DE1229281B - Reifenaufbaumaschine - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B29h
Deutsche Kl.: 39 a6 -17/14
Nummer: 1229 281
Aktenzeichen: D 29892 X/39 a6
Anmeldetag: 29. Januar 1959
Auslegetag: 24. November 1966
Die Erfindung betrifft eine Reifenaufbaumaschine zum Flachaufbau und anschließenden Bombieren
von Karkassen mit zwei gleichachsig zueinander ausgerichteten und gegeneinander verschiebbaren Wulsthaltescheiben,
die radial spreizbar sind, insbesondere mit Wulsthaltevorrichtungen, die aus je einem aufblasbaren
Schlauch und einem diesen abdeckenden, ausdehnbaren Gummiring mit Mantelrille bestehen,
und zwischen denen ein Ringraum an eine Druckluftquelle zum Verformen der Karkasse anschließbar ist,
sowie mit den Wulsthaltescheiben zugeordneten Vorrichtungen zum Umschlagen und Anrollen der
Ränder der Gewebelagen der Karkasse über die auf der Gewebelage an den Wulsthaltescheiben angelegten
Wulstringe.
Bei den bekannten Aufbautrommeln ist der Ringraum zwischen den Wulsthaltescheiben luftdicht von
einem Mantel überspannt. Der aufblähbare Mantel kann sich auch rechts und links seitlich der Wulsthaltescheiben
erstrecken. Auf dem Mantel werden die Karkassenlagen aufgewickelt, die Wulstringe aufgesetzt
und Umfangsteile der Wulsthaltescheiben gegen die Wulstringe angepreßt, so daß der Mantel
mit eingeklemmt wird. Anschließend erfolgt das Bombieren. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugründe,
den aufblähbaren Mantel für den Bombiervorgang entbehrlich zu machen.
Die Erfindung besteht darin, daß der zwischen den Wulsthaltescheiben liegende Ringraum am
äußeren Umfang offen und durch die aufzulegende Gewebelage der Karkasse schließbar ist. Es hat sich
gezeigt, daß die Karkassenlagen so dicht sind, daß sie ohne Verwendung eines Mantels den Luftdruck beim
Aufblähen halten. Durch die Erfindung wird der Mantel eingespart und der Vorteil erzielt, daß die
Karkassenlagen einwandfreier in die Reifengestalt übergehen, weil sie nicht an der Oberfläche eines
Mantels haften. Dabei kann das Umschlagen der Karkassenlagenenden auf den Mittelteil der Karkasse
in gleicher Weise erfolgen, wie bei der bekannten Aufbautrommel, da der Mittelteil der Karkasse durch
Beaufschlagen mit einem entsprechenden Druck die benötigte Abstützung beim Anlegen bietet.
Vorteilhafterweise sind an den einander abgekehrten Seiten der Wulsthaltescheiben eine Mehrzahl
von sich zu einem Spreizzylinder ergänzenden Segmenten mit je einem auf dem Umfang angeordneten
auftreibbaren Ringschlauch und wenigstens je einem im Inneren angeordneten Ringschlauch schwenkbar
gelagert. Hierdurch wird die Art der Abstützung dem Ablauf des "Anrollvorganges der Karkassenenden an
den Mittelteil der Karkasse besser angepaßt.
Reifenaufbaumaschine
Anmelder:
Dunlop Rubber Company Limited, London
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Rathmann, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 40-42
Als Erfinder benannt:
Jack Milner Lowe, Sutton Coldfield,
Warwickshire (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 29. Januar 1958 (2905)
Die Reifenaufbaumaschine ist mit weiteren Merkmalen nachstehend an Hand des in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen schematischen Achsenschnitt eines Teiles einer Reifenaufbaumaschine in der Grundstellung
der Teile,
F i g. 2 die Lage der Teile nach der Verankerung der Wulstkerne,
Fig. 3 die Stellung der Teile beim Umschlagen der Ränder der Karkassenbahn,
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Lage der
Teile nach dem Auflegen der Seitenstreifen und
F i g. 5 eine Zwischenstellung beim Bombieren der Karkasse und dem Anpressen des Laufstreifens.
