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Tastenanordnung für Aufzeichnungs- und/oder Wiedergabegeräte Die Erfindung
bezieht sich auf eine Tastenanordnung für Aufzeichnungs- *und/oder Wiedergabegeräte
mit Tasten, deren Ruhestellung durch Federn und/ oder durch die Reaktionskräfte
zu schaltender Geräteteile bestimmt ist und die sich in ihrer Endstellung an einer
bewegbaren mit einer vorzugsweise elektrischen Schaltereinrichtung zusammenwirkenden
Halteschiene abstützen.
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Bei einem Drucktastenschalter ist es gemäß der deutschen Auslegeschrift
1142 935 bekannt, eine Halteschiene zum Schalten mindestens einer elektrischen
Schalteinrichtung vorzusehen, die durch Verschiebung der Halteschiene beim Abstützen
der Tasten zu betätigen ist. Dieser nur in seiner Längsrichtung verschiebbare Kontaktschieber
schließt nicht nur beim Drücken einer Taste elektrische Kontakte, sondern dient
auch als Halteschiene für gedrückte Tasten. Hierbei wird der Kontaktschieber beim
Drücken einer Taste nur- kurzzeitig in seiner Längsrichtung verschoben und kehrt
dann in seine Ausgangsstellung zurück und - hält dann die Taste. Auch ist es bekannt,
eine Tastenanordnung so zu treffen, daß mit dem beim Betätigen der Taste bewegten
Schaltglied, wie ein Tastenhebel, eine Schaltstange od. dgl. mehr als ein Schaltvorgang
durchgeführt wird. Es muß dann eine ganze Kette von Schaltvorgängen durchlaufen
werden. In vielen Fällen spielt aber die Reihenfolge der Schaltvorgänge eine entscheidende
Rolle und oft ist wesentlich, daß ein bestimmter Schaltvorgang, der das Schlußglied
der schaltmäßig durchlaufenen Kette sein soll, unter allen Umständen nur als letzter
schaltbar sein soll und der Schaltvorgang nur dann verwirklicht sein soll, wenn
die Taste beim Loslassen in ihrer Endstellung gehalten bleibt und nicht etwa in
die Ruhestellung zurückkehrt, weil sie nicht genügend weit bewegt wurde.
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Eine vornehmlich unter diesem Gesichtspunkt entwickelte Lösung zeichnet
sich gemäß der Erfindung dadurch aus, daß die Halteschiene in ihrer Lagerung quer
zu ihrer Längsachse in Richtung der durch das Abstützen der Tasten an der Halteschiene
wirksam werdenden Kräfte bewegbar angeordnet ist und die Schalteinrichtung durch
die Querverschiebung der Halteschiene beim Abstützen von Tasten betätigt wird.
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Bei diesen Tastenanordnungen kehrt sich die Bewegungsrichtung der
Tasten währenddes überganges von der Ruhestellung in die Endstellung um, weil die
Tasten, bevor sie in der Endstellung einrasten, über ihre Endstellung hinaus bewegt
werden müssen. Solche Tasten sind an sich bekannt und wurden z. B. in Form von Drucktasten
schon verwendet, um von dem Teil des Schaltweges, der beim Niederdrücken der Tasten
nur einmal durchlaufen wird, einen Vorgang dauernd einzuschalten, worauf dann der
Teil des Schaltweges, der nach dem vollständigen Niederdrücken bis zum Erreichen
der Endstellung in umgekehrter Richtung durchlaufen wird, zum Schalten eines nur
zeitweilig für kurze Zeit einzuschaltenden Vorganges dient.
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Die beschriebene neue Lösung der Tastenanordnung erlaubt nun zahlreiche
Weiterbildungen. So kann es vorteilhaft sein, den durch die Querverschiebung der
Halteschiene geschalteten Schaltzustand einer Schalteinrichtung auch dann noch aufrechtzuerhalten,
wenn die Halteschiene beim Betätigen anderer Tasten oder einer Auslösetaste verschiedene
Lageänderungen erleidet. Zur übertragung der Querveschiebung der Halteschiene auf
die zu schaltenden Schalteinrichtungen wird dann eine Klinkenanordnung vorgesehen.
