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Automatisches Registriergerät für Radar-Panoramabilder Die Erfindung
betrifft ein automatisches Registriergerät zur Aufzeichnung von Radarbildern, die
auf dem Leuchtschirm der Kathodenstrahlröhre eines Panoramagerätes dargestellt werden.
Dabei soll die Übertragung der Radarbilder an der Weise erfolgen, daß feststehende
Objekte auch in einer festen Lage aufgezeichnet werden, während die aufeinanderfolgenden
Positionen sich bewegender Objekte der Bahn der betreffenden Objekte entsprechen,
so daß die aufeinanderfolgenden Stellungen der einzelnen Objekte sichtbar dargestellt
werden und so eine Entwicklung der Lage in dem Beobachtungsfeld auf dem Registrierstreifen
festgehalten werden kann.
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Für Navigationszwecke benutzt man meist Panoramageräte, welche das
Beobachtungsfeld in Polarkoordinaten, Entfernung und Azimut, abbilden.
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Heutzutage kennt man Panoramegeräte für nautische Zwecke einerseits
zur Darstellung der relativen Lage und andererseites zur Darstellung der absoluten
Lage.
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Wenn ein Gerät die relative Lage anzeigt, erscheint das mit dem Gerät
ausgerüstete Schiff im Zentrum des Bildschirms der Kathodenstrahlröhre, wobei der
Bug des Schiffes immer in Richtung einer auf dem Leuchtschirmumfang eingetragenen
Bezugsmarke weist. Diese Bezugsmarke befindet sich normalerweise am oberen Rand
des Leuchtschirmes. Das Azimut eines Objektes wird jeweils in bezug auf die Schiffslängsachse
angezeigt. Solche Anzeigegeräte sind als Standard-Panoramegeräte zur Anzeige der
relativen Lage bekannt und sollen in Verbindung mit Registriergeräten nach der vorliegenden
Erfindung Verwendung finden.
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Bei den bekannten nautischen Radargeräten einerseits zur Anzeige
der absoluten Lage, andererseits zur Anzeige der relativen Lage kann der Beobachter
jeweils nur zwei Informationen aus einem auf dem Leuchtschirm auftretenden Lichtfleck
entnehmen, nämlich die lineare Entfernung und die Winkelentfernung desbetreffenden
Objektes im B eobachtungsfeld. Nur wenn innerhalb eines Zeitabschnitts mehrere Beobachtungen
gemacht werden, kann man weitere Informationen erhalten. Man kann dann beispielsweise
die Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit eines erfaßten Objektes aus den Beobachtungen
ableiten. Allerdings kann man bei keiner der beiden obengenannten Panoramadarstellungen
unmittelbar erkennen, ob ein Objekt feststeht oder sich bewegt.
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Da das Zentrum des Leuchtschirmes der Anzeigeröhre dem betreffenden
Schiff entspricht und dieses in Fahrt ist, scheinen feststehende Objekte sich über
das Gesichtsfeld der Anzeigeröhre zu bewegen, und man kann sie daher nicht von sich
bewegenden Objekten unterscheiden. Ein Schiffsoffizier könnte besser beurteilen,
welche Maßnahmen jeweils zu treffen sind, wenn er auf dem Radarschirm unmittelbar
feststehende Objekte von bewegten Objekten unterscheiden könnte und wenn er sich
schnell über die Geschwindigkeit und den Kurs eines jeden Zielobjektes vergewissern
könnte.
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In der Vergangenheit ergaben sich oft Schwierigkeiten, wenn der wirkliche
Verlauf eines Schiffsunglücks rekonstruiert werden sollte, beispielsweise, wenn
zwei Schiffe zusammenstießen. Dabei war es nachteilig, daß Registriergeräte fehlten,
mit denen man die Aufzeichnungen über die Ausgangslage des Schiffes und die folgenden
Manöver registrieren konnte. Wenn auch die Schiffe mit Radar ausgerüstet sind, so
werden die Bilder auf dem Radarschirm doch nicht für längere Zeit festgehalten,
so daß es wünschenswert ist, die Radarbilder auf einem festen Schreibstreifen zu
übertragen, welcher jederzeit, beispielsweise nach einem Unglück, überprüft werden
kann.
