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DE1221941B - Vorrichtung zum Abspulen der Fadenreste von Spulen und Aufspulen derselben auf ebenfalls nicht vollstaendig abgelaufene andere Spulen - Google Patents

Vorrichtung zum Abspulen der Fadenreste von Spulen und Aufspulen derselben auf ebenfalls nicht vollstaendig abgelaufene andere Spulen

Info

Publication number
DE1221941B
DE1221941B DED34972A DED0034972A DE1221941B DE 1221941 B DE1221941 B DE 1221941B DE D34972 A DED34972 A DE D34972A DE D0034972 A DED0034972 A DE D0034972A DE 1221941 B DE1221941 B DE 1221941B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
turntable
winding
bobbins
spindle
loading station
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED34972A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernest Ormand Defore
Furman Styles Cox
Henry Davis Ott Jun
Edward Joseph Atkinson
Paul Jack Garrison Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Milliken Research Corp
Original Assignee
Milliken Research Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Milliken Research Corp filed Critical Milliken Research Corp
Publication of DE1221941B publication Critical patent/DE1221941B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H73/00Stripping waste material from cores or formers, e.g. to permit their re-use
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

Landscapes

  • Unwinding Of Filamentary Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Abspulen der Fadenreste von Spulen und Aufspulen derselben auf ebenfalls nicht vollständig abgelaufene andere Spulen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abspulen der Fadenreste von Spulen, insbesondere Scheibenspulen, und Aufspulen derselben auf nicht vollständig abgelaufene, vorzugsweise gleichartige Spulen mit auf einem Drehtisch und konzentrisch zur Drehtischachse angeordneten und gemeinsam angetriebenen Spulspindeln und einer stationären Beschickungsstation.
  • Es sind Spulmaschinen mit auf einem Kreis angeordneten und gemeinsam angetriebenen Spulspindeln bekannt. Bei ihnen wird der Faden jeweils über einen Changierfadenführer der Spulspindel zugeführt. Bei ihnen muß der gemeinsame Antrieb abgestellt werden, um die Ablaufspulen auszuwechseln.
  • Es ist auch schon eine Spulmaschine für Draht bekannt, bei der die jeweils über eine Kupplung von einem gemeinsamen Antrieb gedrehten Spulspindeln auf einem Drehtisch konzentrisch und parallel zur Drehtischachse angeordnet sind und der Drehtisch eine stationäre Beschickungsstation hat, an der die Kupplung der dort befindlichen Spulspindel ausgerückt ist. Bei ihr befinden sich die Ablaufspulen auf einem stationären Gestell, der Draht wird über Führungsrollen dem jeweils jeder Spulspindel zugeordneten Changierfadenführer zugeführt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache und wirtschaftlich arbeitende Vorrichtung zu schaffen, mit der die Fadenreste von einer Spule unmittelbar auf eine ebenfalls nicht vollständig abgelaufene andere Spule umgespult werden können.
  • Die Vorrichtung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine angetriebene Spulspindel und eine mit einer Spindelbremse versehene Ablaufspulspindel paarweise im wesentlichen parallel nebeneinander auf dem Drehtisch angeordnet sind und daß der den Spulspindeln gemeinsame Antrieb so ausgebildet ist, daß die Spulspindel des sich jeweils an der Beschickungsstation befindenden Spindelpaares vom Antrieb frei ist.
  • Bei dieser erfindungsgemäßen Ausbildung der Vorrichtung ist ein besonderer Changierfadenführer überflüssig, da der Faden zwischen den beiden Spulen unter Spannung gehalten wird und die Spulen im wesentlichen parallel dicht nebeneinanderliegen, so daß der Faden bestrebt ist, im wesentlichen gerad linig von der einen Spule auf die andere Spule zu laufen. Da nur Fadenreste umgespult werden, ist ein häufiges Auswechseln der Ablaufspulen erforderlich.
  • Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung der Vorrichtung ist dazu ein Abstellen des Antriebs der Vorrichtung überflüssig; der Drehtisch braucht nur so gedreht zu werden, daß sich das Spindelpaar mit der leeren Ablaufspule an der Beschickungsstation befindet, an der dann die entsprechende Spulspindel vom Antrieb frei ist.
