DE1231353B - Elektrolumineszente Halbleiterdiode und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Elektrolumineszente Halbleiterdiode und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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- DE1231353B DE1231353B DEJ26962A DEJ0026962A DE1231353B DE 1231353 B DE1231353 B DE 1231353B DE J26962 A DEJ26962 A DE J26962A DE J0026962 A DEJ0026962 A DE J0026962A DE 1231353 B DE1231353 B DE 1231353B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
H05b
Deutsche KL: 2If-89/03
J 26962 VIII c/21f
24. November 1964
29. Dezember 1966
24. November 1964
29. Dezember 1966
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer elektrolumineszierenden Halbleiterdiode,
vorzugsweise mit negativer Kennlinie, und eine nach diesem Verfahren hergestellte Halbleiterdiode.
Wegen größer werdenden Arbeitsgeschwindigkeiten der datenverarbeitenden Maschinen wurde die
Bedeutung des Lichtes als Träger logisch zu verknüpfender Informationen immer größer. Durch diesen
Bedarf an sehr schnellen Schaltelementen und Trägern bzw. Wandlern wurden auf dem Gebiet der
elektro-optischen und optisch-elektrischen Wandler vielseitige Versuche unternommen. So wurde z. B.
durch die deutsche Patentschrift 1 048 346 eine als Lichtquelle dienende Halbleiteranordnung für Stromelektrolumineszenz,
bei der die Rekombinationsenergie von Elektronen und Defektelektronen an den Übergangsstellen von Zonen unterschiedlichen Leitungstyps
ausgenutzt ist, bekannt, die dadurch charakterisiert ist, daß ein für die zu erzeugende Strahlung
durchlässiger Halbleiterkristall mit mindestens drei Zonen unterschiedlichen Leitungstyps Verwendung
rindet, die so an eine Wechselspannung gelegt sind, daß jeweils die in Durchlaßrichtung belasteten
Übergänge zwischen Zonen unterschiedlichen Leitungstyps strahlen, während die nicht in Durchlaßrichtung
liegenden Übergänge zugleich als kapazitive Strombegrenzung dienen. Die als Lichtquelle dienende
Halbleiteranordnung nach dieser Erfindung besteht aus einem Halbleiterkörper, vorzugsweise
einem Halbleiterkristall, insbesondere einem Einkristall, in dem analog einer Transistoranordnung mindestens
zwei Übergänge zwischen Zonen unterschiedlicher Leitfähigkeit, vorzugsweise entgegengesetzten
Leitungstyps, hintereinandergeschaltet sind, bei der ebenfalls das Rekombinationsleuchten, das an den
Übergangszonen auftritt, ausgenutzt wird.
Durch die deutsche Patentschrift 1052 563 ist
auch eine Anordnung und ein Herstellungsverfahren für Injektions-Lumineszenzlampen, bei denen als
Träger des Leuchtens beidseitig kontaktierte, unmittelbar von Gleich- oder Wechselstrom, bevorzugt
jedoch von Gleichstrom durchflossene Kristalle verwendet werden, bekanntgeworden. Die Anordnung
nach dieser Patentschrift ist dadurch charakterisiert, daß die zur Lichterzeugung rekombinierenden
Ladungsträger von zwei dünnen, sich gegenüberstehenden Oberflachenschichten unterschiedlichen
Leitungstyps in den hochohmigen Kristall injiziert werden und die die Lichterzeugung bewirkende
Rekombination der von den Oberflächenschichten injizierten Elektronen und Löcher in dem hochohmigen
Volumeninneren des Kristalls bewirkt wird. Prak-Elektrolumineszente Halbleiterdiode und
Verfahren zu ihrer Herstellung
Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder:
International Business Machines Corporation,
Armonk, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Böhmer, Patentanwalt,
BÖblingen, Sindelfinger Str. 49
Als Erfinder benannt:
Ralph Sidney Levitt, Ossining, N. Y.;
Kurt Weiser, Millwood, N. Y.;
William Paul Dumke,
Chappaqua, N. Y. (V. St. A.)
Ralph Sidney Levitt, Ossining, N. Y.;
Kurt Weiser, Millwood, N. Y.;
William Paul Dumke,
Chappaqua, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 26. November 1963
(326 171, 326 114)
V. St. v. Amerika vom 26. November 1963
(326 171, 326 114)
tisch durchgeführt wird diese Anordnung nach der Patentschrift durch eine Mischung von 50 % reinstem
Zinksulfid und 50% reinstem Zinkselenid, die zusammen in einem geeigneten Tiegel in einer Schutzgasatmosphäre
bei etwa 1650° C niedergeschmolzen und durch langsameres Herabführen in kältere Ofenteile
im Laufe von vielen Stunden zum Erstarren gebracht wird. Durch Sägen, Ätzen und Eindiffundieren
von Fremdatomen wird aus dem so gewonnenen Einkristall die Erfindungsgemäße Anordnung geschaffen.
Durch die deutsche Patentschrift 1 054 179 ist ein weiteres Halbleiterelement bekanntgeworden, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß der Halbleiterkörper aus einer ersten Zone besteht, in der sich Ladungsträger
unter Aussendung einer Rekombinationsstrahlung rekombinieren, und aus einer zweiten Zone, die
ein verbotenes Energieband aufweist, dessen Breite kleiner ist als die Quantenenergie der Rekombinationsstrahlung
und in die die Rekombinationsstrahlung aus der ersten Zone eintritt, so daß die lektrische
Leitfähigkeit in dieser zweiten Zone je nach Intensität der Rekombinationsstrahlung verändert
wird.
Durch die USA.-Patentschrift 3 064 132 ist eine weitere elektrolumineszente Halbleiteranordnung
bekanntgeworden. In dieser Patentschrift wird be-
609 749/158
schrieben, daß sich besonders zur Herstellung Indium, Arsenide, Indium-Antimonide, Gallium-Arsenide
und GaUium-Antimonide und andere n-p-n-p- oder p-n-p-n-Zusammenstellungen eignen. Die
Schmelzung erfolgt bei einer Temperatur von 1100 bis 1200° C in einer Atmosphäre eines Akzeptormaterials,
das z. B. Indium, Gallium, Aluminium oder Bor sein kann. Eine anschließende weitere
Diffusion findet bei der Temperatur zwischen 600 und 1200° C statt. Dazwischen wird die Halbleiteranordnung
geschliffen und geätzt. Außerdem ist in einer Veröffentlichung in »Journal of the Electrochemical Society«, Bd. 110, Nr. 11 vom November
1963, auf S. 1153 bis 1159 ein Diffusionsprozeß beschrieben. Nach dieser Veröffentlichung ist es bekannt,
als Akzeptor für Gallium-Arsenide-Kristalle, Zink und als Donator Tellur zu verwenden. Es wird
darauf hingewiesen, daß diese beiden Elemente sich besonders zur Herstellung von elektrolumineszenten
Halbleiterdioden in Gallium-Arsenide-Form eignen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Bauteil zu schaffen, das neben der Umwandlung
von optischer in elektrische und elektrischer in optische Energie zusätzlich auch noch die logische Verknüpfung
und Speicherung von Informationen ermöglicht.
Das elektrolumineszente Halbleiterbauteil, das der Lösung dieser Aufgabe dient, ist dadurch charakterisiert,
daß in einem Halbleiterkörper ein erster Bereich niedrigeren Widerstands mittels Akzeptoren kleiner
Energiestufe und ein unmittelbar angrenzender zweiter Bereich hohen Widerstands mittels Akzeptoren
höherer Energiestufe gebildet ist, dem sich mindestens ein dritter, vorzugsweise aus dem unveränderten
Ausgangsmaterial bestehender, Donatoren enthaltener Bereich niedrigen Widerstands anschließt, und
daß die beiden Bereiche niedrigen Widerstands mit üblichen ohmschen Kontakten versehen sind.
