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DE1221539B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Resonanzkoerpern fuer Saiteninstrumente, mittels Abstandshalter und Druckbalken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Resonanzkoerpern fuer Saiteninstrumente, mittels Abstandshalter und Druckbalken

Info

Publication number
DE1221539B
DE1221539B DEF41812A DEF0041812A DE1221539B DE 1221539 B DE1221539 B DE 1221539B DE F41812 A DEF41812 A DE F41812A DE F0041812 A DEF0041812 A DE F0041812A DE 1221539 B DE1221539 B DE 1221539B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
network
plate
longitudinal
transverse
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF41812A
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Fichtl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEF41812A priority Critical patent/DE1221539B/de
Publication of DE1221539B publication Critical patent/DE1221539B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/02Resonating means, horns or diaphragms

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Resonanzkörpern für Saiteninstrumente, mittels Abstandshalter und Druckbalken Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Resonanzkörpern für Saiteninstrumente durch Angleichen der Holzdicken, Leim- und Lackstärken und -härten an vorhergehende Meßergebnisse, bezogen auf eine Mittellinie.
  • An sich sind solche Verfahren bekannt, wobei die Ermittlung des für die Anspielmöglichkeit und Klangfarbe von Saiteninstrumenten maßgebenden Spannungsausgleichs der Resonanzkörper, durch eine einfache mechanische Methode erfolgt. Bei diesen Verfahren werden die Resonanzkörper durch Angleichen der Holzdicken, Leim- und Lackstärken und -härten an vorhergehende Meßergebnisse ausgewertet, wobei der Resonanzkörper auf eine Bezugslinie bezogene Durchbiegungsbelastung unterworfen wird und die sich ergebenden Unterschiede der Biegungsspannungen ermittelt und in der Nacharbeit der Resonanzkörper ausgewertet werden. Man bedient sich dabei einer Druck- und Meßvorrichtung zur Ausführung des Verfahrens, bei der ein die Bezugsmitte des Resonanzkörpers belastender Druckbalken an den Enden mit Bolzen zum Unterfassen der Plattenränder und zur Führung von Belastungsfedern versehen ist, deren Spannung durch Spannmittel verändert und jeweils von einer Anzeigevorrichtung bzw. Meßvorrichtung abgelesen werden kann.
  • Der Vorteil liegt besonders darin, daß diese Methode mit einfachen mechanischen Meßeinrichtungen durchgeführt werden kann und zur Erreichung befriedigender Ergebnisse von der Vorlage alter Meisterinstrumente abgesehen werden kann.
  • Da ja die einheitliche Klangwirkung von dem Zusammenklingen der beiden seitlich von den unterstützten Mittelpunkten-Linien oder -Flächen liegenden Partien abhängt, kann man die für den Zusammenbau vorgesehene Tafel einer Reihe von Biegeproben mit nachfolgenden Nacharbeiten unterwerfen, bis sich auf den Meßeinrichtungen ein gleicher Zeigerausschlag ergibt. Diese Biegeproben können dann jeder Verformung und mit dem Fortschreiten des Zusammenbaues wiederholt werden, so daß man auch nach vollendetem Zusammenbau, ein übereinstimmendes Bild der Ergebnisse erwarten kann.
  • Die Einrichtung für die Durchführung dieser Methode ist jedoch mangelhaft, indem in der Hauptsache nur drei Querdruckbalken mit Anzeigevorrichtungen vorgesehen sind. Die Meßergebnisse sind daher auch nicht so vollkommen, wie sie wünschenswert wären.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde die Herstellung von Resonanzkörpern durch bessere Meßergebnisse zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Resonanzkörper an vielen Längs- und Querstellen Biegungsbelastungen unterworfen wird und die sich ergebenden Unterschiede der Biegespannungen ermittelt und in der Nacharbeit der Resonanzkörper ausgewertet werden. Die Vorrichtung dazu ist gewissermaßen als ein Drucknetz gebildet mit Längs- und Querbalken, wobei der Längsbalken an seinen beiden Enden gegabelt ist. Die Längs- und Querbalken besitzen Einkerbungen, so daß sie ineinander geschachtelt werden können. Jedes Ende der Balken ist mit einer Druck-und Meßeinrichtung bekannter Bauart versehen. Mit diesem sogenannten Drucknetz kann eine umfassende feine Abtastung und Druckbestimmung der ganzen Geigenplatte erfolgen. Außerdem können fertige Geigen, also mit daran befindlichem Hals usw., eingespannt und entsprechend nachgearbeitet und auf beste, gleichmäßige Klangfarbe gebracht werden.