  • Es ist bereits eine Spulmaschine bekannt, bei der eine besondere Scheibentrommel vorgesehen ist, auf der der Fadenrest der Ablaufspule ohne Changierfadenführer aufgewickelt wird. Dort wird der Fadenrest überkopf durch einen feststehenden Fadenführer von der Ablaufspule abgezogen. Eine Scheibentrommel ist aber eine kurze Trommel, bei der ein hin- und hergehender Fadenführer an sich schon nicht wichtig ist. Zudem wird der auf die Scheibentrommel aufgewickelte Fadenrest nicht weiterverwendet, so daß es auf ein geordnetes Aufwickeln nicht ankommt.
  • Besonders einfach wird die Vorrichtung, wenn die Wirtel der auf einem Kreis angeordneten Spulspindeln von einem gemeinsamen Riemen angetrieben werden, dessen Antriebsrolle der Beschickungsstation gegenüber radial außerhalb dieses Kreises liegt. Bei dieser Ausbildung ist der Wirtel der sich an der Beschickungsstation befindenden Spulspindel vom Antrieb frei, weil dort der Riemen über die Antriebsrolle läuft.
  • Der Antrieb mehrerer Spulspindeln über einen gemeinsamen Antriebsriemen ist an sich bereits bekannt.
  • Wenn die Spulspindeln, wie eben beschrieben, angetrieben werden, wird gleichzeitig auch ein Drehmoment auf den Drehtisch ausgeübt, so daß es für das Weiterschalten des Drehtisches nur erforderlich ist, gemäß einem weiteren Merkmal eine wahlweise zu betätigende Brems- und Rasteinrichtung vorzusehen, die den Drehtisch während des normalen Betriebs an der Mitnahme durch den Antriebsriemen hindert. Soll der Drehtisch weitergeschaltet werden, braucht nur einfach die Brems- und Rasteinrichtung vom Drehtisch abgehoben zu werden.
  • Um nach dem Auswechseln der Ablaufspulen die Garnenden aneinanderzuknüpfen, muß ein ziemliches Stück der Faden- bzw. Garnenden von beiden Spulen abgezogen werden. Da der Faden beim Aufspulen nicht durch einen Changierfadenführer geführt wird, müßte die Bedienungsperson das lose Garn zunächst von Hand führen, wenn der Drehtisch einen Schritt weitergeschaltet ist und die betreffende Spulspindel wieder zu laufen beginnt. Hierdurch wäre die Bedienungsperson jedoch nicht frei, um den nächsten Auswechselvorgang auszuführen. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist bei der Vorrichtung nach einem noch weiteren Merkmal der Erfindung eine in Berührung mit einem Teil der Ablaufspule, z. B. dem Flansch einer Scheibenspule, verbringbare angetriebene Rolle vorgesehen, mit der das für das Anknüpfen der Garnenden von der Ablaufspule abgezogene Garn auf diese wieder zurückgespult werden kann.
  • An automatischen Spulmaschinen sind solche Rollen zum Rückdrehen einer Spule zum Zwecke des Suchens des Fadenendes bekannt.
  • Eine einfache Konstruktion für eine mit der Ablaufspule in Berührung verbringbare angetriebene Rolle ergibt sich dann, wenn die angetriebene Rolle an einem Schwenkhebel gelagert wird, der normalerweise durch eine Feder in einer Ruhestellung gehalten wird, wobei dann ein vom Schwenkhebel beim Schwenken betätigter Schalter für das Ein- und Ausschalten des Antriebsmotors der Rolle vorgesehen ist.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In dieser zeigt Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer bevorzugten Ausbildungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, F i g. 2 eine teilweise weggebrochen gezeichnete perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels nach F i g. 1, aus der weitere Teile ersichtlich- sind, F i g. 3 eine schematische perspektivische Darstellung und die bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 verwendete Brems- und Weiterschalteinrichtung bei deren Betrachtung von der Rückseite, Fig. 4 einen Teilschnitt längs der Linie 4-4 in Fig. 3 durch die Brems- und Weiterschalteinrichtung, Fig. 5 einen schematisch gezeichneten Grundriß9 der die Arbeitsweise der Einrichtung zum Ausschalten des Durchhangs erkennen läßt, g. g. 6 in einer schematischen perspektivischen Darstellung den Vorgang des Verbindens der Garnenden einer Aufwickelspule und einer zu leerenden Spule, F i g. 7 die Schaltung der erfindungsgemäßen elektrischen Steuereinrichtung und F i g. 8 eine schematische perspektivische Darstellung einer an der Beschickungsstation der Ausbildungsform nach Fig. 1 vorgesehenèn Breniseinrichtung fiir eine Aufwickeispule.
