DE1221290B - Gleichstrom-Magnetverstaerker - Google Patents
Gleichstrom-MagnetverstaerkerInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. Cl.:
H03f
Deutsche KL: 21 a2 -18/08
Nummer: 1221290
Aktenzeichen: H 50937 VIII a/21 a2
Anmeldetag: 25. November 1963
Auslegetag: 21. Juli 1966
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gleichstrom-Magnetverstärker zur Verstärkung eines Steuergleichstromes
in einen pulsierenden Ausgangsgleichstrom, dessen Mittelwert dem Steuergleichstrom proportional
ist.
. Bei bekannten Schaltungsanordnungen zur Verstärkung eines Steuergleichstromes, die mit Magnetverstärkern
arbeiten, wird der Steuergleichstrom zunächst durch einen Wechselrichter, in einen Wechselstrom
mit rechteckiger Wellenform umgewandelt, der
dann durch einen üblichen Wechselstrom-Magnetverstärker verstärkt wird. Der Ausgängswechselstrom
wird dann über Schalttransistoren der Last zugeführt. Der wesentliche Nachteil dieser bekannten Verstärkeränordnüngen
liegt in dem ©ihebiiohen schaltungstechnischen
Aufwand, der durch die Verwendung eines gesonderten Wechselrichters neben dem Magnetverstärker
bedingt ist. ■ ■'■■.'.■■
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung dieses Nachteiles einen Gleichstrom-Magnetverstärker
zu schaffen, der, .sich durch einen besonders einfachen Aufbau: auszeichnet.
Diese Aufgabe wirderfindungsgeniäß dadurch gelöst,
daß zwei Sättigungs-Magnetkerne vorgesehen sind, auf denen eine mit dem Steuergleichstrom gespeiste
Eingangswicklung sowie zwei Äusgangswicklungen angeordnet sind, deren eines Ende mit einer Last verbunden
ist und die von einer Arbeitsstromquelle über je ein an das andere Wicklungsende· angeschlossenes
Halbleiter-Schaltelement gespeist werden, und daß ferner zwei zur abwechselnden Umsteuerung der beiden
Sahaltelemente vom leitenden in 4en nichtleitenden
Zustand und umgekehrt dienende, auf Änderungen im Sättigungszustand der Magnetkerne ansprechende
Steuereinrichtungen vorgesehen sind. ■
Bei dem erfindungsgemäßen Magnetverstärker erfüllen die Sättigungs-Mägnetkerne, die darauf vorgesehenen
Wicklungen und die beiden Halbleiter-Schaltelemente zusammen sowohl die Funktioneines Wechselrichters
als auch die eines Verstärkers. Hierdurch •ergibt sich eine wesentliche Vereinfachung des schaltungstechnischen
Aufwandes gegenüber den bekannten Ausführungen.
Diese und weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung einiger in der Zeichnung
veranschaulichter Aais'führungsbeispiele hervor; Bs zeigt ·
F i g. 1 die Schaltung eines ersten Ausführungsbeispiels
der Erfindung,
F i g. 2, 3 und 4 Kurvendiagramme zur Erläuterung •der Wirkungsweise des Magnetverstärkers gemäß
Fig. 1,
Gleichstrom-Magnetverstärker
Anmelder:
Hitachi, Ltd., Tokio
Vertreter:
Hitachi, Ltd., Tokio
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Beetz und Dipl.-Ing. K. Lamprecht,
Patentanwälte, München 22, Steinsdorfstr. 10
Als Erfinder benannt:
Yoshinori Kawai, Katsuta-shi;
Hisakätsu Kiwaki, Mitd-shi;
Hiroshi Satos Katsuta-shi (Japan)
Yoshinori Kawai, Katsuta-shi;
Hisakätsu Kiwaki, Mitd-shi;
Hiroshi Satos Katsuta-shi (Japan)
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 24. November 1962 (52 932)
F i g. 5 die Schaltung eines zweiten Ausführungsbeispiels
der Erfindung, ·
F i g. 6 ein Kurvendiagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise des Verstärkers gemäß F i g. 5,
F i g. 7 und 8 Schaltbilder zweier weiterer Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Der in F i g. 1 dargestellte Magnetverstärker enthält
zwei Steuergleichrichter SCRl und SCRl, die als gesteuerte Siliciumgleichrichter ausgebildet sein können,
ferner Dioden Dl, Dl' undC 2, DT, Sättigungs:
Eisenkernemi, ml, Steuerwicklungen NC, Äusgangs-Wicklungen
NLl, NL'1 und NL2, NL'2, Torwicklungen
NGl und NG2, die jeweils auf den Kernen ml bzw. m 2 sitzen.
