DE122158C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B5/00—Visible signalling systems, e.g. personal calling systems, remote indication of seats occupied
- G08B5/22—Visible signalling systems, e.g. personal calling systems, remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf A^erbesserungen an elektrischen Signalapparaten.
Zweck.der Erfindung ist, einen verbesserten elektrischen Signalapparat zu schaffen, der gedrung'en
und wirksam ist, und eine grofse Anzahl von verschiedenen Signalen übertragen und aufzeichnen kann.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine A^orderansicht einer Ausführungsform
der elektrischen Signalvorrichtung.
Fig. 2 ist eine Draufsicht.
Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2 in der Richtung des Pfeiles
gesehen.
Fig. 4 ist eine Schnittansicht nach Linie 4-4 der Fig. 3. . _
Fig. 5 ist. eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt. . ' .
Fig. 6 ist eine Ansicht des Federtriebwerkes.
Fig. 7 ist eine übersichtliche Darstellung der Stromkreise, die bei der Vorrichtung zur
Anwendung kommen.
In Fig. ι bedeutet 1 die Grundplatte von geeigneter
Form. Diese Grundplatte 1 ist mit Klemmschrauben 2,3 und 4 versehen, und
auf ihr steht ein Träger 5, der z. B. aus einer Messingplatte besteht. An diesem Tfäger 5,
aber isolirt von ihm, sind zwei kreisbogenförmige leitende Platten 6 und 7 befestigt,
von denen jede zwei Sätze von Stromschlufsstücken trägt. Die Stücke auf Platte 6 sind
mit 9 bezw. 10 bezeichnet, die Sätze der Platte 7 mit 11 bezw. 12.
Mit diesen Sätzen von Stromschlufsstücken wirkt eine Brücke 13 zusammen, die auf einer
durch den Träger 5 geführten Welle 14 befestigt ist. Wenn zwei Stromschlufsbahnen
angewendet werden, wird die Brücke mit zwei Stromschliefsern 15, 16 versehen sein, die mit
den Stromschlufsstücken 9,10 bezw. 1.1, 12
zusammenwirken.
Diese Stromschliefser sind auf Blöcken 17, 18 angeordnet, die aus isolirendem Mater·
rial bestellen und an der Brücke befestigt sind. Die Brücke 13 ist in zwei Stromkreise eingeschlossen,
von denen der eine die Platte 6 und die eine der Stromschlufsfedern, der andere
Stromkreis die Platte 7 und die andere Feder umfafst.
Dasjenige Ende der Brücke, welches die Feder 15 trägt, ist mit einer kurzen Welle 19
versehen, auf welcher ein Kippblock 20 sitzt, welcher auf der Welle mittelst der Schraube 20
befestigt ist. Die Welle 19 trägt ferner einen Finger 21, der mit einem anderen, mit der
Feder 15 leitend verbundenen, auf dem isolirenden Block 17 befestigten Finger 22 zusammenwirkt.
Aehnlich ist dasjenige Ende der Brücke, welches den Contact 16 trägt,
mit einer kurzen verticalen Welle 24 versehen, an welcher mittelst Schraube 25 ein Kippblock
26 befestigt ist. Diese Welle 24 trägt einen Finger 27, welcher mit einem auf dem
Block 18 befestigten Finger 28 zusammenwirkt, wobei letzterer mit der Feder 16 durch
einen kurzen Draht 29 verbunden ist. Durch Umlegen der Kipphebel 20 und 26 in die eine
oder die andere Richtung werden die Finger 21 und 27 in und aufser Berührung mit
den Fingern 22 und 28 gebracht. Wenn die Finger 21 und 22 in Verbindung sind und die
Feder 15 irgend eines der Stromschlufsstücke auf irgend einer der beiden Platten berührt,
wird ein Strom fliefsen von der Platte 6 durch Feder 15, Draht 23, Finger 22, Finger 21 und
die Welle 19 nach der Brücke, und ebenso, wenn die Feder 16 irgend eines der Stromschluisstücke
einer der beiden Platten berührt und der Finger 27 mit dem Finger 28 in Verbindung
steht, wird ein Stromkreis hergestellt werden von Platte 7 durch Feder 16, Draht 29,
Finger 28, Finger 27 und Welle 24 nach der Brücke. Wird jedoch entweder der Finger 27
oder 21 von dem Finger 28 oder 22 wegbewegt, so wird kein Stromschlufs hergestellt, obwohl
die Federn 15 und 16 die Stromschluisstücke der beiden Platten berühren.