  • Gemäß den Zeichnungen ist ein Drehtisch 11 mit mehreren Aufspulspindeln 13 und mehreren Spindeln is Tür die Ablaufspulen vorgesehen, und dieser Drehtisch ist so angeordnet, daß er nach Bedarf um eine senkrechte Achse gedreht werden kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfaßt der Drehtisch zwei in einem gegenseitigen Abstand angeordnete kreisrunde Platten 17 und 19, die in geeigneter Weise fest mit einer senkrecht angeordneten, frei drehbaren Welle 25 (Fig. 2) verbunden sind; die Welle 25 ist auf geeignete Weise in einem auf einem Gestell 29 angeordneten Lageraggregat 21 drehbar gelagert. Es können -Abstandsstücke 31 sowie Befestigungsschrauben 33 verwendet werden, um die beiden Platten 17 und 19 miteinander zu verbinden.
  • Bei der dargestellten Ausbildungsform sind die Aufspulspindeln 13 und die Spindeln 15 für die Ablaufspulen miteinander abwechselnd und gegeneinander versetzt so angeordnet, daß die Auflaufspindem 13 von der Achse des Drehtisches 11 weiter entfernt sind als die Spindeln 15 für die Ablaufspulen. Die verschiedenen Aufspulspindeln können bei dieser Ausbildungsform von bekannterKonstrúktion sein und ine -Halslagerunterstützung 35 umfassen, die auf der unteren kreisrunden Platte 19 befestigt ist; ferner ist bei jeder dieser Anfspulspindeln 13 ein Wirtel 3q vorgesehen, der durch einen Riemen 39 angetrieben wird, um die Spindel zu drehen, die ihre Drehbewegung, z. B. durch einen- mit Mitilehmern 45 versehenen Spindelfuß, auf die Aufwickelspule 43 überträgt. Jede Aufspulspindel 13 ragt durch eine geeignete Öffnung in der oberen kreisrunden Platte 17 nach oben und erstreckt sich oberhalb der oberen Platte 17, um eine Spule aufnehmen zu können.
  • Die Spindeln 15 fur die Ablaufspulen 44 sind vorzugsweise von der gleichen Bauart wie die als Aufwickelspindeln verwendeten. Die Spindeln 15 werden durch eine einstellbäre Bremseinrichtung 49 (F i g. 2) abgebremst, wo für jede Spindel 15 ein Bremsband 51 vorgesehen ist, das an einem in die untere kreisrunde Platte 19 eingebauten Stift 52 verankert ist; das Bremsband greift an dem Wirtel 37 mit einem gewählten Bremsdruck, der durch eine Zugfeder 53 aufgebracht wird, die mit Hilfe eines Schrauben- und Mutteraggregats 55 eingestellt werden kann. Dieses Aggregat ist mit einem starren, zentral angeordneten Ring 57 verbunden, der an der unteren kreisrunden Platte 19 befestigt ist.
