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DE1218319B - Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Wandanstrichs in stark wasserdampfhaltigen Raeumen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Wandanstrichs in stark wasserdampfhaltigen Raeumen

Info

Publication number
DE1218319B
DE1218319B DEA29344A DEA0029344A DE1218319B DE 1218319 B DE1218319 B DE 1218319B DE A29344 A DEA29344 A DE A29344A DE A0029344 A DEA0029344 A DE A0029344A DE 1218319 B DE1218319 B DE 1218319B
Authority
DE
Germany
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layer
water vapor
rooms
polyvinyl chloride
chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA29344A
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
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Publication of DE1218319B publication Critical patent/DE1218319B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F21/00Implements for finishing work on buildings
    • E04F21/02Implements for finishing work on buildings for applying plasticised masses to surfaces, e.g. plastering walls

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Wandanstrichs in stark wasserdampfhaltigen Räumen Die Wände vieler gewerblicher Räume sind häufig einer anhaltenden Einwirkung durch Wasserdampf ausgesetzt. Dies kommt in erster Linie für Arbeitsräume in Betracht, in denen Kochprozesse durchgeführt werden, wie z. B. in Färbereien, Metzgereien und Wäschereien. Häufig werden aber auch Verarbeitungsvorgänge in wasserdampfgeschwängerter Atmosphäre durchgeführt. Dies ist z. B. in Webereien und Spinnereien der Fall. Darüber hinaus sind auch die Wände von Badeanstalten, insbesondere Dampfbädern, einer dauernden Wasserdampfeinwirkung ausgesetzt.
  • Um die Wände in den angeführten Fällen gegen den anhaltenden Wasserdampfeinfluß und die dadurch hervorgerufenen schädlichen Wirkungen zu schützen, ist bereits vorgeschlagen worden, Chlorkautschuk-Ölfarbe oder Latexfarben als Wandanstrich zu verwenden. Dadurch ist jedoch erfahrungsgemäß kein wirksamer Schutz, insbesondere nicht gegen starke Wasserdampfbeeinträchtigung, wie sie bei Überdruck auftritt, erreicht worden. Diese bekannten Anstriche lassen vielmehr die Feuchtigkeit zum Wandbaustoff hindurchtreten, was bei Mauerwerk aus Eisenbeton Korrosion des Eisens und bei Holz eine entsprechende Fäulnis zur Folge hat.
  • Im Fachschrifttum ist schon einmal darauf hingewiesen worden, daß sich Vinylharze als Oberflächenüberzug für Mauerwerk eignen. Der erwähnte Hinweis im Fachschrifttum gibt dem Fachmann jedoch keinerlei Lehre, in welcher Weise derartige Überzüge aus Vinylharzen auf das zu schützende Mauerwerk aufzubringen sind, und es sind auch keinerlei Angaben über die physikalischen Eigenschaften derartiger Mauerüberzüge gemacht.
  • Weiterhin findet sich im Fachschrifttum ein Hinweis, daß Bauwerke, insbesondere aus Zement, Beton, Stein od. dgl., durch wäßrige Lösungen feinster Teilchen von geringer Viskosität eines Polymerisats bzw. Mischpolymerisats von Vinylchlorid abgedichtet werden können, welche bei Umgebungstemperatur in Form eines zusammenhängenden Filmes erhärten und welche nach üblichen Verfahren, nämlich mit dem Pinsel, durch Zerstäuben, durch Tauchen oder durch Imprägnieren im Vakuum aufgebracht werden können. In Verbindung mit dieser Anregung sind auch einige Rezepturen angegeben. Abgesehen davon, daß der Fachmann trotzdem aus der genannten Schrifttumsstelle keine eindeutige Lehre entnehmen kann, wie im konkreten Fall ein derartiger Schutzanstrich auf Mauerwerk aufzubringen ist, hat die Praxis gezeigt, daß die durch die erwähnten Rezepturen bekanntgewordenen Schutzfilme infolge der Alkalität des Untergrundes bei Mauerwerk nur ein geringes Haftvermögen besitzen, und es folglich zu einem Ausblühen von im Putz befindlichen Schnellabbindemitteln, d. h. Salzen, kommen kann. Die Folge ist, daß derartige Schutzbeläge leicht abblättern können.