Zur Bewegung der Brücke wird vorzugsweise ein Federtriebwerk angewendet. Die
Welle 14 ist mit einem Trieb 30 versehen, der lose auf ihr sitzt und mit einer gezahnten
Scheibe 31 versehen ist, welche mit einer Sperrklinke 32 in Eingriff kommt, die auf
dem Triebe 33 angebracht ist und mittelst einer Feder 34 niedergedrückt wird. Trieb 33
sitzt fest auf der Welle 14, die in der Hinterwand 35 gelagert ist. In Trieb 33 greift ein
Trieb 37 (Fig. 6) ein, der auf der Welle 38 sitzt, welche ein gewöhnliches Steigrad 39
trägt. Dieses Steigrad steht in Eingriff mit einer gewöhnlichen, auf dem Zapfen 41 angeordneten
Hemmung 40, welche mit der üblichen, auf der einen Seite beschwerten Schwinge 43 versehen ist, um die Hemmung
zu zwingen, in der richtigen Stellung stehen zu bleiben. Der Trieb 30 steht in Eingriff
mit dem Segment 44, welches auf einer in den Platten 5 und 35 gelagerten Welle 35 befestigt
ist, die mit einem Handgriff 46 versehen ist. Die Welle 45 trägt ferner einen Arm 47, der
mit einer Feder 48 verbunden ist, deren anderes Ende mittelst des Bolzens 49 an der
Wand 5 befestigt ist.
Ein Auslösehebel 50 ist bei 51 auf der Platte 5 drehbar angeordnet, und bildet den
Anker eines Magneten 52, der an der Platte 35 in geeigneter Weise befestigt ist, z. B. mittelst
des Trägers 53. Das untere Ende des Hebels 50 ist mit einer drehbaren Klinke 54 versehen,
die so angeordnet ist, dafs sie gegen den Arm 47 stöfst, wenn dieser durch den Handgriff 46 gehoben wird.
Die Theile des Triebwerkes sind derart angeordnet, dafs sie, wenn der Auslösehebel 50
bewegt wird, dem Trieb 30 und der Welle 14 eine halbe Umdrehung zit machen gestatten,
wodurch auch die Brücke 13 gezwungen wird, eine halbe Umdrehung zu machen. Hierbei
gleiten die Federn 15 und 16 über die Stromschlufsstücke
der beiden Platten 6 und 7 und senden eine Reihe von Stromstöfsen in die
Leitung, vorausgesetzt, dais die Schaltfinger 21 und 27 richtig gestellt sind.
Die gewöhnliche Stellung der Finger 21
und 27 ist die in den Fig. 3 und 4 gezeigte, d. h. die Finger sind aufser Berührung mit
den· Stromschlufsfedern 22 und 28, so dafs die Stromkreise an diesen Stellen offen sind. Um
die Schalter zu zwingen, ihren Stromkreis zu schliefsen, sobald die Brücke ihre Drehung
beginnt, sind Bolzen' 57,58 und 59 vorgesehen, die sich von einer Platte 61, die auf
dem Träger durch Schrauben 36 befestigt ist, nach innen erstrecken. Diese Bolzen liegen
auf dem Wege der Kippblöcke 20 und 26. Sobald die Brücke 13 anfängt sich zu drehen,
trifft der Kipper 20 gegen den Bolzen 57 und stellt den Schalter so, dafs der Finger 21 mit
der Feder 22 in Berührung gebracht wird. Auf dieselbe Weise trifft der Kippblock gegen
den Bolzen 59 und bringt Finger 27 mit Feder 28 in Berührung.
Diejenige Ausführungsform, welche hier zur Erläuterung" der Erfindung gewählt worden
ist, ist eine Signaleinrichtung für Gasthäuser, bei welcher die Aufträge mittelst
Zahlen gegeben werden, indem der Geber sowohl die Zahl des Zimmers, in welchem er
steht, als auch die Zahl der verlangten Gedecke übermittelt. Die Stromschluisstücke
der Platte 6 bei der gezeichneten Ausführungsform senden die Zahl des Auftrages, während
die Stromschlufsstücke der Platte 7 die Zahl des Zimmers und die Anzahl der verlangten
Gedecke angeben.