Eine Gleichspannungsquele E0 ist über eine Belastung
RL und zwei gesteuerte Siliciumgleichrichter SCRl, SCR2 an die Äusgangswicklungen NLl, NL'2
und NL2, NL' 1 angeschlossen. Die TorwicklungenMrl
und NG2 sind über Kondensatoren Cl, C2 und DiodenDl' und D2' zwischen die Tore und die Kathoden
der zugehörigen gesteuerten Siliciumgleichrichter SCR 1 und SCR2 geschaltet. Der dargestellte
Magnetverstärker enthält weiterhin zur Aufladung der Kondensatoren dienende Dioden Dl und D 2,
einen zur Stromkommutierung dienenden Kondensator C und eine Steuer- bzw. Eingangs-Gleich-Spannungsquelle
Ec.
Die Wirkungsweise der Schaltung gemäß F i g. 1 ist folgendermaßen:
609 590/263
Es sei angenommen, daß der Gleichrichter SCRl leitend und der Gleichrichter SCRl nichtleitend ist.
Die Spannung E0 wird den Wicklungen JVLl und NL'l
über den Gleichrichter SCRl zugeführt und gleichzeitig auch dem aus den Elementen SCRl, C, NLl 5
und JVL'l bestehenden Kreis. Der Kondensator C ist so bemessen, daß er in einer verhältnismäßig kurzen
Zeit voll aufgeladen ist, so daß der Kreis JVL'l-JVL2
während der leitenden Periode des Gleichrichters SCRl im wesentlichen geöffnet ist.
Durch Anlegen der Spannung E0 an die in Reihe
liegenden Wicklungen JVL'l und JVL2 werden in den betreffenden Wicklungen Spannungen in den durch
die Pfeile in F i g. 1 veranschaulichten Richtungen induziert. Der Kondensator Cl wird infolgedessen
durch den jetzt geschlossenen Kreis Cl-Dl'-SCRl (Tor und Kathode) geladen, während der Kondensator
C2 über die Diode D1 geladen wird; die jeweiligen Polaritäten sind in F i g. 1 veranschaulicht.
Hierdurch kann der Törstrom des Gleichrichters SCRl leicht fließen, während dies beim Gleichrichter SCRl
durch die Sperrvorspannung des an der Diode Dl in Durchlaßrichtung auftretenden Spannungsabfalles
nicht der Fall ist. Diese Sperrvorspannung verhindert einen falschen Betrieb .des Gleichrichters SCRl.
Die Flüsse in den Kernen ml und m2 ändern sich
allmählich vom Sättigungszustand der einen Richtung in den der anderen. Wenn der Kern ml in den Sättigungszustand
gelangt ist, wird die in der Torwicklung JVG2 induzierte EMK augenblicklich im wesentliehen
Null, was eine Entladung des Kondensators C2 über den Gleichrichter DT und die Tor-Kathodenstrecke
des Gleichrichters SCRl zur Folge hat, so daß der Gleichrichter SCRl leitend wird.
Der Kondensator C entlädt sich daher augenblicklieh
über die Gleichrichter SCRl und SCRl, wobei der Strom in der Vorwärtsrichtung unter den Haltestrom
fällt, so daß der Gleichrichter SCR 1 nichtleitend wird. Der Stromwechsel zwischen den Gleichrichtern
SCRl und SCRl geht auf diese Weise Handin Hand mit dem Übergang der Kernemi und m2
von einem Sättigungszustand in den anderen.
Es versteht sich, daß an Stelle der bei dem erläuterten
Ausführungsbeispiel benutzten gesteuerten Siliciumgleichrichter auch Transistoren als Halbleiter-Schalt-
elemente vorgesehen werden können.
Im folgenden sei eine einfache Analyse der erläuterten
Schaltung gegeben. In der Schaltung gemäß F i g. 1 gelten, wenn "der Gleichrichter SCRl leitend
ist, die folgenden Gleichungen, wobei JVLl = JVL2 = JVL'l = JVL'2 = NL (Anzahl der Windungen), die
Ladeströme der Kondensatoren Cl, C2 usw. vernachlässigt werden und der Laststrom mit iL, der Steuerstrom
mit iC und die Steuerspannung mit Ec bezeichnet
sind:
Eo = NLO1 + NL<i>% '+ RLQ1 + Z2). ^
Eo= -Q--NL02 ~ NL^1 + RL(I1 + Q. (2)
55
60
Ec = Re ie +
Hierbei bedeuten Q — Ladung des Kondensators C; (Jt1 = Flußänderung,J:ia,Kern ml und φ2 = Flußänderung
im Kern m2.
Vernachlässigt man die Magnetisierungsströme der Kernemi und ml, wenn sich die Kerne nicht im
Sättigungszustand befinden, so ergibt sich
-I1) = -Ncic.
Hierbei bedeutet I1 = Strom durch die Wicklungen
JVLl und NL'l, i2 = Strom durch die Wicklungen JVL2
und JVL'l, ic — Strom durch den Steuerkreis Rc-E0-Nc.
