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DE1220775B - Zusatzstoff fuer Portlandzement - Google Patents

Zusatzstoff fuer Portlandzement

Info

Publication number
DE1220775B
DE1220775B DEG42624A DEG0042624A DE1220775B DE 1220775 B DE1220775 B DE 1220775B DE G42624 A DEG42624 A DE G42624A DE G0042624 A DEG0042624 A DE G0042624A DE 1220775 B DE1220775 B DE 1220775B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cement
additive
acetate
ethanolamine
grinding
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG42624A
Other languages
English (en)
Inventor
Frank G Serafin
Vance H Dodson Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WR Grace and Co
Original Assignee
WR Grace and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WR Grace and Co filed Critical WR Grace and Co
Publication of DE1220775B publication Critical patent/DE1220775B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B24/00Use of organic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. plasticisers
    • C04B24/12Nitrogen containing compounds organic derivatives of hydrazine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Zusatzstoff für Portlandzement Die vorliegende Erfindung betrifft hydraulische Zemente und insbesondere die Verwendung eines Zusatzstoffes zur Verbesserung der Mahleigenschaften und zur Verhütung des Festsetzens, d. h. der Block-oder Kuchenbildung, von Portlandzement.
  • Unter Portlandzement versteht man eine Klasse von hydraulischen Zementen, die im wesentlichen aus zwei Calciumsilikaten und einer geringeren Menge Calciumaluminat bestehen. Diese Zemente werden hergestellt, indem man eine innige Mischung aus feinteiligem kalkreichem Material (Kalkstein) und feinteiligem tonreichem Material (Ton) auf Sintertemperatur erhitzt und den so erhaltenen Klinker dann vermahlt, wobei man zur Erzielung der gewünschten Abbindeeigenschaften im fertigen Zement etwa 2 °/a Gips oder anderes Calciumsulfat zusetzt. In manchen Fällen werden beim Vermahlen noch geringe Mengen anderer Substanzen zugesetzt, die dem Produkt bestimmte Spezialeigenschaften verleihen sollen.
  • Beim Vermahlen des Klinkers werden durch das Brechen der Teilchen frische oder nascendierende Flächen freigelegt, welche - vermutlich durch Aufspaltung von Ionenbindungen - hohe Energien aufweisen. Diese Oberflächenkräfte der Teilchen bleiben nach dem Mahlen eine Zeitlang bestehen und führen zum Festsetzen und/oder zu schlechter Rieselfähigkeit des Zements, wenn sie nicht abgeschwächt werden. Eine übermäßige Abschwächung oder ein vollständiges Fehlen der Oberflächenkräfte oder der Anziehung zwischen den Zementteilchen ist jedoch unerwünscht, da der Zement dann zu flüssig wird. Wenn die Oberflächenkräfte auf der anderen Seite zu groß sind, neigt der Zement zum Festsetzen und weist auf Grund größerer Agglomerate von Leerräumen ein niedriges Schüttgewicht auf. Dies bedeutet jedoch, daß geringe Gewichtsmengen an Zement in einem Vorratsbehälter oder Silo gelagert werden können.
  • Es ist bekannt, daß bestimmte polare Moleküle, wenn sie während oder nach dem Mahlen zugesetzt werden, von den Teilchen gebunden werden und deren Oberflächenkräfte abschwächen. Wenn dabei jedoch die Zusatzmenge und/oder die Zusatzzeit nicht richtig gewählt werden, wird die optimale Trockendispersion nicht erreicht, Wenn z. B. beim Vermahlen ein ungewöhnlich aktiver Zusatzstoff zugegen ist, wird die Fließfähigkeit des Zements in der Mühle zu groß. Infolgedessen durchläuft der Zement die Mühle zu schnell, d. h., ehe er auf die gewünschte Feinheit vermahlen ist, und es werden mehr Rückführstufen für das zu grobe Material erforderlich. Auf der anderen Seite ist es möglich, daß ein Zusatzstoff, mit welchem bei einer Vermahlung mit dem Klinker der gewünschte Trockendispersionsgrad erreicht wird, sich bei einem Zusatz nach dem Mahlen nicht auswirkt.