Der gezeichnete Geber ist geeignet, mittelst der Zahlen 1 bis 100 Zeichen in irgend einer
Zusammenstellung" zu geben. Zu diesem Zweck besteht der Satz 9 aus zehn Platten
und der Satz 10 ebenfalls aus zehn Stromschlufsplatten;
der Satz 9 giebt die Einer der Zahl an, die übermittelt werden soll, und der
Satz 10 die Zehner der Zahl.
Die Vorderplatte 61 des Gebers ist mit drei
Sätzen von numerirten Löchern versehen, in die Bolzen 63, 64, 65 gesteckt werden. Jeder
Satz besitzt zehn Löcher, d. h. die Zahl der Löcher in jedem Satz entspricht der Zahl der
Stromschlufsstücke eines jeden Satzes. Der erste Satz der numerirten Löcher ist mit 66
bezeichnet und ist so angeordnet, dafs der den Schalter bewegende Stift für die Stromschlufsstücke
9 in die Löcher eingesteckt werden kann; der zweite Satz Löcher ist mit 67
bezeichnet und so angeordnet, dafs der den Schalter bewegende Bolzen für die Schaltbahn
10 eingesteckt werden kann, und ebenso verhält es sich mit dem dritten Satz der
Löcher für die Schaltbahn 12, welche den Stift 65 aufzunehmen bestimmt sind. Die
Löcher eines jeden Satzes sind vorzugsweise
von derselben Gestalt und Gröfse, und ebenso die Bolzen, so dais die letzteren abwechselnd
gebraucht werden können. Wenn die Stifte 63,64 und 65 in den richtigen Löchern mehrerer
Sätze stecken, liegen ihre inneren Enden in dem Wege der Kipphebel 20 und 26 und
werden eine Bewegung dieser Hebel hervorrufen, die der durch die Bolzen 57, 58 und 59
erzeugten entgegengesetzt ist. Es mag hier bemerkt werden, dafs bei der Bewegung der
Brücke die Kipphebel in einiger Entfernung dem wirksamen Ende der Federn 15 und 16
vorausgehen. Die Löcher eines jeden Satzes 66,67 und 68 sind deshalb nicht den entsprechenden
Stromschlufsplatten genau gegenüber angeordnet, d. h. das erste Loch eines
jeden Satzes ist ein kleines Stück vorwärts von der ersten Platte aus angeordnet, und
die folgenden Löcher weisen den gleichen Abstand von einander auf, wie die zugehörigen
Platten.
Um die Wirkungsweise des Apparates zu erläutern, nehmen wir an, der Besitzer eines
Zimmers wolle einen Auftrag, der durch die' Zahl 74 angedeutet ist, senden, und welcher
für sechs Personen ausgeführt werden soll. Die lösbaren Stifte werden dann, wie in Fig. 1
angegeben, gesetzt, d. h. der Einerstift 63 wird in das Loch 4 der Einer gesteckt, der
Zehnerstift 64 in das Zehnerloch 7, und der Bolzen 65, der die Zahl der aufzutragenden
Portionen angiebt, wird in das Loch 6 des Satzes 68 gesteckt. Nachdem dieses geschehen
ist, wird der Handgriff auf die vorher beschriebene Weise niedergedrückt und die
Feder 48 hierdurch gespannt. Der Magnet, welcher die Thätigkeit des Hebels 50 regelt,
und diesen auslöst, wird dann durch später zu beschreibende Stromkreise erregt, so dafs der
Auslösehebel 50 aus dem Wege der Schwinge geht und das Federwerk in Bewegung kommt.
Sobald die Wrelle 14 sich zu drehen beginnt,
trifft der Kipphebel 20 auf der Brücke den Bolzen 57 und wirft den Finger 21 gegen die
Feder 22. Ebenso trifft der Kipphebel 26 gegen den Bolzen 59 und wirft Finger 27 gegen
die Feder 28. Da die Welle 14 sich dreht, gleitet die Feder 15 über die Platten des
Satzes 9, bis sie mit vieren dieser Platten Stromschlufs gemacht und vier Stromstöise
in die Leitung gesendet hat.. Wenn dies geschehen ist, trifft der Kipphebel gegen den
Stift 63, und der Finger 21 trennt sich von der Feder 22, so dafs keine Stromstöfse mehr
von den Klemmen 9 gesendet werden können.
