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DE1221320B - Nichtreziproker Phasenschieber - Google Patents

Nichtreziproker Phasenschieber

Info

Publication number
DE1221320B
DE1221320B DES59245A DES0059245A DE1221320B DE 1221320 B DE1221320 B DE 1221320B DE S59245 A DES59245 A DE S59245A DE S0059245 A DES0059245 A DE S0059245A DE 1221320 B DE1221320 B DE 1221320B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
waveguide
dielectric
gyromagnetic
ferrite
reciprocal phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES59245A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Christ V Haza-Radlitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES59245A priority Critical patent/DE1221320B/de
Publication of DE1221320B publication Critical patent/DE1221320B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01PWAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
    • H01P1/00Auxiliary devices
    • H01P1/18Phase-shifters
    • H01P1/19Phase-shifters using a ferromagnetic device

Landscapes

  • Magnetic Ceramics (AREA)

Description

  • Nichtreziproker Phasenschieber Die Erfindung bezieht sich auf einen nichtreziproken Phasenschieber für sehr kurze elektromagnetische Wellen, bestehend aus einer Hohlleitung rechteckigen Querschnitts, in der in axialer Erstreckung streifenförmiges, parallel zu den Hohlleiterschmalseiten ausgerichtetes und vormagnetisiertes, gyromagnetisches Material, beispielsweise ein Ferrit, angeordnet ist.
  • Nichtreziproke Phasenschieber der -vorbezeichneten Art werden beispielsweise als Teilelement in einem Zirkulator benötigt, für den auch der Fachausdruck »Richtungsgabel« gebräuchlich geworden ist. Vor allem bei derartiger Verwendung ist an den nichtreziproken Phasenschieber die Forderung zu stellen, daß die von der übertragungsrichtung abhängige Phasendrehung innerhalb des von den Betriebsfrequenzen überstrichenen Frequenzbandes konstant bleibt bzw. einen bestimmten Fehler nicht überschreitet. Beispielsweise soll für Richtungsgabeln der frequenzabhängige Phasenfehler innerhalb des Bandes, in dem die Betriebsfrequenzen liegen können, 111/o nicht übersteigen. Diese Forderung ist mit den bisher bekannten Anordnungen nicht ohne weiteres erfüllbar. In einem räumlich unbegrenzten gyromagnetischen Material sind zwar die sogenannte Faraday-Drehung und die nichtreziproke Phasenschiebung frequenzunabhängig, solange die gyromagnetische Resonanzfrequenz sehr viel kleiner als die Arbeitsfrequenz bzw. Betriebsfrequenz ist. Für eine Anordnung mit dünnen Ferritplatten, die parallel zu den Schmalseiten eines Hohlleiters rechteckförmigen Querschnitts liegen, zeigt sich jedoch, daß ein negativer Frequenzgang der Phasenschiebung eintritt. Die Größe dieses negativen Frequenzganges ist von verschiedenen Parametern, wie der Stellung des gyromagnetischen Materials im Hohlleiter, der magnetischen Feldstärke usw., abhängig. Wird die Betriebsfrequenz nennenswert kleiner als die gyromagnetische Resonanzfrequenz gewählt, - durch entsprechend hohe Vormagnetisierung des gyromagnetischen Materials - so zeigt sich, daß der Frequenzgang der nichtreziproken Phasendrehung positiv wird. Diese Tatsachen können bekanntlich dazu benutzt werden, um z. B. durch Hintereinanderschaltung eines nichtreziproken Phasenschiebers mit negativem Frequenzgang der Phasendrehung und eines nichtreziproken Phasenschiebers mit positivem Frequenzgang der Phasendrehung die Gesamtphasendrehung konstant zu halten. Abgesehen davon, daß diese Art der Kompensation räumlich und apparatemäßig sehr aufwendig ist, bereitet sie insofern große Schwierigkeiten, weil in dem nichtreziproken Phasenschieber, dessen gyromagnetische Resonanzfrequenz weit oberhalb der Betriebsfrequenz liegt, ein sehr großes statisches Magnetfeld für die Vormagnetisierung benötigt wird.