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An sich ist bereits ein automatisches Registriergerät bekannt, welches
zur fortlaufenden Darstellung einer auf einem Fahrzeug gewonnenen, auf die jeweilige
Position des Fahrzeugs bezogene Panoramainformation auf einem elektrisch empfindlichen
Speicherband dient. Dieses bekannte Gerät dient zur unmittelbaren Aufzeichnung der
Radarsignale ohne Zwischenschaltung einer Kathodenstrahlanzeigeröhre.
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Hierin liegt für die Praxis durchaus ein Mangel, der einer generellen
Vefweridung tdieses Gerätes entgegensteht. Will man das bekannte Registriergerät
an ein vorhandenes Panoramagerät anschließen, so ist ein elektrischer Eingriff in
das Panoramageräü otwendig, der bei elektronischen Geräten allgemein höchst unerwünscht
ist.
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Nach dem Grundgedanken der Erfindung wird die ser Mangel dadurch
behoben, daß eine optische Abtastung des in üblicher Weise auf einer Kathodenstrahlanzeigeröhre
dargestellten Panoramabildes erfolgt. Dazu wird auch berücksichtigt, daß die Registrierung
zweckentsprechend in absoluter, kursorientierter Lage erfolgt,-und zwar auf der-Grundlage
eines Panoramabildes, welches auf der Kathodenstrahlanzeigeröhre in relativer, kursorientierter
Lage dargestellt ist.
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Ausgehend von dem- bekannten Grundprinzip der fortlaufenden automatischen
Registrierung einer auf einem Fahrzeug gewonnenen Panoramainformation auf einem
elektrisch empfindlichen Speicherband, sind zur Erzielung der vorgenannten Speicherbilddarstellung
erfindungsgemäß folgende Merkmale vorgesehen: a) Konzentrisch zur Achse der Kathodenstrahlröhre
ist ein synchron mit dem Schreib stahl der Kathodenstrahlröhre rotierender Drehtisch
angeordnet, b) der Drehtisch trägt einen exzentrisch gelagerten, rotierenden Mitnehmer,
auf dem ein optisches Umlenksystem angeordnet ist, dessen auf den Bildschirm gerichtete
Eingangsachse von der Drehachse des Mitnehmers denselben Abstand hat wie die Drehachse
des Mitnehmers von der Drehachse des Drehtisches und dessen Ausgangsachse mit der
Drehachse des Mitnehmers fluchtet; c) der Drehtisch trägt ferner einen lichtelektrischen
Empfänger, dessen Achse mit der Ausgangsachse des optischen Umlenksystems fluchtet;
d) der Drehtisch trägt schließlich einen exzentrisch gelagerten, rotierenden, das
mit einer der Fahrzeuggeschwindigkeit entsprechenden Eigengeschwindigkeit bewegte
Speicherband überstreichenden, von dem lichtelektrischen Empfänger aus erregbaren
Schreibstift, dessen Drehachse mit der Achse des lichtelektrischen Empfängers fluchtet
und der von seiner Drehachse denselben Abstand hat wie die Achse des lichtelektrischen
Empfängers von der Achse der Kathodenstrahlröhre.
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Ein Registriergerät nach der Erfindung tastet demnach den Radarschirm
eines Panoramagerätes zur Anzeige der relativen Lage ab und überträgt die Informationen
auf einen Schreib streifen, welcher mit einer die Schiffsgeschwindigkeit proportionalen
Geschwindigkeit bewegt wird. Der Radarschirm wird mit Hilfe eines optischen Systems
abgetastet, welches dem Bereich des Schreibstrahls der Kathodenstrahlröhre nachgeführt
wird. Die Intensität des in das optische System gelangenden Lichtes wird in ein
elektrisches Signal umgewandelt, sodann verstärkt und an einen Schreibstift weitergegeben,
welcher synchron mit dem optischen System umläuft. Das optische System tastet den
Radarschirm mit einer hohen Geschwindigkeit ab, wobei das System gleichzeitig synchron
mit der Rotation der Radarantenne über den Umfang des Radarschirmes verschoben wird.
Jedes-
mal, wenn-ein elektrischer Impuls zu dem Schreibstift gelangt, wird eine Markierung
auf dem Schreibstreifen angebracht. Der Schreibstreifen besteht aus einem Papier,
welches für einen elektrischen Stromdurchgang empfindlich ist.
