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Photographische Kamera. mit einem Objektiv veränderlicher Brennweite
Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera mit einem Zoom- oder
pankratischen Objektiv, und zwar -mit einem Objektiv, das wenigstens ein in Axialrichtung
des Objektivs zur Veränderung der Brennweite verschiebbares Linsenglied aufweist.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung, die dazu dient, wenigstens
ein Linsenglied eines solchen Objektivs in der einen oder in der anderen Richtung
zu verschieben, Es sind photographische Kameras, und zwar Kinokameras bekannt,
die Objektive veränderlicher Brennweite aufweisen und bei denen das verschiebbare
Glied des Objektivs mit Hilfe eines Gliedes bewegbar ist, das mit dem Antrieb kuppelbar,ist,
der dazu dient, den Filmstreifen an der Belichtungsöffnung vorbeizuführen. Bei bekannten
Vorrichtungen ist die Bewegungsrichtung des verschiebbaren Linsengliedes jeweils.
durch -eine von zwei Zahnstangen bestimmt, mit der wahlweiseein angetriebenes
Ritzel in Eingriff gebracht wird. Dabei wird das verschiebbare Linsenglied in den
beiden möglichen Richtungen mit Hilfe derselben Antriebsvorrichtung bewegt. Solch
eine Vorrichtung erfordert eine relativ komplizierte Getriebe- und Hebelanordnung,
um die einsinnige Umdrehung des Kameramotors in die nach zwei Richtungen mögliche
Bewegung des Linsengliedes umzuwandeln.
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Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß die Kamera mit einer
ersten Antriebsvorrichtung zum Bewegen des verschiebbaren Linsengliedes in einer
der beiden Axialrichtungen, mit einer zweiten Antriebsvorrichtung zum Bewegen des
verschiebbaren Linsengliedes in der anderen der beiden Axialrichtungen und mit einem
von Handbetätigbaren Steuerglied zum wahlweisen Kuppeln einer der Antriebsvorrichtungen
mit dem verschiebbaren Linsenglied entsprechend der Richtung, in der dieses Glied
verschoben werden soll, versehen ist. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung weist eineder Antriebsvorrichtungen ein mit dem verschiebbaren Linsenglied
koppelbares elastisches Glied auf.
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Die vorliegende Erfindung wird im folgenden in Verbindung mit einer
Kamera beschrieben, die ein Objektiv mit einer Anzahl von Linsengliedern aufweist,
von denen wenigstens eines bewegbar ist, um die Brennweite des Objektivs veränderlich
zu machen. Dieses bewegbare Linsenglied ist mit einem Glied gekoppelt, das mit Hilfe
des, Kameramotors bewegt werden kann, um das Unsenglied in einer Axialrichtung zu
verschieben, oder mit elastischen Gliedern, um das Linsenglied in der anderen Axialrichtung
zu bewegen. Um eine gleichfönnige Bewegung des mit dem Linsenglied gekoppelten Gliedes
zu gewährleisten, wirkt eine Verzögerungsanordnung der Kraft des elastischen Gliedes
entgegen, die augenblicklich wirksam wird ' wenn eine Bremse gelöst wird,
die normalerweise das verschiebbare Linsenglied gegen die Kraft des elastischen
Gliedes festhält. Die hier offenbarte und beschriebene Vorrichtung umfaßt nicht
nur gesonderte Antriebe für jede Bewegungsrichtung des Linsengliedes, sondern bewirkt
auch eine gleichförmige Bewegung, die in jedem Augenblick entsprechend der gewünschten
Vergrößerung des aufzunehmenden Bildes unterbrochen werden kann.
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Durch die Erfindung wird demnach eine Vorrichtung zum Antrieb des
beweglichen Gliedes eines Objektivs veränderlicher Brennweite geschaffen, bei der
die Bewegung dieses Gliedes in der einen Axialrichtung mit Hilfe des Kameramotors
und in der anderen Axialrichtung durch elastische Glieder erfolgt.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine Bremsvorrichtung zu schaffen,
die normalerweise die Bewegung des beweglichen Linsengliedes eines Objek-
tivs
veränderlicher Brennweite verhindert und -die in Verbindung mit dem Antrieb dieses
beweglichen Linsengliedes in jeder der beiden möglichen Axialrichtungen, und zwar
entweder mit Hilfe des Kameramotors oder durch das elastische Glied, lösbar ist.
