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DE1223266B - Gummigleitgelenk mit Fluessigkeitsdauerschmiermittel fuer die Radaufhaengung von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Gummigleitgelenk mit Fluessigkeitsdauerschmiermittel fuer die Radaufhaengung von Kraftfahrzeugen

Info

Publication number
DE1223266B
DE1223266B DEC16982A DEC0016982A DE1223266B DE 1223266 B DE1223266 B DE 1223266B DE C16982 A DEC16982 A DE C16982A DE C0016982 A DEC0016982 A DE C0016982A DE 1223266 B DE1223266 B DE 1223266B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubber
lubricant
sleeve
bearing
bearing body
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC16982A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Ted Drake
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Clevite Harris Products Inc
Original Assignee
Clevite Harris Products Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Clevite Harris Products Inc filed Critical Clevite Harris Products Inc
Publication of DE1223266B publication Critical patent/DE1223266B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G7/00Pivoted suspension arms; Accessories thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

  • Gummigleitgelenk mit Flüssigkeitsdauerschmiermittel für die Radaufhängung von Kraftfahrzeugen Die Erfindung betrifft ein Gummigleitgelenk mit Flüssigkeitsdauerschmiermittel, für die Radaufhängung von Kraftfahrzeugen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, unter Vermeidung der Nachteile bekannter Einrichtungen, ein Gummigleitgelenk so auszubilden, daß trotz der in der Radaufhängung vorherrschenden langsamen und nur geringfügig pendelnden Drehbewegungen unter stoßweiser Beanspruchung aus verschiedenen Richtungen eine bestmögliche Schmiermittelverteilung in der Gleitfläche gewährleistet ist, so daß insbesondere auch das Losbrechmoment (Haftreibung) des Lagers möglichst gering wird.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale: a) Der elastische Lagerkörper weist nach außen ihm angeformte Rippen zur Abdichtung des Dauerschmiermittels auf, welche im entspannten Zustand die Gleitfläche des Lagerkörpers überragen.
  • b) Der Lagerkörper bildet in seiner Gleitfläche Vertiefungen, die im eingebauten Zustand des Lagerkörpers nicht miteinander in Verbindung stehen und in die Gleitfläche abgerundet übergehen.
  • c) Die Vertiefungen sind gleichmäßig über die Gleitfläche verteilt.
  • d) Alle Vertiefungen sind vollständig mit dem Dauerschmiermittel gefüllt.
  • Jeder Belastungsstoß auf das Lager hat zur Folge, daß die Vertiefungen in der Gleitfläche des elastischen Lagerkörpers auf der Belastungsseite flacher und auf der gegenüberliegenden Seite entsprechend tiefer werden, wegen der Inkompressibilität des gummielastischen Materials. Da das flüssige Dauerschmiermittel gleichfalls nicl.. zusammendrückbar ist und da es alle Vertiefungen im elastischen Lagerkörper vollständig ausfüllt, wird durch jeden Belastungsstoß ein Teil des Schmiermittelvolumens in Stoßrichtung zwischen den Vertiefungen ausgetauscht, durch die diese Vertiefungen voneinander trennenden Gleitflächenteile hindurch. Diesen Austausch ermöglichen die abgerundeten übergänge zwischen Schmiermittelvertiefungen und Gleitflächen des elastischen Lagerkörpers.
  • Im erfindungsgemäßen Gummigleitgelenk wird also die betriebliche wechselnde Belastung zu einer Pumparbeit ausgenutzt, welche immer wieder flüssiges Dauerschmiermittel zwischen die Gleitflächen fördert und so eine Verarmung dieser Flächen an Schmiermittel verhindert, zusammenwirkend mit den Dichtrippen außen am elastischen Lagerkörper, ohne die mit der Zeit Dauerschmiermittel verlorenginge, wodurch in den Vertiefungen des elastischen Lagerkörpers Lufttaschen entstünden, deren Volumina dann bei einer Stoßbeanspruchung des Lagers elastisch verkleinert würden, so daß das verbliebene Schmiermittel nicht mehr durch die Gleitflächen hindurch verdrängt und ausgetauscht werden könnte.
