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Hydraulisches Hubaggregat -für Handhubwagen - Die Erfindung
betrifft ein hydraulisches Hubaggregat für Handhubwagen mit einer unter dem Hubzylinder
angeordneten Ventilsteuerwelle und -einem darunterliegenden Pumpenzylinder,
dessen Kolben durch die Wagendeichsel betätigt wird. Bekannt ist bei derartigen
Hubaggregaten, den Pumpenzylinder unter dem Hubzylinder in Fahrtrichtung liegend
und auswechselbar im Grundkörper anzuordnen (deutsches Gebrauchsmuster
1893 682) und zwischen beiden Zy-
lindern in Fahrtrichtung liegend
das Steuerorgan vorzusehen. Der Antrieb der Pumpe über ein außenliegendes Zwischenglied
vonder Deichsel aus ist ausladend und gibt leicht zu Störungen, Anlaß. Die Anordnung
des Steuerorgans ist umständlich und unzweckmäßig, weil die übliche Pedalbetätigung
nicht möglich ist.
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. Bekannt ist es auch bei einem deichselbetätigten Kraftheber,
die Pedal- und Steuerwelle für die Hy-
draulik Kugelventile betätigen zu lassen
(deutsches Gebrauchsmuster 1821159), welche in horizontalen die senkrechten
Verbindungsleitungen zwischen Pumpen- undHubzylinderschneidendenBohrungen sitzen.
Ihre Anordnung und Wirkungsweise zusammen mit dem Antrieb der Pumpe sind aber verwickelt
und unübersichtlich und daher betriebsunsicher.
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Zur Vermeidung der genannten Nachteile und um eine geschlossene, einfache
und kleine, aber betriebssichere Antriebs- und Baueinheit von Pumpenantrieb und
Steuerorgan mit Pedalantrieb mit einem betriebssicheren und geschlossenen Antrieb
der Pumpe in leicht zugänglicher Anordnung zu erreichen, wird der Erfindung eine
von der gegabelten Deichsel unmittelbar an ihren Enden erfaßte, im Grundkörper gelagerte
I-Iauptwelle mit Verzahnung in der Mitte zum Antrieb des verzahnten, liegend angeordneten
Pumpenkolbens und eine im Grundkörper parallel zur Hauptwelle liegende als ölverbindungsleitung
ausgebildete Steuerwelle vorgeschlagen, welche in an sich bekannter Weise Kugelventile
betätigt, die in horizontalen, von der Wellenbohrung ausgehenden, die senkrechten
Verbindungsleitungen zwischen dem Pumpen- und dem Hubzylinder schneidenden Bohrungen
angeordnet sind. Durch den Zahnantrieb des Pumpenkolbens gestaltet sich die Bedienungskraft
an der Deichsel günstig. Durch die unmittelbare Verbindung des Antriebs werden Kraftverluste
vermieden, und der geschlossene und überhaupt nicht ausladende Antrieb ist vor jedem
rauhen Betrieb geschützt. Zweckmäßig ist die an ihren freien Enden mit Schwenkansätzen
für die Deichsel versehene Hauptwelle in einer durchgehenden Bohrung des Grundkörpers
durch von außen festgeschraubte, in Nuten der Hauptwelle geführte Führungssehalen
gehalten. Bohrungen in der Hauptwelle dienen dem Volumenausgleich im Raum hinter
dem Pumpenkolben. -
Die Unterbringung der als ' Zahnbetrieb für den
horizontal angeordneten Pumpenkolben ausgebildeten Haupt- oder Antriebswelle vollständig
im Grundkörper bis auf die außerhalb des Grundkörpers vorgesehene Verbindung mit
den Gabelenden der Deichsel sowie die als ölverbindungsleitung ausgebildete und
kombinierte Steuerwelle, die eine Baueinheit parallel zur Hauptwelle und eine Verbindung
in den ölleitungen zwischen Pumpen- und Hubzylinder bildet, ergeben einen Block,
wieer geschlossener und kleiner nicht mehr sein kann. Es ist damit jede Gefahr der
Kollision und Beschädigung weitgehendst gebannt. Die Bedienung ist durch den Antrieb
des Pumpenkolbens und wegen der unmittelbaren Verbindung der Deichsel mit der-Hauptwelle
nicht nur vereinfacht, sondern auch erleichtert und betriebssicher. Erleichtert
ist die Bedienung, weil der Lastarm kleiner ausfällt als dies bei der liekannten
Kraftübertragung durch Laschen der Fall ist. Die manuelle Kraft an der Deichsel
ist dementsprechend geringer bei gleicher Hubleistung.
