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DE1220080B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Schlingengarnes - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Schlingengarnes

Info

Publication number
DE1220080B
DE1220080B DEA23746A DEA0023746A DE1220080B DE 1220080 B DE1220080 B DE 1220080B DE A23746 A DEA23746 A DE A23746A DE A0023746 A DEA0023746 A DE A0023746A DE 1220080 B DE1220080 B DE 1220080B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
helical
thread
metal wire
yarn
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA23746A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernest Jack Griset Jun
James Andrew Mcintosh
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Akzo NV
Original Assignee
Algemene Kunstzijde Unie NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Algemene Kunstzijde Unie NV filed Critical Algemene Kunstzijde Unie NV
Publication of DE1220080B publication Critical patent/DE1220080B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/16Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam
    • D02G1/161Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam yarn crimping air jets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Schlingengarnes . Es sind zahlreiche Verfahren zum Kräuseln von Kunstfäden bekannt, um dadurch die charakteristischen Eigenschaften dieser Fäden zu verbessern, wobei jeder Einzelfaden in sich gekräuselt wird.
  • Gemäß der deutschen Patentschrift 655 392 erfolgt die Kräuselung durch Einwirkung eines gasförmigen wirbelnden Mittels auf die Kunstfäden im koagulierten, aber noch plastischen Zustand.
  • Das Hauptpatent 1170 109 bezieht sich demgegenüber auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Schlingengarnes aus endlosen gezwirnten Kunstfadenbündeln, bei dem das Fadenbündel mittels eines Gasstromes mit großer Geschwindigkeit durch ein Rohr od. dgl. getrieben wird sowie nach Verlassen des Rohres seine Bewegungsrichtung ändert und die Fadengeschwindigkeit vermindert wird, wobei das Fadenbündel in den das Rohr od. dgl. in gerader Richtung durchströmenden Gasstrom unter einem Winkel eingeführt wird.
  • Das erzeugte Schlingengarn besteht aus einem Fadenbündel, dessen einzelne Fäden an beliebigen Stellen Schlingen aufweisen. Die Fäden sind dabei nicht gekräuselt. Auf diese Weise wird ein Garn erhalten, das einem aus Stapelfasern hergestellten Garn sehr ähnlich ist und bei der Verarbeitung zu Textilerzeugnissen mit besonders erwünschten Eigenschaften hinsichtlich Fülligkeit, Weichheit des Griffes und Wärmeisoliervermögen führt.
  • Gemäß dem Hauptpatent wird eine besonders kräftige Schlingenbildung erzielt, auch bei solchen Fadenbündeln, die schon den endgültigen Drall aufweisen. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, besonders kleine Schlingen bei möglichst niedrigem Luftverbrauch zu erzeugen.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden die Schwierigkeiten bei der Herstellung von Schlingengarn mit sehr kleinen Schlingen in den Endlosfäden durch eine sehr einfache Maßnahme beseitigt. Es können dann Schlingen hergestellt werden, die einen Durchmesser in der Größenordnung des ursprünglichen Fadendurchmessers aufweisen, wodurch eine weitere Erhöhung des endgültigen Volumens des Schlingengarnes erreicht wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Schlingengarnes aus endlosen, gezwirnten Kunstfadenbündeln gemäß Patent 1170 109, wobei das Fadenbündel unter einem Winkel in einen ein Behandlungsrohr od. dgl. in gerader Richtung durchströmenden Gasstrom eingeführt wird und nach Verlassen des Rohres unter Verminderung der Laufgeschwindigkeit seine Bewegungsrichtung ändert, ist dadurch gekennzeichnet, daß dem Gasstrom im umschlossenen Behandlungsraum eine schraubenlinienförmige Bewegung erteilt wird.
  • Vorzugsweise weist die schraubenlinienförmige Bewegung des Gasstroms den gleichen Drehsinn wie der Verlauf des Zwirnes im Fadenbündel auf.
  • Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht aus einem von einem Gasstrom durchflossenen Rohr od. dgl., zwischen dessen beiden Enden eine Öffnung oder Einkerbung zur schrägen Zuführung des Fadenbündels vorgesehen ist, und ist dadurch gekennzeichnet, daß im Rohr ein schraubenlinienförmiger Metalldraht angeordnet ist.
  • Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist an Stelle des Metalldrahtes eine schraubenlinienförmige Erhöhung bzw. Vertiefung an der Innenwand des Behandlungsraumes vorgesehen.
  • Bei dem in der deutschen Patentschrift 172 264 beschriebenen Verfahren wird z: B. ein frischgesponnener Faden im hochgequollenen Zustand der Einwirkung einer in Drehbewegung versetzten Flüssigkeit ausgesetzt, ohne daß jedoch eine Xräuäelung beabsichtigt oder erreicht wird.
  • Nach der französischen Patentschrift 405 782 wird ein frischgesponnener Kunstfaden möglichst reibungsfrei durch ein gekrümmtes Rohr geführt, wobei der gleichzeitig durchströmenden. Flüssigkeit durch in bestimmter Weise angeordnete Rippen eine gewisse Drehbewegung erteilt wird. Auch hier ergibt sich keine Kräuselung in dem Fadenbündel.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beschrieben, in der zwei Ausführungsformen der erfindungsgemäß verwendeten Behandlungsvorrichtung dargestellt sind.
  • F i g. 1 zeigt im Längsschnitt eine Vorrichtung mit einem schraubenlinienförmigen Metallfaden; F i g. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab einen Schnitt durch die Vorrichtung gemäß Linie II-Il der Fig.1; F i g. 3 zeigt eine gegenüber der Ausführungsform nach F i g. 1 etwas geänderte Ausführungsform der Vorrichtung; F i g. 4 zeigt im Schnitt die gleiche Vorrichtung wie in F i g. 3, jedoch mit einer schraubenlinienförmigen Erhöhung.