Auf einer Hohlwelle 1, die waagerecht von nicht dargestellten Lagern einseitig in einem Maschinengestell
eingespannt ist, sind verschiebbar zwei Wulsthaltescheiben 2 geführt, die in der Grundstellung in
einem gewissen Abstand liegen. Jede Scheibe 2 trägt eine Wulsthaltevorrichtung 3 und Blähkörper 4 zum
Umschlagen der Seitenteile der Gewebelagen um die Wulstkerne, die von den Wulsthaltevorrichtungen 3
gehalten werden. Jede Scheibe 2 ist in der Nabenbohrung 5 mit einer Aussparung 6 versehen, die von
der Hohlwelle 1 abgeschlossen ist. Die Aussparung 6 ist durch eine fest auf der Welle 1 sitzende Kolbenscheibe
9 in zwei Zylinderräume 7, 8 unterteilt. Beiderseits der Kolbenscheibe 9 münden in die
Zylinderräume 7, 8 Leitungen 10, 11, die wechselweise an eine Druckmittelquelle und einen Auslaß
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Claims (2)
- 3 4anschließbar sind. Durch die wechselweise erfolgende Gummiringe 19 mit den Rillen 20 fest gegen die vorBeaufschlagung der Zylinderräume 7, 8 können so- gefertigten Wulstkerne 22 gepreßt sind (F i g. 2).
mit die Scheiben 2 aufeinander zu oder voneinander Zum Umschlagen der Seitenteile 27 der Gewebeweg bewegt werden. Abgesehen von dem von der lage um die Wulstkerne 22 auf die Mitte der Lage 28 axialen Länge der Aussparung 6 begrenzten Verstell- 5 wird der Raum 33 zwischen den Vorrichtungen 3 weg, kann dieser zusätzlich noch durch einstellbare unter leichten Druck gesetzt, um das Zusammenpres-Anschläge 12, 13 geregelt werden, die auf einer mit sen der den Raum 33 überspannenden Gewebelage Gewinde versehenen Stange 14 verstellbar beiderseits während des Umschlagens der Seitenteile zu verhineines die Stange 14 in einem Loch 15 führenden dem. Gleichzeitig werden die Schläuche 24 und 25 Auges 16 angeordnet sind. Die Stangen 14 sind mit io unter den Segmenten 23 so aufgeblasen, daß sie die den Scheiben 2 fest verbunden. Segmente radial nach außen bewegen. Der im Quer-Die einander benachbarten Seiten der Scheiben 2 schnitt größere Schlauch 25 wird dabei unter größesind als Wulsthaltevorrichtungen 3 ausgebildet. Die ren Überdruck gesetzt als der Schlauch 24, so daß Vorrichtungen 3 sind mit je einer Mantelaussparung die Segmente 23 nach den Wulstkernen hin konisch17 versehen, in welcher ausdehnbare, ringförmige 15 abfallen. Die Schläuche 26 werden aufgeblasen und Spannschläuche 18 untergebracht sind. Die Schläuche wälzen sich dabei auf den Segmenten 23 nach den18 sind über eine Zuleitung 21 aufblasbar und sind Wulstkernen 22 hin ab, wodurch die Seitenteile 27 von einem ausdehnbaren Gummiring 19 abgedeckt, der Gewebelage 28 um die Wulstkerne 22 auf das der mit einer Rille 20 mit halbkreisförmigem Quer- Mittelteil der Gewebelage umgeschlagen werden,
schnitt zum Halten ernes Wulstkernes 22 versehen ist. 20 Die Schläuche 24, 25 werden dann entlüftet, soDie Scheiben 2 tragen auf den voneinander abge- daß die Segmente 23 wieder in die Grundstellung zukehrten Enden je eine Umschlagevorrichtung. rückgehen. Da dann der Außendurchmesser der Seg-Auf von jeder Scheibe 2 fliegend getragenen Zy- mente 23 kleiner als der Außendurchmesser der von lindern 40 sind in gewissem Abstand nebeneinander den Wulstspannvorrichtungen 3 gehaltenen Gewebezwei Ringschläuche 24j 25 angeordnet, die von einem 25 lage 28 ist, laufen die Schläuche 26 in die Grundaus einzelnen Segmenten 23 gebildeten Spreizzylinder stellung auf den Segmenten zurück, worauf auch sie umgeben sind. Die Schläuche24, 25 sind über eine entlüftet werden (Fig. 3).Zuleitung 41 aufblasbar, wobei der Schlauch 25 so Ringförmige Streifen 36 aus vulkanisierbarembemessen ist, daß er gegenüber dem Schlauch 24 um Kautschuk, welche die Seitenstreifen bilden sollen,ein größeres Maß auftreibbar ist, so daß in der auf- 30 werden dann auf die Gewebelage 28 aufgebrachtgeblähten Lage der Schläuche 24, 25 die Segmente in (Fig. 4).eine nach den Wulsthaltescheiben 2 abfallende Lage Ein Laufstreifen 37 mit Verstärkungseinlage 38,verbracht werden. Auf den Segmenten 23 liegt ein der in einen aus Segmenten bestehenden starrenRingschlauch 26, der mit dem inneren Ende von der Tragring 39 eingelegt ist, wird mit dem Tragring 