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Einrichtung zum Erzeugen von Rauch- und Leuchtzeichen in Luftschleppzielen
Die Erfindung behandelt eine Einrichtung zum Erzeugen von kauch- und Leuchtzeichen
in Luftschleppzielen oder ferngelenkten unbemannten Zielflugkörpern, die einen Schrittschalter
aufweist, dessen Schaltstufen die Rauch- und Leuchtzeichen auslösen, um das Erkennen
und Verfolgen der Zielscheibe zu ermöglichen.
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Bei Einrichtungen für diesen Zweck ist für die Auslösung der Rauch-
und Leuchtzeichensignale jeweils ein feststehendes Programm vorgegeben, wobei beispielsweise
die Leuchtzeichen der Xeihe nach durch aufeinanderfolgende Steuersignale von einer
Fernsteuerungsstelle aus gezündet werden. In zahlreichen Fällen ist es jedoch erwünscht,
unterschiedliche Programme zur Verfügung zu haben, ohne daß man für jedes dieser
Programme einen anderen Flugkörper verwenden muß. Häufig ist es auch unumgänglich,
bei einem Zielscheibenflugkörper im Einsatz das Programm je nach der Zielflugsituation
frei zu wählen.
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Um diese Möglichkeiten einzubeziehen, ist nach der Erfindung ein entweder
vor dem Einsatz manuell einstellbarer oder während des Fluges fernsteuerbarer Progranunwähler
vorgesehen, der zwischen Schrittschalter und die Rauch- und Leuchtzeichenkontakte
geschaltet ist und in verschiedenen Schaltstellungen des Programmwählers unterschiedliche
Rauch- und Leuchtzeichen den Kontakten des Schrittzählers zuordnet.
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Die zur Erzeugung der Rauchzeichen dienenden Patronen werden zweckmäßigerweise
in einem Markierungsaggregat im mittleren Teil und die Abschußeinrichtungen für
die Leuchtzeichen am hinteren Ende des Zielscheiben-Suchkörpers angeordnet.
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Für die Anordnung kann derselbe Zielscheibenkörper benutzt werden,
um zu verschiedenen Zeitpunkten Signalprogramme völlig unterschiedlicher Art zu
liefern. Bei einem Programm kann eine große Zahl zeitlich aufeinanderfolgender Rauchsignale
erzeugt werden, während man bei einem anderen Programm eine Salve von Leuchtzeichen
zünden kann. Es ist auch möglich, jedes Programm zu unterbrechen und ein anderes
Programm zu wählen, wobei die Zeitfolge der aufeinanderfolgenden Zeichen durch Fernsteuerung
vorbestimmt werden kann.
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Ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung zum Erzeugen von Rauch- und
Leuchtzeichen wird an Hand einer schematischen Zeichnung dargestellt; es zeigt F
i g. 1 eine teilweise als Längsschnitt gezeichnete Seitenansicht eines für
überschallgeschwindigkeit bestimmten Schleppziels mit Pulverpatronen und Leuchtzeichen,
F i g. 2 die Rückansicht des Schleppziels, F i g. 3 das Schnittbild
einer Rauchpatrone, F i g. 4 eine Seitenansicht einer Anschlußbuchse mit
einer Rauchpatrone, aus der die Befestigung der Patrone in der Buchse ersichtlich
ist, F i g. 5 das Schnittbild der Rauchpatrone, das die Bewegung des nur
einmal zu verwendenden Kolbens erkennen läßt, F i g. 6 das Schaltbild der
Einrichtung zum Erzeugen von Signalen.
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Das Schleppziel 10 (F i g. 1 und 2) ist ein Hohlkörper
aus gepreßtem Papier und besitzt einen Satz von Schwanzflossen 1,9 zum Stabilisieren
des Fluges. Am vorderen Ende hat es einen starren Dornansatz 12 von schlanker
konischer Form. An der Spitze des Dornansatzes 12 befindet sich eine drehbare Öse
12a zur Befestigung eines Schleppseils am Schleppziel 10.
