DE2450010A1 - Verfahren, bausatz und gitarre zur korrektur der oktavverschiebung bei gitarren - Google Patents
Verfahren, bausatz und gitarre zur korrektur der oktavverschiebung bei gitarrenInfo
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Description
- Verfahren, Bausatz und Gitarre zur Korrektur der Oktavverschiebung bei Gitarren Die Erfindung betrifft ein Yerfahren, einen Bausatz und eine Gitarre zur Korrektur der Oktavverschiebung bei Gitarren mit einem fest mit der Decke des Elangkdrpers verbundenen, in einer Nut ein die Saiten unterstützendes Stäbchen aufnehmenden Steg.
- Die H8he eines von einer schwingenden Saite erzeugten Tones hängt nicht nur von der Länge der schwingenden Saite, sondern u. a. auch von der in der Saite herrschenden Spannung ab. Da bei Gitarren - eine waagerechte Lage angenommen - die Saiten von dem an den Mechanismus angrenzenden Sattel bis zu dem die Saiten unterstützenden Stäbohen des Steges unter einem flachen Winkel nach oben verlaufen, ist die Spannung in den Saiten bei derem Niederdrücken auf die BUnde des Griffbrettes nicht immer gleichmäßig. Infolge des geneigten Verlaufes der Saiten ist die Spannung in dem schwingenden Teil der Saiten desto großer, Je kürzer dieser schwingende Teil durch Niederdrücken der Saiten auf die Bünde des Griffbrettes gemacht wird. Bei nur die Länge des schwingenden Teils der Saiten berücksichtigender Verteilullg der Bundstäbe auf dem Griffbrett ohne Berücksichtignng dieser erhöhten Spannung bei Verkürzung des schwingenden Teils der Saiten würden somit immer höhere Töne als gewünscht auftreten. Damit dies nicht geschiehtl wird bei der Berechnung der Bundunterteilung des Griffbrettes deshalb ein Kompensationsfaktor mit einkalkuliert, der am zwölften Bund (vom Sattel aus gezählt) zu einer Gesamtverschiebung von berspielswelse 2 - 2,4 mm - der sogenannten Oktavverschiebung - führt. Diese Oktavverschiebung ist somit ein flaß für den Kompensationsfaktor, der bei der Unterteilung des Griffbrettes durch BundstdDchen zur Kompensierung der bei Verkürzung des schwingenden Teils der Saiten auftretenden höheren Spannung berücksichtigt werden muß.
- Obwohl die zum Bal volt Gitarren verwendeten Hölzarten hierfür besonders geeignet und in der Regel lange abgelagert sind, bevor sie vararbetet werden, sind sie doch nur beschränkt immun gegen trockenheitsbedingtes Schrumpfen. Namhafte Gitarrenbauer verlangen deshalb vom Gitarristen, die von ihnen gebauten Instrumente unbedingt bei einer bestimmten relativen Luftfeuchtigkeit, beispielsweise von 65 - 80 %, aufzubewahren. Infolge der verschiedensten klimatischen, heiz- und kühl technischen Gegebenheiten ist es im allgemeinen nahezu unmöglich, eine derartige Anweisung während der ganzen Lebensdauer des Instrumentes hundertprozentig zu befolgen. Aber selbst eine solche konstante Luftfeuchtigkeit würde keine absolute Sicherheit gegen eir Verziehen oder Schrumpfen des zu einer Gitarre verarbeiteten Holzes garantieren. Im allgemeinen verändern sich die Ausmaße einer Gitarre - allerdings ganz vorwiegend wegen des allmählichen Austrocknens der zum Bau verwendeten Hölzer -. Dabei schrumpft im Laufe der Zeit hauptsächlich der Klangkörper, während das Griffbrett eher in seiner Breite und kaum in seiner Länge schrumpft. Durch das Schrumpfen des Klangkörpers wird die Oktawerschlebung dabei allmählich aufgehoben.
