DE1219636B - Ofen zum Erschmelzen von Glas - Google Patents
Ofen zum Erschmelzen von GlasInfo
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- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B5/00—Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. α.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C03b
Deutsche Kl.: 32 a - 5/00
1219 636
P21329VIb/32a
9. September 1958
23. Juni 1966
P21329VIb/32a
9. September 1958
23. Juni 1966
Die Erfindung betrifft einen Ofen zum Erschmelzen von Glas, bei welchem der Ofenraum in bezug auf
eine Vertikalachse symmetrisch ausgebildet ist und einen konzentrisch im oberen Teil des Ofens liegenden
Ringraum aufweist, der eine Schmelzzone für die Gemengebestandteile bildet und zur Ofenmitte
hin geöffnet ist, mit einer Anordnung zum Einführen des pulverförmigen Gemenges in die Schmelzzone
sowie mit Gasprojektoren, die dem Ringraum brennbare Gase in tangentialer Richtung zuführen.
Es ist bereits bekannt, in einem Ofen zum Erschmelzen von Glas die zur Herstellung der Glasmasse
notwendigen Bestandteile in einen im oberen Teil des Ofens gelegenen Ringraum einzuführen und
mit Hilfe von unter Druck eingeführten, zur Verbrennung gelangenden Heizgasen gleichzeitig zu
schmelzen und gegen die Wand des Ringraums zu schleudern, von der das Schmelzgut in den anschließenden
Ofenraum und in einen Sammelbehälter herabläuft.
Bei der bekannten Anordnung wird der Ringraum lediglich durch eine eine relativ geringe Tiefe aufweisende
Einwölbung der im wesentlichen vertikalen Ofenwand gebildet, in welche die Brenngase tangential
in horizontaler Richtung zugeführt werden, und in welche auch die zu schmelzenden Bestandteile
unter Druck eingeführt werden. Die bekannte Einwölbung des Ofenraums stellt im wesentlichen lediglich
eine Verlängerung der vertikalen Ofenwand dar und weist keine vorwiegend horizontal verlaufenden
Auflageflächen für das Schmelzgut auf, wodurch die Glasschmelze sofort nach ihrer Bildung im Ringraum
in den anschließenden Ofenraum abfließt. Dabei besteht infolge der kurzen Verweilzeit der Gemengeteilchen
in der Schmelzzone die Gefahr, daß sich mitunter noch ungeschmolzene Teilchen, z.B. Quarzteilchen,
der an der Wandung des Ofens herunterfließenden geschmolzenen Glasmasse beimischen und
im ungeschmolzenen Zustand aus dem Ofen ausgetragen werden.
Durch die vorliegende Erfindung wird ein Ofen geschaffen, bei dem die Glasschmelze zur Vermeidung
einer derartigen Möglichkeit in der Schmelzzone während einer gewissen Verweilzeit zurückgehalten
wird.
Der erfindungsgemäße Ofen ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringraum eine Kammer bildet, die wesentlich breiter ist als der sich nach unten anschließende
Ofenraum und einen im wesentlichen waagerechten Boden besitzt, auf dem die Glasschmelze
während einer ausreichenden Verweilzeit zurückgehalten wird, so daß sich keine ungeschmol-Of
en zum Erschmelzen von Glas
Anmelder:
Pilkington Brothers Limited,
Liverpool, Lancashire (Großbritannien)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Abitz, Patentanwalt,
München 27, Pienzenauer Str. 28
München 27, Pienzenauer Str. 28
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 10. September 1957 (28 578)
zenen Teilchen der an der Wandung des Ofens herunterfließenden geschmolzenen Glasmasse beimischen
können, wobei die Einrichtung zum Einblasen der Gemengesuspension in die Schmelzzone
mit dem Boden der ringförmigen Kammer einen kleinen Winkel von etwa 20 bis 30° bildet, um die
Erzielung einer ausreichenden Verweilzeit des Gemisches in der Kammer zu fördern.
Vorzugsweise wird das zugeführte suspendierte (oder dispergierte) unterteilte Gut unter Verwendung
von in die Zone gerichteten Verbrennungsgasen als Träger in die Zone gerichtet.
