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Gro ßr aumsack Die Erfindung bezieht sich. auf einen Großraumsack
mit Wandunc aus flexiblem Material, Haltegurten od.dgl., einer oberen Er füllöffnung,
insbesondere. einem Einzelstutzen, und einem verschließbaren unteren. Auslauf stutzen.
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Solche Großraumsäcke werden beispielsweise in der Landwirtschaft für
Düngemittel, Saatgut und andere Produkte verwendet Wegen ihres großen Volumens stellen
sie eine günstige Form einer Einwegverpackung für Füllgüter der genannten Art dar.
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Das Entleeren erfolgt vielfach durch Aufschneiden des Sackbodens.
Auch sind Ausführungen mit einem durch Abbinden verschließbaren unteren Auslaufstutzen
bekannt. Die bekannten Großraumsäcke lassen jedoch in der einen oder anderen Hinsick
bzw. für bestimmte E$nsatzfälle noch verschiedene Wünsche offen. Dies gilt u.a.
hinsichtlich des Entleerungsvorganges, ds Verhinderung eines Verlustes von Füllgut,
der Verwendbarkeit für Produkte, die von ihrer Art oder Beschaffenheit her Schwi
rigkeiten bereiten sowie für weitere Probleme.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einen Großraumsack zu schaffen, der
einerseits das Füllgut sicher aufnehmen kann und andererseits ein gutes, namentlich
kontinuierliches Entleeren auch bei schwierigem, z.B.- verpreßtem oder zur Brückenbildung
neigendem Füllgut gestattet, ohne daß ein Aufschneiden des Sackes oder ein sonstiges
nicht ohne weiteres rückgängig zu machendes Zerstören seiner Teile notwendig macht.
Dabei will die Erfindung den Sack weiterhin auch für Füllgut verschiedener Art geeignet
machen. Ferner strebt die Erfindung eine solche Ausbildung des Sackes an, daß er
mehrfach verwendbar ist. Mit alledem zusammenhängende weitere Probleme, mit denen
sich die Erfindung befaßt, ergeben sich aus der jeweiligen Erl&uterung der aufgezeigten
Lösung.
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Die Erfindung sieht vor, daß der Sack einen sich verjüngenden unteren
Endteil mit einer wenigstens weitgehend zuziehbaren Öffnung aufweist und sich der
Auslaufstutzen in freiem Zustand an die zuziehbare Öffnung anschließt und mi.t seinem
Verschluß derart ausgebildet ist, daß er in geschlossenem Zustand durch die Öffnung
in den sich verjüngenden Teil des Sackes einschiebbar und durch. Zuziehen der öffnung
gegen Heraustreten sicherbar ist.
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Der'Auslaufstutzen ist vorteilhaft von einer sich über die zuziehbare
Öffnung hinaus erstreckenden Verlängerung einer Sackwandung oder eines Wandungsteiles
gebildet. Bei einem einlagigen Sack erstreckt sich dessen Wandung somit über die
zuziehbare Stelle der von dieser Wandung selbst gebildeten Öffnung hinaus. Eine
sehr zweckmäßige Ausführung besteht weiterhin darin, daß der gesamte Sack doppelwandig
ist und der Auslauf stutzen von einem Endteil der inneren Wandung gebildet ist.
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Zum Zuziehen der Öffnung ist bei einer einfachen und praktischen Ausführung
eine Kordel od.dgl..vorgesehenv
Ein solcher Großraumsack zeichnet
sich durch eine Anzahl we sentlicher Vorteile aus. Der sich verjüngende Teil ermoglicht
zusammen mit dem Auslaufstutzen ein einwandfreies Ent leeren des Sackes auch bei
schwierigem Füllgut. Andererseit ist der Sack im Gebrauchszustand so fest verschlossen,
daß kein Füllgut aus seinem Auslauf austreten kann. Es sind nur wenige einfache
Handgriffe notwendig, um den Auslauf freizugeben und zu öffnen und dadurch den Entleerungsvorgang
e.i.nzuleiten. Dabei erfolgt keine Beschädigung oder Zerstört: des Sackes, so daß
dieser wiederverwendbar ist. Es ist Somit ein den praktischen Anforderungen in besonders
zweckmäßiger Weise genügender Mehrweg-Großr.aumsack geschaffen.
