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DE1218823B - Verschlusseinrichtung fuer unter Innendruck stehende Gefaesse, insbesondere fuer Standrohre fuer Kernreaktoren - Google Patents

Verschlusseinrichtung fuer unter Innendruck stehende Gefaesse, insbesondere fuer Standrohre fuer Kernreaktoren

Info

Publication number
DE1218823B
DE1218823B DEN18842A DEN0018842A DE1218823B DE 1218823 B DE1218823 B DE 1218823B DE N18842 A DEN18842 A DE N18842A DE N0018842 A DEN0018842 A DE N0018842A DE 1218823 B DE1218823 B DE 1218823B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wedge
locking
internal pressure
closure
balls
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN18842A
Other languages
English (en)
Inventor
Stephen Baldwin Dunwi Fletcher
Lamberto Paggi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nuclear Power Plant Co Ltd
Agip Nucleare SpA
Original Assignee
Nuclear Power Plant Co Ltd
Agip Nucleare SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nuclear Power Plant Co Ltd, Agip Nucleare SpA filed Critical Nuclear Power Plant Co Ltd
Publication of DE1218823B publication Critical patent/DE1218823B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C13/00Pressure vessels; Containment vessels; Containment in general
    • G21C13/02Details
    • G21C13/06Sealing-plugs
    • G21C13/067Sealing-plugs for tubes, e.g. standpipes; Locking devices for plugs
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E30/00Energy generation of nuclear origin
    • Y02E30/30Nuclear fission reactors

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Nuclear Reactors (AREA)

Description

  • Verschlußeinrichtung für unter Innendruck stehende Gefäße, insbesondere für Standrohre für Kernreaktoren Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlußeinrichtung für unter Innendruck stehende Gefäße, insbesondere für die unter Innendruck stehenden Standrohre von Kernreaktoren mit einem inneren und äußeren Bauelement, von welchen das innere mindestens teilweise mit Gleitsitz in das äußere eingepaßt und an seinem Außenumfang mit Dichtungsmitteln zur Verhinderung des Durchtritts des den Innendruck erzeugenden Mediums versehen ist, wobei die Verriegelung mittels durch Keilflächen an einem der Elemente in Aussparungen des anderen Elementes verschiebbarer Glieder erfolgt und die zur Verriegelung führende Axialbewegung des inneren Elementes durch den Innendruck ausgelöst wird.
  • Es sind Verschlußeinrichtungen bekannt, deren Verriegelungsglieder z. B. aus einer Anzahl von Kugeln, Rollen oder Riegeln bestehen, die durch mechanisch betätigte Nocken oder Keile in Ringnuten oder Aussparungen der Gefäßöffnung geschoben werden.
  • Einige dieser bekanntdn Verschlüsse weisen Federn auf, die während des Anhebens oder Absenkens des Verschlusses unter Gewichtsbelastung stehen und die Verriegelung vornehmen. Andere Vorrichtungen arbeiten mittels einer Verdrehung zweier konzentrischer Teile zueinander, beispielsweise in dem ein äußerer Kugelkäfig gegenüber einem inneren exzentrisch gestalteten Körper, z. B. einer Kurvenscheibe, verdreht wird.
  • Derartige Vorrichtungen weisen jedoch den Nachteil auf, daß sie unabsichtlich gelöst werden können, während zwischen beiden Seiten des Verschlusses ein Druckunterschied besteht. Dies ist insbesondere bei gasgekühlten Kernreaktoren, die ein bevorzugtes Anwendungsgebiet der Erfindung darstellen, wobei die erfindungsgemäße Verschlußeinrichtung bei Standrohren verwendet wird, welche den biologischen Schild des Reaktors durchsetzen und durch die Kernbrennstoff-, Steuer- und Kontrollstäbe und anderes Zubehör in den Reaktorkem aus Graphit eingebracht oder aus diesem entfernt werden, ein schwerwiegender Nachteil, da ein unbeabsichtigtes öffnen nicht nur zu schweren Zerstörungen baulicher Art infolge der durch den hohen Innendruck mit großer Kraft herausgeschleuderten Verschlüsse, sondern auch zu schweren Strahlenschäden infolge der austretenden radioaktiven Substanzen führen würde.
