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DE1229305B - Verwendung einer im Vakuum erschmolzenen Nickel-Chrom-Kobalt-Legierung zum Herstellen von durch Schweissen zu verbindenden Teilen - Google Patents

Verwendung einer im Vakuum erschmolzenen Nickel-Chrom-Kobalt-Legierung zum Herstellen von durch Schweissen zu verbindenden Teilen

Info

Publication number
DE1229305B
DE1229305B DEJ19591A DEJ0019591A DE1229305B DE 1229305 B DE1229305 B DE 1229305B DE J19591 A DEJ19591 A DE J19591A DE J0019591 A DEJ0019591 A DE J0019591A DE 1229305 B DE1229305 B DE 1229305B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloy
titanium
aluminum
welding
alloys
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ19591A
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur William Franklin
Ronald Alfred Smith
Edward Gordon Richards
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Inco Ltd
Original Assignee
Inco Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Inco Ltd filed Critical Inco Ltd
Publication of DE1229305B publication Critical patent/DE1229305B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C19/00Alloys based on nickel or cobalt
    • C22C19/03Alloys based on nickel or cobalt based on nickel
    • C22C19/05Alloys based on nickel or cobalt based on nickel with chromium
    • C22C19/051Alloys based on nickel or cobalt based on nickel with chromium and Mo or W
    • C22C19/055Alloys based on nickel or cobalt based on nickel with chromium and Mo or W with the maximum Cr content being at least 20% but less than 30%

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Arc Welding In General (AREA)

Description

  • Verwendung einer im Vakuum erschmolzenen Nickel-Chrom-Kobalt-Legierung zum Herstellen von durch Schweißen zu verbindenden Teilen Warmverformbare, hitzebeständige und zeitstandfeste Nickel-Chrom-Kobalt-Legierungen mit 4 bis 30'°/o Chrom, 0,5 bis 8% Titan, 0,3 bis 81/o Aluminium, 0 bis 55'% Kobalt, 0,001 bis 0,01% Bor, 0,01 bis 0,2 % Zirkon, 0 bis 40,1/9 Eisen, 0 bis 0,5 0/0 Kohlenstoff, 0 bis 20% Molybdän, 0 bis 5% Wolfram, 0,1% Mangan, 0 bis 2% Silizium und 0 bis 1'% Niob und/oder Tantal, Rest Nickel sind aus der australischen Patentschrift 166814 bekannt. Ähnliche Legierungen mit 10 bis 251/o Chrom, 1,8 bis 4,0% Titan, 0,5 bis 40/ö Aluminium, 0 bis 25'% Kobalt, 0 bis 10% Eisen, 0,03 bis 0,15'% Kohlenstoff, bis 1% Silizium, bis 2% Kupfer, bis 10% Molybdän, bis 10'% Wolfram, bis 51/o Niob, Tantal und Vanadin einzeln oder nebeneinander, bis 0,3% Zirkonium und bis 0,05 @% Bor, Rest Nickel sind in der britischen Patentschrift 715140 beschrieben.
  • Die vorerwähnten Nickel-Chrom-Kobalt-Legierungen bilden eine Ausscheidungsphase vom Typ Nis (Ti, Al), die sich bei der Wärmebehandlung aus der festen Lösung ausscheidet und insbesondere die Zeitstandfestigkeit der Legierungen verbessert. Die Zähigkeit der bekannten Legierungen nimmt jedoch mit zunehmender Temperatur ab, wobei sich im Temperaturbereich von 700 bis 850° C ein Minimum ergibt. Die Legierungen lassen sich bis zu einer Blechdicke von etwa 3,5 mm bei mäßigen Anforderungen schweißen, doch nimmt die Zähigkeit der Schweißung in dem vorerwähnten Temperaturbereich stark ab, so daß ihre Dehnung bei hohen Temperaturen bis unter das zulässige Minimum von 5 bis 7 % abfällt.
  • Zum Ausgleich des Zähigkeitsverlustes hat man auch bereits versucht, die geschweißten Werkstücke nach dem Schweißen einer Wärmebehandlung bei hohen Temperaturen zu unterwerfen. Beim Schweißen von Blechen aus Legierungen der vorstehenden Zusammensetzung beispielsweise für Düsen von Flugzeugturbinen treten jedoch besonders große Schwierigkeiten auf, weil die geschweißten Teile bei den hohen Wärmebehandlungstemperaturen zum Brechen oder Verziehen neigen. Häufig müssen jedoch auch eingebaute Teile durch Schweißen ausgebessert werden, wobei keine Möglichkeit besteht, die reparierten Teile im Anschluß an das .Schweißen einer besonderen Wärmebehandlung zu unterwerfen.