  • Der Frequenzgang der Phasenschiebung kann bekanntlich auch dadurch verbessert werden, daß das gyromagnetische Material etwas außerhalb des Ortes maximaler Phasenschiebung, d. h. des Ortes zirkularer Polarisation des magnetischen Wechselfeldes, im Hohlleiter angeordnet wird. Weiterhin ist es bekannt, bei einer nichtreziproken gyromagnetischen Anordnung zur Phasenschiebung den die ganze Höhe des Hohlleiters einnehmenden Ferritstreifen einen Streifen aus dielektrischem Material etwa gleicher Abmesung beizuordnen. Ein derart bemessener Phasenschieber läßt sich bei einer relativen Bandbreite von ± 1011/o im Frequenzgang an den Bandgrenzen bereits auf etwa 3% einengen. Abgesehen davon, daß dieser Frequenzgang für verschiedene Anwendungsfälle immer noch verhältnismäßig groß ist, weisen Anordnungen, bei denen sich das gyromagnetische Material über die ganze Höhe des Hohlleiters erstreckt, erhebliche Mängel auf. Einerseits lassen sie sich nämlich schlecht an die sich auf beiden Seiten anschließenden Hohlleiterabschnitte anpassen, so daß mit einem hierdurch bedingten zusätzlichen Frequenzgang gerechnet werden muß, andererseits kann die im gyromagnetischen Material durch Hochfrequenzverluste erzeugte Wärme nur schlecht abgeführt werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für einen nichtreziproken Phasenschieber der einleitend beschriebenen Art eine einfache Lösung aufzuzeigen, die die geschilderten Schwierigkeiten überwindet.
  • Ausgehend von einem nichtreziproken Phasenschieber für sehr kurze elektromagnetische Wellen, bestehend aus einer Hohlleitung rechteckförmigen Querschnitts, in der in axialer Erstreckung streifenförmiges, vormagnetisiertes, gyromagnetisches Material von rechteckigem Querschnitt, beispielsweise ein Ferrit, angeordnet ist, das wenigstens nach dem Zentrum der Hohlleitung hin an ein verlustarmes Dielektrikum angrenzt und derart außerhalb des Ortes für maximale, nichtreziproke Phasenschiebung in Richtung auf - die. Hohlleiterschmalseiten hin versetzt angebracht ist, daß die nichtreziproke Phasenschiebung innerhalb des Betriebsfrequenzbereiches wenigstens nahezu konstant ist, 'wird gemäß der Erfindung die Aufgabe dadurch gelöst, daß in an sich bekannter Weise das Dielektrikum bei etwa gleichen oder größeren Abmessungen als das gyromagnetische Material eine etwa gleich-große Dielektrizitätskonstante aufweist, wie das gyromagnetische Material, wobei sich dieses: in der parallel zu den Hohlleiterschmalseiten verlaufenden Richtung nur über einen Teil -des Hohlleiterquerschnitts erstreckt und mit einer seiner Breitseiten an der Innenwandung, vorzugsweise nur einer der beiden Hohlleiterbreitseiten, anliegt: Es sind schon Resonanzrichtungsleitungen in Rechteckhohlleiterb.auweise bekannt, bei denen sich das gyromagnetische Material in der parallel zu den Hohlleiterschmälseiten verlaufenden Richtung nur über einen Teil des Hohlleiterquerschnitts erstreckt und mit =einer:. Seite unmittelbar an der Innenwandung der Hohlleiterbreitseite anliegt. Auch ist es bei solchen Resonanzrichtungsleitungen bekannt, wenigstens auf einer Seite der Ferritstreifen Streifen aus dielektrischem Material mit einer relativen Dielek:. trizitätskonstante vorzusehen, die etwa in der. Größenordnung des Ferrits liegt. Diese Maßnahme hat den Sinn, das Verhältnis von Sperr- zu Durchlaßdämpfung, bezogen auf die Längeneinheit zu verbessern. Im Gegensatz zu Anordnungen mit nicht= reziproker Phasenschiebung nützen Resonanzrichtungsleitungen die Eigenresonanz des gyromagneti; scheu Materials aus und zeigen auch ein gänzlich anderes Verhalten. Sie können deshalb mit dem Er= findungsgegenstand unmittelbar nicht verglichen werden. Das wird auch daran deutlich, daß die bei bekannten Anordnungen verwendeten Streifen aus Dielektrikum einem völlig anderen Zweck dienen und eine völlig andere Wirkung haben als das Dielektrikum bei der erfindungsgemäßen Anordnung:. Auch dürfen hier die Ferritstreifen nicht außerhalb des Ortes'zirkularcr Polarisation des magnetischen Wechselfeldes angeordnet sein, wenn das mit dem Dielektrikum angestrebte optimale Verhältnis von Sperr- zu Durchlaßdämpfung nicht in Frage gestellt sein soll.