  • Es ist ein Gummigleitgelenk bekannt, dessen elastischer Lagerkörper gleichmäßig über die Gleitfläche verteilte Vertiefungen aufweist, die im eingebauten Zustand nicht kommunizieren und von denen einige mit Dauerschmiermittel gefüllt sind. Der erfindungsgemäße Verdrängungskreislauf des Schmiermittels ist dabei unmöglich, weil das verdrängte flüssige Dauerschmiermittel durch die leeren Vertiefungen des Lagerkörpers verlorengehen würde. Deshalb gehen die Schmiermittelvertiefungen beim vorbekannten Gummigleitgelenk scharfkantig, nach Art von Abstreiflippen, in die Gleitfläche über, wodurch eine ausreichende Schmierung desselben verhindert ist.
  • Es ist auch ein Gummigleitlager bekannt, mit abgerundeten Schmiermittelvertiefungen. Diese bilden aber kein nach außen abgedichtetes Verdrängungssystem und enthalten kein Dauerschmiermittel, sondern als Schmiermittel verwendetes Wasser wird von einer fremden Druckquelle in Achsrichtung durch das Lager gepumpt und durch die kontinuierliche gegenseitige Drehbewegung der Gleitflächen zwischen diesen hydrodynamisch verteilt. Dieses Gummigleitlager ist nicht wartungsfrei, wie es ein Gummigleitgelenk sein soll.
  • Schließlich ist es bei einem Gummischubgelenk bekannt, der Haftfläche des elastischen Gelenkkörpers eine Spiralnut einzuformen, welche mit Trockenschmiermittel, nämlich Talkum oder Graphit, gefüllt ist. Dieses Trockenschmiermittel ist nicht im Sinn der Erfindung zwischen die Tragflächen des elastischen und starren Lagerkörpers zur Erleichterung der Gleitbewegung verdrängbar, und eine solche Gleitbewegung wird beim vorbekannten Gummischubgelenk durch entsprechend strammen Preßsitz des elastischen Lagerkörpers verhindert. Das eingebrachte Trockenschmiermittel soll lediglich bei Überlastung des Gelenks ein Zerreißen der Gummioberfläche verhindern.
  • In Weiterbildung der Erfindung kann der elastische Lagerkörper in an sich bekannter Weise walzenförmig ausgebildet sein und in wenigstens einen zwischen starren Gelenkteilen axial abstützenden Flansch übergehen. Bei axialen Laststößen wird dann vorteilhafterweise Schmiermittel nicht allein innerhalb der walzenförmigen Gleitflächen ausgetauscht, sondern auch zwischen diesen und dem Flanschteil des elastischen Lagerkörpers.
  • Statt dessen kann das erfindungsgemäße Gummigleitgelenk auch in an sich bekannter Weise nach Art eines Kugelgelenks ausgebildet sein.
  • Verschiedene Zwischenformen sind ebenfalls möglich, wie sich aus den nachfolgend beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispielen ergibt. Es zeigt F i g. 1 in Seitenansicht, teilweise axial geschnitten, ein montiertes Gummigleitgelenk mit axial abstützendem Flanschteil, F i g. 2 im Axialschnitt dessen auf einer inneren Metallhülse festen Lagerkörper, F i g. 3 ein anderes montiertes Gummigleitgelenk im Axialschnitt, F i g. 4 dessen elastischen Lagerkörper auf seiner Metallhülse, im Axialschnitt, F i g. 5 einen Radialschnitt in der Ebene 5-5 aus Fig.4. F i g. 6 eine Abwandlung zu F i g. 5, F i g. 7 eine abgeänderte Einzelheit aus F i g. 3 und 4, F i g. 8 einen Teilschnitt in den Ebenen 8-8 aus Fig.3, F i g. 9 im teilweisen Längsschnitt eine weitere Abwandlung, F i g. 10 im Axialschnitt eine weitere Abwandlung, F i g. 11 ein weiteres Ausführungsbeispiel im Axialschnitt, F i g. 12 eine weitere Abwandlung des elastischen Lagerkörpers, im Axialschnitt, F i g. 13 bis 15 Ausführungsbeispiele mit gleichzeitig axial und radial tragenden schrägen Gleitflächen, F i g. 16 bzw. 17 Lager mit einseitiger bzw. doppelseitiger axialer Belastbarkeit, F i g. 18 bis 21 einschalige Kugelgelenke, F i g. 22 und 23 ein Gelenk für überwiegend einseitige axiale Belastung, F i g. 24 und 25 mehrschalige Universalgelenke, sämtlich im Radialschnitt.
