-
Filmführungskanal in kinematographischen Apparaten Die Erfindung betrifft
Kanäle, die in kinematographischen Aufnahme-, Entwicklungs- oder Projektionsapparaten
die Aufgabe haben, den Film zu füh-
ren und eine möglichst ebene Lage des
Films in der Höhe des Bildfensters zu gewährleisten. Ferner müssen diese Führungskanäle
so ausgebildet sein, daß sie jedes Gleiten des Films in den Zeiträumen verhindert,
in denen der Film nicht unter der Wirkung der Antriebsvorrichtung vorgeschoben wird.
-
Zur Vermeidung der seitlichen Bewegung des Films in Projektionsapparaten
wird in der österreichischen Patentschrift 99 376 eine Vorrichtung beschrieben,
die oberhalb des Bildfensters in einer Ebene quer zur Laufrichtung des Films zwei
Rollen als um ihre Achse bewegliche Führungsstücke aufweist. Von diesen zwei Rollen,
die zu beiden Seiten des Filmdurchlaufs angeordnet sind, ist die eine ortsfest angebracht,
während die andere unter Federdruck seitlich so beweglich ist, daß sie in Richtung
auf die andere Rolle zu wirken vermag. Das unerwünschte Gleiten des stehenden Films
kann durch diese um ihre Achse frei beweglichen Rollen nicht vollständig ausgeschlossen
werden. Außerdem wird durch die seitliche Druckwirkung der einen Rolle in Richtung
auf die andere sehr häufig eine unerwünschte Reibung des Films entlang dessen Längsachse
hervorgerufen.
-
In der deutschen Patentschrift 561864 wird eine Fihnführung
beschrieben, in der ein federnd gelagertes Andruckstück den Film gegen einen federnden
Rahmen drückt, der seinerseits durch einen an der Objektivklappe befestigten Rahmen
an den Film gepreßt wird. Diese Filinführung gewährleistet zwar eine ebene Lage
des Films in Höhe des Bildfensters und verhindert das Gleiten des stehenden Films
wirkungsvoll. Wie aber aus der genannten Patentschrift auch hervorgeht, ist der
federnde Rahmen einer sehr starken Abnutzung unterworfen. Diese Abnutzung, die durch
Reibung des Films auf der Rahmenoberfläche hervorgerufen wird, wirkt jedoch auch
auf das Filmmaterial und kann dort Streifen bzw. Kratzer erzeugen. Das abgeriebene
Material sammelt sich in Form kleiner Teilchen an dem federnden Rahmen und trägt
seinerseits zur Beschädigung des durchlaufenden Films bei.
-
Diese Nachteile treten auch bei dem Filmführungskanal nach der deutschen
Patentschrift 840 187 auf, in dem der Film in seiner gesamten Oberfläche
aufliegend über die mittlere Filmführung gezogen wird. Die seitliche Verschiebung
des Films wird bei dieser Vorrichtung durch ein an -der einen Filmkante anliegendes
federndes Glied verhindert, das den Film mit seiner anderen Kante an einen ortsfest
angeordneten Block drückt. Durch diesen Druck wird der durchlaufende Film entlang
seiner Längsachse gewölbt und mit seiner Oberfläche gegen die mittlere Filmführung
gepreßt. Durch das dichte Aufliegen des Films auf dieser mittleren Filmführung lassen
sich Beschädigungen des Films nicht vermeiden.
-
Die in der deutschen Auslegeschrift 1117 384 beschriebene Filraführungseinrichtung
ist mit Elementen ausgerüstet, die ein seitliches Verschieben des Films vor dem
Bildfenster ausschließen sollen. Da diese seitlichen Führungselemente unter Federdruck
in Richtung aufeinander auf die Kanten des Films wirken, kann auch bei dieser Vorrichtung
eine Wölbung des Films entlang seiner Längsachse nicht mit Sicherheit vermieden
werden.
-
Eine technisch vorteilhaftere Filmführungsvorrichtung ist in der schweizerischen
Patentschrift 340 414 beschrieben, In dieser Vorrichtung wird der Film an seinen
Kanten in V-förnügen Nuten geführt, die in federnd gegeneinander wirkende Führungsteile
eingearbeitet sind. In Höhe des Bildfensters soll eine mehrfache Abbiegung dieser
Nuten bewirken, daß der Film ohne wesentliche Wölbung an dem Bildfenster vorbeiläuft.
Mit dieser Vorrichtung wird zwar eine sichere Führung des Films bewirkt und ein
Gleiten des stehenden Films verhindert. Es. hat sich jedoch herausgestellt, daß
die - wenn auch geringe - Wölbung des Films vor dem Bildfenster
während
des Filmdurchlaufs ungleichmäßig ist, was sich wiederum auf die Bildqualität bei
Aufnahme und Wiedergabe nachteilig auswirkt.
