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Bandaufzeichnungsgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein Bandaufzeichnungsgerät
mit einer umlaufenden Tonrolle und einer Andruckrolle, die mittels eines Exzenters
gegen die Tonrolle gedrückt oder von dieser abgehoben werden kann, um das Starten,
Aufrechterhalten und Stillsetzen eines Bandantriebs zu steuern.
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Es ist bekannt, bandföhnige Ton- oder Bildtonträger durch Umschlingung
einer als Schwungmasse ausgebildeten Rolle, die eine Drehbewegung ausführt, in Bewegung
zu setzen und über die Führungs- und Umlenkrollen des verwendeten Gerätes zu transportieren.
Zur Verbesserung des Mitnahmevorganges, den die mit dem zu transportierenden Band
umschlungene Rolle bewirkt, ist bei der bekannten Vorrichtung ein Andruckmechanismus
vorgesehen, der eine auf einem Hebelarm gelagerte Andruckrolle umfaßt und mittels
einer Kurvenscheibe in Eingriff mit dem Band und der das Band transportierenden
Rolle gebracht wird. Ein auf diese Weise verbesserter Mitnahmevorgang ist beim Anlaufen
des Transportmechanismus notwendig, da die als Schwungmasse ausgebildete und das
Band transportierende Rolle wegen ihres großen Trägheitsmomentes nur mit einem verhältnismäßig
großen Schlupf auf die Betriebsdrehzahl gebracht werden kann. Durch die bekannte
Vorrichtung wird daher eine durch Erhöhung der Reibungskraft zwischen Band und Rolle
erfolgende Verbesserung des Anlaufvorganges des gesamten Transportmechanismus erreicht,
indem während der Zeit des Anlaufs der als Schwungmasse ausgebildeten Rolle, d.
h. in der Zeit bis zum Erreichen der vollen Betriebsdrehzahl der Schwungmasse, die
erwähnte Andruckrolle über eine Kurvenscheibe einen Druck .auf das Band und gegen
die Schwungmasse bzw. Antriebsrolle ausübt.
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Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, die Andruckrolle eines Tonbandgerätes
mittels eines Exzenters, der auf einen entsprechend ausgestalteten Hebelarm wirkt,
gegen die Tonwelle zu bewegen, um das zwischen Tonwelle und Andruckrolle verlaufende
Band durch ausreichenden Druck an die Tonwelle zu pressen und auf diese Weise den
Transport des Bandes sicherzustellen, der durch die Drehbewegung der Tonwelle ermöglicht
ist.
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Bei den bekannten Einrichtungen und Transportvorrichtungen für bandförmige
Aufzeichnungsträger, wie Tonbänder und Filmstreifen, besteht bei Betätigung der
das Band gegen das rotierende Antriebselement pressenden Vorrichtung, d. h. beim
Eingreifen einer Andruckrolle oder Andruckwalze mit der den Transport bewirkenden
und sich drehenden Tonwelle oder Rolle die Gefahr, daß durch den plötzlich erfolgenden
und daher ruckartigen Antrieb des Bandes ein Zerreißen oder Beschädigen des im allgemeinen
sehr dünnen und empfindlichen Bandmaterials eintritt. Auch die ruckartige Übertragung
des plötzlichen Antriebs auf andere Teile des Gerätes; wie Vorratsspulen, Aufwickelspule,
Führungs- und Umlenkrollen u. a., kann zu einem vorzeitigen Ausfall dieser Bauteile
führen.
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Es besteht daher auch für den Fall, daß das verwendete Bandmaterial
infolge elastischer und in bestimmten Grenzen durch Zugbeanspruchung dehnbarer Ausführungsform
dem plötzlichen und ruckartigen Antrieb standhält, ein Bedürfnis, zur Schonung des
gesamten mechanischen Teiles des Bandaufzeichnungsgerätes einen weichen und sanft
verlaufenden Eingriff des Bandes mit dem den Transport bewirkenden Element, d. h.
der Tonwelle oder Tonrolle, zu schaffen. Dies ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
wobei durch die erfindungsgemäß .erfolgende Lösung die geschilderten Nachteile,
nämlich die Gefahr des Abreißens des Aufzeichnungsträgers und die Beschädigung oder
Zerstörung von Antriebsteilen, wie Lager, Führungsrollen u. dgl., vermieden werden.
Im
einzelnen wird die Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Andruckrolle
und eine Exzenterrolle gleichachsig auf einer beweglichen Platte angeordnet sind,
daß die Andruckrolle mit einem Teil ihres Umfanges über den Umfang der Exzenterrolle
hervorragt und daß Einrichtungen vorgesehen sind, um die Exzenterrolle in den Betriebsstellungen
(Stop und Lauf) von der Tonrolle abgehoben zu halten.