  • Unter der Bezeichnung »Mahlhilfe« wird eine bei gleicher Produktionsgeschwindigkeit erzielte Produktionssteigerung während des Vermahlens von Zementklinker und Gips in der Feinmühle verstanden. Die »Verhütung des Festsetzense bezieht sich auf die Reduzierung der zum Fließfähigmachen des Zements erforderlichen Energiemenge. Die meisten Zemente werden halbfest, wenn sie durch Erschütterungen verdichtet werden, und sind ohne Anwendung beträchtlicher mechanischer Kräfte zum Zerteilen der halbfesten Masse nicht rieselfähig. Eine Vermeidung des Festsetzens ist daher für das Entladen von trockenem Zementpulver aus Lagersilos nach dem Transport in Lastwagen, Schuten und Eisenbahnbehältern von besonderer Bedeutung.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Zusatzstoff für Portlandzement vorzuschlagen, welcher gleichzeitig als Mahlhilfe und als Mittel zur Verhütung des Festsetzens dient. Diese Aufgabe wird dadurch erreicht, daß man den Zement zusammen mit einem Zusatzstoff vermahlt, welcher aus einem Alkanolaminacetat oder einem acetylierten Alkanolaminacetat besteht. Von diesem Zusatzstoff ist nur eine geringe Menge erforderlich, d. h. 0,005 bis 0,050 Gewichtsprozent, bezogen auf den Zement, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
  • Durch den Zusatzstoff werden einerseits die Oberflächenkräfte des Zements so weit abgeschwächt, daß der gewünschte Trockendispersionsgrad erhalten wird, wodurch eine Verbesserung in bezug auf die Vermahlung und die Verweilzeit in der Mühle erzielt wird, und andererseits die Lagerung und der Transport des Zements erleichtert. Es wird angenommen, daß sich beim Mahlvorgang auf der Oberfläche der Zementteilchen eine molekulare Schicht von Acetationen bildet, welche bewirkt; däß sich die feinen Zementteilchen gegenseitig abstoßen. Durch diesen Effekt wird ein Wiederzusammenballen verhindert und die Wirksamkeit des Mahlvorganges erhöht. Die Eigenschaft der Teilchen, sich gegenseitig abzustoßen, scheint auch zu erklären, warum der mit dem Zusatzstoff zusammen vermahlene Zement nur geringe Neigung zum Festsetzen zeigt.
  • Der Züsatzstoff wird aus dem bei der Herstellung von Äthanolaminen anfallenden Rückstandsprodukt erhalten. Das Rückstandsprodukt kann dabei aus verschiedenen bekannten Verfahren der Äthanolamin-Synthese stammen. Es kann bei Reaktionen wie der Ammonolyse oder Aminierung von Äthylenoxyd, der Reduktion von Nitrolalkoholen, der Reduktion von Aminoaldehyden, -ketonen und -estern sowie der Reaktion von Halogenhydrinen mit Ammoniak oder Aminen erhalten werden. Die genaue Zusammensetzung des Rückstandsproduktes schwankt in bestimmten Grenzen, und die hier verwendete Bezeichnung »Äthanolamine« bezieht sich daher auf eine Mischung von Mono-, Di- und Triäthanolaminen. Das für die Durchführung der vorliegenden Erfindung verwendete spezielle Rückstandsprodukt ist im Handel erhältlich und weist die folgenden chemischen und physikalischen Eigenschaften auf: Triäthanolamin ...... 45 bis 55 Volumprozent Äquivalentgewicht ... 129 bis 139 Tertiäres Amin ...... 6,2 bis 7,0 mÄq/g Wasser ............. 