DE1227028B - Verfahren zur Herstellung von Lactamen durch katalytische Umlagerung von cyclischen Ketoximen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Lactamen durch katalytische Umlagerung von cyclischen KetoximenInfo
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- DE1227028B DE1227028B DEB68166A DEB0068166A DE1227028B DE 1227028 B DE1227028 B DE 1227028B DE B68166 A DEB68166 A DE B68166A DE B0068166 A DEB0068166 A DE B0068166A DE 1227028 B DE1227028 B DE 1227028B
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D201/00—Preparation, separation, purification or stabilisation of unsubstituted lactams
- C07D201/02—Preparation of lactams
- C07D201/04—Preparation of lactams from or via oximes by Beckmann rearrangement
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
- Other In-Based Heterocyclic Compounds (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07d
Nummer: 1227 028
Aktenzeichen: B 68166IV d/12 ρ
Anmeldetag: 25. Juli 1962
Auslegetag: 20. Oktober 1966
Gegenstand des Patents 1195 318 ist ein Verfahren zur Herstellung von Lactamen durch katalytische
Umlagerung von cyclischen Ketoximen in Gegenwart von sauren Katalysatoren, die in auf und
ab wirbelnder Bewegung gehalten werden und die gegebenenfalls auf Trägern aufgebracht sind, bei
dem man die cylischen Ketoxime in flüssiger Form auf die erhitzen Katalysatoren bringt.
Es wurde nun gefunden, daß sich dieses Verfahren abändern läßt, indem man die cyclischen Ketoxime
anstatt in flüssiger Form in fester Form mit Hilfe eines Inertgasstromes in die erhitzte Katalysatorzone
fördert. '·"
Das abgewandelte Verfahren bietet gegenüber dem
Stand der Technik die gleichen Vorteile wie das Verfahren gemäß Patent 1195 318. Eine Zersetzung
der Oxime bei der vorherigen Verdampfung wird vermieden. Die Reaktionswärme der Umlagerungsreaktion
wird zum Schmelzen bzw. zum Verdampfen des Oxims ausgenutzt. Dadurch wird einerseits
Energie eingespart und andererseits die Temperaturführung bei der Umlagerungsreaktion erleichtert. Ein
weiterer Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung besteht darin, daß der Katalysator und das Oxim
gemeinsam über nur eine Dosiervorrichtung dem Reaktionsrohr zugeführt werden können.
Es ist zwar bereits ein Verfahren bekanntgeworden, bei dem man Oxime an Katalysatoren umlagert,
die in auf und ab wirbelnder Bewegung gehalten werden (bekanntgemachte Unterlagen des belgischen
Patents 591897). Dabei wird jedoch das Oxim dampfförmig in die Katalysatorzone eingeführt. Da
aus der deutschen Auslegeschrift 1 055 537 bekannt ist, daß eine Mitverwendung von Inertgasen bei der
katalytischen Umlagerung von Oximen zu verminderten Ausbeuten führt, wäre es naheliegend gewesen,
eine Zuführung des Ausgangsstoffes mit Hilfe eines Inertgasstromes zu vermeiden.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung arbeitet man zweckmäßig in einem senkrecht angeordneten beheizbaren Reaktionsrohr, in dem eine Katalysatorschicht von 20 bis 70 cm Höhe (Körnung der Katalysatorteilchen 0,1 bis 1 mm) in auf und ab wirbelnder Bewegung gehalten wird. Es ist zweckmäßig, bei der Inbetriebnahme der Anlage gebrauchten Katalysator vorzulegen. Besonders vorteilhafte Temperaturen liegen zwischen 280 und 400° C, insbesondere bei 360° C. Man arbeitet in der Regel unter Normaldruck und verwendet Inertgase, wie Argon, Kohlendioxyd oder Stickstoff, um den Katalysator in auf und ab wirbelnder Bewegung zu halten. Der Ausgangsstoff und frischer bzw. regenerierter Katalysator
Bei dem Verfahren nach der Erfindung arbeitet man zweckmäßig in einem senkrecht angeordneten beheizbaren Reaktionsrohr, in dem eine Katalysatorschicht von 20 bis 70 cm Höhe (Körnung der Katalysatorteilchen 0,1 bis 1 mm) in auf und ab wirbelnder Bewegung gehalten wird. Es ist zweckmäßig, bei der Inbetriebnahme der Anlage gebrauchten Katalysator vorzulegen. Besonders vorteilhafte Temperaturen liegen zwischen 280 und 400° C, insbesondere bei 360° C. Man arbeitet in der Regel unter Normaldruck und verwendet Inertgase, wie Argon, Kohlendioxyd oder Stickstoff, um den Katalysator in auf und ab wirbelnder Bewegung zu halten. Der Ausgangsstoff und frischer bzw. regenerierter Katalysator
Verfahren zur Herstellung von Lactamen durch
katalytische Umlagerung von cyclischen
Ketoximen
katalytische Umlagerung von cyclischen
Ketoximen
Zusatz zum Patent: 1195 318
Anmelder:
Badische Anilin-& Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein·
Als Erfinder benannt:
Dr. Rudolf Irnich, Frankenthal
werden an einer oder an mehreren Stellen mittels pneumatischer Förderanlagen in die Katalysatorzone
eingebracht. Es ist vorteilhaft, den Ausgangsstoff im unteren Drittel der Katalysatorzone zuzuführen.
