DE1258645B - Ruettelegge mit einem durch Zapfwelle angetriebenen Rotationskoerper - Google Patents
Ruettelegge mit einem durch Zapfwelle angetriebenen RotationskoerperInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
AOIb
Deutsche Kl.: 45 a-19/06
Nummer: 1258 645
Aktenzeichen: B 84312III/45 a
Anmeld&tag: 29. Oktober 1965
Auslegetagi .11. Januar 1968
Die Erfindung betrifft eine Rüttelegge mit einer durch Zapfwelle angetriebenen, mit Rütteleggenbalken
verbundenen, bewegungswandelnden Getriebevorrichtung, die einen Rotationskörper aufweist. -:
Bekannte Rütteleggen dieser Art arbeiten bei einer relativ hohen Rütteleggenbalken-Frequenz, da der
Schwingenantrieb gestattet, die Rüttelegge direkt an die Zapfwelle von Schleppern anzuschließen, die beispielsweise
mit einer Normdrehzahl von 540 U/min arbeiten. Diese hohe Frequenz stellt an die Rütteleggenkonstruktion
sehr hohe Anforderungen. Auch bei den schnell hin- und hergehenden Eggenbalken
muß die Rüttelegge in sich selbst ruhig sein. Trotz verhältnismäßig vieler an dem Rütteleggenbalken befestigter
Eggenzähne haben diese auch bei Gegentaktbetrieb nicht immer im Erdreich den richtigen Kraftschluß.
Die Rüttelegge wird dadurch unruhig, und der Schlepper muß über die Anlenkvorrichtung der Rüttelegge
die entstehenden Stöße aufnehmen. Hierdurch wird nicht nur der Schlepper, sondern auch die Anlenkvorrichtung
in unerwünschter Weise belastet. Diese Belastung kann sogar so groß sein, daß im Lauf
der Zeit z. B. bei Schlepperdreipunktanlenkungen die Steckzapfen über das zulässige Maß hinaus abgescheuert
werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Rüttelegge zu schaffen, die auch bei hoher Arbeitsfrequenz im Betrieb
ruhig liegt und gegebenenfalls sogar bei Höherwerden der Arbeitsfrequenz an Laufruhe zunimmt.
Die Vorrichtung hierzu soll den im landwirtschaftliehen Betrieb an sie zu stellenden Anforderungen
gewachsen sein und nicht wesentlich verteuernd auf die Rüttelegge wirken.
Die obenerwähnte Aufgabe wird dadurch gelöst,, daß an der Rüttelegge eine zapfwellenangetriebene,
durch Kreiselwirkung Winkelschwingungen, vorzugsweise in der Horizontalebene, verhindernde Kreiselscheibe
vorgesehen ist. Eine solche Scheibe widersetzt sich im Betrieb solchen diskontinuierlichen Bewegungen.
Zusätzlich kann sie noch dazu verwendet werden, eventuell auftretende Totpunkte in bekannter
Weise zu überwinden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die bewegungswandelnde Getriebevorrichtung
in an sich bekannter Weise eine Schwinge umfaßt, die von einer durch Zapfwelle angetriebenen
Antriebswelle der Rüttelegge längs eines Mantels eines Kegels bewegbar ist, wobei die Kegelachse etwa
parallel zur Antriebswelle und die Kegelspitze etwa in der geometrischen Längsachse eines vertikalen
Schwenkzapfens liegt, der zur Betätigung der Rütteleggenbalken mit diesen verbunden ist, und daß das
Rüttelegge mit einem durch Zapfwelle
angetriebenen Rotationskörper
angetriebenen Rotationskörper
Anmelder:
Ernst Beck,
7154 Althütte-Lutzenberg, Hauptstr. 18
Als Erfinder benannt:
Ernst Beck, 7154 Althütte-Lutzenberg
hintere Ende der Schwinge drehfest mit den Schwenkzapfen verbunden ist. Gerade bei der Anwendung
der Kreiselscheibe auf eine solche an sich bekannte Rüttelegge ergibt sich eine Konstruktion großer Laufruhe.
