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DE1222986B - Einstellbare Entzerrerschaltung - Google Patents

Einstellbare Entzerrerschaltung

Info

Publication number
DE1222986B
DE1222986B DES80668A DES0080668A DE1222986B DE 1222986 B DE1222986 B DE 1222986B DE S80668 A DES80668 A DE S80668A DE S0080668 A DES0080668 A DE S0080668A DE 1222986 B DE1222986 B DE 1222986B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnetic field
resistance
magnet
equalizer circuit
plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES80668A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Johann Gerhard Zirwas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE635123D priority Critical patent/BE635123A/xx
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1962S0102079 priority patent/DE1256707B/de
Priority to DES80668A priority patent/DE1222986B/de
Priority to SE7944/63A priority patent/SE315633B/xx
Publication of DE1222986B publication Critical patent/DE1222986B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/04Control of transmission; Equalising
    • H04B3/14Control of transmission; Equalising characterised by the equalising network used
    • H04B3/143Control of transmission; Equalising characterised by the equalising network used using amplitude-frequency equalisers
    • H04B3/145Control of transmission; Equalising characterised by the equalising network used using amplitude-frequency equalisers variable equalisers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Networks Using Active Elements (AREA)

Description

  • Einstellbare Entzerrerschaltung Die Erfindung betrifft eine Entzerrerschaltung i#üt frequenzabhängiger oder frequenzunabhängiger Betriebsdämpfung, bei der zur Einstellung der gewünschten Dämpfung der ohmsche Widerstand zweier Einstellelemente gleichzeitig veränderbar ist.
  • In elektrischen Nachrichtenübertragungssystemen werden Schaltungen benötigt, deren frequenzabhängige oder auch frequenzunabhängige Betriebsdämpfung einstellbar ist. Bei vielen derartigen Schaltungen verwendet man als Einstellelement einen reellen Widerstand, der in seinem Wert verändert wird. Dazu sind jedoch Potentiometer und Drehwiderstände ungeeignet, da die Kontakte unzuverlässig sind. Üblicherweise werden Schalter verwendet, mit denen eine größere Anzahl von festen Widerständen wahlweise eingeschaltet werden können. Nachteilig sind dabei unter anderem die immer noch vorhandenen Kontakte, die nur stufenweise Einstellbarkeit, die sprunghafte Änderung des Widerstandes bei der Umschaltung und die große Zahl der benötigten Bauteile.
  • Bekannt ist der sogenannte magnetoresistive Effekt in Halbleitern. Ferner ist es aus der Zeitschrift »ETZ«, Ausgabe A, vom 1. August 1955, Heft 15, S. 513 bis 517, bekannt, den ohmschen Widerstandswert von Halbleitern durch ein magnetisches Feld zu beeinflussen. Durch einen veränderbaren Strom wird hierbei ein sich entsprechend änderndes Magnetfeld erzeugt, durch welches der ohmsche Widerstandswert in einem Widerstandskörper mit galvanomagnetischem Effekt gesteuert wird. In dieser Literaturstelle ist jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es erst durch Anwendung tiefster Temperaturen gelang, in Wismut eine so große Widerstandsänderung im Magnetfeld zu erzielen, daß eine echte Verstärkung möglich ist. Außerdem wird weiter betont, daß sich diese interessante Anwendungsmöglichkeit bis zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung noch nicht in der Technik durchsetzen konnte, weil die galvanomagnetischen Effekte vor kurzem noch sehr klein waren, und es wird ferner daraus geschlossen, daß zur Änderung dieses Zustandes Werkstoffe gefunden werden müßten, deren Eigenschaften über die von Wismut und Germanium weit hinausgehen.