  • Die F i g. 1, 2 und 3 zeigen eine Vorrichtung 1, bestehend aus einem Rohr 2 mit einer Einkerbung 3, wobei dieses Rohr mit einem Rohrstück 4 versehen ist, das als Verbindung zu einer Zufuhrleitung für ein unter Druck befindliches Gas, z: B. Preßluft, dient.
  • Dem freien Ende des Rohres 2 gegenüber befindet sich eine Platte 5, die mittels einer Schraube 6 an einer um das Kehr 2 ängebraeliten Stützet befestigt ist. Der Abstand der Stütze 7 bis zum Ende des Rohres 2 ist einstellbar, und die Stütze 7 kann an der erwünschten Stelle mittels einer Schraube ,8 fest angeordnet werden.
  • Ein von einem nicht dargestellten Fadenkörper kommendes Fadenbündel 9 wird über einen Fadenführer 10 von einem durch das Rohrstück 4 zugeführten Luftstrom in die Einkerbung 3 gesogen und im Röhr 2 fortbewegt.
  • Nach Verlassen des Rohres 2 stößt das Fadenbündel 9 gegen die Platte 5. Die Verlängerung der Mittellinie des Rohres 2 schneidet die Platte 5 in einem Abstand von 1,6 mm vom Rohrende. Während sich das Fadenbündel noch unter Einfluß des Luftstromes befindet, verringert sich die Fadengeschwindigkeit durch das Anstoßen, und. es ändert sich die Bewegungsrichtung des Fadenbündels. Nach dem Anstoßen wird der Faden auf die in dein Hauptpatent beschriebene Weise zu einer nicht dar'-gestellten Aufwickelvorrichtüng abgeführt.
  • In! Rohr 2 befindet sich ein schraübenlinienförmi> gei Metalldraht 11. Der Luftstrom erhält dadurch eine schräüberilinienfötndige Bewegung, und das Ergebnis ist, däß ein Fadenbündel irZit sehr kleinen Schlingen in den Endlosfäden hergestellt Wird. Der Draht 11 ist genügend federftd, uni an seinem Platt im Rohr 2 zu bleiben.
  • Das Fadenbüftdel 9 kann in einer Richtung abgeführt werden, die der Richtung de's Luftstromes nach Anstößen an die Plätte 5 entgegengesetzt ist. In F i g. 1 ist die Richtung, in der sirh der Luftstrom bewegt, mit einem Pfeil angegeben.
  • An Stelle eines schraübenlinienförinigen Drahtes kann auch eine schraubenlinienförmige Erhöhung oder Vertiefung an der Innefwänd des Rohres 2 vorgesehen sein, so däA nnait eine Innenoberfläche erhält, die mit der mit Zügefi versehenen Oberfläche in einem Gewehrlauf vergleichbar ist.
  • Ein Beispiel einer solchen Ausführungsform ist in F` i g. 4 dargestellt.
  • Im Rohr 2 ist eine Vertiefung eingeschnitten, so daß die schraubenlinienförmige Erhöhung 12 übrigbleibt. Der Luftstrom erhält dadurch die gleiche schraubenlinienförmige Bewegung wie durch den schraubenlinienförmig gewundenen Draht bei der Vorrichtung nach F i g. 1.
  • Die Länge und Stärke des schraubenlinienförmigen Drahtes oder der schraubenlinienförmigen Vertiefung bzw. Erhöhung im Rohr 2 sowie dessen bzw. deren Ganghöhe können je nach den Betriebsverhältnissen und den erwünschten Resultaten geändert werden. Beispiel 1 Ein Acetätseidengärn mit einem Z -Zwirn von 200 Drehungen je Meter und einem Titer von 300 den, welches aus 75 Endlosfäden bestand, wurde unter Einfluß eines Luftstromes von 301/Min. in einer Vorrichtung gemäß F i g. 1 behandelt. Die lichte Weite des Rohres 2 betrug 1,7 mm, Der schraubenlinienförmige Draht 11 hätte eine Stärke von 0;5 mm und 160 Drehungen je Meter. Die Drehungen hatten den gleichen Drehsinn wie das zu behandelnde Garn.
  • Die Platte war unter einem Winkel von 100° zur Mittellinie des Rohres 2 angeordnet, und der kleinste Abstand zwischen Platte und Röhr bettzig 0,4 mm. Das Garn wurde über eine Rolle ntit einem Durchmesser von 28;6 mm zugeführt und über eine Rolle finit einem Durchmesser von 23,8 min abgeführt. Beide Rollen hatten die gleiche Um> drehungsgescliwindigkeit.
  • Das behandelte Garn wurde unter einer Spannung von 35 g mit einer Geschwindigkeit von 50 in/Min. aufgespult.
  • Der durchschnittliche Durchmesser des unbehandelten Garnbündels betrug 0,3 mm. Nach Bähand= hing in der angegebenen Weise betrug der Dürchmesser bei 75b/ö der erzeugten Schlingen in den Einzelfäden 0,3 mm oder weniger. Nur selten fand man Schlingen mit einem Durchmesser von mehr als 0,6 mm.
  • Wenn kein schraubenlinienförmiger Draht vorhanden ist, erhält man dagegen ein Garn, bei dem mehr als 50% der Schlingen größer als 0,3 mm sind, währ rend einige Schlingen einen Durchmesser von 1 mm haben.
  • Die nachstehende Tabelle zeigt den Unterschied im Titer bei Garn, das mit und ohne den schraubenlinienförmigen Metalldraht im Rohr behandelt würde.
    Tabelle I
    Uübehändelt liehäüdelt Zu_
    Titer in den Titer in den nahme
    Ohne Metalldraht 302,9 327,8 8,2
    Mit Metalldraht 302,9 332,6 9,8
    Beispiel 2 Ein Viskoseseidengarn mit einem Titer von 150 den und einem S-Zwirn von 220 Drehungen je Meter, bestehend aus 40 Fäden, wurde in einer Vorrichtung gemäß Beispiel 1 behandelt. Der Luftverbrauch betrug 751/Min. Der schraubenlinienförmige Metalldraht war in S-Richtung mit 160 Drehungen je Meter gedreht.
  • Der Durchmesser des ursprünglichen Garns betrug 0,25 mm. Bei Verwendung des schraubenlinienförmigen Metalldrahtes waren nur etwa 10 % der Schlingen größer als 0,25 mm. Ohne den Metalldraht betrug dieser Prozentsatz etwa 30fl/o.
  • Die Zunahme des Titers in beiden Fällen ist in nachstehender Tabelle angegeben.
    Tabelle 1I
    Unbehandelt Behandelt Zu-
    Titer in den Titer in den nie
    °/o
    Ohne Metalldraht 150,9 161,6 7,1
    Mit Metalldraht 150,9 164,5 9,0