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Die mit ihrer axialen Bohrung.als Hydraulikleitung und Durchflußregler
beim »Senken« dienende Steuerwelle bildet eine sicher funktionierende und auswechselbare
Baueinheit für das Hubaggregat. In der axialen Bohrung der Steuerwelle, die durch
Querbohrungen an den hydraulischen Kreislauf angeschlossen ist, sitzt eine mit einer
vom Kopf der Welle durch eine Schraube einstellbaren Druckfeder belastete Reglerhülse,
die als Schwingstück mit bestimmter Passung und scharfkantiger Eindrehung registerartig
gesetzte Bohrunggn in der Steuerwelle und im Grundkörper begrenzt,uiid damit den
Durchfluß regelt.
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Die Steuerwelle, die vormontiert werden kann, betätigt einmal die
Ventile und regelt gleichzeitig einerseits den drucklosen Umlauf und andererseits
durch die in ihrer axialen Bohrung leingebauten Regelteile die Senkzeit.
Ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt F i g. 1 ein Hubaggregat gemäß der Erfmdung im Längsschnitt
und F i g. 2 einen Querschnitt durch das Aggregat in Höhe der Steuerwelle.
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Mit 1 ist der einteilige Grundkörper des Hubaggregats bezeichnet,
in den ein senkrecht angeordnetes Führungsrohr 2 für den Hubzylinder 3 eingeschweißt
ist. Das Hubaggregat, das in der üblichen Weise in einen Hubwagen eingebaut ist,
wird durch einen Handhebel oder eine Deichsel 4 betätigt, welche durch Schwenken
in der senkrechten Ebene eine Druckpumpe antreibt, die Öl in den Zylinder
3 unter den Hubkolben 5 fördert.
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Die Deichsel 4 endet in einer Gabel 7, welche mit ihren Gabelarmen
8 an den Enden einer horizontalen, in einer durchgehenden Bohrung des Grundkörpers
1
gelagerten Hauptwelle 9 befestigt ist. Die Gabelarme 8
sind
dabei unmittelbar mit den Enden der Hauptwelle fest verschraubt. Die Hauptwelle
9 wird in ihrer Lagerbohrung des Grundkörpers 1 durch Ringnuten geführte
Führungsschalen 10 gehalten, welche von außen durch -Schrauben
11 gegen den Grundkörper fixiert sind. Ein auf -der Hauptwelle
9 sitzendes Zahnrad 12 kämmt mit einer Verzahnung des Pumpenkolbens
13. Der Pumpenkolben 13 gleitet in einer Laufbüchse 14, welche einen
entsprechenden Ausschnitt für den Durchtritt des Zahnrades 12 auf der Hauptwelle
9 aufweist. Entlüftungsbohrungen 15 in der Hauptwelle, 9 dienen
der Entlüftung und Belüftung des Raumes hinter dem Pumpen-kolben 13 bei dessen
Hin- und Herbewegung. Das vor dem Pumpenkolben 13 im Pumpenzylinder befindliche
öl wird über eine Leitung 16 und ein Kugelventil 17 in den
Druckraum des Hubzylinders 3 gedrückt. Beim Rückgang des Pumpenkolbens
13 wird öl aus dem ölvorratsraum 18 zwischen dem Führungsrohr
2 und dem Hubzylinder 3 durch eine Leitung 19, die zu einer Steuerwelle
20 führt und bei Stellung »Heben(# derselben an einer Steuerfläche vorbei unter
öffnen eines Kugelventils 21 gegen den Druck einer Feder 21a durch die den Federraum
des Ventils 21 kreuzende Leitung 16 in den Zylinderraum vor dem Pumpenkolben
13 gesogen.