Aus dem Gasgemisch, das die Katalysatorzone verläßt, scheidet man zweckmäßig mit Hilfe eines
Zyklons mitgeführten Staub ab und kühlt es dann auf eine solche Temperatur ab, daß praktisch alles
Lactam kondensiert. Bei der Umlagerung von Cyclohexanonoxim liegt diese Temperatur unter Atmosphärendruck
bei etwa 70° C. Aus dem restlichen Gas kann man geringe Mengen an Wasser, Ausgangsstoff
und stickstoffhaltigen Nebenprodukten durch Kaltwasserkühlung entfernen. Das Inertgas
wird dann zweckmäßig erneut für die Zuführung von Oxim und Katalysator in die Reaktionszone verwendet.
In einem senkrechten, elektrisch beheizten Reaktionsrohr von 100 cm Länge und 10 cm Durchmesser,
das am unteren Ende mit einer groben Glasfritte abgeschlossen ist, werden 600 g eines frischen
Aluminiumoxyd-Boroxyd-Katalysators mit einem Aluminiumoxydgehalt von 60 Gewichtsprozent und
einer Körnung von 0,3 bis 0,5 mm erhitzt und durch einen Strom von 14001 Stickstoff pro Stunde, der
auf 300° C erwärmt ist und von unten durch die Fritte eingeblasen wird, zum Wirbeln gebracht.
Wenn die Katalysatorschicht eine Temperatur von 360° C erreicht hat, führt man mittels eines Förderrohres
von 40 cm Höhe und 0,5 cm Durchmesser,
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609 707/405
das etwa 5 cm oberhalb der Glasfritte unter einem Winkel von 45° in das Reaktionsrohr einmündet,
innerhalb von 185 Minuten 1128 g Oxim mit einem Wassergehalt von 4,8 Gewichtsprozent und 1128 g
Katalysator mit Hilfe von 1001 Stickstoff pro Stunde in die Katalysatorzone, Um die Höhe der Katalysatorschicht
kpnstant zu halten, wird eine dem zugeführten Katalysator entsprechende Menge aus der
Katalysatorzone mittels eines Überlaufs abgezogen. Der Höhenunterschied zwischen der Einmündung
des Förderrohres und dem Überlauf beträgt etwa 20 cm. Das Ende des erwähnten Förderrohres ragt
etwa 0,5 cm in den Reaktionsraum hinein. Es ist mit einem Mantelrohr umgeben. Durch den ringförmigen
Raum zwischen Förderrohr und Mantelrohr werden stündlich 3501 Stickstoff in den Reaktionsraum eingelBitetPÄiifKdiiese
Weise wird das Förderrohr gekühlt undi^ubSähmelzen des Oxims im Förderrohr
verhindert.
Das gasförmige Umsetzungsgemisch wird durch einen mit Wasser von 70° C gespeisten Kühler geleitet.