  • Ein dauernd geschmiertes Gummilager nach der vorliegenden Erfindung ist in F i g. 1 dargestellt und so angeordnet, daß es ein Gelenk zwischen einem Lenker 10 und dessen Achse 11 bei einer Radaufhängung für Kraftfahrzeuge bildet. , Ein durch die Bezugsziffer 12 gekennzeichnetes Lager ist hohl, paßt um einen verjüngten Endteil 13 der Achse 11 und wird dort mittels eines Preßsitzes in Anschlag an eine Schulter 14 des Lenkers 10 gehalten. Das Lager 12 wird durch eine Schraube 15 an der Achse 11 festgehalten.
  • Das Lager 12 weist vorzugsweise aus Metall bestehende Hülsen 20, 21 auf. Eine Gummihülse 22 ist zwischen den konzentrischen Hülsen 20, 21 angeordnet, aber nur an einer der Hülsen befestigt, um eine relative Drehbewegung zwischen der Gummihülse und der einen Hülse 20, an der sie befestigt ist, zu verhindern.
  • Zwischen der Außenfläche der Gummihülse 22 und der Innenfläche der Hülse 21 ist ein Schmiermittel 24 vorgesehen, um eine dauernde Schmierung der Berührungsfläche zwischen der Gummihülse 22 und der äußeren Hülse 21 zu schaffen. Wirkt auf die äußere Hülse 21 ein Torsionsmoment, dann bewirkt das eingelagerte Dauerschmiermittel, daß sich die äußere Hülse 21 mit einem sehr niedrigen Reibungswiderstand relativ zur Gummihülse 22 verdreht, und da im wesentlichen keine Deformierung während der Gleitbewegung im Gummi stattfindet, hat das Lager 12 keine Drehfedereigenschaften.
  • An jedem Ende des Lagers 12 sind Dichtungen vorgesehen, die verhindern, daß das Dauerschmiermittel austritt und sich Schmutz in die Schmierfläche einarbeitet. Die in F i g. 1 bis. 4 gezeigten Dichtmittel sind zwischen der Gummihülse 22 und der äußeren Hülse 21 angeordnet, wobei sich an jedem Ende des Lagers eine Dichtung befindet. Die Dichtung am rechten Ende des Lagers weist einen ringförmigen Einschnitt 30, ferner eine aufwärts und einwärts sich erstreckende Lippe 31 an einer Seite des Einschnittes 30 und eine Rippe 32 auf, die sich rund um das Lager oberhalb der Gleitfläche 33 erstreckt. Das Ende 34 der äußeren Hülse 21 richtet sich einwärts in den Einschnitt 30 hinein, die Rippe 32 steht in engem Kontakt mit der inneren Oberfläche der Hülse 21. Die sich einwärts erstreckende Lippe 31 tritt mit der äußeren Oberfläche des einwärts gerichteten Endes 34 in Eingriff und stellt eine Abdichtung dar, welche Eintritt von Schmutz verhindert und dazu beiträgt, das Entweichen von Schmierstoff zu verhindern. Am anderen Ende des Lagers weist die Gummihülse 22 einen Einschnitt 40 auf, eine aufwärts sich erstrekkende Lippe 41, einen Wulst 42 (F i g. 2). Die Lippe 41 besitzt zwei scharf zugespitzte ringförmige Rippen 43, 44, die eine Linienberührung mit der Hülse 21 herstellen, um den örtlichen Druck zwischen der Gummihülse 22 und der Hülse 21 zu erhöhen, ohne hohe Reibungskräfte dazwischen zu erzeugen. Ist das Lager gemäß F i g. 1 zusammengebaut, dann befindet sich der Wulst 42 in engem Kontakt mit der inneren Oberfläche eines Teiles der äußeren Hülse 21, und die scharfen ringförmigen Rippen auf der aufwärts sich erstreckenden Lippe 41 befinden sich in nachgiebiger Berührung mit der inneren Oberfläche 'der Hülse 21, so daß eine gute Schmierstoff- und Schmutzabdichtung gegeben ist: Auf diese Weise hat das in F i g. 1 und 2 gezeigte Lager an jedem Ende eine doppelte Abdichtung. Die Abdichtungen können auch einzeln wirken.
  • Um innerhalb des Lagers eine Schmiermittelzufuhr zu gewährleisten, ist eine Mehrzahl von Vertiefungen 50 um den Umfang der Gummihülse 22 herum vorgesehen. Ist das Lager zusammengebaut, dann enthalten diese Vertiefungen 50 einen Vorrat an Schmiermittel, und, wenn eine relative Bewegung zwischen der äußeren Hülse 21 und der Gummihülse 22 stattfindet, wird das Schmiermittel ständig einem großen Berührungsbereich zwischen den rutschenden Teilen zugeführt.