  • Des weiteren hat sich das Schweißen unter schwierigen Einbau- und Temperaturverhältnissen, wie sie beispielsweise beim Schweißen mit sich verzehrender Elektrode unter Argon gegeben sind, als völlig undurchführbar erwiesen. Dies dürfte auch für die aus der deutschen Auslegeschrift 1061521 bekannten austenitischen korrosions- und hitzebeständigen Legierungen mit 30 bis 35"/o Nickel, 12 bis 15% Chrom, 5,5 bis 7,5'% Wolfram, 2,5 bis 5 % Molybdän, 1,5 bis 3'% Titan, bis 0,50-% Aluminium, 0,1 bis 0,50% Zirkonium, bis 0,10% Kohlenstoff, einem Höchstgehalt an Mangan, Silizium, Schwefel und Phosphor von insgesamt 0,2%, Rest Eisen gelten, obgleich in der Auslegeschrift über die Schweißbarkeit dieser Legierungen nichts ausgeführt ist. Schließlich ist es nach »Metal Industry«, Bd.92 (1958), S.53 bis 66, auch bekannt, hitzebeständige Legierungen der in Rede stehenden Art im Vakuum zu erschmelzen.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand nun darin, eine Legierung höchster Festigkeit, insbesondere hoher Zeitstandfestigkeit bei hohen Temperaturen, wie sie beispielsweise in Gasturbinen auftreten, zu schaffen, die schweißbar ist und beim Schweißen ihre Zähigkeit nicht verliert, so daß eine sich an das Schweißen anschließende Wärmebehandlung zur Wiedererlangung ihrer Zähigkeit nicht erforderlich ist. Die Lösung dieser Aufgabe geht von der Feststellung aus, daß, obgleich Nickel-Chrom-Kobalt-Legierungen üblicherweise an Luft erschmolzen und dann durch Magnesium und/oder Calcium desoxydiert werden, die Restgehalte dieser Desoxydationsmittel in der Größenordnung von beispielsweise 0,08 bis 0,012% das Schweißmetall rissig machen und zu einer Versprödung der geschweißten Legierung führen: Um die vorgenannten Nachteile zu vermeiden, liegt der Gesamtgehalt an Calcium und Magnesium erfindungsgemäß unter 0,0051/o, vorzugsweise unter 0,004% oder sogar 0,003%. Im einzelnen wird mit der Erfindung die Verwendung einer im Vakuum erschmolzenen Nickel-Chrom-Kobalt-Legierung mit 18 bis 221/o Chrom, 10 bis 20% Kobalt, 3 bis 5,5119 Molybdän, 0,04- bis 0,1% Kohlenstoff, 2 bis 2,75% Titan,. 0,75 bis 1,30% Aluminium, bis 0,005% Calcium und/oder Magnesium, 0,002 bis 0,1% Zirkonium, 0,001 bis 0,0041/o Bor, bis 0,5 % Silizium, bis 1% Mangan, bis 5 % Eisen, Rest Nickel vorgeschlagen, bei der die Gehalte an Titan und Aluminium so aufeinander abgestimmt sind, daß ihre Summe 2,75 bis 3,50% und das Verhältnis von Titan zu Aluminium 1;75:.1 bis 2,80: 1 beträgt. Die überlegenheit der erfindungsgemäßen Legierungen im Vergleich zu den aus der deutschen Auslegeschrift bekannten ergibt sich aus ihrer besseren Zeitstandfestigkeit im Temperaturbereich von 700 bis 850° C, wie zahlreiche Versuche ergeben haben. Die Verwendbarkeit der bekannten Legierung ist dagegen auf den Temperaturbereich bis etwa 730° C beschränkt.