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Weiterhin soll durch die Erfindung eine Vorrichtung geschaffen werden,
die es ermöglicht, den Motorantrieb der Kamera in Betrieb zu setzen, wenn das bewegliche
Glied des Objektivs veränderlicher
Brennweite in der einen oder
anderen der beiden Axiahichtungen mit Hüfe des Kameramoto ' rs bzw. des elastischen
Gliedes bewegt -wird.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine verbesserte Vorrichtung
zur Veränderung der Brennweite fär photographische Kameras zu schaffen.
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Weitere Ziele und Vorte116 där Erfindung wird der Fachmann der folgenden
Besehreibüng einiger Ausführungsbeispiele der Erfindung entnehmen; Dabei wird auf
die Zeichnung Bezug - genommen, in der gleiche Bezugszeichen gleiche
Teile bezeichnen. Es zeigt F i g. 1 die schematische Seitenansicht einer
Kamera zur Veranschaulichung der Zuordnung von Objektiv, Sucher und bewegbarem Glied,
das mit den bewegbar-en Linsengliedern des Objektivs und des Suchers gekoppelt ist,
Fig. 1 die Seitenansicht öiner Anordnung zur Kupplung des Kameraantriebes
mit dem beweglichen Linsenglied zur Bewegung dieses Gliedes in einer Richtung und
zur Bewegung des gleichen Gliedes in der entgegengesetzten Richtung mit Hilfe elastischer
Glieder gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, F.i g. 3 -
die Seitenansicht eines weiteren Ausführtmägbbigpiel,g der Erfindung mit veränderter
Ausbildung der Bremse und der Verzögerungsvorrichtung und F i g. 4 die.Seitenansicht
eines dritten Ausführungsbeispiele.s der Erfindung, das dem Ausführungsbeispiel
nach Pig. -3 ähnlich ist, bei dem jedoch eine abweichende Vär±ög--rungsvorrichtung
Anwendung findet.
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Wie aue> den F i& 1 und 2 ersichtlich, ist eine
Kamera 10 mit einer Linsenfas-sung 11 versehen, in der ein Objektiv
12 angeordnet ist. Das Objektiv umfaßt die festen Linsenglieder
13 und 14 und ein bewegliches Liiisenglied 15. Diese Linsenglieder
sind längs einer optischen Achse ausgerichtet, und es ist das Linsenglied
15 in beiden. Richtungen dieser Achse zur Veränderungder B.rennweite und
damit der Vergrößerung. des Objektivs bewegbar. In der Vorderwand 17 des
Kameragehäuses 18 ist --eine öffnung 16
ancordriet, an der ein
Fflinstreifen 19 in bekannter Weise vorbeiführbar ist, um auf'diesein Streifen
aufeinaliderfölgende Bilder zu belichten. Die Kamera 10
ist weiterhin mit
einem Sucher 20 versehen, der ein festes- Objektivglied 21, ein Okular 22 und ein
bewegliches Linsenglied 23 aufweist, das zwischen den Linsengliedern 21 und
22 bewegbar ist. Die bewelichen Lingenglieder 15 und 23 sind mit Hilfe
einer Hülse 24 Miteinander verbunden, go daß die beiden Glieder mit Hilfe einer
noch zu beschreibenden Vorm richtung als Einheit verschiebbar sind, Wie. es 111
F ig. 1 dargestellt ist. Es versteht sich jedoch, daß die im folgenden beschriebene
Bewegung des Linscagliedes 15 -auch auf andere Weise eine Bewegung des Linserigliedes
23 des Suchers zur !Folge haben kann.
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Die Kamera weist einen Motor 25 auf, der koaxial zu 6indi Welle
26 angeordnet ist, die- ein von dem Motor antreibbares Zahnrad 21 trägt.