  • Besonders einfach ausgebildete Sperrkugelverriegelungen a weisen darüber hinaus noch den Nachteil auf, daß ein schnelles Öffnen und Schließen bei derartigen Verschlüssen mit großem Durchmesser nicht möglich ist, da sie sich nur durch Anziehen bzw. Lösen von Schrauben ent- bzw. verriegeln lassen. Es wurden auch schon Vorrichtungen bekannt, die beispielsweise mittels pneumatischer Hüfseinrichtungen das vorzeitige öffnen eines unter Innendruck stehenden Behälters verhindern. Die erforderliche pneumatische Einrichtung macht diese Vorrichtungen je- doch störanfällig und kompliziert, so daß sie für den vorstehend erwähnten bevorzugten Verwendungszweck der Erfindung nicht geeignet erscheinen.
  • Eine weitere bekannte Einrichtung arbeitet mit einem Hebelmechanismus, der jedoch bei Verschlüssen, die großen Innendrücken standhalten müssen, sehr kompliziert werden müßte. Auch die bei diesem Vorschlag zur Betätigung des Hebelsysteins, dienende zentrale Membran dürfte keinen größeren Innendruck aushalten, wobei noch hinzukommt, daß die Anordnung von im Zentrum des Verschlusses befindlichen Verschlußelementen für die Verwendung in einem Kernreaktor hinderlich ist, da in diesem Fall häufig Steuer- und Kontrolleinrichtungen durch das Zentrum des Standrohrverschlusses geführt sind.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der den vorbeschriebenen bekannten Konstruktionen anhaftenden Nachteile, einen Verschluß zu schaffen, der konstruktiv verhältnismäßig einfach ist, mit Sicherheit ein unbeabsichtigtes öffnen verhindert, solange im Innem des zu verschließenden Gefäßes ein überdruck herrscht und bei dem die Verriegelungseinrichtungen in der Nähe der Peripherie des Verschlusses vorgesehen sind, so daß das Zentrum frei bleibt.
  • Diese Aufgabe soll dadurch gelöst werden, daß zur endgültigen Verriegelung ein mit dem inneren Bauelement verbundener Druckring mit einer Keilffäche versehen ist, welche bei einer Axialbewegung dieses Elementes unter der Einwirkung des Innendruckes alle oder einen Teil der in einem gemeinsam mit dem inneren in das äußere Bauelement einfährbaren Zwischenring gelagerten Glieder radial in Aussparungen des äußeren Bauelementes verschiebt. Zur vorläufigen Verriegelung, solange kein innerer Überdruck herrscht, sind erfindungsgemäß entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Druckringes wirksame, mit Spiel durch Schlitze im Druckring hindurchgehende keilförmige Bauelemente vorgesehen, die mindestens einen Teil der im Zwischenring gelagerten Glieder radial in die Aussparungen im äußeren Bauelement verschieben.
  • Auf diese Weise ist es bei der erfindungsgemäßen Versclilußeinrichtung möglich, in ihrem Zentrum abgedichtete öffnungen vorzusehen, welche durch beispielsweise die Verstellmittel (z. B. die Ketten) von Kontrollstäben bei Kernreaktoren geführt werden können, die während des Reaktorbetriebes betätigbar sein müssen. Bei der Anwendung in der chemischen Industrie kann durch das Zentrum der Verschlußeinrichtung die Welle eines Rührwerkes laufen, dessen Antrieb außerhalb des unter Innendruck stehenden Gefäßes vorgesehen ist.
  • Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung am Beispiel des Verschlusses für ein Standrohr eines Kernreaktors näher beschrieben. Es stellt dar F i g. 1 einen Schnitt durch eine erfmdungsgemäße Verschlußeinrichtung, und zwar auf der linken Seite der Figur den Verschluß in gelöstem und auf der rechten Seite der Figur den Verschluß in verriegeltem Zustand, F i g. 2 einen Grundriß der F i g. 1, jedoch in kleinerem Maßstab, F i g. 3 einen Teilschnitt nach der Linie X-X in Fig. 1, F i g. 4 einen Teilschnitt durch eine Hubschraube zum Anheben eines Kugelkäfigs.