- Dies führt häufig sogar dazu, daß eine Verschiebung in entgegengesetzter Richtung entsteht. Dies alles bewirkt, daß der schwingende Teil der Saiten, der infolge des Kompensationsfaktors etwas länger sein sollte, nun zu kurz ist und immer kürzer wird, je länger das Schrumpfen des Klangkörpers anhält. Die Töne, insbesondere die in den höheren Grifflagen werden infolgedessen zu hoch und klingen also falsch.
- Um dieses zu vermeiden - also um die erwünschte Oktavverschiebung aufrechtzuerhalten - sind sogenannte dynamische Stege bekanntgeworden. Dynamische Stege sind beispielsweise bei Schlaggitarren und elektrischen Gitarren üblich, bei denen die Saitenbefestigung an der Zarge vorgenommen wird.
- Die benannten dynamischen Stege sind mit Schraubmechanismen versehen, durch die die Lage oder Höhe des gesamten Steges oder die Lage der einzelnen Auflagepunkte der sechs Saiten individuell verstellbar sind.
- Derartige dynamische Stege und eine Saitenbefestigung an der Zarge unterhalb der Decke des Klangkörpers wird von den Herstellern von Konsertgitarren - auch klassische oder spanische Gitarren genannt - energisch abgelehnt. Diese verlangen vielmehr, daß der Steg fest mit der Decke des Klangkörpers verleimt sein muß und sich auch keinerlei bewegliche Teile wie etwa Schraubvorrichtungen oder dergleichen daran befinden dürfen. Es sollen auch keinerlei Metall teile - lit Ausnahme der Saitenunrwicklung - in einen Resonanzkontakt mit dem Klangklfrper gebracht werden. Das die Saiten unterstützende Stäbehen, das empfohlenerweise aus Elfenbeln besteht, muß vielmehr fest und allseitig spielraumfrei in die dazu bestimmte Nut des aus Holz bestehenden Steges geklemmt sein. Für die Befestigung der Saiten wird bei dieser Art von Gitarren allgemein die sogenannte spanische Knüpiteehnik am Steg beibehalten.
- Soll bei solchen goneertgitarren die verdorbene Oktavverschiebung berichtigt werden, so wird bislang das Stäbchen aus der Nut des Steges entfernt, und ea wird die Nut mit einem Leimgetränkten Holzspan ausgefüllt. Danach bringt man gleich hinter der bisherigen Nut eine neue Nut an, in die dann wieder das Stäbchen eingesetzt wird. Wegen der begrenzten Ausdehnung des Steges und der dabei notwendigen Veränderungen am Steg läßt sich eine derartige Versetzung der Nut in der Regel nur einmal erfolgreich durchführen. Wenn die genugend Oktavversohlebung dadurch nicht / korrigiert werden kann oder sich nach der Versetzung der Nut wieder verschlechtert hat, bleibt in der Regel nichts anderes übrig, als den ganzen Steg Schicht für Schicht vorsichtig abzutragen und einen neuen Steg in korrigierter Stellung aufzuleimen. Dies ist eine sehr schwierige und auch langwierige Arbeit und wird daher ungern vorgenommen.
- Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, anzugeben, wie unter Vermeidung der aufgezählten Nachteile eine einfachs Korrektur der Oktavversohiebung auch bei Gitarren mit einem fest mit der Decke des Klangkt3rpers verbundenen, in einer Nut ein die Saiten unterstützendes Stäbchen aufnehmenden Steg vorgenonen werden kann.
- Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung verfahrensmäßig dadurch gelöst, daß zur Korrektur der Oktavverschiebung das bisherige Stäbohen aus der Nut des Steges entfernt und in die Nut ein neues Stäbchen eingesetzt wird, dessen Auflagefläohe für die Saiten entsprechend der vorzunehmenden Korrektur in Richtung auf eine Verlängerung oder Verkürzung des schwingenden Teils der Saiten versetzt angeordnet ist.
- Hierbei wird die Bedingung aufrechterhalten, daß der Steg fest mit der Decke des Klangkörpers der Gitarre verbunden ist und bleibt und das die Saiten unterstützende Stäbohen festen Kontakt zum Steg hat. Zur Korrektur der Oktavverschiebung braucht dabei bloß das bisherige Stäbchen entfernt und durch ein anderes ersetzt zu werden, das die in richtiger Weise versetzte Auflagefläche für die Saiten besitzt. Ggf.