Eine sehr zweckmäßige Ausführungsform einer solchen stellt ein mit einem Haken versehener,
auf der Achse der Halteschiene verschiebbar und verschwenkbar angeordneter Hebel
dar, der aus seiner durch Anschläge und Federn bestimmten Ruhelage beim Betätigen
einer der Tasten zuerst lediglich auf der Halteschiene verschoben wird und erst
nach dem Loslassen der Taste mit seinem Haken in einer Halteplatte einhakt.
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Zur Verschiebung des Klinkenhebels wird in einfachster Weise ein an
demselben angreifender
Schieber entlang der Achse der Halteschiene
angeordnet, der mittels Schrägflächen, die an den Schaltorganen der Tasten (Hebel,
Stangen od. dgl.) und/ oder am Hebel angebracht sind, beim Betätigen der Tasten
längsverschoben wird. Durch Fortlassen dieser Schrägflächen an. einzelnen Tasten
oder Stellen des Schiebers ergeben sich mannigfache Varianten.
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Anordnungen mit Klinkenhebel und Schieber, die eine schwenkbare -Halteschiene
aufweisen, deren Schwenkachse plattenförmig ausgebildete, mit Durchbrüchen versehene
Tastenschaltorgane durchsetzt, sind dahingehend erweiterungsfähig, daß mit dem Schieber
eine Sperre noch nicht betätigter Tasten bzw. eine bestimmte Schaltfolge einzelner
Tasten erzielt wird. Dazu wird der Schieber in mehrere Körper unterteilt, die auf
der Schwenkachse verschiebbar. aufgereiht sind und durch zwei Federn aneinander
gedrückt werden. Die Unterteilung des Schiebers in die einzelnen Körper ist derart
vorgenommen, .daß in der durch den Anschlag der Federn. bestimmten Ruhelage aneinandergrenzenden
Seitenflächen der Körper in der Ebene Tastenplatten gehalten sind. An den Tastenplatten
sind keilförmige Körper gebildet bzw. angebracht, die mit ihren Schrägflächen gegen
die abgeschrägten Flächen der Körper drücken. Der Querschnitt der auf der Schwenkachse
aufgereihten Körper ist an den Stellen, die nach einer Verschiebung der Körper innerhalb
der Öffnungen in, den Tastenplatten anderen Tasten liegen, dem Querschnitt dieser
Öffnungen angepaßt, so daß durch das Einschieben der Körper eine Sperre dieser anderen
Tasten erfolgt.
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Weitere zweckmäßige Ausbildungen ergeben sich aus den beschriebenen
Beispielen.
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Die Erfindung. wird nachstehend an Hand in der Zeichnung dargestellter
Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne auf diese beschränkt zu sein.
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In der Zeichnung stellt, F i g. 1 eine Gesamtansicht einer erfindungsgemäßen
Tastenanordnung mit Drucktasten, von vorn gesehen, dar; .
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F i g. 2 zeigt einen Schnitt der Anordnung gemäß F i g. 1 nach der
Linie 1I-11; F i g. 3 gibt in vergrößertem Maßstab eine Einzelheit der Anordnung
gemäß. F i g. 1 wieder.
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Die Erfindung ist selbstverständlich nicht an die Verwendung von Drucktasten
gebunden. In Anordnungen mit Tasten, die durch Kippen, Ziehen usw. betätigt werden,
ist sie ebensogut anwendbar.
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In einem Gestell (Tastenbock) sind fünf Tasten (1, 2, 3, 4, 5)
angeordnet. Der Tastenbock ist aus einer Grundplatte 6 und einem U-förmigen
Bügel 7
aufgebaut. Die Schaltorgane der Tasten, die Tastenstangen 8, 9, 10,
11 und 12 sind plattenförmig ausgebildet und in der Grundplatte 6 und dem Bügel
7 in korrespondierenden Schlitzen geführt. Aus den Tastenplatten sind Zungen 13
(in F i g. 2) ausgestanzt, über welche Federn 14 geschoben sind, die sich an den
Tastenköpfen und dem Bügel 7 abstützen und die Taste in die Ruhestellung hochdrücken.