  • Bei der praktischen Anwendung der Erfindung in der gezeigten Weise zum Verriegeln des Verschlusses in einem Standrohr eines gasgekühlten Kernreaktors mit Graphit als Moderator, gehört zu der Verschlußeinrichtung ein äußeres Rohr 1, das mittels eines Flansches la an das obere Ende eines Standrohres angeschraubt wird. Der Verschluß selbst besteht aus einem oberen rohrförmigen Teil 2, von welchem ein hier nicht dargestellter Strahlungsschild aus Beton herabhängt. Dieser in das Standrohr einsetzbare Schild ist mit dem unteren Ende des Teiles 2 verschraubt oder in anderer Weise verbunden, wobei die Bolzenlöcher 2a in gestrichelten Linien angedeutet sind.
  • Der Teil 2 paßt mit Gleitsitz in das Rohr 1. Dichtungsringe 3, beispielsweise O-Ringe, verhindern das Entweichen von Gas zwischen den sich berührenden Gleitflächen von Rohr 1 und rohrförmigem Teil 2 des Verschlusses.
  • An dem Teil 2 ist ein Druckring 4 angebracht, der eine abgeschrägte Fläche 4 a aufweist, die auf Kugeln 5 a und 5 b eine Keilwirkung ausüben kann, um die Kugeln in Aussparungen 6 a bzw. 6 b im Rohr 1 zu drücken.
  • Die Kugeln 5 a und 5 b werden durch einen Haltering 7 a in einem Kugelkäfig 7 gehaiten; sie liegen ebenso wie die zu ihnen gehörenden Aussparungen 6 a bzw. 6 b in einer Ebene. Die Kugeln 5-a werden dabei zunächst durch an einem Flansch 9 mittels der Stifte 10 angebrachte keilförmige Bauelemente 8 betätigt. Ein Querschnitt durch diese keilförmigen Bauelemente 8 ist in der F i g. 3 dargestellt. Die Bauelemente 8 haben eine abgeschrägte Fläche 8 a und gleiten in Schützen 11 im Ring 4. Die abgeschrägte Fläche 8 a übt bei der Abwärtsbewegung des Flansches 9 in Richtung der Achse 4-A eine Keilwirkung auf die Kugeln 5 a aus mit Bestreben, dieselben in die entsprechenden Aussparungen 6 a in dem Rohr 1 zu drücken.
  • Der Flansch 9 ist mit einer Anzahl von Hubbolzen 12 versehen, welche mit einem gewissen Spiel durch Bohrungen 13 in einem oberen Flansch 2 b des Teiles 2 hindurchgehen.
  • Wenn der Verschluß, wie auf der linken Seite der F i g. 1 gezeigt, gelöst ist, dann stößt der Flansch 9 an den Flansch 2 b an. Dieser Zustand tritt ein, sobald auf die Bolzen 12 eine Hubkraft ausgeübt wird.
  • Die Hubkraft wird dann von den Bolzen 12 auf den Flansch 9, den Flansch 2 b und damit auf den Teil 2 des Verschlusses übertragen.
  • In den Flanschen 2a und 9 ist eine Anzahl von Aussparungen 14 a bzw. 14 b vorgesehen, von denen jede eine Feder 15 aufnimmt, welche das Bestreben hat, die beiden Flansche auseinanderzudrücken.
  • Der Kugelkäfig 7 ist am Flansch 9 mittels der Hubschrauben 16 angebracht, so daß er angehoben wird, sobald der Verschluß gehoben wird. Wird jedoch der Verschluß gesenkt, kommt der Kugelkäfig an einem gewissenPunkt auf einerLeiste17 in demRohrl zur Ruhe, und der Flansch9 kann sich nun gegenüber dem Kugelkäfig abwärts bewegen, weil die Köpfe 16a der Hubschrauben16 in Bohrungen18 des Kugelkäfigs gleiten können, wie am besten aus der F i g. 4 zu ersehen ist. Die Stifte 19 verhindern eine Drehung des Kugelkäfigs gegenüber dem Teil 2 des Verschlusses.