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Der Hubkolben 5 weist ein Kugelventil 22 auf ' welches
durch einen axial im Kolben 5 sitzenden Druckstift 23 gegen den Druck
einer Feder 24 geöffnet wird, wenn ein im Kolben 5 auf dem Druckstift
23 lagernder, in axialer Richtung verschiebbar geführter Querstift
25 über einen Anschlagring 26 gegen eine Führungsbuchse
27 anschlägt. Das Ventil 22 öffnet dabei, und das nach oben ablaufende Drucköl
fließt durch Überströmbohrungen 28 in den ölvorratsraum 18
zwischen den Zylindern
zurück.
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Die Führungsbuchse 27 ist auf den Hubzyhnder 3
aufgesetzt
und mit ihm fest verbunden. Sie führt das Führungsrohr 2 und den Hubkolben
5 mit entsprechenden Passungen und Dichtungen. Scharfkantige Rillen
29 in der Führungsbuchse 27 sowie eine vorgesetzte Blechbüchse
30 mit öffnungen in -der Prallfläche verhindern das Austreten von
Öl zwischen der Führungsbuchse und dem Führungsrohr.
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Zum Steuern des Hubaggregats ist neben dem beim »Heben« wirksamen
Ventil 21 noch ein zweites paral-lel dazu angeordnetes -gleiches Ventil
32 vorgesehen. Die Dichtkugeln 21, 32 beider Ventile stehen unter
dem Druck von Federn.. Den Kugeln 21, 32 in verengten Bohrungen vorgeordnet
liegen Schiebekugeln 33, 34 in Wirkungsverbindung mit vertieften Flächen
auf der Steuerwelle 20. Diese Flächen auf der Steuerwelle 20 bilden einmal einen
Durchflußkanal für das öl bei den Betriebsstellungen »Heben«, »Senken« und
»Fahrstellung« (beim Verfahren des Hubwagens) des mit der Steuerwelle 20 verbundenen
Pedals 35, wobei der Durchfluß des öles über verschiedene Bohrungen und Leitungen
vom und zum Ölvorratsraum bewirkt wird. Andererseits geben aber die beiden den Ventilen
21, 32 gegenüberliegenden Flächen auf der Steuerwelle 20 bei der Stellung
»Heben« den Kugeln so viel Raum, daß die Ventile unter Federdruck geschlossen sind.
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Das zweite Ventil 32, das Senkventil, arbeitet auf eine unmittelbar
den Druckraum vor dem Hubkolben 5 mit dem Ventilraum 32 auf der Seite
der Feder verbindende, parallel zur Leitung 16 verlaufende ölleitung
36. Wird also die Steuerwelle 20 mit dem Pedal 35 in Senkstellung
37 (F i g. 1) getreten, dann wird das Ventil 32 über die Schiebekugel
34 geöffnet, und das Drucköl fließt über die Abflachung der Steuerwelle 20 und eine
Querbohrung 38 in derselben in die im Innern der Steuerwelle 20 befindliche
Axialbohrung und verschiebt dort eine unter Federdruck stehende Reg
,lerhülse39
mit einer Steuerkante gegenüber der zum Ölvorratsraum führenden Querbohrung in der
Steuerwelle 20 und der Steuerwelleribohrung.
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In der Fahrstellung 40 (F i g. 1) des Pedals 35 und
der Steuerwelle 20 wird ein druckloser ölumlauf zwischen dem ölvorratsraum
28, der Steuerwelle 20 und dem Pumpenzylinder hergestellt durch zwangläufiges
Öffnen des Ventils 21 durch die Steuerwelle 20 mittels der Schiebekugel
33.
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Das Pedal 35 wird in an sich bekannter Weise .durch eine Doppelschenkelfeder
und durch gefederte Rastkugeln in der Null- oder Hubstellung 41 (F i g. 1)
gehalten
und in diese gebracht, während die Fahrstellung 40 (Pedal nach oben) und die Senkstellung
37
(Pedal nach unten) durch die Rastkugeln fixiert werden.