Ein besonders geeignetes Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen elektrolumineszierenden
Halbleiterbausteins ist dadurch charakterisiert, daß zuerst die zweite Schicht durch allseitige Diffusion
von Mangan, Kobalt oder Chrom in einem n-leitenden Galüum-Arsenid-Körper und dann die erste
Schicht durch anschließende allseitige Diffusion, von Zink, Kadmium oder Magnesium derart, daß nur
eine geringere Eindringtiefe, als das bei der ersten Diffusion erreicht wird, hergestellt wird, und daß
daran anschließend die durch die Diffusion erzeugten Bereiche mit Ausnahme einer Seite an den übrigen
Seiten des Gallium-Arsenid-Körpers entfernt werden.
Ein aus drei Bereichen bestehendes und zwei ohmsche Anschlüsse aufweisendes Bauteil kann gemäß
der Erfindung als Lichtverstärker, als Lichtwandler und als Quantenverstärker Verwendung finden.
Die Erfindung wird anschließend an Hand der Figuren näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 die Darstellung einer Schaltung mit einer elektrolumineszierenden Diode mit negativem Widerstand
zur Erläuterung des Erfindungsgedankens,
F i g. 2 die Kennlinie einer elektrolumineszenten Diode mit negativem Kennlinienbereich gemäß der
Erfindung,
Fig.3a und 3b die Spektralverteilung der in F i g. 1 dargestellten Schaltung in ihren beiden stabilen
Zuständen,
Fig.4 die Darstellung der Energiebänder der in
F i g. 1 gezeigten Diode,
F i g. 5 und 6 Schnittansichten der erfindungsgemäßen Diode in verschiedenen Schritten ihres Herstellungsverfahrens,
F i g. 7 eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung und ihre Verwendung in
einer Schaltung als photonengekoppelter Schalter, F i g. 8, 9 und 9 a Kennlinien der in F i g. 7 gezeigten
Anordnung,
F i g. 10 die Schaltung eines das erfindungsgemäße
ίο Halbleiterbauteil enthaltenden Licht- bzw. Quantenverstärkers,
Fig. 11 Schnittansichten einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung in verschiedenen
Schritten des Herstellungsverfahrens,
Fig. 12 und 13 Schnittansichten der erfindungsgemäßen
Anordnung in verschiedenen Schritten des Herstellungsverfahrens.
Die vorliegende Erfindung geht aus von einer elektrolumineszenten Halbleiterdiode mit wenigstens drei
Bereichen verschiedenen Leitungstyps und einem üchtempfindlichen Übergang. Als erfinderisch wird
beansprucht, daß in einen Halbleiterkörper ein erster Bereich (P) niedrigen Widerstands mittels Akzeptoren
kleiner Energiestufe und ein unmittelbar angrenzender zweiter Bereich (P0) hohen Widerstands
mittels Akzeptoren höherer Energiestufe angeordnet ist, dem sich mindestens ein dritter, vorzugsweise aus
dem unveränderten Ausgangsmaterial bestehender, Donatoren enthaltender Bereich (N) niedrigen Widerstands
anschließt und daß die beiden Bereiche (P und N) niedrigen Widerstands mit üblichen ohmschen
Kontakten versehen sind.
Bei Raumtemperatur ist die Stromspannungskennlinie dieser Diode gleich den Stromspannungskennlinien
gewöhnlicher Gallium-Arsenid-Dioden mit flache Energieniveaus aufweisenden Akzeptoren, beispielsweise
Zink oder Cadmium im Bereich der p-leitenden Schicht. Bei Temperaturen im Bereich des
flüssigen Stickstoffes zeigen diese Dioden einen sehr hohen Reihenwiderstand bei Spannungen bis zu etwa
1 V, in denen die bekannten Dioden anfangen zu leiten. Ist die Durchbruchsspannung erreicht, so gelangt
die Diode in einen Bereich negativen Widerstands, in dem der Strom mit fallender Spannung steigt, wobei
die charakteristische Durchbruchspannung eine Funktion des Diffusionsprofils ist.
In beiden Bereichen, also unterhalb und oberhalb der Durchbruchspannung, tritt Elektrolumineszenz
auf. Dabei ist zu beachten, daß die spektrale Intensitätsverteilung
in beiden Zuständen, d. h. unterhalb und oberhalb der Durchbruchspannung sehr verschieden
ist. Außerdem verändert sich die Gesamtintensität des Lichtes beim Übergang vom einen Zustand
in den anderen sehr beträchtlich. Die Lichtintensität kann im Bereich des höheren Stromes um 10- bis
lOOmal größer sein als im Bereich des niedrigen Stromes. Eine weitere Eigenschaft dieser Diode besteht
darin, daß bei Bestrahlung mit einer bestimmten Wellenlänge die Stromspannungskennlinie sich während
der Zeit der Beleuchtung verändert, und zwar derart, daß die Durchbruchspannung geändert wird. Diese
Eigenschaft kann verwendet werden, um die Diode durch Bestrahlung aus ihren niedrigleitenden in ihren
hochleitenden Zustand zu überführen. Die Schaltgeschwindigkeit der Diode aus ihrem niedrigleitenden
in ihren hochleitenden Zustand und umgekehrt liegt in der Größenordnung von 10 Nanosekunden. Auf
Grund ihrer Eigenschaften eignet sich die Diode als
Lichtverstärker, so daß sie in geeigneter Abwandlung als Bildwandler Verwendung finden kann. Da die
Diode auf optischem Wege geschaltet werden kann und zwei verschiedene optische Zustände aufweist,
können mit ihr eine große Anzahl von optischen logischen Kreisen verwirklicht werden.
Die in F i g. 1 dargestellte Diode 10 besteht aus einem η-leitenden Gallium-Arsenid-Körper, der eine
pMeitende Schicht 14 hohen Widerstands und eine p-leitende Schicht 12 niedrigen Widerstands aufweist,
die durch Diffusion mit Mangan und Zink erzeugt werden. Ohmsche Kontakte 18 und 20 sind am n-leitenden
Bereich 16 und am p-leitenden Bereich 12 angeordnet. Die in F i g. 1 dargestellte Schaltung enthält
die veränderliche Vorspannungsquelle 22, einen Lastwiderstand 24 und einen Schalter 26.
Wie ohne weiteres einzusehen ist, liegt, die eigentliche Grenzfläche zwischen der p°-leitenden Schicht
14 und der η-leitenden Schicht 16. Die einen niedrigen Widerstand aufweisende p-leitende, mit Zink
dotierte Schicht 12 spielt, wie im folgenden noch näher zu erläutern sein wird, gemeinsam mit der mit
Mangan dotierten p°-Schicht eine entscheidende Rolle in bezug auf die Charakteristik der Anordnung.
Vorläufig sei kurz darauf hingewiesen, daß die Diode durch Diffusion von Mangan in einen n-leitenden
Galliurn-Arsenid-Kristall und durch anschließende, in eine wesentlich geringere Tiefe eindringende Zinkdiffusion
in den gleichen Kristall verwirklicht wird. Durch diese Diffusion wird die neben dem n-leitenden
Bereich liegende p°-Schicht 14 erzeugt, deren Leitfähigkeit im wesentlichen durch Mangan bestimmt
wird, und anschließend die p-leitende Schicht 12 erzeugt, deren Leitfähigkeit im wesentlichen durch
Zink bestimmt wird.