  • Eine weitere Schrifttumsstelle gibt dem Fachmann die ganz allgemeine Lehre, daß die Verwendung von Vinylidenchlorid für polymere Massen ein interessantes Beispiel für den praktischen Wert der Mischpolymerisationstechnik darstelle. Demgemäß sei das Polyvinyhdenchlorid ein sehr kräftiges, widerstandsfähiges Material mit außerordentlich guter Wasserfestigkeit, welches jedoch einen hochliegenden Erweichungspunkt und eine begrenzte Kompatibilität und Löslichkeit besitze. Man könne jedoch durch Mischpolymerisierung von Vinylidenchlorid mit einem Monomer, beispielsweise mit Acrylonitril oder mit Vinylchlorid, die physikalischen Eigenschaften der Masse so ändern, daß das Mischpolymerisat als Oberflächenbelag, Oberflächenfilm, Folie oder als Kunststoff' verwendet werden könne. Die genannte Schrifttumsstelle stellt also lediglich eine Zusammenstellung der zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe als bekannt vorauszusetzende Eigenschaften derartiger Polymerisate dar. Sie gibt dem Fachmann jedoch ebenfalls keinerlei Hinweis im Sinne einer bestimmten zeitlichen und räumlichen Folge einzelner Verfahrensschritte, die notwendig sind, um Mauerwerk wirksam gegen die Einwirkung von Feuchtigkeit, insbesondere gegen die Einwirkung von Wasserdampf, zu schützen.
  • Weiterhin ist es bekannt, daß beim Hydrophobieren von Formkörpern aus Steinmassen mittels Silikonen der freie Kalk durch Behandlung mit Fluoriden oder Fluosilikaten in gebundene Form übergeführt werden kann. Dies bedeutet nichts anderes, als daß der Mauerwerksputz lediglich chemisch neutralisiert wird, wodurch eine Verhärtung der Oberfläche eintritt. Ein derartiges Verfahren läßt jedoch die Mauerwerksporen offen, durch welche die Feuchtigkeit nach wie vor ins Mauerwerk selbst eindringen kann. Der Schritt des Fluatierens allein genügt also keineswegs zur Dampfsperrung bei Mauerwerk, sondern ergibt lediglich eine größere Oberflächenhärte des Mauerwerks.
  • Schließlich sind noch Oberflächenbeläge bekannt, die im wesentlichen aus mit Halogenen angereichertem Kautschuk und einer weiteren Schicht aus Polyvinylhaloiden bestehen. Diese Schichten können aus Chlorkautschuk und Polyvinylchlorid bestehen, welch letzteres vorzugsweise plastifiziert ist und gegebenenfalls aus einer Lösung des mit Trikresylphosphat plastifizierten Polyvinylchlorids in Mesityloxyd bestehen kann. Derartige Oberflächenbeläge sind nicht nur infolge des hohen Preises ihrer Einzelkomponenten, sondern auch wegen der Kostspieligkeit ihres Herstellungsverfahrens teuer und außerdem nicht allgemein verwendbar. Sie dürften infolgedessen in der Praxis nur in Einzelfällen Anwendung finden, wo sich der hohe Kostenaufwand angesichts des zu schützenden Objektes lohnt.
  • Die Erfindung beinhaltet ein neuartiges Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Wandanstriches in stark wasserdampfhaltigen Räumen, welches in seiner Anwendung einfach ist, keinen hohen Kostenaufwand erfordert und, wie durch Versuche bewiesen ist, einen im Vergleich zu den bisher bekannten Verfahren und Schutzbelägen besonders wirksamen und hochfesten Oberflächenschutz gegen Dampfeinwirkung ergibt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch die Kombination folgender, an sich- bekannter Maßnahmen gekennzeichnet: Nach dem Fluatieren und Trocknen der Wand wird eine Dispersion eines Mischpolymerisats aus Vinylidenchlorid und Vinylchlorid und nach dem Trocknen dieser Schicht eine Deckschicht auf der Basis von Polyvinylchlorid aufgebracht. Falls die Deckschicht vorzugsweise gestapft oder gerollt wird, wird nach einem weiteren Erfindungsmerkmal anschließend mindestens eine weitere Mischpolymerisatschicht auf die Polyvinylchloridschicht als Haftgrund für mindestens eine weitere Deckschicht aufgebracht.
  • Das erwähnte Stapfen oder Rollen der Deckschichtmasse gewährleistet einen sicheren Halt der Mischpolymerisatemulsion an der Massenschicht. Durch das erwähnte Aufbringen einer weiteren Deckschicht auf die getrocknete Außenfläche des Mischpolymerisats, die wiederum vorzugsweise aus einer gestapften oder gerollten Masse auf Polyvinylchloridbasis besteht, wird erreicht, daß die dem Mischpolymerisat vorgelagerte Masseschicht bei Feuchtigkeitseinwirkung mit Wasserdampf abgesättigt wird, so daß sie diesen bei Rückgang der Feuchtigkeit in dem betreffenden Arbeits- oder Behandlungsraum wieder abgibt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines nach der Erfindung erzeugten Schutzbelages wiedergegeben.