  • Beim Ausführungsbeispiel werden sowohl die Aufwickelspindeln 13 als auch der sie tragende Drehtisch 11 mit Hilfe eines Treibriemens 39 angetrieben, der mit einer Ausnahme an sämtlichen Wirteln 37 der Aufspulspindeln 13 angreift; bei der Ausnahme handelt es sich um diejenige Aufspulspindel 13 a (F i g. 8), die sich jeweils an der Beschickungsstation 63 befindet; der Riemen 39 wird durch eine Riemenscheibe 65 (F i g. 1) mit einer geeigneten Geschwindigkeit angetrieben; zu diesem Zweck ist eine Welle 67 vorgesehen, die von einem an dem Gestell 29 angebrachten Elektromotor 71 aus über einen Treibriemen 69 und zwei Riemenscheiben angetrieben wird, die eine Herabsetzung der Drehzahl bewirken. Der Motor 71 läuft so lange wie die Maschine betrieben wird, so daß sämtliche Aufspulspindeln 13 mit Ausnahme der Spindel 13 a, die sich an der Beschickungsstation befindet, ständig umlaufen. An der Beschickungsstation 63 wird der Treibriemen 39 gegenüber der betreffenden Spindel 13 a nach außen geführt, so daß er über die Riemenscheibe 65 läuft, die unterhalb einer gekrümmten Schutzplatte 73 angeordnet ist, welche an der Beschickungsstation angebracht ist. Somit wird der Treibriemen 39 vollständig von jeder Aufspulspindel 13 abgehoben, die sich jeweils an der Beschickungsstation befindet, während der Treibriemen in Antriebsverbindung mit allen übrigen Aufspulspindeln steht und sie über ihre Wirtel 37 antreibt; außerdem wird durch diesen Riemen auch der Drehtisch 11 angetrieben, d. h., auf den Drehtisch wird ein um dessen Achse wirkendes Drehmoment aufgebracht, das bestrebt ist, den Drehtisch um seine senkrechte Achse in der Bewegungsrichtung des Treibriemens und der einzelnen Aufspulspindeln 13 zu drehen. Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wird der Riemen 39 durch den Motor 71 entgegen dem Uhrzeigersinne angetrieben, so daß sich die Aufspulspindeln 13 bei Betrachtung von oben entgegen dem Uhrzeigersinne um ihre Achsen drehen, und auf den Drehtisch 11 wird ein ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinne wirkendes Drehmoment aufgebracht, das bestrebt ist, den Drehtisch entgegen dem Uhrzeigersinne um seine Mittelachse zu drehen.
  • Der Drehtisch 11 läuft jedoch nicht kontinuierlich um, sondern er wird wahlweise abgebremst und wieder freigegeben, um sich weiter drehen zu können; zu diesem Zweck sind gemäß Fig. 3 bei 75 eine Bremsbacke 77 und ein Raststift 99 vorgesehen. Die Bremsbacke 77 ist mit einem Bremsbelag 79 versehen und wird zeitweise in Berührung mit der zylindrischen Umfangsfläche 81 der unteren Platte 19 gebracht; die Umfangsfläche 81 kann aus einem beliebigen geeigneten verschleißbeständigen Material, wie beispielsweise Stahl, bestehen. Zu diesem Zweck ist die gebogene Bremsbacke 77, 79 (Fig. 4) auf einer senkrechten Lagerachse 83 angeordnet, die in Lagern 85 drehbar ist, welche in einem gegenseitigen Abstand an dem Gestell 29 angebracht sind. Zwischen den beiden Lagern 85 ist an der Achse 83 ein Betätigungshebel 87 befestigt, der so vorgespannt ist, daß die Bremsbacke 77 in Berührung mit der Umfangsfiäche 81 der unteren Drehtischplatte gehalten wird; zu diesem Zweck ist eine Zugfeder 89 vorgesehen, die eine Verbindung zwischen dem äußeren Ende des Betätigungshebels 87 und dem Gestell 29 herstellt. Der Bremsbetätigungshebel 87 kann entgegen der Feder 89 im Uhrzeigersinne bewegt werden, z. B. durch einen Hochleistungselektromagneten 91, dessen beweglicher Anker 91 a mit dem Hebel 87 durch ein geeignetes Gestänge verbunden ist, z. B. durch einen gemäß F i g. 3 bei 95 gelagerten Winkelhebel 93 und ein Verbindungsstück 97. Wenn der Elektromagnet 91 eingeschaltet wird, wird der Anker 91 a nach unten gezogen, so daß der Winkelhebel 93 gemäß F i g. 3 entgegen dem Uhrzeigersinne um seine Lagerachse 95 geschwenkt wird, um das Verbindungsstück 97 nach außen zu bewegen, so daß der Betätigungshebel 87 und die Bremse 77, 79 entgegen der Kraft der Feder 89 im Uhrzeigersinne gedreht werden, um die Bremse 77, 79 zu lösen und den noch zu beschreibenden Raststift 99 aus dem Drehtisch 11 auszurasten, so daß der Drehtisch durch den Treibriemen 39 gedreht werden kann.
