits einen Nocken: zur Veratellung der Datumsanzeige trägt.
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Diese Konstruktionen, weisen jedoch den Nachteil auf, daß, bei der
Berührung dieses Nockens mit einem der Zähne der Datumskrone oder der Datumsscheibe
der Nocken auf diesen: Zahn aufstoßen kann, wenn nämlich die Bedingungen für einen
exakten Eingriff des Nockens in den Zahnkranz gerade nicht erfüllt sind. Bekanntlich
entsteht der Fehler des Aufstoßens immer vor dem Durchgang der Berührungspunkte
der beiden miteinander in Eingriff zu bringenden Teile durch die Mittellinie des
anzutreibenden Rades. Das kann eine Blockierung des. Drehteils zur Folge haben oder
sogar eine Beschädigung oder einen Bruch des Nockens oder des Zahns der Datumsanzeige
bewirken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil
bei Datumsuhren zu vermeiden. Ausgehend von einer Datumsuhr mit einem Mechanismus
zur Korrektur der Datumsanzeige, bestehend aus einem Räderwerk, dessen letztes Rad
fest mit einem mit der Datumsanzeige zusammenarbeitenden Nocken" verbunden und auf
einer Wippe montiert ist, welche durch die Aufzugswelle, gesteuert wird, kennzeichnet
sich die Erfindung dadurch, daß die Breite der erwähnten Wippe - auf - wenigstens
einem Teil ihrer Länge derart bemessen ist, daß sich diese Wippe im Falle eines
Aufstoßens bei der Berührung zwischen dem Nocken und der Verzahnung der Datumsanzeige
verbiegen kann.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigt F i g.1 eine Draufsicht auf den Mechanismus zur Korrektur
der Datumsanzeige in der Aufzugsstellung der Aufzugswelle, -wobei vom Uhrwerk nur
die zum Verständnis der Erfindung wesentlichen Bauteile dargestellt sind, F i g.
2 den Mechanismus nach F i g.1 in der Zeigerstellage der Aufzugswelle und F i g.
3 den Mechanismus nach F i g.1 in der Datumskorrekturstellung.: Nach F i g.1 ist
der Mechanismus zur Korrektur der Datumsanzeige in einer Vertiefung bzw. einer Ausfräsung
der Werkplatte 1 untergebrächt. Er umfaßt eine Aufzugswelle 2, an welcher gelenkig
der Stellhebel 3 gelagert ist. Dieser Stellhebel 3 steht mit seinem Ende 4 mit zwei
Wippen 5 und 6 in Berührung, die übereinanderliegend angeordnet sind und sich um
die gemeinsame Welle der Krone 7 drehen können. Ein weiteres Ende 8 des Stellhebels
3 arbeitet mit dem Kopf einer Hebelfeder 9 zusammen, die zwei Aussparungen
10 und 11, in welche das erwähnte Ende 8 des Stellhebels 3 eingreifen
kann, sowie eine geneigte Fläche 12 aufweist.
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Die beiden Wippen 5 und 6 stützen sich gegen das Ende 4 des Stellhebels
3 unter der Wirkung zweier Federlamellen 13 und 14 ab, welche an der Werkplatte
1 befestigt sind. Die Wippe 5 weist einen Arm 15 auf, an dessen Ende das Aufzugsrad
16 drehbar gelagert ist. Ein Nocken 17 ist fest mit diesem Aufzugsrad 16 verbunden.
Das Aufzugsrad 16 greift in der auf F i g.1 dargestellten Aufzugslage des Mechanismus
in das Sperrad des Federhauses 18 ein. Die Wippe 6 trägt das Zeigerstellrad 19,
das in der auf F i g. 2 dargestellten Zeigerstellage mit dem ersten Rad 20 des Zeigerwerks
im Eingriff steht.
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In der Aufzugslage der Aufzugswelle 2 nehmen alle beschriebenen Organe
die auf F i g.1 dargestellte Stellung ein. Das Ende 8 des Stellhebels 3 wird in
der Aussparung 10 der Hebelfeder 9 gehalten, und die beiden Wippen 5 und 6 werden
durch die erwähnten Federlamellen 13 und 14 gegen das Ende 4 des Stellhebels 3 gedrückt.
