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Backenbrecher mit hydraulischem Antrieb Die Erfindung betrifft Backenbrecher
mit hydraulischem Antrieb, die ein Abtriebsglied aufweisen, das sich über ein hydrostatisches
Lager gegen die Brechschwinge abstützt.
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Bei mechanischen Brechern ist es üblich, sämtliche Antriebsteile,
wie Exzenter- und Antriebswellen, Kniehebel-Mechanismen, Druckstücke, Exzenterbüchsen
usw., direkt iii den Brecherrahmen einzubauen. Bei eventuelxeü@ Reparaturen an den
Maschinenteilen, müssen die Brecher an Ort und Stelle auseinändergenommeh.,werden,
um Ersatzteile einzubauen.
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Bei Backenbrechem":mit hydraulischem Antrieb werden solche keparätüren
noch komplizierter, da einsmal der Antrieb n4Hydräulköl gefüllt ist und zum anderen
die Einzelteile des Antriebs einen hohen Bearbeitungsgrad aufwdisen, der selbst
in hohem Maße anfällig gegen den .am Einsatzort des Backenbrechers reichlich vorl%ändenen
Staub. und Schmutz macht. . .
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Ziel der Erfindung ist es, eine Konstruktion eines Brechers mit hydraufisehem
Antrieb zu schaffen, die es ermöglicht, bei einem- Ausfall des Antriebs den Brecher
in sehr kurzer Zeit wieder in Betrieb zu nehmen, ohne hierbei : auf aufwendige Reparaturen
am Einsatzort angewiesen zu sein. Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung ...dadurch
erreicht, daß die für den Antrieb selbst. und:: für die Steuerung dos. Antriebs
erforderlichen Feile .einschließlich des hydrostatischen Lagers zu einem.Block .
zusammengefaßt sind, der lösbar im Rähinen des Brechers befestigt ist.
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Bei einem gemäß der Erfindung ausgebildeten Backenbrecher kann der
gesamte Antrieb mit seinen Steuermitteln somit. nach Lösen weniger Befestigungsschrauben
aus der n,- herausgenommen und gegebenenfalls durch einen Austauschmotor
ersetzt werden. Die notwendigen Reparaturen können dann--unter wesentlich günstigeren
Bedingungen als am. Einsatzort des Brechers in der Werkstatt durchgeführt werden.
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Zweckmäßig ist der bxechschwingenseitige Teil des hydrostatischen
Lagers lösbar an der Schwinge befestigt und mit Stehbolzen versehen, die durch einen
auf dem Abtriabsglied angeordneten Flansch durchgehen und sich #- über Federn gegen
diesen Flansch abstützen. Auf diese Weise wird erreicht, daß auch das hydrostatische
Lager selbst nicht auseinandergenommen zu werden braucht, sondern gemeinsam mit
dem gesamten Antrieb aus dem Brecher herausgenommen werden kann.
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Bei einer Brecher-Konstruktion. bei der der Rahmen des Brechers in
an sich bekannter Weise als Ringrahmen ausgebildet .ist, wird der Antriebsblock
zweckmäßig an der Innenseite des hinteren Querjoches angeschraubt.
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Gemäß der Lehre der Erfindung ist es aber auch möglich, den Brecherrahmen
U-förmig auszubilden und .den Motorblock zwischen den Enden der Schenkel einzusetzen.
Auf diese Weise dient der Motorblock selbst als Hinterquerjoch, wodurch das gesamte
Gewicht des Brechers verringert werden kann.
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Zweckmäßig sind an den Enden der Rahmenschenkel Schwalbenschwanzleisten
vorgesehen, gegen die sich der Motorblock mit entsprechenden Schwalbenschwanzleisten
anlegt. Auf diese Weise wird eine besonders kräftige Verbindung zwischen Rahmen
und Motorblock hergestellt. Der Motorblock stützt sich hierbei direkt auf den .
Rahmenblock auf, und es brauchen keine Schwerkräfte über die Verbindungsschrauben
aufgenommen zu werden.
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Die Erfindung ist in verschiedenen Ausführungsbeispielen veranschaulicht
und im nachstehenden im einzelnen an Hand der Zeichnung beschrieben.
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F i g. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen hydraulisch betriebenen
Backenbrecher mit geschlossenem Rahmen; F i g. 2 gibt eine Draufsicht auf den Backenbfecher
nach F .i g.1 wieder; F i g. 3 ist eine Seitenansicht des Brechers nach F i g.1;
F i g. 4 gibt ein Detail eines Antriebsblockes eines hydraulisch betriebenen Brechers
wieder; F i g. 5 ist ein Längsschnitt durch einen Backenbrecher mit U-förmigem Rahmen;
F 1 g. 6 zeigt eine Draufsicht auf den Brecher nach Fig.5.