Die Verweilzeit stellt einen wichtigen Faktor zur Bestimmung des Zustandes, in dem das geschmolzene
Glas aus dem Ringraum abfließt, und damit des Grades jeglicher sich zur Läuterung des geschmolzenen
Glases anschließenden Wärmebehandlung dar.
Durch Änderung des Winkels gegen die Horizontale, unter welchem die Projektoren die gasförmigen
Verbrennungsprodukte in die Schmelzzone einführen, kann die Steigung der von den Gasen durchströmten
schraubenlinienförmigen Bahn eingestellt und dementsprechend die Wärmeintensität in der
Zone geregelt werden. Die Temperatur in der Schmelzzone kann insbesondere dann durch entsprechende
Einstellung der Projektoren geregelt werden, wenn sich die Zone in der oben beschriebenen
Weise innerhalb eines Hohlraums im Ofenraum befindet.
Die Wand des Ofenraums kann derart erhitzt werden, daß das aus dem Hohlraum herausfließende
Glas in der Weise auf einer erhöhten Temperatur gehalten wird, daß man beim Herabfließen des
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Glases in Form einer dünnen Schicht an der Ofen- mit dem aus dem Projektor 21 ausströmenden Gas
wand und vor dem Verlassen des Ofenraums eine gemischt und gelangt dann in den Ringraum 4.
Läuterung erzielt. Die Verbrennungsgase und das zu schmelzende
Die Erfindung ist zur weiteren Erläuterung nach- Gut werden auf diese Weise in den Ringraum 4 einfolgend
an Hand der in den Zeichnungen dargestell- 5 geführt, wo die Gase entzündet und die brennenden
ten beispielhaften bevorzugten Ausführungsformen Gase zusammen mit dem Gemenge herumgewirbelt
eines erfindungsgemäßen Ofens beschrieben. In den werden, bis das geschmolzene Gut (bei 23) vom
Zeichnungen zeigt Boden 7, 13 des Ringraums an der Ofenwand unter
F i g. 1 den Ofen im Längsschnitt durch die Ofen- Bildung einer dünnen, d. h. etwa 0,25 bis 2,5 cm
mitte, ίο dicken Schicht aus geschmolzenem Glas 24 nach
Fig. 2 in entsprechender schematischer Dar- unten fließt. Das geschmolzene Glas fließt weiter zu
stellung die Arbeitsweise des in Fig. 1 gezeigten dem Auslaß 8 des Ofens tritt aus diesem aus und
Ofens und wird außerhalb des Ofens in einem beliebigen ge-
F i g. 3 in einer der F i g. 2 entsprechenden Dar- eigneten Aufnahmebehälter, beispielsweise einem
stellung eine andere Ausführungsform des in F i g. 1 15 Tiegel 25 gesammelt, der bei der Läuterbehandlung
gezeigten Ofens. des in ihn eingegebenen Glases Verwendung finden
In den Figuren sind einander entsprechende Teile kann.
mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. In F i g. 1 ist nur ein Projektor eingezeichnet, man
• Der Ofen nach Fi g. 1 und 2 weist eine den Ofen- arbeitet jedoch, wie deutlicher aus F i g. 2 zu ersehen
rium begrenzende zylindrische Wand 1, ein Deck- 20 ist, mit zwei Projektoren 21, die auf gegenüberstück
2 und einen Ofenraumboden 3 auf. Im Ober- liegenden Enden eines Durchmessers des Deckstücks
teil des Ofens ist in der Wand 1 ein ringförmiger angeordnet sind. Jeder Projektor bildet mit dem
Hohlraum (nachfolgend: Ringraum) 4 vorgesehen, Boden des Ringraums 4 einen Winkel von etwa 20
der zur Achse 5-5 des Ofens hin geöffnet ist. bis 30°, um die Erzielung einer ausreichenden Ver-
Die Wand 1 besteht aus einem wärmeisolierenden 25 weilzeit des Gemisches in der Kammer 4 zu fördern,
Material und ist mit einer feuerfesten Auskleidung 6, wobei das gesamte aus dem Projektor austretende
z. B. aus Sillimanit, versehen, welche am Kopf einen Volumen im wesentlichen tangential zum Ring 12 in
Außenflansch 7 aufweist, der den inneren Teil des den Ringraum eingeführt wird. Durch eine VerBodens
des Ringraums 4 bildet. Die Auskleidung ist ringerung des Neigungswinkels wird die dem in den
unten mit dem Boden 3 verbunden, der (wie bei 8 30 Ringraum eintretenden Gemisch erteilte Wirbelangedeutet)
eine Mittelöffnung aufweist, die einen bewegung verstärkt.