Die Bewegung der Tasten muß natürlich irgendwie, z. B. durch Anschläge, begrenzt
sein. Die Art und Weise, wie die beim Drücken der Tasten auszuführenden Schaltvorgänge
ausgeführt werden; ist für den Gegenstand der Erfindung selbst bedeutungslos. Diese
Schaltvorgänge können z. B. durch ein, in der F i g. 2 angedeutetes U.bertragungsglied
15 bewirkt werden. An sich können die durch das Drücken der Tasten geschalteten
Schaltvorgänge ebenso mechanischer wie auch elektrischer Natur sein. Die Reaktionskräfte,
die bei den Schaltvorgängen durch die Verstellung der zu schaltenden Teile auftreten,
wirken gegen die Druckrichtung der Tasten und unterstützen die Wirkung der Federn
14. Unter Umständen können daher die Federn 14 auch Fortfallen.
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Um die Tasten in ihrer gedrückten Lage, also in ihrer Arbeitsstellung
zu halten, ist eine Halteschiene 16 mittels an ihr angebrachter Lappen 16a auf einer
Achse 17 verschwenkbar angeordnet. Beide erstrecken sich durch die Durchbrüche 18
der Platten 8 bis 12 durch den ganzen Tastenbock hindurch. Eine Feder
19, die zwischen der Halteschiene 16
und einem Lappen 20 der
Grundplatte 6 angeordnet ist, zieht die Halteschiene 16 nach vorn an die
an den Tastenplatten vorgesehenen Haltenasen 21 (F i g. 2). Mit diesen Nasen 21
stützen sich die Tasten an der Halteschiene 16 ab, wenn sie so weit gedrückt wurden,
daß die Haltenasen 21 die Halteschiene 16 freigeben und diese dem Zug der Feder
19 folgen kann, die bereits gedrückt waren, werden dabei freigegeben. Bei Tasten,
die nur andere Tasten freizugeben. haben, ohne eine andere Funktion auszuüben, und
sich deswegen an der Halteschiene 16
nicht abstützen, wird die Nase 21 oben
abgeschrägt. Beim beschriebenen Beispiel soll dies bei der Taste 5 der Fall sein
(Auslösetaste, Stoptaste).
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Bei den bisher beschriebenen Einzelheiten handelt es sich durchaus
um konventionelle Maßnahmen. Erfindungsgemäß ist die Halteschiene in ihrer Lagerung
quer zu ihrer Längsachse in Richtung der durch das Abstützen der Tasten wirksam
werdenden Kräfte verschiebbar angeordnet. Dazu ist die Achse 17 der Halteschiene
16 in den Schenkeln des Bügels 7 in Langlöchern 22 gelagert, die eine Verschiebung
nach oben ermöglichen. Oberhalb des Stummels 23 der Achse ist eine Schalteinrichtung
24 angeordnet, wie in F i g. 1 schematisch angedeutet ist. Sie wird bei jeder Querverschiebung
der Achse 17 nach oben geschlossen. Diese Schalteinrichtung 24 kann beispielsweise
zum Schließen des Stromkreises eines Elektromagneten dienen, der als zentrale Energiequelle
vorgesehen ist und die durch Betätigung der Tasten vorbereiteten - Schaltmaßnahmen
erst durchführt, falls er unter Strom gesetzt wird, oder der das Anschalten des
Antriebes eines Aufzeichnungsträgers bewirkt, bei dem der Anfang des auf das Gerät
aufgebrachten, Vorrates durch eine automatisch arbeitende Einrichtung an der Aufwickelspule
befestigt wird. Soll der Antrieb nicht elektrisch, sondern mechanisch eingesechaltet
werden, so kann beim Drükken der Taste zusammen mit den übrigen Schaltmaßnahmen
eine Feder vorgespannt werden, welche die Verstellung der Antriebsmittel zu besorgen
hat, Diese Verstellung bleibt aber so lange gehemmt, bis ein Hebel, der an Stelle
der Schalteinrichtung 24 angebracht ist, die Hemmung aufhebt. Es ist ohne weiteres
einleuchtend, daß das Einschalten solcher Vorgänge erst dann erfolgen darf, bis
alle übrigen Schaltvorgänge wirklich vollständig durchgeführt sind. Diese Bedingung
ist aber durch die eben beschriebene Anordnung mit voller Sicherheit erfüllt, da
die Querverschiebung der Halteschiene 16 und der Achse 17 erst dann, aber auch nur
dann erfolgen kann, wenn eine mit einer Haltenase 21 versehene Taste so weit gedrückt
wurde, daß die Halteschiene
16 durch die Feder 19 nach vorn geschwenkt
wird und sich jetzt die Taste unter der Wirkung der Federn 14 bzw. der Reaktionskräfte
der geschalteten Geräteteile an ihr abstützt und sie hochdrückt. Bei ausreichendem
Gegendruck auf die Tasten verschieben sich die Halteschiene 16 und die Achse 17
parallel, auch wenn die Taste sich außerhalb der Mitte der Halteschiene 16 abstützt.