Bei dem Motor 25 kann es sich beispielsweise umeinen Federmötor öder -um
einen batteriegetriebenen Elektro-Motor handeln. Der Motor 25 bildet einen
Teil des Antriebes zur Bewegung des Filmstreifens 19 und zugleich zur Bewegung
des Linsengliedes 15 in einer seiner beiden axialen Bewegungs-tichtungen,
wie es noch beschrieben wird. So kann das Zahnrad 27 mit einer geeigneten,
an sich -bekannten Vorrichtung zum iiit,e,rnÜttiöfo,nden Vorgöhub des Filmstreifens'
19 gekoppelt- sein, wie sie beispielsweise in der USA.-Patentschrift
1960 062 beschrieben ist. Auf der Welle 26 ist weiterhin ein Hebel
28 schwenkbar gelagert. Seiä fröie,# rndä, also das linkd Ende na%i#-,n"
V i g. 2, ist an ddr tritetbil Kähte- Mit einer St#ueikurve
29 versehen und trägt im Bereich zwischen dieser Steliörlmtve und, der Welle
26 ein Zahnrad 30, das mit dertr Zahnrad 27 im Eingriff steht
und in noch zu beschreibender Weise auf einem zur Welle 26 konzentrischen
Bogen bewegbar ist. Eine Welle 31, die sich durch eine Seitenwand 32 des
Gehäuses 18
hindurch erstreckt, trägt an der Außenseite der Kamera einen Schaltknopf
oder ein Steeuerglied 33
und im Inneren der Kamera einen Arm 34, der an seinem
Ende eine Rolle 35 trägt, die im Eingriff mit der Steuerkurve 29 steht,
die an der Rolle 35 unter der Kraft.einer Feder.36 anliegt.
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Ein bewegliches Glied 40 ist mit AJfe zweier im Abstand voneinander
angeordneter Schlitze 41 und entsprechender Zapfen 42 am Kameragehäuse -verschiebbar
gelagert und mit einem zahnstangenartigen Abschnitt 43 versehen, der näüh den Zähnen
des Zahnrades 30 ausgerichtet ist. Das Glied 40 ist an seinem in F i
g. 2 linken Ende Mit einer Art- Gabelung 44 versehen, die einen Ansatz 45
umgreift, der einen Teil der Fassung 24 für das bewegliche Linsenglied
15 bildet. Am gleichen Ende ist ein elastisches Glied in Form em*Ier Feder
47 zwischen einem Arm 48 und ein-cm FD§tpunkt 46 am Kameragehäuse angeordnet, das
dazu dient, das Glied 40 und das Linsenglied 15 in der -einen seiner beiden
Axialrichtungen zu bewegen. Ein weiterer Arm 49 ist in dem Wege eines Hebels
50 angeordnet, der seinerseits von einer Feder 51 in Berührung mit
diesem Arm gehalten wird. Der Hebel 50 bildet das Betätigungsglied einer
Verzögerungsvorrichtung, die eine GetAebeänordnung 52 undein Hemmwerk in
Form einer Klinke, 53 und eines Klinkenrades 54 umfaßt. Ein Bremsglied
56
ist an dem Hebel 28 befestigt und umfaßt einen U-förmigen Bügel.
57, der mit einem Bremsbelag 58 vorsehen ist, der an der oberen Kante
59 des Gliedes 40 anliegt.
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Wenn der Photograph Aufnahmen macht, wird der Schaltknopf oder das
Steuerglied 33 entgegen dein Uhrzeigersinn bewegt, und es wird der Arm 34
in der gleichen Richtung verschwenkt. Beim ersten Teil dieser Bewegung wird die
Antriebsvorrichtung für den Filmstreifen 19 in, bekannter Weise freigegeben,
ohne daß eine Bewegung des Linsenffiedäg 15 stattfindet. Dies wird durch
den Abschnitt 60 der Steuerkurve 29 ermöglicht. Wenn der Schaltknopf
entgegen dem Uhrzeigersinn weiterbewegt wird, kommt die Rolle 35 mit dem
Abschnitt 61 in Eingriff und bewirkt eine Verschwenkung des Hebels
28 im Uhrzeigersinn, wodurch das Zahnrad 30 um das Zahnrad
27 verschwenkt und in Eingriff mit der Zahnstange 43 gebracht wird. Die Rolle
35 untergreift dann endlich den Abschnitt 62 und hält das Zahnrad
30 im Eingriff mit der Zahnstange 43. Wenn sich das Zahnrad 27 im
Uhrz dreht, wird das Zahnrad 30 eiitgegen dem rsinn gedreht und das Glied
40 sowie das Linsenglied 15 nach links bewegt, bis der zahnstangenförmige
Abschnitt 43- außer Eingriff mit dem Zahnrad gerät. Zu gleicher Zeit, wie das Zahnrad
30 in Richtung auf die Zahnstange 43 bewegt wird, wird auch der
Bügel 57 zusammen mit dem
Zahnrad 30 nach oben bewegt
und hebt. das Bremsgl,ied 56 von dem verschiebbaren Glied 40 ab, so daß der
Kamexametor 25 das LinsengJied mit Hilfe der Zahnräder 27 und
30 und der Zahnstange 43 nach vom bewegen kann. Da die Feder 51 den
Hebel 50 mit dem Arm 49 in Berührung hält, wird die Getriebeanordnung
52 aufgezogen, wenn sich das Glied 40 nach links bewegt. Zur Steuerung der
Bewegung des Linsengliedes 15 genügt,es, wenn der Photograph den Schaltknopf
33 in seine Nullstellung zurückbewegt, in der das Glied 40 von dem Bremsglied
56
festgehalten und gegen jede Bewegung nach rechts gesichert ist,
die dieses Glied unter der Wirkung der Feder 47 ausführen könnte. Die Bewegung des
Linsengliedes 15 in Richtung auf die Elemente 13
und 14 des Objektivs
hat eine teleskopartige Wirkung, also eine Verlängerung der Brennweite zur Folge.
