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Kasten Die Erfindung betrifft einen Kasten aus Karton oder ähnlichem
Plattenmaterial mit Luftlöchern, der aus Boden, Seitenwänden und Deckel besteht.
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Der erfindungsgemäße Kasten ist besonders als Transport-oder Aufbewahrungskasten
bzw.-kiste für zu belüftende Waren bestimmt, wie z. B. Obst, Bananen, Eßwaren, Fleischwaren
oder Futter.
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Bekannt ist ein Behälter für Früchte, der auswärts gebogene Wände
aufweist, um eine verbesserte Belüftung des Behälterinhaltes bei übereinandergestellten
Behältern zu erzielen. Dieser Behälter hat jedoch keine Luftlöcher und die Belüftung
kann nur durch die besondere Biegung der Seitenwände erreicht werden.
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Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, auf einfache Weise einen
Kasten aus Karton oder ähnlichem Plattenmaterial mit Luftlöchern zu schaffen, der
so ausgebildet ist, daß sich nach dem Aufeinanderstellen zwischen den Kästen und/oder
zwischen diesen und den Wänden eines Raumes besonders wirksame, möglichst vertikale
VentilationskanäIe für nach und von den Luftlöchern strömende Luft bilden, damit
eine gründliche Durchlüftung erreicht wird, z. B. mittels einer Luftpumpe oder einer
sonstigen Ventilationsvorrichtung.
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Eine geregelte Ventilation ist von großer Bedeutung, z. B. bei Bananen,
die in den Tropen in den Lastraum eines Schiffes verstaut werden und dabei in der
Regel eine Temperatur von etwa 273 C oder mehr aufweisen, die aber mittels periodischer
Ventilation auf etwa 11° C gehalten werden sollen, um nicht zerstört oder zu früh
reif zu werden. Unter 9° C werden die Bananen schwarz. Die Ventilation muß daher
in den gelagerten Bananen überall sehr wirksam sein, damit diese engen Temperaturgrenzen
eingehalten werden können.
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Eine so wirksame Ventilation wird gemäß der Erwindung dadurch erreicht,
daß mindestens eine Wand, beispielsweise eine Endwand, einwärts gebogen oder geknickt
ist und daß die an eine solche Wand angrenzenden Teile, beispielsweise Boden und
! oder Deckel, entsprechend geformte Kantenteile aufweisen.
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Wenn eine solche einwärts gebogene Wand mit ihren Kantenteilen, z.
B. den Seitenkantenteilen, gegen die Wand eines Raumes oder gegen eine Wand eines
anderen Kastens in Anlage gebracht wird, so entsteht ein hinreichend breiter Ventilationskanal,
der zusammen mit anderen derartigen Kanälen zwischen anderen Raumwänden und Kastenwänden
ein System von Ventilationskanälen bilden kann.
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Die einwärts gebogene Wand des Kastens, die durch ihre Verbindungen
mit den angrenzenden
Wänden festgehalten wird, ergibt außerdem eine Verstärkung des
Kastens.
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Ein Ausführungsbeispiel des Kastens nach der Erwindung wird nachstehend
unterHinweis auf dieZeichnung näher beschrieben. Es zeigt F i g. 1 mehrere erfindungsgemäße
Kästen in Draufsicht, F i g. 2 eine Vorderansicht zu F i g. 1, F i g. 3 die perspektivische
Darstellung eines dieser Kästen, schräg von oben gesehen mit geöffnetem Deckel,
F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in der Fig. 2, Fig. 5 einen Schnitt
nach der LinieV-V in der F i g. 2, Fi g. 6 einen Teil des Kastens (entfalten) in
kleinerem Maßstab, Fig. 7 einen anderen Teil des Kastens (entfalten), F i g. 8 einen
Einsatz für den Kasten in Draufsicht und F i g. 9 denselben Einsatz (entfalten).
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Der Kasten ist aufgebaut unter anderem aus einer Platte 6 (Fig. 6),
aus Wellpappe mit einem Teil 1 zur Bildung des Bodens, Teilen 2 zur Bildung der
Seitenwände und Teilen 3 zur Bildung von Deckelteilen.