  • Die Druckbolzen, welche unter die Platte des Instrumentes fassen, sind nach unten hin verlängert und unter dem Instrument auf einer besonderen Platte befestigt.
  • Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführung. Es zeigt F i g. 1 eine Draufsicht auf eine Geige, mit Drucknetz, bei dem der Mittelbalken gegabelt ist, F i g. 2 eine gleiche Ansicht mit Drucknetz, mit gerade durchgeführtem Mittelbalken, F i g. 3 einen Längsschnitt durch eine Geige, mit Drucknetz und Meßvorrichtungen.
  • Das sogenannte Drucknetz besteht aus beispielsweise drei Querbalken 1, 2 und 3 sowie einem Längsbalken 4, gerade durchlaufend, oder einem Längsbalken 5, der an seinen beiden Enden Gabelungen 5 b aufweist. Die einzelnen Längs- und Querbalken haben Einkerbungen 7, so daß sie ineinandergeschachtelt werden können. Das gleiche Balkennetz mit dem Längsbalken 4 a ist in einigem Abstand über dem unteren Netz angeordnet. Jeder Balken ist mit einer entsprechenden Wasserwaage 5 a versehen.
  • Am Ende jedes Balkens ist eine Druck- und Meßeinrichtung vorgesehen. Diese besteht in bekannter Weise aus der Schraubhülle 6, einem Spannkopf 9, einem Spannbolzen 10 mit daraufsitzender Feder 11, einer Klaue 12, einem Ziffernblatt 17 und einem Zeiger 18. Der Bolzen 10 hat nach unten hin eine Verlängerung 13, deren Ende mit einem Fuß 14 versehen ist. Er ruht auf einer Platte 15, auf welcher er mit seiner Flügelmutterschraube 16 befestigt ist.
  • Wie ersichtlich, ist der Abstandsbalken und Druckbalken 5 an den Enden mit vier Druck- und Anzeigevorrichtungen 6 versehen. Alle anderen Abstands-und Druckbalken sind mit zwei solcher Vorrichtungen versehen. Alle Balken zusammen bilden ein übereinändergelagertes doppeltes Netz. Dasselbe wird über die Bolzen 10 geführt, wobei die Druckfedern 11 auf den Bolzen 10 zwischen dem Druckbalkennetz und dem Abstandsbalkennetz zu liegen kommen. Die Druck- und Meßeinrichtung wird dann mit den Hülsen 6 am oberen Ende der Bolzen 10 befestigt.
  • Die Klauen 12 fassen unter die Enden der Resonanzplatte B. Durch Drehen an der Vorrichtung 9 wird infolge des Drucknetzes ein bestimmter Druck auf den Resonanzboden 8 ausgeübt, der sich in bekannter Weise durch übertragungsteile auf den Zeiger 18 auswirkt und auf eine Skalenscheibe 17 übertragen wird. Erst wenn alle Meßergebnisse sämtlicher Skalen einen gleichen Wert anzeigen, ist für den Resonanzboden 8 das beste Resultat erzielt.
  • Von besonderem Vorteil ist, daß mittels diesem Drucknetz, auch fertige Geigen nachgeprüft, bzw. nachgearbeitet und auf beste Klangfarbe gebracht werden können.
  • Die Wasserwaagen 5a haben den Zweck, daß die waagerechte Lage der Druckbalken nachprüfbar ist. Sobald die Tafel bzw. der Resonanzboden 8 an allen Druckpunkten gleiche Spannung hat, zeigen auch die Meßapparate 6 gleiche Zeigerstellung an, weil für die Durchbiegung der Platte 8 an allen Stellen die gleiche Kraft ausgeübt werden mußte. Sind dagegen die Spannungen der Platte 8 bei den Druckpunkten voneinander verschieden, so zeigen auch die Zeiger der Meßeinrichtungen 6 ungleiche Drücke an, aus welchen dann die notwendigen Nacharbeiten an den Platten 8 festgestellt werden können.
  • Das fertige Instrument kann nochmals in das Druckbalkennetz gemäß F i g. 1 eingespannt und nachgeprüft werden. Sofern dabei nicht alle Werte genau übereinstimmen, kann man dem durch Nacharbeitung der Lackschicht abhelfen. Auf diese Weise lassen sich hochwertige Meistergeigen und andere Saiteninstrumente herstellen, ohne auf das geschulte Gehör bester Meister angewiesen zu sein.