Das Linsenglied 15 wird in seiner vordersten Stellung oder auch in irgendein-er
Mittelstellung gehalten, bis es in seine Norrilalstellung oder in eine Weitwinkelstellung
zurückbewegt wird.
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Um das Linsenglied 15 nach hinten in eine neutrale Stellung
oder in eine Weitwinkelstellung zu bringen, wird der Schaltknopf 33 im Uhrzeigersinn
bewegt, wodurch erneut der Filmantrieb freigegeben und zugleich der Hebel
28 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Der Abschnitt 63 der Steuerkurve,
den die Rolle 35 nun berührt, verschwenkt jedoch den Hebel 28 nicht um einen
genügend großen Winkel, um ein Eingreifen des Zahnrades, 30 in die Zahnstange
43 zu bewirken, sondern löst nur das Bremsglied 56, so daß eine Bewegung
des Gliedes 40 und des beweglichen Linsengliedes 15 nach rechts unter der
Kraft der Feder 47 möglich ist. Der Hebel 28 wird in dieser Stellung durch
das Anliegen der Rolle 35 am Abschnitt 64 der Steuerkurve 29 gehalten.
Normalerweise würde die von der !Feder 47 ausgeübte Kraft nach der Freigabe des
Gliedes 40 eine stark beschleunigte Bewegung des Linsengliedes 15
zur Folge
haben. Die Bewegung dieses Gliedes wird jedoch gesteuert und durch die Wirkung
des Getriebes 52 in eine gleichfÖrmige Bewegung verwandelt. Dies hat zur
Folge, daß durch Zurückstellen des Schaltknopfes 33 in seine Nullstollung
das Glied 40 in, jeder beliebigen Stellung mit Hilfe des Gliedes 56
arretiert
werden kann, das dann mit dem Glied 40 in Eingriff gebracht werden kann.
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Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, bildet das Glied
40 ein bewegbares Glied, das mit dem Linsenglied 15 gekoppelt und so eingerichtet
ist, daß es nach einer Bewegung des Schaltknopfes 33
und.des Armes 34 in einer
beliebigen von zwei Richtungen das Linsenglied entweder mit Hilfe des Motors
25 oder der Feder 47 bewegt. In einer neutralen Stellung ist die Bewegung
des Gliedes 40 unter der Kraft der Feder 47 durch den Eingriff des Gliedes
56
mit diesem bewegbaren Glied verhindert.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 ist ein bewegbares,
Glied 65 vorgesehen, das in der oben beschriebenen Weise mit dem bewegbaren
Linsenglied 15 gekoppelt ist. Dieser rechteckige Rahmen hat einen oberen
Antriebsteil 66 und einen unteren Antriebsteil 67, die beide im Abstand
voneinander parallel zueinander angeordnet sind und vom Rahmen rechtwinklig abstehen.
