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DE1224713B - Verfahren zum Reinigen einer zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd nach dem Anthrachinon-verfahren benutzten Kreislaufloesung - Google Patents

Verfahren zum Reinigen einer zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd nach dem Anthrachinon-verfahren benutzten Kreislaufloesung

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Publication number
DE1224713B
DE1224713B DEK47821A DEK0047821A DE1224713B DE 1224713 B DE1224713 B DE 1224713B DE K47821 A DEK47821 A DE K47821A DE K0047821 A DEK0047821 A DE K0047821A DE 1224713 B DE1224713 B DE 1224713B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
compounds
active
anthraquinone
hydrogen peroxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK47821A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Dieter Schumann
Hans Froembgen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kali Chemie AG filed Critical Kali Chemie AG
Priority to DEK47821A priority Critical patent/DE1224713B/de
Priority to GB3556363A priority patent/GB1059317A/en
Publication of DE1224713B publication Critical patent/DE1224713B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/022Preparation from organic compounds
    • C01B15/023Preparation from organic compounds by the alkyl-anthraquinone process

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen einer zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd nach dem Anthrachinonverfahren benutzten Kreislauflösung Bekanntlich kann Wasserstoffperoxyd in einem Kreisprozeß hergestellt werden, bei dem abwechselnd Anthrachinonverbindungen in Gegenwart von Hydrierungskatalysatoren reduziert und die entstandenen Anthrahydrochinonverbindungen unter Freisetzung von Wasserstoffperoxyd durch Oxydation mit Luft oder Sauerstoff zurückgebildet werden. Reduktion und Oxydation finden in einem organischen Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch statt, das sowohl die Anthrachinonverbindungen als auch die Anthrahydrochinonverbindungen in Lösung hält. Das Wasserstoffperoxyd wird aus der organischen Phase durch Extraktion mit Wasser gewonnen. Das Verfahren arbeitet somit unter Kreislaufführung einer Arbeitslösung, die Anthrachinonverbindungen in organischen Lösungsmitteln enthält, der sogenannten Kreislauflösung.
  • Bei diesem Kreislaufprozeß kommt es zu unerwünschten Nebenreaktionen, bei denen Verbindungen der verschiedensten Art gebildet werden. So entstehen bei der Hydrierung der Anthrachinonverbindungen mit Hilfe von Raney-Nickel- oder Palladium-Katalysatoren als Nebenprodukte kernhydrierte Anthrachinonverbindungen, beispielsweise Tetrahydroalkylanthrachinone, die insofern harmloser Natur sind, als sie am Reduktions-Oxydations-Zyklus teilnehmen. Im folgenden sollen daher sowohl die Anthrachinonverbindungen als auch die entsprechenden Tetrahydroanthrachinonverbindungen als aktive Anthrachinone bezeichnet werden.
  • Daneben bilden sich Umwandlungsprodukte der Anthrachinone, deren Zustandekommen und chemische Zusammensetzung unbekannt sind und die bei der Wasserstoffperoxydbildung nicht mitwirken. Bei längerer Betriebsdauer reichem sich diese chinonartigen Umwandlungsprodukte, welche im folgenden inaktive Anthrachinone genannt werden sollen, in der Kreislauflösung auf Kosten der aktiven Anthrachinone an und mindern ständig deren Wert.
  • Außerdem treten allmählich immer mehr Verharzungs- und Zersetzungsprodukte ungeklärter Konstitution auf, deren Vorhandensein zu empfindlichen Störungen im Kreislaufprozeß führt. Diese Verbindungen bewirken beispielsweise das allmähliche Nachlassen der Aktivität des Hydrierungskatalysators. Ihre Tendenz zur Emulsionsbildung bei der Extraktion des Wasserstoffperoxyds mit Wasser aus dem Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemisch erschwert zudem die Trennung der Phasen.