- kann dabei die notwendige Korrektur durch mehrfaches Auswechseln von Stäbchen mit verschieden versetzten Auflageflächen erreicht werden, indem nach Einsetzen jedes einzelnen Stäbchens ausprobiert wird, ob die richtige Oktavverschiebung wieder hergestellt ist.
- Falls die Gitarre, an der die Oktavverschiebung korrigiert werden soll, nur eine sehr schmale Stegnut für die bisher bekannten Stäbchen zur Unterstützung der Saiten aufweist, ist es verfahrensmäßig vorteilhaft, daß nach dem Entfernen des bisherigen Stäbchens die Nut im Steg dergestalt verbreitert wird, daß in sie Stäbohen mit versetzt angeordneten Auflageflächen, deren zum schwingenden Teil der Saiten hinweisenden Kanten senkrecht über der Grundfläche der Stäbchen liegen, einsetzbar sind. Diese Maßnahme erübrigt sich allerdings, wenn die Gitarre von vornherein durch eine entsprechend breite Nut darauf eingerichtet ist, daß eine Korrektur der Oktavverschiebung mit derartigen Stäbohen vorgenommen werden kann. Wenn die Nut eine solche entsprechende Breite hat, können die Stäbchen immer so ausgebildet sein, daß ihre zum schwingenden Teil der Saiten hinweis enden Kanten senkrecht huber der Grundfläche der Stäbchen liegen und auf diese somit keine unzulässigen Drehmomente ausgeübt werden, die ihren festen Klemmsitz in der Nut des Steges ungünstig beeinflussen würden. Die Stäbchen werden bei dieser Ausbildung vielmehr im wesentlichen in senkrechter Richtung zu der Decke des glangkörpers belastet.
- Zur Durchführung des Verfahrens zur Korrektur der Oktavverschiebung wird in Weiterbildung der Erfindung ein Bausatz vorgesehen, der aus einer Anzahl von in die Nut des Steges einsetzbaren Stäbchen besteht, die alle einen gleich ausgebildeten, den Abmessungen einer Nut angepaßten unteren Sockelteil besitzen, aber Jeweils eine überhalb des Sockelteils angeordnete, unterschiedlich in Bezug auf die Stäbchendicke versetzte Auflagefläche für die Saiten aufweisen.
- VOn dieser Anzahl von Stäbchen kann in einfacher Weise, beispielsweise durch Ausprobidn, das Stäbchen ausgewählt werden, das beim Ejnsetzen in die Nut des Steges die richtige Korrektur der Oktavverschiebung ergibt. Dabei brauchen keinerlei Arbeiten an der Gitarre durchgeführt zu werden oder neue Stäbchen geschaffen werden. Damit die Stäbchen mit den versetzten Auflageflächen nicht, wie bereits erwähnt, ein deren Verbindung mit dem Steg ungünstig beeinflussendes Drehmoment erhalten, ist dabei in vorteilhafter Weise vorgesehen, daß die zum schwingenden Teil der Saiten hinweisenden Kanten der Auflageflächen der Stäbchen immer senkrecht überhalb der Grundfläche der Stäbchen liegen.
- Neben den geschilderten Schrumpfungen, beispielsweise des Klangkrpers, kann das Holz der Gitarre sich auch noch in anderer Weise verziehen. Beispielsweise kann durch nachträglich auftretende Krümmung des Griffbrettes o. dgl. sich ergeben, daß beim Niederdrücken der Saiten auf die Bundstäbchen eine größere Höhe überwunden werden muB, als ursprUnglich vorgesehen. Auch dieser Effekt führt zu einer Erhöhung der Spannung in den Saiten und somit zu einer falschen Tonhöhe. Um auch ein derartiges Verziehen der Gitarre auagleiohen zu können, ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß ein Bausatz mehrere Sätze von unterschiedlich versetzt angeordneten Auflageflächen besitzenden Stäbchen umfaßt, wobei die einzelnen Sätze Jeweils Stäbchen mit einer bestimmten Höhe der Stäbchen von Grundfläche bis Auflagefläche besitzen, die von der entsprechenden Höhe der anderen Sätze unterschiedlich ist. Bei einem solchen Bausatz wird dann zur Korrektur des beim Niederdrücken der Saiten zu überwindenden Abstandes zu den Bundstäbchen ein entsprechender Satz von Stäbohen gewählt, deren Höhe so bemessen ist, daß eine Korrektur dieses Abstandes erreicht wird.