  • Die erfindungsgemäße Ausbildung eines nichtreziproken -Phasenschiebers gibt ein sehr günstiges Verhalten des Phasenwinkels in Abhängigkeit von der Frequenz.
  • Die physikalische Wirkungsweise kann man sich folgendermaßen, erklären.
  • Aus Vereinfachungsgründen wird für die nachfolgenden Erläuterungen angenommen, daß Ferrit als gyromagnetischesMaterial dient, und daß die Vormagnetisierung dem Fall entspricht, für den-die gyro-, magnetische Resonanzfrequenz wesentlich kleiner, als die Betriebsfrequenz ist. Es gibt dann für die Streifen aus gyromagnetischem Material, also z: B. die Ferritstreifen, einen- Ort x (vgl. F i g. 1) längs der; Hohlleiterbreitseite, an dem die nichtreziproke Pha-, sendrehung maximal ist. z _ ist der- Ort, an _ dem dir Quotient aus Längs- und Querkomponente der magnetischen Feldstärke einen bestimmten - durch die Entmagnetisierungsfaktoren der Ferritstreifen. gegebenen - Wert hat: Dieser Ort ist frequenzabhängig und wandert im leeren Hohlleiter mit wachsender Frequenz gegen die Hohlleiterschmalseiten, und zwar gemäß der Gleichung x = (ä/ur) - arc tau (C # A H), mit a = Hohlleiterbreitseite und C = const. Wenn sich der Ort x mit wachsender Frequenz den Ferritstreifen nähert und dadurch die nichtreziproke Phasendrehung erhöht wird, kann eine Kompensation des negativen Frequenzganges erreicht werden.
  • Ohne besondere Maßnahmen ließe sich jedoch nur eine geringe Verkleinerung des Freqüenzganges erreichen, wenn die Ferritstreifen in Richtung auf die Hohlleiterschmalseiten verschoben würden. -Der Grund liegt, wie umfangreiche Untersuchungen zeigten, darin, daß durch das Dielektrikum relativ hoher. Dielektrizitätskonstante das das Ferrit darstellt, die Feldverteilung wesentlich gegenüber der im leeren Hohlleiter. geändert wird. Es tritt eine Konzentration der Feldenergie im Ferrit ein, so daß das Verhältnis von magnetischer Längs- und Querkomponente imi Ferrit nahezu freduenzunabhängig ist.
  • Setzt man jedoch auf die Innenseite der Ferritstreifen ein Dielektrikum etwa der gleichen Abmessungen und etwa der gleichen Dielektrizitätskonstante wie die der Ferritstreifen, so tritt die Konzentration der Feldenergie im Körper »Ferrit -f- Dielektrikum« ein und der Bereich der frequenzabhängigen Stellung von x wird auf das Dielektrikum erweitert. Es wird so erreicht, daß x mit wachsender Frequenz -vom Dielektrikum in das Ferrit übergeht. Eine breitbandige Kompensation oder auch Umkehrung. des Frequenzganges der nichtreziproken Phasendrehung ist mög=' lich, je nach den Abmessungen des Dielektrikums und der Größe von dessen Dielektriaitätskonstante.
  • Darüber hinaus wird der wesentliche Vorteil erzielt, daß durch die erhöhte Feldkonzentration die Wirksamkeit des Ferrits erhöht wird, d. h., es steigt die erreichbare nichtreziproke Phasendrehung je Längeneinheit.