axialen Ofenraumauslaß bildet. In dem Boden 3 ist Das dem Projektor durch die Rohrleitung 22 zukoaxial
zur Öffnung 8 ein Austragerohr 9 angeord- geführte Brenngas kann das gewöhnliche Stadtgas
net; der gesamte Ofen ist auf einer Brücke 10 mon- sein; die in dem Ringraum erzeugte Gastemperatur
tiert, die von den Säulen 11 getragen wird. 35 kann etwa 1500 bis 1700° C betragen.
In eine Ausnehmung im oberen Teil der Ofen- Wie die vorstehende Beschreibung zeigt, wird das
wand ist ein feuerfester Ringkörper 12 eingesetzt, in unterteilte Ausgangsgut für die Glasherstellung über
dessen. Innenflansch 13 der Flansch 7 der Ausklei- die Brenngebläse 21 tangential in einen rotierenden
dung versenkt ist. Die Flansche 7 und 13 bilden zu- Strom der brennenden Gase eingeführt, die sich in
sammen den gesamten Boden des Ringraums 4, 40 dem Ringraum 4 befinden und deren Bewegungsdessen
Außenwand von dem Ringkörper 12 gebildet bahn in F i g. 2 bei 26 veranschaulicht ist, und unter
wird. Die Flansche 7 und 13 sind horizontal ver- der Wirkung der Zentrifugalkraft rasch an der Ringlaufend dargestellt, könnten jedoch auch leicht raumwand 12 abgelagert.
konkav und in die Wandung übergehend ausgebildet Das teilweise geschmolzene Gut fließt an der
sein. 45 Ringraumwand in Form eines dünnen Films herab
Die Decke des Ringraums wird von dem Deck- und dann über den waagerechten Ringraumboden
stück 2 des Ofenraums gebildet, das seinerseits von 13, 7; die chemische Umsetzung und die Auflösung
der Wand 1 getragen wird und vorzugsweise eine fester Teilchen ist in diesem Zeitpunkt im wesent-
Mittelöffnung 15 aufweist, die normalerweise mit liehen beendet. Das ungeläuterte Glas fließt aus dem
einem stopfenartigen Verschluß 16 verschlossen ist. 50 Ringraum in den unteren Ofenteil, in welchem eine
Das im Ofen zu schmelzende Gut wird in einen teilweise oder vollständige Läuterung erfolgt. Die
Trichter 17 eingegeben, in welchem ein Rührwerk 18 Gemengeteilchen verbleiben normalerweise nur
vorgesehen ist, das einen gleichmäßigen Zustrom des einen Bruchteil einer Sekunde in dem Gasstrom und
Gutes zu seiner Mischkammer 19 bewirkt, durch werden im allgemeinen an der senkrechten Ringweiche
aus der Rohrleitung 20 Druckluft geleitet 55 raumwand abgeschieden, bevor sie den Ringraum·
wird. Das Gut kann mittels einer an sich bekannten einmal vollständig durchlaufen haben. Die Ab-Archimedischen
Schraube in die Mischkammer ein- scheidungszeit wird von der Lage der Brenngebläse,
geführt werden, die ein Venturirohr darstellt, das die der Größe und Dichte der Gemengeteilchen und der
Luft mit ausreichender Geschwindigkeit durchströmt, Winkelgeschwindigkeit der heißen Gase bestimmt,
um die Gutteilchen vorwärts zu treiben. 60 Die Verweilzeit des Gemenges in dem Ringraum
Das Gut wird auf diese Weise in unterteilter Form hängt von der Zuführungsgeschwindigkeit, der Glasin
dem Luftstrom in Suspension gebracht. Die Luft temperatur und den Abmessungen des Ringraums
strömt durch einen Projektor 21, der durch das ab, und ist derart bemessen, daß sich keine unge-Deckstück
2 in den Ringraum 4 eintritt. Dem Ge- schmolzenen Teilchen der an der Wandung des
misch aus Luft und suspendiertem Gut wird durch' 65 Ofens herunterfließenden geschmolzenen Glasmasse
ein in den Projektor 21 führendes Rohr 22 ein beimischen können. Die Dicke des an den senkrechbrennbares
Gas zugeführt. Auf diese Weise wird das ten Wänden herabfließenden Films wird von der
Gut vom Luftstrom pneumatisch gefördert und dann Zuführungsgeschwindigkeit und der Glastemperatur,
die Dicke des auf dem waagerechten Boden befindlichen Films von der Zuführungsgeschwindigkeit, der
Temperatur und der radialen Breite des Bodens bestimmt. Im normalen Betrieb beträgt die Verweilzeit
in dem Ringraum 5 bis 10 Minuten, die Dicke des an der senkrechten Wand 12 befindlichen Films
2,5 bis 6,4 mm und die Dicke des auf dem Boden befindlichen Films 6,4 bis 19,1 mm.