  • Der Drehtisch 11 soll schrittweise gedreht werden wobei die Länge dieser Schritte so bemessen ist, daß die Aufspulspindel 13 zusammen mit der betreffenden Spule zu der Beschickungsstation 63 gebracht werden, woraufhin der Drehtisch 11 durch die Bremseinrichtung jeweils genau in der gewünschten Stellung zum Stillstand gebracht wird, so daß die betretende Aufspulspindel 13 a nicht mehr in Umdrehung gesetzt wird. Um dies zu erreichen, umfaßt die Bremse nicht nur die an der zylindrischen Umfangsfiäche der unteren Drehtischplatte angreifende gebogene Bremsbacke 7i, sondern am äußeren Ende der Bremsbacke ist ein unter Federspannung stehender Raststift 99 (Fig. 4) vorgesehen, der mit nachgiebigem Druck an der zylindrischen Umfangsfläche 81 der unteren Drehtischplatte 19 angreifen kann, wenn die Bremsbacke 77, 79 durch die Zugfeder 89 nach innen gezogen wird, und der außerdem in Bohrungen 107 in der Umfangsfläche 81 der unteren Drehtischplatte 19 eingreifen kann. Der Raststift 99 kann sich in einer Öffnung 101 der gebogenen Bremsbacke 77 bewegen und ist nach außen durch eine Druckfeder 103 nachgiebig vorgespannt; die Druckfeder liegt in einem becherförmigen Gehäuse 105.
  • Die Bohrungen 107 sind in den gleichen Winkelabständen verteilt wie die Aufspulspindeln 13 und zur Lage des Raststiftes 99 so angeordnet, daß die Aufspulspindeln nacheinander in einer Stellung gehalten werden, bei der der Treibriemen 39 die jeweils an der Beschickungsstation 63 befindliche Spindel nicht antreibt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die schrittweise Drehbewegung des Drehtisches 11 durch die Bedienungsperson mit Hilfe eines Schalters 109 (Fig 7) gesteuert, der gemäß Fig. 1 am Bedienungsplatz 111 in der Nähe der Beschickungsstation 63 angeordnet ist, und der durch Federkraft geöffnet gehalten wird und mit einem Magneten 91 verbunden ist. Die Bedienungsperson schließt den Schalter 109 jeweils kurzzeitig; hierdurch wird ein Einschaltstromkreis für die Wicklung des Magneten 91 geschlossen; außerdem wird hierbei ein Haltestromkreis geschlossen, der ein normalerweise stromloses HaltereIais 113 und dessen normalerweise offene Kontakte 115 umfaßt, um den Elektromagnet 91 eingeschaltet zu halten. Wenn der Elektromagnet 91 eingeschaltet wird, wird die Bremsbacke i7 von der Umfangsfläche der Drehtischplatte 19 abgehoben und der Raststift 99 aus der entsprechenden Bohrung 107 ausgerastet, so daß der Drehtisch durch den Treibriemen 39 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden kann. Der Drehtisch 11 läuft dann entgegen dem Uhrzeigersinn um, bis der Einschaltstromkreis 113, 115, 117 des Elektromagneten unterbrochen wird. Dieses Unterbrechen des Stromkreises erfolgt mit Hilfe eines Stoppschalters 117 a, der nacheinander durch mehrere Betätigungsorgane 119 betätigt wird, welche sich synchron mit dem Drehtisch bewegen. Die Winkelabstände zwischen den Betätigungsorganen 119 auf dem Drehtisch sind ebenso groß wie die Winkelabstände zwischen einander benachbarten Aufspulspindeln, so daß das Ausschalten des Magneten 91 und die erneute Betätigung der Bremse und des Raststiftes kurz vor dem Zeitpunkt erfolgen, in dem die betreffende Aufspulspindel die gewünschte Stellung an der Beschickungsstation erreicht. Bei der hier beschriebenen bevorzugten Ausbildungsform dienen die unteren Enden der Halslager der Aufspulspindeln 13, die aus der unteren kreisrunden Platte 19 des Drehtisches 11 nach unten herausragen, als Schalterbetätigungsorgane 119.