Die Funktionsweise der Anordnung ist aus den in F i g. 2 dargestellten Kurven ersichtlich, die ein
Stromspannungsdiagramm darstellen. Die ausgezogene Linie stellt die Diodenkennlinie ohne äußere
Einwirkung durch Lichtenergie, während die gestrichelte Linie die Kennlinie durch eine äußere
Lichtquelle bestrahlten Diode darstellt. Wird bei der in F i g. 1 dargestellten Anordnung der Schalter 26
geschlossen und die Diode bei der Temperatur des flüssigen Stickstoffes, als bei etwa 77 0K gehalten und
die Spannung der Quelle 22 langsam von 0 nach aufwärts verändert, so wird man zunächst beobachten,
daß der Strom recht langsam mit der Spannung steigt. Dieser Bereich der Kurve wird als der Bereich niedriger
Leitfähigkeit oder hohen Widerstands bezeichnet. Steigt die Spannung über den Punkt t, so gelangt man
in den negativen Widerstandsbereich der Diodenkennlinie, in der bei steigendem Strom die Spannung
sinkt. Unter der Voraussetzung eines festen Widerstandes 24 wird sich der Zustand der Diode einstellen,
der durch den Schnittpunkt c der Belastungslinie Ll mit der ausgezogenen Kennlinie gebildet
wird. Mit anderen Worten, die Punkte c und I, welche die Schnittpunkte der Belastungskennlinie Ll
mit der Kennlinie der Diode darstellen, kennzeichnen die beiden stabilen Zustände der Diode für einen
gegebenen Widerstand 24. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die Diode vom Punkt I zum Punkt.c
durch Anlegung einer Zusatzspannung umgeschaltet werden kann, die genügt, die Kennlinie durch den
Punkt t zu durchlaufen. Bei einer gegebenen Vorspannung und durch eine Messung des Diodenstroms
kann festgestellt werden, ob er für den Punkt c oder für den Punkt I charakteristisch ist, so daß man feststellen
kann, ob zu irgendeinem Zeitpunkt eine Zusatzspannung angelegt wurde, die geeignet ist, die
Diode aus ihrem durch den Punkt I in den durch den
Punkt c gekennzeichneten Zustand zu überführen.
Durch die gestrichelte Kurve der F i g. 2 wird eine weitere wichtige Eigenschaft der vorliegenden Diode
gekennzeichnet. Die gestrichelte Kurve stellt die Kennlinie der von einer äußeren Lichtquelle beleuchteten
Diode dar. Aus dieser Kurve ist zu ersehen, daß der Diodenwiderstand bei Fremdbeleuchtung in bestimmten
Bereichen herabgesetzt wird und daß der kritische oder der Umschaltpunkt der Diode zum
Punkt t' verschoben wird. Aus der Gegenüberstellung der gestrichelten und ausgezogenen Kurven der
F i g. 2 ist zu ersehen, daß die Diode im Punkt I im unbeleuchteten Zustand bei einer Spannung Vl
stabil ist. Wird die Diode durch eine äußere Lichtquelle bestrahlt, so geht die Kennlinie in die gestrichelte
Kurve über, bei der die Spannung Vl größer ist als die dem Punkt f zugeordnete Spannung.
Auf diese Weise wird die Diode umgeschaltet und in Punkt c im Bereich großer Ströme stabil, in dem
die beiden Kurven im wesentlichen zusammenfallen. Wird die Beleuchtung abgeschaltet, so verbleibt die
Diode im Punkt c auf der den nicht beleuchteten Zustand zugeordneten Kennlinienkurve.
Aus den vorhergehenden Erläuterungen ist zu entnehmen, daß die erfindungsgemäße Diode entweder durch Erhöhung der Spannung über den kritischen Punkt t oder durch Beleuchtung derselben, so daß der kritische Punkt t kleiner wird als die Vorspannung der Diode, von dem Zustand niedriger Leitfähigkeit in den Zustand hoher Leitfähigkeit umgeschaltet werden kann. Das Umschalten aus dem Zustand niedriger Leitfähigkeit in den Zustand hoher Leitfähigkeit kann demnach entweder durch Licht oder durch Erhöhung der Spannung erfolgen. Andererseits ist es leicht einzusehen, daß ein Zurückschalten zum Zustand niedriger Leitfähigkeit nur durch zeitweises Unterbrechen des Stromkreises durch Öffnen des Schalters 26 oder durch Herabsetzen der Spannung Vv des Teilstromes durchgeführt werden kann, so daß die Diode in ihren durch den Punkt I gekennzeichneten Zustand übergeführt wird.
Aus den vorhergehenden Erläuterungen ist zu entnehmen, daß die erfindungsgemäße Diode entweder durch Erhöhung der Spannung über den kritischen Punkt t oder durch Beleuchtung derselben, so daß der kritische Punkt t kleiner wird als die Vorspannung der Diode, von dem Zustand niedriger Leitfähigkeit in den Zustand hoher Leitfähigkeit umgeschaltet werden kann. Das Umschalten aus dem Zustand niedriger Leitfähigkeit in den Zustand hoher Leitfähigkeit kann demnach entweder durch Licht oder durch Erhöhung der Spannung erfolgen. Andererseits ist es leicht einzusehen, daß ein Zurückschalten zum Zustand niedriger Leitfähigkeit nur durch zeitweises Unterbrechen des Stromkreises durch Öffnen des Schalters 26 oder durch Herabsetzen der Spannung Vv des Teilstromes durchgeführt werden kann, so daß die Diode in ihren durch den Punkt I gekennzeichneten Zustand übergeführt wird.
In den F i g. 3 a und 3 b ist die spektrale Verteilung
der Strahlung einer erfindungsgemäßen Diode vor und nach dem Umschalten aus dem Zustand niedriger
Leitfähigkeit in den Zustand hoher Leitfähigkeit dargestellt.
In F i g. 3 a wird die spektrale Verteilung im Zustand kleiner Ströme gezeigt. Es ist zu ersehen, daß
die Intensität des Lichtes von 0,89 μπι Wellenlänge, die charakteristisch für die mangandotierte p°-Schicht
ist, wesentlich größer ist als die der Strahlung von 0,84 μηι Wellenlänge, die charakteristisch ist für die
zinkdotierte p-Schicht.
Nach dem Umschalten in den Zustand hoher Leitfähigkeit
wird, wie aus F i g. 3 b zu entnehmen, die Intensität der Strahlung im Bereich von 0,84 μπι
größer sein als die der Strahlung im Bereich von 0,89 μπι Wellenlänge.
Erläuternd sei noch darauf hingewiesen, daß der Maßstab der Lichtintensität in F i g. 3 a dreißigmal
größer als der der F i g. 3 b ist, d. h., daß die Intensität des Lichtes in Fig. 3b dreißigmal größer ist.