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Die Erfindung ist nachstehend im Zusammenhang mit der Zeichnung beispielsweise
näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Draufsicht des Bandaufzeichnungsgerätes,
wobei das Gehäuse entfernt ist, um den mechanischen Teil des Gerätes zu zeigen,
der sich hierbei in der Stellung »AUS« befindet, F i g. 2 -eine der F .i g. 1 entsprechende
Ansicht, die das Gerät in der Stellung während des Abspielvorgangs zeigt, die größtenteils
der Betriebsstellung »AUFNAHME« entspricht, F i g. 3 eine den F i g. 1 und Z entsprechende
Ansicht, die das Gerät nach dem Betätigen der Schnellstopvorrichtung zeigt, F i
g. 4 eine Vorderansicht des Gerätes, wobei Gehäuseteile entfernt sind, F i g. 5
eine vergrößerte Teilansicht, die in der Stellung beim Umschalten von der Betriebsstellung
»ABSPIELEN« in die Betriebsstellung »STOP« dargestellt ist, F i g. 6 eine Draufsicht
und eine Seitenansicht der Exzenterrolle nach der Erfindung, F i g. 7 eine Draufsicht
und eine Seitenansicht der Andruckrolle nach der Erfindung und F i g. 8 ein schematisches
Schaltbild von elektrischen Steuerschaltungen zur Betätigung des mechanischen Teiles
des Bandgerätes nach der Erfindung.
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Gemäß Fig. 1 sind die Bandtransportmechanismen auf und über einem
Chassis 70 angeordnet.
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Eine bewegliche Platte 75 ist mit ihrem rechten Ende auf einem senkrechten
Zapfen 76 schwenkbar gelagert und im Uhrzeigersinn durch eine zwischen der Platte
75 und dem Chassis verlaufende Feder 77 vorgespannt.
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Ein Zapfen 80 erstreckt sich von der beweglichen Platte 75 nach oben
und lagert die Andruckrolle 36. In der Betriebsstellung nach F i g. 1 (»STOP«) liegt
die Andruckrolle 36 in Abstand zu der Tonrolle 35. Die Andruckrolle 36 oder ihr
Umfang besteht aus elastischem Material, wie z. B. Gummi, und hat ein mittleres
Buchsenlager 83, das über den Zapfen 80 paßt. Das Lager 83 tritt unterhalb der Andruckrolle
36 vor (F i g. 7) und greift an der beweglichen Platte 75 an, so daß die Andruckrolle
36 in Abstand etwas oberhalb der Platte 75 liegt.
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Eine Exzenterrolle 85 ist gleichachsig mit der Andruckrolle 36 an
dem Lager 83 zwischen der Andruckrolle 36 und der beweglichen Platte 75 angeordnet.
Das Lager 83 erstreckt sich durch ein Buchsenlager 86 (F i g. 6), das exzentrisch
.angeordnet ist. Der Umfang der Exzenterrolle 85 ist mit einem nachgiebigen Teil
87 bedeckt, das in Form eines abnehmbaren Gummireifens ausgebildet sein kann.
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Die Funktion der Exzenterrolle 85 besteht darin, an der kontinuierlich
umlaufenden Tonrolle 35 bei bestimmten Betriebsstellungen anzugreifen, so daß sie
in diesem Fall gedreht wird. Bei einer Drehbewegung der Exzenterrolle 85 wird die
bewegliche Platte 75 langsam im Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei die Andruckrolle
36 unter dem Einfluß der Feder 77 ii sanften Eingriff mit der Tonrolle 35 gebracht
wird Ein plötzlicher und geräuschvoller Eingriff wird da bei vermieden. Dieser Eingriffsvorgang
startet dic Bandbewegung, so daß das Gerät für den Aufnahme oder Abspielvorgang
bereit ist.
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Andererseits wird die Exzenterrolle gedreht, wenn sich der Mechanismus
in dem geschilderten Abspiel oder Aufnahmezustand mit der im Uhrzeigersinn ver.
schwenkten beweglichen Platte 75 befindet und wenn die Exzenterrolle in Eingriff
mit der Tonrolle 35 bewegt ist. Infolgedessen wird die bewegliche Platte 7: in entgegengesetztem
Uhrzeigersiim von der Tonrolle 35 weg und in die in Fig.1 gezeigte Lage geschwenkt
Eine solche Bewegung der beweglichen Platte 7_° wirkt der Kraft der Feder 77 entgegen
und zieht die Andruckrolle 36 von der Tonrolle 35 zurück, so daL die Bandbewegung
unterbrochen wird.
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Ein Zapfen 88, der am besten in F i g. 6 erkennbar ist, erstreckt
sich von der Exzenterrolle 85 in der Nähe ihres Umfangs nach unten. Die genaue Lage
des Zapfens 88 ist auch mit Bezug auf das Lager 8E festgelegt. Der Zapfen 88 verläuft
in Wirkungsbeziehung mit einer Feder 89, die .an der beweglicher Platte 75 angebracht
ist.