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Die Höhe oder der Bereich, um den sich die Wandung des Auslaufstutzens
in das innere des Sackes erstreckt und dort eine zweite, innere Wandung bildet,
läßt sich entsprechend dem jeweiligen Bedarfsfall wählen. Diese zweite Wandung kann
beispielsweise zugleich mit dem Beginn des terjüngenden Tei.
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les anfangen und dort mit der äußeren Sackwandung vernäht sein. Bei
einer besonders vorteilhaften Ausführung ist der gesamte Sack zweilagig, wobei dann
der Auslaufstutzen von einem Endteil der inneren die.ser beiden. Lagen gebildet
ist.
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Dieg ergibt einen Sack von hoher Belastbarkeit.
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Der sich verjüngende. Tei.l kann zumindest annähernd die Form eines
Pyramidenstumpfes oder auch eines Kegel stumpfes haben.
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Dies kann sich insbesondere nach dem sonstigen Aufbau des Sackes bzw.
seiner Querschnittsform richten. So ist es m8glich, daß der Sack eine quadratische
oder rechteckige Quer" schnittsform hat oder aber auch zylindrisch ist. Ebenso kann
die Form des Auslaufstutzens rund oder eckig sein.
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Der Großraumsack läßt sich aus Materialien der verschiedensten Art
fertigen. Besonders vorteilhaft wird für seine Wandungen einAchließlich.-des Auslaufstutzens
ein Polypropylen-Gewebe, namentlich ein Bändchen-Gewebe, vorgesehen das je.
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nach Anforderung z.B. 180 g/m2 bis 300 g/m2 schwer sein kann.
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FUr den Verschluß des Auslaufstutzens bestehen mehrere Möglichkeiten.
Insbesondere ist dafür ein sog. Blumenverschluß vorgesehen, der sich durch Einfachheit
und leichte Elandhabbarkeit auszeichnet. Um auch sehr hohen Anforderungen genügen
zu können, läßt sich der Verschluß als Doppel-Blumenverschluß ausbilden. Eine Kordel
für den Verschluß wird zweckmäßig so am Auslaufstutzen angebracht, daß sie nicht
verlorengehen kann, aber frei ergreifbar ist.
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Handelt es sich um einen Sack, bei dem Wandungsteile durch Nähte miteinander
verbunden sind, so läßt sich die Ausführung so treffen, daß wenigstens an einem
Teil solcher Nähte ein Dichtband od.dgl. mit vernäht ist. Hierdurch ist es.mdglich,
den Großraumsack auch für pulverige Füllgüter u.dgl.
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einzusetzen, ohne daß ein Ialett, z.B. ein Polyäthylen-Innensack,
erforderlich ist.
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Das Material des Sackes läßt sich antistatisch. ausbilden, z.B. durch
eine Naß-Ausrtstung oder in Form eines Metall-Gewebes, wobei im Gewebe des Sackmaterials
z.B. im Abstand von jeweils einem Zentimeter Metallfäden eingewebt sind.
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Durch eine solche Ausbildung werden sonst bei. bestimmten Füllgütern
mögliche Aufladungen mit den daraus resulti.erenden unerwünschten Folgen vermieden.
In weiterer Aus.gestaltung können bei einem solchen Sack Entladungs- bzw. Erdungsanschlüsse
vorgesehen sein, durch die eine zustzliche Sicherheit erreicht wird.
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Die Haltegurte des Sackes sind vorteilhaft mit Doppelriegeln an den
Wandungen desselben angenäht, was eine große Befestigungsfläche und somit eine hohe
Belastbarkeit ergibt.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden Beschreibung von.Ausfthrungs-
beispielen,
aus der zugehörigen Zei.chnung und aus den An sprüchen. Es zeigen: Fig. 1 einen
Großraumsack in perspektivischer Ansicht, Fig. 2 eine Ausführung des unteren Sackendes
mi.t Auslaufstutzen, Fig. 3 einen Verschluß eines Auslaufstutzens, Fig. 4 einen
weiteren Verschluß eines Auslauf stutzens, Fig. 5 das untere Ende eines Sackes in
geschlossenem Zustand, Fig. 6 eine Befestigung eines Haltegurtes und Fi.g. 7 einen
schematischen Schnitt nach der Linie VII - VII in Fig. 6.
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Bei. der in Fig. 1 dargestellten Ausführung ist der Großraumsack in
seiner Gesamtheit doppelwandig, d.h. er weist eine äußere Wandung 3 und eine innere
Wandung 4 auf, die beide aus dem gleichen Material bestehen, namentlich einem Kunststoff-Bändchengewebe.