Aus den obigen Gleichungen lassen sich die beiden folgenden Gleichungen ableiten (ic vernachlässigt):
<P1 = A
2 V 2 NL C Nc
^2 =
• 2 V 2 NL C Ν
Hieraus ergibt sich, daß (P1 und Φ2 den Sättigungszustand
gleichzeitig erreichen, wenn E0 = 0, daß Φ2
dagegen den Sättigungszustand vor Φ1 erreicht, wenn
Ec>0. Aus den Gleichungen (1) und (2) folgt (für
2E0 = "β + ARL-ψ-C dt
Die Differentialgleichung (8) besitzt folgende Lösung: ;
Hieraus folgt
En
e4RLC
' (10)
φ\ + φ8 =
—Q = JÜL(i_
2NLC NL
«ic)
(H)
Die Spannung Vac an den in Reihe liegenden Wicklungen
JVLl und JVL'2 ist daher
ι + φ.). (12);
F i g. 2 zeigt die Kurvenform von Vae und i, wobei die horizontale gestrichelte Linie den Mittelwert von i
wiedergibt.
Wenn E0 immer größer wird, so wird die Zeit, die
der Fluß02 zur Erreichung des Sättigungszustandes
benötigt, immer kurzer, und die Kurven erhalten die Form gemäß F i g. 3.
Die charakteristische Kurve, die die Abhängigkeit des Laststromes vom Steuerstrom darstellt, ist in
F i g. 4 veranschaulicht. Die Erfindung benutzt eine derartige geradlinige Charakteristik für einen mit einer
Gleichspannungsquelle betriebenen Magnetverstärker.
Erfindungsgemäß kann jeder Eisenkern auch mit einer Rückkopplungswicklung JV/ versehen sein,-wie
in F i g, 5 veranschaulicht.
Der Belastungsstrom wird auf diese Weise im ppsir tiven Sinne rückgekoppelt, so daß sich Sprungkennlinien
(1), (2) oder Hysteresiskennlinien (3) — wie in F i g. 6 veranschaulicht — ergeben.
Zur Inbetriebnahme des erfindungsgemäßen Magnetverstärkers kann — wie in F i g. 7 dargestellt — ein
Schalter Szum Kurzschließen des Gleichrichters SCRl
vorgesehen werden, oder es kann ein Kondensator Cl und ein Widerstand R parallel zum Gleichrichter SCR 1
geschaltet werden. Wenngleich dies nicht dargestellt ist, kann zur Inbetriebnahme auch die Gleichspannung
E0 über einen Kondensator differenziert und dem Tor des Gleichrichters SCR 1 zugeführt werden.
Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der
Erfindung, das durch Anwendung von Transistoren vereinfacht ist und eine Sprungcharakteristik aufweist.
Claims (4)
1. Gleichstrom-Magnetverstärker zur Verstärkung eines Steuergleichstromes in einen pulsierenden
Ausgangsgleichstrom, dessen Mittelwert demSteuergle chstromproportional ist, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei Sättigungs-Magnetkerne (ml, m2) vorgesehen sind, auf denen
eine mit dem Steuergleichstrom gespeiste Eingangswicklung (JVc) sowie zwei Ausgangswicklungen
(JVLl, NL' 2 bzw. JVL'1, JVL2) angeordnet sind, deren eines Ende mit einer Last (AL) verbunden
ist und die von einer Arbeitsstromquelle (E0) über
je ein an das andere Wicklungsende angeschlossenes
Halbleiter-Schaltelement (z. B. .SCi? 1, SCR2) gespeist
werden, und daß ferner zwei zur abwechselnden Umsteuerung der beiden Schaltelemente vom
leitenden in den nichtleitenden Zustand und umgekehrt dienende, auf Änderungen im Sättigungszustand
der Magnetkerne ansprechende Steuereinrichtungen (z. B. JVGl, Cl, DV und NG2, C2,
D2') vorgesehen sind.
2. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Magnetkernen (ml, m2) zusätzlich
je eine vom Ausgangsstrom durchflossene Rückkopplungswicklung (JV/) vorgesehen ist.
3. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiter-Schaltelemente durch
gesteuerte Gleichrichter (SCR 1, SCR2) gebildet werden.
4. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiter-Schaltelemente durch
Transistoren (TrI, Tr2) gebildet werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Buch von W. A. G e y g e r, »Magnetverstärker-Schaltungen«, 1959, S. 43, letzter Absatz (Gleichstrom-Wechselstrom-Umformer) ;
Buch von W. A. G e y g e r, »Magnetverstärker-Schaltungen«, 1959, S. 43, letzter Absatz (Gleichstrom-Wechselstrom-Umformer) ;
Zeitschrift »Electrical Engineering«, 1956/H.9, S. 812; Zeitschrift »AIEE Transactions«, 1956, November,
S. 585 bis 589, insbesondere F i g. 5.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP5293262A JPS409180B1 (de) | 1962-11-24 | 1962-11-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1221290B true DE1221290B (de) | 1966-07-21 |
Family
ID=12928602
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH50937A Pending DE1221290B (de) | 1962-11-24 | 1963-11-25 | Gleichstrom-Magnetverstaerker |
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1963
- 1963-11-20 GB GB45899/63A patent/GB1070576A/en not_active Expired
- 1963-11-23 CH CH1435863A patent/CH409023A/de unknown
- 1963-11-25 US US325827A patent/US3374440A/en not_active Expired - Lifetime
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