  • Um die Gehalte an Calcium und Magnesium in den Legierungen nach der Erfindung so niedrig wie möglich zu halten, müssen die Rohmaterialien und insbesondere der Umschmelzschrott sorgfältig ausgewählt werden. Andererseits sind jedoch Spuren von Calcium und/oder Magnesium erforderlich, um in den Gußblöcken und dem Schweißmetall die Bildung von Oxydfilmen und damit schadhafte Schweißengen zu vermeiden. Im allgemeinen ist es nicht zu vermeiden, daß Spuren, beispielsweise 0,0005 bis 0,001% Calcium und/oder Magnesium mit den Rohmaterialien in die Legierungen eingeführt werden, so daß ein besonderer Zusatz dieser Elemente in der Regel nicht erforderlich ist. Falls nötig, kann jedoch Calcium und Magnesium in Form von Calcium-Silizium- bzw. Nickel-Magnesium in die Schmelze gegeben werden.
  • Der - Kohlenstoffgehalt soll im Hinblick auf eine optimale Zeitstandfestigkeit so niedrig wie möglich sein. Andererseits ist ein gewisser Kohlenstoffgehalt erforderlich, um eine ausreichende Zähigkeit der Schweißverbindungen sicherzustellen. Es ergab sich, daß beiden Bedingungen durch einen Kohlenstoffgehalt von 0;05 bis 0;08 1/o genügt wird.
  • Kobalt dient dazu, die Grundmasse der Legierengen zu verfestigen und ihre Zeitstandfestigkeit bei hohen Temperaturen zu erhöhen.. Für eine optimale Zähigkeit soll der Kobaltgehalt 15 % nicht überschreiten. Bei einem Kobaltgehalt von über 20% beginnt die nachzulassen: Die die Festigkeit am meisten begünstigenden Elemente sind Titan und Aluminium. Ihr Einfuß wächst mit zunehmenden Anteilen- dieser Elemente, doch wird durch sie die Zähigkeit der Legierung bei hohen Temperaturen gleichzeitig verringert. Die Verringerung der Zähigkeit wirkt sich dabei in der Schweißzone stärker aus als in der Legierung selbst.
  • Der Gesamtgehalt der Elemente Titan und Aluminium muß- daher so bemessen sein, daß er- in- den engen Grenzen von 2,75 bis 3,51/o liegt und vorzugsweise 3,1% nicht übersteigt. Dabei müß das -Verhältnis von Titan: Aluminium im Bereich von 1,75 bis 2,8 liegen. Durch die Steigerung des Verhältnisses von Titan zu Aluminium wird bei einem gegebenen Gesamtgehalt an Titan und Aluminium die Zähigkeit der Legierung erhöht. Wenn das Verhältnis von Titan zu Aluminium zu klein ist, dann reicht die Zähigkeit nicht aus oder es entsteht--eine spröde Phase.
  • Bor und Zirkon fördern beide die Zeitstandfestigkeit und Zähigkeit der Legierungen bei hohen -Temperaturen. Der zulässige Bereich an Bär ist: jedoch außerordentlich eng, da dies für :die Schweißbarken der Legierung von großer Wichtigkeit ist. Wenn der Borgehalt 0,004'% übersteigt, dann neigt die Legierung beim Schweißen dazu, rissig -zu Werden,.-1n-sbesondere bei dicken Querschnitten,. d. h. bei Querschnitten über etwa 5 mm. Um sicherzustellen, daß der Höchstgehalt an. Bor 0,004o/ö-nicht. übersteigt, darf die Auskleidung der Schmelzöfen kein Bor enthalten. Das Bor wird dann vorzugsweise durch eine Legierung eingebracht, die nur wenig Bär enthält, z. B. eine Legierung mit 4 % Bor und. 96 % Nickel, die ein optimales Ausbringen des Bors.gewährleistet: Wenn die -Legierung. mehr als 0,1:0/ö Zirkon enthält, ist ein Verschweißen der Legierung. ohne das Entstehen von Schweißrissen selbst bei Querschnitten unter etwa 5 mm ausgeschlossen.