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung eines Schlingengarnes aus endlosen gezwirnten Kunstfadenbündeln gemäß Patent 1170 109, wobei das Fadenbündel unter einem Winkel in einen ein Behandlungsrohr od. dgl. in gerader Richtung durchströmenden Gasstrom eingeführt wird und nach Verlassen des Rohres unter Verminderung der Laufgeschwindigkeit seine Bewegungsrichtung ändert, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gasstrom im umschlossenen Behandlungsraum eine schraubenlinienförmige Bewegung erteilt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schraubenlinienförmige Bewegung des Gasstromes den gleichen Drehsinn wie der Verlauf des Zwirnes im Fadenbündel aufweist.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, welche aus einem von einem Gasstrom durchflossenen Rohr od. dgl. besteht, zwischen dessen beiden Enden eine Öffnung oder Einkerbung zur schrägen Zuführung des Fadenbündels vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Rohr (2) ein schraubenlinienförmiger Metalldraht (11) angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle des Metalldrahtes an der Innenwand des Rohrs (2) eine schraubenlinienförmige Erhöhung bzw. Vertiefung (12) vorgesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 655 392, 172 264; schweizerische Patentschrift Nr. 190 973; französische Patentschrift Nr. 405 782.
DEA23746A 1955-01-26 1955-11-09 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Schlingengarnes Pending DE1220080B (de)

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US1220080XA 1955-01-26 1955-01-26

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DEA23746A Pending DE1220080B (de) 1955-01-26 1955-11-09 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Schlingengarnes

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE172264A (de)
FR405782A (fr) * 1909-08-06 1910-01-13 William Alfred Edward Crombie Appareil pour fabriquer des fibres au moyen de solutions
CH190973A (de) * 1935-12-05 1937-05-31 Maurer Sa Ing A Verfahren um in Strangform und noch in saurem Zustand befindliche Kunstseide einer Schneidvorrichtung darzubieten.
DE655392C (de) * 1935-01-30 1938-01-14 Waldhof Zellstoff Fab Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung wollaehnlicher kuenstlicher Faeden

Patent Citations (4)

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DE172264A (de)
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