  • Als ein Teil des Lagers ist eine Scheibe 55 mit einer Bohrung 56 vorgesehen, um den Aufbau des Lagers zwischen dem Lenker 10 und der Achse 11 zu erleichtern. Die Scheibe 55 liegt konzentrisch zur Hülse 20, die Bohrung 56 nimmt eine Schraube 15 auf. Auch kann eine Verschlußscheibe 57 verwendet werden. Die Scheibe 55 besitzt einen Flanschteil 58, dessen innere Fläche mit einem Flanschteil 59 der Gummihülse 22 verbunden ist. Auf diese Weise kann das Lager die Gummihülse 22 sowie die innere und äußere Hülse 20 bzw. 21, von denen nur eine mit der Gummihülse 22 verbunden ist, sowie ferner die mit dieser verbundenen Scheibe 55 aufweisen.
  • Für den in F i g. 1 gezeigten Zusammenbau muß das Lager axiale Kräfte in einer Richtung aufnehmen können. Dies wird durch die Schaffung des Flansches 59 an der Gummihülse 22 und durch einen Flanschteil 60 in der äußeren Metallhülse 21 erreicht. Eine Fläche des Flansches 59 der Gummihülse liegt im Flansch 60 der Hülse 21 und die andere Fläche an der Scheibe 55 an. Der äußere Durchmesser der Scheibe 55 ist wesentlich größer als der innere Durchmesser des Flansches 60 der Hülse 21.
  • Die F i g. 3 und 4 zeigen ein geschmiertes Gummilager, welches axiale Kräfte in beiden Richtungen aufnehmen kann. Die Gummihülse 70 endet in einer Rippe 71, und, wenn das Lager gemäß F i g. 3 zusammengebaut ist, überlappt das abwärts gerichtete Ende 72 einer Metallhülse 74 die Rippe 71, die an einem Ende des Lagers die Schmiermittel- und Schmutzdichtung darstellt. Am entgegengesetzten Ende des Lagers ist eine Scheibe 75 mit der Gummihülse 70 verbunden; sie erstreckt sich radial nach außen wie vorher erläutert, in eine überlappende Stellung mit Bezug auf den radialen Teil 74' der äußeren Hülse 74, wobei ein radialer Teil 70' der Gummihülse 70 dazwischen angeordnet ist. Der ringförmige Gummiflansch 70' besitzt einen peripheren Teil 76 und hat einen nach innen umgebogenen Teil 77, der sich radial einwärts auf die innere Hülse 20 zu erstreckt. Ein Druckring 80 wird gegen die äußere Fläche des umgebogenen Teiles 77 mittels des äußeren Hülsengliedes 74 gehalten, das einen einwärts gerichteten Rand 81 mit einer Ringnut 82 an ihrem inneren Durchmesser besitzt, in welcher der Ring 80 angeordnet ist. Die axialen Kräfte in beiden Richtungen zwischen der inneren und äußeren Hülse 20 bzw. 74 werden auf den Teil der Gummihülse 70 an der einen oder der anderen Seite der Scheibe 75 übertragen.
  • Bei dem in F i g. 6 gezeigten Lager weist die Gummihülse 52 an ihrer äußeren Oberfläche eine Mehrzahl axial gerichteter Vertiefungen auf, um die gleichmäßige Verteilung des Schmiermittels in der Gleitfläche zu erleichtern. F i g. 7 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der Vorrichtung zur Aufnahme axialer Kräfte, bei der ein Ende 83 der äußeren Hülse 84 nach innen auf den umgebogenen Teil 77 der Gummihülse 70 zu umgebogen ist; auf diese Weise wird der im Lager nach F i g. 3 verwendete Druckring 80 vermieden.
  • F i g. 9 zeigt eine Ausführungsform, bei der eine Gummihülse 90 mit einer inneren Hülse 91 fest verbunden ist und eine äußere Hülse 92 um die Gummihülse 90 herum angeordnet ist. Die Enden 94 und 95 der äußeren Hülse erstrecken sich um die Enden der Gummihülse 90, um das Lager zusammenzuhalten und das Dauerschmiermittel in den Vertiefungen 96 der Gummihülse 90 abzudichten. Mit den Hülsenenden 94 und 95, die um die Gummihülse 90 herum umgebogen sind, nimmt das Lager einen begrenzten Druck in beiden Axialrichtungen auf. Das Hülsenende 94 ist in höherem Ausmaß um die Gummihülse als das Ende 95 gebogen. Hierdurch läßt sich das Lager zusammenbauen, indem die Gummihülse 90 in die vorgeformte äußere Hülse 92 zum schnellen Zusammenbau eingeführt wird.