  • Es ist erwünscht, daß jede Aufwickelspule 43 (Fig. 6) mit einer geringen I(raft gegen Drehbewegungen gesichert ist, während sie sich an der Beschickungsstation 63 befindet. Zu diesem Zweck ist gemäß F i g. 8 eine Bremse 118 in der Nähe der Beschickungsstation 63 so angeordnet, daß sie nacheinander an den Wirteln der Aufspulspindeln 13 angreifen kann, wenn sich die betreffende Spule an der Beschickungsstation befindet. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Spindelbremse 118 an der Beschickungsstation in Form eines starren Bremsarms 118a ausgebildet, der auf geeignete Weise an einer Achse 118b befestigt oder ausgebildet ist; die Achse 118b ist in zwei Lagern 120 um eine senkrechte Achse drehbar gelagert; diese Lager 120 sind an dem Gestell 29 angebracht. Das äußere Ende des Bremsarms 118 a trägt ein mit dem betreffenden Wirtel 37 zusammenarbeitendes nachgiebiges Bremsorgan 118c, bei dem es sich vorzugsweise um einen Streifen aus Leder handelt, der die gewünschte schwache Bremswirkung auf den Wirtel 37 ausübt.
  • Der Bremsarm und das Bremsorgan sind z. B. durch eine an dem Gestell 29 verankerte Zugfeder 122, die mit ihrem anderen Ende an einem an der Achse 118 b angebrachten oder ausgebildeten Arm 118 f befestigt ist, nachgiebig in Richtung auf den Wirtel 37 einer an der Beschickungsstation 63 befindlichen Aufspulspindel 13 vorgespannt. Damit die Bremsstellung des Bremsorgans 118 c leicht eingestellt werden kann und um eine zu starke Abbremsung des Wirtels zu verhindern, während sich die betreffende Aufspulspindel 13 von der Beschickungsstation weg bewegt, ist ein verstellbarer Anschlag 124, z. B. in Form einer Stellschraube und eines Tragorgans mit einer Gewindebohrung, in der Nähe des Arms 118f vorgesehen. Wenn die Bewegung des Bremsorgans 118 c nicht in dieser Weise begrenzt wird, besteht in manchen Fällen die Gefahr, daß die Bremse eine Drehbewegung der Aufspulspindel 13 in der umgekehrten Richtung hervorruft, wenn der Drehtisch 11 weitergedreht wird, um die Aufspulspindel von der Beschickungsstation 63 wegzubremsen, so daß das Garn während des ersten Teils der Bewegung des Drehtisches von der betreffenden Spule abgewickelt wird.
  • Der Anschlag 124 ermöglicht es, die gewünschte Bremswirkung hervorzurufen, ohne daß eine zu starke Reibung auf den Wirtel aufgebracht wird, wenn die Aufspulspindel von der Beschickungsstation weg bewegt wird.
  • Ferner ist es erwünscht, die Garnenden bei den Aufwickelspulen 43 im wesentlichen in unmittelbarer Nähe dieser Spulen zu halten, wenn der Garnvorrat auf den betreffenden zu leerenden Spulen im Verlauf der Bewegung der beiden Sätze von Spulen von der Beschickungsstation 63 weg und zu dieser zurück aufgebraucht worden ist. Zu diesem Zweck ist längs einer Seite jeder Aufwickelspule eine weiche Bürste 121 in senkrechter Stellung angeordnet; die Borsten dieser Bürsten können an den Garnkörpern auf den verschiedenen Aufwickelspulen 43 angreifen.
  • Jede Bürste 121 ist vorzugsweise unter einem kleinen Winkel zur Umfangsfläche des Garnkörpers eingestellt, so daß eine leichte Bürstwirkung auf die Garnkörper ausgeübt wird, wenn die Spulen durch den Treibriemen gedreht werden. Diese leichte nachgiebige Wirkung der Bürsten auf die Garnkörper führt nicht zu einer bemerkbaren Störung des Auf-. spulens und des Garnvorschubs, und ihre Bedeutung besteht darin, daß das Garn auf den Spulen in der richtigen Lage gehalten wird, und zwar insbesondere nach dem Aufbrauchen des Garnvorrats einer zu leerenden Spule.
