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Ölzerstäuberbrenner Die Erfindung bezieht sich auf einen ölzerstäuberbrenner
mit einem der Luftzufuhr dienenden Brennermantel, in dem wenigstens eine Hauptzerstäuberdüse
annähernd zentral und gleichachsig zum Brennermantel angeordnet ist und wobei eine
Zündzerstäuberdüse mit einer Abschirmung vorgesehen ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neue und verbesserte
Brennereinrichtung für flüssige Brennstoffe, wie Öl, zu schaffen, bei der die Zündung
in gleichmäßiger und einwandfreier Weise erreicht wird, wobei komplizierte Regeleinrichtungen
jedoch entfallen können.
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Es ist bekannt, für die Verbesserung der Zündung von Ölbrennern eine
Zünddüse vorzusehen, bei der die Zündflamme auch bei der vollen Luftmenge der Hauptdüse
brennt. Bei dieser bekannten Anordnung wird die Verbrennungsluft für die Zünddüse
aus einer Luftkammer von der Hauptdüse entnommen und der Zünddüse, die mit einer
elektrischen Zündeinrichtung ausgestattet ist, zugeführt. Die Zünddüse selbst ist
durch den Brennerkonus vom Hauptluftstrom abgeschirmt.
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Der bekannte ölzerstäuberbrenner erfüllt noch nicht sämtliche Anforderungen
hinsichtlich einwandfreier Zündung, rußfreier Verbrennung des zerstäubten Öls und
gleichmäßiger Brennerflamme. Insbesondere ist es für eine einwandfreie Zündung und
gleich mäßige Verbrennung an der Zünddüse nicht ausreichend, daß diese lediglich
durch den Brennerkonus vom Hauptluftstrom abgeschirmt ist. Die Gefahr des Ausblasens
der Zündflamme durch den Hauptluftstrom ist bei der bekannten Anordnung nicht vollständig
vermieden.
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Durch die Erfindung soll ein verbesserter Zündvorgang und verbesserte
Brenneigenschaften bei abgeschirmter Zündzerstäuberdüse erreicht werden. Dies geschieht
dadurch, daß die Achse der Zündzerstäuberdüse und ihre Abschirmung parallel zur
Achse der Hauptzerstäuberdüse im Brennermantel angeordnet ist.
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Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung beispielsweise
näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt durch den Ölzerstäuberbrenner
nach der Erfindung und F i g. 2 eine Vorderansicht des Ölzerstäuberbrenners nach
der Linie 2-2 der F i g. 1.
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Der ölzerstäuberbrenner 30 enthält eine oder ein Paar Hauptzerstäuberdüsen
38, die in dem der Luftzufuhr dienenden Brennermante120 mittig und zentrisch zu
der Mittelöffnung 33 in der Leitplatte 32 angeordnet sind. Die Leitplatte ist auch
mit radial verlaufenden Öffnungen 34 und mit an diese öffnungen angrenzenden luckenartigen
Umlenkblechen 35 versehen. In zentrischer Anordnung zwischen den Hauptzerstäuberdüsen
38 ist eine Zündzerstäuberdüse 39 vorgesehen, die zum Entzünden des von den Hauptzerstäuberdüsen
ausgestoßenen Brennstoffs verwendet wird. Die Achse der Zündzerstäuberdüse 39 verläuft
parallel zur Achse der Hauptzerstäuberdüsen 38. Der von der Zündzerstäuberdüse ausgestoßene
Brennstoff wird durch geeignete Zündvorrichtungen entzündet, die ein paar Zündelektroden
40 aufweisen. Die Zündelektroden sind in Isolatoren 73 gehalten, die an Tragelementen
73 a befestigt sind.
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Die Hauptzerstäuberdüsen 38 werden von dem Ende eines Hauptbrennstoffzuführungsrohres
42 getragen, und die Zündzerstäuberdüse ist an einem Zuführungsrohr 43 befestigt.
