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Vorrichtung zum Spannen eines Leintuchunterzuges bei Spitalbetten
Bei langliegenden Patienten werden Unterzüge verwendet, um ein Wundliegen durch
Falten des Leintuches oder der Matratzen zu vermeiden, und es ist darunter ein etwa
90 cm breites Leintuch od. dgl. zu verstehen, das unter-dem Patienten quer über
das Bett ausgebreitet wird. Dabei muß jedoch der Unterzug vollkommen glatt gespannt
sein. Dies wurde bisher meist mit Hilfe zweier, an den beiden Enden eines schlaufenförmigeil
Unterzuges angeordneter Holzschienen erreicht, die mittels Gurten und Riemen unter
dem Bett gespannt sind. Das Aufspannen eines Unterzuges auf diese Weise ist sehr
mühsam, da man dabei unter dem Bett hantieren muß und zwei Personen hierzu notwendig
sind.
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Die Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung zum Spannen eines Leintuch-(Bettlaken-)unterzuges
bei Spitalbetten, die an 'wenigstens einer Längsseite des Bettes im Abstand voneinander
angeordnete Schwenkhebel aufweist, die in ihrem von der Schwenkachse entfernten
Bereich durch eine Halterung für den Unterzugi miteinander verbunden sind.
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Bei einer bekannteii'Vorrichtung dieser Art ist die Halterung mit
d'én'Schwenkhebeln starr verbunden, so daß ein- einsfückiger Bügel gebildet wird.
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Dadurch ergeben sich aber verschiedene Nachteile.
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So ist es z.B. schwierig, das Ende des- Unterzuges auf der starren
Halterung, insbesondere in mehreren Lagen, aufzuwickeln. Dies ergibt ferner, daß
die Spannung des Unterzuges kaum verändert werden kann, da auch der die Spannung
bestimmende Abstand der Halterung von der Schwenkachse vorgegeben ist und nicht
verändert werden kann. Die Spannung soll aber dem Körpergewicht des Patienten entsprechend
einstellbar sein. Eine hohe Spannung ist bei der bekannten - Vorrichtung schon deshalb
nicht möglich, weil der Unterzug auf den Spannbügeln lose aufgewickelt oder eingeschlagen
wird.
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Ferner ist bei der bekannten Spannvorrichtung als Nachteil anzusehen,
- daß die meisten Unterzüge schlaufenartig ausgebildet sind und durch das Umwickeln
um den Spannbügel kein gleichmäßiger Zug beider Unterzugsflächen erreicht werden
kann, wodurch sich Falten bilden. Es besteht jedoch anderseits keinerlei Möglichkeit,
den Spannbügel durch die Schlaufe des Unterzuges zu stecken.
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Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß
die Halterung in ungespannter Stellung der Schwenkhebel gegenüber diesen verdrehbar
und vor dem Spannen mit den Schwenkhebeln feststellbar ist. Durch die drehbare Halterung
für den Unterzug wird ein leichtes Aufwickeln des Unter-Zl gendes, auch in mehreren
Lagern erreicht. Es kann
somit die Spannung des Unterzuges leicht eingestellt werden.
Der Unterzug braucht dabei nicht unbedingt schlaufenförmig ausgebildet sein, sondern
kann ein einfaches Leinen od. dgl. sein.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, dem weitere
Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes entnommen werden können. Es zeigt -F i g.
1 ein Spitalbett in schaubildlicher Darstellung mit einer Spannvorrichtung für den
Unterzug, F i g. 2 eine Draufsicht auf den mittleren Teil des Bettes nach Fig.l,
wobei sich die Schwenkhebel während des Spannvorganges in horizontaler Lage befinden,
F i g. 3 einen Schnitt in vergrößertem Maßstab entlang der Linie III-III in F i
g. 2, Fig.4 einen Schnitt entlang der LinieIV-IV in F i g. 2 bei entspannter Stellung
und Fig.5 bei gespannter Stellung der Vorrichtung, Das in der Zeichnung dargestellte
Spitalbett 3 ist an einer Längsseite mit einer Spannvorrichtung 4 für einen Unterzug
1 versehen, während der Unterzug 1 an der anderen Seite des Bettes 3 unverschiebbar
befestigt ist. Es wäre jedoch auch möglich, an beiden Seiten eine Spannvorrichtung
4 anzuordnen, so daß der Unterzug 1 von jeder Seite aus gespannt werden kann. Der
Unterzug 1 kann aus einem Stoffgewebe, einer Gummi- oder Kunststoffolie od. dgl.
bestehen und ist vorzugsweise als endloses Band ausgebildet.
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Er kann aber auch an beiden Seiten schlaufenartig eingenäht sein,
damit ein Stab 10 an einer Seite und ein Rohr 11 oder ebenfalls ein Stab an der
anderen Seite des Unterzuges 1 eingeschoben werden kann.
