DE1226755B - Biegsamer Traggriff - Google Patents
Biegsamer TraggriffInfo
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Description
- Biegsamer Traggriff Die Erfindung befaßt sich mit einem Traggriff zur Handhabung von Gegenständen, z. B. Beuteln, Paketen, Kästen und anderen Behältern.
- Es sind bereits Traggriffe bekannt, bei denen in gewissem Abstand von den beiden Enden eines Traggriffstreifens Schultern vorgesehen sind, mit denen der Traggriff in je einen Schlitz in der Wandung eines Kartons oder eines ähnlichen Gegenstandes einbringbar ist, wobei jeder Endteil des Streifens eine begrenzte Längsbewegung zwischen einer gebogenen Stellung des Streifens, welche ein Ergreifen des Handgriffes erlaubt und einer flachen Stellung des .Streifens' zuläßt, in welcher der Streifen sich eng an den Gegenstand-anschmiegt.
- Bekannt ist es auch, in einer nicht für das Einbringen in Schlitze ausgebildeten Traglasche einen mittleren Längsschlitz vorzusehen, der' zur Aufnahme einer Schnur dient, um an ihr den betreffenden:Gegen-*§tand zu tragen.
- Bei den bisherigen Traggriffen besteht aber eine . gewisse Gefahr, daß der Streifen, in seiner flachen Stellung ungewollt durch die Schlitze hindurchragt und dadurch seine Aufgabe des Tragens nicht mehr erfüllen kann, gegebenenfalls sogar verlorengeht.
- Erfindungsgemäß wird dies dadurch verhindert, .daß der Streifen beidseits einwärts der Schultern längliche, nach außen sich erstreckende Zungen aufweist, welche mit der Außenseite der Wandung des .Gegenstandes in vorzugsweise federnden Eingriff ,kommen'.
- vorzugsweise wird der Traggriff durcheinen läng-C ,chen flachen Streifen von thermoplastiscliem.Kunstharzstoff gebildet.
- Die Egdtei le des. Streifens.sind von- vergrößerter Dicke und - gerundeter Form' wobei jeder Endteil durch 1.Jörmige Schlitze vom Streifen abgesetzt ist. Der längere. Teil jedes L-förmigen Schlitzes erstreckt sich in Längsrichtung #einwärts zum Streifen, und der kürzere Teil ist nach auswärts gerichtet Der kurze Teil des L-fönnigen* Schlitzes kann an seinem äußeren Rand eine Verdickung aufweisen"die verhindert, daß die Wand des zu tragenden Gegenstandes eingerissen wird.
- Vorzugsweise erstrecken sich diese Schultern auswärts unter einem Winkel von weniger als 900 zur Längsmittelrichtung des Handgriffes. Dies vermindert ebenfalls die Gefahr, daß der Handgriff die Wand des Gegenstandes eihreißt.
- Weiter weist der Streifen einen in der Längsmittelachse sich erstreckenden Schlitz auf, so daß der Handgriff unter eine Schnur rund um ein Paket eingeführt werden kann, wonach der Streifen an jeder Seite der Schnur aufwärts gebogen wird, um einen Handgriff zu bilden.
- Wenn der Handgriff von dem Behälter oder sonstigen Gegenstand, dem er ursprünglich zugeordnet war, entfernt wird, kann er zur. Beförderung von Paketen oder Einkaufsbeuteln weiter verwendet werden, was an sich - aber nicht in Verbindung mit einem in Schlitze einzuführenden Traggriff -bekannt ist.
- Der Schlitz ist in seinem Mittelteil breiter als an seinen Enden, so daß die Schnur od. dgl. leicht eingeführt werden -kann.
- Falls der mit dem Handgriff zu tragende Behälter aus wenig widerstandsfähigem Stoff, z. B. Papier, .besteht, so kann hinter der Wand des Behälters, mindestens im Bereich der Schlitze, eine Unterlage an-,gebracht werden, die die Gefahr des Einreißens ..vermindert.
- Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nun an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 die Draufsicht auf den Traggriff, F i g. 2, 6ine Seitenansicht des Handgriffendes in vergrößertem Maßstab, F i g. 3, 4, 5 und - 6 in perspektivischer Ansicht einen Papierbeutel mit Traggriff -in verschiedenen Schließstufen, F i g. 7 eine perspektivische Ansicht, teilweise schematisch, eines Tragbeutelmaulverschlusses, F i g. 8 und 9 in perspektivischer Ansicht den Handgriff in Benutzung für das Anheben von Schachteln und F i g. 10 den Handgriff im Zusammenwirken mit den Schlaufen eines Einkaufsbeutels. Der Traggriff besteht auseinem länglichen flachen Streifen 1 aus- einem biegsamen, aber starken plastischen Stoff, z. B. aus hochverdichtetem Polyäthylen, mit zwei Endteilen 2 von vergrößerter Breite und gerundeter Form. Jeder Endteil 2 ist durch ein Paar L-förmige Schlitze 3 an seinen Längskanten vom Streifen abgesetzt.
- Der längere Teil jedes L-förinigen Schlitzes weist in Längsrichtung des Streifens einwärts -und der kürzere Teil ist quer zum Streifen auswärts gerichtet. Verdickte Schultern 4 erstrecken sich etwas schräg nach -außen unter einem Winkel von etwas- weniger als 90' zur Längsmittelachse des Streifens 1; die Tragbeanspruchung wird, wenn -der Handgriff durch seine Schultern Gegenstände trägt, von den Schlitzen in der Wand des Gegenstandes ferngehalten und dadurch die Gefahr des Einreißens noch weiter herabgesetzt. Die Schlitze 3 bilden beidseitig einwärts der Schultern 4 Zungen 5, welche sich in Längsrichtung des Streifens 1 erstrecken.
- Der Handgriff weist außerdem in der Längsmittelachse des Streifens 1 einen Schlitz 6 mit einem verbreiterten Mittelbereich 7 auf. Der Schlitz 6 erstreckt sich bis fast zu den Handgriffenden zwischen sich in Längsrichtung erstreckenden Schultern 8 und einer Aussparung 9.
- Die Wirkungsweise des Handgriffes wird aus folgendem ersichtlich: Ein aus steifer Pappe od.,dgl. hergestellter Karton 10, z. B. für die Verpackung von Kleidern, weist Wände 11 und 12 auf, -die als Verschluß des Kartonmaules übereinandergefaltet werden können.
- Die Wand 11 hat zwei im Abstand voneinander angeordnete rechteckige Schlitze 22, in welche die verstärkten Endteile 2 des Handgriffes eingeführt werden.
- Wenn die Endteile in die Wand 11 eingeführt -sind, hindern - die Zungen 5 den Handgriff am Durchtritt durch die Schlitze. 22. Die Wand 12 wird dann in der Richtung a (s. Pfeil in F 1 g. 4) über die Wand 11 gefaltet. Die Wand 12 weist einen im wesentlichen rechteckigen Schlitz 13 auf, der mit dem Handgriff fluchtet. Der Handgriff tritt durch den Schlitz 13, wobei die Zungen 5 herausspringen und üb#er die Wand 12 greifen.
- Die Zungen 5 des Handgriffes kommen mit der Oberfläche der Wände 12 in Eingriff, während seine Endteile 2 die Unterfläche der Wände 11 erfassen. Da der Handgriff aus mäßig elastischem Stoff besteht, werden die Wände 11, 12 zusammengehalten. Der Handgriff kann in die gebogene Tragstellung (F i g. 5) oder in flache Lage gebracht werden, in welch-er er durch die Zungen 5 am Durchtritt durch die Schlitze 22 gehindert ist.
- Der Handgriff kann auch in Kartonwände 14, 15 mit einem Paar von rechtwinkligen Schlitzen 16, die miteinander fluchten, wenn die Wände 14, 15 in ihrer SchließsteRung übereinanderliegen, eingeführt werden.
- Das Schlitzpaar 16, 16 jeder Wand 14 bzw. 15 ist durch einen gekrümmten Schlitz 17 verbunden. Die verstärkten Endteile 2 des Handgriffes können durch die Schlitze 16 der unteren Wand 14 und der Körper des Handgriffes durch den gekrümmten Schlitz 17 der Wand 15 eingestoßen' werden. Die Zungen 5 und die verstärkten Endteile 2 des Handgriffes halten dabei dieWände 14,15 zusammen. DieVerbindungsschlitze 17 in den Wänden 14 und 15 sind in verschiedenen Richtungen gekrümmt, um der Gefahr zu begegnen, daß der Handgriff durch miteinander fluchtende 3chlitze hindurchgleitet (F i g. 7).
