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DE1219383B - Verfahren zur Herstellung von Saecken und Packtuechern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Saecken und Packtuechern

Info

Publication number
DE1219383B
DE1219383B DEM36211A DEM0036211A DE1219383B DE 1219383 B DE1219383 B DE 1219383B DE M36211 A DEM36211 A DE M36211A DE M0036211 A DEM0036211 A DE M0036211A DE 1219383 B DE1219383 B DE 1219383B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
yarns
jute
polypropylene
towels
bags
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM36211A
Other languages
English (en)
Inventor
Benito Beghelli
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Montedison SpA
Original Assignee
Montedison SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Montedison SpA filed Critical Montedison SpA
Publication of DE1219383B publication Critical patent/DE1219383B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D29/00Sacks or like containers made of fabrics; Flexible containers of open-work, e.g. net-like construction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Packages (AREA)
  • Bag Frames (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Säcken und Packtüchern Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Säcken, Packtüchern und ähnlichen Gegenständen.
  • Als Faser für die Herstellung von Säcken und Packtüchern dient meistens Jute. Gleich wie Hanf und Baumwolle, die in geringem Ausmaß verwendet werden, zeigt Jute jedoch beim Verarbeiten wie auch im fertigen Produkt Nachteile.
  • Das Verarbeiten der Jute wird durch ihre geringe Weichheit und durch die Unregelmäßigkeit der Fasern erschwert, welche beiden Mängel die Verwendung großer Mengen von Schmiermitteln nötig machen, z.B. bis zu 5 oder 100/0. Außerdem sind die Fasern sehr wenig elastisch (die Dehnung bei Bruch ist geringer als 1 oder 2 0/o), und damit sie die Beanspruchungen aushalten, denen sie beim Weben ausgesetzt sind, kann man den Webstuhl nur mit geringer Geschwindigkeit laufen lassen und muß ein dickes Garn verwenden.
  • Im Gebrauch sind Säcke und Packtücher häufig mechanischen Beanspruchungen unterworfen, die beispielsweise durch Fallen im vollen Zustand oder durch die Schneidewirkung von scharfen Gegenständen, wie Haken oder Nägeln, hervorgerufen werden.
  • Sie sind auch chemischen Angriffen unterworfen, insbesondere wenn sie zum Verpacken von chemischen Produkten verwendet werden sollen, und ferner dem Angriff von Feuchtigkeit, Schimmel und Mikroorganismen. Jute-, Hanf- und Baumwollgewebe erweisen sich unter diesen Bedingungen wegen ihrer geringen Festigkeit gegenüber momentaner Beanspruchung (bezeichnet als Berstfestigkeit und Zähigkeit) sowie ihrer geringen Beständigkeit gegenüber äußeren Einflüssen als unbefriedigend.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beschriebenen Nachteile zu beheben. Dies wird erreicht durch das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Säcken und Packtüchern aus Endlosfasergarnen oder Stapelgarnen, die aus Kunststoff bestehen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man als Endlosfasergarne oder Stapelgarne solche einsetzt, die mindestens teilweise aus einem hochpolymeren, linearen Polypropylen mit einem hohen Gehalt an kristallinem Polymeranteil bestehen, und dieses faserige Material einer oder mehreren an sich bekannten Textiloperationen, wie Karden, Spinnen oder Weben, unterwirft.
  • Das erflndungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß man das mindestens teilweise aus Polypropylen bestehende faserige Material der oder den Textiloperationen bei einer größeren Geschwindigkeit unterwerfen kann, als dies bei Jute möglich ist, und daß man zur Herstellung von Säcken oder Packtüchern, die beispielsweise zum Transportieren oder Lagern von fließbaren Produkten bestimmt sind, das faserige Material zu gegenüber entsprechenden Jutesäcken mindestens ebenso starken, jedoch im Gewicht wesentlich leichteren Endprodukten verarbeiten kann. Außerdem zeigen die erfindungsgemäß hergestellten Säcke und Packtücher u. dgl. hohe Elastizität, Zugfestigkeit, Scheuerfestigkeit und Reißfestigkeit sowie hohe Beständigkeit gegenüber Säuren, Basen, Salzen, Feuchtigkeit, Schimmel und Mikroorganismen.
  • Zur Herstellung und Verarbeitung der Garne lassen sich die gleichen Methoden anwenden, wie sie für natürliche Fasern üblich sind. Nach einem vereinfachten System verwendet man bloß eine Grobkrempel und eine Feinkrempel, läßt den erhaltenen Flor zur Bildung des Vorgarns ein- oder mehrmals durch den Spindelrahmen gehen und spinnt dann in einer Ringspinnmaschine. Aus diesen Garnen werden Gewebe mit Tuchbindung hergestellt.
  • Polypropylenfasern sind sehr weich und elastisch und lassen sich leicht verspinnen, so daß ihre Verarbeitung sehr einfach ist. Während bei Jute in einer Ringspinnmaschine eine maximale Spinngeschwindigkeit von 25 m/Minute erreicht werden kann, lassen sich mit Polypropylenfasern Spinngeschwindigkeiten von 40 bis 50 m/Minute erreichen. Außerdem lassen sich sehr feine Garnnummern (80 000 bis 90 000) im Vergleich zu höchstens 12 000 bis 13 000 bei Jute erzielen, wobei die Stuhlgeschwindigkeit infolge der sehr geringen Bruchhäufigkeit sehr hoch gehalten werden kann. Dies ist besonders auf die sehr hohe Elastizität und Zugfestigkeit von Polypropylenfasern zurückzuführen, die die Anwendung von Webstühlen erlauben, die mit bis zu 240 Schußschlägen je Minute arbeiten. Demgegenüber können mit Jutegarnen 100 Schußschläge je Minute nicht überschritten werden.