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Selbstverständlich können auch mehrere Schalteinrichtungen angeordnet
sein, die von der Halteschiene 16 bei ihrer Querverschiebung zu betätigen sind.
Ferner ist es nicht notwendig, die Betätigung der Schalteinrichtung durch den Achsstummel
23 vornehmen zu lassen. Ebenso gut könnte die Halteschiene selbst zu diesem Zweck
dienen. Es spielt auch keine Rolle, ob für die Halteschiene die beschriebene, um
die Längsachse schwenkbare Bauform oder eine ebenfalls bekannte Bauform verwendet
wird, bei welcher die Halteschiene längs der Achse verschoben wird. Schließlich
ist die Erfindung in gleicher Weise anwendbar, wenn statt einer einzigen, durchgehenden
Halteschiene für sämtliche Tasten für bestimmte Tastengruppen oder sogar einzelne
Tasten mehrere Halteschienen angeordnet und ihnen Schalteinrichtungen zugeordnet
werden. Es bereitet keinerlei Schwierigkeiten, den Grundgedanken der Erfindung bei
den verschiedensten Schaltbedingungen anzuwenden.
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Bei Tastenanordnungen mit Halteschiene, die auch Tasten enthalten,
die sich an der Halteschiene nicht abstützen sollen, ist es manchmal wünschenswert,
daß diese Tasten bei ihrer Betätigung ebenfalls die Querverschiebung der Halteschiene
und damit die Schaltung der durch sie zu betätigenden Schalteinrichtung 24 bewirken.
Eine solche Taste soll die in der F i g. 1 mit 4 bezeichnete Taste sein. Bei ihr
fehlt natürlich die Haltenase 21. Um mit ihr die Halteschiene 16 dennoch anheben
zu können, ist unterhalb der Halteschiene 16 in der Grundplatte 6 ein verschwenkbarer
Hebel 25 angeordnet, der mittels eines Ansatzes 26 an der Tastenplatte 11 beim Drücken
der Taste 4 geschwenkt wird und so die Halteschiene 16 anhebt.
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Besonders bei Geräten, bei denen nach dem ersten Einschalten der weitere
Ablauf der Schaltvorgänge wahlweise automatisch oder durch Handbedienung von Tasten
gesteuert werden soll, ist es oft notwendig, den durch eine Querverschiebung der
Halteschiene 16 geschalteten Schaltzustand der Schalteinrichtung 24 unabhängig von
nachfolgenden Lageänderungen der Halteschiene 16 aufrechtzuerhalten. Zu diesem Zweck
wird die Querverschiebung der Halteschiene über eine Klinkenanordnung auf die zu
schaltende Schalteinrichtung 24 übertragen, die beim Querverschieben der Halteschiene
eingeklinkt wird und den Schaltzustand so lange aufrechterhält, bis sie wieder ausgeklinkt
wird. Eine besondere Ausbildung der Klinke sowie weitere Maßnahmen, welche der ganzen
Tastenanordnung zusätzliche wertvolle Eigenschaften verleihen, ist mit allen Einzelheiten
der Zeichnung zu entnehmen. Auf der Achse 17 der Halteschiene 16 ist ein Hebel 27
verschiebbar und verschwenkbar angeordnet. Er wird von einer Platte gebildet, aus
der zwei Lappen 28 herausgebogen sind, welche mit den Öffnungen zur Aufnahme der
Achse 17 versehen sind. Eine Feder 29 sucht den Klinkenhebel 27 zu verschwenken,
eine Feder 30 drückt ihn gegen auf der Achse 17 aufgepreßten Anschlagring 31. Ein
von der Platte des Klinkenhebels 27 gebildeter Haken 32 ist durch eine Öffnung 33
des Bügels 7 durchgeführt. Wird der Klinkenhebel 27 gegen die Feder 30 nach rechts
verschoben, was beim Drücken einer Taste entweder durch direkten Angriff oder, wie
später noch beschrieben wird, über ein Zwischenglied erfolgen kann, so gleitet der
Haken 32 nur an der Kante 34 (F i g. 3), die für ihn einen Anschlag darstellt, entlang.