  • F i g. 10 zeigt eine sehr einfache, billige Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit einem geringen festgesetzten Anteil an Federeigenschaften. Bei dieser Ausführungsform gibt es nur drei Elemente, die ein ständig geschmiertes Lager mit hervorragenden Eigenschaften und langer Lebensdauer bilden. Das Ausführungsbeispiel weist eine Hülse 100, eine Gummihülse 101 und Schmiermittel 102 auf, das in einer Mehrzahl von in Abstand gehaltenen Vertiefungen zwischen der Hülse 100 und der Gummihülse 101 eingefügt ist. Es ist nicht notwendig, daß eine Hülse innerhalb der Bohrung 103 der Gummihülse 101 vorgesehen ist, da dieses Teil erst bei der Endmontage eingefügt zu werden braucht.
  • Die Dichtteile an den Kanten zwischen der Hülse 100 und der Gummihülse 101 können von der in F i g. 1, 2, 3, 4, 7 und 8 veranschaulichten Art sein, oder die Endabdichtungen können (wie in F i g. 10 gezeigt) durch Rippen 104, 105 gebildet werden, deren Höhe im nicht zusammengebauten Zustand über die Gleitfläche hinausragen, so daß im zusammengebauten Zustand eine gute Dichtwirkung erzielt wird. Auch dieses Lager leistet einen sehr geringen Widerstand gegen Verdrehung.
  • Die Vertiefungen für das Schmiermittel 102 können in Form von Einschnitten ausgeführt sein, die axial zur Gummihülse 106 verlaufen. Bei einer solchen Konstruktion ist die Lastaufnahmekapazität des Lagers beträchtlich, da Flächen der Rippen 104, 105 stets in Berührung mit der inneren Fläche der Hülse 100 zwecks Übertragung von leichten bis mittelmäßigen Lasten stehen. Tritt jedoch eine große Radialbelastung auf, dann kommt die leicht konvexe Fläche der Gummihülse 106 mit der inneren Fläche der äußeren Hülse 100 zunehmend in Berührung, wobei eine Quetschwirkung auftritt, welche das Schmiermittel 102 von den Vertiefungen verdrängen. Dieses fließt von den höher belasteten Vertiefungen zu den weniger belasteten Vertiefungen für das Schmiermittel, wodurch die Gleitflächen geschmiert werden. Auf diese Weise tritt in einem Lager, das wechselnden Belastungen quer zur Drehachse ausgesetzt ist, eine kontinuierliche Pumpwirkung auf, die das Schmiermittel über die Gleitfläche gleichmäßig verteilt.
  • Durch die während der Fahrt dauernd auf die Radaufhängung wirkenden Stöße werden die erfindungsgemäßen Lager in der beschriebenen Weise ununterbrochen geschmiert. Dieses Prinzip der erzwungenen ständigen Schmierung läßt sich auf alle hier beschriebenen Lager anwenden; für eine maximale Pumpenwirkung ist es wichtig, daß alle Vertiefungen zwischen den gummiähnlichen Gliedern und ihren Gehäusen vollständig mit Schmiermittel gefüllt sind.
  • F i g. 11 und 12 veranschaulichen andere Variationen bei Lagern nach der vorliegenden Erfindung. Das Bezugszeichen 110 stellt eine Gummihülse dar, die außen und innen mehrere axiale Vertiefungen 111, 112 aufweist. Eine äußere Hülse 113 ist vorgesehen, und innerhalb der Gummihülse 11 befindet sich eine innere Hülse 114. Bei der F i g. 11 kann die Gummihülse 110 mit Bezug auf beide Gehäuseglieder 113 und 114 gleiten.
  • Nur die Endteile 115, 116 der Gummihülse 110 stehen bei der zusammengebauten Vorrichtung unter Druck, wobei der Mittelteil 117 druckfrei ist, mit Ausnahme, wenn schwere Lasten quer auf das Lager wirken. In diesem Fall wird die Fläche der Gummihülse in Berührung mit den Hülsen 113, 114 wesentlich vergrößert. Die Endteile 115, 116 stehen immer unter Druck, wodurch, wie in F i g. 11 gezeigt, das Schmiermittel 109 innerhalb der Vertiefungen 111, 112 abgedichtet wird, und dem Lager in einem gewissen kleinen Ausmaß ein bestimmbarer geringer Anteil an Federeigenschaften, die für viele Anwendungen wünschenswert sind, gegeben wird. Der Anteil an Federeigenschaften, der bei der Einheit vorgesehen ist, ist abhängig von der Vorspannung der Endteile 115, 116, deren Fläche sowie der Gummihärte.