  • Um die Festigkeit von Polypropylenfasern zu erläutern, wird sie mit der von natürlichen Fasern, die zur Herstellung von Säcken verwendet werden, verglichen.
  • Polypropylen .............. 0,9 g/den Jute ....................... 0,03 g/den Hanf ...................... 0,07 g/den Baumwolle ................ 0,11 g/den Versuche, die durch Eintauchen von Polypropy lengarnen während verschiedener Zeiten und bei verschiedenen Temperaturen in starken Säuren und Basen durchgeführt wurden, zeigen, daß das Material kaum angegriffen wird. Zum gleichen Ergebnis kommt man, wenn man sie auf Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, Schimmel und Mikroorganismen untersucht.
  • Polypropylenfasern besitzen ein spezifisches Gewicht von 0,9; es ist also geringer als das von allen bisher bekannten Fasern. Demgemäß sind die daraus hergestellten Packtücher und Säcke wesentlich leichter als solche aus bisher gebräuchlichen Materialien von gleicher Stärke. Beispielsweise besitzt ein Jutesack mit einem Gewicht von 1000 g die gleiche Berstfestigkeit wie ein Polypropylensack, der 150 bis 200 g wiegt.
  • Manchmal können, je nach den besonderen Verwendungszwecken, denen das Produkt dienen soll, auch Mischgarne oder -gewebe aus Polypropylenfasern und anderen natürlichen, künstlichen oder synthetischen Fasern verwendet werden.
  • Die Säcke und Packtücher der vorliegenden Erfindung eignen sich zum Lagern und Transportieren fließbarer Produkte, d. h. von Produkten, die im Sack eine unzusammenhängende Masse bilden, z. B. eine Last aus dislcretem Material oder aus relativ kleinen Körpern natürlicher Herkunft, wie Getreide oder Gartenprodukte, oder künstliche Herkunft, wie Schrauben, Bolzen oder Nägel.
  • Wegen der Festigkeit und Leichtigkeit der Polypropylenfasern werden daher zur Herstellung von Säcken und Packtüchern nach der Erfindung Endlosfasergarne oder Stapelgarne verwendet, die ausschließlich aus linearem Propylen mit einem hohen Anteil an kristallinem Polymeren bestehen, wobei die Säcke oder Packtücher mindestens so stark, jedoch wesentlich leichter im Gewicht sind als entsprechende Jutesäcke.
  • Es versteht sich schließlich, daß die erfindungsgemäß geschaffenen Säcke, Packtücher und ähnlichen Produkte entweder im fertigen Zustand oder als Garn einer oder mehreren Wasserdichtungs- oder Finishprozessen unterworfen werden können.
  • Beispiel Ausgehend von hochkristallinen Polypropylen-Stapelfasern einerseits und roher Juls andererseits stellte man mit Hilfe eines für Jute passenden Verfahrens zwei identische Garne (Garnnummer 13 000) her. Während jedoch das Jutegarn mit einer Geschwindigkeit von 20 m/Minute hergestellt wurde, wurde für das Polypropylengarn eine Geschwindigkeit von 35 m/Minute angewendet.
  • Die so hergestellten Garne wurden zu Geweben mit Leinwandbindung verarbeitet, wobei man das Polypropylengarn auf einem mit 240 Schußschlägen je Minute betriebenen Baumwollwebstuhl und das Jutegarn auf einem mit 100 Schußschlägen je Minute betriebenen Stuhl verarbeitete.
  • Aus den so gewonnenen Tüchern stellte man zwei gleichartige Säcke her, die man vollständig mit Sand füllte, zuband und aus wachsenden Höhen bis zum Bersten auf einen starren Betonboden fallen ließ. Die Bersthöhe betrug 5 m für den Polypropylensack und 1 m für den Jutesack.
  • Schließlich wurden zwei in gleicher Weise hergestellte Säcke in sehr feuchtem Boden vergraben, um ihre Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit, Pilzen und Mikroorganismen zu vergleichen. Nach 4 Monaten war der Widerstand des Jutesacks praktisch auf Null herabgesetzt, während der Polypropylensack unverändert war.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von Säcken und Packtüchern aus Endlosfasergarnen oder Stapelgarnen, die aus Kunststoff bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß man als Endlosfasergarne oder Stapelgarne solche einsetzt, die mindestens teilweise aus einem hochpolymeren, linearen Polypropylen mit einem hohen Gehalt an kristallinem Polymeranteil bestehen, und dieses faserige Material einer oder mehreren an sich bekannten Textiloperationen, wie Karden, Spinnen oder Weben, unterwirft.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 850 728, 820 525; belgische Patentschrift Nr. 538782.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 088664.
DEM36211A 1956-12-21 1957-12-19 Verfahren zur Herstellung von Saecken und Packtuechern Pending DE1219383B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT1219383X 1956-12-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1219383B true DE1219383B (de) 1966-06-16

Family

ID=11433625

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM36211A Pending DE1219383B (de) 1956-12-21 1957-12-19 Verfahren zur Herstellung von Saecken und Packtuechern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1219383B (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE820525C (de) * 1950-01-03 1951-11-12 Ver Seidenwebereien G M B H Siebgewebe
DE850728C (de) * 1943-09-15 1952-09-29 Fritz Tobler Gazegewebe
BE538782A (fr) * 1954-06-08 1955-12-06 Procédé de polymérisation d'oléfines, polymères ainsi obtenus et leurs applications
DE1088664B (de) 1956-03-30 1960-09-08 Montedison Spa Verfahren zur Herstellung von Faeden oder Filmen aus Polypropylen

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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