Zudem ist diese Rüttelegge im Augenblick die einzige bekannte Rüttelegge, bei der man tatsächlich
bei hohen Frequenzen arbeiten kann.
Vorteilhaft ist, wenn die Kreiselscheibe auch als Kurbelscheibe ausgebildet ist und die Basis des Kegels
bildet. Durch entsprechende Ausbildung einer ohnehin vorhandenen Kurbelscheibe als Kreiselscheibe
erhöht sich die Anzahl der zu verwendenden Bauteile nicht. Die Kreiselscheibe kann dann so ausgebildet
sein, daß ein wesentlicher Teil ihrer Masse auf ihrem Außenuffifang konzentriert ist.
Günstig ist, wenn die Kreiselscheibe an dem die Rütteleggenbalken und die Schlepperanlenkvorrichtung
verbindenden Tragbock gelagert ist. Die Anbringung der Kreiselscheibe hat sich dort sehr bewährt.
Förderlich ist, wenn die Kreiselscheibe parallel zur Bewegungsrichtung der Rütteleggenbalken drehbar
ist. Hierdurch kann sich die Kreiselscheibe in einer Richtung drehen, die am besten die von den
Rütteleggenbalken ausgehenden Stöße aufzufangen gestattet. Außerdem sind dann für den Antrieb der
Kreiselscheibe keine Umlenkgetriebe notwendig, sondern man kann die Kreiselscheibe auf einer ungefähr
parallel zur Zapfwelle oder gar mit dieser fluchtenden Antriebswelle anbringen.
Zweckmäßig ist, wenn die Kreiselscheibe etwa auf halber Entfernung zwischen dem Schwenkzapfen und
den unteren Anlenkzapfen einer Schlepperdreipunktanlenkung vorgesehen ist. Damit ergibt sich ein guter
Kompromiß zwischen der Länge der Schwinge einerseits und der Beruhigungswirkung der Kreiselscheibe
andererseits.
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Vorteilhaft ist, wenn die Kreiselscheibe unmittelbar hinter dem Schlepperanlenkzapfen vorgesehen
ist. Dort ist die Beruhigungswirkung der Kreisel· scheibe besonders groß.
Günstig ist, wenn die Kreiselscheibe an einem. Querholm gelagert ist, der an seinen Enden an zwei
von den unteren Anlenkzapfen ausgehenden Lenkholmen.
des Tragbocks befestigt ist. Der Querholm versteift die Konstruktion weiterhin und ergibt ein
kräftemäßig günstiges Lager für die Kreiselscheibe.
Förderlich ist, wenn die Kreiselscheibe, von der Zapfwelle aus gesehen, hinter dem Querholm vorgesehen
ist. Hierdurch ergibt sich eine geringe Lagerbelastung.
Zweckmäßig ist, wenn die Kreiselscheibe ein Gewicht von etwa 25 kg, einen Durchmesser von etwa
45 cm und eine Drehzahl von etwa 540 U/min bei einem Eggengewicht von 200 kg hat. Mit einer solchen
Rüttelegge hat man sehr gute Versuchsergebnisse erzielt.
Vorteilhaft ist, wenn die Kreiselscheibe auf der Antriebswelle für die Eggenbalken angeordnet ist.
Hierdurch benötigt man nur eine einzige Welle, mit der sowohl die Kreiselscheibe als auch die Eggenbalken
angetrieben werden.
Weitere Vorteile, Aufgaben und Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Rüttelegge an Hand der einzigen Figur hervor. Die
Figur zeigt eine Rüttelegge in Draufsicht, nahezu in maßstäblicher Abbildung.