  • Soll bei einem Kernreaktor während des Betriebes der Verschluß eines Standrohres, beispielsweise um Brennstoffelemente oder Kontrollstäbe auszuwechseln, entfernt werden, so wird über das entsprechende Standrohr eine Lademaschine gefahren, die einerseits zur biologischen Abschirmung des Bedienungspersonales dient, um Strahlungsschäden, zu verhindern, und mittels der andererseits in dem Raum über dem Standrohr durch Preßluft oder ein anderes, vorzugsweise dem Kühlgas des Reaktors entsprechendes Gas ein überdruck erzeugt wird, der geringfügig größer ist als der Arbeitsdruck des Kühlkreislaufes im Reaktor. Auf diese Weise herrscht auf beiden Seiten des Verschlusses annähernd der gleiche Druck, und der Verschluß kann entfernt werden. Nach Beendigung der Arbeit im Standrohr wird der Verschluß wieder in das Standrohr abgesenkt, wobei der überdruck zunächst noch aufrechterhalten wird. Dabei entspricht die Lage der einzelnen Teile des Verschlusses der Darstellung in der linken Hälfte der F i g. 1, d. h., die Flansche 9 und 2 b liegen aneinander an und sämtliche Kugeln 5 a und 5 b befinden sich in der eingerückten Lage, so daß der rohrförmige Teil 2 innerhalb des Rohres 1 gleiten kann.
  • In dem Augenblick, wo nun der Kugelkäfig die Leiste 17 berührt, erreicht der Teil 2 seine unterste Lage, und das Gewicht des Verschlusses wird durch die Schultern 7 b des Kugelkäfligs aufgenommen. Die Bolzen 12 werden bei der weiteren Abwärtsbewegung des Greifers, an dem der Verschluß aufgehängt ist, von der Hubkraft entlastet. Das Gewicht des Flansches 9 und die von den Federn 15 ausgeübte Kraft veranlassen den Flansch 9, sich von dem Flansch 2 b aus abwärts zu bewegen. Die Abwärtsbewegung der keilförmigen Bauelemente 8 hat zur Folge, daß die Kugeln 5 a (von denen bei der hier dargestellten Ausführungsform vier vorhanden sind, wie am besten aus dem Grundriß der F i g. 2 zu ersehen ist) in die entsprechenden Aussparungen 6 a in dem Rohr 1 gedrückt werden, um auf diese Weise den Teil 2 und damit den Verschluß in dem Rohr 1 vorläufig zu verriegeln. 0 Diese Stellung wird dem die Lademaschine bedienenden Arbeiter durch den Stellungszeiger 20 kenntlich gemacht, und in diesem Zeitpunkt kann nun der Raum über dem Verschluß druckentlastet werden, um die durch den Druck des Fluidums in dem Druckbehälter auf den Verschluß ausgeübte Kraft wieder voll zur Wirkung kommen zu lassen.
  • Sobald der Raum über dem Verschluß druckentlastet ist, hat der Druckunterschied zwischen dem Druckgefäß und dem Raum oberhalb des Verschlusses zur Folge, daß die auf die Stirnfläche 2c des Teiles 2 einwirkende Kraft diesen gegen sein eigenes Gewicht und die gleitende Reibung der Richtung anhebt. Bei der Aufwärtsbewegung des Teiles 2 wird auch der Druckring 4 aufwärts bewegt, und infolge der Keilwirkung der schrägen Fläche 4 a werden nun die verbleibenden Kugeln 5 b (von denen in der dargestellten Ausführungsform acht vorhanden sind) in ihre entsprechenden Aussparungen 6 b gedrückt. Die Endlage des Teiles 2 und damit des Verschlusses ist in der rechten Hälfte der F i g. 1 dargestellt. In dieser Lage verteilt der Druckring 4 die Druckbelastung auf alle Kugeln, einschließlich der Kugeln 5 a, die anfänglich durch die Wirkung der Federn 15 bzw. die keilförmigen Bauelemente 8 in die Verriegelungsstellung gedrückt wurden.
  • Wie man sieht, ist die Verriegelung unabhängig vom Unterschied der Drücke zu beiden Seiten des Verschlusses. Je höher dieser Druckunterschied ist, desto höher ist auch die Sperrkraft. Die Entfernung des Verschlusses wird, solange dieser Druckunterschied vorhanden ist, dadurch verhindert, daß auf den Druckring gegen den Druck des Fluidums keine Kraft ausgeübt werden kann, die groß genug wäre, um die vom Druckring in Sperrstellung gehaltenen Kugeln zu lösen. Um den Verschluß zu entfernen, ist es daher erforderlich, einen Druckausgleich beiderseits des Verschlusses zu erzeugen, so daß sich der Teil 2 in seine unterste Lage bewegen und dabei die Kugeln 5 b freigeben kann. Sobald dies geschehen ist, wird auf die Bolzen 12 eine Hubkraft ausgeübt, wobei auch die Kugeln 5a frei kommen. Dadurch wird der Verschluß endgültig entriegelt und kann nunmehr entfemt werden.