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Auch wenn der Unterzug nicht endlos ausgebildet oder schlaufenartig
eingenäht ist, kann die erfindungsgemäße Spannvorrichtung angewendet werden.
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Es wird dann der Rand des Unterzuges einfach um den Stab 10 herumgewickelt.
Die Spannvorrichtung 4 besteht im wesentlichen aus einer Halterung 6, 10 für den
Unterzug 1 und zwei Schwenkhebeln 5, die im Abstand voneinander am Bettrand angeordnet
sind.
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Die Halterung weist ein geschlitztes Rohr 6 auf, in das der Stab 10
einbringbar ist (F i g. 3). Dieses Rohr 6 trägt an jedem Ende einen Mehrkant, vorzugsweise
einen Vierkant 7, mit dem das Rohr 6 in Durchbrechungen der Schwenkhebel 5 gelagert
ist.
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Diese Durchbrechungen sind in dem von der Schwenkachse 12 entfernten
Bereich der Schwenkhebel 5 angeor'dnet und setzen sich aus einer Bohrung 9 und einer
dem Querschnitt des Vierkantes 7 entsprechenden Ausnehmung8 zusammen (Fig. 4 und
5). Der Durchmesser der Bohrung9 ist dabei größer als die Diagonale des Vierkantes
7, so daß der Vierkant 7 in der Bohrung 9 verdreht werden kann. Am äußersten Ende
des Vierkantes 7 ist ein Bund 19 angeordnet, der ein Herausgleiten des Vierkantes
7 aus der Durchbrechung des Schwenkhebels 5 verhindert. Jeder Schwenkhebel 5 ist
über eine Schwenkachse 12 an einem Befestigungsbügel 13 angelenkt. Dieser Befestigungsbügel
umgreift eine Längsstrebe 18 des Bettes 3 an drei Seiten und wird durch einen Bolzenl4
an der Längsstrebe 18 gehalten. Es wäre auch möglich, den Bügel 13 mittels einer
Schelle od. dgl. am Bettgestell zu befestigen.
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An der anderen Seite des Bettes 3 ist der Unterzug 1 mit dem Rohr
11 am Bettgestell befestigt. Dazu ist das Rohr 11 oder gegebenenfalls eine entsprechende
Stange an den Enden mit je einer Querbohrung 17 versehen, mit welcher das Rohr 11
auf einen Zapfen 16 aufschiebbar ist, der an einem Befestigungsbügel 13 a ausgebildet
ist und mit diesem an der Längsstrebe 18 befestigt ist.
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Das Spannen des Unterzuges 1 mit der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung
4 geschieht folgendermaßen: Nachdem der Unterzug 1 um das Rohr 11 geschlungen wurde,
wird dieses auf die Zapfen 16 der Befestigungsbügel 13 a aufgeschoben und der Unterzugl
quer über die Matratze 2 gezogen. An der anderen Seite wird der Stab 10 in den Unterzug
1 eingeschoben und dieser über den Bettrand 15 nach unten gezogen. Die Schwenkhebel5,
in denen das Rohr 6 an seinen Enden gelagert ist, werden- nach oben geschwenkt (Stellung
nach F i g. 4) und der Stab 10 in das Rohr 6 eingelegt. Dieses wird in der in Fig.
4 gezeigten Stellung des Vierkantes 7, also in entriegelter Stellung, gegenüber
den Schwenkhebeln verdreht, so daß der Unterzug in einigen Lagen auf dem Rohr 6
aufgewickelt wird, bis ein leichter Zug am Unterzug auftritt. Darauf wird das Rohr
6 in Richtung zur Schwenkachse 12 verschoben, wobei die Vierkante 7 an den Enden
des Rohres 6 in die Ausnehmungen 8 gelangen und das Rohr 6 gegenüber den Schwenkhebeln
5 verriegelt wird. Nunmehr wird das Rohr 6 um die Schwenkachse 12 herumbewegt
bis
es in die in F i g. 5 gezeigte Stellung gelangt. Dadurch wird der Unterzugl zwischen
dem Rohrll und dem Rohr 6 gleichmäßig über die etwas federnde Matratze 2 verspannt.
Damit die Spannvorrichtung 4 nicht von selbst in ihre entspannte Stellung (Fig.
4) zurückklappen kann, ist es wichtig, daß der in gespannter Stellung (Fig.5) zwischen
dem Bettrand 15 und dem Rohr 6 liegende Bereich des Unterzuges 1 zwischen die Schwenkachse
12 und die Längsstrebe 18 zu liegen kommt. In dieser Stellung dient die Längsstrebe
18 des Bettes 3 als Anschlag für die Schwenkhebel 5.
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Es ist mit der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung auch möglich, ganze
Leintücher zu verspannen. Dazu müssen nur die Rohre 6 und 11 sowie der Stab 10 entsprechend
verlängert werden.