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Ferner weist das Schleppziel 10 mehrere Radarreffektoren
15, 16 und 17 auf, die das Erkennen des Schleppziels mit Hilfe von
Radargeräten auf größere Entfernungen erleichtern. Weiterhin umfaßt das Schleppziel
fernbetätigte Vorrichtungen, um sichtbare Signale zu erzeugen, die das optische
Erkennen und Verfolgen des Ziels erleichtern. Diese Vorrichtungen bestehen aus mehreren
Leuchtraketen 22 bis 25 od. dgl. am Ende des Schleppziels sowie einem Markierungsaggregat
30 im mittleren Teil des Schleppziels. Das Markierungsaggregat
30 besitzt
eine relativ große Zahl von Pulverpatronen 40
zum Erzeugen von Rauchsignalen. Sowohl die Rauchsignale als auch die Leuchtzeichen
werden gemäß einem mehrstufigen wählbaren Programm gesteuert, das entweder
vorgewählt wird odger während des Fluges von einer fernliegenden Stelle aus eingestellt
werden kann. Das Markierungsaggregat30 kann als Rumpfteil ausgebildet sein, an dem
man Spitze und Heckteil des Scbleppziels anbringt. Wenn keine Rauchsignale benötigt
werden, läßt man das Markierungsaggregat 30 beim Zusammen auen des
Schleppziels fort. In diesem Falle ergibt sich eine etwas geringereBaulänge des
Schleppziels. Alternativ kann man an Stelle des Markierungsaggregats 30 ein
Abstandsteil verwenden, so daß die Länge des Schleppziels unverändert bleibt.
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In dem Markierungsaggregat 30 können 24 Rauchpatronen.40 vorgesehen
sein. Jede der Rauchpatronen 40 (F i g. 3 bis 5) liefert bei ihrer
Betätigung ein Rauchsignal in Form einer Rauchwolke, das durch ein fluoreszierendes
Pulver 39, mit dem jede der Patronen 40 gefüllt ist, erzeugt wird und bei
dem es sich z. B. um einen chemisch trägen Farbstoff handeln kann. Jede Patrone
40 besitzt einen Stecker 41 zum Einbauen der Patrone in eine Buchse 42 und läßt
sich somit leicht auswechseln.
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Elektrische Leitungen (F i g. 3) führen von dem Stecker 41
zu einem Zündsatz 43 in der Patrone 40, der aus einem explosiven Material besteht,
das mit Hilfe eines elektrischen Stroms gezündet werden kann, und zwischen einer
Rückwand 44 und einem Auswerfer 45 angeordnet ist.
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Der Auswerfer 45 besteht aus einem Drahtgestell 45a, das vom
zylindrischen Gehäuse 46 der Patrone 40 umschlossen wird, und einer Scheibe 45b.
Die Scheibe 45 b, die aus Aluminium bestehen kann, ruht auf einem
mit -der Wand des Gehäuses 46 verbundenen Ring 38, der eine Schulter zum
Abstützen des Auswerfers 45 im Gehäuse 46 bildet. Der Raum zwischen der Scheibe
45 b und einem Deckel 48 ist mit dem Rauchpulver 39 gefällt.
Der Deckel 48, der aus Aluminium hergestellt sein kann, ist mit dem oberen Ende
des Gehäuses 46 verleimt. Wenn das Pulver 39 in den Luftstrom hinein ausgestoßen
wird, bildet es eine noch aus großer Entfernung leicht zu erkennende Rauchwolke.
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Wenn der Zündsatz 43 durch einen über den Stecker 41 zugeführten elektrischen
Strom zur Explosion gebracht wird, bewirkt der in dem Raum zwischen der Rückwand
44 und der Scheibe 45 b des Auswerfers 45 entstehende Druck, daß der
Deckel 48 aus dem Gehäuse herausgeschleudert wird, wobei der Auswerfer 45 mit dem
Rauchpulver ebenfalls ausgestoßen wird (F i g. 5).
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Dabei ermöglicht das Drahtgestell 45a eine schnelle Verteilung des
Pulvers in dem Luftstrom. Die Patrone 40 wird durch den Stecker 41 in der Buchse
42 festgehalten. Die Patrone 40 trägt eine Scheibe 47, an der eine mit der Buchse
42 verbundene Klammer 49 angreift. Eine Feder 42a der Buchse 42 greift an der Spitze
des Steckers 41 an, wenn dieser in die Buchse 42 eingeführt wird, und die Klammer
49 hält über den Ring 47 den Stecker in der Buchse fest. Um die Patrone 40 zu entfernen,
zieht man die Klammer 49 von dem Ring 47 weg, wie es in F i g. 4 mit gestrichelten
Linien angedeutet ist, und man kann den Stecker aus der Buchse herausziehen.