- Zweckmäßigerweise sind die Stäbchen der Bausätze so ausge bildet, daß die von der Auflagefläohe in Richtung auf den Sockel der Stäbchen weisende Fläche dergestalt geneigt verläuft, daß der Winkel zwischen dem schwingenden Teil der Saiten und dieser Fläche größer oder gleich 900 ist. Eine solche Ausbildung stellt sicher, daß das Schwingen der Saiten durch die Ausbildung des Steges nicht ungünstig beeinflußt wird. Dabei ist in vorteilhafter Weise vorgesehen, daß die Auflageflächen für die Saiten im Bereich der Saitenführung leicht abgerundete Kanten aufweieen. Hierdurch wird einæ Verletzung der Saiten vorgebeugt. Diese Abrundungen müssen Jedoch leicht sein, daß durch sie keine Störschwingungen entstehen können, Als vorteilhafte Ausbildung hinsichtlich der Abmessungen hat sich ein Bausatz erwiesen, der aus sechs Stäbchen mit Jeweils einem etwa 6 mm dicken Sockelteil und Jeweils um etwa 1 mm gegenüber der Auflagefläche eines der anderen Stäbchen in der gleichen Richtung versetzt angeordneter Auflagefläche für die Saiten besteht. Einerseits sind die üblichen Stege von Konzertgitarren so breit, daß ohne weitermes eine entsprechend breite Nut in ihnen vorgesehen oder angebracht werden kann. Andererseits ermöglicht ein solcher Bausatz einen Versohiebungsbereich von 5 mm, um den der effektive Saitenauflagepunkt, der den frei in der Luft schwingenden Bereich der Saiten begrenst, tariert werden kann. Es kann selbstverständlich auch eine größere Unterteilung mit mehr Stäbchen oder eine kleinere mit weniger als sechs Stäbchen gewählt werden. Die Unterteilung in Versetzungen zu Je 1 mm und die Verwendung von sechs Stäbchen erscheint Jedoch am empfehlenswertesten, da sie in der Praxis ausreicht, um die notwendigen Korrekturen nahezu optimal auszuführen. Zur Verwendung all dieser Bausätze empfiehlt es sich dabei selbstverständlich, wenn die Gitarre von Haus aus bereits eine breitere Nut im Steg als sonst üblich besitzt, damit diese Nut nicht nachträglich erst noch erweitert zu werden braucht. Dabei ist es zweckmäßig, die Nut breiter als 3 mm zu machen und dem unteren Teil des Stäbe chene eine dieser Breite entsprechende Dicke su geben. Bei einer Breite von 3 im und einer Versetzung der Autlageflächen uns Jeweils 1 fl könnten dann zwei verschiedene Seäbohen verwendet werden, deren Auflagefläche um 1 mm zueinander versetzt ist. Wird die Mut noch breiter gemacht, ao können entsprechend mehrere Stäbchen mit zueinander versetzten Auflageflächen verwendet und somit größer. Korrekturen der Oktavversohiebung vorgenommen werden.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den Zsichnungen zeigt: Fig. 1 die Ansicht einer üblichen Konzertgitarre, Fig. 2 die perspektivische Ansicht eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Steges und Fig. 3 bis 8 Je einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Steg mit Jeweils einem unterschiedlich ausgebildeten Stäbohen zur Unterstützung der Saiten, wobei die Auflageflächen für die Saiten Jeweils verschieden stark versetzt angeordnet sind.