  • Aus der deutschen Patentschrift 839 220 sind außerdem Widerstandsfeinregler bekannt, die als magnetfeldabhängige Widerstände, wie Halbleiter, ausgebildet und für Regelzwecke eingesetzt sind. Die Widerstandsänderungen in einem als Halbleiter verwendeten Wismutkörper können dadurch vorgenommen werden, daß beispielsweise der Wismutkörper in unveränderlicher Lage gehalten und der Magnet einstellbar angeordnet ist oder daß beide in unveränderlicher Lage belassen werden und der Magnet entweder mit einem magnetischen Nebenschluß versehen oder dessen Feld elektromagnetisch erzeugt und gesteuert ist. Außerdem kann der Wismutkörper gegenüber einem feststehenden Feld bewegt werden. Nachteilig ist hierbei jedoch, daß derartige von einem Magnetfeld in ihrem ohmschen Widerstandswert beeinflußbare Halbleiter, wie z. B. Wismut, einen sehr hohen Temperaturkoeffizienten besitzen, weswegen man häufig den Einsatz solcher gesteuerten Halbleiter vermeidet und bevorzugt herkömmliche Widerstände verwendet, wobei man allerdings die vorgenannten Nachteile in Kauf nehmen muß.
  • Außerdem ist eine einstellbare Spannungsteileranordnung bekannt, bei der unter an sich bekannter Ausnutzung der Abhängigkeit des wirksamen Widerstandswertes magnetfeldempfindlicher Stoffe von einem veränderbaren Magnetfeld zwei beiderseits eines Spannungsteilerabgriffs befindliche Widerstandskörper oder zwei Widerstandsabschnitte eines magnetfeldabhängigen Widerstandskörpers aus einer halbleitenden A1I1Bv-Verbindung derart angeordnet sind, daß sich der Widerstand der zwei Widerstandskörper oder Widerstandsabschnitte unter dem Einfluß des sich ändernden Magnetfeldes in entgegengesetztem Sinn ändert, und zwar unter annähernder Erhaltung des Gesamtwiderstandes der Anordnung. Die Änderung des Magnetfeldes kann dabei durch gegenseitige Bewegung der Widerstandskörper und der das Magnetfeld erzeugenden Mittel oder durch Verstellung eines im Feld beweglichen, die Widerstände mehr oder weniger abschirmenden Teiles erfolgen. Zur Erzeugung der magnetischen Feldstärke läßt sich ein Dauermagnet verwenden. Eine derartige Anordnung ist jedoch für den Einsatz in Entzerrernetzwerken nicht geeignet, da die beiden Widerstände direkt miteinander elektrisch verbunden sind. Aufgabe 'der Erfindung ist es, unter Ausnutzung des magnetoresistiven Effektes in Halbleitern eine einstellbare Entzerrerschaltung, insbesondere für Nachrichtenübertragungssysteme, zu schaffen, bei der die eingangs genannten Nachteile bekannter Entzerrerschaltungen vermieden sind.
  • Die Entzerrerschaltung wird gemäß der Erfindung so ausgestaltet, daß als Einstellelemente durch ein magnetisches Feld in ihrem ohmschen ' Widerstandswert beeinflußbare Halbleiter in Form von Plättchen vorgesehen sind, welche zwischen einer Eisenplatte und einem um einen Bolzen schwenkbaren Magneten derart *angeordnet sind, daß sich entsprechend der Stellung des Magneten entweder das eine Plättchen oder das andere -Plättchen mehr im- magnetischen Feld befindet.
  • Durch die besondere Formgebung der Halbleiterplättchen und Ausgestaltung der Anordnung Aach der Erfindung erhält man den Vorteil, daß speziell bei Einsatz in Entzerrerschaltungen der durch den Temperaturkoeffizienten derartiger Halbleiter verursachte Temperaturgang weitgehend kompensiert wird. Erst durch diese besondere Ausgestaltung lassen sich derartige magnetfeldabhängige Widerstände praktisch in Entzerrerschaltungen verwenden. Diese spezielle Ausführungsforin läßt ferner eine vorteilhafte Anwendbarkeit des galvanomagnetischen Effektes zu, auch unter Zugrundelegung von Materialien mit einer relativ kleinen Widerstandsänderung im Magnetfeld.
  • Durch Anwendung der Maßnahmen nach der Erfindung werden außerdem nicht nur die eingangs erläuterten Nachteile der bekannten einstellbaren' Entzerrerschaltungen vermieden. Es ergeben sich darüber hinaus noch weitere Vorteile. Wird der einstellbare Entzerrer in einer automatisch arbeitenden Regelschaltung verwendet, so ergeben sich Vorteile aus der trägheitsfreien Reaktion des Halbleiters auf die Feldänderung. In Regelkreisen werden bisher für automatische Steuerung meist Heißleiter verwendet. Damit ist aber eine große Temperaturabhängigkeit verbunden, die bei Verwendung einer Entzerrerschaltung nach der Erfindung vermieden wird. Viele Entzerrerschaltungen, z. B. Bode-Entzerrer, erfordern zwei gegenläufig gesteuerte Widerstände ' wie sie beim Gegenstand der Erfindung gegeben sind.
  • Die Erfindung wird an Hand des in F i g. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels sowie an Hand der Kennlinie nach F i g. 2 näher erläutert.