Die Rohre 42 und 43 verlaufen durch eine Armkreuzkonstruktion 44, in der sie gehalten
werden. Das Armkreuz weist drei in gleichem Abstand radial verlaufende Arme 45 auf,
die nach außen von einem mittleren Nabenteil vortreten und deren äußere Enden an
der zylindrischen Wandung 31 des Zerstäuberbrenners befestigt sind.
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Eine Abschirmung 60 für die Zündzerstäuberdüse ermöglicht eine stabile
Flamme, bis die Hauptzerstäuberdüsen gezündet sind. Wie aus F i g. 1 und 2 zu erkennen,
ist ein zylindrischer Düsenkörper 61 mit der Brennstoffleitung 43 zur Aufnahme von
Brennöl
aus dieser verbunden. Am vorderen Ende des Düsenkörpers
61 ist in geeigneter Weise eine Düsenspitze 62 beispielsweise durch Schraubgewinde
befestigt und enthält eine Ausströmöffnung 63, aus der Brennöl in zerstäubtem Zustand
in einem kegelförmigen Strahl austritt. Dies ist in F i g. 1 bei 64 veranschaulicht.
Die Zündzerstäuberdüse 39 ist so angeordnet, daß sich die Öffnung 63 gerade innerhalb
der oberen Kante der Mittelöffnung 33 in der Leitplatte 32 befindet, wie aus F i
g. 2 ersichtlich.
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Wenn Brennstoffzufluß zu den Hauptzerstäuberdüsen 38 hergestellt ist,
stoßen diese Düsen ähnlich der Zündzerstäuberdüse zerstäubtes Öl in Sprühkegeln
64 a aus. -Diese Sprühnebel überschneiden sich mit dem entzündeten Brennstoff aus
der Zündzerstäuberdüse und werden dadurch ebenfalls entzündet, so daß ihre Basisteile
angenähert an der Stelle 70 a brennen. Die Zündung der Hauptzerstäuberdüsen ist
ruhig und stoßfrei ohne übermäßige Rauchentwicklung.
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Danach brennt die Flamme weiter mit dem Brennstoff, der von allen
Düsen geliefert wird.
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Die Abschirmung der Zündzerstäuberdüse in der beschriebenen Art würde
normalerweise Wirbelströme verursachen, woraus ein Niederschlag von Öl und Ruß auf
den Düsenspitzen während des Betriebes resultieren würde. Um die Absetzung von Ruß,-Öl
und anderen Fremdstoffen an der Düsenspitze zu verhindern, ist die Abschirmung mit
ringförmigen Reihen radialer Öffnungen 71 versehen, die zum Innereri-der
Abschirmung an der Düsenspitze führen. Die Öffnungen 71 ermöglichen einen gleichmäßigen
Luftstrom durch die Abschirmung über die Düsenspitze in Mengen, die zur Verhinderung
der Rußbildung genügen. Infolgedessen brennt die Zündzerstäuberdüse sauber und mit
niedriger Temperatur auch während des Betriebes der Hauptzerstäuberdüsen.
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Außerdem dient die Abschirmung 60 dazu, die Zündzerstäuberdüse
zu umschließen und gegen Wärmestrahlung in Richtung der Düse vor heißen feuerbeständigen
Bereichen bei Stillsetzung des Brenners zu schützen, und verhindert somit ein Verkoken
des Öls in den Düsendurchgängen, das durch die Strahlungswärme bedingt ist, und
damit eine Verstopfung der Düsenkanäle.
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Außerdem reicht die Luftströmung durch die, Abschirmung über die Düsenspitze
mengenmäßig nicht aus; um den Betrieb der Düse zu behindern, genügt jedoch, um Rußbildung
zu verhindern, und dient auch dazu, die Rußbildung an den Zündelektroden 40 zu verhindern,
so daß die Elektroden sauber und rußfrei für lange Betriebsperioden bleiben.