Die Zahl des Zimmers wird bei dem gezeichneten Geber durch eine bestimmte Zahl
der Stromschlufsplatten in dem Satz 11 angegeben, so dafs es nicht nöthig ist, einen
Stift einzusetzen oder den Schalter für die Zimmerzahl einzustellen.
Da die durch die Welle 14 hervorgerufene Bewegung der Brücke 13 fortdauert, die
Feder 15 aber nicht im Stande ist, an der ersten Platte des Satzes 10 Stromschlufs herzustellen,
wird der Kipphebel 20 wieder umgelegt, um den Finger 21 gegen die Feder 22
zu werfen. Der Stromkreis ist nun wieder geschlossen, und es beginnt ein zweiter Satz von
Stromstöfsen, die so lange fortdauern, bis der Kipphebel gegen den Stift 64 trifft, der in dem
Loche 7 steckt. In gleicher Weise sendet die Schleif feder i6, deren Schalter durch Stift 59
umgelegt wurde, Stromstöfse in die Leitung, die die Platten.12 enthält, bis der Stift 65 erreicht
ist. Dieser Stift steckt in dem Loch 6. Wenn der Kipphebel 26 den Stift 65 trifft,
wird der Stromkreis wieder unterbrochen.
Nach einer halben Umdrehung bleibt die Brücke 13 stehen, und in dem vorliegenden
Beispiel ist also in den Stromkreis, in welchem die Platte 6 liegt, eine Reihenfolge von vier
Einerstromstöfsen und sieben Zehnerstromstöfsen erfolgt, welche auf einem geeigneten
Empfänger, der noch späterhin beschrieben werden soll, aufgezeichnet werden. In dem
Stromkreise, in welchem die Platte 7 liegt, ist ebenfalls eine Reihe von Stromstöfsen erfolgt,
von denen die eine Gruppe der Zimmerzahl entspricht, während die andere Gruppe,
hier also 6, die Zahl der aufzutragenden Gedecke angiebt.
An dieser Stelle mag bemerkt werden, dais für die vorliegende Ausführungsform der Erfindung
das Strichpunktsystem für die Aufzeichnung der Stromstöfse angewendet wird,
und dafs die Stromschlufsplatten aus diesem Grunde lang' und kurz in der gewünschten
Reihenfolge gemacht werden. Jeder Satz Platten ist von dem folgenden durch einen
Zwischenraum getrennt, um die Stromstöfse, die von einem Satz gegeben werden, von denen
des nachher folgenden Satzes zu trennen, so dafs das Schreibband anzeigt, weicher Satz
von Stromstöfsen von jedem Plattensatze aufgegeben worden ist.
Die Magnete für das Schreibwerk, das als doppeltes mit zwei Schreibspitzen versehen
werden kann, die mit verschiedenfarbiger Tinte schreiben, sind in Fig. 7 gezeigt. Die
Magnete sind mit 70 und 71 bezeichnet. Ein geeigneter Anzeiger kann ebenfalls in Verbindung
mit der Signalvorrichtung angewendet werden, wie er in Fig. 7 mit 74 bezeichnet ist.
Eine Anordnung der Stromwege ist in Fig. 7 dargestellt, in welcher 75 die Hauptbatterie
bezeichnet. Von dieser Batterie geht ein Draht 76 ab, der sich in zwei Zweige 1J1J, 78
theilt. Der Draht "J1J führt zu dem metallenen
Träger 5 des Gebers und der Draht 78 zu einem Schalter 79. Von der anderen Seite des
Schalters 79 geht ein Draht 80, der sich eben-
falls in zwei Theile theilt, von denen der eine, 81, zu der Platte 6 führt, welche, wie schon
vorher gesagt, von der Platte 5 isolirt ist. Der andere Leiter 82 führt zu dem mittleren
Stromschlufsstück 83 eines Stöpselschalters 86, dessen andere beiden Platten 84,85 heifsen
und der sich an der Empfängerstelle befindet. Von der Platte 84 des Schalters führt ein
Draht 87 zu dem Anzeiger 74, und von dort geht ein Draht zu der Batterie 75. Von der
Platte 85 geht ein Draht ab, welcher um den Schreibmagnet 70 geht, worauf er sich in zwei
Theile theilt, von denen der eine, 90, zu einem Relaismagneten 91 führt, und von dort durch
einen Draht 92 zu der Platte 93. Der andere Zweig des Drahtes 89 führt durch Draht 94
zu einem Draht 95, welcher mit dem Draht 88 verbunden ist. Der Draht 95 besitzt eine
Zweigleitung 96, die zu dem einen Theile des Schalters 97 führt, und von dem anderen
Theile dieses Schalters geht ein Draht 98 zu dem Drahte 92. Der Magnet 91 regelt einen
Relaisstromkreis, dessen Batterie bei 99 gezeichnet ist. Von einem Pole dieser Batterie
führt ein Draht 100 um den Schreibmagneten 71 und von diesem ein anderer Draht 101
zu einem Schalter 102, dessen einer Theil von dem Anker des Magneten 91 gebildet wird,
wie dies in solchem Falle gebräuchlich ist. Die Platte 5 ist in geeigneter Weise, z. B.