Man destilliert das Kondensat unter vermindertem Druck und erhält aus 1074 g wasserfreiem
Oxim 903 g ε-Caprolactam (84,1% der Theorie). F_68,5.bis-69° C. a5
Man arbeitet, wie im Beispiel 1 beschrieben, legt jedoch an7 Stelle von 600 g frischem Katalysator die
gleiche Menge gebrauchten Katalysator vor. Innerhalb von 195 Minuten werden 1900 g Oxim mit
einem Wassergehalt von 5,1 Gewichtsprozent und g Katalysator mittels 15001 Stickstoff pro Stunde
in den iReaktionsraum- eingeführt. Man verfährt weiter^ wie im j. Beispiel 1 Jund_ erhält aus 1803 g
wasserfreiem Oxim 1661 g ε-Caprolactam (92,1% der Theorie). F. 68,5 bis 69,0° C.
Claims (1)
- Patentanspruch:Abänderung des Verfahrens zur Herstellung von Lactamen durch katalytische Umlagerung von cyclischen Ketoximen in Gegenwart von sauren Katalysatoren, die in auf und ab wirbelnder Bewegung gehalten werden und die gegebenenfalls auf Trägern aufgebracht sind, unter Zufuhr der Oxime in flüssiger Form gemäß Patent 1195 318, dadurch gekennzeichnet, daß man die cyclischen Ketoxime anstatt in flüsliger Form in fester Form mit HiUe eines Inertgasstromes in die erhitzte Katalysatorzone fördert.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1055 537;
bekanntgemachte Unterlagen des belgischen Patents Nr. 591 897.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB68166A DE1227028B (de) | 1962-07-25 | 1962-07-25 | Verfahren zur Herstellung von Lactamen durch katalytische Umlagerung von cyclischen Ketoximen |
| CH871863A CH449020A (de) | 1961-06-10 | 1963-07-12 | Verfahren zur Herstellung von Lactamen durch Umlagerung von cyclischen Ketoximen |
| BE635221A BE635221R (fr) | 1962-07-25 | 1963-07-22 | Procédé pour la transposition de cetoxines cycliques |
| GB2905463A GB1048074A (en) | 1962-07-25 | 1963-07-23 | Production of lactams by rearrangement of cyclic ketoximes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB68166A DE1227028B (de) | 1962-07-25 | 1962-07-25 | Verfahren zur Herstellung von Lactamen durch katalytische Umlagerung von cyclischen Ketoximen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1227028B true DE1227028B (de) | 1966-10-20 |
Family
ID=6975785
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB68166A Pending DE1227028B (de) | 1961-06-10 | 1962-07-25 | Verfahren zur Herstellung von Lactamen durch katalytische Umlagerung von cyclischen Ketoximen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE635221R (de) |
| DE (1) | DE1227028B (de) |
| GB (1) | GB1048074A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0008716A1 (de) * | 1978-08-30 | 1980-03-19 | BASF Aktiengesellschaft | Verfahren zur Herstellung von Epsilon-Caprolactam |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1055537B (de) * | 1954-08-19 | 1959-04-23 | Leuna Werke Veb | Verfahren zur Herstellung von epsilon-Caprolactam durch katalytische Isomerisierung von Cyclohexanonoxim |
| BE591897A (fr) * | 1959-06-16 | 1960-10-03 | British Petroleum Co | Perfectionnements à la production de composés organiques d'azote. |
-
1962
- 1962-07-25 DE DEB68166A patent/DE1227028B/de active Pending
-
1963
- 1963-07-22 BE BE635221A patent/BE635221R/fr active
- 1963-07-23 GB GB2905463A patent/GB1048074A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1055537B (de) * | 1954-08-19 | 1959-04-23 | Leuna Werke Veb | Verfahren zur Herstellung von epsilon-Caprolactam durch katalytische Isomerisierung von Cyclohexanonoxim |
| BE591897A (fr) * | 1959-06-16 | 1960-10-03 | British Petroleum Co | Perfectionnements à la production de composés organiques d'azote. |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0008716A1 (de) * | 1978-08-30 | 1980-03-19 | BASF Aktiengesellschaft | Verfahren zur Herstellung von Epsilon-Caprolactam |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE635221R (fr) | 1964-01-22 |
| GB1048074A (en) | 1966-11-09 |
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