  • F i g.12 zeigt die Gummihülse nach F i g. 11. Die Gummihülse 118 weist Vertiefungen 111, 112, 119 für das Schmiermittel in seinen inneren und äußeren Flächen auf.
  • F i g. 13 zeigt eine Gummihülse 125 zwischen zwei Hülsen 126,127, wobei die inneren Flächen der Hülsen in Form eines Schraubengewindes ausgeführt und voneinander in Abstand gehalten sind und das gummiähnliche Glied dazwischen angeordnet ist.
  • Axial gerichtete Vertiefungen können in einer oder in beiden der inneren Flächen der Gummihülse 125 vorgesehen sein, um ein dauerndes Schmiermittel aufzunehmen; Dichtungen 128 sind an jedem Ende der Gummihülse 125 vorgesehen.
  • F i g. 14 zeigt ein Lager, nach Art der F i g. 13 ähnlich, mit der Ausnahme, daß die beiden Hülsen 130, 131 eher wellenförmige Windungen als schraubenförmige Windungen besitzen; folglich sollten entweder das innere oder äußere Gehäuseglied 130,131 oder beide längs der Mittelinie 133 geteilt sein, um den Zusammenbau zu erleichtern. Wie bei dem zuvor beschriebenen Lager ist in axialen Vertiefungen in der gewellten Gummihülse 132 Dauerschmiermittel untergebracht sowie sind an den Kanten Dichtungen 134 vorgesehen.
  • F i g. 15 zeigt die Erfindung in Anwendung auf eine kegelförmige Buchse, wobei die beiden kegelförmigen Gummihülsen 140,140' zwischen dem Arm 141 und dem Kern 142 angeordnet sind.
  • Axiale Vertiefungen 143 für Schmiermittel sind vorzugsweise längs des Außenumfanges der Gummihülsen 140,1.40' sowie zwei aus verschiedenen Arten zusammengestellte Dichtungen 144, 144' an den Kanten vorgesehen. Die Dichtung 144 wirkt gegen die darunterliegende Oberfläche eines überhanges 145, die Dichtung 144' wirkt gegen die Kantenoberfläche 146 des Armes 141.
  • F i g. 16 zeigt die Erfindung bei der Aufnahme von Axialkräften an Stabenden. Das Lager weist einen mit Gewinde versehenen Stab 150 mit einer Halbkugel 152 auf. Die Hülse rund um das Lager weist einen rohrförmigen Teil 153 mit einem vergrößerten Teil 154 sowie eine Endplatte 155 mit einem zentral angeordneten kugeligen Teil 156 auf. Das Ende 157 des vergrößerten Teiles 154 ist übergebogen, um die Endplatte 155 zu halten. Eine Gummihülse 158 ist zwischen der Hülse 153, 154 und dem Stab 150 und ein weiteres Gummiteil 159 zwischen der Halbkugel 152 und dem kugeligen Teil 156 der Endplatte 155 angeordnet. Der Zwischenraum 163 zwischen den beiden Gummigliedern 158, 159 ist vorgesehen, um eine Verformung des Gummis während des Zusammenbaues und während des Betriebes zu gestatten, und außerdem, um eine Zufuhr des Schmiermittels zu gestatten. Die Gummiteile 158, 159 können auch als ein Stück ausgebildet sein, wobei Einschnitte vorgesehen sind, um die Gummiverformung aufzunehmen. Eine Mehrzahl von axialen Vertiefungen, die mit Schmiermittel 160 gefüllt sind, sind zwischen den Teilen 153, 154 und der Gummihülse 158 in letzterer vorgesehen, um das Drehen der Stange 150 mit Bezug auf die Hülse 153,154 und die Endplatte 155 zu erleichtern, sowie des weiteren ist ein Schmiermitteleinschnitt 161 zwischen dem Gummiteil 159 und dem kugeligen Teil 156 der Endplatte 155 im Gummiteil 159 vorgesehen. Dichtungen 162 sind zwischen dem Stab 150 und dem Ende der Hülse 153 angeordnet.
