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Selbsttätige Faßreinigungsmaschine Bei den bisher bekanntgewordenen
Faßreinigungsmaschinen werden die Fässer ün allgemeinen mit einer auf einer kreisförmigen
oder rechteckförmigen Bahn geführten Transportschwinge von Arbeitsstation zu Arbeitsstation
befördert. Die einzelnen Faßbehandlungsstationen sind innerhalb der Maschine feststehend.
Die Arbeitsvorgänge in den Faßbehandlungsstationen werden dabei direkt oder indirekt
über den Antrieb der Transportschwinge taktmäßig gesteuert. Die übliche Reihenfolge
der einzelnen Stationen ist: Vorfüllung, Reinigung des Fasses von außen, Spundlochsuche
und Zentrierung; auf diese einzelnen Stationen folgen dann im allgemeinen eine Anzahl
Spritzdüsenstationen und schließlich die Austropfstation.
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Die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit selbsttätig wirkender
Faßreinigungsmaschinen sind im ständigen Steigen begriffen. Rund ein Drittel der
Gesamtbearbeitungszeit für jedes einzelne Faß auf der Maschine entfällt auf die
Transportzeit. Bei sehr hohen Transportgeschwindigkeiten stellen sich bei den bisher
bekanntgewordenen Faßreinigungsmaschineu und insbesondere bei der Reinigung kleiner
und leichter Metallfässer erhebliche Schwierigkeiten ein, die insbesondere darauf
zurückzuführen sind, daß sich bei sehr hohen Umlaufgeschwindigkeiten der Transportschwinge
bei der Faßaufnahme und bei der Faßabgabe in den einzelnen Bearbeitungsstationen
Komplikationen ergeben. So tritt beispielsweise infolge des beim Anheben des Fasses
mit der Transportschwinge durchgeführten Schlages sehr häufig eine Verschiebung
des Spundloches auf, wodurch die Brauchbarkeit der Faßreinigungsmaschine erheblich
beeinträchtigt wird. Durch die Art des Transports auf der Maschine ist damit der
technischen Leistungsfähigkeit dieses Maschinentyps eine Grenze gesetzt.
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Ein anderer Nachteil der bisherigen Faßreinigungsmaschinen ergibt
sich aus der Betätigung der Außenreinigungshebel und aus der Drehung der stationären
Spritzköpfe, deren Betätigung von einer direkten, gemeinsamen Steuerwelle her erfolgt.
Infolge dieser an sich durchaus gebräuchlichen Antriebsart und Arbeitsweise sind
die Maschinen nicht nur verwickelt, unübersichtlich und relativ schwer in der Ausführung,
sondern sie erfordern auch eine verhältnismäßig umfangreiche Ersatzteilhaltung.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile und Schwierigkeiten
dadurch zu vermeiden, daß man die Ausspritzstationen auf eine bewegliche Transportschiene
aufsetzt und die Reinigung der Fässer während des Transports in Richtung der Transportbewegung
durchführt, so daß die Transportzeit der Transportschiene während ihres Rücklaufens
im unbelasteten Zustand erheblich beschleunigt werden kann. Durch diese Beschleunigung
wird eine beträchtliche Leistungssteigerung der Faßreinigungsmaschine erreicht.
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Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt technisch im wesentlichen
dadurch, daß zwischen den seitlich parallel verlaufenden stationären Auflageschienen
für die zu reinigenden Fässer eine die Fässer von einer Arbeitsstation zur andern
Arbeitsstation tragende Transportschiene angeordnet ist, die mittels hydraulisch
oder pneumatisch beaufschlagter Vorrichtungen sowohl in Längsrichtung als auch senkrecht
dazu bewegt werden kann und die Spritzköpfe, den Spundlochsucher sowie die Rollen
trägt, welche die Fässer auf den Außenreinigungsstationen in Umdrehung versetzt.
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Vorzugsweise werden beim senkrechten Anheben der Transportschiene
die Spritzköpfe in die ausgerichteten Spundlöcher der Fässer eingeführt und durch
neben den Spritzköpfen angeordnete Endkontakte die Magnetventile für die Zuleitungen
der Reinigungsflüssigkeit geöffnet.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Fa-ßreinigungsmaschine nach
der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, daß die zur Faßreinigung ausgenutzte
Vorschubbewegung der Transportschiene die die Fässer bei der Außenreinigung tragenden
Rollen und die Spritzköpfe über Zahnritzel und Zahnstangen in Umdrehung versetzt.