  • In der Nähe der Beschickungsstation 63 befindet sich ein Tisch 123, auf dem eine Nähmaschine 125 von geeigneter bekannter Konstruktion angeordnet ist. Dieser Nähtisch 123 kann außerdem den Hauptschalter 127 für den Motor 71 tragen, durch den der Riemen 39 zum Antreiben der Wirtel 37 angetrieben wird. Beim normalen Betrieb der Vorrichtung steht die Bedienungsperson vor der Nähmaschine 125 in der Nähe der Beschickungsstation 63.
  • Bei der dargestellten Ausbildungsform ist die Einrichtung zum Beseitigen des Garndurchhangs als durch einen Motor angetriebene Reibscheibe 133 (Fig.5) ausgebildet; diese Reibscheibe ist auf der Antriebswelle 135 eines Elektromotors 137 um eine senkrechte Achse drehbar angeordnet, und der Elektromotor 137 wird von einem winkelbeweglichen Arm 139 getragen, der auf einer Säule 141 um eine senkrechte Achse schwenkbar angeordnet ist; die Tragsäule 141 erstreckt sich neben dem Drehtisch 11 nach oben und wird durch das Gestell 29 unterstützt.
  • Der schwenkbare Arm 139 hat eine solche Länge, daß die Reibscheibe 133 an der ringförmigen Umfangsfläche des oberen Flansches einer an der Beschickungsstation befindlichen, zu leerenden Spule 44 angreifen kann. Ferner ist z. B. eine Zugfeder 142 vorgesehen, die eine Verbindung zwischen dem Schwenkarm 139 und einem in dessen Nähe angeordneten Führungsarm 143 herstellt und den Arm 139 so vorspannt, daß die Reibscheibe 133 an der Beschickungsstation von der zu leerenden Spule 44 abgehoben ist. Nach Beendigung des Zusammennähens der beiden Garnenden von der zu leerenden Spule und der Aufwickelspule betätigt die Bedienungsperson den Arm, indem sie ihn mit Hilfe eines Griffes 145 oder durch unmittelbares Erfassen des Arms 139 auf sich zu zieht, um so das Reibrad 133 zur Anlage am oberen Flansch der an der Beschickungsstation befindlichen zu leerenden Spule zu bringen, wie es in Fig. 5 angedeutet ist. Der Antriebsmotor 137 für die Reibscheibe 133 ist normalerweise ausgeschaltet, wenn die Reibrolle ihre zurückgeschwenkte Stellung nach F i g. 1 einnimmt, die in F i g. 5 mit Vollinien dargestellt ist, und es sind Maßnahmen getroffen, um den Motor 137 automatisch einzuschalten, wenn die Reibscheibe 133 zur Anlage am Flansch der zu drehenden Spule 44 gebracht wird, wie es in F i g. 5 mit gestrichelten Linien angedeutet ist. Zu diesem Zweck ist der Schwenkarm 139 mit einem als Nocken wirkenden Fortsatz 147 versehen, der einen geeigneten Schalter, z. B. einen Mikroschalter 149, betätigen kann, welcher ortsfest auf der feststehenden Tragsäule 141 für den Schwenkarm angeordnet sein kann. Der Schalter 149 ist normalerweise offen, und er ist mit dem Stromkreis für den Motor 137 zum Antreiben der Reibscheibe 133 in Reihe geschaltet. Wenn der Schwenkarm bewegt wird, um die Reibscheibe in Berührung mit der betreffenden Spule 44 zu bringen, betätigt der Fortsatz 147 den Fühler des Mikroschalters 149, so daß der Schalter geschlossen wird und der Motor 137 anläuft.