Bei der Aufnahme der oben angegebenen Kurven
7 8
war die Spannung der Spannungsquelle und der p° und η bezeichnet. Das Ferminiveau wird durch
Arbeitswiderstand so gewählt, daß die Dioden im eine gestrichelte Linie dargestellt, die durch diese
Zustand niedriger Leitfähigkeit 5 mA und im Zu- drei Bereiche hindurchgeht.- Im Hinblick auf geladene
stand hoher Leitfähigkeit 6OmA Strom führen. Es und ungeladene Verunreinigungen wird die p°-
ist dadurch erklärlich, daß die gesamte Lichtausbeute 5 Schicht durch eine konstante Dichte ND von positiv
nach dem Umschalten etwa dreißigmal größer ist als geladenen Donatorionen, eine gleiche Dichte von
vor dem Umschalten. Außerdem ist zu beachten, daß negativ geladenen Manganionen und eine nicht
das Verhältnis der Intensitätsänderung der Strah- gleichförmige Dichte von neutralen Manganatomen
lung im Bereich von 0,84 μΐη Wellenlänge wesentlich gekennzeichnet. In der p-Schicht sind die ND positiv
größer ist als das der Strahlung im Bereich von 10 geladenen Donatorionen kompensiert durch die
0,89 μΐη Wellenlänge. ' gleiche Anzahl von negativen Zinkionen und alle
Daher ist ein Strahlungsdetektor mit einem Filter, Manganzentren sind neutral. Die Zinkatome, die in
das nur Strahlung mit 0,84 \tm Wellenlänge durch- Überschuß zu N0 sind, verursachen die leitenden
läßt, zur Feststellung, ob die Diode im Bereich Löcher. An der Grenzfläche zwischen den p- und p°-
niedriger oder hoher Leitfähigkeit arbeitet, besonders 15 Schichten befindet sich eine vergleichbare Anzahl von
vorteilhaft. Durch Änderung der Schichtdicken und negativen Mangan- und Zinkionen. Die angegebenen
der Zink- und Manganverunreinigungen in der Diode Akzeptorenniveaus von 0,4 Elektronenvolt für Zn
wird das angegebene Verhältnis der spektralen Ver- und für Mangan von 0,1 Elektronenvolt stammen aus
teilung ebenfalls verändert. Es kann aber ganz all- Veröffentlichungen.
gemein gesagt werden, daß die durch die Zinkver- 20 In F i g. 5 sind die verschiedenen Schritte des erfin-
unreinigungen erzeugten Spektrallinien ein genaueres dungsgemäßen Herstellungsverfahrens schematisch
Mittel zur Feststellung des Schaltzustandes sind als dargestellt. Gemäß Fig. 51 wird ein Block von n-lei-
die durch die Manganverunreinigung bedingten tendem Gallium-Arsenid in der gewünschten Form
Linien. dargestellt. Im zweiten Verfahrensschritt wird eine
Obwohl die Vorgänge innerhalb derartiger Dioden 25 p°-Leitfähigkeit verursachende Verunreinigung in das
theoretisch noch nicht vollständig geklärt sind, wird Material des Blocks eindiffundiert. Als besonders
im folgenden ein kurzer Überblick der Arbeitsweise vorteilhaft für den zweiten Verfahrensschritt hat sich
dieser Dioden gegeben. Die Schicht hohen Wider- Mangan erwiesen. Anschließend erfolgt eine zweite
Standes p° 14 wird durch Einführen von Mangan Diffusion, bei der eine andere p-Leitfähigkeit ver-
(Mn) als die den Leitfähigkeitstyp bestimmende Ver- 30 ursachende Substanz in den Halbleiterblock ein-
unreinigung bewirkt. Sie wird von den beiden Schich- diffundiert wird. Zu diesem Zweck hat sich insbeson-
ten niedrigen "Widerstandes 12 und 16 eingeschlossen. dere Zink als besonders vorteilhaft erwiesen. Die Ein-
Die Schicht 12 enthält Zink als die den p-leitenden dringtiefe der zweiten Diffusion ist nicht kritisch, nur
Zustand bedingende Verunreinigung. Die den n-lei- muß darauf geachtet werden, daß sie geringer ist
tenden Zustand bedingende Verunreinigung des aus 35 als die der ersten Diffusion, da eine p°-Schicht erhal-
Gallium-Arsenid bestehenden Ausgangskristalls kann ten bleiben muß. Durch Veränderung der Breite der
durch irgendeine der Substanzen Te, Se oder Si er- p°-Schicht können die charakteristischen Eigenschaf-
zeugt werden. Die Schicht hohen Widerstandes p° ist ten der Diode bestimmt werden. Es ist weiterhin
dadurch existent, daß bei 77 0K praktisch alle Man- darauf zu achten, daß die die p-Leitfähigkeit der
ganzentren, die im Überschuß zu denen sind, die die 40 zweiten Schicht bestimmenden Verunreinigungen
ursprünglich in dem η-leitenden Gallium-Arsenid- Akzeptoren mit flacheren Energieniveaus als die
Kristall enthaltenen Donatoren kompensieren, neu- Akzeptoren mit tieferen Energieniveaus aufweisen,
tral sind. Bei niedrigen Strömen von der Batterie 22 die durch Mangan erzeugt werden. Nach der zweiten
der F i g. 1, bevor der negative Widerstandsbereich Diffusion hat die Anordnung die Gestalt der
erreicht wird, durchqueren die Elektronen die p°- 45 Fig. 5ΙΠ. Als nächster Schritt werden die Rückseite
Schicht und kombinieren sich mit den Löchern in der und die Seitenflächen der Anordnung abgeschliffen
Nachbarschaft der pp°-Grenzfläche. Untersuchungen oder sonstwie entfernt, so daß sich die in Fig.5IV
über den Ursprung des Lichtes in derartigen Dioden dargestellte pp°n-Anordnung ergibt. Außerdem wer-
während der Veränderung der Spannungen und der den Ohmsche Kontakte in an und für sich bekannter
Ströme haben gezeigt, daß die Dicke der p°-Schicht 50 Weise an der p- und der η-Schicht der Anordnung
etwa 30 μηι beträgt. angebracht.
Ist die kritische Schwellenspannung erreicht, was In F i g. 6 werden die einzelnen Schritte eines etwas
beispielsweise bei 4 V bei einem gegebenen Last- abgewandelten Herstellungsverfahrens schematisch
widerstand der Fall ist, setzt der negative Widerstand dargestellt. Bei diesem Verfahren werden eine oder
bis zum Absinken der Spannung auf etwa 2,2 V ein. 55 mehrere Flächen des Halbleiterkörpers mit Masken
Die Kurve im Strom-Spannungs-Diagramm wird in bedeckt, so daß die anschließende Entfernung un-
diesem Punkt wieder positiv, und die spektrale Ver- erwünschter diffundierter Schichten wegfällt. In
teilung und die Intensität des Lichtes als eine Funk- Fig. 61 wird ein Gallium-Arsenid-Körper von der
tion des Stromes vor und nach dem Bereich negativen gewünschten Form mit einer Maske M dargestellt.
Widerstandes zeigt, daß die Lichtemission begleitet 60 Zur Erzeugung der p°-Schicht erfolgt eine erste
wird von einem Auffüllen der Zink- und Mangan- Diffusion mit Mangan und anschließend eine zweite
Zentren mit Löchern. Diffusion mit Zink zur Erzeugung einer P-Schicht.
In F i g. 4 ist ein übliches Energiebänderdiagramm Die Ergebnisse der einzelnen Verfahrensschritte werfür
eine elektrolumineszierende Diode mit negativem den in den Fig. 611 und 6III dargestellt. An-Widerstandsbereich
bei 77 0K dargestellt, die nach 65 schließend werden die Seitenflächen der Anordnung
dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde. in geeigneter Weise entfernt, so daß sich nach Wegin
diesem Diagramm sind die Leitungs-und Valenz- nähme der MaskeM die in Fig. 6IV dargestellte
bänder entsprechend den drei Schichten der Diode p, Anordnung ergibt. Es ist natürlich auch möglich,
9 10
außer der Rückseite der Anordnung auch die Seiten- tration in den betreffenden p°- und p-Schichten
flächen mit Masken oder anderen die Diffusion ver- schwankt.
hindernden Schutzschichten zu bedecken, so daß eine Die gleichen oder ähnlichen Ergebnisse werden erBearbeitung
durch Schleifen, Ätzen oder Polieren zielt, wenn man an Stelle von Mangan Chrom und an
der Anordnung nach Beendigung der Diffusions- 5 Stelle von Zink Cadmium oder Magnesium verschritte
ganz entfällt. wendet.