  • F i g. 17 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform eines Lagers, das Axialkräfte aufnehmen kann, wobei zwei Ringe 166, 167, die mittels des mittleren Teiles 168 eines Stabes 165 voneinander in Abstand gehalten sind, mit dem Stab 165 als Ganzes ausgebildet oder damit verbunden sind. Eine Hülse 169 besitzt einen nach innen sich erstreckenden ringförmigen Bund 170, der mittig zwischen den beiden Ringen 166, 167 angeordnet ist; eine Gummihülse 171 ist zwischen der Hülse 169 und dem Stab 165 gelagert und erstreckt sich rund um den ringförmigen Bund 170.
  • Die Gummihülse weist axial bzw. radial verlaufende Vertiefungen an ihrem äußeren Umfang auf, die Schmiermittel aufnehmen, sowie des weiteren Dichtungen 173 an den Kanten. Die in den ersten 17 Figuren dieser Anmeldung gezeigten Abwandlungen der vorliegenden Erfindung sind Hülsenlager.
  • F i g. 18 bis 21 zeigt das Prinzip der vorliegenden Erfindung bei Anwendung auf verschiedene Arten von Kugelgelenken.
  • In F i g. 18 ist ein mit Gewinde versehener Zapfen 175 mit einer Kugel 176 an einem Ende versehen. Rund um die Kugel 176 ist ein aus zwei Teilen bestehendes kugeliges Gehäuse 177 vorgesehen, das von der Kugel 176 in Abstand gehalten ist und inwendig ein gummiähnliches Teil 178 aufweist. Die beiden Teile des Gehäuses sind nach dem Zusammenbau rund um die Kugel und das gummiähnliche Teil durch Schweißen, Verschrauben oder anderweitig durch Verbindung der Flansche 179 miteinander befestigt; ferner ist eine Abdichtvorrichtung 180 rund um das untere Ende des Gehäuses und rund um den Zapfen 175 befestigt, um Schmutz usw. auszuschließen. Schmiermittel enthaltende Vertiefungen 181 sind an der äußeren Oberfläche des gummiähnlichen Teiles 178 vorgesehen. Ferner sind Dichtungen an den Kanten des gummiähnlichen Teiles 178 zwecks Zurückhaltung des Schmiermittels vorgesehen. Das gummiähnliche Teil 178 kann mit der Oberfläche der Kugel 176 verbunden sein oder, wie in F i g. 19 gezeigt, in zwei Teilen 185, 186 entsprechend mit den beiden Gehäuseteilen 187, 188 verbunden sein, und die Schmiermitteleinschnitte 181 können sich in den gummiähnlichen Teilen 185, 186 benachbart der Oberfläche der Kugel 176 befinden.
  • F i g. 20 zeigt ein Kugelgelenk, bei welchem das gummiähnliche Material aus zwei Teilen besteht, wobei ein Teil 190 fest mit dem Gehäuseglied 191 und der andere Teil 192 fest mit dem Gehäuseglied 193 verbunden ist.
  • In den Lagern nach F i g. 19 und 20, bei denen aus zwei Teilen bestehende gummiähnliche Glieder verwendet werden, sollten die Schmiermittelvertiefungen in den beiden Teilen vorzugsweise fluchtend ineinander übergehen, um die Bewegung des schmierenden Materials innerhalb des Lagers zu erleichtern.
  • F i g. 21 zeigt eine vergrößerte Einzelansicht der Abdichtung 182 in ihrem nicht zusammengepreßten Zustand vor dem Zusammenbau des Lagers. Ein einfacher und billiger Weg, um die Dichtung vorzusehen, besteht darin, daß die Eckteile 195 des gummiähnlichen Materials eine praktisch größere Dicke besitzen als der Rest des gummiähnlichen Materials. Beim Zusammenbau wird dieser Teil zwischen dem Kugelglied 176 zusammengepreßt, und der benachbarte Teil des Gehäuses bildet dadurch rund um die Unterlage der Kugel einen Bereich, in welchem der Gummi unter hohem Druck steht und verhindert, daß Schmiermittel aus der abgedichteten Einheit ausfließt. Außerdem kann, gemäß F i g. 22, die innere Oberfläche des Gummigliedes gezackt sein, um eine Mehrzahl von Vertiefungen 185 zu bilden.