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Eine andere Platte7 (Fig. 7) dient zur Bildung einer Endwand des
Kastens. In dieser Platte sind Löcher 4 und 5. Die Platte 7 ist zum leichten Knicken
oder Biegen in der Linie8 eingerichtet, so daß sie quer zwischen den Teilen 2 eingesetzt
werden kann, wenn dieselben winkelrecht zum Boden 1 emporgebogen sind. Der Boden
1 hat Falzwände 9, die beim Zusammensetzen der Platte zu einem Kasten um die Platte
7 oder um eine Endwand gebogen und mit derselben
mittels Heftklammern
10 zusammengeheftet werden (s. Fig. 1, 2 und 3).
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In den Seitenwänden 2 sind Löcher 11. Die Wände 2 haben umlegbare
Falzränder 12, die um die Endwände 7 gebogen und mittels Heftklammern 13 mit denselben
zusammengeheftet werden. Die Platte 7 hat Faltlinien 14 und 15, um welche die Teile
16 und 17 der Platte gebogen werden, zwecks Bildung einer Tasche 18 (F i g. 4 und
5) zur Aufnahme von Falzrändern 19 der Deckelteile3, wenn dieselben über den Kasten
und teilweise übereinander geklappt werden, wie oben links in Fig. 1 gezeigt. Der
Plattenteil 16 wird außen an der Platte 7 hinabgebogen und ist gekürzt, um an seinen
Enden Platz zu geben für die ebenfalls um die Platte 7 gebogenen Falzränder 9, welche
zusammen mit dem Teil 17 mittels Heftklammern 20 an der Platte oder der Endwand
angeheftet sind. Der Teil 17 ist außerdem mittels Heftklammern 21 an die Endwand
7 geheftet und bildet einen guten Fingergriff über dem Loch 4 in der Wand 7.
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EinePlatte22 aus einer doppelten Wellpappeschicht (Fig. 9) hat eine
Faltlinie 23, über welche ihre mittleren Teile 25 so geknickt bzw. gebogen werden
können, daß diese Löcher 24 und die Scharten 26 aufeinanderliegen. Diese Teile25
passen in Querrichtung zwischen die emporstehenden Seitenwände 2 eines Kastens.
Die Platte22 hat noch Faltlinien27, über welche ihre Eckteile 28 winkelrecht zu
den mittleren Teilen 25 gebogen werden können (s. Fig. 1, 3 und 8). Zwei solche
umgebogenen Teile 2æ passen entlang einer Seitenwand 2 und zwischen zwei Endwände
7 eines Kastens und stützen denselben als mittelere Trennwand zusammen mit Seiten-und
Endwänden gut ab. In den Teilen 28 sind Löcher 29, die dann mit den Löchern 11 in
den Seitenwänden 2 korrespondieren.
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Aus den in F i g. 6, 7 und 9 gezeigten Platten, die für Versand möglichst
wenig Raum beanspruchen, läßt sich mit Heftklammernwie in Fig. 3 gezeigt zein Kasten
leicht aufbauen. Verstaut man solche Kästenwie in F i g. 1 und 2 gezeigtunter Anlage
der Endwände zweier Kästen gegen die Seiten-
wand eines dritten Kastens, so entstehen
Luftkanäle 30 für die Ventilation zwischen den Kästen und durch deren seitliche
Löcher und Inhalt, so daß der letztere nicht wegen zu hoher oder zu niedriger Temperatur
in den Kästen beschädigt wird, sondern auf einer passenden, gewünschten Temperatur
bei periodischer oder konstanter Luftzufuhr durch die Kanäle 30 gehalten wird.
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Bananen, die in den Tropen in dem Lastraum eines Schiffes verstaut
werden, haben in der Regel eine Temperatur von etwa 27° C oder noch mehr, sollen
aber mittels periodischer Ventilation auf etwa 11° C gehalten werden, um nicht zerstört
oder zu früh reif zu werden. Bei einer Temperatur unter 9° C werden die Bananen
schwarz. Deshalb ist der erfindungsgemäße Kasten, der für eine solche Ventilation
geeignet ist, in diesem Fall von großer Bedeutung, aber auch für Transport und Aufbewahrung
von anderen Eßwaren oder Futter.
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Die Teile des Kastens lassen sich auch auf andere angemessene Weise
als eben gezeigt oder beschrieben ausbilden. So können die Luftlöcher in beliebiger
geeigneter Weise angeordnet sein. Ebenfalls können die Dimensionen der Teile anders
als in den Figuren sein, wo die Platten deutlichkeitshalber etwas stärker als normal
gezeigt sind.