  • Molybdän leistet einen besonders-wertvollen Bei trag zu den Eigenschaften der Legierung. Es wurde festgestellt, daß die Legierung in Abwesenheit von Molybdän -beim Verschweißen dicker Querschnitte im eingespannten Zustand selbst dann rissig wurde wenn sie Calcium, Magnesium, Bor und Zirkon in den vorstehend angegebenen Grenzen enthielt. So wies eine molybdänfreie Legierung, die 0,002°/o Calcium, 0,002%- Magnesium, 0,004% Bor und 0,6 'P/o Zirkon enthielt und. mit den übrigen Elementen innerhalb der erfindungsgemäßen Grenzen lag, beim Stumpfschweißen zweier eingespannter, 16 mm dicker Platten nach denn Sigma-Verfahren eine be= trächtliche Rißbildung auf. Andererseits können in molybdän-, bor- und zirkonfreien Legierungen wesentlich größere Anteile an Calcium und Magnesium, z. B. 0,02%, zugelassen werden; ohne daß Rißbildungen an den Schweißengen auftreten, doch ist die Festigkeit dieser Legierungen geringer als bei der Anwesenheit von Bor und Zirkon. Abgesehen davon, daß bei Anwesenheit von Bor und Zirkon eine gute Schweißbarkeit der Legierung erzielt wird; steigert Molybdän die Zeitstandfestigkeit der Legierung, und zwar in einer Weise, die sonst nur durch die Steigerung des Gesamtgehaltes -an Titan -und Aluminium in einem Ausmaß -erreicht werden würde, bei dem eine stärke Abnahme der Zähigkeit bei höheren Temperaturen eintritt. -Um diese Vorteile zu erzielen, soll die Legierung mindestens 3 0/ü Molybdän enthalten. Da mit Zunehmendem Gehalt an Molybdän jedoch die Korrosionsbeständigkeit der Legierung beeinträchtigt wird, sollte der Gehalt an Molybdän 5,5110 nicht über; schreiten, wobei das Optimum des Molybdängehaltes bei 4 bis 4,5 % liegt. Das Molybdän kann ganz oder teilweise durch gleiche Atomprozente Wolfram ersetzt werden. Praktisch sind in der Legierung Silizium, Mangan und Eisen nur als Verunreinigungen enthalten. Diese Elemente sollten daher der Legierung nur vorsichtig zugesetzt werden. Zur Erzielung guter Schweißbedingungen soll der Siliziumgehalt der Legierung weniger als 0,3 % betragen.
  • Die Legierung soll so weit wie möglich frei von Spurenelementen sein, die ihre Zähigkeit bei hoher Temperatur beeinträchtigen. Zur Entfernung solcher Elemente und um Legierungen von möglichst großem Reinheitsgrad zu erzielen, müssen sie unter Vakuum erschmolzen und vorzugsweise auch vergossen werden. Um beim Schweißen der Legierungen Schweißverbindungen von hoher Festigkeit und Bildsamkeit zu erzielen, sollen die Legierungen dem Vakuum noch einige Zeit ausgesetzt bleiben, nachdem der Schmelzvorgang beendet ist, und zwar vorzugsweise mindestens 10 bis 30 Minuten bei einer Temperatur von mindestens 1500° C und unter einem Vakuum von nicht mehr als 0,5 mm Hg.
  • Im Hinblick auf optimale technologische Eigenschaften müssen die Legierungen durch ein Lösungsglühen bei 1050 bis 1150° C mit anschließender Luftabkühlung wärmebehandelt werden. Die Glühdauer hängt vom Querschnitt der Teile ab. Bei Querschnitten bis zu 5 mm soll der Glühzeit 2 bis 30 Minuten und bei dickeren Querschnitten 2 bis 8 Stunden betragen. An diese Behandlung schließt sich ein 2- bis 16stündiges Auslagern bei 650 bis 850° C an. Wenn die Legierungen geschweißt werden sollen, dann müssen sie vor dem Schweißen einem Lösungsglühen unterworfen werden. Ein Aushärten ist vor dem Schweißen nicht erforderlich. Nach dem Schweißen braucht im allgemeinen auch keine weitere Wärmebehandlung zu erfolgen. Wenn jedoch ein Maximum an Festigkeit verlangt wird, dann empfiehlt es sich, an das Schweißen ein Aushärten anzuschließen, das in einem 2- bis 16stündigen Glühen bei 650 bis 900° C besteht und vorzugsweise im oberen Teil des Temperaturbereiches erfolgt.
  • In nachstehender Zahlentafel 1 sind vier Legierungen gekennzeichnet, von denen die Legierung Nr.1 eine Zusammensetzung nach der Erfindung aufweist, während die Legierungen Nr. 2, 3 und 4 der Erfindung nicht entsprechen.
    Zahlentafel 1
    Legierung Nr.