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Der Aufbau, die Konstruktion und die Arbeitsweise eines Registriergerätes
nach der Erfindung sollen nunmehr an Hand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung
mit den Zeichnungen beschrieben werden. Es stellt dar Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung, Fig. 2 Objekte, wie sie auf dem Leuchtschirm einer Kathodenstrahlröhre
mit mittlerer Nachleuchtdauer erscheinen, und F i g. 3 das Verfahren, nach dem das
optische System gemäß der Erfindung den Radarschirm abtastet.
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Fig. 1 zeigt eine Kathodenstrahlröhrel, welche als Radarschirm für
ein Schiffsradar mit einer über das .Azimut gedrehten Antenne dient. Es wird ein
bekanntes Radargerät verwendet, welches eine Panoramadarstellung der relativen Lage
von Objekten im Beobachtungsfeld gibt. Der Fluoreszenzbelag des Leuchtschirmes der
Röhrel hat vorzugsweise eine kurze bis mittlere Nachleuchtdauer, wenn durch einen
auftretenden Elektronenstrahl eine Fluoreszenz erregt wird. Der Ort des Schiffes
liegt im Zentrum 0 des Leuchtschirmes. Von diesem Zentrum geht auch der Schreibstrahl
aus, welcher sich in radialer Richtung auf den Rand des Leuchtschirmes zubewegt.
Die Lichtintensität in jedem Punkt des Leuchtschirmes hängt von dem in entsprechenden
Punkten des Beobachtungsfeldes vorhandenen Objekten ab, da der Schreibstrahl entsprechend
der Intensität der Radarechos moduliert wird und auch in entsprechendem Maße den
Fluoreszenzbelag erregt. Der erregte Fluoreszenzbelag leuchtet für eine gewisse
Zeit nach dem Vorübergang des Schreibstrahles nach. Die Linie O-B entspricht der
momentanen Bahn des Schreibstrahls.
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Der helle Lichtpunkt C stellt ein Radarecho von einem Objekt dar,
welches gerade von der Radarantenne erfaßt wird. Der Lichtpunkt D von geringerer
Intensität entspricht dem Radarecho eines Objektes, welches unmittelbar zuvor von
der Antenne erfaßt wurde. Der Lichtpunkt E ist nur noch bedeutend schwächer wahrnehmbar
und entspricht dem Radarecho eines Objektes, welches zu einem früheren Zeitpunkt
erfaßt wurde. Der schließlich kaum noch erkennbare LichtpunktF entspricht dem Radarecho
eines Objektes, welches zu einem noch früheren Zeitpunkt des Abtastzyklus erfaßt
war. Wenn das Schiff bewegungslos verharren würde und auch die Lichtpunkte C, D,
E und F feststehenden Objekten entsprechen würden, würden die Lichtpunkte wiederum
an derselben Stelle aufleuchten, wenn der Abtaststrahl in der nächsten Abtastperiode
die Objekte erfaßt, wobei jeder Lichtpunkt wieder vollständig verschwinden würde,
bevor der Abtaststrahl das betreffende Objekt wieder erfaßt.
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Es sei nun angenommen, daß das Schiff sich mit konstanter Geschwindigkeit
bewege und daß eine Boje innerhalb des Beobachtungsfeldes verankert sei.
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Ein anderes Schiff soll dem erstgenannten Schiff auf demselben Kurs
und mit gleicher Geschwindigkeit nachfahren. Dann würde sich eine Panoramadarstellung
nach Fig.3 ergeben, wobei das erstgenannte Schiff in Punkt 0 erscheint, die Boje
in Punkt G und das nachfahrende Schiff in Punkt H. Im Laufe der
Zeit
wird das erstgenannte Schiff die Boje weit hinter sich lassen, so daß der Lichtpunkt
G jedesmal, wenn er aufleuchtet, in einem größeren Abstand erscheint und sich auf
der Bahn 2 verschiebt, bis ler den Rand des Beobachtungsschirmes erreicht und dann
verschwindet. Der Lichtpunkt H des nachfahrenden Schiffes wird indessen jedesmal
an derselben Stelle des Beobachtungsschirmes aufleuchten, da der Abstand und die
gegenseitige Lage der beiden Schiffe sich nicht verändern. Unter diesen Verhältnissen
würde das in F i g. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung die Informationen
von dem Leuchtschirm der Kathodenstrahlröhre in Fig. 3 derart auf einen Registrierstreifen
übertragen, daß die Boje dort als ein feststehendes Objekt erscheint, während das
eigene und das nachfahrende Schiff als bewegte Objekte zu erkennen sind.