- Die dargestellte Konzertgitarre umfaßt einen Klangkörper mit einer ein Schallooh 1 aufweisenden Decke 2, einem nicht sichtbaren BOden und einer Boden und Decke 2 miteinander verbindenden Zarge 3. An dem Elangkdrper befindet sich der Hals 4 der Gitarre mit dem darauf angebrachten Griffbrett 5 und dem Kopf 6, der den Mechanismus 7 zum Spannen der Saiten 8 enthält.
- Die Saiten 8 der Gitarre verlaufen von dem Mechanismus 7 über einen sie unterstützenden Sattel 9 zu einem fest mit der Decke 2 des Klangkörpers verleimten Steg 10. Dieser Steg 10 umfaßt einen mit ihm aus einem Stück gebildeten Befestigungsblock ii, der in den Fig. 2 - 8 sichtbare Bohrungen 12 zum Durchführen der Saiten 8 aufweist und mit dem die Saiten mittels der sogenannten spanische Knüpftechnik verbunden sind. Weiterhin besitzt der Steg 10 noch eine ebenfalls in den Fig. 2 - 8 sichtbare Nut 13, in die ein Stäbchen 14 fest und allseitig spielraumfrei eingeklemmt ist. Dieses Stäbchen 14 unterstützt die Saiten 8 und begrenzt somit deren schwingenden Teil.
- In das Griffbrett 5 sind zum Abgreifen der verschiedenen Töne Bundstäbchen 15 eingelassen. Beim Runterdrücken einer der Saiten 8 auf das zwölfte Bundstäbchen 15 a wird dabei Jeweils ein um eine Oktave höher liegender Ton als der Ton der nicht heruntergedrückten Saite erzeugt. Da die Saiten 8 vom Sattel 9 bis zum Stäbehen 14 in Bezug auf das Griffbrett 5 geneigt nach oben verlaufen* entsteht beim Runterdrücken der Saiten eine immer größere Spannung, je näher die Saiten in Richtung auf das Schalloch 1 heruntergedrückt werden. Da eine solche höhere Spannung auch die erzeugten Töne höher werden läßt, muß bei der Anordnung der Bundstäbchen 15 ein Kompensationsfaktor berücksichtigt werden, der beispielsweise dazu führt, daß das zwölfte Bundstäbchen 15 a im Verhältnis zu einer ITiehtberUcksi¢htigung einer solchen erhöhten Spannung in den Saiten lun ungefähr 2 - 2,4 mm - der sogenannten Oktavverschiebung - in Richtung auf den Kopf 6 der Gitarre versetzt angeordnet ist. Hierdurch wird beim Niederdrücken der Saiten am zwölften Bundstäbchen 15 a der schwingende Teil der Saiten, der über das Schalloch 1 verläuft etwas verlängert, so daß der gewünschte richtige Ton erzeugt wird. Eine entsprechende Kompensation ist natUrlich tei der Lagebestimmung aller anderen Bundstäbchen 15 berücksichtigt worden.
- Tritt nun ein Schrumpfen, beispielsweise des Holzes des Klangkörpers auf, 90 wandert die Lage des Steges 10 in Richtung auf das Griffbrett 5. Hierdurch tritt eine Verkürzung der Saiten auf, die die zur Kompensation vorgesehene Oktavverschiebung wieder aufhebt und ggf. sogar dazu führt, daß eine Oktavverschiebung in der falschen Richtung auftritt.
- Soll eine derartige Veränderung der Oktavverschiebung wieder korrigiert werden, ao muß dafür gesorgt werden, daß der schwingende Teil der Saiten wieder verlängert wird.
- Bei herkömmlichen Konzertgitarren mit einem schmalen Stäbchen 14 geschieht dieses in der Weise, daß zuerst diesea Stäbchen 14 aus der entsprechenden Nut des Steges 10 entfernt wird und die Nut verbreitert wird, um 80 das Einsetzen von dickeren Stäbchen zu ermöglichen. Vorzugsweise sollten jedoch die Gitarren vonvornherein schon eine entsprechend breite Nut 13 besitzen, wie sie in den Fig. 2 - 8 dargestellt ist und die beispielsweise 6 mm breit ist.