Dieser Anschlag bleibt auch wirksam, wenn der Klinkenhebel 27 ohne Rechtsverschiebung
bloß angehoben würde. Erst nach erfolgter Rechtsverschiebung wird der Haken 32 beim
Anheben der Achse 17 dem Zug der Feder 29 folgen und an der Platte
7 einhaken. Die zu schaltende Schalteinrichtung 24 ist jetzt nicht mehr oberhalb
des Achsenstummels 23 angebracht, sondern derart, daß sie vom Klinkenhebel 27, z.
B. von dessen Haken 32, erst beim Vorschwenken geschaltet wird. Dieses ist in der
Zeichnung dargestellt.
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Sobald der Klinkenhebel 27 eingeklinkt hat, kann er durch Lageänderungen
der Halteschiene nicht mehr ausgelöst werden. Es muß daher ein separater Auslöser
vorgesehen werden, durch dessen Betätigung der Klinkenhebel 27 gegen die Kraft der
Federn 29 zurückgeschwenkt wird. Bei vollautomatischen Geräten kann er z. B. von
einer Markierung aus betätigt werden, die am Ende des Aufzeichnungsträgers angebracht
ist. Man kann aber auch an der Auslösetaste 5, mit welcher anderen gedrückten Tasten
die Halteschiene 17 als Stütze entzogen wird, einen Ansatz anbringen, der beim Betätigen
der Auslösetaste dieses Zurückschwenken des Klinkenhebels 27 besorgt.
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Falls es irgendwie stört, daß durch den angehobenen, eingehakten Minkenhebe127,
welcher, wie. oben erwähnt, die Schalteinrichtung 24 schaltet, die Achse 17 zumindest
an dem Ende, wo der Klinkenhebel 27 angebracht ist, auch dann noch angehoben bleibt,
wenn die Taste, die das Anheben bewirkte, schon wieder ausgelöst ist, so werden
in den Lappen 28 an Stelle von Rundlöchern Langlöcher vorgesehen. Die Achse
17 kann dann unabhängig vom Klinkenhebel 27 abgesenkt werden.
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Die Abhängigkeit der mit dem Klinkenhebel 27 zu schaltenden Schaltvorgänge
von drei Bewegungskomponenten, nämlich Verschieben, Heben und Verschwenken, erlaubt
wieder verschiedene Varianten in der Aufbildung der gesamten Tastenanordnung. Es
ist z. B. möglich, in einer Anordnung mit einer mehreren Tasten gemeinsamen Halteschiene
vorzusehen, daß sich eine Taste zwar an der gemiensamen Halteschiene abstützt, dabei
aber keine Verschiebung des Klinkenhebels 27 bewirkt. Durch diese Taste wird dann
die Schalteinrichtung 24 nicht geschaltet, da der, Hebel 27 nicht vorschwenken kann.
Umgekehrt bleibt ein durch den Klinkenhebe127 geschalteter Schaltzustand erhalten,
wenn beim Betätigen von Tasten, die sich gegenseitig auslösen, oder beim Betätigen
der Auslösetaste, die Halteschiene 16 mit der Achse 17 abgesenkt wird, da dies kein
Rückschwenken des Klinkenhebels 27 zuläßt.
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Zur Verschiebung des Klinkenhebels 27 wird am einfachsten entlang
der Achse 17 ein Schieber angeordnet, der am Klinkenhebel 27 angreift. Die
Verschiebung erfolgt mit Hilfe von Schrägflächen, die am Schieber oder den Tastenstangen
oder an beiden angebracht sind und beim Drücken der Tasten wirksam werden. Es wäre
natürlich auch möglich, die
Verschiebung direkt durch eine Taste
vorzunehmen. Bei F i g. 1 dargestelltem Beispiel ist der Schieber in fünf Kunststoffkörper
35, 36, 37, 38 und 39 mit im wesentlichen quaderförmiger Gestalt unterteilt, die
auf der Achse 17 verschiebbar aufgereiht sind. Durch zwei Federn 40 und 41
werden die Körper gegeneinander gedrückt. Die Körper sind.mit Zapfen 42 versehen,
die in Schlitzen 43 des Bügels 7 geführt sind. Die Länge der Körper ist so gewählt,
daß die aneinandärgrenzenden Seitenflächen in der Ruhelage des ganzen Gebildes in
der Mittelebene der Tastenplatten 8 bis 11 liegen. Die Ruhelage ist dadurch bestimmt,
daß bei dem rechts neben der Tastenplatte 11 liegenden, am Klinkenhebel
27 angreifenden Körper 39 der Zapfen 42 derart im Schlitz 43 liegt, daß er
an- einer Verschiebung nach links gehindert ist. Die Federn 40 und
41 sind dabei so ausgebildet, daß die Kraft der Feder 41 überwiegt.