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Wenn das Gerät aus dem Abspiel- oder Aufnahmezustand durch Betätigung
der Taste 45 (F i g. 4) ir die Betriebsstellung »STOP« umgeschaltet wird, wirc die
Exzenterrolle 85 in Eingriff mit der Tonrolle 36 bewegt. Diese dreht die Exzenterrolle
85 in die in F i g. 1 gezeigte Lage und dreht somit die bewegliche Platte 75 im
entgegengesetzten Uhrzeigersinn in eine verriegelte Stellung. Zu dieser Zeit liegt
der Zapfen 88 an der Feder 89 an (F i g. 1), die einen Anschlag bildet, der erforderlichenfalls
weitere Drehung der Exzenterrolle 85 hemmt, wobei die bewegliche Platte 75 zu dieser
Zeit verriegelt ist, so daß die Exzenterrolle 85 nicht mehr gegen die Tonrolle 35
vorgespannt ist und von dieser nicht mehr angetrieben wird.
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Wenn die Drucktaste 40 oder 41 gedrückt wird, wird die bewegliche
Platte 75 ausgeklinkt oder entriegelt, wodurch die Exzenterrolle 85 unter dem Einfluß
der Feder 77 über eine extrem kurze freie Bewegungsstrecke in Eingriff mit der Tonrolle
35 bewegt wird. Wenn die Tonrolle 35 die Exzenterrolle 85 dreht, veranlaßt der Zapfen
88, daß die Feder 89 nachgibt, und bewegt sich über den zuvor erwähnten, von der
Feder hergestellten Anschlag hinaus. Die Exzenterrolle 85 wird während eines Teiles
ihrer Drehbewegung an dieser Stelle durch die Reibungsbeziehung zwischen ihrem exzentrischen
Lager 86 (F i g. 6) und dem umlaufenden Buchsenlager 83 der Andruckrolle 36 angetrieben.
Dann wird der Zapfen 88, wie nachstehend beschrieben, stillgesetzt, während die
Exzenterrolle 85 außer Eingriff mit der Tonrolle 35 bis zu dem Zeitpunkt gehalten
wird, zu dem die Einrückung zwecks Umschaltung des Mechanismus in den STOP-Zustand
gewünscht wird.
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Dies geschieht durch eine unregelmäßig geformte Verriegelungsplatte
90, die auf einem von der beweglichen Platte 75 getragenen Zapfen 91 schwenkbar
gelagert ist. Die Verriegelungsplatte 90 hat einen Vorderfinger 92 und eine Rastfeder
93, die - wie ersichtlich ist - mit dem Zapfen 88 der Exzenterrolle 85 zusammenarbeiten.
Wie oben erwähnt wurde, bewegt sich der Zapfen 88, wenn der Mechanismus in den Abspiel-
oder Aufnahmezustand umgeschaltet
wird, über die Feder 89 hinaus
und wird durch den Eingriff mit dem Vorderfinger 92 der Verriegelungsplatte 90 stillgesetzt.
Somit gelangt die Exzenterrolle 85 in einer Lage zum Stillstand, in der ihr Umfang
sehr nahe an der Tonrolle 35 liegt, jedoch diese nicht berührt.
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Wenn die Taste 45 gedrückt wird, kann sich die Verriegelungsplatte
90 - wie ersichtlich ist - im entgegengesetzten Uhrzeigersinn drehen, wodurch der
Vorderfinger 92 außer Eingriff mit dem Zapfen 88 bewegt und die Rastfeder 93 in
beschleunigten Eingriff mit dem Zapfen 88 gebracht wird. Dadurch wird die Exzenterrolle
85 zwangläufig gegen die Tonrolle 35 bewegt, so daß die Umschaltung in den STOP-Zustand
erreicht wird.
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Die Verriegelungsplatte 90 wird im entgegengesetzten Uhrzeigersinn
von der Feder 95 vorgespannt. Eine verriegelte Stellung wird durch die Zunge 96
hergestellt, die auf einem von der beweglichen Platte 75 getragenen Zapfen 97 drehbar
gelagert ist. Die Verriegelungsplatte 90 und die Zunge 96 haben zusammenarbeitende
Absätze 98, und wenn sich diese Absätze miteinander im Eingriff befinden, wie in
Fig. 1 gezeigt ist, kann die Feder 95 die Verriegelungsplatte 90 auf ihrem Zapfen
91 nicht drehen.
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Aus F i g. 2 (in der sich der Mechanismus in dem Abspielzustand befindet)
ist ersichtlich, daß sich der Zapfen 88 im Eingriff mit dem Vorderfinger 92 der
Verriegelungsplatte 90 befindet, die von der Zunge 96 verriegelt ist. Das freie
vordere Ende der Zunge 96 liegt an dem Ende einer Gleitstange 99, die sich nach
rechts bewegt, wenn die Taste 45 (oder die Rücklauftaste 46 oder die Vorlauftaste
47) gedrückt ist. Wenn die Gleitstange 99 nach rechts als Folge der Tastenbetätigung
bewegt wird, wird die Zunge 96.aus der Verriegelungsplatte 90 ausgeklinkt. Dadurch
kann die Feder 95 die Verriegelungsplatte 90 im entgegengesetzten Uhrzeigersinn
drehen, so daß der Vorderfinger 92 von dem Zapfen 88 entfernt und die Rastfeder
93 gleichzeitig in beschleunigtem Eingriff mit dem Zapfen 88 gebracht wird. Dieser
letztgenannte Eingriffsvorgang dreht die Exzenterrolle 85 zwangläufig in Berührung
mit der Tonrolle 35, so daß diese die Exzenterrolle antreibt und dadurch den Mechanismus
in den STOP-Zustand umschaltet.