  • Der Motor 137 läuft bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel im Uhrzeigersinn um, so daß die Reibscheibe die Spule 44 entgegen der normalen Richtung des Abziehens von Garn beim Umspulen des Garns auf die Aufwickelspule antreibt. Wenn der Schwenkarm 139 so bewegt wird, daß die Reibscheibe 133 an dem Flansch der Spule 44 an der Beschickungsstation 63 angreift, wird somit die Reibscheibe angetrieben, um die Spule 44 in Umdrehung zu versetzen, damit der Durchhang des Garns zwischen der Aufwickelspule 43 a und der neuen Spule 44 beseitigt wird. Hierauf kann die Bedienungsperson den Bremslöseschalter 109 niederdrücken, um den Drehtisch 11 freizugeben, der dann durch den Treibriemen 39 gedreht wird.
  • Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es erwünscht, daß die Bedienungsperson sämtliche benötigten Materialien möglichst griffbereit zur Verfügung hat, d. h. eine Zuführungsquelle für zu leerende Spulen, eine Zuführungsquelle für Aufwickelspulen und eine Ablageeinrichtung zum Aufnehmen der fertig aufgespulten Spulen, die so weit gefüllt worden sind, daß sie als volle Spulen anzusprechen sind. Zu diesem Zweck ist eine Zuführungsrutsche 151 für nur teilweise gefüllte Spulen vorgesehen, die auf die Bedienungsperson zu nach unten geneigt ist, sich auf der entgegengesetzten Seite des Nähtisches 123 befindet und auf einem geeigneten, hier nicht gezeigten Gestell ruht. Ferner ist auf einer Seite der Zuführungsrutsche für die nur teilweise gefüllten Spulen eine Rutsche 155 zum Aufnehmen der vollständig gefüllten Spulen angeordnet, die sich von der Bedienungsperson aus nach hinten und unten erstreckt und ebenfalls durch ein hier nicht gezeigtes Gestell unterstützt wird. Die beiden Rutschen 151 und 155 weisen vorzugsweise zum Führen der Spulen dienende Seitenwände 159 bzw. 161 auf, und am unteren Ende der Rutsche 151 ist eine Stirnwand 163 zum Festhalten der Spulen vorgesehen. Eine Bedienungsperson kann in geeigneten Zeitabständen weitere teilweise gefüllte Spulen in die Rutsche 151 einlegen und der Rutsche 155 gefüllte Spulen entnehmen.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Abspulen der Fadenreste von Spulen, insbesondere Scheibenspulen, und Aufspulen derselben auf nicht vollständig abge- laufene, vorzugsweise gleichartige Spulen mit auf einem Drehtisch und konzentrisch zur Drehtischachse angeordneten und gemeinsam angetriebenen Spulspindeln und einer stationären Beschickungsstation, dadurch gekennzi;ichnet, daß jeweils eine angetriebene Spulspindel (13)- und eine mit einer Spindelbremse (49) versehene Ablaufspulenspindel (15) paarweise, im wesentlichen parallel nebeneinander auf dem Drehtisch (11) angeordnet sind und daß der den Spulspindeln (13) gemeinsame Antrieb (39) so ausgebildet ist, daß die Spulspindeln des sich jeweils an der Beschickungsstation (63) befindenden Spindelpaares (13, 15) vom Antrieb frei ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirtel (37) der auf einem Kreis angeordneten Spulspindeln (13) von einem gemeinsamen Riemen (39) angetrieben werden, dessen Antriebsrolle (65) der Beschickungsstation (63) gegenüber radial außerhalb dieses Kreises liegt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine zu betätigende Brems- und Rasteinrichtung (75), die den Drehtisch (11) während des normalen Betriebes an der Mitnahme durch den Antriebsriemen (39) hindert.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine in Berührung mit der Ablaufspule (44) verbringbare angetriebene Rolle (133) vorgesehen ist, mit der das zum Anknüpfen der Garnenden von der Ablaufspule abgezogene Garn auf diese wieder zurückgespult werden kann.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die angetriebene Rolle (133) an einem Schwenkhebel (139) gelagert ist, der durch eine Feder (142) in einer Ruhestellung gehalten wird, und daß ein vom Hebel (139) beim Schwenken betätigter Schalter (149) für das Ein-und Ausschalten des Antriebsmotors (137) der Rolle (133) vorgesehen ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 877 722, 625 557; deutsche Auslegeschrift Nr. 1040 690; schweizerische Patentschriften Nr. 306 966, 1065; französische Patentschriften Nr. 1 189 934, 1185224.
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