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Die Rauchpatronen40 und die Leuchtzeichen22 bis 25 (F i
g. 1 und 2) werden jeweils nach Programmen gezündet, die vor dem Flug vorgewählt
oder während des Fluges mit Hilfe eines Signalübermittlungssystems (F i
g. 6) bestimmt werden können.
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Der Funkempfänger 32 (F i g. 6) in dem Schleppziel
10 hat die Aufgabe, Kommandosignale von einer Fernsteuerungsstelle zu empfangen,
bei der es sich entweder um das das Schleppziel schleppende Flugzeug oder um eine
Bodenstation handeln kann. Die Kommandosignale können auch von einem anderen Flugzeug
aus übermittelt werden, z. B. von einem das Schleppziel 10 angreifenden Flugzeug.
Die Kornmandosignale werden zu dem Funkempfänger 32
durch zwei Kanäle übermittelt.
Einer dieser Kanäle dient zum Einleiten der verschiedenen Stufen eines Programms,
während der andere Kanal zum Verstellen oder Variieren des Programms dient.
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Der Empfänger 32 besitzt zwei Ausgangsklemmen 1 und
2, denen die über die beiden Kanäle übermittelten Signale zugeführt werden. Bei
den Signalen kann es sich um Impulse von relativ langer Dauer handeln, die zwei
verschiedenen Trägerwellen aufmoduliert sind. Der Empfänger32 besitzt ferner Einrichtungen
zum Trennen und Demodulieren der Zwischenträger zur Rückgewinnung der impulsförmigen
Kommandosignale.
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Ein in dem Schleppseil 10 vorgesehener Siebenstellungsschalter
kann vorher eingestellt werden, um das betreffende Sichtzeichenprogramm festzulegen.
Der Schalter 65 kann vor dem Flug mit der Hand eingestellt und während des
Fluges durch ein Schrittschaltrelais 65 w schrittweise weitergeschaltet werden.
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Die sieben verschiedenen
Programme, die den sieben Stellungen
des Schalters
65 entsprechen, umfassen jeweils eine bis vier verschiedene
Stufen, und
jede Stufe eines Programms erfordert einen gesonderten Startimpuls,
der über den zweiten Kanal des Empfängers
32 dessen Ausgangsklemme 2 zugeführt
wird. In der folgenden Tabelle sind die Rauchzeichen und Leuchtsignale zusammengestellt,
welche während der verschiedenen Stufen der sieben Pro-
gramme erzeugt werden
und welche sich mit Hilfe des Siebenstellungsschalters
65 wählen lassen.
| Stellung 1 Progranunstufen |
| 1 1 1 1 |
| 1 12 Rauchzeichen 2 Leuchtzeichen 12 Rauchzeichen 2
Leuchtzeichen |
| 2 12 Rauchzeichen 4 Leuchtzeichen |
| 3 12 Rauchzeichen 12 Rauchzeichen 4 Leuchtzeichen |
| 4 24 Rauchzeichen 4 Leuchtzeichen |
| 5 1 Leuchtzeichen 1 Leuchtzeichen
1 Leuchtzeichen 1 Leuchtzeichen |
| 6 2 Leuchtzeichen 2 Leuchtzeichen |
| 7 4 Leuchtzeichen |
Es sei angenommen, daß sich der Wählschalter
65
in der Stellung
1 befindet und daß es nicht vorgesehen ist, das
Programm während des
Fluges zu ändern. Jeder über den zweiten Kanal zugeführte Impuls leitet eine der
vier Stufen des
Programms
ein. Der erste durch den Empfänger32 aufgenommene
und an dessen Ausgangsklemme 2 abgegebene Impuls betätigt ein Relais
50.
Eine Klemme der Wicklung des Relais
50 ist mit der Ausgangsklemme 2 des Funkempfängers
32 verbunden, während die andere Klemme der Wicklung an eine positive Spannungsquelle
51 angeschlossen ist. Wenn das Relais
50 betätigt wird, schließt es
einen Stromkreis zum Einschalten einer Wicklung
55 des Schrittschalters
62. Die durch einen Widerstand
60 überbrückte Wicklung
55 ist
an einem Ende über den nunmehr betätigten Anker 2 des Relais
5:0 mit einem
gemeinsamen Erdungsanschluß verbunden und am anderen Ende an eine Spannungsquelle
53 angeschlossen.