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Nachdem sich die Verriegelungsplatte 90 zur Durchführung der
obigen Funktion gedreht hat, muß die Verriegelungsplatte 90 und die Zunge 96 wieder
eingeklinkt werden. Dies wird durch den Eingriff zwischen der Kante 100 der Verriegelurigsplatte
90 und einem auf dem Chassis angeordneten Zapfen 101 erreicht. Der vorgenannte
Eingriffsvorgang erfolgt, wenn die bewegliche Platte 75 im entgegengesetzten Uhrzeigersinn
in die STOP-Stellung bewegt wird.
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Ein Arm 103 ist bei 104 schwenkbar an der Zunge 96 gelagert. Sein
freies Ende 105 kann nach rechts bewegt werden, um die Zunge 96 von der Verriegelungsplatte
90 entsprechend auf einen anderen Einstellvorgang zu trennen und somit die Umschaltung
in den STOP-Zustand herzustellen.
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Die bewegliche Platte 75 wird bei STOP-Stellung gegen die Wirkung
der Vorspannung der Feder 77 mittels einer ersten Kipphebelanordnung 106, 107
eingeklinkt
oder verriegelt. Die erste Kipphebelanordnung umfaßt ein hinteres Gelenkglied
106 und einen vorderen Hebel 107. Der vordere Hebel 107
ist
im allgemeinen L-förmig ausgebildet und ist an der Verbindungsstelle seiner Schenkel
schwenkbar auf einem von der beweglichen Platte 75 getragenen Zapfen 108 gelagert.
Das hintere Gelenkglied 106 ist an einem Ende bei 109 schwenkbar mit dem hinteren
Ende des Hebels 107 verbunden. Das andere Ende des Gelenkgliedes 106 ist auf einem
Zapfen 110 schwenkbar gelagert. Das Gelenkglied 106 ist mit einem langgestreckten
Schlitz 111 versehen, der den Zapfen 110 aufnimmt und dessen Zweck später erläutert
wird. Eine Feder 112 spannt das Gelenkglied im entgegengesetzten Uhrzeigersinn vor.
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Der vordere Schenkel 114 des L-förmigen vorderen Hebels 107 liegt
unter und hinter den Drucktasten 40, 41. Wenn sich der Mechanismus im STOP-Zustand
befindet und die Abspieltaste 40 gedrückt ist, greift ein von der Taste 40 nach
unten vortretender Finger (nicht dargestellt) an dem Schenkel 114 an und überkippt
die erste Kipphebelanordnung. Wenn dies erfolgt, dreht die Feder 77 die bewegliche
Platte 75 im Uhrzeigersinn, so daß die Exzenterrolle 85 an der Tonrolle 35 angreifen
kann. Danach verschiebt sich der Mechanismus in dem Abspielzustand, wie zuvor beschrieben
wurde.
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Die erste Kipphebelanordnung wird auch überkippt, wenn die Aufnahmetaste
41 gedrückt wird. Die Aufnahmetaste 41 hat einen hängenden Finger (nicht gezeigt),
der an einem Arm 118, der auf dem Zapfen 97 der beweglichen Platte 75 schwenkbar
gelagert ist, angreift und diesen bewegt. Der Arm 118 greift an dem vorderen Schenkel
114 des L-förmigen vorderen Hebels 107 an und bewegt diesen, so daß die erste
Kipphebelanordnung überkippt wird. Die Feder 47 dreht dann die bewegliche Platte
75 in Uhrzeigerrichtung, und die Exzenterrolle 85 greift an der Tonrolle
35 an, so daß der Mechanismus in den Aufnahmezustand umgeschaltet wird.
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Im folgenden ist die Anordnung zum Schalten des Verstärkers näher
erläutert.
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Gemäß F i g. 1 hat ein Verstärkerschalter (nicht gezeigt) eine senkrechte
Schalterwelle 120, die im allgemeinen unter der Aufnahmetaste 41 angeordnet ist.
Eine horizontale Stange 121 ist an ihrer Mitte an denn oberen Teil der Welle
120 angeordnet. Ein nach oben gerichteter Zapfen 122 befindet sich an einem
Ende der Stange 121, und ein nach oben gerichteter Zapfen 123 ist an dem
anderen Ende der Stange 121
angeordnet.
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Wenn sich die Schalterwelle 120 und die zugehörige Stange 121
in den in F i g. 1 gezeigten Drehstellungen befinden, ist der Verstärkerschalter
in die neutrale Lage eingestellt, d. h., der Verstärker ist weder auf die Abspielfunktion
noch auf die Aufnahmefunktion geschaltet. Wenn sich der Schalter in dieser Läge
befindet, kann der Verstärker so geschaltet sein, daß er den Tonkopf des Aufzeichnungsgesätes
entmagnetisiert.