  • Am Ende der Aufwärtsbewegung des Teiles 2 während des Verriegelungsvorganges werden die Kugeln zwischen einer Kegelfläche 4 a des Druckringes 4 und einer Kegelfläche 1 b an dem Rohr 1 eingeklemmt. Die volle Sperrkraft infolge des vorer-' wähnten Druckunterschiedes wird also diametral durch die Kugeln hindurch übertragen. Auf diese Weise steht der Kugelkäfig nur -unter geringen Beanspruchungen, was die Gefahr vermindert, daß der Kugelkäfig an den Teil 2 des Verschlusses angeklemmt wird, wodurch die Aufwärtsbewegung des Teiles 2 gegenüber dem Kugelkäfig infolge eines Druckunterschiedes zu beiden Seiten des Verschlusses verhindert werden könnte. Die be'l den Kugeln 5 a durch die keilförmigen Bauelemente 8 mechanisch herbeigeführte vorläufige Verriegelung wirkt jedoch wie eine Sicherheitsverriegelung in dem unwahrscheinlichen Fall, daß der Kugelkäfig an dem Teil 2 angeklemmt wird, und -verhindert das Anheben des Kugelkäfigs durch den überdruck ira Innern des Reaktors.
  • Wenn auch in der vorliegenden Darstellung die vorläufige Verriegelung nur auf vier von insgesamt zwölf Kugeln einwirkt, so kann man doch, falls es gewünscht werden sollte, eine größere Anzahl wählen oder sogar alle Kugeln in der beschriebenen Weise zunächst vorläufig verriegeln.
  • Das Prinzip der beschriebenen Verschlußeinrichtung kann mit verschiedenen Typen der Abdichtung kombiniert werden und ist nicht auf die hier dagestellte Ausführungsform beschränkt. Die Abdichtung kann beispielsweise zwischen Metall und Metall oder zwischen Gummi und Metall erfolgen; auch kann es sich dabei um eine Abdichtung flacher Oberflächen handeln.
  • Wenn auch die Erfindung vorstehend unter Bezugnahme auf das Verschließen der Standrohre eines Kernreaktors beschrieben wurde, so kann sie selbstverständlich für alle unter Innendruck stehenden Gefäße verwendet werden. Es ist dabei lediglich erforderlich, daß vor dem Lösen des Verschlusses ein Ausgleich des Druckverhältnisses beiderseits desVerschlusses erfolgt. Dies kann, wie beschrieben, dadurch geschehen, daß über dem Verschluß der gleiche oder ein geringfügig größerer Druck erzeugt wird, als im Innem des Gefäßes herrscht, oder aber dadurch, daß der Innendruck des Behälters auf Atmosphärendruck entspannt wird. Während des Entfernens und Einsetzens des Verschlusses darf also kein innerer überdruck herrschen.
  • Es muß auch beachtet werden, daß es nicht unbedingt erforderlich ist, daß der Druckring 4 auf alle verschiebbaren Glieder einwirkt, doch bietet diese Maßnahme einen doppelten Schutz gegen unbeabsichtigte Entriegelung. Es ist auch für den Fachmann offensichtlich, daß es möglich ist, den Zwischenring 7 so auszubilden, daß er mit rein radialen Bohrungen versehen ist, in welchen radial verschiebbare Stifte mit rundem oder eckigem Querschnitt geführt sind, die mittels der keilförmigen Bauelemente in die Aussparungen im Teil 1 verschoben werden können. Statt des beschriebenen rohrförmiaen Teiles 2 kann offensichtlich auch ein massiver Stopfen vorgesehen werden, der gegebenenfalls von einer Zentralbohrung geringen Durchmessers durchdrungen sein kann, was aber nicht erfindungswesentlich ist.
  • Die Verwendung des gleichen Kugelkäfigs und -des gleichen Druckringes sowohl für die durch den Überdruck hervorgerufene Hauptverriegelung, als auch für die vorläufige Verriegelung ergibt eine Raumersparnis sowie eine Verminderung der Anzahl der erforderlichen Dichtungen gegenüber bekannten ähnlichen Vorrichtungen, bei welchen getrennte Kugelsysteme verwendet werden. Dies ist für die Anwendung bei Kernreaktoren besonders wichtig, da hierdurch der Verschluß kurz gehalten und der nicht durch Sperrglieder verbaute zentrale Teil des Verschlusses größer gemacht werden kann, wodurch der Durchgang von Spaltstoffelementen, von Steuerstäben oder von Ketten bzw. Seilen für deren Betätigung oder auch von sonstigen Ausrästungsteilen, welche in das Innere des Reäktors eingesetzt oder aus ihm entfernt werden müssen, ermöglicht wird.