Die im Zusammenhang mit den F i g. 5 und 6 be- Eine Abwandlung des oben beschriebenen Verschriebenen
Diffusionsschritte werden beispielsweise fahrens zur Herstellung eines abgeänderten Halbin
einem dicht verschlossenen und evakuierten Quarz- leiterelementes gemäß der Erfindung wird in F i g. 11
rohr oder -ofen durchgeführt, der mit geeigneten io dargestellt. Mit I wird in Fig. 11 ein n-leitender
Heizungswindungen versehen ist. Zur Durchführung Halbleiterkörper mit geeigneter Donatorenkonzendes
Verfahrens wird der Kristallkörper erst gereinigt tration bezeichnet. Als besonders vorteilhaft hat sich
und geätzt, anschließend in das Quarzrohr oder den zu diesem Zweck Gallium-Arsenid erwiesen, das in
Quarzofen gemeinsam mit beiderseits des Kristalls Fig. 11 mit I und η bezeichnet wird. Anschließend
angeordneten, jedoch etwas abgesetzt liegenden Vor- 15 wird ein p-Leitfähigkeit erzeugendes Material, beiräten
an Zink und Mangan untergebracht. An- spielsweise Mangan, eindiffundiert, wodurch eine
schließend wird der Quarzbehälter dicht verschlossen p-leitende Schicht entsteht, die, wie in Fig. Uli zu
und ausgepumpt, und dann wird der Teil des Be- ersehen, den η-leitenden Teil der Anordnung allseitig
hälters, der den Gallium-Arsenid-Kristall und das umgibt. Anschließend wird die Anordnung, wie aus
Mangan enthält, in geeigneter Weise erhitzt, so daß 20 Fig. 11III zu ersehen, an einer Seite geschliffen, gedie
erste Diffusion stattfindet. Anschließend wird der läppt, geätzt oder sonstwie behandelt, um die diffun-Teil
des Behälters, der den Zinkvorrat enthält, er- dierte Manganschicht an einer Seite des Plättchens
hitzt, so daß die zweite Diffusionsschicht, wie in den zu entfernen. Anschließend wird durch Diffusion
Fig. 5III und 6III gezeigt, eingebracht wird. eine weitere p-leitende Schicht erzeugt, so daß sich
Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens 25 die in F i g. 11IV dargestellte Anordnung ergibt. Die
wird zweckmäßigerweise so vorgegangen, daß die Diffusion erfolgt in diesem Falle zweckmäßigerweise
eine η-Leitfähigkeit bedingenden Verunreinigungen mit Zink. Die Tiefe der zweiten Diffusion wird so
des Gallium-Arsenid-Keims eine Konzentration von gewählt, daß die gewünschten Eigenschaften des
2 bis 4 · 1017 cm"3 aufweisen und der Kristall sehr Endprodukts erzielt werden. Die zweite p-leitende
fein poliert und in einem evakuierten Quarzrohr zu- 30 Schicht enthält eine Verunreinigung, die Akzeptoren
sammen mit einem einzigen Manganmetallschnipsel mit flacherem Energieniveau erzeugt als die Akzep-
untergebracht wird. Der erste Diffusionsschritt wird toren des mit Mangan dotierten Bereiches, wozu
während einer Zeitdauer von etwa 4 Stunden bei unter anderem beispielsweise Zink geeignet ist. Das
einer Temperatur von etwa 900 0C durchgeführt und sich ergebende Plättchen wird anschließend an den
ergibt eine Schicht von etwa 100 μπι Eindringtiefe. 35 Seitenflächen durch Schleifen, Ätzen, Läppen od. dgl.
Die pn-Grenzflächen werden anschließend durch so behandelt, daß die diffundierten Schichten ent-
elektrolytisches Ätzen in einer KOH-Lösung einge- fernt werden und sich eine Anordnung gemäß
ebnet. Das auf diese Weise erhaltene Plättchen wird Fig. 11V ergibt. Das so erhaltene Element besteht
erneut in ein Qarzrohr eingeschlossen, diesmal jedoch aus einer p-leitenden Schicht P, aus einer zweiten
zusammen mit einem Schnipsel aus Zinkmetall und 40 Schicht aus halbisolierendem Material, welche als
eine zweite Diffusion findet während einer Zeitdauer Schicht hohen Widerstands P0 dient, einer inneren
von 15 bis 45 Minuten bei einer Temperatur von η-leitenden Schicht JV und schließlich einer p-leiten-
etwa 900 0C statt. den Schicht P, die in ihrer Zusammensetzung der
Zeit und Temperatur der zweiten Diffusion mit zuerst genannten p-leitenden Schicht gleicht. Die
Zink wurden so gewählt, daß die Eindringtiefe des 45 GaAs-Plättchen werden nach der oben beschriebenen
Zinks wesentlich geringer als die des Mangans, also Aktivierung in parallelepipedförmige Körper von
etwa 70 μΐη, betragen soll. Die zweite Diffusion ändert 250 · 120 · 120 μηα3 gespalten. Ohmsche Kontakte
der Relativlage der ersten Grenzfläche zwischen dem werden anschließend mit Hilfe von Zinn an der
η-leitenden Gallium-Arsenid und der p°-Schicht, die η-leitenden Seite des Elementes und mit Hilfe von
durch Mangandotierung entsteht, nicht, so daß sich 50 Indium an der p-leitenden Seite des Elementes hereine
p°-Schicht von etwa 30 μπι Dicke ergibt. Das gestellt.
Plättchen wird anschließend in Parallelepipeds von Eine Abwandlung des oben beschriebenen Veretwa
250-120 μπι2 Fläche aufgespalten. Ohmsche fahrens zur Herstellung eines PP°NP-Halbleiter-Kontakte
werden an den η-leitenden Seiten mit Hilfe elementes wird an Hand der Fig. 12 erläutert. Bei
von Zinn und an den p-leitenden Seiten mit Hilfe 55 diesem Verfahren findet eine Maske M Anwendung,
von Indium erstellt. Zusammenfassend sei noch fest- durch die ein Schleif-, Läpp- oder Ätzschritt gemäß
gestellt, daß die p-Schichtl2 etwa 70 μπι dick, die Fig. Hill vermieden werden kann. Nach Beendi-Schicht
p° hohen Widerstands etwa 30 μπι und die gung der zweiten Diffusion werden die Seitenflächen,
verbleibende η-leitende Schicht des Gallium-Arsenid- entsprechend des an Hand der Fig. 11 beschriebe-Kristalls
etwa 75 μπι dick ist. Die Konzentration von 60 nen Verfahrens, entfernt, so daß sich ein Halbleiter-Zink
in der p-leitenden Schicht 12 dieser Anordnung element ergibt, wie es in Fig. 6V dargestellt ist.