0,5 Gewichtsprozent max. Spezifisches Gewicht 1,137 Da dieses Produkt eine geringe Menge Wasser enthält, läßt sich sein pH-Wert mit einem einfachen pH-Meter bestimmen. Zur Herstellung des. Acetats wird so viel Eisessig zugegeben, daß der pH-Wert auf 7,0 gesenkt wird. Die Neutralisation des Rückstandsproduktes ist in der folgenden Gleichung (1) für Triäthanolamin dargestellt, es versteht sich jedoch, daß auch andere Produkte wie Mono- und Diäthanolamin zugegen sind Das acetylierte Äthanolaminacetat wird durch Zusatz von Essigsäureanhydrid zum Rückstandsprodukt hergestellt. Dabei wird so viel Anhydrid zugesetzt, daß der pH-Wert auf 7,0 gesenkt wird. Die Bildung des acetylierten Salzes ist in den Gleichungen (2) und (3) dargestellt. Beide Salze sind wasserlöslich, Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Zusatzstoffe wurde sowohl für das Äthanolaminacetat als auch für das acetylierte Äthanolaminacetat ein Rückstandsprodukt der oben angegebenen Zusammensetzung verwendet.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
  • Beispiel 1 Es wurde ein Äthanolaminacetat durch Neutralisation von 100g des obengenannten Rückstandsproduktes mit 45 g Eisessig hergestellt. Die Reaktion war exotherm, und es wurde Neutralisationswärme entwickelt.
  • Beispiel 2 Es wurde ein acetyliertes Äthanolaminacetat durch Neutralisation von 224g des obengenannten Rückstandsproduktes mit 141,5g Essigsäureanhydrid hergestellt. Es wurde Neutralisations- plus Veresterungswärme entwickelt.
  • Die beiden so hergestellten Salze hatten die folgenden Eigenschaften:
    Eigenschaft Äthanolaminacetat Acetyliertes Äthanolaminacetat
    (Beispiel l)
    (Beispiel 2)
    Farbe ......................................... Dunkelbraun Dunkelbraun
    Viskosität, cP bei 21'C .......................... 25 etwa 25
    Wasserlöslichkeit ............................... in allen Konzentrationen in allen Konzentrationen
    völlig löslich völlig löslich
    Spezifisches Gewicht bei 21°C . ................... 1,149 1,112
    Beide Salze waren viskose Flüssigkeiten und ließen sich mit Wasser zu Lösungen jeder beliebigen Konzentration verdünnen.
  • Der pH-Wert einer 60°/oigen Lösung fiel in einigen Tagen auf 5,5 ab, jedoch dann nicht weiter. Es ist anzunehmen, daß die in dem Rückstandsprodukt enthaltenen Mono- und Diäthanolamine ebenfalls reagieren, so daß eine Mischung von Acetaten entsteht.
  • Die Erfindung wird weiter durch die in den folgenden Beispielen gegebenen Daten veranschaulicht. Die Angaben »Gewichtsprozent Zusatzstoffe beziehen sich dabei auf die aktive Substanz des Salzes, unabhängig davon, ob es in wäßriger Lösung verwendet wurde oder nicht. Ein Faß Zement entsprach 170,5 kg.
  • Die in den Tabellen gegebenen Daten wurden durch Prüfung einzelner Ansätze des gleichen Portlandzements erhalten, die alle auf folgende Weise hergestellt wurden Der Klinker wurde in eine Laboratoriums-Stahlkugelmühle gegeben, die Mühle verschlossen und vor dem Anlaufen auf 99 bis 110°.C erhitzt. Dann wurde der Zusatzstoff in wäßriger Lösung zugegeben. Nach einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen wurde die Mühle angehalten und der Index für das Festsetzen sowie andere Eigenschaften des vermahlenen Zements ermittelt.