Claims (2)

  1. Patentanspräche: 1. Verschlußeinrichtung für unter Innendruck stehende Gefäße, insbesondere für die unter Innendruck stehenden Standrohr-- von Kernreaktoren mit einem inneren und äußeren Bauelement, von welchen das innere mindestens teilweise mit Gleitsitz in das äußere eingepaßt und an seinem Außenumfang mit Dichtungsmitteln zur Verhinderung des Durchtritts des den Innendruck erzeugenden Mediums versehen ist, wobei die Verriegelung mittels durch Keilflächen an einem der Elemente in Aussparungen des anderen Elementes verschiebbare Glieder erfolgt und die - zur Verriegelung führende Axialbewegung des inneren Elementes durch den Innendruck ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur endgülfigen Verriegelung ein mit dem inneren Bauelement (2) verbundener Druckring (4) mit einer Keilfläche vorgesehen ist, welcher bei einer Axialbewegung dieses Eleinentes (2) unter der Einwirkung des Innendruckes alle oder einen Teil der in einem gemeinsam mit dem inneren in das äußere Bauelement (1) einführbaren Zwischenring gelagerten Glieder radial in Aussparangen des äußeren Bauelementes verschiebt, während zur vorläufigen Verriegelung, solange kein innerer Überdruck herrscht, entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Druckringes wirksame, mit Spiel durch Schlitze (11) im Druckring(4) hindurchgehende,mindestens einen Teil der im Zwischenring gelagerten Glieder radial in die Aussparungen (6 a, 6 b) im äußeren Bauelement (1) verschiebende keilförmige Bauelemente (8) vorgesehen sind.
  2. 2. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegung der keilförmigen Bauelemente (8) Federn (15) vorgesehen sind. 3. Verschlußeinrichtung nach den Ansprüchen 1 und, 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbaren Glieder die Form von Kugeln (5a, 5b) haben, welche in an sich bekannter Weise in einem Kugelkäfig (7) in einem der beiden Bauelemente (1, 2) untergebracht sind und in Aussparungen des anderen Bauelementes verschoben werden können. 4. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (5 a, 5 b) in an sich bekannter Weise zwischen zwei Flächen (1 b, 4 a) eingeklemmt werden ' welche zueinander so angeordnet sind, daß die auf die Kugeln einwirkenden Kräfte diametral entgegengesetzt sind. 5. Verschlußeinrichtung für die Standrohre von Kernreaktoren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein am Ende jedes Standrohres angebrachtes oder das Ende des Standrohres bildendes äußeres rohrförmiges Bauelement (1), ein an seinem dem Reaktorkern abgewandten Ende mit einem Flansch (2 b) verschenes und in das äußere Rohrelement gleitend eingepaßtes mit DichtungsAtteln verschenes, inneres Rohrelement (2), einen auf dem inneren Rohrelement gleitenden Kugeln (5a, 5b) als verschiebbare Glieder enthaltenden Kugelkäfig (7), einen mit einer Keilfläche versehenen auf dem innerenElement angeordneten Druckring (4), unter der Einwirkung von Federn (15) in Schlitzen (11) des Druckringes gleitende keilförmige Bauelemente (8) und durch Bohrungen (13) im Flansch (2 b) des inneren rohrförmigen Elementes (2) reichende, mit den keilförmigen Bauelementen in Verbindung stehende Hubbolzen (12). 6. Verschlußeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine die vorläufige Verriegelung durch diekeilförnügenBauelemente (8) an einer von der Verriegelungseinrichtung entfernten Stelle anzeigende Fernkontrolleinrichtung in Form eines Stellungsanzeigers (20) vorgesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Zusatzpatentschrift Nr. 61366; USA.-Patentschriften Nr. 1585 372, 2 429 202, 2718239.
DEN18842A 1959-09-01 1960-08-31 Verschlusseinrichtung fuer unter Innendruck stehende Gefaesse, insbesondere fuer Standrohre fuer Kernreaktoren Pending DE1218823B (de)

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GB1218823X 1959-09-01

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