  • Danach ist auf der Wandoberfläche 1 eines Betonmauerwerks zunächst eine Fluatschicht 2 durch Aufstreichen, Aufbürsten oder Aufspritzen aufgetragen. Fluatüberzüge dieser Art trocknen erfahrungsgemäß in einigen Stunden. Darüber befindet sich eine Emulsionsschicht 3 eines Mischpolymerisats aus Vinylidenchlorid und Vinylchlorid, in welchem der Festkörpergehalt 50 °/o beträgt, wovon etwa 10 bis 25 °/o auf Vinylidenchlorid und 40 bis 25 °/a auf Vinylchlorid entfallen. Diese Schicht wurde ebenfalls in dem erforderlichen Maße getrocknet. Darüber befindet sich eine Masseschicht 4 auf Polyvinylchloridbasis, die aufgestupft oder aufgerollt wurde, wodurch eine Oberflächenvergrößerung erzielt wird, die ein besseres Anhaften der nachfolgenden beiden Emulsionsschichten 5 und 6 gewährleistet. Diese Masseschicht 4 hat vorzugsweise einen Gehalt von 17,5 °/o Polyvinylchlorid. Die beiden Emulsionsschichten 5 und 6 bestehen wiederum aus einem Mischpolymerisat aus Vinylidenchlorid und Vinylchlorid der vorgenannten Zusammensetzung. Nach jeweils wiederum erfolgtem Trocknen der Schichten wurde die zusammensetzungsmäßig der Masse 4 entsprechende Masse 7 auf Polyvinylchloridbasis aufgestupft oder aufgerollt, die dann dem Wasserdampfeinfluß gegenüber in der geschilderten Weise wirkt. Der Polyvinylchloridgehalt der Masse 7 kann je nach gewünschtem Oberflächenglanz bzw. gewünschter Deckschichtelastizität oder gewünschter chemischer Widerstandsfähigkeit bis auf 15 °/o erniedrigt oder bis auf 40 °/o erhöht werden.
  • Das Mauerwerk der Wand, auf die ein Belag nach der Erfindung aufzubringen ist, kann aus Ziegelsteinen mit oder ohne Mörtelschicht sowie auch aus Beton, insbesondere aus Eisenbeton bestehen. Daneben lassen sich aber auch Wände aus Holz in der erwähnten Weise schützen, wobei lediglich statt des Fluatüberzugs ein Firnis-Terpentin-Überzug in der bereits erwähnten Weise Verwendung findet.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Wandanstrichs in stark wasserdampfhaltigen Räumen, gekennzeichnet durch die Kombination folgender, an sich. bekannter Maßnahmen: Nach dem Fluatieren und Trocknen der Wand wird eine Dispersion eines Mischpolymerisats aus Vinylidenchlorid und Vinylchlorid und nach dem Trocknen dieser Schicht eine Deckschicht auf der Basis von Polyvinylchlorid aufgebracht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Deckschicht vorzugsweise gestapft oder gerollt wird, gekennzeichnet durch das anschließende Aufbringen mindestens einer weiteren Mischpolymerisatschicfit auf die Polyvinylchloridschicht als Haftgrund für mindestens eine weitere Deckschicht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1003116; französische Patentschrift Nr. 1149 881; britische Patentschrift Nr. 482122; Chemisches Zentralblatt, 1938, 1I, S.1321; 1953, S.1567; P a y n e, »Organic Coating Technology«, 1954, S.526.
DEA29344A 1958-04-26 1958-04-26 Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Wandanstrichs in stark wasserdampfhaltigen Raeumen Pending DE1218319B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB482122A (en) * 1936-11-24 1938-03-23 Goodrich Co B F Improvements in or relating to composite materials of polyvinyl halide and solid backing materials, and methods of making the same
DE1003116B (de) * 1954-02-02 1957-02-21 Bayer Ag Verfahren zum Hydrophobieren von Formkoerpern aus Steinmassen
FR1149881A (fr) * 1956-02-27 1958-01-02 Isarchemie G M B H Anti-corrosif pour la protection de moulages et de constructions, ainsi que d'éléments en matières minérales, notamment en béton, ciment, pierre et similaires, et les moulages, constructions et éléments en matières minérales protégés au moyen de cet anticorrosif

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB482122A (en) * 1936-11-24 1938-03-23 Goodrich Co B F Improvements in or relating to composite materials of polyvinyl halide and solid backing materials, and methods of making the same
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FR1149881A (fr) * 1956-02-27 1958-01-02 Isarchemie G M B H Anti-corrosif pour la protection de moulages et de constructions, ainsi que d'éléments en matières minérales, notamment en béton, ciment, pierre et similaires, et les moulages, constructions et éléments en matières minérales protégés au moyen de cet anticorrosif

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