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DE121888A - - Google Patents

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Publication number
DE121888A
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
copper
vitriol
soda
mixture
powder
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
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English (en)

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das vorliegende Verfahren betrifft die Herstellung eines pilztödtenden Mittels für Kulturpflanzen, und kennzeichnet sich durch die Verwendung eines Gemisches von calcinirtem Kupfervitriol und löslichem Alkalicarbonat. Durch geeignete Calcinirung des Kupfervitriols und durch Herstellung eines trockenen Gemisches dieses calcinirten Kupfervitriols und des zur Bildung von Kupfercarbonat nothwendigen Alkalicarbonates wird im Gegensatz zu den bekannten ähnlichen Präparaten ein Präparat geschaffen, bei dem die Componenten während der Aufbewahrung nicht auf einander umsetzend einwirken, sondern dauernd wirksam bleiben. Dagegen ermöglicht das Gemisch, mittels Wasser fein vertheilte, pilztödtende Küpfercarbonatniederschläge auf den Pflanzen, die mit Pilzen behaftet sind, zur Abscheidung zu bringen, so dafs die Abtödtung der schädlichen Pflarizenpilze sicherer und schneller erfolgt, als bei Anwendung jener Mittel, welche in der zahlreich vorhandenen Litteratur bereits beschrieben sind.
In der am meisten bekannten und benutzten Kupfer-Kalk- oder -Sodabrühe wird der Niederschlag bei längerem Stehen körnig (Hollrung, Handbuch der chemischen Mittel gegen Pflanzenkrankheiten, 1898, S. 110, Zeile83). Diese Ausscheidung ist aber viel weniger wirksam als die Brühe, welche, mittels des vorliegenden Kupfersodapulvergemisches hergestellt, mit ihrem frischen, fein vertheilten und lange in Suspension bleibenden Niederschlage intensiv einwirken kann; Es war bislang nicht möglich, eine Kupfersodabrühe nach den bekannten Vorschriften (Weifs, Die schädlichsten Krankheiten unserer Feldgewächse, 1898, Seite 66 bis 69, D. R. P. 65755 und 100618) herzustellen, die sich längere Zeit dauernd wirksam erhielt. Auch kannte man kein Kupfersalzgemisch aus Kupfersalz und Fällungsmitteln in trockener, unveränderlicher Form.
Nach dem vorliegenden Verfahren ist es dagegen gelungen, ein indifferentes Gemisch von calcinirtem Kupfervitriol und Soda zu erzeugen, welches sich jederzeit zur Bildung von fein vertheilten Kupfercarbonatniederschlägen eignet und das sich, auch wesentlich abweichend von dem bekannten Kupferkalkpulver (D: R. ■ P. 65755) verhält. -
Das Pulver wird in der Weise hergestellt, dafs man Kupfervitriol vorsichtig, allmählich erhitzt. Der so erhaltene entwässerte Kupfer-, vitriol wird pulverisirt und mit pulverisirter calcinifter . Soda im äquivalenten Verhältnifs gemischt. Dieses Gemisch ist ein weifsgraues Pulver und unterscheidet sich wesentlich von dem 'nicht' calcinirten Kupfervitriolsodageinisch (D. R. P. 100618), welches schon während der Fabrikation in Reaction tritt, durch seine weifsgraue Farbe, während letzteres eine grüne Färbung annimmt, eine Reaction, welche durch die Umsetzung in Kupfercarbonat bedingt ist. Das eigenartig neue nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte Kupferpräparat läfst daher nicht, wie andere derartige Gemische, beim
Lagern eine Wechselwirkung der Componenten unter Bildung von Kupfercarbonat eintreten. Erst beim Eintragen des Pulvers in Wasser bildet sich fein vertheilter, längere Zeit suspendirt bleibender Kupfercarbonatniederschlag, Es können daher durch die Verwendung des beanspruchten Gemisches von calcinirtem Kupfervitriol . mit Soda viel ■ geringere ' Quantitäten Kupfer bei der Pilztödtung denselben Effect erzielen, wie gröfsere Quantitäten Kupfer in Form der bisher. üblichen Kupfersodabrühe, die den Uebelstand hatte, zu frühzeitig beider Aufbewahrung theilweise unwirksam zu werden und die auch einen anderen, grobflockigeren und schneller niederfallenden Niederschlag bildet. Andererseits ist aber die Verwendung getrennter Soda- und Kupfervitriollösung, wie sie vielleicht auch stattfinden könnte, in der Praxis deshalb unrationell, weil der Landwirth die getrennten Lösungen viel schlechter als ein einheitliches Pulver transportiren kann und aufserdem nicht Fachmann genug ist, um die Mischungen der beiden Lösungen bis zu der absolut notwendigen Neutralität (s. Prof. Weifs) schnell auf dem Felde vornehmen zu können. Zudem entsteht bei der Mischung von Kupfervitriol und Sodalösung ein Niederschlag von geringerer Feinflockigkeit als beim Eintragen des Kupfersodapulvers in Wasser.
Das erklärt sich daraus, dafs beim Eingiefsen der einen Lösung in die andere letztere stets im Ueberschufs ist, und dieser Ueberschufs bedingt die Bildung anders gearteter Kupferverbindungen. Das bekannte Kupferkalkpulver (D. R. P. 65755) nat gegenüber dem vorliegenden indifferenten Kupfersodapulver den Nachtheil, dafs beim längeren Lagern desselben das Calciumhydrat durch die Kohlensäure der Luft in Calciumcarbonat übergeführt wird, welches Agens den gewünschten Kupferhydratniederschlag bei der Auflösung nicht mehr zii erzeugen gestattet. Infolge dessen bleibt Kupfervitriol als solcher in der Lösung, und letztere wird dadurch sauer. Bei vergleichenden Versuchen hat sich die Verwendung des Kupfercarbonatniederschlages, welcher bei der Benutzung des nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Pulvers entsteht, auch als zweckmäfsiger und wirksamer erwiesen als der mittels Kupferkalkpulver erzeugte Kupferhydratniederschlag. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Pilztödtendes Mittel für Kulturpflanzen, bestehend aus einem Gemisch von entwässertem Kupfervitriol und wasserfreien Alkalicarbonaten. ' '

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116888B (de) 1955-02-03 1961-11-09 Hickson S Timber Impregnation Holzkonservierungsmittel

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116888B (de) 1955-02-03 1961-11-09 Hickson S Timber Impregnation Holzkonservierungsmittel

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