  • Da durch diese Nebenprodukte die Produktionskapazität der Kreislauflösung stark vermindert wird, wurde schon eine Reihe von Verfahren veröffentlicht, die sich mit der Rückverwandlung der inaktiven Verbindungen in aktive Anthrachinone (Regenerierung) oder mit ihrer Entfernung aus der Kreislauflösung befaßte.
  • So ist es z. B. bekannt, die teilweise verbrauchte Kreislauflösung mit festen Basen, wasserlöslichem Alkali oder einer wasserlöslichen Säure bei etwas erhöhter Temperatur, gegebenenfalls in Gegenwart eines Alkohols, zu regenerieren und die Umwandlung von kernhydrierten Verbindungen in Anthrachinone durch Zugabe von Oxydationsmitteln, wie Luft oder Sauerstoff, zu bewirken.
  • Diese Verfahren weisen aber den Mangel auf, daß in der Kreislauflösung vorhandene Abbau- und Zersetzungsprodukte nicht oder nur in geringem Maße entfernt werden. Infolgedessen lassen sich die so regenerierten Kreislauflösungen meist nur schlecht hydrieren und neigen zur Emulsionsbildung mit Wasser.
  • Um diese Nachteile weitgehend auszuschalten, hat man schon die Lösungsmittel abdestilliert, den Destillationsrückstand mit einem niederen aliphatischen Alkohol behandelt und die nicht gelösten Bestandteile nach Abtrennen zur Herstellung frischer Arbeitslösung verwendet. Auf diese Weise gelingt eine starke Anreicherung der aktiven Anthrachinone.
  • Andere Verfahren zur Entfernung der inaktiven Stoffe sehen eine vollkommene Hydrierung der Anthrachinone in der Kreislauflösung bzw. nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels in Gegenwart eines frisch zugesetzten organischen Lösungsmittels und eine Extraktion der gebildeten Anthrahydrochinone mit wäßriger Lauge vor. Aus der Lauge selbst könneu dann .die Anthrachinone durch Oxydation wieder zurückgewonnen werden. In der Praxis zeigt sich aber auch hier, daß die gereinigten Produkte nicht ausschließlich aus den gewünschten aktiven Anthrachinonen bestehen, denn die aus diesen Produkten hergestellten Kreislauflösungen haben ein dunkelrotes anstatt gelbes Aussehen und weisen eine gegenüber neuer Kreislauflösung erhöhte Emulsionstendenz auf.
  • Es bestand daher die Aufgabe, ein Reinigungsverfahren für eine durch längere Betriebsdauer abgebaute Kreislauflösung zu finden, bei dem die Eigenschaften der gereinigten Kreislauflösung denen einer neuen näherkommen, als das bei bisherigen Reinigungsverfahren der Fall ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Reinigen einer zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd nach dem Anthrachinonverfahren benutzten, teilweise abgebauten Kreislauflösung, wobei die Lösungsmittel abdestilliert, die aktiven Anthrachinonverbindungen des in einem flüchtigen Kohlenwasserstoff wiedergelösten Trockenrückstandes durch Hydrierung in Gegenwart einer wäßrigen Alkalilösung als Anthrahydrochinonverbindungen gelöst, die organische Phase abgetrennt und die aus dem alkalischen Medium zurückgewonnenen aktiven Anthrachinonverbindungen im aus der Kreislauflösung abgetrennten Lösungsmittel gelöst werden, dadurch gekennzeichnet, daß der nach Abdestillieren der Lösungsmittel erhaltene Trockenrückstand einer Hochvakuumdestillation unterworfen, anschließend das erkaltete Destillat pulverisiert und, im alkalisch wäßrigen Medium suspendiert, mit einem Reduktionsmittel behandelt wird, die ungelösten Bestandteile abgetrennt und die aktiven Antrachinone in bekannter Weise zurückgewonnen bzw. in Gegenwart von Lösungsmitteln wieder . gelöst werden.