    1 I 2 I 3 I 4
    in °/o
    C ....... 0,04 0,07 0,1 0,08
    Cr ...... 19,1 18,6 18,8 18,7
    Co ...... 13,9 11,1 11,2 10,7
    Mo ..... 5,0 5,02 5,03 4,62
    Ti ...... 2,13 2,0 2,14 2,05
    Al...... 1,13 0,77 1,08 0,95
    Si ...... < 0,3 0,24 0,19 0,13
    Mn ..... < 0,05 < 0,03 0,03 < 0;02
    B ....... 0,003 < 0,001 < 0,001 < 0,001
    Zr ...... 0,06 0,02 0,02 < 0,02
    Fe ...... Spuren 0,28 0,25 0,17
    Ca ...... < 0,002 < 0,002 0,002 < 0,002
    Mg ..... < 0,002. < 0,002 0,002 < 0,002
    Ni ...... Rest Rest Rest Rest
    Die vier Legierungen wurden aus jungfräulichen Rohmaterialien ohne Schrottzusatz hergestellt. Die Legierung Nr.1 wurde bei mindestens 1500° C unter Vakuum erschmolzen, bei einem Druck von 0,001 mm Hg 40 Minuten im schmelzflüssigen Zustand gehalten und dann unter Vakuum vergossen. Das Einschmelzen der Legierungen Nr. 2, 3 und 4 fand an Luft statt. Nach dem Aufschmelzen wurden die Legierungen in einen Vakuumofen gebracht, dort im geschmolzenen Zustand bei 1520 bis 1580° C 30 Minuten unter einem Druck von 0,3 mm Hg gehalten und dann an Luft vergossen.
  • Die aus den Legierungen gegossenen Blöcke wurden durch Schmieden und Warmwalzen zu Blechen einer Dicke von 1,2 mm verarbeitet und die Bleche anschließend einem Lösungsglühen unterzogen. Dabei wurde die Legierung Nr. 1 8 Minuten bei 1150° C und die Legierungen Nr. 2, 3 und 4 5 Minuten lang bei der gleichen Temperatur geglüht. Die Proben wurden bei 750° C unter einer Belastung von 26,7 kg/mm2 auf ihre Zeitstandfestigkeit untersucht. Teile der wärmebehandelten Bleche wurden ohne Zusatzschweißstoff unter Argon-Schutzgas stumpfgeschweißt, 4 Stunden bei 750° C ausgehärtet und unter den gleichen Bedingungen nochmals geprüft. Dabei wirkte die Last quer zur Schweißverbindung. Die Ergebnisse dieser Versuche sind aus nachstehender Zahlentafel 2 zu erkennen.
    Zahlentafel 2
    Legie- Ungeschweißte Proben Geschweißte Proben
    rung Lebensdauer Dehnung Lebensdauer Dehnung
    bis zum Bruch bis zum Bruch
    Nr. in Stunden
    % in Stunden
    %
    1 220 4,1 198 3,2
    2 177 3,9 36 5,5
    3 122 4,3 0,7 1,4
    4 203 4,1 35 3,0
    In die Zahlentafel 3 sind die Ergebnisse von Zugversuchen wiederum an ungeschweißten und geschweißten Proben bei 750° C eingetragen. Auch hier wirkte die Last quer zur Schweißverbindung.
    Zahlentafel 3
    Legierung Ungeschweißte Proben Geschweißte Proben
    Zugfestigkeit Streckgrenze Dehnung Zugfestigkeit Streckgrenze Dehnung
    Nr. kg/mm2 kg/mm2 % kg/mm2 kg/mm2 0/0
    1 72,3 53,5 11 75,5 51,9 9
    2 72,3 56,6 9 61,2 45.,5 5
    3 70,6 56,6 10 66,0 55,0 4
    4 58,1 39,3 17 67,6 51,9 5
    Die Ergebnisse aus den Zahlentafeln 2 und 3 zeigen, daß die Zugfestigkeit der Legierung Nr. 1 im geschweißten Zustand nur geringfügig unter der im üngeschweißten Zustand liegt und die Legierung im geschweißten Zustand einen Dehnungsabfall von nur etwa 2% aufweist. Demgegenüber besitzen die anderen Legierungen eine merklich geringere Lebensdauer bis zum Bruch und auch eine geringere Dehnung im geschweißten Zustand. Die Legierungen enthielten sämtlich weniger als 0,001% Bor.
  • Ein Vergleich der Eigenschaften der Legierungen Nr. 2, 3 und 4 zeigt auch den Einfluß des Gesamtgehaltes der Legierungen an Titan und Aluminium. Die Zugfestigkeit und die Dehnung der Legierung Nr. 3 mit einem Gesamtgehalt an Titan und Aluminium von mehr als 3,1% verschlechtert sich beim Schweißen in wesentlich größerem Maße als diejenigen der Legierungen Nr. 2 und 4, die Titan und Aluminiumgehalte von weniger als 3,1% aufwiesen.