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Der Verstärker wird in den Aufnahmezustand dadurch geschaltet, daß
die Schalterwelle 120 und die Stange 121 um einen kleinen Winkel im entgegengesetzten
Uhrzeigersinn aus den in F i g. 2 dargestellten Positionen gedreht werden. Der Verstärker
wird jedoch auch dadurch auf Abspielfunktion geschaltet, daß die Welle 120 und die
Stange 121 im Uhrzeigersinn aus den in F i g. 2 gezeigten Stellungen gedreht werden.
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Der Arm 118 (der bei der Umschaltung des Bandtransportmechanismus
in die Aufnahmefunktion mitwirkt) bildet ein Stück mit einer Platte 125 oder ist
mit
dieser verbunden. Diese Platte ist im allgemeinen C-förmig gestaltet und auf dem
Zapfen 97 der beweglichen Platte 75 schwenkbar gelagert. Die Platte 125 hat Kanten
126 und 127, die in Wirkungsbeziehung mit dem Zapfen 122 und dem Zapfen 123 der
Stange 121 stehen. Diese Kanten begrenzen teilweise ein Paar offene Ausnehmungen,
die - wie ersichtlich ist - mit den Zapfen 122 und 123 bei der Durchführung der
Schaltfunktionen in Wirkverbindüng stehen.
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Die genannten Ausnehmungen werden weiterhin begrenzt von kleinen Platten
128 und 129, die an der Platte 125, angrenzend an die Kanten 126 und
127, verstellbar angebracht sind. Somit begrenzen die Kante 126 und die in Abstand
liegende kleine Platte 128 eine offene Ausnehmung 130 in der Platte
125, angrenzend an den Zapfen 122, und die Kante 127 und -die im Abstand
liegende kleine Platte 129 begrenzen eine offene Ausnehmung 131, angrenzend an den
Zapfen 123. Diese Ausnebmungen umschließen die benachbarten Zapfen, wobei eine nachfolgende
Bewegung der Platte 125, ansprechend auf im Uhrzeigersinn gerichtete Drehung der
beweglichen Platte 75, die Drehung der Schalterwelle 120 in der einen oder anderen
Richtung bewirkt, um den Verstärkerschalter auf die Abspiel- oder Aufnahmefunktion
zu schalten.
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Die richtige Lageeinstellung der Platte 125 für die Schaltvorgänge,
ansprechend auf die Abspieltaste 40, wird von einer Feder 133 hergestellt, welche
die Platte 125 im Uhrzeigersinn vorspannt, so daß der Zapfen 123 von der Ausnehmung
131 umschlossen wird, wenn sich der.Mechanismus in dem STOP-Zustand gemäß F i g.
1 befindet. Wenn die Abspieltaste 40 gedrückt wird und sich die bewegliche
Platte 75 im Uhrzeigersinn dreht, wie zuvor beschrieben wurde, bewegt sich die Platte
125 mit dieser und dreht die Stange 121 und die Schalterwelle 120 im Uhrzeigersinn.
Dadurch wird der Verstärker auf die Abspielfunktion geschaltet, und die Elemente
des Mechanismus nehmen die in F i g. 2 gezeigten Stellungen ein. Aus dieser Figur
ist ersichtlich, daß der Zapfen 122 an die kleine Platte 128 angrenzt, so daß sich
die Platte 125 nicht aus der Wirkungsbeziehung mit dem Zapfen 123 verschieben kann.
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Wie aus F i g. 1 ersichtlich, muß die Platte 125 im entgegengesetzten
Uhrzeigersinn gedreht werden, damit der Zapfen,122 von der Ausnehmung
130 zwecks Ü#ischaltung..in den Aufnahmezustand umschlossen wird. Dies wird
durch die zuvor erwähnte Konstrukfiäön -erreicht. Es -wird daran erinnert, daß der
Arm 1:18 eiirr Stück mit der Platte 125 .bildet oder mit dieser verbunden ist und
daß -er an dem hängenden Binger der Aufnähmtäste 41 angreift und von diesem gedreht-
wird, wenn die Aufnahmetaste 41 gedrückt ist. @ Somit wird die Platte 125_. im wesentlichen
im entgegengesetzten Uhrzeigersinn gedreht, und ihre Ausnehmung130 unis.chließt
den Zapfen 122, bevor die erste KipphebeIanordnung überkippt und sich der Mechanismus
in dieAufnahnzefunktion verschiebt.
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` -Wann .sick der Mechanismus irr die Aufnahmefunktion verschiebt;
dreht sich die bewegliche Platte 75 im Uhrzeigersinn und erteilt der Platte 125
eine Schalterbetätigungsbewegung, wodurch der Verstärker in den Aufnahmezustand
geschaltet wird. Die der Schalterwelle 120 zugeordneten. Elemente sind in
F i g. 3 in der Aufnahmefunktion dargestellt. Es wird bemerkt, daß der Zäpfen 123
in .dieser Stellung an die kleine Platte 129 angrenzt; diese Anordnung macht es
unmöglich, daß die Feder 133 die Platte 125 dreht und somit die Platte aus ihrer
Wirkungsbeziehung mit dem Zapfen 122 bewegt.