beträgt etwa 1020 Atome cm~3 und die Kozentration Ein anderes abgewandeltes Verfahren zur Hervon Magan in der p°-Schicht 14 etwa 1018 cm"3. stellung der erfindungsgemäßen Anordnung wird an Durch Änderung der Diffusionstemperaturen und Hand der F i g. 13 erläutert. Dabei wird, anstatt nach der Diffusionszeiten werden Dioden erzielt, die im 65 der ersten Diffusion die Rückseite des Plättchens wesentlichen gleiche Eigenschaften haben, deren durch Ätzen und Läppen von der manganverunreispektrale Intensitätsverteilung jedoch geringfügig mit nigten Schicht zu befreien, das ganze Plättchen in Veränderung der Mangan- und Zink-Atomkonzen- zwei Teile geschnitten, wie das in Fig. 13III darge-
beträgt etwa 1020 Atome cm~3 und die Kozentration Ein anderes abgewandeltes Verfahren zur Hervon Magan in der p°-Schicht 14 etwa 1018 cm"3. stellung der erfindungsgemäßen Anordnung wird an Durch Änderung der Diffusionstemperaturen und Hand der F i g. 13 erläutert. Dabei wird, anstatt nach der Diffusionszeiten werden Dioden erzielt, die im 65 der ersten Diffusion die Rückseite des Plättchens wesentlichen gleiche Eigenschaften haben, deren durch Ätzen und Läppen von der manganverunreispektrale Intensitätsverteilung jedoch geringfügig mit nigten Schicht zu befreien, das ganze Plättchen in Veränderung der Mangan- und Zink-Atomkonzen- zwei Teile geschnitten, wie das in Fig. 13III darge-
stellt ist. Nach diesem Verfahrensschritt schließen sich die im Zusammenhang mit den Fig. 11 und
12ΙΠ bis V gezeigten Verfahrensschritte an.
Mit Hilfe des in Fig. 7 dargestellten Halbleiterbauteils
können große Ströme sehr schnell geschaltet werden. Das Halbleiterelement 2 besteht aus einem
GaUium-Arsenid-Kristall, an dessen einer Seite eine lumineszierende Injektionsdiode und an dessen anderer
Seite eine lichtempfindliche PP°N-Diode mit negativem Widerstand liegt, so daß die von der
lumineszierenden Diode emittierten Photonen zur Steuerung des Widerstands der PP°N-Diode dienen.
Die Kopplung wird dadurch erreicht, daß beide Elemente eine gemeinsame η-leitende Schicht JV aufweisen.
Bei der Herstellung des beschriebenen Gallium-Arsenid-Bauteils erhält man eine Schicht 6,
die Zink oder ein anderes Material zur Herstellung von Akzeptoren mit flachem Energieniveau, beispielsweise
Cadmium enthält und innerhalb des Gallium-Arsenid-Plättchens eine p-leitende Schicht P mit
niedriger Impedanz bildet. Die Schicht 8 bildet eine Isolierschicht oder eine Schicht hoher Impedanz und
wird mit P0 bezeichnet. Sie enthält Mangan oder andere Substanzen zur Erzeugung von Akzeptoren
mit tiefen Energieniveaus, beispielsweise Chrom als wichtigste Verunreinigung. Der Bereich 10 besteht
aus dem η-leitenden Gallium-Arsenid und wird mit JV "bezeichnet. 12 ist ein weiterer Bereich mit niedriger
Impedanz, der mit P bezeichnet wird und die gleichen Verunreinigungen wie die Schicht 6, und zwar
Zink, enthält.
Die Batterie 14, die über den Widerstand 16 und den geschlossenen Schalter 18 mit dem Bauteil 2 verbunden
ist, liefert eine in Durchlaßrichtung liegende Vorspannung für die Schichten 6, 8 und 10 der
PP°N-Diode. Die Batterie 20, die über den geschlossenen Schalter 22 mit dem Bauteil 2 verbunden
ist, liefert an die aus den Schichten 10 und 12 bestehende lumineszierende Injektionsdiode eine in
Durchlaßrichtung liegende Spannung, die von einer genügenden Größe ist, um die Diode lumineszieren
zu lassen.
Eine spiegelnde Schicht 24 ist an der äußeren Fläche der P-Schicht 12 angeordnet, die eine
Reflexion des Lumineszenzlichtes in Richtung auf die P°-Schicht 8 bewirkt. Die Anordnung würde aber
auch ohne die besagte reflektierende Schicht 24 arbeiten.
Die Arbeitsweise der in F i g. 7 dargestellten Anordnung wird im folgenden an Hand der Z14-F14-DIagramme
der F i g. 8 und 9 näher erläutert. Die Bereiche 6, 8 und 10 bilden eine Anordnung, die, wenn
sie durch die Spannung der Batterie F14 in Durchlaßrichtung
vorgespannt ist, einen negativen Widerstand zeigen. Bei geschlossenem Schalter 18 und bei niedrigen
Werten von + F ist die Impedanz der PP0N-Diode auf Grund der Eigenschaften des Bereiches 8
sehr hoch, so daß der Punkt I auf der Kurve J2n=O
der F i g. 8 den stabilen Zustand hoher Impedanz des Teils der Anordnung zeigt, der als elektrolumineszente
Diode mit negativem Widerstand angesprochen werden kann. Wird die Spannung F14 bis
zu dem Punkt t erhöht, der der Schwellenwertspannung der elektrolurnineszenten Diode mit negativem
Widerstand entspricht, so wird die letztere umgeschaltet, und die i14-F14-Kurve I20=O zeigt die
Eigenschaften im negativen Widerstandsbereich. Ein stabiler Zustand, der durch den Punkt B angedeutet
ist, wird als der Zustand niedriger Impedanz der elektrolumineszierenden Diode mit negativem Widerstand
bezeichnet.
Diese hat auch die Eigenschaft, daß die Schwellenwertspannung herabgesetzt wird, wenn Energie
in Form von Licht dem Bereich hohen Widerstands P0 zugeführt wird. Die Kurve Z20 >0 der
Fig. 8 ist eine Darstellung im z'14-F14-Diagramm,
wenn Licht durch den Strom Z20 erzeugt wird, der
ίο durch die PN-Grenzfläche 10 bis 12 auf den Bereich
P0 der Diode 6-8-10 fällt. Es ist daraus zu ersehen,
daß das Umschalten der elektrolumineszenten Diode mit negativem Widerstand bei einer niedrigeren
Spannung t' erfolgt, wenn Licht zur Einwirkung gelangt. Der Punkt B kennzeichnet im wesentlichen
den gleichen stabilen Zustand bei niedriger Impedanz der Diode, unabhängig davon, ob die
Diode unter der Einwirkung von Licht auf den Bereich P0 oder ohne diese Einwirkung betrieben wird.
Die Diode 6-8-10 kann durch Entfernung der Beleuchtung
und durch kurzzeitiges Öffnen des Schalters 18 in ihren ersten stabilen Zustand (Punkt I)
übergeführt werden. Es ist natürlich auch möglich, das Umschalten in den ersten Zustand durch das
Anlegen von negativen Impulsen zu bewirken, die die Vorspannung Vu kurzzeitig so weit senken,
daß die Spannung kleiner als Vx wird, was eine Rückkehr der Diode 6-8 in ihrem Zustand niedriger
Impedanz (Punkt I) zur Folge hat. L ist die Belastungskennlinie der elektrolumineszierenden Diode
mit negativer Impedanz.