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Beim Ein- und Ausschalten der Wicklung 55 wird der Schalter
62 in die nächstfolgende Schaltstellung gebracht. Der Schrittschalter
62 besitzt drei Kontaktarme und drei Sätze von je vier Kontakten
1 bis 4, wobei jedem der drei Kontaktarme ein Satz von vier Kontakten zugeordnet
ist. Bevor der erste Impuls beim Empfänger 32 eintrifft, stehen die Kontaktarme
auf den Kontakten 4.
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Am Ende des ersten Impulses bewegt sich der Schalter 62 (F
i g. 6) aus seiner Stellung 4 vorwärts in die Stellung 1. Dann stellt
er eine Verbindung von der Spannungsquelle 53 über den Widerstand
60, den Schalter 62 und ein Teilaggregat 65 g des Schalters
65 zu der verstellbaren Zeitsteuereinrichtung 70 her. Der Schalter
65 besitzt sieben miteinander verbundene Teilaggregate 65a bis
65g, von denen jedes sieben Kontakte 1 bis 7 aufweist. Entsprechend
der Tabelle werden bei der Stellung 1 zwölf aufeinanderfolgende Rauchsignale
erzeugt. Während der ersten Stufe wird die Erzeugung der Rauchsignale durch die
verstellbare Zeitsteuereinrichtung 7.0 gesteuert. Der Stromweg der Stärtleitung
der Zeitsteuereinrichtung 70 verläuft von dem Widerstand 60 über einen
Kontakt 1 des Schalters 62 und den Kontakt 1
des Aggregats
65 g des Schalters 65. Die Dauer jedes von der Zeitsteuereinrichtung
70 gelieferten Impulses kann z. B. 200 ms betragen.
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Die durch die Zeitsteuereinrichtung 70 erzeugten Impulse werden
einer Wicklung 80 w eines Schrittschalters 80 mit 24 Schaltstellungen
zugeführt. Diese Wicklung 80w ist zwei Schaltaggregaten 80A und SOB zugeordnet,
von denen jedes 24Kontakte besitzt. Die von der Zeit#teuereinrichtung70 nacheinander
abgegebenen Impulse schalten den Schalter 80
schrittweise von einer Stellung
zur nächsten weiter, und dieser Schaltvorgang setzt sich fort, bis die Zeitsteuereinrichtung
zum Stillstand gebracht wird. Die Impulse der Zeitsteuereinrichtung werden ferner
über die hintereinander angeordneten Kontakte des Schaltaggregats SOA den ihnen
zugeordneten, schon beschriebenen Zündsätzen 40a bis 40x zugeführt. Auf diese Weise
bewirken die Impulse über das Schaltaggregat 8OA, daß die zwölf Zündsätze 40a bis
401 nacheinander gezündet werden.
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Wenn der Schalter 80 die Stellung 12 erreicht, wird der durch
die Zeitsteuereinrichtung 70 erzeugte negative Impuls über das Schaltaggregat
80A und eine Diode 76 zur Stoppldemme der Zeitsteuereinrichtung geleitet
und die Zeitsteuereinrichtung automatisch stillgesetzt. Das System verbleibt in
diesem Zustand, wobei die Zeitsteuereinrichtung nicht arbeitet, d. h., der
Schalter 80 befindet sich in der Stellung 12 und der Schrittschalter
62 in der Stellung 1, bis der nächste Impuls über den zweiten Kanal
bei dem Funkempfänger 32 eintrifft. Auf diese Weise ist die erste Stufe des
Programms von sichtbaren Signalen zu Ende geführt worden. Der nächste empfangene
Startimpuls leitet die zweite Stufe des Programms ein.
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Wenn der zweite Impuls empfangen wird, betätigt dieser das Relais
50, um den Schalter 62 in die Stellung 2 weiterzuschalten. Wie aus
der Tabelle der wählbaren Programme ersichtlich, werden irn Verlauf der zweiten
Stufe gleichzeitig zwei Leuchtraketen gezündet. Wenn sich der Schalter
62 in der Stellung 2 befindet, ist die Batterie 53 über den Widerstand
60,
den Schalter 62 in der Stellung 2, das Aggregat 65
b
des Schalters 65 mit dem Zündsatz 24a und über das Schaltaggregat
65 a mit dem Zündsatz 25 a verbunden. Eine Klemme jedes
der Zündsätze 22 a bis 24 a
ist über eine normalerweise leitfähige Sperre
36 geerdet. Wenn die Sperre 36 in der nachstehend erläuterten Weise
geschlossen wird, wird die Erdungsverbindung unterbrochen. Die beiden Zündsätze
24a und 25 a der Leuchtraketen 24 und 25 werden gezündet, sobald
die Spannungsquelle 53 durch den Schalter 62 mit ihnen verbunden wird.