  • Zu erwähnen wäre noch, daß das Druckbalken-und Abstandsbalkennetz aus gutem leichtem Gußeisen, das überhaupt nicht nachgibt, bestehen muß. Den Druckbalken muß man bei der Anwendung selbstverständlich eine Unterlage beigeben, damit man die Holztafeln $, ganz gleich ob bei einer Geige, einer Gitarre usw. ausgleichen kann. Bei Anwendung dieses neuen Netzes kann man sogar neue Formen von Saiteninstrumenten mit guten Erfolgsaussichten erreichen.
  • Die Druck- und Meßapparate werden mit ihren Füßen 13, 14 auf einer Platte bzw. Holztafel 15 befestigt, und zwar je nach Bedarf auf verschiedenen Platten getrennt oder auf einer Platte gemeinsam.
  • Mit dem neuartigen Drucknetz kann man sämtliche Saiteninstrumente außer Harfe und Balalaika einfacher, besser und genauer herstellen. Man kann auch ein Saiteninstrument, das im Holz noch gut ist, jedoch in der Klangfarbe schlecht, mit diesem Druck-und Anzeigenetz nachbearbeiten und zu einem guten Instrument machen. Die Nachbearbeitung eines solchen Instrumentes ist bedeutend billiger als ein hochwertiges neues Instrument kosten würde.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Resonanzkörpern für Saiteninstrumente durch Angleichen der Holzdicken, Leim- und Lackstärken und -härten an vorhergehendeMeßergebnisse,bezogen auf eine Mittellinie, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß der Resonanzkörper an vielen Längs- und Querstellen Biegungsbelastungen unterworfen wird und die sich ergebenden Unterschiede der Biegespannungen ermittelt und in der Nacharbeit der Resonanzkörper ausgewertet werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe als ein Netz ineinandergeschachtelter Längs- und Querbalken (1, 2, 3, 4, 5) ausgebildet ist, und zwar in doppelter Anordnung übereinander, das eine als Drucknetz, das andere als Abstandsnetz, und daß jeder Endpunkt der Netzbalken, mit einem an sich bekannten Druck- und Meßapparat (6) versehen ist, mit welchen die Platte (8) an vielen Stellen abgetastet und durchgebogen wird, wobei in bekannter Weise Klauen (12) unter die Platte (8) bzw. den Resonanzboden fassen, die an den Bolzen (10) der Meßeinrichtungen angeordnet sind und die Platte (8) bei den Druckproben von unten her festhalten.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bolzen (10) der Meßeinric'htungen nach unten hin Verlängerungen (13) mit Füßen (14) aufweisen, womit sie auf einer Platte (15) mittels Flügelschrauben (16) befestigt werden können und so das Instrument bei den Druckproben frei hängend zu machen.
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die L ängs- und Querbalken Aussparungen (7) haben, zur netzartigen Verbindung derselben untereinander.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Längsbalken (5) an seinen beiden Enden Gabelungen (5 b) hat, zur Einspannung fertiger Instrumente.
  6. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, däß die Füße (13, 14) je nach Art des Instrumentes und des Drucknetzes, auf einer, zwei oder auch drei Holzplatten (15) gemeinsam oder voneinander getrennt aufgeschraubt werden.
DEF41812A 1964-01-23 1964-01-23 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Resonanzkoerpern fuer Saiteninstrumente, mittels Abstandshalter und Druckbalken Pending DE1221539B (de)

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Publications (1)

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DE1221539B true DE1221539B (de) 1966-07-21

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DEF41812A Pending DE1221539B (de) 1964-01-23 1964-01-23 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Resonanzkoerpern fuer Saiteninstrumente, mittels Abstandshalter und Druckbalken

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DE (1) DE1221539B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0038907A1 (de) * 1980-02-08 1981-11-04 Politechnika Slaska im. Wincentego Pstrowskiego Verfahren und Gerät zur Herstellung des Resonanzkörpers von Streichinstrumenten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0038907A1 (de) * 1980-02-08 1981-11-04 Politechnika Slaska im. Wincentego Pstrowskiego Verfahren und Gerät zur Herstellung des Resonanzkörpers von Streichinstrumenten

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