Zusammengefaßt sei noch einmal festgestellt, daß für den Fall, in welchem sich die Diode 6-8-10 in
ihrem durch B gekennzeichneten Zustand niedriger Impedanz befindet und in den durch den Punkt I gekennzeichneten
Zustand hoher Impedanz übergeführt werden soll, die an der Diode in Durchlaßrichtung
liegende Spannung bis unter den Wert Vx herabgesetzt
werden muß. Der Bereich PP0JV in F i g. 7 ist deshalb von Wichtigkeit, weil er als Schalter mit
negativem Widerstand wirkt. Die elektrolumineszenten Eigenschaften sind nur eine Nebenerscheinung
des Schaltvorganges, aber diese Eigenschaft ist als ein optisches Mittel zur zerstörungsfreien Feststellung
des Zustandes des photonengekoppelten Schalters von Wichtigkeit. Das Lumineszenzlicht kann, ohne
den Schaltzustand der Diode zu beeinflussen, abgefühlt werden.
Ein wesentliches Merkmal dieser Anordnung, bei der zwei Dioden mit einer gemeinsamen Basis N-B.ereich 10 erzeugt werden, ist die sehr enge Kopplung zwischen einer lumineszierenden Injektionsdiode (Bereiche 10 und 12) und einer elektrolumineszierenden Diode mit negativem Widerstand (Bereiche 6, 8 und 10), so daß ein schnelles Schalten der elektrolumineszierenden Diode mit negativem Widerstand möglich ist. Schaltzeiten von mindestens 10~7 Sekunden sind auf diese Weise realisierbar. Die Anordnung gemäß F i g. 7 wirkt als ein sehr schnelles Dreielektrodenschaltbauteil oder Relais bei dem der Strom z'an als Steuerstrom dient. Die Einschaltzeit des durch die Diode 10 bis 12 erzeugten Lichtes beträgt höchstens 10~9 Sekunden, und seine Intensität ist über einen weiten Bereich dem Strom i,
Ein wesentliches Merkmal dieser Anordnung, bei der zwei Dioden mit einer gemeinsamen Basis N-B.ereich 10 erzeugt werden, ist die sehr enge Kopplung zwischen einer lumineszierenden Injektionsdiode (Bereiche 10 und 12) und einer elektrolumineszierenden Diode mit negativem Widerstand (Bereiche 6, 8 und 10), so daß ein schnelles Schalten der elektrolumineszierenden Diode mit negativem Widerstand möglich ist. Schaltzeiten von mindestens 10~7 Sekunden sind auf diese Weise realisierbar. Die Anordnung gemäß F i g. 7 wirkt als ein sehr schnelles Dreielektrodenschaltbauteil oder Relais bei dem der Strom z'an als Steuerstrom dient. Die Einschaltzeit des durch die Diode 10 bis 12 erzeugten Lichtes beträgt höchstens 10~9 Sekunden, und seine Intensität ist über einen weiten Bereich dem Strom i,
proportional.
In F i g. 9 a wird die Stromspannungskennlinie der in Fig. 7 dargestellten Anordnung für verschiedene
Werte von Z20 dargestellt, bei denen z'2O in Schritten
von 5 mA gesteigert wird. In dieser Schaltung beträgt der Widerstand von R16 200 0hm, und die
Batterien 14 und 20 wurden durch zeitlich veränderbare Generatoren ersetzt. Wie schon früher erwähnt,
wird die Anordnung bei einer Temperatur von 77 0K betrieben. Die Schwellenwertspannungen schwanken
zwischen 3,8 und 1,5 Volt, und der Strom i verändert sich dabei von 1,0 bis zu 2,5 mA. Wie aus F i g. 9
zu entnehmen, ist der Gewinn oder die Verstärkung der Anordnung PPW in der Form dargestellt
oder das Verhältnis zwischen dem Strom der durch die Diode 6-8-10 in ihrem Zustand niedriger Impedanz
und dem Strom der durch die Diode in ihrem Zustand hoher Impedanz fließt. Dieser Gewinn kann
auch durch das Verhältnis
dargestellt werden, wobei R16 der Wert des Widerstandes
16 der Fig.7 und RP^N die Impedanz der
Diode 6-8-10 ist. Der Gewinn der ganzen Anordnung
(PP0NP) kann geschrieben werden als
AIa
AL,
hi (in Punkt B) — hi (in Funkt I)
Uo — 1*20
Wie aus Fig. 9 zu entnehmen, kann bei Z20=O
(kein Licht) und 4Ό von der Größe von rnAzf J14
in der Größenordnung von einigen 100 mA sein (durch die Größe von R16 bedingt), was einem hohen
Gewinn entspricht.
In der Schaltung nach Fig. 10 ist die durch die Bereiche 10 und 12 gemäß F i g. 7 gebildete Lichtquelle
durch eine äußere Lichtquelle ersetzt.
Auf diese Weise kann die Anordnung als Lichtverstärker verwendet werden. Gemäß Fig. 10 bilden
die Bereiche 6, 8 und 10 PPW eine elektrolumineszierende Diode mit negativem Widerstand. 30 ist
eine Wechselstromquelle £ (r), die für jeden Halbzyklus
eine in Durchlaßrichtung wirkende Vorspannung liefert, die jedoch nicht genügt, die Diode über
den veränderlichen Widerstand 36 ohne Beleuchtung ihres P°-Bereiches umzuschalten. Die Lichtquelle 34
wird mittels der Linse 36 auf den η-leitenden Bereich 10 fokussiert, während 38 ein dichroitisches
Filter ist, das die Wellenlänge A1 der Lichtquelle 34 durchläßt, jedoch die Wellenlänge A2, die in der
Diode erzeugt wird, reflektiert. Obwohl das dichroitische Filter 38 ebenso wie die reflektierende
Schicht in der F i g. 7, die Wirkungsweise der Anordnung verbessert, kann die Anordnung auch ohne
dieses Filter arbeiten. Das Filter 40 ist so ausgebildet, daß das Licht der Wellenlänge A1 unterdrückt,
jedoch Licht der Wellenlänge A2 durchläßt. Eine
Linse 42 fokussiert das durchgelassene Licht auf den Detektor 44.
Hat das von außen einfallende Licht Iex weniger
Energie je Photon als das emittierte Licht Iem, d. h.
daß die Energie von außen einfallenden Photonen kleiner ist als die Energie des emittierten Photons,
wirkt die Anordnung als ein Quantenverstärker. Bei Verwendung von Mangan als eine Verunreinigung
zur Erzeugung von Akzeptoren flachen Energieniveaus in Gallium-Arsenid und einer Ionisierungsenergie von 0,1 Elektronenvolt wird ein Quanten
gewinn von 10 erreicht, da die Energie des emittierten Photons 1,0 Elektronenvolt beträgt. Durch Veränderung
der Tiefe der Verunreinigung kann man kleinere Quantenverstärkungen mit tiefen Verunreinigungen
und größere Quantenverstärkungen mit flacheren Verunreinigungen erzielen. Liegt das einfallende
Licht im infraroten Bereich und das emittierte Licht der PP°N-Diode im sichtbaren Spektrum,
so kann eine matrizenförmige Anordnung derartiger
ίο Dioden dazu verwendet werden, ein im langwelligen
Infrarotbereich liegendes Bild in ein im kurzwelligen Infrarotbereich liegendes Bild zu verwandeln. Durch
geeignete Dotierung des Gallium-Arsenids mit Zusammensetzungen der Gruppen III und IV mit breiterem
Bandabstand, beispielsweise mit Gallium-Phosphit, können an Stelle von im nahen Infrarot
liegenden Bildern im sichtbaren Spektralbereich liegende Bilder erzeugt werden.