Das Glied 65 ist in dem Gehäuse 18 mit Hilfe zweier Schlitze
98 und zweier Zapfen 99 verschiebbar gelagert, so daß eine Verschi,ebung
in zwei. entgegengesetzten Richtungen zur Bewegung des Linsengliedes,
15 möglich ist. Die Schlitze 98 sind so viel weiter als die Zapfen
99, daß eine geringe Vertikalbewegung des Gliedes 65 zu einem noch
zu beschreibenden Zweck möglich ist.. Wie in dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
bilden der Motor 25, die Welle 26 und ein Zahnrad 27 die Mittel
zum Antrieb einer Rolle 68,
die zusammen mit einem Zahnrad 79 drehbar
ist das in das Zahnrad 27 eingreift. Die Rolle 68 und das Zahnrad
79 sind auf einer Welle 69 angeordnet, auf der auch noch ein Hebel
70 schwenkbar gelagert ist. Am Ende 71 des Hebels 70 ist ein
Stift 72 angebracht, der sich von den beiden Seiten des Hebels forterstreckt
und auf einer Seite im Eingriff mit einer Feder 73
steht, die den Hebel normalerweise
in einer 1#ullstellung hält, und der auf der anderen Seite, von dem gegabelten Ende
74 eines Auslösers 75 umgriffen wird, der um einen Zapfen 76 verschwenkbar
gelagert ist. Wie bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel steuert der
Auslöser 75 auch die Freigabe der Verrichtung zum Filmantrieb. Das andere
Ende des Hebels 70 trägt eine Rolle 77 und ist außerdem mit einem
Arm 78 versehen, dessen Form F i g. 3 erkennen läßt. Ein mit einem
Kurbelarm versehener Hebel 80 ist im Kameragehäuse 80 bei
81
schwenkbar gelagert und ist an einem Ende 82 mit einem Bremsbelag
versehen, der mit dem Antnebsteil 66 in Eingriff kommt. Das andere Ende
83 des Hebels 80 liegt im Wege eines Vorsprunges 88. Der
Hebel
ist von einer Feder 84 so beaufschlagt, daß der Bremsbelag in Richtung
auf den Antriebsteil 66 g-G-drückt wird. Wie in dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist ein En-de der Feder 47 bei 46 am Kameragehäuse befestigt, während das andere
Ende am Rahmen 65 angreift. Der Hebel 50 und das Ge-
triebe
52 wirken mit dem Glied 65 in der gleichen Weise zusammen, wie es
in bezug auf das Glied 40 beschrieben worden ist. Um eine teleskopische Wirb kung
durch Bewegen des Linsengliedes 15 nach vorn zu erzielen, wird der Auslöser
75 entgegen dem Uhrze-igersinn bewegt, wodurch der Hebel 70 im Uhrzeigersinn
verschwenkt und die Rolle 77 an den Antriebsteil 66 angelegt wird.
Dabei wird,das Glied 65 um einen kleinen Betrag senkrecht angehoben, so daß
der Antriebsteil 67 in Eingriff mit der Rolle 68
gelangt. Durch die
Drehbewegung der Rolle 68 und ihren Reibungsschluß mit dem Antriebsteil
67 wird das Linsenglied 15 nach vorn bewegt. Der Hebel 50
folgt
unter der Wirkung der Feder 51' der Bewegung des Gliedes 65 und zieht
dabei das Getriebe 52 auf. Zu gleicher Zeit untergreift der Vorsprung
88 am Arm 78 das Ende 83 des Hebels 80 und hebt das
Ende 82 von dem Antriebsteil 66 ab. Nach dem Loslassen und der Rückkehr
des Auslösers 75 in seine Nullstellung, die von der Feder 73 bewirkt
wird, kommt das Ende 82 des Hebels 80 erneut mit dem Antriebsteil
66 des Gliedes 65 in Eingriff und verhindert eine Bewegung des Linsengliedes
15 mittels der Feder 47.
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Zur Erzielung eines Weitwinkeleffektes durch Bewegen des Linsengliedes
15 nach hinten wird der Auslöser 75 im Uhrzeigersinn bewegt, wodurch
der Hebel 70 seinerseits entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt und die Rolle
77 von dem Antriebsteil 66 fortbewegt wird. Infolgedessen wird das
Glied 65
nicht in vertikaler Richtung nach oben bewegt und der Antriebsteil
77 kommt nicht in Eingriff mit der Rolle 68. Bei der Bewegung des
Hebels 70 kommt
q#e.'Steuerkante 85, mit dem Ende
83 -des Hebels 80
in Eingriff -und bewegt dadurch das Ende
82 dieses Hebels.von dem Antriebsteil 66 fort und-läßt daher eine
Bewegung des Gliedes 65 durch die Feder 47 zu. Das Glied 65 führt
dann eine gleichförmige Bewegung äus, bis der Auslöser 75 freigegeben- und
von der Feder 73 in seine Nullstellung zurückgebracht wird. I-L,e,rbei kommt
das Ende 82 wieder mit dem Aniriebsteä 66 in Eingriff . und
verhindert eine weitere Bewegung des Gliedes 65 durch die Feder 47.'Während
der Zeitspanne, in der das Glied 65 von der Feder 47 nach links bewegt wird,
wird diese Bewegung des Gliedes 65 von dem Getriebe 52 gesteuert,
so daß die von der Feder 47 bewirkte Bewegung mit "leichf** ä ormig * er Geschwindigkeit
erfolgt.