  • Die Legierungen Nr. 1 und 2 wurden auch einer Dauerschwingungsbeanspruchung in der Wärme unterworfen, und zwar bei einer Last von 12,6 kg/mm2 und einer Temperatur von max. 780° C. Unter diesen Bedingungen hielt eine geschweißte und ausgehärtete Probe aus der Legierung Nr. 1 4000 Lastwechsel aus, während eine gleichartige Probe aus der Legierung Nr. 2 bereits nach 800 Lastwechseln brach.
  • Die Legierungen nach der Erfindung sind vornehmlich für Bleche geeignet. Sie können aber auch mit ähnlichem Vorteil nach einer anderen Verarbeitungsform Verwendung finden. Besondere Brauchbarkeit weisen sie bei der Herstellung von durch Schweißen zusammengesetzten Teilen auf, z. B. bei aus Blechen bestehenden Gegenständen, die durch Anschweißen von geschmiedeten Teilen versteift werden müssen.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verwendung einer im Vakuum erschmolzenen Nickel-Chrom-Kobalt-Legierung, bestehend aus 18 bis 221/o Chrom, 10 bis 20'% Kobalt, 3 bis 5,5% Molybdän, 0,04 bis 0,1% Kohlenstoff, 2 bis 2,75'% Titan, 0,75 bis 1,30% Aluminium, bis 0,005'% Calcium und/oder Magnesium, 0,002 bis 0,1-% Zirkonium, 0,001 bis 0,004% Bor, bis 0,5% Silizium, bis 1'% Mangan, bis 5% Eisen, Rest Nickel, mit der Maßgabe, daß ihre Gehalte an Titan und Aluminium dergestalt aufeinander eingeregelt sind, daß ihre Summe 2,75 bis 3,50% und das Verhältnis von Titan zu Aluminium 1,75: 1 bis 2,80: 1 beträgt, zur Herstellung von durch Schweißen zu verbindenden Teilen, insbesondere von Blechen, die im Temperaturbereich von 700 bis 850°C eine hohe Zeitstandfestigkeit aufweisen und Schweißverbindungen ergeben müssen, die auch im nicht wärmebehandelten Zustand von gleichbleibend guter Zähigkeit sind, z. B. für Düsen von Flugzeugturbinen.
  2. 2. Verwendung der Legierung nach Anspruch 1, deren Gehalt an Titan und Aluminium den Wert von 3,10'% jedoch nicht übersteigt, für den Zweck nach Anspruch 1.
  3. 3. Verwendung der Legierung nach den Ansprüchen 1 und 2, deren Kobaltgehalt höchstens 15% und deren Siliziumgehalt höchstens 0,3% beträgt, für den Zweck nach Anspruch 1.
  4. 4. Verwendung der Legierung nach den Ansprüchen 1 bis 3, deren Gehalt an Calcium und Magnesium 0,003°/o nicht übersteigt, für den Zweck nach Anspruch 1.
  5. 5. Verwendung der Legierung nach den Ansprüchen 1 bis 4, bei denen das Molybdän ganz oder teilweise durch gleiche Atomprozente Wolfram ersetzt ist, für den Zweck nach Anspruch 1.
  6. 6. Verwendung der Legierung nach den Ansprüchen 1 bis 5, die im Vakuum erschmolzen, im schmelzflüssigen Zustand mindestens 10 Minuten unter einem 0,5 mm Hg nicht übersteigenden Druck und auf einer Temperatur von mindestens 1500°C gehalten, danach zu Blöcken vergossen und zu Blechen verarbeitet worden sind, für den Zweck nach Anspruch 1. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1061521; britische Patentschrift Nr. 715140; australische Patentschrift Nr. 166 814; Metal Industry, Vol. 92 (1958), S. 63 bis 66.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2265685C2 (de) * 1971-08-06 1991-03-07 Wiggin Alloys Ltd., Hereford Verwendung einer Nickel-Chrom-Legierung

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB715140A (en) * 1951-12-05 1954-09-08 Mond Nickel Co Ltd Improvements relating to heat-resisting alloys and articles and parts made therefrom
DE1061521B (de) * 1956-06-04 1959-07-16 Gen Electric Austenitische, temperatur- und korrosionsbestaendige Legierung

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