- In eine solche breite Nut 13 wird dann ein anderes Stäbchen 14 eingesetzt, dessen Auflagefläche für die Saiten eo versetzt ist, daß der schwingende Teil der Saiten wieder verlängert wird. In den Fig. 2 - 8 sind dabei unterschiedliche Stäbchen dargestellt, die eine unterschiedlich starke Korrektur der Oktavverschiebung ermöglichen.
- Die in den Fig. 2 - 8 dargestellten Stäbchen 14 besitzen alle Jeweils einen vorgegebene Abmessungen aufweisenden Sockelteil 16, der so ausgebildet ist, daß die Stäbchen 14 mit ihrem Sockelteil 16 Jeweils ohne Zwischenraum fest in die breite: Nut 13 eingeklemmt werden können. Außerdem besitzen alle Stäbchen eine Auflagefläche 17 für die Saiten 8, wobei jede der Auflageflächen 17 eine vordere, in Richtung auf den schwingenden Teil der Saiten 8 weisende, leicht abgerundete Kante 18 aufweist, die Jeweils den schwingenden Teil der Saite begrenzt. Bei den in den Fig. 3 - 8 dargestellten Stäbchen ist dabei die Auflagefläche 17 und somit ihre vordere Kante 18 in unterschiedlichen Positionen in bezug auf den Sockelteil 16 angeordnet. Wlhrend in der Fig. 3 die von der Kante 18 in Richtung auf den Sockel 16 weisende Fläche 19, die Ieweils senkrecht nach unten verläuft, mit der vorderen Fläche des Sockelteiles fluchtet, ist in Fig. 4 die Auflagefläche 17 und somit die Kante 18 um einen gewissen Betrag - beispielsweise 1 mm - in Richtung auf den Befestigungsblock 11 hin versetzt. In Fig. 5 ist die Auflagefläche und die vordere Kante 18 um einen weiteren Betrag in der gleichen Richtung versetzt und in den nachfolgenden Figuren wiederum jeweils um einen weiteren Betrag. Soll nun eine falsche Oktavverschiebung korrigiert werden, so wird eines der in den Fig. 3 - 8 gezeigten Stäbchen ausgewählt, deren Auflagefliche 17 und Kante 18 die entsprechende Versetzung aufweist, die zu der notwendigen Korrektur der Oktavverschiebung führt.
- Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist. So können die Stäbchen 14 außer der gezeigten Versetzung der Auflageflä che 17 und ihrer vorderen Kante 18 auch noch in unterschiedlichen Höhen gefertigt werden. Durch derartige Stäbchen mit verschiedenen Hohen kann dann auch noch der jeweilige Abstand der Saiten 8 von dem Griffbrett 5 korrigiert werden, falls der Hals 4 und das Griffbrett 5 der Gitarre sich im Laufe der Zeit gekrtimint bzw. die Decke des Klangkörpers sich entsprechend im konkaven oder konvexen Sinn gewölbt haben sollten. Selbstverständlich können die Stäbchen 14 außerdem auch noch andere Formen besitzen. Dabei ist jedoch empfehlenswert, daß die vordere Kante 18 der Auflageflächen 17 immer senkrecht überhalb der Grundfläche 20 der Stäbchen angeordnet ist. Falls dieses nicht der Fall sein sollte, besteht nämlich die Gefahr, daß ?*uf die Stäbchen 14 aufgrund der Spannung der Saiten 8 ein Drehmoment ausgeübt würde, das zu einem Verkanten der Stäbchen und somit zu einem nicht paßgerechten Sits in den Nuten 13 führen konnte.
- Dies würde eine Verschlechterung des Klanges der Gitarre bewirken.