  • Aus wirtschaftlichen Gründen empfiehlt es sich, vor der eigentlichen Reinigung durch Destillation und Extraktion die zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd verwendete und durch längere Betriebsdauer abgebaute Kreislauflösung einer Regenerierung nach einem der bekannten Verfahren zu unterwerfen, um einen möglichst großen Teil der inaktiven Verbindungen in aktive Verbindungen überzuführen. Die regenerierte Lösung wird der fraktionierten Destillation unterworfen. Es werden zuerst die Lösungsmittel der Kreislauflösung entfernt und anschließend der Trockenrückstand einer Hochvakuumdestillation unterworfen. Das dabei gewonnene Destillat wird nach dem Erkalten erfindungsgemäß pulverisiert und beispielsweise in wäßriger Natronlauge suspendiert reduziert. Die im Destillat enthaltenen aktiven Alkylanthrachinone werden dabei in Alkylanthrahydrochinone übergeführt, die in Form ihrer Natriumsalze in Lösung gehen. Die inaktiven Verbindungen bleiben in der wäßrigen Lauge suspendiert und können durch einfache Filtration abgetrennt werden.
  • Es hat sich gezeigt, daß ein Wiederauflösen des durch Hochvakuumdestillation erhaltenen Destillats in einem organischen Lösungsmittel zur Erzielung guter Hydrierausbeuten nicht erforderlich ist. Dadurch werden gegenüber den bekannten Verfahren eine Reihe von Arbeitsgängen eingespart, nämlich das Auflösen des Destillats in einem flüchtigen Kohlenwasserstoff, das Trennen der organischen Lösung von der wäßrigen Alkalilösung nach der Hydrierung und .das Wiedergewinnen des Kohlen-Wasserstoffs durch Abdestillieren von den inaktiven Stoffen.
  • Als Reduktionsmittel für die Anthrachinonverbindungen im alkalisch wäßrigen Medium eignen sich insbesondere Natriumdithionit oder Zinkstaub. Um die vollständige Hydrierung der @ aktiven Anthrachinone im Destillat zu gewährleisten, werden die Reduktionsmittel im überschuß gegenüber den zu reduzierenden Verbindungen eingesetzt. Die Art der verwendeten Lauge, ihre Menge und Konzentration können in weiten Grenzen variiert werden. Bevorzugt werden Natronlauge oder Kalilauge, da die Natrium-und Kaliumsalze der Anthrahydrochinone in der wäßrigen Phase leicht löslich sind. Besonders wirtschaftlich ist das Arbeiten mit etwa 10o/oiger Natronlauge. Für die Hydrierung und Extraktion, die erfindungsgemäß in einer Stufe vor sich geht, eignen sich Temperaturen zwischen 20- und 110° C. Um den Zutritt von Sauerstoff auszuschließen, wird die Reduktion im alkalisch wäßrigen Medium in einer Inertgasatmosphäre, vorzugsweise Stickstoff, vorgenommen.
  • Die anschließende überführung der in der wäßrigen Lauge gelösten Anthrahydrochinone in Anthrachinone erfolgt in bekannter Weise, beispielsweise durch Oxydation mit Luft. Da die Anthrachinonverbindungen in den meisten Fällen zur Herstellung neuer Kreislauflösungen dienen, empfiehlt es sich, die Oxydation der Anthrahydrochinonverbindungen in der Lauge in Gegenwart von Lösungsmitteln durchzuführen, so daß als Endprodukt gleich eine Lösung anfällt. Es können sowohl frische Lösungsmittel als auch solche Lösungsmittel verwendet werden, die bei der vorausgegangenen fraktionierten Destillation der regenerierten Kreislauflösung wiedergewonnen worden sind.
  • Natürlich ist es auch möglich, die extrahierten Anthrahydrochinonverbindungen durch Oxydation in Abwesenheit von Lösungsmitteln als Niederschlag zu fällen, diesen abzufiltrieren, zu waschen und zu trocknen. Derart isolierte Anthrachinone können beispielsweise zum Aufkonzentrieren vorhandener Kreislauflösungen verwendet werden. Die Anthrahydrochinone können auch durch Ansäuern ausgefällt werden.