durch Schrauben 36 mit einem Draht 103 verbunden, der zu der Stromschluisfeder 104
geht (Fig. 3 und 7). Diese Stromschlufsfeder liegt auf einer leitenden Platte 105,
welche auf dem isolirten Block 17 befestigt ist. Ebenfalls auf der Platte 105 ruhend ist eine
Stromschluisfeder 106 angeordnet, die durch den Draht 107 mit der Platte 7 verbunden
ist. Von der Platte 7 führt ein Draht 108 zu dem Magnet 52, der, wie vorher beschrieben,
der Regel- und Auslösemagnet des Hebels 50 ist, und von diesem Magneten 52 geht der
Strom durch Draht 109 zu der Platte 110.
Die Normalschaltung der Stromwege ist die in Fig. 7 gezeichnete, mit der Ausnahme, dafs
der Stöpsel 86 anstatt zwischen den Theilen 83, 85 des Stöpselschalters zwischen den Theilen
83 und 84 steckt. Wenn der Besitzer des Zimmers die Stifte eingesteckt hat, um das
gewünschte Zeichen zu senden, drückt er den Handgriff 46 nieder, spannt so die Feder 48
und drückt dann auf den Druckknopf 79, der neben dem Geber angebracht ist. Es ist nun
ein Stromkreis hergestellt von der Batterie 75 durch die Drähte 76 und 78 nach dem Druckknopf,
von dort durch die Drähte 8.0, 82, Platten 83, 84 des Stöpselschalters und Draht 87
zu dem Anzeiger 74. Von dem Anzeiger 74 fliefst der Strom durch einen Draht 88 zurück
zur Batterie.
Wenn der Diener bereit ist, den Auftrag ' entgegenzunehmen, versetzt er den Stöpsel 86
in die in Fig. 7 gezeichnete Stellung, und drückt den Druckknopf 97 nieder. Nun ist
ein Stromkreis hergestellt von der Batterie 75 durch Draht 76 und JJ nach der Platte 5,
von dieser mittelst der Schraube 36 und Draht 103 nach der Feder 104 und der
Platte 105, von dort mittelst der Feder 106 und Draht 107 nach Platte 7, von da weiter
durch Draht 108 um 'den Magneten 52 und durch Draht 109 zu der Erdplatte 110, von der
Erdplatte 93 durch Draht 92 und 98 nach dem Druckknopf 97, von dort durch Draht 96 und
95 nach Draht 88 und zurück nach der Batterie. Dieser Strom läfst den Magneten 52
den Auslösehebel 50 anziehen, und so dem Triebwerk gestatten, die Brücke zu drehen.
Sobald die Brücke sich zu drehen beginnt, werden die Kipphebel so gedreht, dais sie die
Finger 21 und 27 mit den Federn 22 und 28 in Berührung bringen. Da die Feder 15 über
die Platten des Satzes 9 der Platte 6 schleift, fliefst der Strom von der Batterie durch
Draht 76 und JJ nach der Platte.5; von dort durch die Brücke 13, Welle 20, Finger 21,
Feder 22, Draht 23 und Feder 15 nach der Platte 6 über die folgenden Platten, welche
die Feder 15 berührt. Von diesen Platten geht der Strom durch Draht 81,82, durch
Platte 83, 85 des Stöpselschalters nach Draht 89, dann um den einen der beiden
Schreibmagnete 70 des Empfängers, endlich durch Draht 90, 94 und 95 nach Draht 88 und
zur Batterie zurück.