Zwei Lenkerbolzen 10 und 12 sind an zwei parallel zueinander verlaufenden Längsholmen 14 und 16 befestigt
und stellen zwei der Befestigungsstellen für eine Schlepperdreipunktanlenkung dar. Die dritte
Befestigungsstelle ist ein Lenkerbolzen 18, der an Streben 20 und 22 befestigt ist, die an die Längsholme
14 und 16 jeweils angeschweißt sind. Zur Versteifung der Streben 20 und 22 mit den Längsholmen
14 und 16 sind noch Dreieckplatten 24 und 26 an ihren senkrecht aufeinander stehenden Randbereichen
in bekannter Weise mit den Streben 20 und 22 einerseits und den Längsholmen 14 und 16 andererseits
verschweißt.
Zwischen den Längsholmen 14 und 16 ist ein kastenförmiger Querholm 28 an diesen an seinen
beiden Enden angeschweißt. Er enthält ein nicht gezeigtes Wälzkörperlager für eine Antriebswelle 30,
die an ihrem, der Dreipunktanlenkung zugerichtetem Ende 32 mit der Zapfwelle eines Schleppers verbindbar
ist. Auf dem über den Querhohn 28 auf dessen der Dreipunktanlenkung entgegengesetzten Seite hinausragenden
Stumpf der Antriebswelle 30 ist eine als Kreiselscheibe 36 ausgebildete Kurbelscheibe drehfest
angebracht. Außermittig ist an ihr ein Lagerauge vorgesehen, welches das eine Ende einer als Gabel
ausgebildeten Schwinge 40 drehbar aufnimmt. Die Gabelenden der Schwinge 40 sind durch einen nicht
gezeigten Drehzapfen miteinander verbunden, der in einem Querauge 42 schwenkbar gelagert ist, das
seinerseits drehfest mit einem in normaler Gebrauchslage der Rüttelegge senkrecht stehenden
Schwenkzapfen 43 drehfest verbunden ist.
Dieser Schwenkzapf en 43 ist etwa in seinem Mittelbereich in einem Traghohn 44 schwenkbar gelagert.
Der Tragholm 44 seinerseits ist in dargestellter Anordnung mit den Längsholmen 14 und 16 verschweißt.
Außerdem verbinden den Tragholm 44 und die Längsholme 14 und 16 zwei Dreiecksplatten
46 und 48 zu Absteifungszwecken.
Der Schwenkzapfen 43 durchquert den Traghohn 44 und trägt an seinem über die Unterseite des Traghohnes
44 hinausragenden Ende drehfest einen Schwenkarm 50. Dieser wirkt als Doppelhebel, dessen
freie Enden über Zapfen 52 und 54 schwenkbar mit Rütteleggenbalken 56 und 58 verbunden sind. Die
Rütteleggenbalken 56 und 58 sind außerdem noch zur Geradeführung über nicht angetriebene Schwingarme
60 und 62, über Zapfenverbindungen 64, 66 und 68 und 70 einerseits und an den Enden des Traghohnes
44 vorgesehenen ähnlichen Zapfenverbindungen 72 und 74 andererseits gelagert.
Die Rütteleggenbalken 56 und 58 tragen jeweils Eggenzähne 76 bzw. 78.
Bei einem Ausführungsbeispiel war die gesamte Eggenbreite etwa gleich 2500 mm. Das Eggengewicht
hat 200 kg betragen. Die Kreiselscheibe wog 25 kg, hatte einen Durchmesser von 450 mm und wurde mit
der Zapfwellennenndrehzahl von 540 U/min direkt von der Zapfwelle eines Schleppers angetrieben. Die
verwendeten Holme hatten ein Kastenprofil. Eine solche Egge belastet, wie oben schon erwähnt, wenn
sie nur mit einer Kurbelscheibe betrieben wird, die nicht die Wirkung der Kreiselscheibe 36 hat, die gesamte
Eggenkonstruktion und insbesondere die Lenkerbolzen 10,12 und 18 sehr stark. Bei der Verwendung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt die Egge auch bei großen Drehzahlen sehr ruhig, diese
Laufruhe ist so groß, daß sich Rost, der sich gelegentlich an den Lenkerbolzen 10, 12 oder 18 abgesetzt
hat, trotz des Betriebs der Rüttelegge nicht abscheuert.