Während des zweiten Stadiums des Programms werden somit gleichzeitig zwei
Leuchtraketen gezündet.
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Das dritte Stadium des Programms wird eingeleitet, wenn ein dritter
Impuls über den zweiten Kanal im Empfänger 32 eintrifft. Dieser dritte Impuls
schaltet den Schalter 62 in seine dritte Stellung weiter, um wiederum den
Betrieb der verstellbaren Zeitsteuereinrichtung 70 einzuleiten. Die Verbindung
wird von der Spannungsquelle 53 über den Widerstand 60, den Schalter
62 in der Stellung 3 und das Aggregat 65 e des
Schalters 65 zur Startklemme der Zeitsteuereinrichtung hergestellt. Wie erwähnt,
wurde der Schalter 80 an seinem Kontakt 12 am Ende des ersten Programmstadiums
zum Stillstand gebracht. Die Zeitsteuereinrichtung schaltet den Schalter
80
über seine Stellungen 13 bis 24 weiter, um die Zündsätze 40m bis
40x nacheinander zu zünden. Somit wird ein zweiter Satz von Rauchsignalen in Abständen
von 4,25 Sekunden erzeugt. Wenn der Schalter 80 die Stellung 24 erreicht,
wird der Impuls der Zeitsteuereinrichtung 70 über das Schaltaggregat
80A
in der Stellung 24 und eine Diode 79 der Stoppklemme der Zeitsteuereinrichtung
zugeführt, die somit zum Stillstand gebracht wird, um das dritte Stadium des
Programms zu beenden.
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Wenn der vierte Impuls über den zweiten Kanal im Empfänger
32 eintrifft, wird der Schalter 62 in seine vierte Stellung weitergeschaltet,
um die beiden letzten Leuchtraketen zu zünden. Die Betätigungsspannung wird den
Zündsätzen 22a und 23a über den Schalter 62 und die Schaltaggregate
65d bzw. 65c zugeführt. Auf diese Weise werden die vier Stufen des mit Hilfe
des Schalters 65 gewählten Progrimms nacheinander durch die über den zweiten
Kanal empfangenen vier Impulse eingeleitet.
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Während des Fluges läßt sich ein Programm auch .dann unterbrechen,
wenn es bereits eingeleitet wurde. überdies kann man das Programm ändern, die gewählte
Stufe kann geändert werden, und man kann
die Zeitsteuerungswirkung
der verstellbaren Zeitsteuereiniiehtung 70 variieren. Somit läßt sich das
Programm innerhalb weiter Grenzen den Erfordernissen anpassen. Die Signale
für diese Steuervorgänge werden über den ersten Kanal des Funkempfängers
32 zugeführt. Um das Programm zu ändern, wird der Schalter65 durch
das Einschalten seiner Wicklung 65w weitergeschaltet. Die über den ersten Kanal
des Funkempfängers empfangenen Impulse werden der Wicklung 65w über eine normalerweise
offene Sperre73 zugeführt. Wenn der Schalter 65 vorher in die Stellung
1 gebracht worden war und es z. B. erwünscht ist, das sechste Programm zu
wählen, werden fünf Impulse übermittelt und der Wicklung 65w zugeführt, um den Schalter
65 aus der ersten Stellung in die sechste Stellung zu bringen. Danach dient
der zweite Kanal des Funkempfängers zum Einleiten der Stufen des nunmehr gewählten
sechsten Programms.
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Der über den ersten Kanal empfangene erste Impuls dient auch zum Einstellen
einer Flip-Flop-Schaltung 37, durch welche die Sperre 36 geschlossen
wird, um den Betätigungsstromkreis für die Zündsätze 22 a bis 25
a zu unterbrechen und so das Zünden während der Programmänderung zu verhindern.