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Die Seitenflächen der Körper 35 bis 39 sind an den gegen die Tastendruckrichtung
liegenden Rändern zum 'feil mit Abschrägungen 45 (Körper 37, 38 und 39) versehen,
zum Teil sind die Körper 35 und 36 abgesetzt, so daß die Seitenflächen nur eine
sehr geringe Höhe aufweisen. Die Körper 37, 38 und 39 können durch Drücken einer
der Tasten 2, 3 oder 4 unmittelbar verschoben werden. Dazu sind an den Tastenplatten
9,10 und 11 keilförmige Körper 46 aus Kunststoff angebracht.
Es ist auch möglich, diese keilförmigen Körper durch Prägungen der Tastenplatten
zu bilden.
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Da der Körper 39 beim Betätigen einer der Tasten 2, 3 oder 4 immer
nach rechts verschoben wird, wird auch der Klinkenhebel 27 mit nach rechts
verschoben und bei einer anschließenden Querverschiebung der Halteschiene 16 gehoben.
Dieses Querverschieben der Halteschiene 16 erfolgt bei Betätigung der Tasten 2 und
3 dadurch, daß sie sich mittels der Nasen 21 an ihr abstützen, bei Betätigung
der Taste 4
mit Hilfe des schon früher beschriebenen Hebels 25.
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Beim Verschieben der Körper 37 und 38 nach links bzw.
nach rechts treten diese mit ihrem vollen Querschnitt in die Öffnungen der Tastenplatten
ein. Der Querschnitt der Körper 37 und 38 ist nun dem Querschnitt der Öffnungen
in den Tastenplatten derart angepaßt, daß die Tasten 2 und 3 nach dem Eintreten
eines der Körper 37 bzw. 38 gesperrt sind.
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Bei der Taste 1 sind keine Keilkörper 46 angebracht.
Die innerhalb der Tastenplatte 8 liegende Teile der Seitenflächen der Körper 35
und 36 sind so niedrig gehalten, daß diese Taste ohne weiteres gedrückt werden kann,
auch wenn kein Wegdrängen der Körper 35 und 36 durch an den Tastenplatte angebrachte
-Keilkörper erfolgt: Da aber ein Wegdrängen der Keilkörper erfolgt, erfolgt auch
kein Verschieben des Klinkenhebels 27, und dieser kann nicht eingeklinkt werden.
Beiderseits der Tastenplatte 8 erreichen die Körper 35 und 36 sofort den vollen
Querschnitt. Beim Drücken der Tasten 3 bzw. 4 wird mit den Körpern 37 bzw. 38 auch
der Körper 36 nach links verschoben. -Es wird also mit dem Drücken der Tasten 3
und 4 auch die Taste 1 gesperrt.
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Die Seitenfläche des Körpers 36 ist auf der gegen die Tastenplatte
9 zu gerichteten Seite so weit ausgenommen, daß das Drücken dieser Taste auch dann
nicht gehemmt ist, wenn der Körper 36 unter der Wirkung der Feder 40 einer Rechtsverschiebung
der Körpergruppe 37, 38 und 39 folgt. Allerdings folgt dann auch der Körper 35 dieser
Rechtsverschiebung und sperrt wieder die Taste 1. Es ergibt sich somitfür die Taste
1 und 2 wohl die Möglichkeit, beide Tasten zusammen einzudrücken, aber es kann nur
zur oder mit der Taste 1 die Taste 2 gedrückt werden und nicht umgekehrt. Es ist
also eine ganz bestimmte Schaltfolge- gewährleistet.
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Eine Tastenanordnung gemäß dem eben beschriebenen Beispiel könnte
ohne weiteres bei einem Magnettongerät Verwendung finden, wenn die Taste 1 für die
Umschaltung des Verstärkers auf Aufnahme, die Taste 2 für die Einschaltung des Vorlaufes
mit normaler Geschwindigkeit (Verstärker auf Wiedergabe geschaltet); die Tasten
3 und 4 für die Schaltung des schnellen Vorlaufes bzw. schnellen Rücklaufes und
die Taste 5 als Auslösetaste vorgesehen sind.