  • F i g. la zeigt eine Entzerrerschaltung für elektrische Nachrichtenübertragungssysteine mit zwei magnetisch beeinflußbare Halbleitern als Einstellelemente; F i g. 1 b zeigt die in der F i g. la enthaltene, magnetisch beeinflußbare Halbleiteranordnung in Seitenansicht; F i g. 2 zeigt die Kennlinie eines magnetisch beeinflußbaren Halbleiters. Es ist die Widerstandsänderung abhängig von der magnetischen Feldstärke B aufgetragen.
  • F ig. la zeigt die Schaltung eines Vierpols mit zwei Längswiderständen Z, dessen Betriebsdämpfung aB frequenzunabhängig ist. Die Größe der Dämpfung hängt von den Widerständen R, und R, der Halbleiterplättehen im Überbrückungs- bzw. im Querzweig ab.
  • Es ist wenn jeweils ist. Dann mißt man zwischen den Klemmen 1, l' den Widerstand Z, wenn die Klemmen 2, 2' an einen Widerstand Z angeschlossen sind, und aus Symmetriegründen gilt umgekehrt das gleiche. Man kann die Betriebsdämpfung aB ändern, ohne den Wellend widerstand Z zu beeinflussen, wenn man R, vergrößert, während R, verkleinert wird, und umgekehrt. Die Widerstände R, und R, sind als magnetisch beeinflußbare Halbleiterplättehen ausgeführt, deren Widerstand sich mit der Stärke des Magnetfeldes ändert, in welchem sie sich befinden (vgl. F i g. 2). Die Halbleiterplättehen mit den Widerständen R, und R, sind nach F i g. la und 1 b über der Eisenplatte P Angel ordnet, über der sich der Magnet NS um den Bolzen Bo schwenken läßt, so daß sich entweder das Plättchen mit dem Widerstand R, oder das Plättchen mit dem Widerstand R, mehr im magnetischen Feld befindet. Damit ist es möglich, die Betriebsdämpfung des Vierpols stufenlos und trääheitsfrei ohne* dauernde Energiezufuhr von außen zu verändern. Dabei bleibt der Eingangswiderstand im wesentlichen konstant und behält den Wert Z. Verzichtet man auf die An- passung an den Wellenwiderstand Z, so kann das eine oder das andere Plättchen mit dem Widerstand R, bzw. R, durch einen festen Widerstand ersetzt werden oder auch ganz entfallen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Entzerrerschaltung mit frequenzabhängiger oder frequenzunabhängiger Betriebsdämpfung, bei der zur Einstellung der gewünschten Dämpfung der ohmsche Widerstand zweier Einstellelemente gleichzeitig veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Einstellelemente durch ein magnetisches Feld in ihrem ohmschen Widerstandswert beeinflußbare Halbleiter in Form von Plättchen (R1, R2) vorgesehen sind, welche zwischen einer Eisenplatte (P) und einem um einen Bolzen (Bo) schwenkbaren Magneten (IVS) derart angeordnet sind, daß sich entsprechend der Stellung des Magneten entweder das eine Plättchen oder das andere Plättehen mehr im magnetischen Feld befindet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 839 220; deutsche Auslegeschrift Nr. 1069 755; »Elektrotechnische Zeitschrift«, Ausgabe A (ETZ-A) vom 1. g. 1955, Heft 15, S. 513 bis 517.
DES80668A 1962-07-18 1962-07-31 Einstellbare Entzerrerschaltung Pending DE1222986B (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE635123D BE635123A (de) 1962-07-31
DE1962S0102079 DE1256707B (de) 1962-07-31 1962-07-31 Einstellbare Entzerrerschaltung nach Art eines Bode-Entzerrers
DES80668A DE1222986B (de) 1962-07-31 1962-07-31 Einstellbare Entzerrerschaltung
SE7944/63A SE315633B (de) 1962-07-18 1963-07-17

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES80668A DE1222986B (de) 1962-07-31 1962-07-31 Einstellbare Entzerrerschaltung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1222986B true DE1222986B (de) 1966-08-18

Family

ID=7509027

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES80668A Pending DE1222986B (de) 1962-07-18 1962-07-31 Einstellbare Entzerrerschaltung

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BE (1) BE635123A (de)
DE (1) DE1222986B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE839220C (de) * 1949-04-06 1952-05-19 Walter Von Dipl-Ing Sauer Widerstandsfeinregler
DE1069755B (de) * 1959-11-26

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1069755B (de) * 1959-11-26
DE839220C (de) * 1949-04-06 1952-05-19 Walter Von Dipl-Ing Sauer Widerstandsfeinregler

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BE635123A (de)

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