Dementsprechend ist das Aufzugsrad 16 mit der Aufzugskrone 7 und mit dem Sperrad
des Federhauses 18 derart im Eingriff, daß bei einer Drehung der Aufzugswelle 2
über das Aufzugsritzel21, das fest auf der Aufzugswelle sitzt, die Uhrfeder gespannt
wird.
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Um die Zeiger verstellen zu können, wird die Aufzugswelle 2 so weit
herausgezogen, daß sie die auf F i g. 2 dargestellte Lage einnimmt, in welcher nunmehr
das Ende 8 des Stellhebels 3 in die Aussparung 11 der Hebelfeder 9 eingreift. In
dieser Stellung stützt sich die Wippe 6 unter der Wirkung der Federlamelle 13 mit
ihrem Umfangsabschnitt 22 gegen den Stellhebel 3 ab, wodurch das Zeigerstellrad
19 mit dem Rad 20 des Zeigerwerks in Eingriff gelangt.
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Die Wippe 5 stützt sich mit einer entsprechenden Umfangszone 23, die
über der Umfangszone 22 der Wippe 6 liegt, ebenfalls derart gegen den Stlelhebel3
ab, daß das Aufzugsrad 16 und der daran befestigte Nocken 17 eine Stellung einnehmen,
in welcher weder das Rad 16 mit dem Sperrad des Federhauses in Eingriff kommt noch
die Umlaufbahn des Nockens 17 die Verzahnung 24 der Datumskrone 28 berührt. Eine
Drehung der Aufzugswelle 2 verändert also in dieser Lage lediglich die Zeigerstellung.
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Um eine Korrektur der Datumsanzeige vorzunehmen, wird die Aufzugswelle
2 noch weiter herausgezogen, so daß sie nunmehr die auf F i g. 3 dargestellte Lage
einnimmt. In dieser Lage wird das Ende 8 des Stellhebels 3 durch die geneigte
Fläche 12 der Hebelfeder 9 gehalten. Die Wippe 5 stützt sich mit ihrem Umfangsabschnitt
27 gegen den Stellhebel ab, wodurch der Nocken 17 in die Umlaufbahn der Zähne
24 der Datumskrone 28 hineinbewegt wird. Die Wippe 6 stützt sich mit
ihrer Umfangszone 25 ebenfalls gegen den Stellhebel 3 ab, wodurch das Zeigerstellrad
19 außer Eingriff mit dem Zeigerwerk gelangt. In dieser Lage bewirkt eine Drehung
der Aufzugswelle 2 über den Nocken 17 eine Verstellung der Datumskrone, und zwar
jeweils um einen einem Tag entsprechenden Schritt, wenn die Aufzugswelle eine volle
Umdrehung ausführt.
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Die Wippe 5 weist nun an der Ansatzstelle 26 des Arms 15 lediglich
eine so geringe Breite auf, daß der Arm 15 elastisch gegenüber dem übrigen Teil
der Wippe verformbar ist, wenn während einer Datumskorrektur ein Aufstoßen zwischen
dem Nocken 17 und einem Zahn 24 der Datumskrone stattfinden sollte. Durch diese
elastische Verbiegung des Armes 15 der Wippe 5 wird verhindert, daß der Mechanismus
zur Datumskorrektur blockiert wird oder daß die miteinander in Berührung tretenden
Teile beschädigt werden oder gar abbrechen. Insbesondere wird durch die Biegsamkeit
des Armes 15 auch vermieden, daß sich der Nocken 17 oder ein Zahn der Datumskrone
unter den beim Aufstoßen auftretenden Kräften ständig verformt.
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Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern schließt auch solche Mechanismen ein, in denen nur eine einzige,
entsprechend elastisch biegsam ausgebildete Wippe vorhanden ist, welche entweder
zwei oder auch alle drei der erwähnten Funktionen, Aufzug der Uhrfeder, Zeigerstellung
und Datumskorrektur, auszuführen erlaubt.
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Die beschriebene, elastisch verbiegbare Wippe liefert außerdem eine
zusätzliche Stabilität und Funktionssicherheit des Mechanismus, indem sie verhindert,
daß durch eine ungeschickte oder zu heftige Handhabung des Mechanismus durch den
Benutzer die empfindlichen Organe des Mechanismus Schaden nehmen können.