Emittiert die Anordnung in ihrem gut leitenden Zustand mehr Photonen je Sekunde, als zur Auslösung
der Umschaltung von der Lichtquelle 34 benötigt werden, so ergibt sich ein Lichtverstärker. Um
eine Modulation der Quelle 34 in weiten Grenzen übertragen zu können, ist es erforderlich, daß die
Vorspannungsfrequenz E (t) der Stromquelle 30 größer als die Modulationsfrequenz der Lichtquelle
34 ist. Wird nämlich bei positivem Potential von E (t) die Lichtquelle 34 eingeschaltet, so ergibt sich
eine Herabsetzung des Schwellenwertes der Diode 6-8-10. Die Diode wird dadurch in ihren Zustand
niedriger Impedanz umgeschaltet, und es ergeben sich relativ hohe Werte des Stromes Z30, welche die
Erzeugung von Licht der Wellenlänge A2 zur Folge haben, das durch den Detektor 44 festgestellt wird.
Sinkt E (i) auf einen Wert unterhalb des besagten
Schwellenwertes oder nimmt einen negativen Wert an, so fällt die Diode 6-8-10 in ihren Zustand hoher
Impedanz zurück, und die dabei fließenden kleinen Werte von Z30 verursachen geringfügige oder gar
keine Lumineszenz der Diode. Folglich wird kein Licht zum Detektor 44 gelangen. Solange die Frequenz
der Stromquelle 30, die die Vorspannung in Durchlaßrichtung für die Diode PPW liefert, größer
ist, als die Frequenz, mit der die Lichtquelle 34 an- und abgeschaltet wird, wirkt die Schaltung gemäß
F i g. 10 als ein Verstärker, der die Modulationscharakteristik der Quelle 34 beibehält. Hat die
Quelle 34 eine Wellenlänge X1 die gleich der Wellenlänge
X2 ist, dann kann das Filter 40 entfernt werden.
Die Anordnung wirkt als Umformer wenn das Licht der Quelle 34 eine Wellenlänge A1 größer als A2 hat,
wobei A2 die Wellenlänge des in der Diode erzeugten Lichtes während des Schaltvorganges ist. So könnte
beispielsweise X1 in langwelligem Infrarot-Bereich
liegen und der Detektor 44 würde infrarotes Licht feststellen, dessen Wellenlänge kürzer als das der
Quelle 34 ist.
Claims (13)
1. Elektrolumineszente Halbleiterdiode mit wenigstens drei Bereichen verschiedenen Leitungstyps
und einem lichtempfindlichen Übergang, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Halbleiterkörper ein erster Bereich (P)
niedrigen Widerstands mittels Akzeptoren kleiner Energiestufe und ein unmittelbar angrenzender
zweiter Bereich (P0) hohen Widerstands mittels Akzeptoren höherer Energiestufe angeordnet ist,
dem sich mindestens ein dritter, vorzugsweise aus dem unveränderten Ausgangsmaterial bestehender,
Donatoren enthaltender Bereich (N) niedrigen Widerstands anschließt und daß die beiden
Bereiche (P und N) niedrigen Widerstands mit üblichen Ohnischen Kontakten versehen sind.
2. Elektrolumineszenter Halbleiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sein
Grundkörper aus η-leitendem Gallium-Arsenid besteht.
3. Elektrolumineszenter Halbleiter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Akzeptoren mit kleiner Energiestufe für die erste Schicht (P) aus Zink, Cadmium oder
Magnesium, die Akzeptoren mit höherer Energiestufe für die zweite Schicht (P0) aus Mangan,
Kobalt oder Chrom bestehen und daß die Donatoren der dritten Schicht (N) aus Tellur ao
und/oder Silizium bestehen.
4. Elektrolumineszenter Halbleiter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die zum Dotieren der ersten, zweiten und dritten Schicht Zink (für P), Mangan (für P0) und
Tellur (für N) verwendet ist.
5. Elektrolumineszenter Halbleiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dotierung
der ersten Schicht (P) etwa 1020 cm~3 Zink und die der zweiten Schicht (P0) etwa 1018 cm~3
Mangan beträgt.
6. Elektrolumineszenter Halbleiter nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch seine
Verwendung als ein in einem Stromkreis mit steuerbar veränderlicher Spannung liegender
bistabiler Baustein, der durch Spannungsänderung und/oder Lichteinwirkung aus einem
stabilen Zustand in den anderen überführbar ist.
7. Elektrolumineszenter Halbleiter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die im
steigenden und im fallenden Kennlinienbereich in verschiedenen Frequenzbereichen Maxima
(0,84 und 0,89 μΐη) aufweisende emittierte Lumineszenzstrahlung als Kriterium für den
Schaltzustand der Anordnung dient.
8. Elektrolumineszenter Halbleiter nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich eine vierte Schicht (P 12) vorgesehen ist, die auf die dritte Schicht (NlO)
folgt, die wenigstens teilweise mit einer kugelförmige Bereiche aufweisenden reflektierenden
Schicht (24) nach außen abgeschlossen ist.
9. Elektrolumineszenter Halbleiter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sein
N-Bereich (10) an eine Mittelelektrode angeschlossen ist, die den zwei jeweils an die
äußeren Elektroden (6 und 12) angeschlossen und jeweils eine Stromquelle (14 und 20) enthaltenden
Stromkreisen gemeinsam ist, derart, daß durch die auftretende Lumineszenzstrahlung des
ersten steuernden Stromkreises (14) der gesteuerte Stromkreis (20) vom steigenden Kennlinienbereich
[(Z) in F i g. 8 und 9] in den fallenden Kennlinienbereich (B) übergeht.
10. Elektrolumineszenter Halbleiter nach Anspruch 1 bis 9, gekennzeichnet durch seine Verwendung
als Lichtverstärker, Lichtwandler oder Quantenverstärker.
11. Verfahren zur Herstellung eines elektrolumineszenten Halbleiters nach den Ansprüchen
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst die zweite Schicht (P0) durch allseitige
Diffusion von Mangan, Kobalt oder Chrom in einen η-leitenden Gallium-Arsenid-Körper und
dann die erste Schicht (P) durch anschließende allseitige Diffusion, von Zink, Cadmium oder
Magnesium derart, daß nur eine geringere Eindringtiefe als bei der ersten Diffusion erreicht
wird, hergestellt wird, und daß daran anschließend die durch die Diffusion erzeugten Bereiche
(P0 und P) mit Ausnahme einer Seite an den übrigen Seiten des Gallium-Arsenid-Körpers entfernt
werden (IV in den F i g. 5 und 6 sowie V in den Fig. 11 und 12).
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß von der entgegengesetzten
Außenfläche des dritten Bereichs (N) aus durch Diffusion mittels Akzeptoren kleiner Energiestufe
ein vierter Bereich (P 12) erzeugt wird und daß der erste (6), der dritte (10) und der vierte Bereich
(12) in an und für sich bekannter Weise mit Ohmschen Kontakten versehen werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der erste (P 6) und vierte Bereich
(P 12) mit der gleichen Substanz dotiert wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1048 346,
1052563,1054179;
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1048 346,
1052563,1054179;
USA.-Patentschriften Nr. 2 817 783, 3 064132; Journal of the Electrochemical Soc, Bd. 110,
Nr. 11, November 1963, S. 1153 bis 1159, insbesondere S. 1154.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
609 749/158 12.6« © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (2)
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| US326114A US3267294A (en) | 1963-11-26 | 1963-11-26 | Solid state light emissive diodes having negative resistance characteristics |
| US326171A US3283160A (en) | 1963-11-26 | 1963-11-26 | Photoelectronic semiconductor devices comprising an injection luminescent diode and a light sensitive diode with a common n-region |
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| DE1231353C2 DE1231353C2 (de) | 1967-07-13 |
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