Für die. Wandungen läßt sich. aber auch verschiedenes Material vorsehen, wenn dies
für den jeweilige Verwendungszweck günstiger ist. An einem oberen Abschlußteil des
Sackes, das z.B. quadratische Form hat, befindet sich ei Einfüllstutzen 6, der durch
eine Kordel 7 nach Art eines Blu menverschlusses zugebunden werden kann.
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Der Sack weist einen z.B. 1500 mm langen Hauptteil 1 mit gleichem
Querschnitt und einen anschließenden, sich verjünge den unteren Endteil 2 mit einer
zuziehbaren Öffnung 8 sowie einen Auslaufstutzen 9 auf. Die Gesamtlänge des Sacks
im da gestellten Zustand beträgt ohne die Höhe des Einfüllstutens z.B. 2300 mm und
die Breite einer Seitenwand beispielsweise 900 mm.
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Während die äußere Wandung 3 im wesentlichen an der zuzIehba ren Öffnung
8 endet, erstreckt sich die. innere Wandung 4 durch
die Öffnung
8 hindurch und bildet mit ihrem entsprechend geformten Endteil 4a den Auslaufstutzen
9. Die innere, sich im Auslaufstutzen 9 fortsetzende Wandung 4 kann bei einer abgewandelten
Ausführung des- Sackes auch. nur auf einem Teil der Sackhöhe vorhanden sein, etwa
nur in dem sich verjüngenden Bereich. Dies fällt ebenfalls unter die Erfindung.
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Zum Zuziehen der Öffnung 8 dient zweckmäßig eine Kordel 10, die durch
Schlaufen od.dgl. hindurchgeführt ist, wobei die letzteren durch eine geeignete
Formgebung der Sackwandung selbst oder auch durch aufgesetzte bzw. angenähte Teile
gebildet sein können.
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Abweichend von der dargestellten Ausführung kann der Sack auch einlagig
sein, wobei der Auslaufstutzen dann durch einen sich über die zuziehbare Öffnung
8 hinaus erstreckenden Teil dieser einzigen Wandung gebildet i.at.
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Die Sackwandungen 3, 4 bestehen ursprünglich aus mehre.ren, insbesondere
zwei Zuschnitten od.dgl., die miteinander durch Nähte 11, 12 verbunden sind, wobei
die Form der Wandungstei.le.
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und die Nähte so gewählt ist, daß sich bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 für den unteren Endteil 2 eine etwa einem Pyramidenstumpf entsprechende
Form ergibt. Der obere Abschlußteil 5 ist mit den Wandungen 3, 4 durch Nähte 13
verbunden. Der Einlaufstutzen 6 kann mi.t dem Abschlußteil 5 auch durch Vernähen
verbunden sein. Falls eine erhöhte Di.chtheit des Sackes gewünscht wird, z.B. bei
pulverigem Füllgut, wird zweckmäßig mit den Nähte 11, 12 und ggfs. auch 13 ein Dichtband
oder Dichtgurt aus geeignetem Material mit eingenaht, wie ein solches bei der Ziffer
15 angedeutet ist.
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Der Sack kann aus antistatisch ausgerüstetem Material hergestellt
sein, wenn dies für bestimmte Verwendungszwecke vorteilhaft ist. Es lassen sich
dann zusätzlich Entladungsanschlüsse, Erdungslaschen od.dgl. vorsehen, wie eine
solche in Fig. 1 lediglich an einer Stelle bei der Ziff.16 gezeigt ist.
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Der Auslaufstutzen 9 ist mittels einer Kordel 14 verschließbar, wie
noch erläutert werden wird.
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Am oberen Ende ist der Sack mi.t vier Halte- oder Traggurten 17 versehen,
die z.B. aus einem Polyester-Gewebe bestehen.
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Sie sind mit Hilfe von Riegeln 18 an den Wandungen 3, 4 durc Nähen
befestigt. Bei einer vorteilhaften, in den Fig. 6 und gezeigten Ausführung sind
die Riegel 18 als Doppeiriegel aus gebildet, derart, daß jeder Gurt 17 zwischen
zwei Ri.egellagen 18a, 18b, die von zwei getrennten Teilen oder einem auf sich umgelegten
Teil des Riegelmaterials gebi.ldet sein k8nnen, beidseitig eingeschlossen ist, wobei
jeweils di.e Riegel lagen sowie die Gurte untereinander und zugleich mit den Wan
dungen 3, 4 durch Nähte 19 fest verbunden sind. ZusStzlich können über stehende
Gurtenden noch durch Nähte 20 an den Sackwandungen befestigt sein.