  • Versuche haben ergeben, daß die Eigenschaften der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gereinigten Kreislauflösungen neu hergestellten Kreislauflösungen gleichen. Die Kreislauflösungen enthielten mehr als 991/o aktives Alkylanthrachinon, wenn vor der Reduktion im alkalischen Medium der Trockenrückstand einer Hochvakuumdestillation unterworfen wurde. Unterblieb die Destillation des Trockenrückstandes, so enthielten die Kreislauflösungen neben den aktiven Allkylanthrachinonen noch größere Mengen an nichtregenerierbaren Verbindungen. Die Kreislauflösungen zeigten erhöhte Emulsionstendenz und eine rote bis dunkelrote Färbung.
  • Die Anwendbarkeit des Verfahrens ist sowohl von den Substituenten der Alkylanthrachinone als auch von der Art der organischen Lösungsmittel unabhängig. In den nachfolgenden Beispielen wurden Kreislauflösungen eingesetzt die Alkylanthrachinone, wie 2-Äthyl-, 2-Isopropyl-, 2-tertiär-Butyl-, 2-Amyl-, 2-Oktyl-Anthrachinone oder deren Gemische in Lösungsmitteln enthielten, die aus Gemischen von aromatischen Kohlenwasserstoffen und sekundären Alkoholen mit bis zu 9 C-Atomen bestanden. Beispiel 1 Eine Probe einer zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd verwendeten Kreislauflösung, die durch Auflösen von Alkylanthrachinon hergestellt und infolge längerer Versuchsdauer teilweise abgebaut war, wurde nach einem der bekannten Verfahren regeneriert.
  • 1 kg dieser regenerierten Kreislauflösung wurde der fraktionierten Destillation unterworfen. Nach Entfernung der Lösungsmittel verblieben 260 g Trockenrückstand, die 222 g (85 %) aktive Verbindungen enthielten.
  • Der Trockenrückstand wurde nun in bekannter Weise einer Hochvakuumdestillation unterworfen und ergab 217g (84%) Destillat, in dem 2l0 g (96%) aktive Verbindungen nachgewiesen werden konnten. 125 g dieses Destillats wurden fein gepulvert und mit 100 g Natriumdithionit und 1 1 10%iger Natronlauge 30 Minuten lang unter Stickstoff bei 80 bis 85° C gerührt. Nach Abfiltrieren der ungelösten Verbindungen unter Stickstoff wurde bei Zimmertemperatur Luft in die Natronlauge eingeleitet. Der hierbei entstandene Niederschlag wurde abgesaugt, gewaschen und getrocknet. Es wurden 90 g trockenes Produkt ausgewogen.
  • Die abfiltrierten ungelösten Verbindungen wurden nochmals mit 50 g Natriumdithionit und 1 1 10%iger Natronlauge 30 Minuten unter Stickstoff bei 80 bis 85° C gerührt. Anschließend wurde die Natronlauge filtriert und oxydiert. Es fielen 24 g trockenes Produkt an.
  • Die vereinten Extrakte, insgesamt 114 g (91011o vom Ausgangsprodukt), enthielten mehr als 9911/o aktives Alkylanthrachinon. Daraus hergestellte Kreislauflösungen waren orangegelb gefärbt und zeigten die gleiche niedrige Emulsionstendenz wie neue Kreislauflösungen.
  • Zum Vergleich wurde der Trockenrückstand derselben regenerierten Kreislauflösung ohne vorherige Hochvakuumdestillation einer zweimaligen Reduktion mit Natriumdithionit in Natronlauge unter obigen Bedingungen unterworfen. Aus 125 g Trockenrückstand wurden 100 g (801/o) Extrakt isoliert, die 96% aktives Alkylanthrachinon enthielten. Die daraus hergestellten Kreislauflösungen waren rot bis dunkelrot gefärbt und zeigten eine gegenüber neuer Kreislauflösung erhöhte Emulsionstendenz. Beispiel 2 125g analog Beispiel l destillierte Alkylanthrachinone wurden fein gepulvert und mit 100 g Natriumdithionit und 11 10%iger Natronlauge 30 Minuten unter Stickstoff bei 80 bis 85° C gerührt. Nach Abfiltrieren der ungelösten Verbindungen unter Stickstoff wurden zur Natronlaugelösung 900 g Lösungsmittel zugegeben, die aus der regenerierten Ausgangslösung abdestilliert und mit 3%iger heißer Sodalösung gewaschen worden waren. Nach Oxydation der gut gerührten Mischung von Natronlauge und Lösungsmittel mit Luft bei Zimmertemperatur wurden die beiden Phasen getrennt.
