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Verfahren zur Herstellung des Kontaktanschlusses für eine Widerstandszündleitung
bei Brennkraftmaschinen Um die Ausbreitung hochfrequenter elektrischer Wellen, deren
Größe insbesondere im Bereich des U-KW-Bandes liegt, zu vermeiden, sind die in der
Technik bereits bekannten Widerstandszündleitungen im Gebrauch. Sie werden bei Brennkraftmaschinen,
wie vorzugsweise Otto-Motoren, benutzt, um das Auftreten von Störungen zu unterbinden.
Der ursprünglich verwendete Widerstandsdraht ist wendelfähig um einen fadenartigen
Träger aufgebracht. Im Zuge der Weiterentwicklung solcher Leitungen ist die Drahtwendel
durch einen Halbleiter meist auf thermoplastischer Basis ersetzt worden, der als
zugfesten Kern einen axial verlaufenden Tragfaden führt, der beispielsweise aus
Glasseide oder Cordonette-Zwirn besteht. Dieser Halbleiter ist mit einer Kunststoffhülle
umgeben. *
" Die Verbindung einer solchen Widerstandszündleitung mit
den Zündkerzen bzw. dem Verteiler und der Zündspule der Zündanlage erfolgt über
Kontaktstücke. Bisher waren dieselben in Form von Metallhülsen ausgebildet, die
Innen- und Außengewinde trugen. Um sie an der Widerstandszündleitung zu befestigen,
wurden deren Enden auf die beiden Gewinde aufgeschraubt. Dabei schneidet das Innengewinde
in den Halbleiter ein, wähmd das Außengewinde sich entsprechend in die Innenwand
der Isolierhülle der WiderstAdszündleitung eingräbt. Da ein derartiger Anschluß
aber den zugfesten Kein der letzteren nicht mit erfaßt, sind auch schon andere Kontakthülsen
ausgebildet und benutzt worden.
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Die in dieser Richtung vorangetriebene neuere zeigt Kontakthülsen
mit einem Dom, der iü axiäle,r Richtung in den thermoplastischen Halbleiterinässekern
eindringt. Der hülsenfönnige Teil selbst ist mittels federnder Glieder, deren Enden
in je eine Spitze auslaufen und hakenförinig nach innen umgebogen sind, durch
Eindrücken der letzteren in der Leiterisolierung festgehalten.
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Die Dornhalterung ist nun aber vielfach von dem Werkstoff des Halbleiters
abhängig und gewährleistet daher nicht immer eine feste und ausreichend sichere
Kontaktgabe. Außerdem gestaltet sich die Ausbildung der Werkzeuge für eine serienweise
Fertigung zum Aufbringen der Kontaktstücke auf die Enden der Widerstandszündleitungen
zu umständlich und zeitraubend, so daß ein zu hoher Kostenaufwand entsteht.
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Ebenso sind Kontakthülsen für Zentralkontaktierung auf Metalldrähten
bekannt, bei denen eine Kontakthülse in die Buchse des Verteilers eingesteckt wird.
Die Kontakthülse ist rotationssymmetrisch ausgestattet und mit federnder Aufweiterung
versehen, die an ihrem Boden mit dem Leiter des Verbindungsdrahtes in Kontakt steht.
An dem Verfahrensrand der Hülse sind kleine Haken angebracht, die zur mechanischen
Verankerung an dem Leitungsdraht von außen dienen.
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Kontaktgebungen dieser Art haben den Nachteil, .daß bei Erschütterungen
über längere Zeiträume hin eine einwandfreie elektrisch störsichere Verbindung nicht
mehr gegeben ist.
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung des Kontaktanschlusses
für eine Widerstandszündleitung bei Brennkraftmaschinen, vorzugsweise Otto-Motoren,
bei dem eine Kontakthülse mit federnden Haltelappen in den isolierenden Stoffmantel
der Halteleitung, deren axial verlaufender Kein aus einem thermoplastischen Halbleiter
besteht, verankert wird. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein als Teilkontakt
dienender recht7 winklig hakenartig gebogener Draht mit seinem kifrzeren Schenkel
in Durchmesserrichtung durch den Halbleiter getrieben wird und im Isoliermantel
endet, während das längere Drahtende, das ebenfalls vor der Stirnseite der Leitung
über den ganzen Durchmesser derselben verläuft, axial umgebogen wird und sich auf
die Oberfläche des Isolierstoffmantels der Leitung auflegt, und daß weiterhin über
diesen Draht die Kontakthülse aufgebracht wird.