Bei der in F i g. 3 gezeigten Ausführungsform wird der Auslaß durch ein verengtes Austragerohr 28 ge- ίο
bildet. Der Durchfluß durch dieses Rohr stellt sicher, daß im Ofen ein Bad 29 aus dem geschmolzenen
Glas aufrechterhalten bleibt. Das gesamte Bad wird mittels Elektroden 27 nach dem »Joule«-Mechanismus
so erhitzt, daß aus dem Ofen nur geläutertes Glas austritt. Während sich bei der Ausführungsform
nach Fig. 1 und 2 der Auslaß für die Abgase im
unteren Ofenteil befindet, ist bei der Ausführungsform nach Fig. 3 hierzu in der Ofendecke 2 eine
öffnung 15 vorgesehen. ao
Der Ringraum 4 hat hier die Aufgabe, die Gemengeteilchen zu sammeln, eine zum vollständigen
Schmelzen ausreichende Zeitspanne zu ergeben und den Flammenweg zu lenken; der Unterteil des Ofens
dient zur teilweisen oder vollständigen Läuterung.
Gemäß der Erfindung wird durch die Einwirkung der eine hohe Geschwindigkeit und hohe Temperatur
aufweisenden Verbrennungsgase auf eine große Oberfläche des Gemenges, das der Ofenatmosphäre zuerst
in Form einzelner Teilchen und dann in Form eines an der Wand befindlichen dünnen Films ausgesetzt
ist, eine starke Wärmeübertragung erzielt. Das Gemenge schmilzt hierdurch nicht nur rasch, sondern
auch durch und durch gleichmäßig.
Das rasche Schmelzen, das auf dem durch Ver-Wendung eines zerteilten, in den wirbelnden Brenngasen
suspendierten Gemenges erhaltenen wirksamen Wärmeaustausch beruht, wie auch die Gesamtwärmebehandlung,
welcher das Gemenge zwischen der Aufgabe und der Auftragung in Form geschmolzenen
Glases unterliegt, lassen sich genau lenken.
Die verschiedenen Stufen des Glasschmelzvorgangs
erfolgen in gut definierten Zonen, deren Lage sich leicht lenken läßt. Durch Veränderung der Filmdicke, der Strömungsgeschwindigkeit und der Ver-
weüzeit im Ofen kann das Glas jeder gewünschten Behandlung unterworfen werden. Alle Anteile des
Glases legen einen ähnlichen Strömungsweg zurück und erhalten hierdurch die gleiche Wärmebehandlung.
Veränderungen der Glasart oder der Erzeugungsrate können in Zeiträumen durchgeführt werden,
die wenig größer als die Verweilzeit des Glases in der Anlage sind.
Bei einer anderen Ausführungsform des Ofens kann die feuerfeste Auskleidung 6 und der feuerfeste
Ringkörper 12 in einem Stück gegossen oder geformt sein; die Innenfläche eines solchen Körpers kann mit
Platin verkleidet sein, um der Ofentemperatur standzuhalten. Bei einer anderen Ausführungsform wird
die Decke 2 mit der feuerfesten Auskleidung 6 und dem Ringkörper 12 in einem Stück gegossen.