Das Ausführungsbeispiel kann auch so abgewandelt werden, daß an der Stelle einer Kurbelscheibe
nur eine Kurbel verwendet wird. Die Kreiselscheibe ist dann gesondert vorzusehen.
Ferner kann sogar eine Übersetzung der Zapfwellendrehzahl ins Schnelle erfolgen, so daß die Egge
insgesamt mit höherer Drehzahl betrieben wird. Versuche mit mit über 1000 Hz angetriebenen Eggen
verliefen sehr erfolgreich, auch bei harten und schweren Böden. Falls das Zuggerät eine Drehzahl von
1000 U/min od. dgl. abgibt, erübrigt sich natürlich eine Übersetzung.
Wahlweise können auch die Eggenbalken mit einer anderen, z.B. niederen Frequenz als die Kreiselscheibe
angetrieben sein. Hierzu ist ein Zwischengetriebe empfehlenswert.
Claims (11)
1. Rüttelegge mit einer durch Zapfwelle angetriebenen,
mit Rütteleggenbalken verbundenen, bewegungswandelnden Getriebevorrichtung, die einen Rotationskörper aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Rüttelegge eine durch die Zapfwelle angetriebene, durch Kreiselwirkung
Winkelschwingungen, vorzugsweise in der Horizontalebene, verhindernde Kreiselscheibe
(36) vorgesehen ist.
2. Rüttelegge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegungswandelnde Getriebevorrichtung
in an sich bekannter Weise eine Schwinge (40) umfaßt, die von einer durch
Zapfwelle angetriebenen Antriebswelle (30) der Rüttelegge längs ernes Mantels eines Kegels bewegbar
ist, wobei die Kegelachse etwa parallel
zur Antriebswelle (30) und die Kegelspitze etwa in der geometrischen Längsachse eines vertikalen
Schwenkzapfens (43) liegt, der zur Betätigung des Rütteleggenbalkens (56, 58) mit diesen verbunden
ist und daß das hintere Ende der Schwinge (40) drehfest mit dem Schwenkzapfen (43) verbunden
ist.
3. Rüttelegge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreiselscheibe (36) auch
als Kurbelscheibe ausgebildet ist und die Basis des Kegels bildet.
4. Rüttelegge nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreiselscheibe (36) an dem die Rütteleggenbalken (56, 58) und die Schlepperanlenkvorrichtung
(10,12,18, 20, 22) verbindenden Tragbock (14,16, 28) gelagert ist.
5. Rüttelegge nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreiselscheibe (36) parallel zur ao Bewegungsrichtung der Rütteleggenbalken (56,
58) drehbar ist.
6. Rüttelegge nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreiselscheibe (36) etwa auf halber Entfernung zwischen dem Schwenkzapfen
(43) und den unteren Anlenkzapf en (10,12) einer Schlepperdreipunktanlenkung vorgesehen ist.
7. Rüttelegge nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kreiselscheibe (36) unmittelbar hinter den Schlepperanlenkzapfen vorgesehen ist.
8. Rüttelegge nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreiselscheibe (36) an einem Querholm (28) gelagert ist, der an seinen Enden
an zwei von den unteren Anlenkzapfen ausgehenden Längsholmen (14, 16) des Tragbocks befestigt
ist, die die Rütteleggenbalken (56, 58) tragen.
9. Rüttelegge nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreiselscheibe (36), von der Zapfwelle aus gesehen, hinter dem Querholm (28)
vorgesehen ist.
10. Rüttelegge nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreiselscheibe (36) ein Gewicht von etwa 25 kg, einen Durchmesser von etwa
450 mm und eine Drehzahl von etwa 540 U/min bei einem Eggengewicht von 200 kg hat.
11. Rüttelegge nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kreiselscheibe (36) auf der Antriebswelle für die Eggenbalken (56, 58) angeordnet
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1175 016;
schweizerische Patentschrift Nr. 294 581.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1175 016;
schweizerische Patentschrift Nr. 294 581.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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