- In einem Karton 18 aus steifer Pappe, wie er z. B. für die Beförderung von Nahrungsmitieln benutzt wird, sind an einer geschlossenen Wand 18 im Ab- stand zwei rechteckige Schlitze 19 eingeformt, in die die verstärkten Endteile 2 des Handgriffes greifen (F i g. 8).
- Der Handgriff kann auch für das Tragen eines Paketes 20 benutzt werden, das mit ein-er Schnur 21 umwunden ist (F i g. 9). Der Handgriff wird unter die Schnur 21 geschoben, so daß letztere im Schlitz 6 liegt, und der Streifen 1 wird auf jeder Seite der Schnur 21 aufwärts gebogen. Dabei ist die Schnur in den Aussparungen 9 an den Endteilen 2 gelagert.
- Zum Tragen verschnürter Gegenstände schließlich wird z. B. von zwei Schlaufen 24 eines Tragbeutels 23 am einen Ende des Handgriffes das eine Schlaufenende 24 durch den Schlitz 6 eingeführt; es erstreckt sich über den verbreiterten Endteil 2 des Handgriffes und ist dann stramm in den L-förmigen Schlitz 3 geführt (F i g. 10).
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Biegsamer Traggriff, der in gewissem Ab- stand von den beiden Enden des den Traggriff bildenden Streifens Schultern aufweist, mit denen er in je einen Schlitz in der Wandung eineg Kartons oder eines ähnlichen Gegenstandes einbringbar ist, wobei jeder Endteil des Streifens eine begrenzte Längsbewegung zwischen einer gebogenen Stellung des Streifens - welche ein Eingreifen des Handgriffes erlaubt - und einer flachen Stellung des Streifens zuläßt, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen (1) beidseitig einwärts der Schultern(4) längliche, nach außen sich erstreckende Zungen (5) aufweist, welche mit der Außenseite der Wandung des Gegenstandes in vorzugsweise federnden Eingriff kommen.
- 2. Handgriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endteile (2) von vergrößerter Dicke und gerundeter Form vom Streifen (1) durch L-förmige Schlitze (3) abgesetzt sind, wobei der längere Teil jedes L-förmigen Schlitzes (3) in Längsrichtung einwärts zum Streifen (1) hin und der kürzere Teil quer zum Streifen (1) auswäfts gerichtet ist. 3. Handgriff nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schultern (4) sich auswärts unter einem Winkel von etwas weniger als 90' zur Längsmittelachse des Handgriffes erstrecken. 4. Handgriff nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen einen in der Längsmittelachse sich erstreckenden Schlitz (6, 7, 6) aufweist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1864 082, 1819 109; schweizerische Patentschrift Nr. 366 933.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1226755X | 1963-05-02 |
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|---|---|
| DE (1) | DE1226755B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2627435A1 (fr) * | 1988-02-22 | 1989-08-25 | Siemco Sa | Classeur de documents a poignee amovible et dispositif de fermeture |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1819109U (de) * | 1960-08-16 | 1960-10-06 | Frederick Helmut Schwinning | Traggriff zum einhaengen in die paketverschnuerung. |
| DE1864082U (de) * | 1962-07-02 | 1962-12-20 | Telefunken Patent | Loesbarer tragegriff fuer ein geraet der nachrichtentechnik. |
| CH366933A (de) * | 1959-06-13 | 1963-01-31 | Vidar Wigemark Bertil | Traggriff für Schachteln, Tragtaschen oder dergleichen |
-
1964
- 1964-04-30 DE DED44310A patent/DE1226755B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH366933A (de) * | 1959-06-13 | 1963-01-31 | Vidar Wigemark Bertil | Traggriff für Schachteln, Tragtaschen oder dergleichen |
| DE1819109U (de) * | 1960-08-16 | 1960-10-06 | Frederick Helmut Schwinning | Traggriff zum einhaengen in die paketverschnuerung. |
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