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In Fig. 2 ist im einzelnen eine torteilhafte Ausführung des unteren
Bereiches eines zweilagigen Sackes mit einem Auslauf stutzen dargestellt, wobei
für vergleichbare oder ähnliche Teile die gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1 verwendet
sin Der Auslaufstutzen 9 wird im wesentlichen durch den Endteil 4a der inneren Wandung
4 des Sackes gebildet, wobei zur zusätzlichen Verstärkung streifenartige Fortsetzungen
3a der äußeren Wandung 3 mit vom Endteil 2 weiterlaufenden Nähten 1 12 und DichtbAndern
15 bi.s zwm unteren Ende des z.B. quadratischen Auslaufstutzens 9 geführt sind.
An einer Stelle ist die Verschlußkordel 14 angenäht. An jeder der vier Seiten des
Auslaufstutzens ist ein lappenförmiger Teil 3b der äußere ren Wandung 3 auf deren
innenseite umgeschlagen und dort durch Nähte 21 befestigt. Hierdurch wird im wesentlichen
di.e Öffnung 8 gebildet, zusammen mit einem schlauchartigen Durch laß für die Kordel
10. Einschlitzungen 22 dienen dabei zur Erhebung der Flexibilität beim Zuziehen.dieser
dçfnung.
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Die Fig. 3 bis 4 veranschaulichen unabhängig von der Ausbildung des
Auslaufstutzens im einzelnen, wie der (4'roßrauusa k an seinem unteren Ende geschlossen
wird. Gemäß Fig. 3 wird mittels der Kordel 14 der Auslaufstutzen 9 zur Bildung eines
Blumenverschlusses B zugebunden. Dann wird der zusammengedrückte Auslaufstutzen
9 oberhalb der Zübindestelle umgeschlagen, und es werden die aufeinanderliegenden
Partien insgesamt mit derselben Kordel 14 gemeinsam zusammengebundent wie Fig. 4
zeigt. Dies soll als. Doppel-Blumenverschluß DB bezeichnet werden. Der so geschlossene
Auslaufstutzen wir nun durch die Öffnung 8 in den unteren Endteil 2 des Sack 5 hineingeschoben,
worauf die Öffnung 8 mittels der Kordel 10 zugezogen und die Kordel verknotet wird.
Diesen Endzustan in dem der Sack gefüllt werden kann, veranschaulicht Fig. 5.
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Das Öffnen des Sackes zum Entleeren geschieht sehr einfach dadurch,
daß zunächst durch Aufmachen der lösbaren Verkno tung der Kordel 10 die Öffnung
8 freigegeben wird, so daß der Auslaufstutzen 9 nach unten austritt. Dann kann die
Verknotung der Kordel 14 gelöst werden, wodurch sich der Auslaufstutzen selbst öffnet
und das Füllgut frei auslaufen kann. Dank des sich verjüngenden unteren Endteiles
2 des Sackes geht der Entleerungsvorgang einwandfrei und kontinuierl ich vonstatten.
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Je nach den Umständen kann statt eines Doppel-Blumenverschlusses gemäß
Fig. 4 auch ein einfacher Blumenverschluß nach Fig. 3 oder ein anderer geeigneter
Verschluß des Auslaufstutzens als ausreichend vorgesehen werden, mit dem der Auslaufstutzen
9 in das Innere des Sackes hineingeschoben wird.
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Auch dafür dient Fig. 5 gleichermaßen als Veranschaulichung.
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Die Erfindung umfaßt nicht nur Großraumsäcke mit gemäß dem Ausfü,hngsbeispiel
nach Fig. 1 quadratischem oder sonstigem eckigen Querschnitt, sondern richtet sich
auch auf Säcke mit
im Ausgangszustand zylindrischem oder anderem
runden Querschnitt, wobei der sich verjüngende untere Endteil dann insbesondere
eine konische oder ähnliche Form hat.
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Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten bzw. in der Zeichnung
dargestellten Merkmale sollen, sofern der bekannte Stand der Technik es zuläßt,
für sich allein oder auch in KombinatIonen als unter die Erfindung fallend angesehen
werden.
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