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- Das in F i g. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel ist
dem Ausführangsbeispiel nach F i g. 3 im wesentlichen gleich, abgesehen von
der Verzögerungsvorrichtung, die bei den Ausführungsbeispielen nach den F i
g. 2 und 3 die Getriebeanordnung 52 enthält. Bei dem
Ausführungsbeispiel nach F i g. 4 trägt die Welle 69,
auf der der Hebel
70 schwenkbar gelagert ist, noch ein weiteres Zahnrad 90, das
zusammen mit dem Zahnrad 79 drehbar ist. Am linken Ende des Hebels
70 i-st ein weiteres Zahnrad 91 angeordnet, das mit dem Zahnrad
90 im Eingriff steht und dessen Nabe 92 eine Klinke, 93 trägt, die
m-it einem innen verzahnien Klinkenrad 94 im Eingriff steht, das in einer Rolle
95 eingearbeitet 'ist, die, ebenfalls am linken Ende - des Hebels
70 drehbar gelagert ist. Wenn der Hebel 70 mit Hilfe des Auslösers
75 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, kommt die Rolle 95 mit dem Antriebsteil
66 in Eingriff und bewegt das Glied 65
in vert.ikaler Richtung, so
daß die Rolle 68 am Teil 67 zur Anlage kommt und dadurch das Glied
65
nach rechts bewegt. Wird der Hebel 70 dagegen mit Hilfe des Auslösers
65 entgegen dem Uhrzeigersmin verschwenkt, damit das Glied 65 von
der Feder 47 naclilinksbewegtwird,-komrn die,Rolle95mitdem Antriebsteil
67 in Eingriff und wird von diesem in Umdrehung versetzt, wenn das Glied
45 nach links bewegt wird. Die Drehrichtung des Klinkenrades 94 ist jedoch die gleiche
wie die Drehrichtung der Klinke 93, die von dem Motor 25 angetrieben
wird. Infolgedessen kann die Rolle 95 nicht mit höherer Geschwindigkeit
rotieren als die Nabe 92, und der Antrieb vom Motor 25,dient als Hemmung,
die eine gleichförmige Bewegung des Gliedes 65 bewirkt, wenn es mittels der
Feder 47 nach links bewegt wird. Beim Verschwenken. des Hebels 70 kommt unabhän-gig
von der Schwenkrichtung der Arm 78 dieses Hebels mit dem kurbelartigen Hebel
80 in Eingriff, nämlich entweder mit dem Voxsprung 88 oder der Steuerkante
85, um das Ende 82 außer Eingriff mit dem Antriebsteil 66 zu
bringen.
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Bei, jedem der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele wird das bewegbare
Glied 40 oder 65 in einer Richtung mit Hilfe des Motors 25 und in
der anderen, Richtung mit Hilfe einer Feder 47 bewegt. Weiterhin wird das Bremsglied,
das das Glied 56 oder den Hebel 80 umfaßt, von dem entsprechenden
Glied 40 bzw. 65 bei. einer Bewegung des Hebels 68 oder
70
abgehoben, unabhängig davon, in welcher Richtung dieser Hebel bewegt wird.
Weiterhin ist die Verzögerungsvorrichtung zur Steuerung der Bewegung des Linsengliedes
15 nur dann wirksam, wenn dieses Glied mit Hilfe eines elastischen Gliedes,
hier also der Feder 47, bewegt wird. Bei den hier beschnebenen Ausführungsbeispielen
der offenbarten Erfindung kann der Zahnradantrieb nach Fig. 2 durch einen Friktionsantrieb
nach den F i g. 3 und 4 ersetzt werden oder umgekehrt. Weitere andere Änderungen
können vom Fachmann an den- oben beschriebenen Anordnungen vorgenommen werden, ohne
den Rah-, men der Erfindung zu verlassen. Solche Änderungen können sich insbesondere
daraus ergeben, daß bei Ausführungsformen der Erfindung nur einzelne der Erfindungsmerkmale
fär Gich. oder mehrere in beliebiger Kombination Anwendung finden.