Nach einer weiteren, hier gezeigten Ausführungsform ist in der Wand der Schmelzzone tangential ein
Einlaß 30 derart angeordnet, daß das zerteilte Gut in die Schmelzzone in Suspension in einem Luftstrom
eingeführt wird, der tangential zu der Wandung gerichtet ist. Gegenüber dem Einlaß 30 kann sich ein
zweiter (in der Zeichnung nicht dargestellter) Einlaß befinden. Die Einlasse 30 liegen zwischen den Projektoren
21, durch die die Verbrennungsgase in die Zone eingeführt werden. Die Einlasse 30 für das in
Luftströmen suspendierte zerteilte Gut wechseln sich also bei dieser Ausführungsform mit den Gaseinlässen
ab, und alle Einlasse 30 schleudern das in den Luftströmen suspendierte Gemenge tangential in
die Schmelzzone, wo Luft und Gas zusammentreffen und sofort verbrennen, so daß das zerteilte Gemenge
der Hitze der brennenden Gase ausgesetzt ist.
Ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Ofen kann anstatt mit nur zwei Projektoren 21 auch mit drei
oder mehr solcher Projektoren ausgestattet werden, die man vorzugsweise in gleichen Abständen voneinander
vorsieht. Zur Erzeugung der Schmelzzone können auch Projektorpaare auf unterschiedlicher
Höhe vorgesehen werden.
Unter »Gut für die Glasherstellung«, »Gemenge« usw. ist hier ein Ausgangsmaterial für die Glasgewinnung
mit oder ohne Gehalt an Altglas (cullet) zu verstehen, das in feinzerteilter Form vorliegt.
Claims (2)
1. Ofen zum Erschmelzen von Glas, bei welchem der Ofenraum in bezug auf eine Vertikalachse
symmetrisch ausgebildet ist und einen konzentrisch im oberen Teil des Ofens liegenden
Ringraum aufweist, der eine Schmelzzone für die Gemengebestandteile bildet und zur Ofenmitte
hin geöffnet ist, mit einer Anordnung zum Einführen des pulverförmigen Gemenges in die
Schmelzzone sowie mit Gasprojektoren, die dem Ringraum brennbare Gase in tangentialer Richtung
zuführen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringraum eine Kammer (4) bildet,
die wesentlich breiter ist als der sich nach unten anschließende Ofenraum und einen im wesentlichen
waagerechten Boden (7, 13) besitzt, auf dem die Glasschmelze während einer ausreichenden
Verweilzeit zurückgehalten wird, so daß sich keine ungeschmolzenen Teilchen der an der
Wandung des Ofens herunterfließenden geschmolzenen Glasmasse beimischen können, wobei
die Einrichtung (21) zum Einblasen der Gemengesuspension in die Schmelzzone mit dem
Boden der ringförmigen Kammer (4) einen kleinen Winkel von etwa 20 bis 30° bildet, um die
Erzielung einer ausreichenden Verweilzeit des Gemisches in der Kammer (4) zu fördern.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (21) zum Einblasen
der Gemengesuspension aus einem Projektor für die Gemengesuspension mit einer Druckluftleitung
(20) zur Regelung der pneumatischen Förderung des Gemenges besteht, sowie einer Leitung (22), durch die dem das Gemenge in
Suspension enthaltenden Luftstrom vor dessen Eintritt in die Schmelzzone brennbare Gase beigemischt
werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 369 906, 551272, 152, 747 978.
Deutsche Patentschriften Nr. 369 906, 551272, 152, 747 978.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 580/92 6.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2857857A GB895292A (en) | 1957-09-10 | 1957-09-10 | Improvements in or relating to the melting of glass batch |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1219636B true DE1219636B (de) | 1966-06-23 |
Family
ID=10277836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1958P0021329 Pending DE1219636B (de) | 1957-09-10 | 1958-09-09 | Ofen zum Erschmelzen von Glas |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE571066A (de) |
| DE (1) | DE1219636B (de) |
| GB (1) | GB895292A (de) |
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- 1957-09-10 GB GB2857857A patent/GB895292A/en not_active Expired
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1958
- 1958-09-09 DE DE1958P0021329 patent/DE1219636B/de active Pending
- 1958-09-09 BE BE571066D patent/BE571066A/xx unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB895292A (en) | 1962-05-02 |
| BE571066A (de) | 1959-03-09 |
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