Claims (9)
1. Verfahren zur Korrektur der Oktavverschiebung bei Gitarren mit
einem fest mit der Decke des Klangkdrpers verbundenen, in einer Nut ein die Saiten
unterstützendes Stäbchen aufnehmenden Steg, dadurch ekennzeichnet, daß zur Korrektur
der Oktavverschiebung das bisherige Stäbchen (14) aus der Nut (13) des Steges (10)
entfernt und in die Nut ein neues Stäbchen eingesetzt wird, dessen Auflagefläche
(17) für die Saiten (8) entsprechend der vorzunehmenden Korrektur in Richtung auf
eine Verlängerung oder auch Verkürzung des schwingenden Teils der Saiten versetzt
angeordnet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. daß nach dem
Entfernen des bisherigen Stäbchens die Nut im Steg (io) dergestalt verbreitert wird,
daß in sie Stäbchen (14) mit versetzt angeordneten Auflageflächen (17), deren zum
schwingenden Teil der Saiten (8) hinweisenden Kanten (18) senkrecht huber der Grundfläche
(20) der Stäbchen (14) liegen, einsetzbar sind.
3. Bausatz zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2,
rekennzeichnet durch eine Anzahl von in die Nut (13) des Steges (10) einsetzbaren
Stäbchen (14), die alle einen gleich ausgebildeten, den Abmessungen einer Nut (13)
angepaßten unteren Sockelteil (16) besitzen, aber Jeweils eine überhalb des Sockelteils
(16) angeordnete, unterschiedlich in Bezug auf die Stäbohendioke versetzte Auflagefläche
(17) für die Saiten (8) aufweisen.
4. Bausatz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zum schwingenden
Teil der Saiten (s) hinweisenden Kanten (18) der Auflageflächen (17) der Stäbchen
(14) immer senkrecht überhalb der Grundfläche (20) der Stäbchen liegen.
5. Bausatz nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch mehrere Sätze
von unterschiedlich versetzt angeordnete Auflageflächen (17) besitzenden Stäbchen
(14), wobei die einzelnen Sätze Jeweils Stäbchen mit einer bestimmten Höhe der Stäbchen
von Grundfläche (20) bis Auflagefläche (17) besitzen, die von der entsprechenden
Höhe der anderen Sätze unterschiedlich ist.
6. Bausatz nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die von der Auflagefläche (17) in Richtung auf den Sockel (16) der Stäbchen (14)
weisende Fläche (19) dergestalt geneigt verläuft, daß der Winkel zwischen dem schwingenden
Teil der Saiten (8) und dieser Fläche größer oder gleich 900 ist.
7. Bausatz nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auflageflächen (17) für die Saiten (8) im Bereich der Saitenführung leicht
abgerundete Kanten (18) aufweisen.
8. Bausatz nach einem der Ansprüche 3 bis 7, gekennzeichnet durch
sechs Stäbchen (14) mit Jeweila einem etwa 6 mm dicken Sockelteil (16) und Jeweils
um etwa 1 mm gegenüber der Auflagefläche (17) eines der anderen Stäbchen (14) in
der gleichen Richtung versetzt angeordneter Auflagefläche (17) für die Saiten (8).
9. Gitarre mit einem fest mit der Decke des Klangkörpers verbundenen,
in einer Nut ein die Saiten unterstUtzendes Stäbchen aufnehmenden Steg zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 und 2 und zur Verwendung des Bausatzes
nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (13) breiter
als 3 mm ist und der untere Teil des Stäbehens (14) eine dieser Breite entsprechende
Dicke aufweist.
Leerseite
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|---|---|---|---|
| DE19742450010 DE2450010A1 (de) | 1974-10-22 | 1974-10-22 | Verfahren, bausatz und gitarre zur korrektur der oktavverschiebung bei gitarren |
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| DE19742450010 DE2450010A1 (de) | 1974-10-22 | 1974-10-22 | Verfahren, bausatz und gitarre zur korrektur der oktavverschiebung bei gitarren |
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| DE2450010A1 true DE2450010A1 (de) | 1976-04-29 |
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ID=5928794
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|---|---|---|---|
| DE19742450010 Pending DE2450010A1 (de) | 1974-10-22 | 1974-10-22 | Verfahren, bausatz und gitarre zur korrektur der oktavverschiebung bei gitarren |
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