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Bei der Anordnung nach F i g. 1 bis 3 ist der Rahmen 1 des Brechers
mit den beiden Querjochen 2 und 3 ringförmig ausgebildet. Das vordere Querjoch 2
trägt in bekannter Weise eine Backe des
Brechmaules. In dem Rahmen
1 ist die Schwinge 4 auf der Achse 5 schwenkbar gelagert. Zwischen dem hinteren
Querjoch 3 und der Rückseite der Schwinge ist ein Antriebsblock 6 angeordnet, der
gegen die Innenseite des Querjoches 3 anliegt und an diesem lösbar befestigt ist,
beispielsweise durch Schrauben 7, die durch seitliche Flansche 8 an der Rückseite
des Antriebsblockes angeordnet sind. Zur Durchführung der Antriebswelle 9 durch
die Seitenwangen des Rahmens ist in diesem ein Ausschnitt 10
vorgesehen, wie
aus F i g. 2 ersichtlich. Der Rahmen selbst kann, wie aus F i g. 3 ersichtlich,
unterhalb des Einschnittes mit waagerechten Stegen 14 versehen sein, so däß
der Einschnitt selbst die Festigkeit [[es Brecherrahmens nicht gefährdet. Die vornehmlich
in der üfttereri ,Zone - des Brechermauls auftretenden Zerkleinerungskräfte werden
durch diese durchgehenden, nahtlos aus einer Blechtafel ausgeschnit= tenen Stege
übertragen. Hierdurch sind die bei jeder Brecherkonstruktion gefährdeten Rahmenecken
ohne tragende Schweißnähte, sind sehr biegungssteif und verkantungssicher und bieten
darüber hinaus einen guten Schutz gegen Fertigungsfehler, insbesondere Schweißfehler.
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Der Antriebsblock 6 schließt in sich alle zur Erzeügung,der-
.pulsierender< Zerkleinerungskräfte notwendige, Maschinenteile ein, und zwar
von dem Antriebsrad 11, das über einen Riemenantrieb 12 von einem Motor 13 angetrieben
wird, bis zu dem Abtriebsglied 15, 16.
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= `In deii dargestellten Ausführungsbeispiel ist -ein
hydtäulischet Antrieb vorgesehen. Der Abtrieb erfolgt - dabei - wie-in F i g. 4
dargestellt - über Einen Arbeitskolben 15; der übst ein DtüCkstück 16 auf die Sehwoge
4 -wirkt ZWecktriä:ßig wird zwischen `Arbeitskölbeii ürid 'BrechschWinge -jeweils
ein liydro= statisches Lüget vötgesehdn. IJih den Antriebsblock ü.@yüj gä6en Zsheberi
-zu köüheft, ist das 'Gegenstück `l l-- des brddhsch«'ingenseitigen-' hydröstätisdheü
Lagers des Dtuekstüökds 1616sbat an der Sehiviiige 4 befestigt: An dem Gegenstück
17 können Stehbolzen 25 ärigebraclt werden, die durch einen Flansch 18 aü
dein Druckstrick 16 geführt sind und sich über Federn 19 gegen diesen Flansch
'abstützen. Diese Federn müssen so beiriesseii sein, däß sie in der Lage sind,.
die Massenkräfte beim Zurückgehen der Schwinge voll arufzuii'dhmen.
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Nach Lösen der Befestigungsschtaüben für das Druckstück 17 Und der
Befestigüngsschräuben 7 so-Wie .Aushängen- der SchWingenrückzugstange 24. kann der
gesäte Aiitriebsblöok ohne weitere Demontage des Brechers .ausgehoben werden.
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Zur Vertingerüng des Rahmengewichtes kann der Abtriebsbloek 6 selbst
.als Teil des Rahmens ausgebildet werdeli. Eine solche Ausführung ist in den F i
g. 5 und 6 dargestellt. Bei -dieser Ausführung ist d'dr'Rährilen än seiner Rückseite
offen. An den freien Enden der- Seitenwangen sind senkrechte Schwalbenschwanzleisten
20 vorgesehen, gegen die sich der Antriebsblock mit entsprechend ausgebildeten
Schwalbeh'schwänzleisteh 21 anlegt. Durch die Anordnung eines im ganzen aus dem
Brecher herausnehmbaren Antriebsblockes ist es möglich, die Leistung dieses Antriebsblockes
so zu bemessen, daß er gleichzeitig für verschiedene Brechergrößen verwendet werden
kann. Auf diese Weise werden größere Stückzahlen für den Antriebsblock möglich,
wodurch sich die, Kosten der Fertigung und der Vorratshaltung verringern.
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In F i g. 6 ist gezeigt, wie ein solcher Antriebsblock in einem
Rahmen mit größerer Weite verwendet werden kann. Zu diesem Zweck werden Toleranzstücke
22 vorgesehen, die jeweils fest mit dem Rahmen verbunden sind. Die Befestigung erfolgt
bei der Ausführung nach den F i g. 3 und 6 mittels Schrauben 23, die den Antriebsblock,
die Toleranzstücke und den Rahmen gemeinsam verschrauben.
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Durch die Schwälbenschwänzverbindnng wird das offene Rahmenende hei
Belastung fest angezogen, so daß eine höhe Xä'hmenstäbilität erreicht wird.