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Nach F i g. 1 ist ein kreisförmiger Drehtisch 5 auf einer Welle 6
angeordnet, welche ihrerseits in einer Muffe 7 an einem Träger 8 gelagert ist, der
wiederum in einem nicht dargestellten Rahmen eingelassen ist.
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Der Drehtisch wird synchron mit der Azimutalbewegung der Radarantenne
von einem Servomotor 9 gedreht. Der Antrieb erfolgt über eine Welle 11, eine Riemenscheibe
10 und einen am Umfang des Drehtisches 5 angreifenden Riemen 12. Das untere Ende
der Welle 6 trägt einen Ausleger 13 mit einem Elektromotor 14. Der Ausleger 13 dreht
sich synchron mit dem Drehtisch 5, da beide auf Derselben Welle verkeilt sind. Eine
Spindel 15 liegt in einer Bohrung der Welle 6 und wird von einem Drucklager 16 getragen,
so daß sie frei drehbar ist. An jedem Ende der Spindel 15 ist eine- Riemenscheibe
17 bzw. 18 befestigt.
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Die untere Riemenscheibe 17 wird über einen Riemein 19 von einer auf
der Welle 21 des Motors 17 sitzenden Riemenscheibe 20 angetrieben. Die Welle 21
trägt außerdem einen Arm 22 mit -einem Schreibstift 23. Die obere Riemenscheibe
18 treibt über einen Riemen 25 eine Riemenscheibe 24 an. Die Riemenscheibe 24 ist
auf einer Welle 26 festgekeilt, deren unteres Ende im Drehtisch 5 gelagert ist und
deren oberes Ende einen zylinderförmigen Mitnehmer 27 trägt. In demselben ist ein
optisches System, bestehend aus einem Prisma 28, einem Linsensystem 29 und einem
zweiten Prisma 30, angeordnet. Die obere Fläche des zylinderförmigen Mitnehmers
27 weist eine kleine kreisförmige Blende 31 auf, durch welche von dem Prisma 30
herkommendes Licht zu einem fotoelektrischen Empfänger 32 hindurchtreten kann.
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Man verwendet beispielsweise eine Fotozelle oder einen Fotomultiplier,
der an einem auf dem Drehtisch 5 ruhenden Träger 33 befestigt ist. Die einzelnen
Teile sind so angeordnet, daß die Zentralachse34 durch den Mittelpunkt der Röhre
1, des Prisma 30, die Spindel 15 und den Schreibstift 23 geht. Die Welle des Motors
14, die Welle 26, das Prisma 30 und der fotoelektrische Empfänger 32 liegen ebenfalls
in einer gemeinsamen Achsrichtung 35. Die Achse 35 verläuft parallel zu der Zentralachse
34 mit einem Abstand zu derselben, welcher größer ist als der Halbmesser des Leuchtschirmes
der Elektronenstrahlröhre 1. Der Ausgang des fotoelektrischen Empfängers 32 führt
über einen Leiter 36 zu einem Verstärker 37, welcher auf dem Drehtisch 5 montiert
ist. Die Ausgangsspannung des Verstärkers 37 beeinflußt über eine Leitung 38 den
Schreibstift 23. Auf der Welle 21 ist ein Schleifring 39 angebracht, welcher mit
Hilfe einer Schleifbürste die Leitung 38 mit
einer Leitung 40 verbindet, welche zwischen
dem Schleifring und dem Schreibstift angeordnet ist. Der Schreib stift bewegt sich
über einen Schreib streifen 41, welcher mit Hilfe eines Zahnrades 43 über eine ebene
Unterlage 42 bewegt wird. Der Antrieb des Zahnrades 43 erfolgt über ein Multiplikationsgetriebe
45 durch einen Motor 44. Auf der Ausgangswelle 46 des Multiplikationsgetriebes sitzt
eine Scheibe 47, welche ein Band 48 zum Antrieb einer auf der Welle des Zahnrades
43 sitzenden Scheibe 49 antreibt. Das Multiplikationsgetriebe trägt einen Zeiger
50,:der über einer die Schiffsgeschwindigkeit markierenden Skala eingestellt werden
kann. Der Schreibstreifen wird mit einer Geschwindigkeit angetrieben, welche der
Einstellung des Zeigers entspricht. Durch den Zeiger 50 wird der Multiplikationsfaktor
des Getriebes 45 geändert. Wenn das Schiff mit automatischen Einrichtungen zur Bestimmung
der Schif£sgeschwindigkeit ausgerüstet ist, kann die Einstellung der Schiffsgeschwindigkeit
an dem Multiplikationsgetriebe ebenfalls durch eine automatische Einrichtung erfolgen.