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Durch diese neue Anordnung der einzelnen Teile der Faßreinigungsmaschine
erreicht man eine erhebliche Leistungssteigerung. Da die bisherigen Transportschwingen
jetzt stationär in Form von Transportschienen als Faßauflagen ausgebildet sind,
wird auch der äußere Aufbau der gesamten Maschine bedeutend vereinfacht.
In
der nun folgenden Beschreibung soll ein Ausführungsbeispiel für eine selbsttätig.
wirkende Faßreinigungsmaschine nach der Erfindung im einzelnen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert werden. In der Zeichnung ist Fig. 1 eine
Seitenansicht einer Faßreinigungsmaschine nach der Erfindung, F i g. 2 eine
Draufsicht auf die Maschine nach Fig. 1,
F i g. 3 eine Ansicht der
Maschine nach F i g. 1,
von rechts gesehen, und F i g. 4 eine Ansicht.
der Maschine nach F i g. 1,
von links gesehen.
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Wie man aus den einzelnen Figuren der Zeichnung ersieht, ruhen die
zu reinigenden Fässer 3 auf zwei parallel verlaufenden stationären Auflageschie-nen
1
mit nach unte'n ausgerichtetem Spundloch in entsprechenden Einkerbungen
2. Der Abstand der stationären Faßauflagen richtet sich natürlich nach dem Durchmesser
des größten Fasses, welches auf der Maschine gereinigt werden soll. Nach außen kann
die Maschine durch eingehängte Schutzbleche abgeschirmt sein.
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Zwischen den stationären Auflageschienen 1 bewegt sich die
Transport- und Arbeitsschiene 4. Der Bewegungsablauf ist durch die Buchstaben
A, B, C
angedeutet. In der Stellung A befindet
sich die Transportschiene 4 in ihrem Tiefpunkt, in welchem sie auf den Rollen
9, die von den Hydraulikzylindem 8 gehalten werden, ruht. über Elektromagnetventile
werden diese Hydraulikzylinder gesteuert und heben die Transportschiene 4 vom Punkt
A auf den Punkt B um eine Strecke, die etwa der Länge der verwendeten Spritzköpfe
5 entspricht. Durch diese Bewegung werden die Spritzköpfe 5 durch
die ausgerichteten Spundlöcher in die Fässer eingeführt. Durch neben den Spritzköpfen
5 angeordnete Endkontakte werden die Magnetventile der Flüssigkeitszuleitungen
geöffnet, so daß die Innenreinigung der Fässer beginnen kann. Durch diese Anordnung
der Endkontakte ist das Spritzen nur möglich, wenn ein Faß an der betreffenden Stelle
auf der Transportschiene liegt.
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Nunmehr tritt der Vorschubzylinder 10 in Tätigkeit und bewegt
in einer über Schaltrelais steuerbaren Zeit die Transportschiene 4 mit den auf ihr
ruhenden Fässern 3 auf dem Weg B-C nach C. Der Weg B-C entspricht
dem Abstand der feststehenden Faßauflagen. Während dieser Bewegung werden die außen
an den Spritzköpfen befindlichen Zahnritzel 16 mit Hilfe der Zahnstange
17 in Umdrehung versetzt. Die Zahnritzel und Zahnstangen bestehen vorzugsweise
aus Kunststoff und werden von der aus den Spundlöchern austretenden Reinigungsflüssigkeit
geschmiert. Von dem Punkt C aus wird die Transportschiene 4 auf einer sanft
gekrümmten Kurve und unter Ausnutzung ihres Eigengewichtes mit erhöhter Beschleunigung
in ihre Ausgangsstellung A zurückgeführt, wobei auch hier wieder die Steuerung
durch die hydraulischen Zylinder 8 und 11 erfolgt. Die seitliche Fübrung
der Transportschiene erfolgt über Rollen 18 unterhalb der Faßauflage. Auf
den Außeureimgu;Igs$tationen 12 liegen die Fässer während des TTansports auf Rollen
7, die auf der Transportstrecke über Zahnräder 14 und waagerecht liegende
Zahnstangen 15 in Umdrehung versetzt- werden, Die sieh drehenden Füsser wcrdeii
an den 'station-äreri Faßbodenbürsten 13 entlauggeführt und so unter gleichzeitiger
Berieselung gereinigt. Der Bürstenabstand wird je nach Faßgröße über eine
an sich bekannte Vorrichtung eingestellt. Auf die gleiche Weise wird jedes Faß für
den Spundlochsucher 6 gedreht. Dieser ist auf der Transportschiene federnd
gelagert.
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Wahlweise kann die Transportschiene und damit die Reinigungsma chine,
in ihrer Gesamtheit -auch ab Rundläurer ausgebildet sein und dementsprechend arbeiten.