Da die Feder 16 die Platten der Sätze 11 .
und 12 auf der Platte 7 berührt, wird der Strom, welcher durch die Drähte 76 und JJ
nach der Platte 5 fliefst, getheilt. Ein Theil fliefst durch Brücke 13 nach der Welle 20,
wie vorher beschrieben, der andere nach der Welle 24. Von dieser Welle 24 geht der
Strom mittelst der Finger 27, 28 und Draht 29 nach der Feder 16. Da diese Feder die Platten
nach einander berührt, wird ein Stromkreis hergestellt von der Platte 7 durch Draht 108,
um den Magneten 52 und Draht 109 nach der Erdplatte 110. Von dort fliefst der Strom
mittelst der Erdplatte 93 des Drahtes 92 nach ■dem Relaismagneten 91 und dann durch die
Drähte 90,94,95 und 88 nach der Batterie. Die Bewegung des Relaismagneten 91 entspricht
deshalb der des Schreibmagneten 70. Wenn der Relaisanker angezogen ist, ist ein Stromkreis hergestellt von der Batterie 99
über Draht 100, 101 um den Schreibmagneten
71. Jeder der beiden Schreibmagnete wird demgemäfs während der Zeit erregt, während
welcher die Federn 15 und 16 über die Stromschlufsplatten
gleiten.
Es ist selbstverständlich, dais die Welle 14
sich immer in derselben Richtung dreht. . Die
Feder 15 wirkt deshalb zuerst während einer Vierteldrehung mit den Stromschlufsstücken
auf der Platte 6 zusammen, während der nächsten Vierteldrehung aber mit den Stromschlufsstücken
der Platten 7 zusammen. Es ist nicht nötliig, die Brücke in ihre Anfangsstellung
zurückzubringen, da die Brücke, nachdem sie einen Satz von Zeichen abgesendet hat, einen weiteren Satz absenden kann.
Die Anwendung des Schreibwerkes in Verbindung mit der Signalvorrichtung dieser Art
ist von besonderer Wichtigkeit, hauptsächlich in Gasthäusern, da eine genaue Aufzeichnung
aller von den Zimmerbesitzern eingehenden Aufträge geschieht. In Streitfällen kann deshalb
die Aufzeichnung des Empfängers zur Feststellung des Auftrages benutzt werden.
Wenn auch die Erfindung in einer besonders den Bedürfnissen eines Gasthauses
u. dergl. dienenden Ausführungsform beschrieben wurde, ist es doch selbstverständlich,
dafs sie keineswegs auf diese Verwendungsart beschränkt ist. So z. B. kann die Vorrichtung,
nachdem der Plattensatz 11, welcher die Zahl des Zimmers anzeigt, entfernt und durch
einen Hundertersatz ersetzt worden ist, als .Feuermeldevorrichtung dienen, in welchem
Falle die Stifte auf die der Nummer des Feuermelders entsprechende Zahl eingesteckt
werden und in dieser Stellung verbleiben. Durch Anwendung des Plattensatzes 11 zur
Erzeugung von Stromstöfsen, welche Tausender angeben, entsteht ein Geber, mit welchem
man Zeichen von 1 bis 10 000 geben kann.
Mannigfache Aenderungen können an den mechanischen Theilen vorgenommen werden,
da die Erfindung nicht auf die ausführlich beschriebene Ausführungsform beschränkt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Elektrischer Signalgeber, dadurch gekennzeichnet, dafs eine über mehrere Sätze von Stromschlufsplatten hinwegschleifende Brücke den Stromkreis erst durch Vermittelung besonderer Schalter schliefsen kann, welch letztere durch auf bestimmte Zeichen einzusteckende oder ein für allemal feststehende Stifte beim Vorübergehen umgestellt werden und so den Signalstromkreis öffnen oder schliefsen, nachdem die Brücke eine den Zeichen entsprechende Anzahl Stromschlufsplatten bestrichen hat.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE122158C true DE122158C (de) |
Family
ID=391098
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT122158D Active DE122158C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE122158C (de) |
-
0
- DE DENDAT122158D patent/DE122158C/de active Active
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