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Es wird daran erinnert, daß das hintere Gelenkglied 106 der ersten
Kipphebelanordnung 106,107 einen langgestreckten Schlitz 111 ermöglicht, daß sich
die bewegliche Platte 75 im entgegengesetzten Uhrzeigersinn etwas weiter dreht,
als dies sonst von der ersten Kipphebelanordnung zugelassen werden würde. Die Exzenterrolle
85 ist so an der beweglichen Platte 75 angeordnet, daß ihre Drehung die bewegliche
Platte 75 etwas über die Plattenendstellung, die von der Kipphebelanordnung hergestellt
wird, hinaus schwenkt. Diese übermäßige Drehung der beweglichen Platte 75 gewährleistet,
daß die Kanten 126 und 127 der Platte 125 die Schalterwelle 120 in die neutrale
Lage bringen. Wenn die Exzenterrolle 85 über ihren »hohen« Punkt hinaus gedreht
ist, veranlaßt die Feder 77 die bewegliche Platte 75 und die Platte 125, sich zu
»hinterdrehen«, wodurch ein Bindungszustand zwischen der Platte 125 und einem der
Zapfen 122 und 123 vermieden wird. Somit kann sich die Platte 125 ungehindert mit
Bezug auf die Zapfen verschieben, um den Mechanismus für seine Umschaltung in den
Abspiel- oder Aufnahmezustand vorzubereiten.
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In Bandaufzeichnungsgeräten dieses Typs ist es erwünscht, eine Schnellstopvorrichtung
vorzusehen, die mehr oder weniger unabhängig von den übrigen Schaltfunktionen ist
und die -die Bandbewegung augenblicklich stillsetzt, wenn sich das Gerät in dem
Abspiel- oder Wiedergabezustand befindet. Beim Loslassen der Schnellstopvorrichtung
wird der ursprüngliche Funktionszustand wiederaufgenommen.
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Die Schnellstopvorrichtung umfaßt eine zweite Kipphebelanordnung 135,
136, die sich mehr oder weniger unterhalb der zuvor beschriebenen ersten Kipphebelanordnung
befindet. Die zweite Kipphebelanordnung besteht aus einem hinteren Gelenkelement
135 und einem vorderen Hebel 136. Dieser ist -wie der vordere Hebel
107 der ersten Kipphebelanordnung - auf dem Zapfen 108 der beweglichen Platte
75 drehbar gelagert. Das hintere Gelenkelement 135 ist an seinen Enden an dem vorderen
Hebel 136 und an dem Zapfen 110 drehbar gelagert, wobei die Verbindung zu dem Zapfen
110 einen langgestreckten Schlitz enthält, der dem Schlitz 111 in dem Gelenkglied
106 entspricht.
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Der vordere Hebel'136 hat einen Arm 137; der mittels der Lenkstange
138 mit dem Element 139 eines Elektromagneten 140 verbunden ist (F i g. 8). Wenn
der Elektromagnet 140 erregt-wird, dreht sieh der vordere Hebel 136 im Uhrzeigersinn,
wobei die zweite Kipphebelanordnung in die Stellung nach F i g. 3 bewegt wird. Die
bewegliche Platte 75 wird dabei über einen kleinen Winkel im entgegengesetzten Uhrzeigersinn
gedreht. Eine solche Drehung bewirkt die Trennung der Andruckrolle 36 von der Tonrolle
35, wodurch der Bandantrieb augenblicklich stillgesetzt wird. Wenn. der Elektromagnet
140 stromlos ist, bewirkt die Feder 77 wieder einen Eingriff zwischen der Andruckrolle
und der Tonrolle, »so daß das Band weitertransportiert wird. .
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Eine von Hand zu betätigende Taste 42 (F i g. 4) dient zur Auslösung
der Schnellstopvorrichtung. Wenn die bewegliche Platte 75 im entgegengesetzten Uhrzeigersinn
gedreht wird, um die. Andruckrolle
36 von der Tonrolle 35 zu trennen
und somit die Bandbewegung stillzusetzen, wird das Band aus der Berührung mit dem
Tonkopf 150 zurückgezogen, so daß kein Schaltgeräusch auf dem Band aufgezeichnet
wird. Der für diesen Zweck bestimmte Mechanismus wird nun beschrieben: Gemäß F i
g. 1 ist der Tonkopf 150 in zentraler Lage mit Bezug auf das Gerät angeordnet. Bewegliche
Andruckkufen 151 und 152 sind in Wirkungsbeziehung mit dem Kopf 150 angeordnet und
gegen diesen durch Federkraft vorgespannt. Wenn sich das Gerät im STOP-Zustand befindet,
sind die Andruckkufen 151 und 152 in Abstand von dem Kopf 150 angeordnet, wie in
F i g. 1 gezeigt ist.