  • F i g. 22 zeigt die Erfindung in Anwendung auf ein Lastaufhänge- bzw. Federungssystem, wie es z. B. bei Eisenbahnwagen, Drehschemeln für Zugmaschinen usw. verwendet wird, und weist ein Abstützglied 200 auf, das topfförmig ausgebildet ist und ein Bolzenloch 201 besitzt, welches durch das Glied hindurchgeht. Die abzustützende Vorrichtung 202 wird mittels des topfförmigen Gliedes 203 getragen, das in dem topfförmigen Stützglied 200 ruht. Ein Bolzenloch 204 erstreckt sich durch den Boden des topfförmigen Gliedes 203. Zwischen und damit in Zusammenwirkung mit den topfförmigen Gliedern 200, 203 ist ein gummiähnliches Glied 205 angeordnet, durch das ebenfalls ein Bolzenloch 207 geht, welches seinerseits mit den Bolzenlöchern 201, 204 ausgerichtet ist; ein Bolzen 208 hält die topfförmigen Glieder zusammen. Das gummiähnliche Glied 205 besitzt mehrere Vertiefungen 210 in seiner unteren Oberfläche zur Aufnahme des Schmiermittels, um die relative Drehung der beiden topfförmigen Glieder 200, 203 mit einem niedrigen Reibungskoeffizienten bei gleichzeitiger Aufnahme der Seitenkräfte in allen Richtungen zu erleichtern. Dichtungen 211 sind rund um die gesamte Umfangskante des gummiähnlichen Gliedes vorgesehen.
  • F i g. 23 zeigt die Form der Dichtung 211 vor ihrem Einbau in die Vorrichtung nach F i g. 22; sie zeigt außerdem, daß eine Mehrzahl von Vertiefungen 206 für gleichmäßige Verteilung des Schmiermittels vorgesehen ist.
  • F i g. 24 und 25 zeigt die Erfindung unter Anwendung auf Schwenkgelenke.
  • Bei der Ausführung nach F i g. 24 ist erwünscht, daß ein Arm 220 sich relativ zu Armen 221, 222 schwenken kann. Dafür werden zwei gummiähnliche Glieder 223, 224 zu Hilfe genommen; das Glied 223 ist vorzugsweise mit der oberen Oberfläche des Armes 220 und das Glied 224 vorzugsweise mit der oberen Oberfläche des Armes 222 verbunden. Die oberen Oberflächen der beiden gummiähnlichen Glieder 223 224 weisen bei 225 bzw. 226 für die Aufnahme des Schmiermittels Vertiefungen auf. Dichtungen 228 und 229 sind rund um die Umfangskanten jedes der Glieder 223, 224 vorgesehen.
  • F i g. 25 zeigt eine leicht abgewandelte Ausführungsform des Schwenkgelenkes nach F i g. 24, bei welchem es erwünscht ist, daß ein Arm 230 relativ zu den Armen 231, 232 schwenkbar ist. Hier ist das gummiähnliche Glied 234 entweder mit dem Arm 231 verbunden oder mit Bezug auf den Arm gegen Bewegung festgehalten. Die Oberflächen der beiden gummiähnlichen Glieder 233, 234, die an den Arm 230 angrenzen, sind bei 235, 236 zur Aufnahme des Schmiermittels mit Vertiefungen versehen. Dichtungen 237, 238 ähnlich denjenigen nach F i g. 25 sind rund um die Kanten der beiden Glieder 233, 234 vorgesehen.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Gummigleitgelenk mit Flüssigkeitsdauerschiniermittel, für die Radaufhängung von Kraftfahrzeugen, gekennzeichnet durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale: a) Der elastische Lagerkörper weist nach außen ihm angeformte Rippen zur Abdichtung des Dauerschmiermittels auf, welche im entspannten Zustand die Gleitfläche des Lagerkörpers überragen. b) Der Lagerkörper bildet in seiner Gleitfläche Vertiefungen, die im eingebauten Zustand des Lagerkörpers nicht miteinander in Verbindung stehen und in die Gleitfläche abgerundet übergehen. c) Die Vertiefungen sind gleichmäßig über die Gleitfläche verteilt. d) Alle Vertiefungen sind vollständig mit dem Dauerschmiermittel gefüllt.
  2. 2. Gummigleitgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sein elastischer Lagerkörper in an sich bekannter Weise walzenförmig ausgebildet ist und in einen zwischen starren Gelenkteilen axial abstützenden Flansch übergeht.
  3. 3. Gummigleitgelenk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch seine an sich bekannte Ausbildung nach Art eines Kugelgelenkes. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 835 964, 926 293; französische Patentschriften Nr. 924 277, 1091445; USA.-Patentschriften Nr. 1552 645, 1797 223, 2106 860, 2 356 027, 2 639198, 2 715 766.
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