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Um ferner die Kontaktverbindung zwischen der Halbleiterseele und der
Kontakthülse noch stärker zu sichern, wird als Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen,
den vorgebogenen Kontaktdraht vor dem Einbringen in seine kontaktgebende Lage etwa
auf eine Temperatur von 150' C zu erwärmen. Hier-
,durch
wird nicht nur das Einführen idee )Drahtes ,durch den Halbleiter und seine isolierende
Kunst-#stoffumhüllung erleichtert, sondern es erfolgt gewissermaßen ein Einschmelzen
des erwärmten Draht-,endes in den vorüberg end mit erwärmten Werk-,stoff des Halbleiters,
wodurch eine Trennung der Kontaktstelle auf mechanischem Weg ohne Zerstörung des
Kontaktendes der Leitung amge.#össen -wird.
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Die erfindungsgemäße Anbringung der'Kontaktstücke auf die Enden der
Widerstandszündleitung verbürgt aber auch noch eine äußerst einfache Ge-:staltung
der Werkzeuge. Erreicht ist dies durch die Verwendung eines zylindrischen Drehkörpers
mit Längsnuten auf seiner Mantelfläche, der synchron mit dem Ablauf der einzelnen
Arbeitsvorg4nge in 'bestimmten Zeitabschnitten weitergedreht wird, ohne ,die Widerstandszündleitung
für diese besonders ein--spannen und handhaben zu müssen.
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Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrich--tung -zur Durchführung
desselben sind an Hand der Abbildungen in einer beispielsweisen A-U5fiihrugg zu
erkennen. Die Abbildungen veranschaulichen die ein-:zelnen im Takt mit der Bewegung
der Werkzeuge -erlangten Fertigungsphasen und den Hauptteil der Vorrichtung zur
Durchführungdes Verfährens.
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Um die Enden von W.iderstandszündleitungen mit Kontaktstücken zu versehen,
ist erfindun sgQn3#äß ein zylindrischer Drehkörper 1 (A b b. 1) zur Aufnahme
und Halterung der einzelnen Widerstandszündleitungen während -,dur Anbringung Ader
kontaktgebenden Teile auf den En-,den der :Leitung vorgesehen. Der Drehkörper
1 trägt -auf seines 0-bexff#iclie in.bestimm# ten Abständen voneinander verteilt
eine Anzahl rillenartiger Nuten 2 bis 9, die parallel zur Längsachse des
Drehkörpers verlaufen. Die Drehung dieses 'Werkzeuges erfolgt in der durch den gekrümmten
-Pfeil,angedeuteten Richtung um die Ach5e10. Ent--sprechend -der -zditlich festgesetzten
taktweis#en Drehung tritt jeweils eines der Werkzeuge in'Tätigkeit, #die -vor -und
1interden iStünsditen -des Drelikörpers J worgesehen -sind und -einen Teil der.Aufbringung
des #kusöhlÜßkontaktes -vornehmen. Sie -sind nichtbesonders dar estellt.
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'Von -einer in -größerer Länge gefertigten Widergtandszündle#tui#g-wird
der in -d!,-r-Nut-2 liegende Teil 11-derWiderstandstündleitung mittels ein#s-Schndid--messers-12
in der -gewünsdhten 'Länge abgetrennt. Beim hä#ffisten Arbeitstakt gdlai#gt dieses
abgeschnitlene'L-eituixgsstück durch-Bewegen des Drehkörpers-1 --in der dingezdichneten
Pfeilrirhtung in die'Stellung der eNut3. -Da#sdlbst wird jeder der -beiden zweimal
rechtwülklig gdbQgeoen-häkenförm#gen, gQgebenen--falls'erwürmten K-ontaktdrähte-1,3.genläß
A-b.b.-2 mit -dem kurzscherikligen, :Encle-14 mittels an beiden -Stirnseiten des
-zylind-rischen-Drehköxpers 1 angeord--noter -Na ,gdlungsgeräte durch.die
Widerstandszünd-*leitur#g 11 -Zetiidben, so daß es den'Halbleiter 15 -in
-Durcbmesserricht"g #durchstößt,und noch zum Teil in die isolierende'Umhüllung16
eindringt, wie dies -der -A b;b. 3 -entnommen werden kann.