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Die Andruckkufen 151. und 152 werden von dem Tonkopf 150 durch Verbindung
mit einer Gleitplatte 153 wegbewegt, die unter dem Kopf 150 angeordnet und vorwärts
und rückwärts gleitend verschiebbar ist. Ein Stift 154 tritt nach oben von der Gleitplatte
153 aus vor und greift an einem Arm 155 an, der die Andrückkufe 152 trägt. Der Arm
155 greift, wenn er von dem Tonkopf 150 zurückgezogen ist, an dem Arm 156
der Andruckkufe 151 an; wodurch auch diese zurückgezogen wird. Wenn die Gleitplatte
153 in dem Gerät nach hinten bewegt wird, bewegen Vorspannungsfedern (nicht gezeigt)
der Arme 155 und 156 die Andruckkufen in Eingriff mit dem Band, um dieses in entsprechender
Lagebeziehung zu dem Tonkopf 150 für den Abspiel- oder Aufnahmevorgang zu halten.
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Die Gleitplatte 153 trägt auch Finger 157 und 158, die nach oben auf
gegenüberliegenden Seiten des Tonkopfes 150 vortreten. Die Finger 157 und 158 bewegen
sich mit der Gleitplatte 153 vorwärts, um das Band von dem Tonkopf 150 zu trennen,
wenn sich das Gerät im STOP-Zustand befindet. Sie bewegen sich mit der Platte 153
rückwärts, wie ersichtlich ist, wenn das Gerät in den Abspiel- oder Aufnahmezustand
umgeschaltet wird. Die Vorrichtungen zum Vorwärts- und Rückwärtsbewegen der Gleitplatte
153 werden nun beschrieben: An der Gleitplatte 153 ist ein Stift oder Anschlagelement
- z. B. eine am Umfang genutete Scheibe 159 - angeordnet, und im Abstand von -dieser
befindet sich ein Stift 160. Zwischen der Scheibe 159 und dem Stift 160 befindet
sich ein Kurvenhebel 162, der bei 163 an dem hinteren Gelenkelement 135 der zweiten
Kipphebelanordnung schwenkbar gelagert ist. Eine Feder 165 verbindet den Kurvenhebel
162 und die Gleitplatte 153.
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Wenn sich die zweite Kipphebelanordnung in gerader Lage befindet,
wie dies der Fall ist, wenn sich das Gerät durch Betätigung der Schnellstoptaste
42 oder der Stoptaste 45 in der Betriebsstellung »STOP« befindet, sucht sich die
zweite Kipphebelanordnung gerade auszurichten und. dadurch den Kurvenhebel
162 nach rechts zu bewegen. Dies bewirkt, daß die Gleitplatte 153 vorwärts
gleitet, wodurch die Andruckkufen 151 und 152 von dem Tonkopf 150 getrennt und die
Finger 157 und 158 veranlaßt werden, das Band von dem Tonkopf zu trennen.
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Wenn das Gerät in den Abspiel- oder Aufnahmezustand geschaltet wird
oder die Schnellstoptaste 42 freigegeben wird, wird die zweite Kipphebelanordnung
überkippt, wodurch der Kurvenhebel 162 nach links bewegt wird. Wenn dies
geschieht, verschiebt die Feder 165 die Gleitplatte 153 nach hinten, wodurch die
Finger 157 und 158 von dem Band zurückgezogen werden und die Andruckkufen 151 und
152 wiederum an dem Band und -dem Tonkopf 150 angreifen können.
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Wie in F i g. 8 gezeigt ist, wird der Elektromagnet 140 der Schnellstopvorrichtung
von der an die Klemmen 242 angelegten Netzspannung erregt. Der Elektromagnet 140
befindet sich in einem Stromkreis mit dem Relaisschalter 243, der von einer Schnellstoprelaiswicklung
244 betätigt wird. Darstellungsgemäß wird die Relaiswicklung 244 mit Gleichstrom
erregt, der zwischen die Klemme 245 und Masse angelegt wird.
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Die Relaiswicklung 244 betätigt auch einen Schalter 239, der - wenn
er geschlossen ist - den Verstärker dämpft, um Schaltgeräusch in den Abspiel-oder
Aufnahmeschaltungen zu vermeiden.
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Die Schließung eines der Schalter 240, 246, 247 erregt die Relaiswicklung
244 und schließt den Relaisschalter 243, so daß der Elektromagnet 140 erregt wird.
Das Öffnen eines dieser Schalter macht die Relaiswicklung 244 stromlos, so daß der
Schalter 243 geöffnet und der Elektromagnet 140 aberregt wird, worauf der Vorwärtsantrieb
für den Abspiel- oder Aufnahmevorgang wiederaufgenommen wird. Die Widerstände 265
und 264 sind so bemessen, daß sie die Entladung der Kapazität 266 ausreichend verzögern,
um die Wiederaufnahme des Vorwärtsantriebes für den Abspielvorgang zu verzögern.
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Die Rücklauftaste 46 und die Schnellvorlauftaste 47, welche die entsprechenden
Funktionen einleiten, sind im oberen Teil der F i g. 8 schematisch dargestellt.
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Wenn die Rücklauftaste 46 von Hand gedrückt wird, wird ein zugehöriger
Schalter 250 geschlossen. Dadurch wird eine Schnellaufrelaiswicklung 251 erregt,
die an eine Niederspannungsquelle 252 angeschlossen ist. Bei Erregung schließt die
Relaiswicklung 251 die zugeordneten Schalter 253, 254 und 255.