  • Der Festsetzindex ist ein relativer Wert, welcher die Neigung eines Zements zum Festsetzen, d. h. zur Block- oder Kuchenbildung, beim Lagern oder Transportieren in unverpacktem Zustand angibt. Der Index wird auf folgende Weise bestimmt: 100 g Zement werden in einem 250-ml-Erlenmeyerkolben auf eine regulierbare Rüttelvorrichtung gesetzt. Der Kolben mit dem Zement wird 15 Sekunden lang gerüttelt und dann von der Rüttelvorrichtung entfernt und mit horizontalliegender Achse in eine Haltevorrichtung gespannt, wo er um seine Achse rotiert wird, bis der auf dem Boden festgesetzte Zementkuchen zusammenfällt. Der Kolben wird dabei pro Minute etwa 100mal um 180° gedreht. Die Anzahl der Drehungen um 180°, die zum Zusammenfallen des Zementkuchens erforderlich sind, geben den Festsetz-Index an. Das heißt, daß der Index um so größer ist, je mehr Energie zum Brechen des Kuchens erforderlich ist.
  • In den Beispielen wird unter Portlandzement Typ I ein Zement für allgemeine Zwecke, unter Typ II ein Zement mit niedriger Hydrationswärme und mäßiger Sulfatbeständigkeit und unter Typ III ein schnellverfestigender Zement verstanden. Diese Typen sind in ASTM C 150-12 beschrieben. Beispiel 3 In Tabelle 1 sind die Ergebnisse wiedergegeben, die beim gemeinsamen Vermahlen von Äthanolaminacetat nach Beispiel 1 mit einem 2,5 °/o Gips enthaltenden Portlandzementklinker Typ I erhalten wurden. Der Zusatzstoff wurde in einer Menge von 0,01 °/o Trockensubstanz pro Zementtrockensubstanz verwendet.
    Tabelle 1
    Mahl- »Blaineu-
    ,Zusatz dauer Oberflächen- Festsetz-
    größe Index
    Minuten cm2/g
    Blindprobe ........ 110 3230 9
    Äthanolaminacetat 100 3260 4
    Wie aus der Tabelle hervorgeht, weist der mit dem Äthanolaminacetat zusammen vermahlene Zement einen um 1251)/, niedrigeren Festsetzindex als der unbehandelte Zement auf. Der niedrigere Index zeigt, daß durch den Zusatzstoff die Neigung des Zements zur Blockbildung verringert wird. Aus der größeren Oberfläche des behandelten Zements bei einer kürzeren Mahldauer ist zu schließen, daß durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Zusatzstoffes die Mahlwirkung verbessert wird.
  • In Tabelle 2 sind die Druckfestigkeiten der in Tabelle 1 aufgeführten Zemente wiedergegeben. Die Festigkeit wurde nach ASTM C-109 mit Mörtelwürfeln von 2,54 cm Kantenlänge bestimmt.
    Tabelle 2
    Zusatz Druckfestigkeit, kg/cm2
    1. Tag I 7. Tag 28. Tag
    Blindprobe .......... 91,95 251,16 358,53
    Äthanolaminacetat .... 93,36 246,75 382,29
    Die höhere Festigkeit des behandelten Zements nach 28 Tagen ist bemerkenswert. Dieser Wert ist von Bedeutung, da er die endgültige Baufestigkeit angibt.
  • Beispiel 4 Ähnliche Ergebnisse wie im Beispie13 wurden erzielt, wenn ein Portlandzement Typ 11I nach dem gleichen Verfahren behandelt wurde. Hierbei wurde der Zement mit 0,0160/, Zusatzstoff, bezogen auf Trockensubstanz pro Trockensubstanz Zement, vermahlen.
    Tabelle 3
    Mahldauer »Blaine<c- Druckfestigkeit, kg/cm2
    Zusatz Oberflächengröße
    Minuten cm2/g 1. Tag ( 7. Tag I 28. Tag
    Blindprobe .......................... 140 4640 141,30 388,40 471,85
    Äthanolaminacetat ................... 140 4750 161,69 431,50 483,31
    Aus der Tabelle geht hervor, daß durch Zusatz des Äthanolaminacetats die Mahlfähigkeit und die Druckfestigkeit von Portlandzement Typ 1I1 verbessert wird.