  • Meßtechnische Untersuchungen haben diese überlegungen bestätigt. So wurde in einem Hohlleiter. rechteckförmigen Querschnitts für die übertragung der Wellen in der H.. -Schwingungsart mit den Seitenabmessungen 34;85 mm - 5 mm als gyromagneti-. sches Material ein resonanzscharfes Ferrit in Streifenform eingebracht, und zwar mit den Abmessungen 4,0 mm - 2,9 mm - 50 mm. Dieser Ferritstreifen lag mit seiner Breitseite unmittelbar auf der breiten Hohlleiterwandung auf und die Entfernung der der Schmalseiten benachbarten Seite des Streifens von der Hohlleiterschmalseite .betrug jeweils 7 mm. Die Anordnung hat somit einen. Querschnitt wie er in der F i g. 1 dargestellt ist, in der mit 1 der Hohlleiter,. mit 2 zwei in Pfeilrichtung- vormagnetisierte Streifen aus gyromagnetischem Material und mit 3 zwei Keramikstreifen bezeichnet sind. Auf der dem Zentrum der Hohlleiter zugewandten Seite der Ferritstreifen 2 bestanden die Streifen 3 aus einer verlustarmen Keramik _(tg d .:: 7 - 10-4) mit einer relativen Dielektrizitätskonstante von 28, deren Abmessungen 2,4 mm - 1,8 mm - 50 mm betrugen. Die breite Seite dieser Keramikstreifen 3 lag ebenfalls auf der Breitseite- der- Hohlleitung 1. auf: Für eine derartige An.. ordnung ergab sich in einem Betriebsbereich von 5,9 bis 6,5 GHz eine Phasendifferenz zwischen beiden übertragungsrichtungen, die mit etwa 135° frequenzunabhängig war (Kurve a in F i g. 2). Ohne die Keramikstreifen ergab sich eine Phasenschiebung, wie sie die Kurve b in F i g. 2 andeutet. Die Phasenschiebung D - im Diagramm auf 2 n normiert -nahm in diesem Fall mit zunehmender Frequenz ab.
  • Bei dem ausgeführten Beispiel des Erfindungsgegenstandes wurde die Keramik in Streifenform eingebracht. Es ist jedoch bei einem hinreichend verlustarmen dielektrischem Material auch möglich, praktisch den ganzen Hohlleiter mit dem dielektrischen Material, dessen relative Dielektrizitätskonstante vorzugsweise in der Größenordnung der des gyromagnetischen Materials liegt, auszufüllen und das gyromagnetische Material entsprechend der Lehre nach der Erfindung bei einem kleineren Wandabstand als x anzuordnen. Es hat dies den Vorteil, daß die Gesamtanordnung aus einem das gyromagnetische Material enthaltenden Dielektrikum besteht, das mit dem eigentlichen Hohlleiter - entsprechend einem älteren Vorschlag (deutsche Auslegeschrift 1202 848) - auf galvanoplastischem Wege umgeben werden kann.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Nichtreziproker Phasenschieber für sehr kurze elektromagnetische Wellen, bestehend aus einer Hohlleitung rechteckförmigen Querschnitts, in der in axialer Erstreckung streifenförmiges, vormagnetisiertes gyromagnetisches Material von rechteckigem Querschnitt, beispielsweise ein Ferrit, angeordnet ist, das wenigstens nach dem Zentrum der Hohlleitung hin an ein verlustarmes Dielektrikum angrenzt und derart außerhalb des Ortes für maximale, nichtrezeproke Phasenschiebung in Richtung auf die Hohlleiterschmalseiten hin versetzt angebracht ist, daß die nichtreziproke Phasenschiebung innerhalb des Betriebsfrequenzbereiches wenigstens nahezu konstant ist, d a -durch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise das Dielektrikum bei etwa gleichen oder größeren räumlichen Abmessungen als das gyromagnetische Material eine etwa gleich große Dielektrizitätskonstante aufweist, wie das gyromagnetische Material, wobei sich diese in der parallel zu den Hohlleiterschmalseiten verlaufenden Richtung nur über einen Teil des Hohlleiterquerschnitts erstreckt und mit einer seiner Breitseiten an der Innenwandung vorzugsweise nur einer der beiden Hohlleiterbreitseiten anliegt. In Betracht gezogene Druckschriften: »IRE Transactions an Microware, Theory and Techniques«, Oktober 1956, S. 240 bis 243; Januar 1958, S. 7 und 8; »Proceeding of the IRE«, Oktober 1956, S. 1381; »Electronics«, Mai 1955, S.139 bis 141; »The Bell System Technical Journal«, November 1953, S. 1357.
DES59245A 1958-07-31 1958-07-31 Nichtreziproker Phasenschieber Pending DE1221320B (de)

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