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Der Schalter 253 stellt einen Haltekreis her, der die Relaiswicklung
251 nach dem Loslassen der Rücklauftaste 46 und dem öffnen des Schalters 250 erregt
hält.
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Der Schalter 254 erregt die Relaiswicklung 244, die den zugeordneten
Schalter 243 schließt und den Elektromagneten 140 erregt.
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Der in Reihe mit dem dann geschlossenen Schalter 243 liegende Schalter
255 bewirkt Erregung des Schnellaufelektromagneten 170.
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Der von Hand eingeleitete Rücklaufzustand wird durch Drücken der Drucktaste
45 (Stoptaste) bendet. Dadurch wird der zugehörige Schalter 258 geöffnet, so daß
die Schnellaufrelaiswicklung 251 aberregt wird und ihre drei zugeordneten Schalter
geöffnet Werden. Infolgedessen werden der Schnellaufelektromagnet 170, die Relaiswicklung
244 und der Elektromagnet 140 stromlos, so daß der Rücklaufvorgang beendet wird.
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Die Schnellvorlauffunktion wird durch Drücken der Schnellvorlauftaste
47 eingeleitet. Dadurch wird der zugehörige Schalter 260 geschlossen, und
die Schnellaufrelaiswicklung 251 wird erregt, so daß die Schalter 253, 254 und 255
geschlossen Werden. Der Schnellaufelektromagnet 170 wird zusammen mit der Relaiswicklung
244 und dem Elektromagneten 140 wie bei dem Rücklaufvorgang erregt. Der Schalter
253 stellt einen Haltekreis her, so daß es nicht notwendig
ist,
die Schnellvorlauftaste 47 gedrückt zu halten.
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Der Schnellvorlaufvorgang wird durch Drücken der Stoptaste 45 beendet,
wodurch -der zugehörige Schalter 258 geöffnet wird, um die entsprechenden Relaiswicklungen
und Elektromagnete stromlos zu machen.
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Die Rückstelltaste 52 ist in dem oberen rechten Teil der F i g. 8
schematisch dargestellt. Die Taste 52 wird während des Zeitraums gedrückt gehalten,
währenddem die Rückstellfunktion gewünscht wird.
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Wenn die Rückstelltaste 52 gedrückt ist, wird zuerst der zugehörige
Schalter 240 geschlossen. Dadurch wird die Relaiswicklung 244 erregt, die den Schalter
243 schließt und den Elektromagneten 140 erregt, wodurch der Vorwärtsbandantrieb
augenblicklich stillgesetzt wird, wenn sich das Gerät in dem Abspiel- oder Aufnahmezustand
befindet. Die Funktionswirkung der Rückstelltaste 52 schließt auch den Schalter
241, der den Schnellaufelektromagneten 170 direkt von den Netzklemmen 242 über einen
Stromkreis erregt, der den dann geschlossenen Schalter 243 enthält.
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Wenn der Rückstellvorgang im Aufnahmezustand des Mechanismus eingeleitet
wird, werden durch Loslassen der Taste 52 die Schalter 240 und 241 geöffnet. Dadurch
werden die Relaiswicklung 244 und der Schnellaufelektromagnet 170 sogleich aberregt,
so daß der Rückstellvorgang beendet wird.
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Die Funktionswirkung ist etwas unterschiedlich, wenn Rückstellung
im Abspielzustand des Mechanismus eingeleitet wird. In diesem Fall ist eine Zeitverzögerung
nach Beendigung des Rückstellvorgangs vorhanden, wonach das Gerät die Abspielfunktion
wiederaufnimmt. Der Zweck dieser Zeitverzögerung liegt darin, das Band aus dem schnellen
Rücklaufantrieb in den STOP-Zustand vor der Wiederaufnahme des Bandantriebs in Abspielrichtung
zu verlangsamen.
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Diese Zeitverzögerung wird von einem Widerstand-Kondensator-Kreis
hergestellt, der einen Widerstand 265 und einen Kondensator 266 enthält, die in
Reihe zwischen Masse und den Verstärkerschalter 267 geschaltet sind. Der letztgenannte
Schalter ist in F i g. 8 in Abspielstellung gezeigt.
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Parallel zu dem Kondensator 266 liegen ein Widerstand 269 und
ein Schalter 270. Der Kondensator 266 wird bei geschlossenem Schalter 270
über den Strombegrenzungswiderstand 269 nach Masse entladen, wenn sich das Band
während des Rückstellvorgangs rückwickelt.
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Am Ende des Rückwickelvorgangs bei der Rückstellung schaltet sich
der Mechanismus aus dem Rücklaufzustand und öffnet den Schalter 270. Auch wenn der
Schalter 240 beim Loslassen der Rückstelltaste 52 geöffnet wird, wird die Relaiswicklung
244 nicht sogleich aberregt, sondern bleibt während des Zeitraumes eregt, der zum
Laden des Kondensators 266 über die dargestellten Widerstände, im besonderen den
Widerstand 264, und die Relaiswicklung erforderlich ist. Wenn der Kondensator geladen
ist, wird die Relaiswicklung 244 stromlos, wodurch der Schalter 243 geöffnet und
der Elektromagnet 140 aberregt wird.