  • Beispiel s Mit Portlandzement Typ III wurden weitere Versuche durchgeführt, in welchen der mit Äthanolaminacetat und der mit acetyliertem Äthanolaminacetat versetzte Zement mit unbehandeltem Zement verglichen wurde. Die- Eregebnisse sind in Tabelle 4 wiedergegeben. Die Zusatzstoffe wurden in einer Menge von 0,0160/0 Trockensubstanz pro Trockensubstanz Zement verwendet. Es wurde nach dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 3 gearbeitet.
    Tabelle 4
    Mahldauer »Blaineu- Druckfestigkeit, kg/cm'
    Zusatz Oberflächengröße
    Minuten cm2/g 1. Tag I 7. Tag I 28. Tag
    Blindprobe .......................... 180 4700 112,62 356,77 462,22
    Äthanolaminacetat ................... 165 4900 127,38 358,53 482,40
    Acetyliertes Äthanolaminacetat ......... 165 5105 126,68 371,75 498,29
    Im Vergleich zum unbehandelten Zement wurde durch beide Zusatzstoffe die Mahlwirkung verbessert, was aus der größeren Oberfläche bei kürzerer Mahldauer hervorgeht, und die Druckfestigkeit erhöht. Beispiel 6 In Tabelle 5 bis 7 sind die in Großversuchen mit den erfindungsgemäßen Zusatzstoffen erhaltenen Ergebnisse zusammengestellt. Die Tests wurden in Industriemühlen durchgeführt, durch die mit hoher Geschwindigkeit Luft geleitet wurde. Es wurden die folgenden Ergebnisse erhalten:
    Tabelle 5
    Portland- Zusatzmenge Produktions-
    zement Zusätz geschwindigkeit Festsetzindex
    TYP (a) (b)
    I Blindprobe - 85 100+
    I acetyliertes Äthanolaminacetat 40,8 128 8
    I Äthanolaminacetat 13,6 107 13
    II Blindprobe - 79,5 100+
    II acetyliertes Äthanolaminacetat 27,2 85,8 5
    II Äthanolaminacetat 18,1 84,3 12
    in Blindprobe - 81,7 100+
    lII acetyliertes Äthanolaminacetat 54,4 88,6 9
    III Äthanolaminacetat 40,8 87,8 10
    (a) Gramm Zusatzstoff pro Faß Zement.
    (b) Faß pro Stunde bei einem Faßinhalt von 170,5 kg.
    Aus der Tabelle geht hervor, daß durch die Verwendung der Zusatzstoffe zur Behandlung der drei Zementtypen die Produktionsgeschwindigkeit erhöht und der Festsetzindex weitgehend reduziert wurde.
    Tabelle 6
    Pzement Zusatz Zusatzmenge Druckfestigkeit, kg/cm2
    TYP (a) 1. Tag I 7. Tag I 28. Tag
    I Blindprobe - 75,15 321,90 483,66
    I acetyliertes Äthanolaminacetat 40,8 87,87 345,95 483,31
    I Äthanolaminacetat 13,6 92,09 -E-
    II Blindprobe - 50,48 260,67 449,36
    II acetyliertes Äthanolaminacetat 27,2 56,38 258,70 451,68
    II Äthanolaminacetat 18,1 53,00 264,12 -E-
    III Blindprobe - 190,65 356,67 484,51
    III acetyliertes Äthanolaminacetat 54,4 222,57 416,81 504,12
    III Äthanolaminacetat 40,8 246,05 426,51 -f-
    (a) Gramm Zusatzstoff pro Faß Zement.
    -E- Teste nicht durchgeführt.
    Demnach wurde eine deutliche Verbesserung der Druckfestigkeit für den Zement Typ III und ebenfalls eine merkbare Verbesserung für den Zement Typ Il erzielt. Bei Typ I war die Druckfestigkeit nach kurzer Zeit besser als bei dem unbehandelten Produkt.