  • Die hierbei anfallende wäßrige Natronlauge wurde zusammen mit 50 g Natriumdithionit zur nochmaligen gleichzeitigen Hydrierung und Extraktion der nach der ersten Behandlung abfiltrierten ungelösten Verbindungen verwendet. Nach Abfiltrieren der dabei ungelöst bleibenden Bestandteile unter Stickstoff wurde der Natronlauge die aus der ersten Extraktionsstufe stammende organische Lösung zugegeben. Im Anschluß an die Oxydation der gut gerührten Mischung von Natronlauge und Lösungsmittel mit Luft bei Zimmertemperatur wurde die organische Lösung abgetrennt und mit Wasser gewaschen. Es fielen 985 g organische Lösung an, die 116 g (93 % vom Ausgangsprodukt) Trockenrückstand enthielten, der zu mehr als 99% aus aktivem Alkylanthrachinon bestand. Die Lösung zeigte die gleiche niedrige Emulsionstendenz wie neue Kreislauflösung. Beispiel 3 125g analog Beispiel l destillierte Alkylanthrachinone wurden fein gepulvert und mit 120 g Zinkstaub und 11 10%iger Natronlauge 3 Stunden bei 50° C unter Stickstoff gerührt. Nach Abfiltrieren des nicht umgesetzten Zinkstaubs und der anderen ungelösten Verbindungen unter Stickstoff wurde bei Zimmertemperatur Luft in die Natronlauge eingeleitet. Der dabei entstandene Niederschlag wurde abgesaugt, gewaschen und getrocknet. Es wurden 114 g (910/0) trockenes Produkt ausgewogen, das über 99 % aktive Alkylanthrachinone enthielt. Farbe und Emulsionstendenz von daraus hergestellten Kreislauflösungen entsprachen der einer neuen Kreislauflösung.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Reinigen einer zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd nach dem Anthrachinonverfahren benutzten, teilweise abgebauten Kreislauflösung, wobei die Lösungsmittel abdestilliert, die aktiven Anthrachinonverbindungen des in einem flüchtigen Kohlenwasserstoff wiedergelösten Trockenrückstandes durch Hydrierung in Gegenwart einer wäßrigen Alkalilösung als Anthrahydrochinonverbindungen gelöst, die organische Phase abgetrennt und die aus dem alkalischen Medium zurückgewonnenen aktiven Anthrachinonverbindungen im aus der Kreislauflösung abgetrennten Lösungsmittel gelöst werden, dadurch gekennzeichnet, daß der nach Abdestillieren der Lösungsmittel erhaltene Trockenrückstand einer Hochvakuumdestillation unterworfen, anschließend das erkaltete Destillat pulverisiert und, im alkalisch wäßrigen Medium suspendiert, mit einem Reduktionsmittel behandelt wird, die ungelösten Bestandteile abgetrennt und die aktiven Anthrachinone in bekannter Weise zurückgewonnen bzw. in Gegenwart von Lösungsmitteln wieder gelöst werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Reduktionsmittel Natriumdithionit oder Zinkstaub verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der alkalisch wäßrigen Lösung ein Alkalihydroxyd, insbesondere Natriumhydroxyd, verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreislauflösung zunächst einer Regenerierung nach bekannten Verfahren unterworfen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1118 165.
DEK47821A 1962-09-26 1962-09-26 Verfahren zum Reinigen einer zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd nach dem Anthrachinon-verfahren benutzten Kreislaufloesung Pending DE1224713B (de)

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