39zugeordneten Scheibe 2 getragen und über diese an 35 über die Aufbauvorrichtung geschoben, so daß ereine Druckmittelleitung 35 angeschlossen ist. Durch symmetrisch über der Karkasse liegt (Fig. 5). Diediese Ausbildung wird erreicht, daß mit dem Auf- Scheiben 2 werden dann durch Unterdrucksetzenblähen der Schläuche 24, 25 und 26 der Schlauch 26 der Zylinderräume 8 der Aussparung 6 über Leitun-über die Wulsthalteeinrichtung 3 abgewälzt wird und gen 11 aufeinanderzu bewegt, wobei der Druck indabei die über die Wulstkerne überstehenden Rand- 40 dem Raum 33 erhöht wird. Die Karkasse wird dabeienden der Karkassenlage auf diese umlegt. bombiert und legt sich mit dem Scheitel an der Ver-Die Segmente 23 sind zur Sicherstellung der kord- Stärkungseinlage 38 an, wodurch diese mit demsehen Arbeitsstellung mit eingebogenen Nasen 29 Lauf streif en 37 an die Karkasse angepreßt wird. Derversehen, die sich gegen Haken 30 der Scheiben 2 in aus Segmenten bestehende Tragring 39 wird dannder Auftreibendstellung legen. Die Segmente 23 sind 45 expandiert und zur Seite abgezogen. Die Seitenteileauf den Schläuchen 24, 25 durch Gummibänder 31 des Laufstreifens 37 und die Streifen 36 werden danngehalten, die in Aussparungen 32 der Segmente 23 angerollt. Die Schläuche 18, die die ausdehnbarengeführt sind. Gummirige 19 tragen und der Raum 33 werden ent-Der Ringraum 33 zwischen den beiden Wulsthalte- lüftet, und die Zylinderräume 7 werden unter Entlüf-scheiben2 ist an eine Zuleitung 34 für ein Druck- 50 rung der Räume 8 unter Druck gesetzt. Die Schei-mittel angeschlossen. ben 2 mit den Wulsthaltevorrichtungen 3 gehen inFür den Aufbau eines Reifenrohlings wird in der die Grundstellung zurück, so daß der ReifenrohlingGrundstellung der Teilenach der Fig. 1 eine in Kau- von der Aufbaumaschine entfernt und vulkanisierttschuk gebettete Gewebelage 28 auf die auf Abstand werden kann,stehenden Wulsthaltevorrichtungen3 (Fig. 1) gelegt. 55 Patentansprüche·
Die Cordfäden erstrecken sich in Achsrichtung in be-zug auf die Aufbaumaschine, so daß sie nach dem 1. Reifenaufbaumaschine zum Flachaufbau Bombieren des Reifenrohlings unter einem Winkel und anschließenden Bombieren von Karkassen von 90° liegen. Die Gewebelage bildet eine Hülle um mit zwei gleichachsig zueinander ausgerichteten den Raum 33 zwischen den Wulsthaltevorrichtun- 60 und gegeneinander verschiebbaren Wulsthaltegen 3. Die Seitenteile 27 der Gewebelage erstrecken scheiben, die radial spreizbar sind, insbesondere sich über die Wulsthaltevorrichtungen 3 und über- mit Wulsthaltevorrichtungen, die aus je einem decken einen Teil der Schläuche 26. aufblasbaren Schlauch und einem diesen abdek-Vorgefertigte Wulstkerne 22 werden dann zu den kenden, ausdehnbaren Gummiring mit Mantel-Wulsthaltevorrichtungen 3 ausgerichtet von der 65 rille bestehen, und zwischen denen ein Ringraum freien Seite über die Aufbaumaschine geschoben, an eine Druckluftquelle zum Verformen der Karworauf die Schläuche 18, auf denen der ausdehnbare kasse anschließbar ist, sowie mit den Wulsthalte-Gummiring 19 liegt, aufgeblasen werden, bis die scheiben zugeordneten Vorrichtungen zum Um-schlagen und Anrollen der Ränder der Gewebelagen der Karkasse über die auf der Gewebelage an den Wulsthaltescheiben angelegten Wulstringe, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Wulsthaltescheiben (2) liegende Ringraum (33) am äußeren Umfang offen und durch die aufzulegende Gewebelage (28) der Karkasse schließbar ist. - 2. Reifenaufbaumaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den einander abgekehrten Seiten der Wulsthaltescheiben (2) eine Mehrzahl von sich zu einem Spreizzylinder ergänzenden Segmenten (23) mit je einem auf dem Umfang angeordneten auftreibbaren Ringschlauch (26) und wenigstens je einem im Inneren angeordneten Ringschlauch (24) schwenkbar gelagert ist.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 401517, 834 012, 861465;USA.-Patentschriften Nr. 1551040, 2251904, 886,2 814 331.In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 1124 680, 1153 516.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Family Applications (1)
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