-
Gegenstand der Erfindung ist deshalb ein Filmführungskanal in kinematographischen
Geräten, der zwei mit V-förmigen Nuten versehene Schienen aufweist, von denen wenigstens
eine beweglich und in Richtung auf die andere Schiene der Wirkung.von Federn unterworfen
ist und der unter Wahrung der Vorzüge der bekannten Vorrichtungen dieser Art deren
Nachteile vermeidet. Erfindungsgemäß wird für diesen Filmführungskanal vorgesehen,
daß die Schienen für eine das Bildfenster enthaltende Klappe und ein mit derselben
zusammenwirkendes Druckteil ausgeschnitten sind, die außerhalb der Bildfläche des
Films und gegebenenfalls der Tonspur gegen die Ränder deg"Fihns'ä'Aegen
' 'so daß die Bremsung des Films durch die V-förmigen Nuten erfolgt, während
die Klappe und das Druckteil die ebene Lage des Films im Bildfenster gewährleisten.
-
Die Klappe -und das mit derselben zusammenwirkende Druckteil stellen
in der Höhe des Bildfensters die ebene Lage des Films wieder her, ohne daß derselbe
hierdurch einer wesentlichen Abnutzung unterworfen wird. Der in der Ebene des Films
durch die Führungsschien,en, auf die Fihrikanten ausgeübte Druck erzeugt
eine geringe Reibung zwischen den Führungsschi#äeii und den Filmkanten, die ausreicht,
das Gleiten des ruhenden Films zu verhindern. Diese Reibung ist jedoch so gering,
daß eine wesentliche Abnutzung der Kanten des durch die Führungsschienen durchlaufenden#
Films nicht verursacht wird. In der Zeichnung zeigt F i g. 1 schaubildlich
einen gemäß der Erfindung ausgebildeten filmführungskanal, F i g. 2 in größerem
Maßstab einen Querschnitt nach der Linie II-II der F i g. 1 bei geschlossener
Klappe.
-
In F i g. 1 ist mit 1 eine Platte bezeichnet, die eine
ortsfeste Schiene 2 trägt, welche mit einer V-förmigen Nut 3 versehen ist.
Parallel zur Schiene 2 ist eine andere Schiene 4 angeordnet, die ebenfalls mit einer
V-förmigen Nut 5 versehen ist, die aber der Wirkung von Federn
6, 6a unterworfen ist. Diese Federn trachten, die Schiene 4 der ortsfesten
Schiene 2 zu nähern, um den (nicht dargestellten) Film festzuklemmen, dessen Kanten
in die V-förmigen Nuten 3
und 5 eingreifen. -
Wie F ig.
1 zeigt, sind die Schienen in der Höhe des Bildfensters ausgeschnitten. An
dieser Stelle wird die auf die Kanten des Films ausgeübte Klemmung durch eine senkrecht
zur Ebene des Films ausgeübte Kleinmung ersetzt, die durch das Zusammenwirken einer
Klappe 7 mit einem Druckteil 8 bewirkt wird. Es muß jedoch bemerkt
werden, daß die in senkrechter Richtung ausgeübte Kraft ziemlich gering ist, weil
sie nur die ebene Lage des Films in der Höhe des Bildfensters gewährleisten soll,
während die durch die V-förmigen Nuten ausgeübte Kraft vor allem zum Bremsen des
Films dient.
-
Die Klappe 7 ist-um eine Achse 9 schwenkbar gelagert
und mit einem Fenster 10 versehen. Auf jeder Seite des Fensters
10 ist die Klappe 7 parallel zur Vorschubrichtuiig des Films auf ihrer
Innenseite mit vorspringenden Teilen versehen, die so ausgebildet sind, daß sie
sich;#daßerhalb des Bildes und gegebe,-nenfalls der Tonspur, gegen die Ränder des
Films anlegen. Auf einer Seite des Fensters 10 ist ein Vorsprung
11 angeordnet, während auf der anderen Seite zwei Vorsprünge 12 und 12a vorgesehen
sind, die zu beiden Seiten der Tonspur liegen. Die mit einem Anschlag
13 versehene Klappe 7 wird in de- r Schließstellung durch eine Federvorrichtung
14 verriegelt, die vorteilhaft mit einem Entriegelungsorgan 15 versehen ist.
-
Auf der anderen Seite des Films befindet sich das Druckteil
8, das vorspringende Teile aufweist, welche jenen der schwenkbaren Klappe
7 entsprechen, nämlich auf der einen Seite einen Vorsprung 16 und
auf der anderen Seite zwei Vorsprünge 17 und 17 a, die den Vorsprüngen
12 und 12a gegenüberliegen. Dag Druckteil ist der Wirkung von (nicht dargestellten)
Federn unterworfen, um mit einer entsprechenden Kraft auf den Film zu drücken, der
gegen die Vorsprünge 12 und 12 a der Klappe 7 anliegt. §elbst# verstäridlich
ist auch das Druckteil 8 mit einem Fenster 18 versehen, das dem Fenster
10 entspricht, d. h. wenigstens so groß ist, wie jedes der Bilder
des Films.
-
Die Bremsung, die auf den Film durch-die mit V-förmigen Nuten versehenen
Schienen ausgeübt wird, kann je nach Art des Apparats sehr lang oder sehr
kurz sein, d. h. je nachdem, ob es sich um einen Aufnahme-,
- Entwicklungs- oder- Projektionsapparat handelt. Ebenso können die Bremsschienen
geradlinig oder gekrümmt sein. -