    Tabelle 7
    (Lufteinschluß in Mörtel, Test nach ASTM-C 185)
    Portland- Zusatz- Eingeschlossene
    zement Zusatz menge Luft
    TYP (a) °/o
    I Blindprobe - 8,0
    I acetyliertes Äthanol-
    aminacetat 40,8 7,4
    I Äthanolaminacetat 13,6 7,6
    II Blindprobe - 8,2
    II acetyliertes Äthanol-
    aminacetat 27,2 8,2
    II Äthanolaminacetat 18,1 8,2
    III Blindprobe - 7,9
    III acetyliertes Äthanol-
    aminacetat 54,4 8,0
    III Äthanolaminacetat
    40,8 7,5
    (a) Gramm Zusatzstoff pro Faß Zement.
    Aus Tabelle 7 geht hervor, daß durch die erfindungsgemäßen Zusatzstoffe keine Lufteinschlüsse in den Zement eingebracht werden, was ein Nachteil bei verschiedenen handelsüblichen Zusatzstoffen ist. Beispiel ? Die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Zusatzstoffe bei der Vermahlung wurde mit der Wirksamkeit einer handelsüblichen Mahlhilfe verglichen, welche 25 °/o Calciumacetat enthielt. In Tabelle 8 ist dieser Vergleich für das Vermahlen eines Portlandzementklinkers Typ III gegeben.
    Tabelle 8
    Zugesetzte »Blaine«-
    Zusatzstoff mol Oberfiächen-
    Acetationen größe
    cm 2/9
    Blindprobe.............. - 4700
    Handelsüblicher Zusatz-
    stoff mit 25 °/o Calcium-
    acetat................ 0,00555 4800
    Äthanolaminacetat ...... 0,00306 4900
    Acetyliertes Äthanolamin-
    acetat................ 0,00383 5105
    Wie die Tabelle zeigt, wurde mit den erfindungsgemäßen Zusatzstoffen eine bessere Mahlwirkung als mit dem handelsüblichen Zusatzstoff erzielt. Hieraus geht hervor, daß die Verbesserung nicht allein auf die Anwesenheit der Acetationen, sondern auf der Zusammensetzung der Gesamtverbindung beruht.
  • Die erfindungsgemäßen Zusatzstoffe sind in Wasser ohne Bodensatz löslich. Sie wirken als Mahlhilfe und Mittel zur Verhütung des Festsetzens und erhöhen die Druckfestigkeit von Zementmörtel. Außerdem verursachen sie keine Lufteinschlüsse in Mörtel oder Beton.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Zusatzstoff für Portlandzement, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem mit Essigsäure oder Essigsäureanhydrid neutralisierten Rückstandsprodukt der Äthanolaminsynthese besteht, wobei das Rückstandsprodukt ein Gemisch von Mono-, Di- und Triäthanolamin mit einem Triäthanolamingehalt von 45 bis 55 Volumprozent, einem Äquivalentgewicht von 129 bis 139, einem Gehalt an Milliäquivalenten tertiärem Amin pro Gramm von 6,2 bis 7,0, einem Wassergehalt von höchstens 0,5 Gewichtsprozent und einem spezifischen Gewicht von 1,137 darstellt.
  2. 2. Verfahren zur Verhütung des Festsetzens von Portlandzement beim Mahlen, bei der Lagerung oder beim Transport, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Zement beim Vermahlen 0,005 bis 0,050 Gewichtsprozent des Zusatzstoffes gemäß Anspruch 1 zusetzt.
DEG42624A 1964-01-24 1965-01-21 Zusatzstoff fuer Portlandzement Pending DE1220775B (de)

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DE (1) DE1220775B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3245843A1 (de) * 1982-12-10 1984-06-14 Teroson Gmbh, 6900 Heidelberg Mahlhilfsmittel und diese enthaltende mineralmischung
CN104311435A (zh) * 2014-09-12 2015-01-28 北京工业大学 一种多元醇胺酯、合成方法及其应用

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