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Das Prisma 28 wird unmittelbar nach dem Vorbeilauf des Schreib strahls
über die Fläche des Leuchtschirmes bewegt. Hierzu wird der Mitnehmer 27 mit hoher
Geschwindigkeit gedreht, wobei das Prisma 28 einer gekrümmten Abtastbahn folgt,
zu welcher die radiale Schreibspur eine Sehne ist. In F i g. 3 bezeichnet der Kreis
51 eine Abtastbahn des Prismas 28.
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Der konzentrische Kreis um den Mittelpunkt deutet die Welle 26 an,
und die Linie 52 entspricht einer radialen Schreibspur, welche den Kreis 51 als
Sehne schneidet. Da die Welle 26 auf einem synchron mit der Radarantenne umlaufenden
Drehtisch 5 angeordnet ist, wird die Welle 26 auf einer Bahn längs des Umfangs der
Röhre 1 in derselben Drehrichtung geführt, in welcher die radiale Ablenkung der
Schreibspur fortschreitet, so daß die radiale Schreibspur in jedem Fall eine Sehne
zu der Abtastbahn des rotierenden Prismas 28 .darstellt. Wenn die radiale Ablenkung,
wie in F i g. 3 durch einen Pfeil angedeutet, im Uhrzeigersinn um einen Winkel ç
fortschreitet, wird sich auch die Welle 26 in derselben Richtung um denselben Winkel
Q> weiterbewegen. Daher tastet das Prisma 28 während einer jeden radialen Ablenkperiode
die Fläche des Leuchtschirmes vollständig ab. Das Prisma 28 muß mit möglichst hoher
Geschwindigkeit gedreht werden, damit auch das Auflösungsvermögen möglichst groß
wird. Wenn der Mitnehmer 27 beispielsweise 1800 Umdrehungen pro Minute macht und
die Antenne zwanzigmal pro Minute gedreht wird, ergibt sich folgende azimutale Auflösung:
Wenn der Mitnehmer 27 jedoch doppelt so schnell, also 3600mal in der Minute gedreht
wird, erhält man eine azimutale Auflösung von 20.
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Das Prisma 28 erhält während der Rotation über die Leuchtschirmfläche
Fluoreszenzlicht und reflektiert dasselbe zu dem Linsensystem 29. Das Linsensystem
29 bildet den erfaßten Teil der Leuchtschirmfläche auf das zweite Prisma 30 ab,
so daß das Licht nach oben auf die Blende 31 gerichtet wird. Die Bildebene liegt
unmittelbar unterhalb der Ausgangsfläche
des Prismas 30. Die Blende
31 läßt nur einen Teil des Lichtes hindurchtreten. Das durch die Blende hindurchtretende
Licht wird mittels des fotoelektrischen Empfängers 31 in elektrische Signale umgewandelt.
Diese Signale werden in dem Verstärker 37 auf den erforderlichen Wert verstärkt.
Die verstärkten Signale erzeugen mit Hilfe des Schreib stiftes 23 auf dem Schreibstreifen
Markierungen. Der Mitnehmer 27 und der Arm 22 werden synchron zueinander von dem
Motor 14 angetrieben. Da der Mitnehmer 27 mit hoher Frequenz rotiert, muß er ausgewuchtet
sein. Hierzu dienen Gegengewichte 56, welche über den Umfang des Mitnehmers verteilt
sind und welche unerwünschte Schwingungen ,unterdrücken. Der Arm 22 ist in ähnlicher
Weise ausgewuchtet. Der Gleichlauf des Mitnehmers 27 und des Armes 22 würde durch
einen Schlupf der Riemen 19 bzw. 25 gestört.