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Die über den ersten Kanal eintreffenden Impulse werden ferner über
eine Diode'15 der Stoppklernnie der verstellbaren Zeitsteuereinrichtung
7,0 zugeführt. Wenn gerade unter der steuernden Wirkung der Zeitsteuereinrichtung
ein Satz von Rauchzeichen erzeugt wird, setzt ein über den ersten Kanal empfangener
Impuls die Zeitsteuereinrichtung still. Wenn die Zeitsteuereinrichtung stillgesetzt
werden soll, ohne daß eine Änderung des Programms erfolgt, werden über den
ersten Kanal sieben Impulse übermittelt, so daß der Schalter 65 in seine
Ausgangsstellung zurückkehrt.
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Der über den ersten Kanal zugeführte siebente Impuls dient auch zum
Einstellen einer Flip-Flop-Schaltung 7.2, deren Arbeitsweise nachstehend beschrieben
ist. Die Betätigung der Flip-Flop-Schaltung 72 erfolgt durch einen an die Ausgangsklemme
1 des Funkempfängers 32 angeschlossenen zehnstufigen Zähler 74. Dieser
Zähler zählt die über den ersten Kanal im Empfänger 32 eintreffenden Impulse.
Die Zeitsteuerwirkung der verstellbaren Zeitsteuereinrichtung 70 kann dadurch
geändert werden, daß man über den ersten Kanal mehr als sieben Impulse zufährt.
Bei der hier beschriebenen Ausbildungsform sind drei verschiedene Einstellungen
der Zeitsteuereinrichtung vorgesehen. Diese Einstellungen erhält man, wenn über
den ersten Kanal des Empfängers 32 acht bzw. neun bzw. zehn Impulse eintreffen.
Der -über den ersten Kanal zuaeführte siebente Impuls schaltet den Zähler 74 in
seine siebente Stellung, um die Flip-Flop-Schaltung 72 zu betätigen. Bei
der Betätigung wird die Sperre 73 geschlossen, so daß die nachfolgenden über
den ersten Kanal eintreffenden Impulse der Wicklung 65 w des
Schalters 65 nicht zugeführt werden. Der achte Impuls wird von dem Zähler
74 aus über eine Leitung 74 c der Zeitsteuereinrichtung 70 zugeführt. Entsprechend
erfolgt das Zuführen des neunten und des zehnten Impulses zu der Zeitsteuereinrichtung.
Diese Impulse bewirken eine Veränderung der zeitlichen Abstände zwischen aufeinanderfolgenden
Impulsen und damit eine Änderung der Abstände zwischen den Rauchzeichen. Nach dem
Einstellen entweder des Programms oder der Zeitsteuerwirkung bewirkt der erste über
den zweiten Kanal ün Empfänger 32 eintreffende Impuls, daß der Zähler 74 zurückgestellt
wird; gleichzeitig werden die Flip-Flop-Schaltungen 37
und 72 zurückgestellt,
wenn sie vorher umgestellt worden waren. Wenn das Relais 50 durch den ersten
über den zweiten Kanal zugeführten Impuls betätigt wird, wird die Erdleitungsverbindung
über den Anker 1 zu den RücksteRklemmen des Zählers 74 und der Flip-Flop-Schaltungen
7,2 und 37 hergestellt. Somit werden diese Schaltungselemente in ihren
Normalzustand zurückgeführt. Wenn eine Änderung sowohl der Zeitsteuerwirkung als
auch des Programms erfolgen soll, wird zuerst die Zeitsteuerwirkung verändert. Dann
wird ' ein Impuls gleichzeitig über die beiden Kanäle zugeführt, um den Zähler
74 und die Flip-Flop-Schaltung 72 zurückzustellen, wobei jedoch die Einleitung
des Progranims noch verhindert wird. Der über den zweiten Kanal eintreffende Impuls
stellt den Zähler 74 und die Flip-Flop-Schaltungen 72 und 37 zurück,
und der über den ersten Kanal zugeführte Impuls gewährleistet, daß die Zeitsteuereinrichtung
70 in Ruhe verbleibt und da-ß die Sperre 37 geschlossen ist. Danach
kann man das Programm in der vorstehend beschriebenen Weise ändern. Wenn
die Stellung des Schalters 62 für die Wahl der Programmstufen ge-
ändert
werden soll, kann man zusätzliche Impulse über den ersten Kanal zuführen, die von
Impulsen in dem zweiten Kanal begleitet sind, um die Erzeugung sichtbarer Signale
während des Verstellvorgangs zu verhindern.