Der -längere Schenkel 17 des Drahtes 13 erfährt. an seinem freien ,Ende-18
-eine redhtwinklige Abbiegung, in Längsrich--tung zur Achse du-Widerstandszündleitung-11
und #sich--aiif div-Obeffläche ihrer Isolierhülle 16 auf, ,-v#ie-dies-die-'Ab.b.--1-und-3
veranschaulicht.,Djas Um--biegen -des ' `freien. Endes 18 erfolgt
in -der Stellung der N ut 4. Die Widerstandszündleitung11 ist während dieser
Vorgänge mittej-s.p#ner Abdeckung 22, die den Drehkörper 1 teilweise umschließt,
festgehalten.
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Um die Widerstandszündleitung an die Zündspule bzw. den Zügdvert-eilgr
und 4iQ 7-üudk.eYge4- Anzuschließen, diegt eiiie *T<o t?.Lktl -wi c
P e, M Q 19, 5i. -
,der A-bb. 4 und 5 in zwei LängsansIchten
erkennbai ist. Eine, de , rirtige Hülse19 ist in der Stellung der Nutß Kauf
das Ejide der Widerstandszündleitung11 aufgeschoben. Sie wird in der nächsten Nut
6 durch je zwei Klenunbacken. 20 und 21 an der Widerstandszündleitung
durch An- und Umpressen befestigt, wobei die hakenförmigen Halterungen
23 in die Isolierhülle 16 der Leitung eingedrückt werden. Die Arbeitsvorgänge
an den Nuten 4, 5 und 6 werden ebenfalls durch je ein Werkzeug
an beiden Stirnseiten des Drelikörpers 1 durchgeführt, so daß die Widerst
M_dszündleitung in einem Arbeitszyklus an beiden Endexi mit KonIakten versehen wird.
In der Stellung ,de# Nut 7 erfÄhrt die in dieser Weise mit einem Anschluße
kontakt versehene Widerstandszündleitun2 eine elek# trische Prüfung. Sie kann so
erfolgen, daß an d#U beiden Enden der Leitung eine Spannung angelegt und der elektrische
'Widerstand des Stromkreises bestimmt wird. Die -Stirnflächen des Drebkörpers
1 sind zu diesem Zweck elektrisch gegeneinander isoliert.
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Die nächste Arbeitsstellung, -also die Lage der *Nut 8, _gibt die
als elektrisch ginw * andfrei befun d eng Zündleitung frei. Sie fällt unter der
Einwirkun2 g der --#Schwerkratt aus der Nut.8 heraus, wie dies in A(2#r
A b»b. 3 angedeutet -ist. Für den Fall, daß die elek,-trische Prüfung
ein Freigeben der mit dera'Kontaktgns,chlgß versehenen Widerstandszündleitung nicht
,erlaubt, wird sie bis gur Stellung der Nut 9 mitgenommen und erst dortfreigegeben.
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Die A b-b. 4 und 5 brinizen in zwei Länesschnitten eine
Darstellung des fertigen Anschlußkontaktes 19
-an der Zilnd-leitung, woraus
zu erkennen ist, wie der -T#oiatak-tdr.Ili,t-13 die elektrische Verbindun g e4nq#r#--seits
mit dem -HalbleitQrl5.und andererseits mit.der #ihn -fest umschließenden Konteckthülse
19 vermittelt. f#erner.-ist gr.sichtlich, wie die zunächst abgewinkelten
-hakeffförnligen
Halter#ungen-23 nach dem in der #Nut-# j(A-,b,b. 1) #ozgenornmenen
Arbeitsgang die'iso-Iie,--rende '.Umhüllung 16 der W iderstands2#ündleitppg
Ihineingedrückt we'rden.
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Die A b b. 4 zei2t das Ende einer Widerstandszündleitung
11 mii-der aufgebrachten Kontakthülse imd den vorspringenden Kontaktno#kpn-
g4, die ',bei Ansehließ m # .,. en,der,Wid.erstandszündlgitijpg -in -die
-GeggnKQntakthülse,einrasten.