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Um ein Schlüpfen zu vermeiden, kann man vorzugsweise Riemen mit Zähnen
verwenden, welche mit Zähnen oder Einlassungen in den zugehörigen Treibscheiben
zusammenwirken. Es ist bereits bekannt, solche Riemen und Scheiben bei Einrichtungen
mit genauer Zeltaurzeichnung zu verwenden. An Stelle einer Riemenübertragung kann
man auch ein Getriebe vorsehen, wodurch sich allerdings die Kosten etwas erhöhen.
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Die Vorschubgeschwindigkeit des Schreib streifens 41 ist proportional
zu der Pahrgeschwindigkeit des Schiffes. Es können also die Bahnen bewegter Objekte
auf dem Schreibstreifen aufgezeichnet werden, während feststehende Objekte keine
Bewegungsbahn ergeben. Wenn das Beobachtungsfeld nach Fig. 3 fortlaufend auf den
Schrelbstreifen 41 in F i g. 1 übertragen wird, erhält man für die feststehende
Boje G eine punktförmige Aufzeichnung 53, während das zweite Schiff H eine Bewegungsbahn
54 ergibt. Die Bahn des beobachtenden Schiffes selbst erscheint als Spur 55 auf
der Mittellinie des Schreibstreifens. Unbewegliche Objekte werden dunkler als sich
bewegende Objekte erscheinen, da der Schreibstift am Ort eines sich bewegenden Objektes
jedesmal eine Markierung anbringt, wenn das optische System über den betreffenden
Ausschnitt der Leuchtfläche hinwegstreicht. Die Schwärzung einer Bahnspur gibt unmittelbar
ein Maß für die Geschwindigkeit des sich bewegenden Objektes. Sich langsam bewegende
Objekte ergeben dunkle Spuren, während sich schnell bewegende Objekte als hellere
Spuren auf dem Schreib-'streifen aufgezeichnet werden.
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Eine genauere Geschwindigkeitsmessung der sich bewegenden Objekte
kann man dadurch erhalten, daß man den Verstärker 37 mit einem Zeitzeichengeber
verbindet, welcher den Stromfluß durch den Schreibstift jeweils nach Ablauf einer
festgelegten Zeitperiode kurzzeitig unterbricht. Der Zeitzeichengeber kann beispielsweise
jeweils nach Ablauf von 10 Minuten den Stromdurchgang durch Iden Schreibstift für
1 Minute unterbrechen. Dadurch erhält man für sich bewegende Objekte gestrichelte
Bahnspuren und kann durch Ausmessung der einzelnen Strichlängen die Geschwindigkeit
des betreffenden Objektes bestimmen. In Fig. 1 sind die einzelnen Strichlängen der
Bahuspuren des eigenen Schiffes und des zweiten Schiffes H jeweils gleich lang,
da sich beide Schiffe mit derselben Geschwindigkeit bewegen. Wenn sich das zweite
Schiff mit einer größeren Geschwindigkeit bewegen würde, würden auch cdie zugehörigen
Strichlängen größer ausfallen. Bei kleinerer Geschwindig-
keit des Schiffes würde
sich eine kleinere Strichlänge ergeben.
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Das gesamte in Fig. 1 dargestellte Registriergerät ist in einem lichtdichten
Gehäuse untergebracht, um Streulicht auszuschalten und um Verletzungen von Personen
durch die mit hoher Frequenz umlaufenden Teile zu verhindern. Der Schreibstreifen
ist durch ein transparentes Fenster sichtbar, so daß er fortwährend während des
Registriervorganges abgelesen werden kann.
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Der Schreib stift 23 bewegt sich bei jeder Umdrehung über den Schreibstreifen
41, wo er jeweils mit der Fläche des Schreibstreifens Kontakt haben soll.
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Da der Arm 22 sehr schnell rotiert, könnte der Schreibstift unter
Umständen den Schreibstreifen zerreißen, wenn der Schreibstift die Fläche des Schreibstreifens
bei Beginn des Aufsetzens auf denselben zusammenschiebt. Man kann die Welle 21 um
einen kleinen Winkel von 1 oder 20 gegen die Längsachse 35 kippen, so daß der Schreibstift
bei jedem Umlauf allmählich auf die Fläche des Schreibstreifens aufsetzt.